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Rücktritt des ADAC-ChefsEr hat für Klimaschutz geworben

Jonas Waack

Kommentar von

Jonas Waack

Der ADAC-Verkehrspräsident muss gehen, das ist Kuschen vor einer lauten Minderheit. Konservative Institutionen haben wenig Rückgrat.

Wegen Aussagen von ADAC-Chef Gerhard Hillebrand zum Verbrenner-Aus sowie den Preisen für Benzin und Diesel steht dem ADAC möglicherweise eine Austrittswelle bevor Foto: Hanno Bode/imago

D er ADAC beugt sich einer Minderheit seiner Mitglieder, die nicht mehr fürs Tanken bezahlen wollen: Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand ist zurückgetreten, weil durch seine Äußerungen in einem Interview dem ADAC ein „Reputationsschaden“ entstanden sei. Konkret hatte Hillebrand gesagt, dass der ADAC die CO₂-Bepreisung für ein richtiges Instrument halte, um die Klimaschutzziele zu erreichen – vorausgesetzt, Alternativen zum Verbrenner wie E-Autos sind erschwinglich. „So zu tun, als gäbe es den Klimawandel nicht, wäre ein fataler Irrweg.“ Daraufhin beschwerten sich viele ADAC-Mitglieder beim Verein, 60.000 sind wegen Hillebrands Äußerungen ausgetreten – ein Bruchteil der 22,2 Millionen Mitglieder. Gehen musste Hillebrand trotzdem, letztlich, weil er etwas Sinnvolles gesagt hat.

Es lässt sich darüber streiten, ob ein CO₂-Preis das beste Mittel ist, Menschen zum Umsteigen auf klimafreundliche Alternativen zu bringen. Tatsächlich belastet er Menschen mit geringem Einkommen mehr als Vermögende und jene auf dem Land stärker als Städ­te­r*in­nen mit guter ÖPNV-Anbindung. Stattdessen sollte man den ÖPNV ausbauen und E-Autos fördern, um Verbrenner unattraktiver zu machen. Man könnte Unternehmen zum E-Auto-Kauf für ihre Dienstwagenflotten verpflichten, um den Gebrauchtwagenmarkt anzuheizen. Und ein Tempolimit ist für weniger CO₂ und Verkehrstote sowieso eine gute Idee.

Hillebrand bedauert, dass seine Äußerungen „Glaubwürdigkeit gekostet haben“. Nur hat sich der ADAC noch kurz nach dem Interview zum CO₂-Preis bekannt, solange Alternativen bezahlbar sind. Glaubwürdigkeit kostet vielmehr, dass er Hillebrand jetzt opfert – ohne Vorschläge für Klimaschutzmaßnahmen. Offen lässt der Verein auch, ob in seinen Augen Klimaleugnung ein „fataler Irrweg“ bleibt. Er kuscht vor einer lauten Minderheit.

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Dass konservative Institutionen dafür anfällig sind, zeigte im Sommer auch die rechte Kampagne gegen Frauke Brosius-Gersdorf. Sie müssen dringend lernen, wie sie sich ein Rückgrat wachsen lassen können.

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Jonas Waack
Klima-Redakteur
Jahrgang 1999, zuständig für Klima-Themen im Ressort Wirtschaft und Umwelt. Stadtkind aus Mecklenburg, möchte auch sonst Widersprüche vereinbaren. Bittet um Warnung per Mail, falls er zu sehr wie ein Hippie klingt.
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72 Kommentare

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  • "das ist Kuschen vor einer lauten Minderheit."



    Dafür finde ich im Text keine Belege. Es werden wohl nicht nur die 60.000 was gegen höhere Spritpreise haben. Laut Civey (für Spiegel) waren vor ein paar Jahren 81% der Autofahrenden gegen höhere Spritpreise. Diese Quote dürfte beim ADAC vermutlich eher höher liegen.



    Es ist manchmal schon grotesk, wie reflexartig und selbstverständlich die eigene Meinung ohne weitere Recherche als "Mehrheitsmeinung" gesetzt wird.

    "Konservative Institutionen haben wenig Rückgrat"



    Wer hätte denn anderes erwartet? Das wurde denen ja nun über Jahre ausgetrieben. Da wurden von Unis DozentInnen ausgeladen, weil ein paar Studis sehr laut waren. Da hat eine Innenministerin einen Mitarbeiter entlassen, weil sich ein Fernsehmoderator Geschichten zu ihm ausgedacht hat etc.

    Und anders als bei "gesponsorten" Gruppen kann der ADAC nicht von "Applaus" und einer moralisch "richtigen" Haltung leben. Er lebt im Wesentlichen von den Beiträgen der MitgliederInnen. Sind die weg, ist der ADAC tot. Die werden also sehr genau schauen, wie deren Gemütslage ist.

  • Menschen mit Schmerzen schreien am lautesten. Und in Deutschland leben viele Menschen mit akuten Wachstumsschmerzen.

  • taz: **... 60.000 sind wegen Hillebrands Äußerungen ausgetreten – ein Bruchteil der 22,2 Millionen Mitglieder.**

    Nur weil 60.000 unvernünftige ADAC-Mitglieder (die wohl keine Kinder und Enkel haben) ausgetreten sind, musste der Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand jetzt zurücktreten? Es wird immer lustiger im Land der einstmals Dichter und Denker.

    Aber wir haben ja jetzt sogar einen CDU-Kanzler, der tatsächlich glaubt, dass man mit noch mehr klimaschädliches Wirtschaftswachstum vor dem Klimawandel entfliehen kann.

    • @Ricky-13:

      @ Ricky-13



      Es ist höchste Zeit, diesen nicht von der Bevölkerung gewollten Kanzler Merz, sondern von Parlamentariern im zweiten Wahlgang, zum Nutzen der Parlamentarier, gewählten Bundeskanzler, durch ein Misstrauensvotum seines Platzes zu verweisen.



      Es ist Zeit für eine Zeitenwende...

    • @Ricky-13:

      Nicht nur Merz ist der Ansicht, sondern jeder andere Staat auf dieser Erde. ALLE Staaten streben nach Wirtschaftswachstum. Fast alle Menschen, bis auf äußert wenige Ausnahmen, lechzen nach mehr Wohlstand.



      Nicht mal die Grünen wollen kein Wirtschaftswachstum...🤷



      Den einzigen Unterschied gibt's in den Ideen des Weges: die einen meinen es ginge mit Wind und Solar, also quasi aktueller Technologie, die anderen setzen auf Zukunftstechnolgien.



      Merz gehört zu letzterer Gruppe und setzt auf Fusionskraftwerke. Windräder sind laut ihm eine Übergangslösung.



      Ich habe seit bald 10 Jahren nun Blick auf 8 Stück davon und hoffe inständig, dass ich den Tag noch erlebe, wo diese hässlichen Dinger wieder verschwinden. Immerhin konnten wir uns als Gemeinde gegen die geplante Erhöhung der Windräder auf 60 Meter erwehren.



      Offshore von mir aus, aber im Landschaftspanorama absolut störend.

      • @Antje1971:

        Ooohh, diese hässlichen Windkraftanlagen! Man sollte Vertreter*innen dieser Meinung zwangsweise in den Bereich der Braunkohlemeiler! Da ist der Ausblick sicher besser! Ausser der Wind steht gerade ungünstig! Und fürs Abhusten der Asche gibt's täglich Gratistaschentücher!



        ... einmal mit Profis in diesem Land! Einmal!

      • @Antje1971:

        Keine Frage, mit den hässlichen Windkrafträdern gebe ich Ihnen recht. Aber wenn man das klimaschädliche Wirtschaftswachstum nicht herunterschrauben will, dann muss die dazu benötigte Energie ja irgendwo herkommen.

        Und die Offshore-Windparks stehen aufgrund erheblicher ökologischer Auswirkungen, hoher Kosten und technischer Herausforderungen in der Kritik.

        Dass die selbsternannten 'Reaktoringenieure und Kernphysiker' von der Merz-Söder-Union jetzt aber sogar wieder die Kernkraftwerke aus der Schublade holen wollen, ist mehr als erschreckend, aber so etwas musste man von Merz & Co. wohl erwarten. Auf die Idee die Kernenergie wieder beleben zu wollen, können wohl auch nur Wirtschaftsleute und Politiker kommen, die ihre Kernphysikkenntnisse aus dem Physikschulbuch ihrer Kinder haben.

        Sie schreiben: "ALLE Staaten streben nach Wirtschaftswachstum."

        Aus dem Grund wird es auch keine Zukunft für die Menschheit mehr geben, denn weltweit möchten die Bürger weiterhin irgendwelchen Blödsinn sinnlos konsumieren, anstatt an ihre Kinder und Enkelkinder zu denken und endlich mal über ein neues Wirtschaftssystem nachzudenken, das weder arme Menschen noch die Natur ausbeutet.

      • @Antje1971:

        Da kann man ja nur hoffen, dass die 8 Windräder abgebaut und stattdessen ein Fusionskraftwerk dort errichtet wird.



        Aber dann bitte keine Klagen!

        • @Jörg Schubert:

          Als ich vor ca. 40 Jahren mit meinem Physikstudium anfing, hieß es, dass wir in 20 Jahren Kernfusionsreaktoren haben. Die Kernfusion wird ja als "heiliger Gral" der Energiepolitik angesehen, da sie unerschöpfliche und klimaneutrale Energie verspricht. Der Traum von einem Kernfusionsreaktor wird aber wohl ein Traum bleiben. Der einzig funktionierende Fusionsreaktor in unserer Nähe ist die Sonne und auch die dürfte eigentlich nicht funktionieren, da sie zu kalt ist. Sie behilft sich aber mit einem quantenmechanischen "Trick", der 'Tunneleffekt' heißt, der aber in den Kernfusionsreaktoren auf der Erde 'so' nicht funktioniert.

          Und wenn Friedrich Merz auf Fusionskraftwerke setzt, wie *Antje1971* schreibt, dann hat er entweder keine guten Berater oder er will den Bürgern mal wieder ein Merz-Märchen erzählen.

          Warum fällt mir dazu eigentlich jetzt der "Märzhase" aus Alice im Wunderland ein? Schreibt man den tatsächlich mit 'ä' oder doch mit 'e'? Der Name basiert übrigens auf der englischen Redewendung "mad as a March hare" (verrückt wie ein Märzhase).

        • @Jörg Schubert:

          Kernkraft verursacht laut Statistik weniger tödliche Unfälle als Windkraft 🤷



          www.tech-for-futur...ste-energiequelle/



          Aber behalten Sie ruhig Ihre Vorurteile

          • @Antje1971:

            Wäre dies das einzige Argument für oder gegen Kernkraft, könnte man von einem Vourteil sprechen.



            Ricky-13 hat eber nicht erwähnt, warum er Kernkraft ablehnt.

            Und die Liste der möglichen Gründe ist lang:

            Bauzeit, Abhängigkeit von Russland (Uran), hohe Kosten, Abfall, höhere Emissionen als PV oder Wind, mangelnde Flexibilität.

            Anmerkung: Sowohl bei Kernkraft als auch bei Windkraft sind die Todesfälle pro TWh so gering, dass der Unterschied auch durch Unterschiede bei der Erhebung, Fehler und/oder statistische Abweichungen kommen können.

            Bei Atom schwanken die Werte zwischen 0.03 und 0.07, bei Wind zwischen 0.02 und 0.04, bei Solar zischen 0.02 und 0.44.

            Korrekter wäre somit die Aussage: "Solar, Wind und Atomkraft veursachen laut Statistiken in etwa die selbe Anzahl an Todesfällen. "

          • @Antje1971:

            **Andererseits ist es absurd den Graphit-moderierten RBMK-Reaktor der ersten Generation ohne Containment vom Typ Tschernobyl mit unseren Leichtwasserreaktoren zu vergleichen.** [Willkommen bei Tech for Future]

            Da hat der Autor der Seite (ein Informatiker und kein Kernphysiker/Kernreaktoringenieur) zwar recht, aber dennoch ist die Kernenergietechnik ein Auslaufmodell.

            Wenn man sogar bei einem Siedewasserreaktor, der einen negativen und damit einen leicht beherrschbaren Dampfblasenkoeffizienten besitzt (im Gegensatz zu dem Tschernobyl-Typ, der ein graphitmoderierter Kernreaktor war und einen positiven Dampfblasenkoeffizienten hatte), nicht alle Szenarien, die passieren können, ausschließen kann, dann muss der Mensch endlich zugeben, dass er diese Technik nicht beherrscht. Und selbst wenn man Kernkraftwerke zu 100% "sicher" machen könnte - was man aber nicht kann (auch keinen modernen Flüssigsalzreaktor) - hat man aber immer noch das Problem der Endlagerung. Endlagerung von radioaktiven Abfällen, bedeutet aber 'nicht' eine Lagerung von ein paar Jahren, sondern um einen Zeitraum der sehr weit darüber hinausgeht.

            • @Ricky-13:

              Jedes andere Land bekommt die Lagerung hin - und ich meine jetzt nicht Russland das sein Zeug einfach ins Nordmeer kippt - die Schweiz hat mit "Nördlich lagern" auch ihr Tiefenlager zur Entsorgung von radioaktiven Abfälle gefunden.



              In Deutschland ist auch hier die Bürokratie der Tod, das Auswahlverfahren wird verschleppt und verschleppt und verschleppt.



              Zum Thema Uran und Abhängigkeit von Russland - Uran gibt's auch in Deutschland und die drei größten Uranexporteure der Welt sind Kasachstan, dann kommt lange nichts und dann Kanada und Australien...



              Russland weit dahinter.



              Entweder wir machen unser eigenes Bergwerk im Erzgebirge auf oder wir holen es vom Weltmarkt. Russland hat wahrlich kein Monopol auf Uran, es war nur der billigste Lieferant wie beim Gas...

              • @Antje1971:

                Das eigene Wissen über Kernenergie (und alles was damit zusammenhängt) zu überschätzen, ist bei vielen Bürgern ohne Physik- oder Ingenieurausbildung leider schon zur "Normalität" geworden (Dunning-Kruger-Effekt).

                Kernkraftwerke (KKW) gehören nicht mehr ins 21. Jahrhundert. Letztendlich möchte man mit KKWs nur die Energie liefern, um das klimaschädliche Wirtschaftswachstum (also das 'Monopolyspiel' der Reichen und Mächtigen) in die "nächste Runde" gehen zu lassen. Dieses kapitalistische System soll solange wie möglich am Leben gehalten werden. Anstatt endlich einmal darüber nachzudenken, dass wir ein anderes Wirtschaftssystem brauchen, das weder den Planeten noch arme Menschen ausbeutet - und wir den Planeten mit dem ausufernden Wirtschaftswachstum auch nicht in eine Dampfsaune verwandeln dürfen - möchte die CDU/CSU die KKWs wieder zum Leben erwecken, damit der Irrsinn des Wirtschaftswachstum weitergehen kann.

                Und dazu gehört natürlich auch die Energie für die Elektroautos (womit sich der Kreis schließt), denn "das Auto ist ja bekanntlich des Deutschen liebstes Kind" und nicht die eigenen Kinder und Enkelkinder, deren Zukunft man durch das ungebremste Wachstum immer mehr zerstört.

  • Das ist doch alles nur Vorgeplänkel. Wenn in 2 Jahren der Sprit (und das Gas) wegen der knapperen CO2 Zertifikate 10 ct teurer wird, und in den Folgejahren noch mehr, dann wird es EU weit zu Protesten kommen. Vorhersage: die Mittel werden nicht als Klimageld ausgeschüttet, sondern die Regelung zurückgenommen. Gleichzeitig massive Auseinandersetzungen mit den Gerichten, weil die gesetzlichen Klimaziele immer weniger erreicht werden. Dann wir versucht, die Gesetze zu ändern.

    • @fly:

      "Vorhersage: die Mittel werden nicht als Klimageld ausgeschüttet"



      Das ist ja jetzt keine sehr gewagte Prognose. Das eigentlich versprochene Klimageld wird den Menschen ja schon jetzt vorenthalten (natürlich wie immer "aus guten Gründen").



      Politikverdrossenheit und Energiewendeablehnung gibt es für sowas gratis.

    • @fly:

      Wenn das so kommt, können die anderen Parteien machen was sie wollen aber die AFD wird bei über 50 % sein und das Gesetz wieder einstampfen

    • @fly:

      Das halte ich für unwahrscheinlich, aber es ist auch nicht auszuschließen. Sollte es so kommen, könnte und müßte es sehr schnell gehen: Deutschland wird versuchen, das vor der Wahl 2029 zurückzunehmen, um zu verhindern, daß die AfD das Alleinstellungsmerkmal hätte, die einzige Partei zu sein, die eine vollständige Rücknahme der CO2-Bepreisung verspricht (und der auch zugetraut wird, das gegen den Willen der EU umzusetzten).

    • @fly:

      So wirds kommen. Deshalb fahre ich ganz entspannt meinen Diesel weiter, bis es einen vernünftigen Gebrauchtwagenmarkt für Stromer gibt.



      Nachdem Kombis erst seit letztem Jahr am Markt sind, wird das also mindestens bis 2030 dauern, bis sich da zumindest ein Grundmarkt bildet.

  • Was soll man sagen? Halte ich in Deutschland für komplett realistisch, dass jemand gehen muss weil er sich weigert, die Klimakatastrophe NICHT zu leugnen.



    Passt zum Wahlverhalten und zum Verhalten der Leute, die ich so um mich herum sehe, wenn ich mich außerhalb meiner links-grün-versifften Blase bewege.

  • Die Springer Presse hetzt gegen einen Mann aus ihren Reihen, der die offizielle Regierungspolitik verteidigt.



    Beschlossen von Union, SPD, FDP und Grünen.



    Gerade Union und FDP haben sich immer für die sog „marktwirtschaftliche“ Lenkungswirkung der CO2 Steuer eingesetzt und (sinnvolle!) Verbote immer abgelehnt.

    Welches Ziel verfolgt die Hetzkampagne von Springer, Nius und der AfD denn also in Wirklichkeit?

    • @hsqmyp:

      Das unverhohlene Bündnis von Rechts/Rechtsaußen mit der Fossilwirtschaft ist auch in anderen Ländern mal zu beobachten. Die einen behalten etwas länger ihre Schw**neprofite auf Kosten der Allgemeinheit und Zukunft, die anderen spielen die Leier des Früher-war-alles-besser dann gegen entsprechende Spenden auf dieser Saite.



      Zügig raus aus Fossil, auch aus gesellschaftlichen Gründen.

    • @hsqmyp:

      Die Milliardäre noch reicher und mächtiger zu machen und dadurch Demokratie und Rechtsstaat auszuhöhlen und abzuschaffen. Politik, Medien und zum Teil auch die Wissenschaft sind dabei nur hochbezahlte Werkzeuge.

    • @hsqmyp:

      Die "Windmühlen der Schande" abzureißen? "Freie Fahrt für freie Bürger"?



      Und dass die cdU/csU Klimapolitik entschieden habe, kann man so auch nicht sagen. Sie sind nicht drum herum gekommen, damals zähneknirschend so etwas mit zu unterschreiben. Dass sie das nicht ansatzweise wollen, sollte wohl klar sein.

  • Die Fossil-Camorra zuckt noch.



    Aus CO2 ist auszusteigen. Entweder durch Gebote, Verbote, Rationierung oder eben Bepreisung.



    Hier sollte jemand öffentlich fertiggemacht werden, weil er ausgesprochen hat, dass es losgehen kann und eben auch mal der Verkehrssektor Fortschritt haben darf, ja muss. Was ja auch eigentlich jeder weiß.

    • @Janix:

      Die zuckt nicht, die hat noch alles fest im Griff.

  • Ob es sich um eine "laute Minderheit" handelt, weiß man letztendlich nicht. Ich vermute schon, da die meisten mir bekannten ADAC-Mitglieder (die den CO2-Preis vermutlich eher befürworten) dort hauptsächlich wegen des Pannenservice Mitglied sind - aber beweisen kann ich das genausowenig wie Herr Waack.

  • Wie kommen sie darauf, dass es eine Minderheit ist, welche seine Aussagen falsch fand. Die Umfragen die ich finden kann, zeigen das Gegenteil (google: Eine Mehrheit der Bevölkerung lehnt die CO₂-Bepreisung laut einer IMK-Studie ab)

    • @Hans Dampf:

      Wird bei Umweltthemen immer behauptet, und stellt sich vor Ort bei den Betroffenen häufig als eher falsch herraus.

      Das die meisten Menschen den Planeten retten wollen ist eventuell nur ein Vorurteil.



      Realistischer ist es vielleicht anzunehmen das die meisten oft nur Zustimmen um nicht offen zu zeigen, das sie eigentlich nur egoistisch sind und ihnen das alles egal ist.

      • @Rikard Dobos:

        Ich befürchte, dass die meisten Menschen, also auf jeden Fall über 50 %, daran noch keinen Gedanken verschwendet haben. Sie haben akutere Probleme oder wissen einfach nicht, was los ist.



        Kaiser zum Papst: "Halte du sie dumm, ich halte sie arm."



        Immer noch aktuell, nur die Protagonisten werden anders bezeichnet.

    • @Hans Dampf:

      Wie bei so vielen Themen kommt es auf die Fragestellung und die konkrete Umsetzung an.

      "Eine Umfrage im Auftrag des vzbv aus Juni 2019 zeigte, dass 66 Prozent der Befragten einen CO₂-Preis unterstützen – unter der Bedingung, dass die Einnahmen vollständig an die Verbraucher zurückgegeben werden."

      Wichtig ist eben vor allem, dass Alternativen verfügbar/bezahlbar sind.



      Also genau das, was der Hillebrand meinte.

      Vollständig abgelehnt wird der CO₂-Preis unabhängig von der Umsetzung tatsächlich nur von einer sehr lautstarken Minderheit.

      • @sociajizzm:

        "Eine Umfrage im Auftrag des vzbv aus Juni 2019 zeigte, dass 66 Prozent der Befragten einen CO₂-Preis unterstützen – unter der Bedingung, dass die Einnahmen vollständig an die Verbraucher zurückgegeben werden."

        What? Ja, wenn ich die Ausgaben wiederbekomme, ist das ja sinnlos.

        Aber ist auch egal, was die Leute meinen. Wenn man eine Umfrage machen würde, ob sie Steuern zahlen wollen, wären die meisten vermutlich auch dagegen - kurzsichtige Egoisten, die sie sind. Und trotzdem werden Steuern erhoben.

        • @Jalella:

          Es bekommt ja nicht jede:r die eigene CO2 Ausgaben zurück, sondern den Durchschnitt.



          So profitieren davon finanziell Menschen die weniger ausstoßen.

          Es mindert den finanziellen Schock für Menschen, die zum Beispiel auf das private Auto nicht verzichten können und kein E- Auto kaufen können.

          Zur gleichen Zeit entsteht ein zusätzlicher individueller finanzieller Anreiz auf das private Auto zu verzichten oder zumindest den Antrieb zu wechseln, seltener zu fliegen, die Ernährung umzustellen, second hand zu kaufen usw.

        • @Jalella:

          " Ja, wenn ich die Ausgaben wiederbekomme, ist das ja sinnlos."

          Das ist ganz anders gemeint 😁 nämlich "ich gehöre zu den Guten, also bekomme ich sogar mehr raus, als ich eingezahlt habe - schließlich müssen die Bösen nur bezahlen."

          • @FriedrichHecker:

            Der CO2 Ausstoß korreliert statistisch mit Einkommen, nicht mit politischer Einstellung.

            Wähler:innen der Grünen verdienen überdurchschnittlich viel => überdurchschnittlich hoher CO2 Ausstoß.

            Es profitieren somit vor allem eher die Geringverdiener:innen / Menschen in prekärer Lebenslage, die sonst von einem starken Anstieg hart getroffen werden.

            • @sociajizzm:

              Zuallererst bedeutet es noch mehr Verwaltung, noch mehr Bürokratie, noch mehr Staatsbedienstete. Fragt sich, was dann überhaupt noch zur Rückzahlung übrig bleibt.

  • Was Hr Hillebrand hier gesagt hat ist schlicht und einfach Fakt.!!







    Daß deswegen 60.000 ADAC Mitglieder austreten, zeigt für wie Viele das Auto ein Fetisch-Objekt ist, daß in besonderem Maße der Kompensation von Minderwertigkeitsgefühlen und der Realitätsverweigerung dient..

    • @Wunderwelt:

      "der Kompensation von Minderwertigkeitsgefühlen und der Realitätsverweigerung dient"

      Nein, es zeigt nur, daß diese Leute eine andere Sicht der Dinge haben als Sie. Es ist eine Unart, Andersdenkende immer gleich zu beschimpfen oder zu diffamieren.

      Ich bin auch gegen den CO2-Preis, und sogar gegen jeglichen Klimaschutz - und ich bin kein Realitätsverweigerer. Solange es kein internationales, verbindliches und strafbewehrtes Abkommen aller Staaten über Emissionssenkung gibt, sind alle Maßnahmen vollkommen wirkungslos - deutsche oder europäische Alleingänge sowieso. Klimaanpassung ist das, was notwendig wäre.

      Die Realitätsverweigerer sehe ich also eher in den Reihen derer, die Klimaschutz propagieren, obwohl klar erkennbar ist, daß er wirkungslos ist - der Klimawandel wird kommen, und wir können nichts dagegen tun.

      Das ist die Realität. Denn das erwähnte Abkommen wird leider nie kommen. Wenn es käme, würde ich Klimaschutzmaßnahmen mittragen, denn dann wären sie wirkungsvoll.

      Und so denken wahrscheinlich auch die 60.000 und diejenigen, die Hillebrand den Rücktritt empfohlen haben. Er soll zu den Grünen gehen, da finden seine Positionen Gehör.

      • @Debaser:

        Anpassung ist nur bis zu einem bestimmten Grad möglich.

        Chinas Fortschritte stellen Europa gerade in den Schatten.

        Deutschland 2026: "Sodium Ionen 🔋kurz vor dem Durchbruch!".

        China: "Verbaut Sodium Ionen Batterien schon seit 2024 serienweise in Autos und plant 2026 das erste Modell mit 500+ km Reichweite".

        Deutschland: Atomausstieg!

        China: Ausbau Atomenergie + Forschung.

        Egal welche erneuerbare oder zumindest CO2 Energietechnologie. Ob Gravitationsbatterie, ob CO2 Turbine, Wasserkraft, Windkraft, Atom-Energie, Geothermie, Solar.

        China ist in praktisch allen Bereichen Vorreiter in Forschung, Produktion und Anwendung.

        Die Rolle von Kohlekraft, die in China derzeit ebenfalls ausgebaut wird, nimmt stetig ab und die Kraftwerke laufen unter immer geringerer Auslastung.

        Und das macht China nicht unbedingt um die Welt zu retten, sondern weil es erkannt hat wo die Zukunft liegt.

        Wenn in ein paar Jahren das erste Geothermie Kraftwerk mit Plasmabohrung entsteht , bin ich mir sicher das es keine 5 Jahre dauert, bis das größte damit erschaffene kommerzielle Kraftwerk in China in Betrieb geht.

        • @sociajizzm:

          Das sollte "zumindest Co2 arme Technologie" heißen.



          .



          Ohne Punkte oder andere Zeichen sind Kommentare über Handy wirklich schwer lesbar, weil alle Abstände zwischen Absätzen gelöscht werden.

      • @Debaser:

        Na, dann viel Spaß beim Schwimmen.

      • @Debaser:

        Mit "Solange die Anderen nichts machen, mache ich auch nichts" machen Sie es sich allerdings auch sehr einfach und bequem.

  • ADAC Vertrag gecancelt.

  • Der ganze shitstorm liegt vor allem daran, dass Springer, das Faschistenhetzportal etc. Teile der Aussage aus dem Zusammenhang gerissen haben um damit hetzen zu können.

    Sich 2-3 Minuten Zeit zu nehmen, zu überprüfen was er gesagt hat scheint schon zuviel verlangt. Aber es nicht zu überprüfen hält die Leute nicht vom shitstorm ab.

    Aber CxU/FDP und NSAfD sind bei sowas ja auch immer gerne dabei. Von daher kein Wunder...

  • Dieses Geschehen ist erst recht ein sehr guter Grund, diesen Verein zu verlassen. Warum sollte ich mit meinem Beitrag die Lobby der Auto- und Ölindustrie unterstützen? Diesen "Club" braucht man wahrlich gar nicht....

    • @Perkele:

      Es gibt andere Anbieter von Pannenhilfe, die nicht so verstaubt autoverbohrt-politisierend unterwegs sind. Sie sind zu finden und weiterzuempfehlen.

      Blick in die Niederlande: Da ist hierfür der ANWB der Platzhirsch, das ist nicht nur namentlich der "Radlerbund". Der denkt für andere Verkehrsteilnehmer mit.

      • @Janix:

        " Da ist hierfür der ANWB der Platzhirsch, das ist nicht nur namentlich der "Radlerbund"

        Und weil das alle so sehen, ist der Enige Echte Fietsersbond nur eine Erfindung derjenigen, die in ANWB das F für fiets vermisst haben?😇 Und der ANBW ist auch nie als Autolobby aufgefallen... 😎

      • @Janix:

        Jede Versicherung bietet heute einen Schutzbrief an. Den adac braucht dazu niemand.

        • @So,so:

          Komplett bei Ihnen.



          Der Glaube an "gelbe Engel" scheint die Säkularisierung dabei überlebt zu haben, der kann so langsam mal entfallen.

    • @Perkele:

      Es heißt ADAC. Allgemeiner Deutscher Automobil Club. Ist doch ganz transparent wofür die sind.

  • Die Konservativen werden nicht wie wir die Kerninteressen ihrer eigenen Wähler für ein höheres Wohl opfern. Wenn der CO2 Preis im kommenden Jahr so richtig reinhaut werden die Wahlkämpfe nur noch darum gehen wer das alles wieder rückgängig macht. Für die Akzeptanz hätte es Wachstum gebraucht. Jetzt aber kommt das Fressen vor der Moral.

    • @Šarru-kīnu:

      Absolut. Wir werden von CDU/CSU in Zusammenarbeit mit BILD und Co. bald wieder von der armen Krankenschwester hören, die es sich wegen des CO2-Preises nicht mehr leisten kann, zur Arbeit zu fahren.

      Mir wird jetzt schon schlecht bei der sich abzeichnenden verlogenen "Debatte"

    • @Šarru-kīnu:

      Na, da wäre ich mir gar nicht so sicher. Ich glaube eher, daß es nur eine einzige Partei geben wird, die das klipp und klar versprechen wird. Alle anderen sehen es entweder anders, sagen prinzipiell das Gegenteil von dem, was jene Partei sagt oder wagen nicht, sich mit der EU anzulegen.

      Immerhin haben alle Parteien die Einführung des Emissionshandels mitgetragen, da werden sie im Wahlkampf nur moderat dagegen anreden. Man will sich schließlich auch nicht in den Verdacht bringen, mit der AfD zusammenzuarbeiten bzw. sich in deren Nähe rücken lassen.

      Letztere wird dann durch diese Reform wahrscheinlich endgültig über 30 % gespült werden.

      Und ich glaube, die Sache wurde verschoben und geht erst 2028 los, oder? Das macht es unwahrscheinlicher, daß sich der Ärger darüber bis zur Wahl gelegt hat, weil sich die Leute dran gewöhnt haben.

    • @Šarru-kīnu:

      Man müsste "die Kerninteressen der Wähler" überhaupt nicht opfern":



      (Das oil & gas Land!) Kanada war auf einem guten Weg: CO2- Steuer (pollution tax) deren Einnahmen auf alle Bürger ausgezahlt wurden. Auf 10 Jahre festgelegt (leider ist Carney nach 4 Jahren eingeknickt) gab dies allen Planungssicherheit.



      Wer Geld hatte sein Leben zu defossillieren konnte CO2-Steuer sparen- wer nicht hatte keine Nachteile (Ärmere sogar mehr Geld netto in der Tasche!).



      Aber die martwirtschaftliche Lenkungswirkung entfaltete sich sofort. Ohne grossen Verwaltungsaufwand. Ohne Verbote. Und auch noch sozial gerecht.



      Sowas wäre natürlich Gift in Deutschland für Bild, welt, fossile Lobbies und die €DU.

    • @Šarru-kīnu:

      Die Union hat schon mit dem Preis versucht, zeitiges Umlenken auf andere Weise zu verschleppen. Und jetzt, wo es dadurch jäher abgehen wird, hält sie sich und anderen die Augen zu.



      Verantwortlich handelnde Politik ist etwas anderes.

  • Der Autor schreibt es doch auch: der bessere Weg ist eine Förderung des Elektroautos. Das hat Hillebrand aber nicht gefordert. Als ADAC-Vitepräsdent müsste er aber genau das fordern. Aber nicht: den Verbrenner verteuern. Die öffentliche Aufregung gab es deshalb zu Recht.



    Anstatt aus Hillebrand einen Märtyrer zu machen sollte man anerkenne dass es nicht den komplett falschen getroffen hat. Der Auftrag an den ADAC ist jetzt aber auch, sich für eine Förderung der Elektromobilität einzusetzen.

    • @MK:

      mit einer gerechten (da vollständig und pro Kopf gleichmässig ausgezahlten) CO2 Steuer (= echtes Klimageld) bräuchte es überhaupt keiner komplizierten Förderung- weder für E-Autos noch für die "Nachtschichtkrankenschwester". Ohne Verbote oder irren Verwaltungsaufwand.

    • @MK:

      Hillebrand wurde verkürzt, und hatten Sie den Artikel oben hierzu studiert?

      Dass Verbrennerautos nun schon seit 90 Jahren indirekt und direkt bezuschusst werden, ist ein Skandal. Jetzt wenigstens sollte das aufhören. Ja, dann werden sie teurer. Warum sollten andere das auch mitbezahlen müssen?



      Wie auch E-Auto-Käufe oder -Produktion.

    • @MK:

      Es wird wieder gefördert, was soll er weiter fordern? Mehr, klar, wer bezahlt mir mein Auto. Abgesehen davon hat er die bekannte Linie des ADAC wiedergegeben.

    • @MK:

      Haben wir den selben Text gelesen?



      Ich zitiere:



      "Konkret hatte Hillebrand gesagt, dass der ADAC die CO₂-Bepreisung für ein richtiges Instrument halte ... – vorausgesetzt, Alternativen zum Verbrenner wie E-Autos sind erschwinglich"

      • @sociajizzm:

        Ja, wir haben den selben Text gelesen.



        Ich hatte mir von ihm folgende Aussage gewünscht: das Elektroauto muss derart attraktiv gemacht werden, dass es für möglichst viele die beste Alternative ist. Wir waren erfolgreich, wenn Sprit nicht künstlich verteuert werden muss. Ich habe in dem Interview vieles genannt, was umgesetzt werden sollte. Natürlich wird das anstrengend. Wir werden uns alle ein bisschen mehr anstrengen müssen. Höhere Abgaben sind leichter umzusetzen, darum präferieren das viele Politiker. Das ist aber Politik gegen die Bevölkerung und damit zu vermeiden.

        • @MK:

          " noch künstlich verteuert"?



          .



          Sie haben sich wohl vertippt.



          .



          Sie meinten bestimmt:



          "auch weiterhin künstlich billigt bleiben kann".



          .



          Eine fehlende Abgabe ist genau das. Ohne diese tragen die Kosten eben nicht die Konsument:innen, sondern die Allgemeinheit.



          .



          Und erst behaupten Sie die Förderung von E Autos sei nicht gefordert worden, was nicht stimmt und behauptet dann er hätte es ja diplomatischer Formulieren können. Das sind 2 paar Schuhe.

        • @MK:

          Und hätte er sich noch Freibier wünschen sollen? Und geschenkte Süßspeisen?



          Bzw. dass das Auto noch mehr teuer verhätschelt wird als ohnehin schon? Das macht der ADAC schon die ganze Zeit. Wenn Hillebrand das mal ein wenig weniger tut und dann fossile Kulturkämpfer schon aufjaulen, dann riecht es nach Kampagne.

  • Hillebrand war in meinen Augen einer der besten Gründe, in den ADAC einzutreten!



    Schade, dass er gehen musste, dass zeigt, dass es doch richtig ist, nicht im ADAC zu sein. Hut ab, dass er seine Aussage nicht "zurückgenommen" hat, sondern dazu steht. Das könnten sich manche Politiker mal ein wenig Rückgrat abgucken. Leider hat der ADAC das selber wiederum nicht...

  • Die These dass die Gegner der einer Position eine laute Minderheit sind, die Unterstützer einet Position auf der schweigenden Mehrheit steht ist stets mit sehr viel Skepsis zu betrachten.

    • @Tim Hartmann:

      Fakt ist das weniger Mitglieder eingetreten sind in dem Jahr als ausgetreten.

      Ich würde das mal mit den Corona vergleichen.



      .



      Die Leugner:innen und Schwurbler:innen waren auch da eine lautstarke Minderheit.



      Und mit den Klimawandel Leugner:innen und Gegner:innen von Maßnahmen haben diese sehr große Überschneidungen.



      .



      Die Pandemie Maßnahmen haben ja nachweislich zur Aufblähung der AFD Zahlen geführt.



      So wird das auch beim Umbau zur CO2 Neutralität sein.

      • @sociajizzm:

        Der ADAC hat so viele Mitglieder wie nie und wenn 60.000 ausgetreten sind, sind 100.000 eingetreten., stabil wie immer.

        • @Momo33:

          Ups hab mich verschrieben. Danke für den Hinweis.

          Sollte heißen "Mehr eingetreten als ausgetreten" oder "Weniger ausgeteten als eingetreten"

  • Ich hatte mich auch schon gewundert, dass dieser autokratische "Verein" solche richtigen Aussagen machte.



    Tja, da die "fdp" das Klimageld blockiert hat, ist CO2 Bepreisung natürlich unsozial. Dass es auch sozial ginge zeigte die pollution tax in Canada 2019-2024 (die dann Carney gecancelt hat).



    Dumm. Sehr dumm.



    (Wer seine adac Mitgliedschaft noch nicht gecancelt hat)

    • @So,so:

      Das Absurde ist ja, dass das "Klimageld" im Wahlprogramm der FDP stand.



      .



      So wie in Kanada wäre es eh nicht geworden, weil das CO2 Geld nicht direkt wieder ausgeschüttet werden sollte, sondern nur ein Bruchteil davon.



      .



      Und so wäre es eh faktisch wirkungslos gewesen... LEIDER.



      .



      Die beste Maßnahme zur Abfederung wäre es allemal.

      • @sociajizzm:

        Richtig.



        Nach ein paar Monaten "Orientierungsphase" wurde die Lindner-fdp zum trojanischen Pony der Fossilen Lobbies.



        Unter Scholz' "Führung".



        Die €DU war damals für das marktirtschaftliche Instrument CO2-Steuer weil sie wussten, dass es, wenn es ernst wird (also teuer und die BILD dagegen!), wieder einkassiert oder bis zur Unwirksamkeit abgeschwächt werden würde.



        Demnächst in diesem Theater.