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Antisemitismus-Streit in der LinkenAn Koçak spaltet sich die Linkspartei

Die Linke streitet über den Umgang mit ihrem Abgeordneten Ferat Koçak. Gefährden die Antisemitismusvorwürfe die rot-rot-grüne Regierungsbildung in Berlin?

Es hat keinen Tag gedauert, bis der fulminante Wahlsieg der Linken in Berlin getrübt wird. Dass Konservative, Rechte und die Springer-Presse alles auffahren würden, um die Partei zu verunglimpfen und so eine linksgeführte Regierung in der Hauptstadt zu verhindern, dürfte niemanden überraschen.

Doch zu der Kampagne gegen die Linke kommt nun auch wiederaufflammender innerparteilicher Streit hinzu. Bisheriger Kristallisationspunkt war ein Post der langgedienten Genossin Petra Pau vom Montag. Sie schrieb ihrem Kollegen Ferat Kocak auf X: „Mir reicht es langsam. Als MdB hast Du eine Verantwortung, ich kann nicht mehr an Naivität glauben.“

Damit kritisiert sie den Bundestagsabgeordneten aus Berlin-Neukölln für den Wirbel, den die Wahlparty seines Kreisverbands verursacht hatte. Dort war am Sonntagabend ein Aktivist anwesend, der für israelfeindliche Positionen kritisiert wird und der Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP) nahestehen soll, die von der EU als Terrororganisation eingestuft wird.

Zudem ist bei der Party Issa Remmo aufgetaucht, dessen Familie zahlreiche Straftaten vorgeworfen werden. Darunter: die Beteiligung am Diebstahl einer 100 Kilo schweren Goldmünze aus dem Berliner Bode-Museum und der Einbruch in das Grüne Gewölbe in Dresden sowie der Versuch, während des Berliner Stromausfalls einen Bankautomaten zu knacken.

Die Linke Berlin reagierte auf der Wahlparty umgehend, warf Remmo – der in der Vergangenheit auch bei der CDU eingeladen war – hinaus und erklärte, mit der organisierten Kriminalität nichts zu tun zu haben. Doch wenige Stunden später gab es am Montag neue Aufregung: Issas Sohn, Firas Remmo, veröffentlichte einen Chat mit dem Neuköllner Linken-Bundestagsabgeordneten Ferat Koçak. Dieser wollte nicht gewusst haben, mit wem er da geschrieben hatte. Später räumte er die Kontakte zu den Remmos ein. Koçak lasse seine Ämter vorerst ruhen und ziehe sich aus der Öffentlichkeit zurück, teilte die Linken-Bundestagsfraktion am Dienstag mit. Auf eine taz-Anfrage von Mittwoch antwortete er selbst nicht.

Ist die linke Regierung in Gefahr?

Dafür äußern sich andere, inzwischen auch auf Bundesebene. Nachdem Katharina Dröge, Fraktionschefin der Grünen im Bundestag, forderte, dass die Linke Ferat Koçak aus der Partei ausschließen solle, sagte nun auch deren Parlamentarische Geschäftsführerin, Irene Mihalic, der taz: „Das Mindeste wäre, wenn Heidi Reichinnek und Sören Pellmann ihn aus der Fraktion werfen.“

Pellmann wolle aber erst einmal abwarten, dass Koçak die von ihm angekündigte „vollumfängliche Transparenz“ herstelle, wie der Fraktionschef der taz am Mittwoch schrieb. „Ob und welche Konsequenzen notwendig sind, entscheiden wir dann“, so Pellmann. Dass Koçak sein Mandat zunächst ruhen lässt, sei aus der Sicht von Mihalic allerdings ein „Treppenwitz“, denn so bekäme er seine Abgeordnetendiät, ganz ohne dafür etwas tun zu müssen.

„Antisemitische Parolen haben weder in unserer Gesellschaft noch in unserer Politik Platz“, schrieben die SPD-Parteichefs Lars Klingbeil und Bärbel Bas sowie Generalsekretär Tim Klüssendorf in einem Instagram-Post. „Die Linke wird sich daran messen lassen und darf eindeutig Antisemitismus und Clan-Kriminellen in ihren Reihen keinen Millimeter Platz lassen. Dort liegt jetzt die Verantwortung.“ Das kann als Aufforderung verstanden werden, vor einer gemeinsamen Regierungsbildung das Problem in den Griff zu kriegen. Auch SPD und Grüne in Berlin haben Koalitionsgespräche inzwischen ausdrücklich daran geknüpft, welchen Umgang die Linken mit Antisemitismus findet.

In Zeiten des Rechtsrucks sollten demokratische Parteien sich nicht spalten lassen, betont hingegen der Berliner Linken-Geschäftsführer Bjoern Tielebein. Bei aller Kritik am „Antisemitismus-Problem“, das seine Partei leider habe, verwies er im Gespräch mit der taz darauf: „Wir sind eine antifaschistische Partei, dafür haben wir Leute von uns im KZ verloren.“ Seine Partei fasse immer wieder Beschlüsse gegen Antisemitismus, die man versuche „mit Leben zu füllen“. Als einzige Berliner Spitzenkandidatin zur Abgeordnetenhauswahl hatte Elif Eralp einen Fünf-Punkte-Plan zum Schutz jüdischen Lebens vorgelegt, betont Tielebein. Derzeit wird auf Berlin-Ebene auch über weitere Ausschlüsse von Mitgliedern gesprochen.

Solidarität mit Ferat Koçak

Unterstützung erhielt Koçak von der bundesweiten Arbeitsgemeinschaft Linkskanax, der sowohl Eralp als auch der Bundesvorsitzende Luigi Pantisano angehören. Die Gruppierung schrieb am Dienstag auf Instagram: „Ferat hat einen Fehler gemacht und trägt dafür Verantwortung. Aber wir lassen nicht zu, dass an einen migrantischen Genossen andere Maßstäbe angelegt werden als an alle anderen. Ferat ist einer von uns und wir stehen hinter ihm.“

Ganz anders sieht das die BAG Shalom, eine Gruppe innerhalb der Linken, die sich für den Schutz jüdischen Lebens einsetzt. „Die Bundestagsfraktion sollte ihm die Funktion als Sprecher für Antifaschismus entziehen“, schreibt BAG-Sprecherin Selin Gören der taz. Zugleich lasse sich das Problem nicht allein durch Personalentscheidungen lösen, denn es sitze tiefer.

„Antisemitische und antizionistische Positionen werden in Teilen der Partei noch immer verharmlost, Bündnispartner nicht sorgfältig genug geprüft und politische Nähe zu Akteuren akzeptiert, deren Verhältnis zu Israel oder zu terroristischen Organisationen eigentlich jede Alarmglocke auslösen müsste.“ Als Beispiel nennt sie die innerlinke Gruppierung Marx21, auf dessen Website die Zerstörung Israels propagiert wird.

Der Verweis auf Antisemitismus in der CDU darf für uns niemals dazu dienen, über Antisemitismus in der Linken hinwegzugehen.

Selin Gören, BAG Shalom

Linken-Bundesgeschäftsführer Janis Ehling schreibt der taz, dass man – in der Partei, nicht in der Öffentlichkeit – derzeit intensive Gespräche führe. Zugleich betont er: „Studien zeigen, dass antisemitische Einstellungen bei konservativen und rechten Menschen statistisch gesehen stärker verbreitet sind als bei Linken.“ BAG-Shalom Sprecherin Gören findet indes: „Der Verweis auf Antisemitismus in der CDU darf für uns niemals dazu dienen, über Antisemitismus in der Linken hinwegzugehen.“

Was die Wähler denken

Erstaunlich leise bleiben die von der taz angefragten Abgeordneten, die sich sonst lautstark gegen Antisemitismus aussprechen, ebenso wie die, die als Verbündete Kocaks gelten. Haben sie einen Maulkorb bekommen? Sind sie angesichts der vertrackten Situation mit ihrem Latein am Ende? Oder hoffen sie, der Konflikt verschwinde, in dem sie ihn aussitzen?

Fragt man Neuköllner Wählerinnen und Wähler der Linken, was sie über den Streit denken, gehen die Reaktionen auseinander: Die einen haben gar nicht mitbekommen, was los ist. Andere sehen das Problem nicht. Ein Neuköllner betont sein Verständnis für die Wut auf Israels Regierung, vor allem bei denjenigen Berlinern, die im Gaza-Krieg Verwandte verloren haben. Aber Leuten, die bekanntermaßen enge Kontakte zu fragwürdigen palästinensischen Organisationen haben, herausgehobene Positionen im Linken-Wahlkampf zu geben, findet er nicht besonders klug. „Das war doch völlig absehbar“, sagt er, fast schon gelangweilt.

Ein anderer erzählt, er sei schon zur Synagoge gegangen, um seine Solidarität mit verunsicherten jüdischen Berlinern zum Ausdruck zu bringen. „Ich bin stinksauer, dass ein paar Spinner gerade alles liefern, was die anderen brauchen, um eine Koalition mit der Linken abzulehnen.“ Eine andere zuckt bloß resigniert mit den Schultern und sagt: „Vielleicht ist dieser linke Konflikt einfach unlösbar.“

Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

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45 Kommentare

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  • StefanMaria

    Ich will einfach hoffen, dass das ein Reifeprozess für die Linke ist. Natürlich hat sich inzwische ein extrem breites Spektrum angesammelt und es ist jetzt Aufgabe hier eine breite "Mitte" hinzukriegen und die Ränder, die bürgerlichen wie die radikaleren so weit wie möglich zu respektieren und einzubinden, aber ganz besonders auch die sich in zu extremen Positionen gebunden glauben, auch auszugrenzen und auszuschließen.



    Eine Gesellschaft verträgt Extreme nicht, weil sie immer ein breiter Brei ist und Extreme können nur gewinnen mit Gewalt, da sie die Mehrheit zwingen und unterdrücken müssen. Und das ist für mich absolut Tabu, also müssen extreme gewaltbereite Gruppen konsequent gegangen werden und zwar schnell. Das hilft allen.

  • FtznFrtz

    Die Linke hat traditionell eine hohe Kunst in der Selbstzerfleischung, dazu Naivität im Umgang mit Medien. Nur so kriegt man den sehr ordentlichen Wahlerfolg nicht in eine Stadtregierung umgemünzt.



    Vielleicht ist es aber auch ein Häutungsprozess, der Mitgliederandrang hat auch den einen oder die eine sozial Auffällige in die Partei gespült.

  • nappy

    "Das Existenzrecht des Staates Israel ist für uns nicht verhandelbar.



    Beschluss des Parteivorstands am 8. Mai 2025"

    So zu finden auf der Website der Linken!



    Also wo genau ist das Problem jetzt? Wieso soll ich mich um den Pickel im Gesicht kümmern, obwohl gerade jemand versucht, mir ein Bein abzusägen?

    • Zippism

      @nappy:

      „Die AfD bejaht die freiheitliche demokratische Grundordnung. Sie tritt aktiv für die Wahrung der Demokratie, des Rechtsstaats und für die Achtung und den Schutz der Menschenwürde ein.“

      So zu finden im Grundsatzbeschluss des AfD-Bundesvorstands.

      Also wo genau ist das Problem jetzt? Wieso soll ich mich um irgendwelche Äußerungen, Kontakte oder Strukturen innerhalb der AfD kümmern, wenn doch gerade jemand versucht, mir ein Bein abzusägen?

      Ach, Moment. So funktioniert das Argument plötzlich nicht mehr?

      Dann ist der hübsche Beschluss der Linken zum Existenzrecht Israels selbstverständlich relevant – aber die praktische Frage, was einzelne Mitglieder, Strömungen oder Gliederungen tatsächlich äußern und vertreten, soll damit bitte erledigt sein. Interessante Logik.

  • zartbitter

    „Vielleicht ist dieser linke Konflikt einfach unlösbar.“



    =



    Dieser Konflikt wird nur dann unlösbar wenn Historiker, Universitäten, Politiker und vor allen Dingen Medien die Entrechtung und Progrome gegen Juden in den letzten Jahrhunderten in Europa und das unfassbare Leid der Juden durch die Vernichtung von 6 Millionen Juden durch die Deutschen (es waren nicht nur Nazis) -- nicht wie derzeit -- verschwiegen oder weit entfernt in den Hintergrund geschoben werden.



    =



    Mit Sicherheit ist Antisemitismus nicht nur ein linkes Problem - damit soll das Problem der Linken in keinster Weise klein geredet werden - sondern was momentan fehlt ist einfach mal nachdenken und Handeln um Judenverfolgung und Vernichtung als unveränderbaren Teil des Narativs in der deutschen Geschichte



    darzustellen - genau das sind die Deutschen den Opfern schuldig.



    =



    Die Bundesrepublik - siehe derzeit das antisemitische Chaos bei den Linken - kann es sich nicht leisten dieses Kapitel in der Versenkung verschwinden zu lassen.

  • Oma

    Die Linke hat nach dem 7. Oktober einen enormen Zulauf bekommen und konnte der Versuchung, sich auch fragwürdigem Zuwachs zu öffnen, nicht widerstehen. Einige, die eine Unterwanderung befürchtet haben, sind beizeiten gegangen. Das Kalkül derer, die sich vom Palästina-Aktivismus einen signifikanten Stimmenzuwachs versprochen haben, ist zwar aufgegangen, war aber nicht sehr durchdacht. Man hätte damit rechnen müssen, dass im Falle eines Wahlsiegs plötzlich alle, nicht nur die eigene Bubble, auf die Linke schauen. Und dass man dann Unrat nicht mehr so einfach unter den Teppich kehren kann, hätte einem der gesunde Menschenverstand auch sagen sollen. Grüne und SPD können unter diesen Umständen nicht so einfach eine Koalition mit der Linken eingehen. Sie müssen ein Ausmisten zur Bedingung machen. Spannend, ob Elif Eralp das jetzt noch schafft, oder ob sie es viel zu lange hat laufen lassen. Wenn sie nicht durchgreift, offenbart sie entweder Führungschwäche, oder Die Linke wurde bereits gekapert. Halbherziges Taktieren und faule Ausreden führen m.E. nicht mehr weiter. Das Problem wird sich nicht angesichts von Koalitionsverhandlungen einfach aussitzen lassen.

    • *Sabine*

      @Oma:

      "... ob Elif Eralp das jetzt noch schafft, oder ob sie es viel zu lange hat laufen lassen."

      Was mich in diesem Zusammenhang u.a. beschäftigt, ist, dass Frau Eralp und Herr Kocak in 2019 gemeinsam den bundesweiten Zusammenschluss Links*Kanax gegründet haben, was ich gut finde und die beiden sehr eng und intensiv im Landesverband der Berliner Linkspartei auf politischer Ebene zusammenarbeiten. Ich frage mich, ob sie und andere in der Partei wirklich nicht wussten, dass Herr Kocak Kontakte zur Organisierten Kriminalität unterhält. Ich kenne mich in Politikerkreisen nicht aus, aber können solche wichtigen Sachverhalte bei enger bis engster Zusammenarbeit wirklich verborgen werden?

      • Oma

        @*Sabine*:

        Nein. Ich habe bei jedem Kollegen, mit dem ich enger zusammenarbeiten wollte, nach dem dritten Pläuschchen in der Kaffeeküche alles gewusst einschließlich Cholesterinwerte und Verhältnis zur Schwiegermutter.

        • StefanMaria

          @Oma:

          bei den Bläuschchen, natürlich Pläuschschen, wird auch gern geschummelt oder mal weggekuckt, aber irgendwo wird es dann eben zuviel und dann mag Mensch manche halt nicht mehr

          • Oma

            @StefanMaria:

            Heißt das jetzt, dass Eralp von Kocak an der Nase rumgeführt wurde? Oder dass er ihr so auf den Keks gegangen ist, dass sie sich nicht um das Problem gekümmert hat?

  • Budzylein

    „Ferat hat einen Fehler gemacht und trägt dafür Verantwortung. Aber wir lassen nicht zu, dass an einen migrantischen Genossen andere Maßstäbe angelegt werden als an alle anderen. Ferat ist einer von uns und wir stehen hinter ihm.“

    1. Niemand hat gefordert, an Kocak andere Maßstäbe anzulegen als an Linkspartei-Politiker ohne Migrationshintergrund. Es sind jedoch bisher keine entsprechenden Kontakte aus dieser Gruppe der Linken-Politiker mit den Remmos bekannt geworden.

    2. Wenn nach den Maßstäben der Linkspartei jetzt allein der Status "migrantisch" schon ein Grund für die Bezeichnung "einer von uns" sein soll, hat Kocak doch eigentlich gar keinen Fehler gemacht, denn die Remmos sind dann ja für ihn auch Menschen "von uns". sodass freundschaftliche Kontakte doch legitim sind, oder?

    3. Dass der Maßstab "migrantisch = einer von uns" politisch ebenso falsch und gefährlich ist wie z. B. "deutsch ohne Migrationshintergrund = einer von uns", sollte jedem klar sein. Für mich als alten Linken sind jedenfalls weder reiche Leute, deren Einkommen (und Vermögen) aus Straftaten kommt und für das sie null Steuern zahlen, noch ihre Kumpels in der Politik Leute "von uns".

    • Residente

      @Budzylein:

      Zu 1. Es sind einige entsprechende Kontakte aus anderen Parteien, insbesondere der CDU, bekannt. Diese Politiker, sämtlich ohne Migrationshintergrund, mussten keinerlei Konsequenzen tragen.



      Zu 2. und 3. Sie scheinen den zitierten Satz falsch verstanden zu haben. Der sagt aus, Kocak sei einer von uns, weil er Genosse ist, nicht weil er migrantisch gelesen wird.

  • MK

    Die Linke muss jetzt schnellstmöglich ihren Laden sauber bekommen.



    Auf einer Wahlparty sind ein Clan-Boss und ein Terrorunterstützer aufgetaucht. Und was sagt sie Linkspartei dazu: die haben wir nicht eingeladen. Wie sollen die denn sonst gekommen sein: bei Abendspaziergang gesehen dass es Freibier gibt und geschaut was es zu feiern gibt. Ja sicher nicht. Man muss keine Kampagne gegen die Linkspartei beklagen, wenn sie sie Öffentlichkeit für dumm verkauft.



    Es mag sein, dass eine Einzelperson den Clan-Chef und den Terrorunterstützer mitgebracht haben. Dann sollte zumindest am Tag 4 nach der Wahlparty diese Person und alle anderen Beteiligten kalt gestellt worden sein und der Parteiausschluss zumindest begonnen. Da gibt es auch nichts rumzudiskutieren. Worthülsen und ein MdB-Mandat ruhen zu lassen sind zu wenig - die Linke muss jetzt sie bekannten Beziehungen zum Terrorismus und zur organisierten Kriminalität kappen.

    • *Sabine*

      @MK:

      "Auf einer Wahlparty ..."

      Lt. anderen Medien hat Herr Remmo zwei Wahlpartys von Die Linke besucht: Neukölln und Festsaal Kreuzberg.

      "Laut den Berichten zeigte er in Neukölln auch das Victory-Zeichen und einen erhobenen Daumen, in Kreuzberg sei er gleich im Backstage-Bereich verschwunden." (Quelle: Tagesspiegel, Stand: 20.09.2026, 23:39 Uhr)

      Ich kenne den Tagesspiegel nicht, lt. KI: "Die Berliner Tageszeitung wird überwiegend als renommiertes Leitmedium der Hauptstadt wahrgenommen."

  • Bürger L.

    Sicher gibt es in jeder Partei immer wieder mal Einzelpersonen oder Gruppierungen die Grenzen überschreiten und von denen man sich nach eingehender Prüfung klar distanzieren oder notfalls trennen muss, wenn diejenigen nicht selbst die Konsequenzen ziehen.

    Das galt z.B. für Herrn Maaßen, der es als CDU Mitglied sogar bis zum Chef des Verfassungsschutzes geschaft hatte und das gilt möglicherweise auch für Herrn Koçak oder andere, die innerhalb der Linken durch regelmäßige Überschreitungen der Grenze zwischen berechtigter Israelkritik und antisemitischen Positionen der Partei als Ganzes schaden.

    Interessengeleitete Kritik von Außen sollte die Linke nicht daran hindern, intern klar zu machen wo die Grenzen für die Linke, als Partei des demokratischen Sozialismus verlaufen.

    Um mich nicht ständig zu wiederholen, verweise ich gerne auf folgende taz-Artikel/Kommentare :

    taz.de/Antisemitis...efinition/!6088799



    taz.de/Linke-und-A...emitismus/!6215302



    taz.de/Kampagne-na...lin-Wahl/!6215733/



    taz.de/Richtungsst...n-Berlin/!6215892/

  • Deep South

    Zuerst find ichs wirklich positiv, dass ich jetzt auch mal in der taz einen Artikel lesen kann, der sich ernsthaft mit den Vorfällen beschäftigt und sich nicht nur im Beklagen übt, was Andere so alles dazu sagen. Das Fass ist nämlich bei Weitem nicht nur für das rechte oder konservative Lager am überlaufen.



    Ich seh aber neben den Problemen, die diese Vorfälle der Partei in der Außenwahrnehmung, im inneren Zusammenhalt und bei der Koalitionsbildung bescheren, noch eine weitere Gefahr, wenn man da nicht endlich mal den Laden aufräumt.



    Wenn es Koalitionen mit Landesverbänden einer Partei gäbe, die sich nicht glaubhaft von solchen Vorwürfen freimachen, dann wird das sicher auch negativen Einfluss auf die Brandmauer Debatte haben. Deshalb ist es auch absolut verständlich, dass SPD und Grüne da jetzt ganz genau hinsehen und Aufklärung verlangen. Und ich glaube Frau Eralp schon, dass sie das jetzt ernst nimmt.



    Falls es aber tatsächlich so sein sollte, dass "dieser linke Konflikt unlösbar" ist, dann war die Berlin Wahl kein Erfolg, sondern ein enormer Rückschlag für die Linke.

  • Il_Leopardo

    Wenn Koçak gehen muss, dann müssten eigentlich auch viele Abgeordnete der AfD gehen, die Kontakte zu ultra-rechten, verbotenen Gruppierungen unterhalten.

    • Kriebs

      @Il_Leopardo:

      Wirklich? Die Maßstäbe der AfD sollen jetzt gelten? Ist nicht das zentrale Argument gerade für die Linke, dass sie eine normale Partei und gerade keine extremistische Vereinigung ist?

    • Sozialdemokratie

      @Il_Leopardo:

      Eben! Außerdem ist es Ablenkung von unseren großen Problemen.

    • Sam Spade

      @Il_Leopardo:

      Es müssten wahrscheinlich 99% der AfDler ihr Mandat niederlegen wenn diese Kriterien der Maßstab wären. Von einer rechtsextremen Partei ist in der Hinsicht aber kein Anstand zu erwarten.

      Bei demokratischen Parteien setze ich das aber voraus. Wer Verbindungen zur organisierten Kriminalität hat, sollte kein Bundestagsmandat bekleiden.

      Die persönlichen Gründe sind auch unerheblich. Ob derartige Kontakte aus Überzeugung oder Naivität stattfanden ist für die Entscheidungsfindung nicht von Bedeutung.

      Kriterium ist lediglich, ob die Chats echt sind oder fake. Erweisen sie sich als echt, dann tut auch deren Inhalt nichts zur Sache und die einzige akzeptable Konsequenz daraus kann nur die Niederlegung des Bundestagsmandats sein.

    • Strolch

      @Il_Leopardo:

      Stimmt. Aber bei der AfD spricht die taz auch nicht davon, dass das instrumentalisiert wird, sondern fordert das offen. Und weil es die AfD nicht macht, ist sie unwählbar und man sollte nicht ihr koalieren. Und wenn es die Linken nicht machen, gilt für sie das Gleiche.

    • Budzylein

      @Il_Leopardo:

      Richtig, aber darüber entscheiden andere als über Kocak. Und wenn Kocak nicht gehen muss, müssten AfD-Abgeordnete, die Kontakte zu ultra-rechten, verbotenen Gruppierungen unterhalten. trotzdem gehen.

  • tobio

    Die Linke hat kein Problem mit Antisemitismus. Sie ist aber ein Sammelbecken für Menschen, die ihre Kritik an der israelischen Regierung oder an israelischen Siedlern etc. in anderen Parteien gar nicht einbringen können. Und dass die Linke dazu bereit ist, ist etwas Gutes. Dass es in diesem Sammelbecken auch einige Antisemiten gibt, stellt eine Aufgabe dar, aber kein Problem!!!

    • Kriebs

      @tobio:

      „ Dass es in diesem Sammelbecken auch einige Antisemiten gibt, stellt eine Aufgabe dar, aber kein Problem!!!“ —> Wenn es so wäre: Wo sind die Parteiausschlussverfahren gegen diese „einige Antisemiten“? Das Problem ist nicht, dass es sie gibt. Das Problem ist, dass seit Jahren nichts dagegen getan wird.

    • Sozialdemokratie

      @tobio:

      Seh ich auch so!

  • Jim Hawkins

    Es ist das alte Lied. Erhebt jemand einen Antisemitismusvorwurf, kommt flugs ein anderer um die Ecke und labert was von "Instrumentalisierung". Bei Rassismusvorwürfen passiert so etwas merkwürdigerweise nie.

    Whatever, die Neuköllner Genossinnen und Genossen müssen jetzt eben eine Weile die Füße still halten, damit die Regierung ausgehandelt werden kann. Vielleicht muss Kocak sogar seine Sachen packen. Es wird schon ein Eiertanz. Man darf die neuen jungen Wilden nicht ganz verärgern und doch müssen sie erstmal die Klappe halten.

    Die Vergesellschaftungsnummer wird dann auf die ganz lange Bank geschoben, weil sich das einfach nicht rechnet, dafür wird dann über kurz oder lang der Antizionismus so richtig aus dem Sack gelassen.

    Dann werde jede Menge Sozialarbeiter eingestellt, für jedes Clan-Mitglied mindestens zwei, Polizei und Verfassungsschutz werden etwas eingedampft und Berlin verlottert weiter, nur jetzt etwas schneller.

    Würde nur noch die Olympiade fehlen.

  • Karla Columna

    ich habe mir Elif Eralps fünf Punkte Plan gegen Antisemitismus vom Mai angeguckt und sehe da eigentlich nicht viel, was mich beruhigen würde. Es ist kein einziges Mal darauf eingegangen worden, dass sich auch Israelis und Israel in Berlin sicher fühlen müssen. (In Israel leben zu 80 % Juden; oder gilt der Schutz von jüdischem Leben nur für Juden, die der eigenen dichotomen Weltsicht genehm sind?) Auf Die Betonung, dass der Berlin Monitor angeblich Linke von Antisemitismus frei spricht, halte ich für wenig reflektiert. Ebenso dilettantisch ist der Umgang mit Ferat Kocak. Falls das alles eine Kampagne gegen die Linke sein soll, dann hat es die Linke den konkurrierenden Parteien wirklich äußerst leicht gemacht.

  • Minderleister

    Ich habe zwar die Linke gewählt, aber Ferat Koçak war mir aufgrund seines krawalligen Auftretens im Bundestag schon immer suspekt und unsympathisch. In dieser Hinsicht könnte der auch von der AfD sein. Falls es in Berlin eine Koalition der Wahlverlierer (CDU, SPD, Grüne) geben sollte, dann kann sich die Linke unter anderem bei solchen „Genossen“ bedanken.

    • Kohlrabi

      @Minderleister:

      Dass mir Ferat Koçak besonders sympathisch sei, könnte ich auch nicht sagen. Aber er hat dort 2025 sensationell das Direktmandat geholt, und auch jetzt wieder hat die Linke in seinem Wahlkreis abgeräumt. Der neue Aufwind der Linken hat weit mehr mit Koçak & Co. und den jungen migrantischen Milieus zu tun als mit den (gleichwohl verdienstvollen) "Silberlocken". Mit Koçak gibt es nun vielleicht eine Koalition der Wahlverlierer. Aber ohne ihn wären diese gar nicht erst die Verlierer und die Linke nicht der Gewinner. Die Linken wären ja nicht bei Sinnen, wenn sie diesen Genossen wegen einer eher symbolpolitischen Verfehlung jetzt abschießen würden. (Wohnungen privatisieren und dergleichen wird Koçak wohl eher nicht ...)

      • Oma

        @Kohlrabi:

        Auch in der Politik gibt es nicht nur die A-Note, sondern noch die B-Note. Mit dem 4fachen Axel auf dem Hintern gelandet gewinnt man eher nicht die Goldmedaille. Als Textdichter für den Insta-Account eines Mitglieds des Remmo-Clans hat Kocak seine Partei ziemlich lächerlich gemacht. Um das als symbolpolitische Verfehlung durchgehen zu lassen, muss man schon unglaublich nachsichtig sein. Wie linkes Miljöh im Kopfkino von Otto Normalverbraucher jetzt ausschaut, kann man sich ja leicht vorstellen.

      • Strolch

        @Kohlrabi:

        Damit sagen Sie das, was Özdemir gesagt hat, dass die Linke mit dem Antisemitismus die Wahl gewonnen hat.

        • Kohlrabi

          @Strolch:

          Nein, das sage ich nicht. Ich halte das mit dem Antisemitismus für an den Haaren herbeigezogen.

          Ich würde es so benennen: Die Linke setzt an diesen Orten auf eine dezidiert migrantische Identitätspolitik, mit der eine mangelnde Distanz auch zu manch fragwürdigen Leuten der Szene verbunden ist.

          Finde ich das toll? Nein. Ich bin generell kein Freund von Identitätspolitik. Aber ich muss anerkennen, dass damit offenbar ein Nerv getroffen wurde und vorher unpolitische Leute für sozialistische & linkssozialdemokratische Ideen gewonnen werden konnten.

          Als Angehöriger einer aussterbenden Spezies (biodeutscher sozialistischer Ossi) steht es mir m.E. nicht zu, die neue Linke belehren oder bekehren zu wollen. Und Leuten meiner Generation auch nicht. WIR sind letzten Endes für die AfD mitverantwortlich, nicht die Eralfs und Koçaks.

  • AliceMirrow

    "Es hat keinen Tag gedauert, bis der fulminante Wahlsieg der Linken in Berlin getrübt wird. Dass Konservative, Rechte und die Springer-Presse alles auffahren würden,"



    Die Einleitung des Artikels hat mich schon gleich geärgert. Das ist doch das übliche Spiel konkurierender Parteien. Hätte die CDU gewonnen, hätte die Linke sicher nicht einfach nur fair gratuliert und wäre sonst ruhig geblieben.

  • Petzi Worpelt

    "Dass Konservative, Rechte und die Springer-Presse alles auffahren würden, um die Partei zu verunglimpfen und so eine linksgeführte Regierung in der Hauptstadt zu verhindern, dürfte niemanden überraschen."

    Nagut. Klar. Aber: Liest man den Artikel weiter, dann wird deutlich, dass die ganze Geschichte doch nicht ganz so harmlos ist und die Linke hier vor größeren Problemen und Kämpfen steht. Was anderes als die obigen Fakten stand auch nicht in der BILD. Da wurde über die Chats berichtet, über Remmo usw.



    Natürlich mit ner großen Schlagzeile, aber die Fakten sind exakt die Gleichen.. Ich kreide doch jetzt wegen dieses Artikels auch nicht die taz an, dass sie versuche eine linke Regierung zu verhindern, indem sie die Fakten nennt.. Ist wie es ist. Da hilft nur der richtige Umgang der Linken mit. Dieser scheint aber noch nicht gefunden..

    • Felix Schnell

      @Petzi Worpelt:

      Nicht mit einer großen Schlagzeile, sondern mit kontinuierlichen Schlagzeilen alle paar Stunden über Tage hinweg!



      Ich würde mir diese Konsequenz mal bei Verfehlungen von Spahn, Reiche, Amthor und co. wünschen, aber die machen ja wenigstens wohlwollende Politik für die Springer-Aktionäre.

      An der Problematik des Chats ändert dieser Umstand aber natürlich nichts.

  • MarsiFuckinMoto

    „Ich lasse meine Ämter ruhen und ziehe mich aus der Öffentlichkeit zurück“.

    Normalerweise hätte ich damit überhaupt kein Problem. Wenn eine Person des öffentlichen Lebens etwas falsch gemacht hat, ist sie anderen Anfeindungen ausgesetzt als der „normale“, anonyme Bürger, unabhängig davon ob die Vorwürfe alle so Bestand haben oder nicht. ABER! Hier geht es um einen Politiker, der für seine Bürger da zu sein hat, mindestens für die, die ihn gewählt haben. Wenn er das nicht mehr kann: dafür gibt es Nachrücker auf den Wahllisten. Man kann es jedenfalls schlecht vermitteln, dass durch einen individuellen Fehler die „Moral von der Geschichte“ ist, dass der oder die betroffene PolitikerIn dann mit einem monatlichen Grundgehalt von ca. 12.000€ einfach zu Hause bleibt. Und BITTE! Ganz bestimmt kann man aus jeder anderen Partei mehrere Beispiele aufzählen, wo genau DAS schon passiert ist. Aber vielleicht sollte das Fehlverhalten anderer nicht zum eigenen Maßstab gemacht werden...

  • White_Chocobo

    Solange selbst in der internen Debatte Antisemitismus und Antizionismus von Teilen der jüdischen Mitglieder immer noch gleichgesetzt werden, wird es hier auch keinen Kompromiss geben.

    • Zippism

      @White_Chocobo:

      Diese bequeme Umkehrung ist schon bemerkenswert. Natürlich sind Antizionismus und Antisemitismus nicht automatisch dasselbe. Nur wird Antisemitismus nun einmal oft genug als vermeintlich harmlose „Israelkritik“ oder als „Antizionismus“ verpackt. Genau deshalb reicht das Etikett allein nicht aus, um sich aus der Verantwortung zu stehlen.

      Und der Verweis auf „jüdische Mitglieder“ soll dann offenbar gleich noch als Schutzschild dienen. Als wären politische Positionen plötzlich über jeden Zweifel erhaben, sobald sie von einem jüdischen Parteimitglied vertreten werden. Das ist keine ernsthafte Auseinandersetzung, sondern Identitätspolitik in die andere Richtung.

    • Karla Columna

      @White_Chocobo:

      Lesen Sie es vielleicht nochmal nach, was am Antizionismus auch antisemitisch ist. Nicht immer, aber oft.

      www.bpb.de/themen/...741/antizionismus/

  • Andi S

    Ich kann nur davor warnen, die kritischen Stimmen ins die rechte Ecke zu schieben.

    Lest mal Zeit und SZ. Nicht gerade rechte Leitmedien.

    Der Sumpf des Spiels mit Antisemitismus, Gewalt und Nähe zu terroristisch gelesenen Organisationen muss sofort und glaubhaft trocknen gelegt werden.

    In der jetzigen Situation kann eine Koalition der SPD und Grünen mit der Linken nicht empfohlen werden. Dafür sind die Auswirkungen auf Bundesebene und andere Bundesländer einfach zu hoch und ehrlich gesagt, Berlin zu unbedeutend und chaotisch.

    • Karla Columna

      @Andi S:

      und ihr fünf Punkte Plan ist nicht mal besonders ausgereift und lässt auch viele Aspekte aus.

      dielinke.berlin/ak...ein-5-punkte-plan/

  • Panther Ray

    Von welchem Rechtsruck spricht Herr Tielebein? In Berlin hat es gerade einen Linksruck gegeben. Dass er das Antisemitismus-Problem der Linken benennt, ist fair. Dass er die Linke im gleichen Atemzug antifaschistisch nennt, ist ein Widerspruch in sich. Man kann nicht gleichzeitig antifaschistisch und antisemitisch sein! Völlig hilf- und geschmacklos angesichts des „Antisemitismus-Problems“ ist seine Behauptung, dass „wir“ (wer soll das sein?) „Leute von uns im KZ verloren“ haben. Und dass Elif Eralp einen Fünf-Punkte-Plan zum Schutz jüdischen Lebens vorgelegt hat, hatte ja nichts damit zu tun, es ihr oder der Partei ein Anliegen gewesen wäre. Es war notwendig geworden aufgrund antisemitischer Hetze bei den Neuköllner Linken.



    Der Weg, den die Linke genommen hat, ist erschreckend und das Ergebnis der Berlin-Wahl sollte die Republik ebenso besorgen wie jenes in Sachsen-Anhalt.

  • Required

    Nach einer Umfrage der ARD in den Wahllokalen finden 47 % der Wähler, die linke gebe antisemitischen Positionen zu viel Raum. Auch 19 % der Wähler der Linken war dieser Meinung.

    Um zu verstehen wie das Problem intern brodelt, muss man einen Blick auf den Parteitag 2024 blicken in dessen Folge es zu einer Reihe prominente Austritte gab, weil die Partei sich nicht entschieden genug von antisemitischen Positionen distanziere.



    Ein großes Problem stellen danach der Einfluss von marx21 und dessen Splittergruppe Sozialismus von unten dar.

    • Kaboom

      @Required:

      Und von den 47 % haben anteilig rund 16 % die AfD gewählt.



      Mahlzeit.

  • Tom Farmer

    "Dass Konservative, Rechte und die Springer-Presse alles auffahren würden, um die Partei zu verunglimpfen und..."



    Würde mal sagen, was aufgefahren wurde kam alles aus der "Die Linke".



    Das ist halt das Ergebnis, wenn man begingungslos all diejenigen hinter sich sammeln will, die irgendwas gegen das "bestehende System" haben. Übler Beifang, der praktisch nix zum Wahlergebnis beiträgt.