piwik no script img

Ermittlung gegen VulkangruppeEin Zeichen der Verzweiflung

Erik Peter

Kommentar von

Erik Peter

Bundesinnenminister Dobrindt kündigt 1 Million Euro Kopfgeld auf die Vulkangruppe sowie ein Aufrüsten gegen Linksextremismus an. Er scheint einen Erfolg nötig zu haben.

Am 5. Januar gehen im Südwesten Berlins die Lichter aus. Die Polizei tappt immer noch im Dunkeln Foto: Michael Ukas/dpa

M an möchte nicht Alexander Dobrindt sein. Das gilt generell (und) aus vielerlei Gründen. Aber vor allem will man nicht in der Haut eines konservativen CSU-Innenministers stecken, von dem in seiner Rolle als Innenminister, aber eben auch als rechter Scharfmacher erwartet wird, Erfolge im Kampf gegen radikale Linke vorzuweisen.

Im konkreten Fall würde sich Dobrindt gern mit der Aufklärung des Anschlags auf das Stromnetz im Berliner Südwesten schmücken. Für Hinweise auf die sogenannte Vulkangruppe hat der Bund 1 Million Euro ausgelobt und eine breite Öffentlichkeitsfahndung gestartet, deren Plakate ohne jede Informationen einzig auf das Kopfgeld hinweisen.

Doch während sich Dobrindt damit als Macher inszenieren will, offenbart seine Ankündigung vor allem zweierlei: Die absurd hohe Summe – 40-mal so viel, wie für die Ergreifung des RAF-Mitglieds Daniela Klette gezahlt wurde – zeigt zum einen, dass die Ermittlungsbehörden vollends im Dunkeln tappen. Dunkler noch als Straßenzüge in Steglitz-Zehlendorf Anfang des Jahres.

Das Logo der taz: Weißer Schriftzung t a z und weiße Tatze auf rotem Grund.
taz debatte

Die taz ist eine unabhängige, linke und meinungsstarke Tageszeitung. In unseren Kommentaren, Essays und Debattentexten streiten wir seit der Gründung der taz im Jahr 1979. Oft können und wollen wir uns nicht auf eine Meinung einigen. Deshalb finden sich hier teils komplett gegenläufige Positionen – allesamt Teil des sehr breiten, linken Meinungsspektrums.

Zum anderen offenbart das ausgesetzte Kopfgeld, wie ahnungslos Konservative und Sicherheitsbehörden sind, wenn es um radikale Linke geht. Links sein bedeutet nämlich zuallererst einmal, sich nicht kaufen zu lassen, schon gar nicht vom Staat. Das gilt umso mehr für jenen kleinen Teil der Szene, in der die Vulkangruppe(n) anzusiedeln sind, der nicht mehr auf die Reformierbarkeit der Gesellschaft setzt, sondern dieser abgeschworen hat.

Unter dem Label von „Vulkangruppen“ werden vor allem in Berlin und Brandenburg seit 2011 Anschläge auf die Infrastruktur verübt. 15 Jahre, in denen Sicherheitsbehörden den wahrscheinlich verschiedenen Tä­te­r:in­nen­grup­pen keinen Schritt näher gekommen sind. Und nichts spricht dafür, dass sich das alsbald ändern wird.

Angesichts einer breiten Ablehnung von ziellosen Sabotageaktionen gegen die Zivilbevölkerung auch innerhalb der radikalen Linken spricht viel dafür, dass hier abgeschottete, vollkommen autonom agierende anarchistische Zirkel agieren. Kleinstgruppen also, die nicht auf Szeneruhm zielen, den Kreis der Mitwissenden also extrem begrenzt halten.

Konstruierter Terrorismus

Angesichts der vollmundigen Ankündigung Dobrindts, gegen Linksextremismus aufzurüsten, werden absehbar ausbleibende Ermittlungserfolge auch seine persönliche Niederlage sein. Das wiegt umso schwerer, da der Innenminister selbst und mit ihm viele andere in Politik und Medien die Sabotageaktionen auf die Ebene von Terrorismus gehoben haben, also auf eine Stufe mit Gewaltverbrechen bis hin zum Mord. Auch wenn die Folgen von Sabotageaktionen mitunter unabsehbar sind: Die Motivation, Menschen zu vernichten, steht offensichtlich nicht dahinter.

Doch die Hochstufung von Linken auf eine Stufe mit dem NSU oder dem IS entspricht einem rechten Zeitgeist. Zuletzt hatte die US-Regierung die sogenannte Antifa Ost zur Terrororganisation erklärt und gar 10 Millionen US-Dollar für Informationen ausgelobt, die zur Zerschlagung des Zusammenhangs dienlich sind. Dobrindts Innenministerium und das Bundeskriminalamt folgen nun dieser Schwerpunktsetzung. Neu ist das derweil nicht: Die größte Bedrohung für das konservative Establishment sind seit jeher Linke.

Wie immer dient das auch dazu, Sicherheits- und Überwachungsstrukturen auszubauen. So soll der Verfassungsschutz zusätzliche Stellen für seine Schnüffelei gegen Linke erhalten, angekündigt sind zudem mehr Befugnisse für Er­mitt­le­r:in­nen bei der automatischen Gesichtserkennung und der Speicherung von IP-Adressen. Zumindest das darf Dobrindt dann als Erfolg verbuchen.

Gemeinsam für freie Presse

Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen

Erik Peter
Politik | Berlin
Leiter der Berlin-Redaktion und Redakteur für parlamentarische und außerparlamentarische Politik in Berlin, für Krawall und Remmidemmi. Schreibt über soziale Bewegungen, Innenpolitik, Stadtentwicklung und alles, was sonst polarisiert. War zu hören im Podcast "Lokalrunde".
Mehr zum Thema

72 Kommentare

 / 
  • Die inzwischen zwei "Vulkangruppen" wirken auf mich wie antimoderne Insurrektionalisten.



    Das ist eine Untergruppe von der Untergruppe, vielleicht 5% von den Anarchist_innen bundesweit. Sie wollen oft nicht "Linke" genannt werden und reden untereinander von "Gefährten" statt "Genossen".



    Wie Erik Peter schon schreibt: "Kleinstgruppen also, die nicht auf Szeneruhm zielen, den Kreis der Mitwissenden also extrem begrenzt halten."



    Wie Sie den Bekennerschreiben entnehmen können sind sie völlig bewegungsfern und verachten das System totaler technologischer Vergesellschaftung. Es soll unterbrochen werden, denn nur mit den Unterbrechungen würden sich die Insassen = Bevölkerung der Gefangenschaft bewusst werden. So die Logik. Die Interventionistische Linke würde solche Aktionen nie gutheißen. Ja, kleine Splittergruppe - große Wirkung.



    Antimodern kann vieles sein. Hier ist es eine Gegnerschaft gegen den Zuwachs an Vergesellschaftung. Schöne epische Bekennerschreiben - fatale bzw. absurde Wirkung: das Gaskraftwerk war nach 5 Tagen wieder am Netz.



    Ob SPD-Innenminister das so anders machen würden als Dobrindt? Klar: alles populistische Reaktionen.

  • ""Ein Zeichen der Verzweiflung.""



    ==



    Was bedeutet dieser Satz? Der Staat sitzt jetzt in der Ecke und heult? Oder Alexander Dobrindt sitzt auf der Bettkante mit einem Schmusekissen und versucht seinen Therapeuten zu erreichen?



    ===



    Oder haben sich die 3, 4 , 7 oder 16,5 Vulkangruppen klandestin in einem sehr dunklen Verlies getroffen -- mit Tränen in den Augen -- weil sie realisiert haben, das die Älteren in den Altenheimen sich lediglich wenig beeindruckt, weil sie sehr viel schlimmeres erlebt haben, lediglich alle vorhandenen Pullover übergezogen haben -



    um dann das heisse Mittagessen zu geniessen - vorbeigebracht von Bekannten, Verwandten - oder von der Caritas?



    ===



    Die sauren Tränen in den Augen der Vulcanitos zeugen von der menschenverachtenden Gesinnung hinter ihren Augäpfeln - da ist nichts linkes zu finden - allein schon desweigen, weil Vulcanitos nur von rechts gestrickte Pullover tragen. Der tränenerstickte trotzige Entschluss der verlorenen Seelen am traurigen Ende der Sitzung im feuchtkalten Verliess: ""Um 5.45 Uhr wird mit aller Härte -- aber total trotzig -- zurückgestromert -- Ihr werdet schon sehen:""



    ==

  • Schade, dass der Kommentar nicht unterschiedslos (ob links, ob rechts, ob sonstwas) Gewalt verurteilt. Stattdessen wird die Vulkangruppe verharmlost (wollten keine Menschen vernichten - bei Zerstörung der Heizungsinfrastruktur im Winter) und sogar gefühlt verherrlicht (kein Terrorismus und kein Gewaltverbrechen, sondern "konstruierter Terrorismus" ). Ob die Betroffenen das auch so sehen, wage ich zu bezweifeln.

    Als verantwortungsvoller Linker sollte man Linksextremismus klar ablehnen. Das gilt ebenso analog für Rechte und andere politische Spielarten. Sympathien für Extremismus, insbesondere für gewalttätige Aktionen, sollten in unserer Gesellschaft keine Platz haben.

  • Was ist falsch an der angebotenen Belohnung ?



    - Wenn es kein Ergebnis bringt, wird die Summe nicht ausgegeben



    - Wenn die Täter gefasst werden, hören die Anschläge auf



    - Wenn sich rausstellt, dass es Nazis waren, sind Linke rehabilitiert

    Interessant an diesem Artikel in der taz ist nur, dass der Autor selbst keine "False-Flag-Aktion" vermutet, sondern lediglich darauf hinweist, dass sich Linke üblicherweise an die Omerta halten

  • Der Kommentar wäre besser überschrieben mit "Warum Dobrindt doof ist und ich ihn nicht mag".

  • Vielleicht könnten diese Leute ihren anachronistischen Pseudo-Revolutionsaktivismus aus der Mottenkiste mal an der Gegenwart ausrichten?

    Schon mal was von Globalisierung gehört? Wenn energieintensiven Unternehmen hier die Energie zu teuer oder es ihnen hier zu ungemütlich wird, siedeln sie ganz einfach um.

    Nach Asien, USA aber auch anderen Teilen Europas. CO2 wird nicht vermindert. Allein im letzten Jahr gingen hier über 100.000 Jobs aus dem Grund verloren.

    Geld ist wie Quecksilber, heute hier morgen dort. Die Vulkanbande wird daran nichts ändern.

    Handelsblatt: "Warum ziehen viele Firmen ihre Investitionen aus Deutschland ab? Eine Umfrage unter Vorständen zeigt: Energieintensive Betriebe zieht es fort."

    Wie wäre es denn mal mit der kreativen Organisation von Demonstrationen gegen die wahnsinnig CO2-intensive Fleischproduktion? Mit der man gleichzeitig süße Tiere retten kann.

    WWF: "Der Appetit auf Fleisch und seine Folgen"



    www.wwf.de/themen-...h-und-seine-folgen

    www.handelsblatt.c...-ab/100163198.html

    • @shantivanille:

      "Schon mal was von Globalisierung gehört?"



      Schon mal das Bekennerschreiben gelesen? Da wird durchaus "global" argumentiert!

      • @Mustardmaster:

        Sicher. CO2 und Klima-GAU sind kein lokales sondern ein globales Problem, was sonst? Das geht doch in dieser und meinem anderen Kommentar vom 28.01.2026 eindeutig hervor.

        Die Handlungen der Vulkangruppe verstärken das Problem noch. Wenn hier Unternehmen wegen der schlechten Bedingungen weggehen, gehen sie dorthin wo die Umweltauflagen eher lax sind. Fazit: mehr CO2.

        Ich dachte das wäre klar rübergekommen.

        Die Vulkangruppe handelt dagegen in ihren Aktionen mit einem total reduzierten Horizont.

  • taz: *Bundesinnenminister Dobrindt kündigt 1 Million Euro Kopfgeld auf die Vulkangruppe sowie ein Aufrüsten gegen Linksextremismus an.*

    Die ständige Wiederholung des Wortes "Linksextremismus" ist für Alexander Dobrindt (CSU) das Wichtige, denn damit kann man sehr gut Politik gegen sämtliche Linke machen und man muss sich dann auch nicht mehr so sehr um den ansteigenden Rechtsextremismus kümmern.

    "Die Zahl politisch motivierter Straftaten ist im vergangenen Jahr rasant gestiegen. Das zeigt die jüngste Statistik von Bundeskriminalamt und Bundesinnenministerium. Den mit Abstand größten Anteil machten die rechtsextrem motivierten Straftaten aus." [MDR - Mai 2025]

    • @Ricky-13:

      Es wird eigentlich ständig darauf hingewiesen, dass die größte Gefahr vom Rechtsextremismus ausgeht. Das ist die grundsätzliche Einschätzung. Das bedeutet jedoch nicht, dass vom Islamismus oder Linksextremismus ebenfalls erhebliche Gefahren ausgehen. Es erscheint mir wenig zielführend, in Fällen wie diesem die grundsätzliche Einschätzung immer wieder zu wiederholen. Es handelt sich eben aller Wahrscheinlichkeit nach um eine linksextremistisch motivierte Tat.

    • @Ricky-13:

      Die Unterstellung, man könne Linksextremismus nur benennen, um Rechtsextremismus zu relativieren, ist kein Beleg, sondern ein Gesinnungstest.

      Extremismus ist keine Ressource, die man gegeneinander aufrechnet.

  • 1 Million hört sich heutzutage, da der Kanzler Personen mit entsprechendem Jahreseinkommen (das Wort "Verdienst" leitet sich von "verdienen" ab und ist nicht immer zutreffend) zur Mittelschicht zählt, nicht mehr nach Viel an.

    Wenn man allerdings mal durchrechnet kommt man zu dem Ergebnis, daß man mit dieser Summe gut 27 Jahre lang über monatlich 3000 € verfügen kann.

    Da kann vielleicht schon mal jemand schwach werden.

    • @Josef 123:

      Gleichzeitig muß man aber auch große Teile des bisherigen sozialen Umfeldes aufgeben und ist als "Verräter" für den Rest des Lebens gebrandmarkt. Ob sich das für 3000€ monatlich rechnet? Erst recht, wenn man den Kaufkraftverlust durch Inflation miteinbezieht?

    • @Josef 123:

      Ja in mancher linken Bubble ist man sich auch nicht zu schade linksextreme Anschläge mit dem Verweis auf die große Gefahr von rechts schönzureden.

  • "Was ich aber bislang noch nirgendwo finden konnte, ist eine klare Distanzierung zu solchen Aktionen."

    Ich empfehle die Lektüre einer seriösen Zeitung, zb. die TAZ.

    Diese Vulkan Vögel schaden sehr konsequent in erster Linie armen Menschen, ich kenne keine Linken aus Fleisch und Blut (also solche die nicht nur in den asozialen Medien herumspinnen) die denen nicht den Mittelfinger zeigen.

  • Also anständige Linke liefern die „Vulkan-Gruppe“ sowieso umgehend aus, wenns dafür noch ne Million gibt: Umso besser, wer würde die nicht nehmen, kann mensch ja auch spenden…



    ----



    Ja, das mit dem Trick "Wir schießen den Verratenen vom Strick!" aus "Zwei glorreiche Halunken" dürfte ein ziemlich ertragreiches Geschäft sein!

    Ist so langsam "lächerlich" wie unsere "kleine Mitte, großes RECHTS" Partei verzweifelt versuchen, "rechte reale Straftaten" mit "vermuteten linken Taten" aufzuwiegen!

    Mein Fazit: Merz, Soder, Doberindt, Spahn, uvam." mir graut vor Euch,



    Doch irgendwie scheint das was Ihr macht zu klappen.

    Vertuschung, Vorteilsnahme, Versagen, usw. waren noch NIE so "durchsichtig" wie unter Dieser Regierung in diesem unseren Lande!"

    Ps. Scheint aber zur "Gen-Austattung" der CDSU zu gehören, wenn wir nur die "Aufgeflogenen & dann vertuschten" Grenzüberschreitungen der o.a. Parteien der Jahrzehnte so ab 1950 mal alle wieder ausgraben!

    Ein Lichtblick: Ahlener Programm! (1) Das wäre HEUTE das was getan & umgesetzt werden MUSS!

    (1)de.wikipedia.org/wiki/Ahlener_Programm

    • @Sikasuu:

      Zum Stichwort Durchsichtig: Ich gehe davon aus, dass auch hierzulande es eigentlich Wurscht ist, wie kriminell oder skrupellos Rechtskonservative und nur noch Rechte sind. Man beginnt gerade diese Ressource zu heben und wird merken, dass viele Leute dieses "Personal" genau wegen seines ekligen Verhaltens wählen werden.



      (Und auf die Verfasser*innen des Ahlener Programms setzt Mr. D wahrscheinlich gleich das nächste Kopfgeld aus. Aus dem wird halt auch nix mehr...)

  • Ob es wirklich Linksextreme waren ist doch noch gar nicht erwiesen. Dass nicht letztendlich der FSB dahintersteckt, ist immer noch nicht auszuschließen. Nur weil das zweite Bekennerschreiben dies ausschließt, sollte doch gerade zu Skepsis führen. Niemand hatte die Absicht, eine Mauer zu errichten oder die Ukraine zu überfallen. Wer stellt momentan im Bundestag eigentlich ständig Anfragen zur kritischen Infrastruktur? Das ist doch die AfD und diese Partei gibt dadurch diese Informationen auch weiter an Russland. Und Bundeswehrgeneral Breuer warnt seit Jahren vor Angriffen auf die kritische Infrastruktur durch Russland.



    Momentan empfehlen Trump, Musk und Putin die AfD zu wählen. Alle drei haben ein Interesse daran, dass angebliche Linksextreme die Öffentlichkeit zum Rechtsextremismus treiben. Somit ergeben die 1.000.000 € Kopfgeld doch Sinn, falls dahinter nicht Linksextreme stecken, sondern vom FSB finanzierte Möchtegern Linke. Obwohl so ein FSB Agent oder finanzierter Brandstifter überlegt es sich vermutlich auch zweimal Hinweise durchsickern zu lassen, wer möchte schon mit Polonium-210 seinen Kaffee zubereitet bekommen.

    • @Hannah Remark:

      Ups, die Rundmail der Berliner Grünen bekommen?



      Nicht uber die Täter sprechen, lieber über den regierenden Bürgermeister.



      Da helfen auch die Nebelkerzen gegen den FSB nicht. Es waren Linke.



      Vielleicht bisschen übermotiviert.



      Und wenn der Anschlag aufgeklärt wird , dann ist es gut, wenn auch für ihr Lager rundherum unangenehm. Und es ist richtig das der Innenminister versucht die Mauer des Schweigens aufzubrechen.

    • @Hannah Remark:

      Ja klar……und Zitronenfalter falten Zitronen 🍋

    • @Hannah Remark:

      ***Ob es wirklich Linksextreme waren ist doch noch gar nicht erwiesen.***

      Besonders wenn man bedenkt, dass die "Vulkangruppe" sich nie Vulkangruppe genannt hat, sondern Hekla, was der Name eines Vulkans in Island ist. Nur die Ermittler und Medien nannten sie dann irgendwann "Vulkangruppe".

      "Nella" (auch bekannt als N3ll4 oder Ornella Allami) ist eine Cybersecurity-Expertin und hat folgendes geäußert: *[...] Daher macht es für mich absolut keinen Sinn, wenn sie sich selbst „Vulkangruppe“ nennen, wenn sie ganz bewusst den Namen Hekla benutzt haben, um die „Unberechenbarkeit“ zum Ausdruck zu bringen.*

      Wir haben seit Jahren viele Blackouts in Deutschland, besonders bei unseren "Volksvertretern" (siehe z.B. 'Jens-"Masken"-Spahn'), aber dagegen wird merkwürdigerweise nie etwas unternommen. Und Bundesinnenminister Dobrindt (CSU) hat anscheinend ein Seminar bei Donald Trump besucht, denn bei Trump bekommen ja auch die Linken für alles immer die Schuld, ohne dass man dafür Beweise vorlegt.

      Außerdem muss die Union sich jetzt auch nicht mehr so sehr mit Rechtsextremen und dieser "sogenannten Partei" befassen, die die Merz-Union ja mal halbieren wollte, aber dann sogar verdoppelt hat.

    • @Hannah Remark:

      Das ZDF hat sich ausführlich mit der False-Flag-Theorie und den AfD-Anfragen zur kritischen Infrastruktur bezüglich des Terroranschlags in Berlin befasst.



      Sie müssen jetzt tapfer sein - klares Nein zu beidem 🤷



      www.zdfheute.de/po...ktencheck-100.html

  • "Auch wenn die Folgen von Sabotageaktionen mitunter unabsehbar sind: Die Motivation, Menschen zu vernichten, steht offensichtlich nicht dahinter."

    1. Wer im tiefsten Winter bei einer Kältewelle so eine Aktion durchführt, der kann nicht behaupten, dass die Folgen "unabsehbar" waren. Nur, weil man selbst in seinem Wahn zu doof ist, etwas zu sehen, oder es einfach nicht sehen will, heißt das nicht, dass einem die Folgen nicht juristisch zugerechnet werden können. Wer diese spezielle Sabotage an kritischer Infrastruktur durchführt, der hat wissen können, dass damit ein großflächiger Stromausfall riskiert oder sogar unausweichlich wird. Auf gar keinen Fall können die Täter behaupten, sie seien sich hundertprozentig sicher gewesen, dass es nicht geschehen könne.

    2. Wenn nun jemand gestorben wäre - z.B., weil ein im Hause genutztes Beatmungsgerät nicht mehr mit Strom versorgt wurde - dann ist es egal, ob das nicht das primäre Ziel der Täter war. Sie hätten es wissen können, dass so etwas passiert und haben es billigend in Kauf genommen.

    • @Suryo:

      Das stimmt leider. Nur dass anständige Linke, ja sogar Linksradikale den Fuzzis den Stinkefinger zeigen (s. oben in den Kommentaren), während Rechte auch bei noch krasserer Gewalt einhellig jubeln. Das macht die Aktion nicht besser, aber ich finde diesen Unterschied wichtig.

  • Wann gibt es ein Kopfgeld auf Steuerhinterzieher mit einem jährlichen Einkommen von einer Millionen Euro?

    Wann gibt es ein Kopfgeld auf Reichsbürger?

    • @Troll Eulenspiegel:

      gibt es schon: Ankauf von Daten-CDs.

      Welcher materielle Schaden entstand durch den Anschlag? Die 1Mio wäre gut angelegt.

    • @Troll Eulenspiegel:

      Dieses „Warum dann nicht auch…?“ ist kein Argument, sondern ein Ablenkungsmanöver.

      Belohnungen dienen der Hinweisgewinnung bei konspirativen Strukturen. Steuerhinterziehung und Reichsbürgerkriminalität werden längst verfolgt – nur eben nicht nach Stammtischlogik.

    • @Troll Eulenspiegel:

      Klar, üblicher whataboutism. Einfach nur noch langweilig

    • @Troll Eulenspiegel:

      Da braucht es kein Kopfgeld. „Man" weiß, wo die zu finden sind.

    • @Troll Eulenspiegel:

      Wozu ein Kopfgeld auf Reichsbürger?

      Die schreiben das doch selbst allen Behörden.

    • @Troll Eulenspiegel:

      Für die wird es kein Kopfgeld geben, da es für die Verständnis gibt.

      • @Erfahrungssammler:

        Wer hat denn Verständnis für Reichsbürger?

        • @Katharina Reichenhall:

          Zumindest schon mal die Reichsbürger selbst.



          Und dann die Heuchler, die sich selbst nicht trauen.

  • Also anständige Linke liefern die „Vulkan-Gruppe“ sowieso umgehend aus, wenns dafür noch ne Million gibt: Umso besser, wer würde die nicht nehmen, kann mensch ja auch spenden…

    • @Saile:

      Da diese Gruppe sich vermutlich in einem linken Umfeld bewegen in der viele am Rande der Legalität handeln und man den Staat, die Justiz und all das sowieso ablehnt, sind die wohl relativ sicher.

  • Rechte Scharfmacherei war ja nun inhaltlich noch nie so extrem wirklich richtig sachdienlich...

  • Dobrindt braucht einen Erfolg, um sich als oberster Terroristenjäger zu beweisen. Nach seinen ICE-artigen Aktionen gegen Geflüchtete braucht er das? Na gut.

    Man denke bitte daran, wenn die Polizei plötzlich um die Ecke kommt und Täter präsentiert. Wie die Ermittlungen mit dem Druck von oben wohl geführt werden? Ich glaube nicht, dass die BeamtInnen (inkl. Staatsanwaltschaft) sich da sonderlich ins Zeug legen werden, auch nur ja niemand Unschuldigen vor Gericht zu zerren.

    Da fällt einem der gute alte Flatsch-Song "Schwarzer Block" ein vom "beim Metzger liegt ein Klumpen Hackfleisch, das könnt' das Hirn von einem Staatsfeind sein". Der Metzger wäre dann vermutlich schon mal in Untersuchungshaft.

    • @Jalella:

      Der Kommentar klingt weniger nach Analyse als nach vorweggenommener Entlastungsrhetorik: Wenn Täter präsentiert werden, muss es politischer Druck gewesen sein.

      Das ist ein klassisches Muster aus verschwörungstheoretischen Milieus: Es gibt keine falsifizierbare Annahme mehr. Egal, was ermittelt wird – es ist immer Teil der Inszenierung.

  • Doch während sich Dobrindt damit als Macher inszenieren will, offenbart seine Ankündigung vor allem zweierlei: Die absurd hohe Summe – 40-mal so viel, wie für die Ergreifung des RAF-Mitglieds Daniela Klette gezahlt wurde – zeigt zum einen, dass die Ermittlungsbehörden vollends im Dunkeln tappen. ...



    ----



    Tja, bei aller Ablehnung solcher "sinnlosen Aktionen" scheinen es unsere "Bundesrechten" zu versuchen mit diesen Summen "Linksextremem Terror" hoch jazzen zu müssen.

    So nach dem Motto: "Wenn wir schon keine "Erkenntnisse" haben, helfen solche Aktionen wenigstens dabei, Menschen- & Bürgerrechte abzuschaffen & mit Symbolpolitik "die Ängste des/der BürgerInnen" zu füttern!

    Btw. Wenn ich mir anschaue, was alles "MISSBRAUCHT" wir, um das o.a. zu unterstützen, Vereinsrecht, Kinder, Zugewanderte, jetzt "Mini-Anarchisten Gruppen" uvam. kann ich nur noch fragen:

    "Wie DUMM müssen Parteien oder Politiker sein, dass SIE annehmen, dass solche "Umleitungen & bewusste Fehlinterpretationen" vom vielen Wählern "geglaubt" werden!

    Oder, scheint DAS doch zu klappen, ist der Wähler wirklich auf dem gleichen Niveau wie die o.a. geführten?

    Ps. Ein Blick auf unsere Wahlergebnisse gibt da Antwort! :-(

  • „ Links sein bedeutet nämlich zuallererst einmal, sich nicht kaufen zu lassen, schon gar nicht vom Staat.“



    Was hier als linke Tugend verkauft wird, ist in Wahrheit ein ideologieneutrales Merkmal jedes Extremismus: Abschottung, Loyalitätszwang und die Ablehnung staatlicher Autorität. Wer das moralisch adelt, verharmlost genau die Mechanismen, die Extremismus gefährlich machen.

    • @Mendou:

      Diese Ansicht passt.

  • Das Kopfgeld wird rein gar nichts bewirken sondern weitere Angriffe nur noch weiter befeuert!

  • Selbstverständlich steht Dobrint rechts.



    Weniger selbstverständlich ist die klammheimliche Freude über angebliche Mißerfolge in der Strafverfolgung.



    Es ist relativ egal welchem Vulkan die Attentäter*Innen auf das berliner Stromnetz angehören wollen, ihrer Sache haben sie nicht genutzt.



    Die Aktion wurde auf breiter Front von den BürgerInnen verurteilt.



    Dass in der Folge Irgendjemand mehr für Klimaschutz sein könnte ist völlig abwegig.



    Im Gegenteil, die Verursacher*Innen für Kälte in den Wohnungen haben das Verständnis für derartige Aktionen erkalten lassen.



    Dass Leute wie Dobrint nun zur Rundumschlag gegen Linksextremisten ausholt, war zu erwarten.



    Dumm, wer mit einem anderen Echo gerechnet hatte.



    Die letzte Generation hat aus ihrer mangelnden Akzeptanz der Klebeaktionen gelernt. Eine neue Generation wollte linke Ziele wieder gesellschaftskonform machen .



    Bei den Vulkaniern bleibt Mr.Spok wohl auf lange Sicht der einzig weitsichtige und sympathische.



    Negative Presse ist kein Erfolg. Im Gegenteil erschwert sie die Arbeit all Derjenigen, die die Gesellschaft mit der oft mühseligen Arbeit für Klima, Demokratie, Antifaschismus und vieles mehr verbessern wollen.



    Vulkan? Danke für Nichts!

    • @Philippo1000:

      Dem verhassten Staat eine lange Nase drehen, dient Linksextremisten erst einmal der eigenen Mythenbildung, nicht der Aussenwirkung auf die Bürger. Die ist denen nämlich weitgehend wumpe, auch wenn Bekennerschreiben etwas anderes bekunden.



      Und ein bisschen Robin-Hood-Attitüde blitzt da natürlich auch auf, wenn es gegen den bösen Staat geht, der hier als Sheriff von Nottingham gezeichnet wird. Zu dumm nur, dass derlei Heldentum nicht den Waisen, Witwen und sonstwie Entrechteten zugute kommt.



      Politisches Abenteurertum nennt man diese linksextremistischen Räuber-und-Gendarm-Spielchen auch - und das hatte bekanntlich schon Lenin in seiner Auseinandersetzung mit den russischen Anarchisten und Sozialrevolutionären kritisiert.

  • Tja, unserer "imperialen Lebensweise den Saft abdrehen".

    Ist mir jetzt ein Rätsel. Mitten im tiefsten Winter 100.000 Menschen eine Woche frieren lassen? Erinnert an Putin.

    Warum strengen diese Leutchen nicht ihren Grips mal ein wenig an und machen was Vernünftiges. Z. B. gegen Kryptos zu agieren. Monströse Stromfresser, den sie aus den dreckigsten Kraftwerken der Welt beziehen.

    Das „Cambridge Centre for Alternative Finance“ hat errechnet, dass Bitcoin-Rechner jährlich rund 140 Terawattstunden Strom verbrauchen und 56 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr ausstoßen (Quelle: explore-ip.com/202...r-Perspective.pdf).

    Oder so viel Strom wie Argentinien mit seinen 45 Millionen Einwohnern.

    "Autonom agierende anarchistische Zirkel"? Bitcoin ist eng mit der Krypto-Anarchie verbunden. Alternative zum traditionellen Finanzsystem, das staatliche Kontrolle umgeht. Reich wurden dabei vor allem das Kapital: Nakamoto, Binance, Black Rock & Co.

    Und rausgekommen ist dabei nur ein System wie globale Kriminelle jeder Art ihr Geld waschen können.

    Bitte, liebe Kratergruppe, vielleicht ein bisschen klar im Kopf werden und was Sinnvolles tun.

    • @shantivanille:

      Oder wie wäre es damit, mal der russischen Botschaft oder dem "Russischen Haus" den Strom abzudrehen? Einem Büro einer rechtsextremen Partei?

      Deutsche, speziell Berliner, "Linke" kämpfen lieber gegen Zäune um irgendwelche Parks anstatt gegen die echten Gefahren.

  • Ach ja. Es lebe das zweite Maß.

  • Das ist mal wieder so typisch deutsch: wieso ist denn die Belohnung zeitlich befristet? Das ergibt ja gar keinen Sinn.



    Noch schlauer wäre es gewesen, die Summe auf 10 Millionen zu setzen. Es muss schon ein krasser Anreiz sein, die Kollegen zu verraten.

    • @Dirk Osygus:

      Warum sollen wir das typisch deutsche Denunziantentum nicht gleich mit einer Milliarde anschieben und die dann wieder reinholen, indem wir den Bürgergeldempfängern ihre Wohnungen wegnehmen?

      • @Jalella:

        Das ist keine Zuspitzung mehr, sondern argumentative Verweigerung.

        Aus einer Debatte über Ermittlungsinstrumente wird reflexhaft „Denunziantentum“, dann der obligatorische NS-Unterton und zum Schluss ein Schlag gegen Bürgergeldempfänger.

        Wer so argumentiert, will nicht klären, sondern diskreditieren – und liefert damit exakt das Denkmodell, das man sonst aus verschwörungsideologischen Echokammern kennt.

      • @Jalella:

        Typisch deutsches Denunziantentum? Meinen Sie irgendwelche Meldestellen? Vorsichtig beim werfen von Steinen im linken Glashaus.

    • @Dirk Osygus:

      ... und man braucht viel mehr als 1Mio wenn man komplett eine neue Existenz aufbauen muss irgendwo. Deswegen rufen die USA oft so hohe Beträge auf. Und da findet sich regelmäßig auch keiner, der was verrät.

      Und wenn es sowieso ein Einzelkämpfer ist? Und eine false flag operation?

  • Warten wir doch einfach mal ab und trinken einen Tee.



    Nach meiner (Lebens)erfahrung ist jeder irgendwann käuflich, es kommt nur auf die Summe an.

  • Alleine die Tatsache dass trotz der vorhergegangenen Anschläge praktisch nichts über diese Vulkangruppen bekannt zu sein scheint spricht doch Bände. Das Land Berlin scheint keinerlei Fähigkeiten (oder Wünsche) zu haben diese Fälle aufzuklären. Das deutet entweder auf Unfähigkeit hin (in Berlin nicht auszuschließen) oder auf komplette Nachlässigkeit oder Schlimmeres. Berlin stellt sich mal wieder als komplett dysfunktional dar und kann nicht mal seine eigene Bürger schützen. Mal sehen ob die neue Regierung das besser machen wird. haha, zum Schlluß ein Witz...

    • @Gerald Müller:

      Es gibt haufenweise Gewalt gegen Sachen, wo es keine Spuren, keine Zeugen, keine Kameras gibt und die Ermittlungen verlaufen im Sand. Das muss ausnahmsweise nicht gegen Berlin sprechen, aber für das umsichtige Vorgehen von so Gruppen oder Einzelpersonen.

      Das gibt so viele neuralgische Punkte in der Infrastruktur und vielleicht war so ein langer Blackout ein Versehen.

  • "Zum anderen offenbart das ausgesetzte Kopfgeld, wie ahnungslos Konservative und Sicherheitsbehörden sind, wenn es um radikale Linke geht"

    Hm. Ich dachte, dass waren gar keine Linken, sondern ne "false flag" Aktion mit fragwürdigen Bekennerschfreiben? Jetzt sinds also irgendwelche anarchistischen Kleinstgruppen. Aber der Terrorirismus ist trotzdem konstruiert, weil "die Motivation fehlt, Menschen zu vernichten." Wäre dem auch so, wenn die "false flag" -Theorie noch Bestand hätte? Wäre das Kopfgeld dann vielleicht okay? Stichwort "Wegwerfagenten?".



    Man kann zu diesem Thema hier ja allerlei lesen. Was der Staat alles falsch macht, beim Schutz der Energieanlagen, bei der Verfolgung der Täter, und bei der Einschätzung linksradikaler Haltung. Und da mag hier und da auch was dran sein.



    Was ich aber bislang noch nirgendwo finden konnte, ist eine klare Distanzierung zu solchen Aktionen.

    • @Deep South:

      Warum muss eine Distanzierung erfolgen, wenn dies doch selbstverständlich ist. Möglicherweise traf es die Wegwerfassistenten gar selbst?



      Vielmehr hat eine staatliche Verwaltung die das nötige Mindset zum Betriebsrisiko dieser Anlagen, erst nach solch einem und anderen Anschlägen erreicht, nichts besseres verdient als Häme. Diese politische Unfähigkeit findet sich aber nicht nur in Berlin in diesen politischen Kreisen.

      • @Sonnenhaus:

        Gäbe es auf der Welt nicht solche Idioten, wie die Vulkangruppe, oder wer sonst dafür verantwortlich war, brauchte es kein "Mindset" oder Ähnliches.

        Tausende Menschen saßen tagelang im Dunkeln und der Kälte. Dafür ist nicht die staatliche Verwaltung verantwortlich, sondern allein die Täter.

        Hier nur seine Abneigung gegen das "System" verbal auszuleben finde ich unter diesen Umständen schlicht erbärmlich.

      • @Sonnenhaus:

        Es ist halt ganz offensichtlich nicht selbstverständlich. Wäre es das, müsste man nicht darauf hinweisen, dass der Staat bei der Auslobung eines Kopfgelds nicht bedacht hat, dass "sich Linke nicht kaufen lassen". Und würde man denn auch festellen, dass die Taten gar kein Terrorismus sind, weil "die Folgen von Sabotageaktionen (zwar) mitunter unabsehbar sind: Die Motivation, Menschen zu vernichten, offensichtlich nicht dahinter steht", wenn sie zum Beispiel von Rechten verübt worden wären? Das ist doch klar relativierend. Wozu das, wenn es doch selbstverständlich ist?



        Klar muss die Infrastruktur besser geschützt werden und dass die Union eine Linken-Phobie hat, keine Frage, geschenkt.



        Das ändert aber nichts daran, dass hier die Kritik zu diesem Thema über Artikel hinweg nur an den Staat geht und nicht einmal an die Täter.

  • "Zum anderen offenbart das ausgesetzte Kopfgeld, wie ahnungslos Konservative und Sicherheitsbehörden sind, wenn es um radikale Linke geht. Links sein bedeutet nämlich zuallererst einmal, sich nicht kaufen zu lassen, schon gar nicht vom Staat. Das gilt umso mehr für jenen kleinen Teil der Szene, in der die Vulkangruppe(n) anzusiedeln sind"



    Na wenn ihr euch da so sicher seid, dann könnt ihr euch ja ganz entspannt zurücklehnen.



    Ich würde dagegenwetten. Freunde der schnellen Mark gibt es unter allen Bevölkerungsgruppen.



    Stand nicht erst gestern in der taz, dass ein Mitglied aus dem innersten Kreis der IL Bremen gegen Geld dem Verfassungsschutz über Jahre diente?



    Na herzlichen Glückwunsch. Ich möchte auch auf die Hammerbande verweisen. Da konnte man auch einen Kronzeugen gewinnen.



    Streit und Missgunst gibt's in allen Gruppen. 1 Mio € sind 1 Mio Gründe für jemanden, der vielleicht eh schon raus will, auszusteigen. Garniert mit Straffreiheit vllt on top.



    Die hohe Prämie macht vor allem eins: sie sorgt für schlaflose Nächte bei den Tätern. Sie erhöht den psychischen Druck enorm. Und das ist ja auch ein Zweck davon. Die Täter sollen sich keine Sekunde mehr in Sicherheit wiegen.

    • @Antje1971:

      Ernsthaft? Wer sich auf die Zusagen von unserem Innenminister verlässt, sollte sich an seine zurückliegenden politischen Aussagen zur Maut und anderen haltlosen Versprechen erinnern. WEr sich auf ein solches Geschäft einlässt, möchte sich am Ende nicht wundern wenn er auf seine versprochene Mio auch nnoch Steuer zahlen muss. Da würde ich ein Lottogewinnversprechen vorziehen. Da zahlst Du dann wenigstens keine Steuer, bei Beteiligung des richtigen Steuerberaters.

      • @Sonnenhaus:

        Ein Lottogewinn ist grundsätzlich steuerfrei, ganz ohne Steuerberater😉



        Glück ist keine Einkunftsart...

  • Allen, die im Kontext des NSU hilfreiche Aussagen gemacht haben, wurden in Summe 300.000 Euro ausgezahlt.



    Mehr muss man eigentlich gar nicht wissen, um den Geist, der Dobrindt umtreibt, einschätzen zu können.

    • @Kaboom:

      So ein Preisschild sagt im Kapitalismus sehr, sehr viel aus.

    • @Kaboom:

      Und was spricht jetzt genau dagegen, für die Ergreifung der Vulkangruppe eine Summe in Höhe von 1 Mio € anzusetzen? Auch wenn diesmal keine Menschen zu Schaden kamen (zumindest nicht in direktem Zusammenhang), rechtfertigt der angerichtete Schaden diese Summe. Zudem waren zu den Zeiten des NSU Terrors und der späteren Ergreifung der Täter andere Innenminister im Amt. Also Äpfel mit Birnen verglichen.

      • @Die_Mitte_machts:

        Die Mio wäre doch sinnvoller in wirksame Technik investiert, damit zukünftige Sapotagen vermieden werden. Denn was nützt es einen vermeintlichen Wegwerfassistenten zu finden, wenn danach der nächste unfreundliche Technikfreak kommt und unsere Verwaltungsfreunde wiederholt blamiert und wir Betroffene damit indirekt von der Verwaltung wiederholt bestraft werden. Soetwas würde ich Beihilfe bezeichnen, denn Unwissen schützt nicht vor Strafe, oder so ähnlich.



        Wer lobt den nun n1 Mio. Kopfgeld für den Dobi, oder den ReEst der Misspoke aus?

  • Bin bei ihrem Artikel etwas skeptisch. Niemand muss damit einverstanden sein, was Dobrindt macht , oder wofür er steht. Es liest sich so, als hätte da noch jemand eine (persönliche) Rechnung mit H. Dobrindt offen.

    Ihn jetzt als Scharfmacher in die ganz rechte Ecke zu stecken ist genauso wenig korrekt, wie der Versuch die extrem Linke Vulkan Truppe zu verharmlosen. Eine Truppe, die solche Maßnahmen ergreift, Damit das Leben unschuldiger gefährdet und sich hinterher outet, dass man damit nicht gerechnet hätte! Da wird mir übel! Das ist Dummheit pur und ich möchte nicht wissen was da noch kommt

    Klette war im Vergleich zur ausgesetzten Summe sicher (entschuldigen sie den Ausdruck) „ein Schnäppchen“. Die Million finde ich dennoch gerechtfertigt.

    • @Sole Mio:

      "... in die ganz rechte Ecke zu stecken ..."



      Das macht er schon selbst! In der AfDwäre er ein Kronjuwel und auch genau richtig aufgehoben.

    • @Sole Mio:

      Hoffentlich ist die Mio. grundfinanziert mit den Schadensbeiträgen der verantwortlich Beteiligten aus der Verwaltung und der Politik, wie z.B. Dobrint. Aber vielleicht gilt auch hier mal wieder das Beamte im Ernstfall keine Verwantwortung tragen, denn sie sind ja nur Scheinselbstständige.

  • Vulkangruppen sind nicht homogen.



    Es gibt nicht die eine "Vulkangruppe"



    Sollten hinter dem Anschlag "radikale Linke" stehen, so werden sich diese mit Sicherheit nicht von dem deutschen Staat kaufen lassen.



    Viel interessanter sind da all die nötigen Informationen, die die Täter haben und benötigen, um überhaupt so gezielt Anschläge vorbereiten und nahezu unsichtbar durchführen zu können.

    • @Ratio:

      Eben darum die Summe

    • @Ratio:

      Kamen die nicht von der AfD? Das wird zukünftig dann so weitergehen, auch wenn die infrastruktur dann möglicherweise geschützt sein mag. Unsere sicher rechtsextremen vom Verfassungsschutz bewerteten und von einer Vielzahl Bürger gewählten "Demokratiezerstörer" werden auch zukünftig Zugang zu den Daten haben. Wetten?