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Krieg in IranIsrael nutzt Gaza-Taktik im Libanon

Julia Neumann

Kommentar von

Julia Neumann

Israels Kriegsführung im Libanon ist völkerrechtswidrig – und knüpft an die in Gaza an. Durch Waffenlieferungen macht sich Deutschland mitschuldig.

Vom israelischen Militär zerstörte Häuser in der südlibanesischen Stadt Tyros Foto: Murat Sengul/Anadolu Agency/imago

G ezielte Angriffe auf Krankenwagen, 118 getötete Kinder, 40 getötete Rettungskräfte. Israels Regierung zieht beim Krieg im Libanon offen Parallelen zur völkerrechtswidrigen Kriegsführung in Gaza. So befahl Verteidigungsminister Israel Katz der Armee am Sonntag, die Zerstörung von Häusern in Grenzdörfern im Südlibanon zu beschleunigen – „nach dem Vorbild von Beit Hanun und Rafah“. Finanzminister Bezalel Smotrich drohte, Südbeirut werde „sehr bald“ aussehen wie Chan Yunis.

Menschenrechtsorganisationen und internationale Hilfsorganisationen haben in Gaza israelische Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit dokumentiert. Vor dem Internationalen Gerichtshof läuft ein Genozid-Verfahren. Im Libanon hat Israels Armee den kompletten Süden zur „Roten Zone“ deklariert und Zi­vi­lis­t*in­nen in Vertreibungsanordnungen gewarnt, sie könnten getötet werden, falls sie ihre Häuser nicht verlassen. Mitte März erklärte Katz, Hunderttausende schiitische Ein­woh­ne­r*in­nen würden nicht in ihre Häuser zurückkehren. Angeblich, bis Sicherheit in Nordisrael gewährleistet sei.

Katz hat angeordnet, alle Übergänge über den Fluss Litani zu zerstören. Am Sonntag wurde eine strategische Brücke gesprengt. Südlibanon wird vom Rest des Landes abgeschnitten. Vieles deutet auf eine permanente militärische Besatzung hin. Grenzdörfer liegen bereits in Schutt durch den Einmarsch 2024. Erneut gibt es Attacken auf Ersthelfer, Krankenwagen, einen Journalisten, der über die Brückensprengung berichtet hatte. Zwangsvertreibung, mutwillige Zerstörung, gezielte Angriffe gegen Zi­vi­lis­t*in­nen sind Kriegsverbrechen. Das geschah im Libanon bereits 2024 mit kompletter Straflosigkeit.

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Die israelische Armee marschiert im Südlibanon mit Merkava-Panzern ein. Motoren dafür kommen aus Deutschland. Die Bundesregierung muss die Waffenlieferungen an Israel stoppen und Druck erhöhen, damit garantiert wird, dass Vertriebene zurück in ihre Häuser können. Deutschland macht sich sonst weiter schuldig.

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Julia Neumann
Korrespondentin Libanon
Auslandskorrespondentin für Westasien mit Sitz in Beirut. Hat 2013/14 bei der taz volontiert, Journalismus sowie Geschichte und Soziologie Westasiens studiert. Sie berichtet aus dem Libanon, Syrien, Iran und Irak, vor allem über Kultur und Gesellschaft, Gender und Fragen der sozialen Gerechtigkeit. Für das taz Wasserprojekt recherchierte sie im Libanon, Jordanien und Ägypten zu Entwicklungsgeldern.
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55 Kommentare

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  • Zu den hier unten stehenden Kommentaren sage ich folgendes:



    Ich finde es müßig, immer wieder darüber zu diskutieren, was zuerst da war - das Huhn oder das Ei.



    Tatsache ist, dass der Iran nicht kurz vor dem Bau "der Bombe" war. Konnte er doch gar nicht, da die Atomanlagen durch die USA fast vollständig zerstört worden waren. Das hat Trump so jedenfalls behauptet.



    Die Begründung für den derzeitigen Krieg steht also auf sehr wackligen Beinen.

    • @Il_Leopardo:

      Wissen Sie das sicher? Also das mit der Bombe?



      Würden Sie sich auf Ihre Einschätzung 100 % verlassen?



      Also, wenn Sie Israel sind.



      Ich würde mich jedenfalls nicht darauf verlassen.

      • @si tacuisses:

        Also wenn man sich nicht 100 % sicher ist, lieber mal angreifen oder was soll und Ihr Kommentar sagen?

      • @si tacuisses:

        2003 nannten die kriegführenden Regierungen der Vereinigten Staaten und Großbritanniens seit Oktober 2001 vor allem eine wachsende akute Bedrohung durch Massenvernichtungswaffen des Irak.



        Jedoch wurden später keine Massenvernichtungswaffen gefunden.



        Glauben Sie im Ernst die israelischen und amerikanischen Geheimdienste wissen nicht, wie weit die Iraner mit der Anreicherung und dem Bau der Bombe sind.



        Die wissen sogar, wo sich gerade die iranischen Führungskräfte aufhalten und "killen" die gezielt.

  • Es wäre gut, wenn der Iran und die mit ihm verbündeten Vereinigungen nicht das offizielle Ziel hätten, Israel auszulöschen. So hat es gerade auch der iranische Botschafter in Berlin in einem Interview in der Berliner Zeitung mehr oder weniger auf Nachfrage bestätigt: "Ohne Israel."



    Wenn jemand das feste und durchgängige Ziel hat, mich auszulöschen, würde ich noch mehr um mich schlagen und dafür sorgen, dass es nie dazu kommen wird.

    • @Josef Robert:

      Ich bin Ihrer Meinung.

      1948: Angriff mehrerer arabischer Staaten nach Gründung von Israel)



      1967: Sechstagekrieg



      1973: Jom-Kippur-Krieg (Überraschungsangriff Ägypten/Syrien)

      Die unzähligen Terroranschläge nicht mitgezählt. Von den unzähligen Aufrufe im NO zur Auslöschung Israels brauchen wir gar nicht anfangen.

      Israel existiert nur noch weil es sich verteidigt.

      Laut den aktuellen Berichten aus März 2026 wurden aus dem Libanon ca. 200–250 Raketen, Drohnen und Artillerieangriffe auf Israel gefeuert.

      Leider wird dies nicht einmal im Artikel erwähnt (obwohl es entscheidend ist). Stattdessen wird suggeriert, Israel führt dich Angriffe aus Lust und Laune

    • @Josef Robert:

      Es stellt sich nur die Frage, ob Ihr Gegner überhaupt über die Möglichkeiten verfügt, um Sie auszulöschen. Dann wären auf jeden Fall Sie es, der sich durch sein wildes Um-sich-Schlagen ins Unrecht setzen und möglicherweise als Aggressor dastehen würden.



      Im Falle des Konfliktes zwischen Iran und Israel scheint es so, als ob Israel sich gerade in dieser Aggressor-Rolle befindet. Weil der Krieg von den israelischen Regierenden gewollt ist.

    • @Josef Robert:

      Es kann dennoch nicht richtig sein, dass jeder Staat allein entscheidet. Das Völkerrecht wurde geschaffen, um Alleingänge -und die sind niemals neutral- durchzuführen. Es gibt eine internationale Ordnung und die soll von den UN durchgesetzt werden. Doch die UN wird geschwächt anstatt sie zu stärken. Regime wie das in N-Korea, Russland, Israel oder den USA wollen keineswegs eine internationale Mitsprache, auch dann nicht wenn es um internationale Interessen geht. Die Welt kann sich einen Zustand der Vor-Zivilisation heute nicht mehr erlauben Wir leben in einem Zeitalter der ungeheuren Waffenmacht, der sofortigen Verfügbarkeit von Informationen und der Möglichkeit des Überschallfluges u.v.a.m. In einer solchen Situation ist die Duldung von Eigenmächtigkeit und gewaltsamer Auseinandersetzungen lebensgefährlich für alle.

    • @Josef Robert:

      Worte sind natürlich schlimmer als Taten.

    • @Josef Robert:

      Was heißt "auslöschen"?

      Israel will die Palästinenser aus WJL vertreiben. Tötungen von Palästinensern werden strafrechtlich nicht geahndet. Rechte haben die Palästinenser nicht. Ist das schon auslöschen?

      70.000 Tote in Gaza sind noch nicht "ausgelöscht".

      Kann ein Staat, der das Existenzrecht einzelner Bevölkerungsgruppen nicht respektiert von diesen Bevölkerungsgruppen / anderen Staaten verlangen, dass sein eigenes Existenzrecht respektiert wird?

      • @test_name:

        „70.000 Tote in Gaza sind noch nicht ‚ausgelöscht‘.“



        Und deshalb haben wir ja auch vor dem IGH einen Prozess, ob Israel in Gaza an der palästinensischen Bevölkerung einen Genozid verübt habe.



        Gegenüber der Zivilbevölkerung im Libanon und im Iran scheint die politische und militärische Führung Israels dabei nach dem Motto zu handeln: ist der Ruf erst ruiniert, mordet‘s sich ganz ungeniert.



        Aber gegenüber Kritikern dieses Krieges lässt sich ja schnell der Antisemitismus-Verdacht in Anschlag bringen.

    • @Josef Robert:

      Wenn jemand das feste und durchgängige Ziel hat, mich auszulöschen, würde ich noch mehr um mich schlagen und dafür sorgen, dass es nie dazu kommen wird.



      Rechtfertigen sie jetzt den Terror durch Palästinenser?



      Oder den Terror durch Israel?



      Jedenfalls ist wild um sich schlagen selten ein guter Rat. Komisch, dass Sie das anders sehen.

    • @Josef Robert:

      Dennoch darf bezweifelt werden, dass das aktuelle "um sich schlagen" die Sicherheit in der Region und damit auch der Israelis verbessert. Wie man sieht ist ja das Gegenteil der Fall.

      • @T-Rom:

        Ich sehe das anders.

        • @Max Sterckxc:

          Es würde interessieren, warum Sie das anders sehen.

  • Wenn die Hisbollah immer mal wieder Israelisches Gebiet angreift dann darf man sich nicht wundern dass zurückgeschlagen wird. Manche nennen das dann völkerrechtswidrig, andere nicht. Aber die bösen Buben sind ja immer nur die Israelis.

    • @Der Cleo Patra:

      Ab 5 Uhr wird zurückgeschossen, das hatten wir schon einmal, simplifizierende Brutalität. Und ja, bei Selbstverteidigung muss Verhältnismäßigkeit angewendet werden, was derzeit kaum der Fall ist bei den fast tausend getöteten libanesischen Zivilisten. Ihre rhetorische Feststellung "die bösen Buben sind immer die Israelis" zeigt typisches Schwarzweißdenken, Sie unterstellen, dass wer Israel kritisiert, Hezbollah gutheisst. Oder doch, ja, leider, derzeit ist die israelische Regierung und ihre Armee der böse Bub.

    • @Der Cleo Patra:

      Nö, die bösen Buben sind nur dann die Israelis, wenn sie sich genau so verhalten. Und genau darum geht hier der Streit.



      Bei dem israelischen Krieg im Libanon sehen wir eine Wiederholung des Vorgehens der Israelis in Gaza, wenigstens im Ansatz. Behauptet wird, Krieg gegen eine Terrororganisation zu führen, getroffen wird allerdings die Zivilbevölkerung eines ganzen Landes. Und wenn am Ende hier nicht wieder die Diplomaten die Kohlen rechtzeitig aus dem Feuer holen, kann das wieder in einen Genozid-Vorwurf gegen Israel enden (denn Nwtanyahu und sein Militär beweisen ja tagtäglich ihre Skrupellosigkeit, was die „Kollateralschäden“ an zivilen Zielen betrifft).



      Und jetzt komme man mir nicht mit „Aber der Iran …“. Vom Iran und seinen Proxys wissen wir, was wir von ihnen zu halten haben. Israel hingegen halten wir alle (hoffentlich) noch für eine Demokratie, auf die wir aussenpolitisch einwirken können. Und weil Israel nicht irgendein Schurkenstaat, sondern unser Verbündeter ist. Oder etwa nicht?

    • @Der Cleo Patra:

      Und wenn Israel immer mal wieder den Südlibanon besetzt darf man sich nicht wundern dass zurückgeschlagen wird. Manche nennen das dann Terrorismus, andere nicht. Aber die bösen Buben sind ja immer nur die Hisbollah...

      • @Schmetterling:

        "Aber die bösen Buben sind ja immer nur die Hisbollah..."

        Ja, die sind böse. So richtig. Das sind Terroristen und haben den Libanon mit der Hilfe des Iran schon seit Jahrzehnten im Würgegriff.



        Wie lange würden Sie sich den von Der Hisbollah beschießen lassen, bis Sie dann einfach sagen: "Jetzt reicht es!" ?



        Es sind übrigens tausende Raketenangriffe die die Hisbollah durchgeführt hat. Nicht nur ein paar dutzend über die Jahre.

        • @si tacuisses:

          Ja, klar ist, wer die bösen Buben und wer die Guten sind. Wenn die Guten sich allerdings wie die Bösen verhalten, wird es mit der Unterscheidung schwierig.



          Genau darum geht es doch in dieser Auseinandersetzung, wenn man sieht, wie dieser Krieg von Israel geführt wird.



          Wenn es wirklich Israels Ziel ist, die Hisbollah zu schwächen, dann erinnert mich sein Vorgehen (im Hinblick auf die innenpolitische Stabilität des Libanon) stark an einen Pfadpfinder, der einen Blinden (den Libanon) gegen dessen erklärten Willen über die Straße helfen will.



          Und es hilft dem Libanon auch nicht, dessen Infrastruktur zu zerstören und Bevölkerung zu töten, um die Hisbollah loszuwerden. Und es hilft Israel übrigens auch nicht, sicherer vor Terrorangriffen zu werden.

        • @si tacuisses:

          Wie lange würden sie denn religiösen Fanatikern zuschauen, die ihr Land stehlen und ihren Besitz anzünden? Und wäre ihre Reaktion dann auch, Krankenwägen, Reporter und Zivilisten zu beschießen?

      • @Schmetterling:

        Israel hat den Südlibanon 2000 geräumt ohne hezbollah könnte zwischen beiden Staaten Frieden und Handel herrschen.

        • @Machiavelli:

          Nehmen Sie eigentlich die Verlautbarungen aus Israel zur Kenntnis, die das Gegenteil behaupten? Die einen Teil Libanons als "jüdisches Gebiet" ansehen? Und die gerade immer mächtiger und einflussreichen werden?

  • Die Hisbollah hat diesen Krieg verursacht. Anders als apologetische westliche "Linke", hassen die Menschen im Libanon, die direkt davon betroffen sind, tatsächlich die Hisbollah und ihre Kriegsabenteuer. Israel und die USA tun der gesamten Welt einen Gefallen, wenn sie das iranische Terror-Regime und seine Proxys im Libanon und anderswo ausschalten.

    • @a jugovic:

      wo wird denn gerade irgendein Regime "ausgeschaltet" ? "TACO" Trump verhandelt doch angelblich schon mit den iranischen Machthabern über einen "Deal".



      Und wie gut das mit dem "Regime mal kurz ausschlaten" funktioniert hat man ja in Afghanisten, Vietnam etc ja zur Genüge gesehen.

    • @a jugovic:

      Herr Merz, sind Sie's mit der "Drecksarbeit"? Die dann doch nur "Dreck" war und bewusster Dauerkrieg um des persönlichen Vorteils willen.

      Es waren die ständigen Israelischen Übergriffe und Bomben, die die Hisbollah ermöglichten - als Strohhalm gegen die ständigen Attacken und Vertreibungsversuche. Wie schon ähnlich bei der sogar aktiv geförderten Hamas. So viel Differenzierungszeit darf schon sein.

      • @Janix:

        "Es waren die ständigen Israelischen Übergriffe und Bomben, die die Hisbollah ermöglichten"

        Ist das so? Direkte jährliche finanzielle Unterstützung vom Iran, meist zwischen  700 Millionen und 1 Milliarde Dollar pro Jahr, die regelmäßig an die Hisbollah fließen haben nichts damit zu tun? Ich weiß nicht wie Sie das sehen, aber wenn ein Dritter eine Milliarde an eine Terrororganisation bezahlt, damit diese Israel auslöscht und soviel Zivilisten tötet wie sie nur kann, dann ist dies ein legitimes Ziel in meinem Augen.

    • @a jugovic:

      Diesen Krieg haben tatsächlich Israel und die USA verursacht. Auch als apologetischer rechter sollte man sich hin und wieder mit der Realität beschäftigen...

    • @a jugovic:

      Das ist ebenso unterkomplex wie menschenverachtend: Sie ignorieren nicht nur, dass Israel für die Konflikte im NO in erheblichem Masse mitverantwortlich ist, sondern auch, dass es sich regelmäßig schwerster Menschen- und Völkerrechtsverstöße schuldig macht: Südlibanon z.B. wird gerade de facto ethnisch gesäubert. Wie man das bejubeln kann, ist mir ein Rätsel. Selbst wenn man in der Hisbollah allein den Aggressor sieht, entbindet das Israel nicht von jeglichen rechtlichen und moralischen Mindeststandards. "Die Welt" besteht übrigens nicht nur aus EU und Nordamerika - dass der Rest der Menschheit den Überfall auf Iran als "Gefallen" empfindet, bezweifle ich. Die Mütter von Minab sicherlich nicht. Diese Kaltschnäuzigkeit, mit der die Leben von Iranern oder Libanesen vom Tisch gewischt werden, finde ich erschreckend.

      • @O.F.:

        Wie schnell Sie die ‚rechtlichen und moralischen Mindeststandards‘ aus der Schublade holen, wenn es um Israel oder die USA geht, ist bewundernswert. Es wäre erfrischend, diese Maßstäbe auch bei der Hisbollah, Hamas, dem Iran oder Russland anzulegen...das würde Ihren Kommentaren zumindest etwas Bedeutung verleihen.

  • Frau Julia Neumann hat in diesem Beitrag völlig vergessen zu erwähnen, warum die IDF im Libanon operiert. Schade, denn als Israeli und Regierung, die sich dem Leben und der Sicherheit des israelischen Staates verpflichtet hat, würde ich die permanenten Angriffe von dort auch nicht schweigend hinnehmen sondern mich wehren. Wenn der Libanon es nicht leisten kann die Terroristen im Zaum zu halten, muss man wohl aktiv werden.

    • @Huluvu:

      Themaverfehlung.



      Es geht auch um Kriegsverbrechen, Völkerrechtsbruch und Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

    • @Huluvu:

      "Wenn der Libanon es nicht leisten kann die Terroristen im Zaum zu halten, muss man wohl aktiv werden."

      Das ist ja hier das Problem. Wenn bei uns eine mächtige Terrororganisation, welche von einem anderen Land gesteuert wird, sagen wir mal, ständig Österreich mit Raketen beschießen würde und unsere Sicherheitskräfte und Militär es nicht schaffen würden diesen Beschuss zu unterbinden, dann könnten wir nicht von einem Völkerrechtsbruch sprechen, wenn sich Österreich, ohne offizielle Kriegserklärung, wehren würde. Besonders wenn man noch bedenkt, dass im Grenzgebiet so knapp 10.000 UN Truppen rumsitzen und sich den ganzen Spaß einfach ansehen und die Terrororganisation dort machen kann was sie will...

      • @si tacuisses:

        Wäre es für Österreich dann auch gerechtfertigt, Bayern zu annektieren, die Zivilbevölkerung zu vertreiben und das Olympiastadion zu sprengen? Frage für einen Freund

    • @Huluvu:

      Sie haben völlig vergessen den Artikel zu lesen.



      Es geht nicht um "wehren".



      Es geht nicht um "aktiv werden".



      Niemand hat etwas gegen Staaten, die sich wehren oder aktiv werden.



      Es geht im Artikel um Kriegsverbrechen Israels.

  • Ich wundere mich über solche Artikel.



    Ich würde mich präventiv, aktiv und reaktiv gegen einen terroristischen Nachbarn wehren, der mich permanent angreift wie es auf Länderebene die terroristische Hisbollah /Libanon gegen Israel tut. Ganz zu schweigen von Hamas.



    Ich würde mich präventiv, aktiv und reaktiv wehren gegen einen terroristischen Nachbarn der permanent danach trachtet, meine Existenz auszulöschen wie es das theokratische iranische Regime bzgl. Israel tut, iranisches Regime, das die Welt mit Terror überzieht und atomar noch gefährlicher werden will.

    Dass das schon seit Jahrzehnten so abläuft, zeigt, daß das nicht mit der Person eines Trump oder Netanyahu zu tun hat

    Nun zum Völkerrecht. Das Völkerrecht ist leider zu einer Art ‚Diktatorenschutzrecht‘ verkommen. So hat das Völkerrecht nicht der ukrainischen Bevölkerung geholfen, sich gegen Putin zu wehren und es hat auch nicht den Terror unterdrückt, den die theokratische iranische Diktatur seit Jahren innen und außen ausübt.Es gibt auch noch Unstimmigkeiten , gerade bzgl. der Verurteilungen durch die UN.

    • @Max Sterckxc:

      Komisch, dann müssten sich doch auch alle gegen Israel wehren dürfen. Den Menschen im WJL bspw gestehen Sie dieses Recht aber nicht zu.....

    • @Max Sterckxc:

      Ich finde das ein gutes Argument.

      Für die Menschen im Westjordanland zum Beispiel. Den Golanhöhlen...Gaza...

      Aber wir haben ja schon festgestellt das es eben für diese Menschen nicht gilt. Komisch

    • @Max Sterckxc:

      Das ist nicht nur haarsträubend einseitig, sondern geht auch noch am Thema vorbei: nämlich der israelischen Kriegsführung. Auch ein angegriffener Staat agiert nicht in einem rechtsfreien Raum. Kriegsverbrechen lassen sich nicht mit den Verweis auf die eigene Opferrolle legitimieren. Es ist nicht mehr 1904.

    • @Max Sterckxc:

      Und würden Sie den Schutz vor dem aggressiven Nachbarn gerade auch den Nachbarn Israels zugestehen? Wenn nein, warum nicht? Wenn ja, was ist Ihre Folgerung daraus?

  • Wer anprangert, dass Israel Krankenwagen angreift, sollte zubindest auch anprangern, dass die Verwendung von Krankenwagen zu militärischen/terroristischen Zwecken ebenfalls völkerrechtswidrig ist. Genau so wie das Nutzen von Krankenhäusern für menschliche Schutzschilde und das angreifen von Raketen auf Wohngebiete in Israel.

    • @Martin Biermann:

      Schon seltsam, zumal Sie keine Beweise anführen und irgendwie auch etwas obszön, nachdem unter anderem am 25. März die IDF Wagen und LMitarbeiter des Roten Kreuzes in einen Hinterhalt gelockt und ermordet haben. Bezeichnenderweise findet sich für den Wikipedia-Artikel keine deutsche übersetzng. Und hinsichtlich der menschlichen Schutzschilde, ein Artikel von Haaretz/AP vom 24. Mai 2025 sagt "Israeli Use of Human Shields in Gaza Was Systemic". Umgekehrt wird's Schühchen draus.

    • @Martin Biermann:

      Und haben sie auch Beweise für eine "militärisch-terroristische" Nutzung von Krankenwägen oder geht's hier nur drum, vorsorglich schonmal die IDF reinzuwaschen? Weil die Nutzung von Synagogen und Kibbuzim für militärisch-terroristische Ziele ist ebenfalls völkerrechtswidrig. Und das bombardieren von Krankenhäusern ebenfalls.

    • @Martin Biermann:

      Niemand hier rechtfertigt das Vorgehen von Hisbollah etc.



      Nur verhält sich Israel leider in den letzten Jahren sehr oft falsch und völkerrechtswidrig. Nur weil der Gegner Terroristen sind, heisst das doch im Umkehrschluss nicht dass man dann deswegen automatisch mit allem was man tut im Recht ist.

  • Die deutschen Schreibtischtäter sind sich keiner Schuld bewusst und und immer fein raus in unserem "Werte-System".

  • Imperium: immer eine Glaciszone ausweiten und plattmachen aus Angst und Arroganz zugleich. Jetzt guckt ja gerade niemand so hin. Oder doch?



    's ist Krieg, lasst uns begehrn, nicht schuld daran zu sein. Unterstützen müssten wir ansonsten inzwischen die Nachbarn Israels incl. der Palästinenser.

  • Danke. Da liest man sonst recht wenig drüber. So erweitert Israel sein Staatsgebiet einfach mal um große Sicherheitszonen. Es nutzt gnadenlos die Gunst der Stunde, da alle anderen arabischen Staaten mit sich selbst beschäftigt sind bzw. Zu schwach sind. Und sonst regt sich kaum jemand auf.

    Nebenbei. Warum wird eigentlich noch der Iran bombardiert? Was sind da die Ziele? Weil man s kann?

    Menschen oder Völkerrecht? Egal.

    Ob aber Motoren aus D wirklich zu einer Schuldfrage führen, sei dahingestellt.

    • @fly:

      "So erweitert Israel sein Staatsgebiet einfach mal um große Sicherheitszonen."

      Die UN-Truppen die da in erster Reihe als Zuschauer im Libanon rumsitzen helfen ja schon mal nicht...



      Was soll Israel machen? Das ist eine ernstgemeinte Frage an Sie? Die Regierung des Libanon schafft es nicht, dass die Hisbollah ihre Raketen und Mörserwerfer bis an die Grenze zu Israel stationiert. Die UN schafft es nicht die Bufferzone frei zu bekommen. Was würden Sie denn machen, wenn der Nachbar immer wieder über den "Gartenzaun" auf ihr Grundstück schießt? Also wenn die Polizei, die informiert ist, nicht eingreift!

      • @si tacuisses:

        Das rechtfertigt genauso die Raketen der Hisbollah. Die libanesische Armee ist ja offensichtlich nicht in der Lage, das Land gegen die israelischen Angriffe zu verteidigen.

      • @si tacuisses:

        Analogschlüsse hinken immer und rechtfertigen wohl kaum dass hier, wie auch in Gaza, wieder hunderte (oder in Gaza tausende) Zivilisten nach Waffenstillstandsabkommen von der Armee umgebracht werden. Ich finde Ihre Argumentation doch sehr blutfreundlich.

    • @fly:

      wirklich zu einer Schuldfrage führen

      Konstruieren kann man viel. Man könnte auch aus der Entwicklungshilfe für Gaza eine Mitschuld am 7. Oktober 2023 ableiten. Ideologien feiern momentan Party.

  • Auch christliche Dörfer werden von Israel zerbombt, wenn die Menschen nicht "freiwillig" fliehen. Jenseits von vaticannews und katholisch.de wird das kaum wahrgenommen.

    • @Lieblich:

      Im Nahen Osten lebten um 1900 ca. 20% Christen. Heute eher um 2%. Haben die die Israelis alle auf dem Gewissen?

      • @Donni:

        In welchem Gebiet genau?