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Vetternwirtschaft bei der AfDEin mafiöses Patronagesystem

Gareth Joswig

Kommentar von

Gareth Joswig

Die AfD gibt sich als Partei der kleinen Leute – und handelt gegenteilig. Das ist eine Verhöhnung der eigenen Wählerschaft.

Scheint sich für keine Schweinerei zu schade zu sein: die AfD Foto: Kuhlmey/Pacific Press/picture alliance

E s müsste jetzt eigentlich auch AfD-Wählern dämmern, dass sie regelrecht für dumm verkauft werden. Aufgehetzt werden sie seit Jahren gegen eine vermeintlich korrupte Elite, die Steuergeld verschwende, sich den Staat zur Beute mache. Nur die AfD würde endlich für Ordnung sorgen.

Nun zeigt sich: AfD-Politiker klopfen täglich solche markigen Sprüche und stellen dann den Vater eines Parteifreundes auf Steuerzahlerkosten ein: für ein stattliches Gehalt von zeitweise gar 7.700 Euro. Sie inszenieren sich als Partei des kleinen Mannes und lassen zugleich die Partnerin für 6.000 Euro im Fraktionsbüro arbeiten. Oder bringen nicht nur drei Geschwister und einen Schwager unter, sondern gleich noch eine ganze Viererkette aus dem eigenen Fußballklub. Der verhasste Staat fungiert für die Rechtsextremen als Selbstbedienungsladen.

Da wird die Partnerin für 6.000 Euro im Fraktionsbüro angestellt

Wirklich überraschend dürfte das wohl nur für AfD-Wähler sein. Der ungarische Staatschef Viktor Orbán wird nicht von ungefähr immer wieder als Vorbild in der AfD benannt. Der schleift in seinem Land die Demokratie und hat sein Land zum korruptesten und einem der ärmsten der EU gemacht – während er selbst in einem riesigen Palast residiert. Der Vetternwirtschaftsskandal der AfD zeigt, dass man die Partei hier beim Wort nehmen darf, sie würde es an der Macht wohl ähnlich machen: Demokratie und Rechtsstaat schleifen und sich danach selbst bereichern.

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Da wird sogar die CSU blass vor Neid

Das Ausmaß von Fällen, die binnen kurzer Zeit bekannt geworden sind, dürfte sogar die CSU vor Neid erblassen lassen: Reihenweise Familienmitglieder drücken sich in Bundestagsbüros und Fraktionsgeschäftsstellen die Klinke in die Hand und sahnen auf Steuerzahlerkosten ab. Die niedersächsische EU-Parlamentarierin Anja Arndt schreibt in einem Brandbrief sogar davon, dass in ihrem Landesverband ein System existiere, nachdem Bundestagsabgeordnete 35 Prozent ihres Mitarbeiterbudgets für Parteiarbeit im landeseigenen AfD-Netzwerk reservieren mussten.

Das wäre Zweckentfremdung öffentlicher Gelder und damit möglicherweise strafbar. Allein in Niedersachsen könnte es um bis zu 1,45 Millionen Euro gehen. Während der dortige Landesvorstand dementiert, droht in Sachsen-Anhalt die nächste Runde in der internen Schlammschlacht um Vetternwirtschaft.

Schätzungen aus der Fraktion zufolge dürfte bis zur Hälfte der AfD-Bundestagsabgeordneten mitmachen bei etwas, das eher an ein Patronagesystem der Mafia erinnert als eine Rechtsstaatspartei. Wenn es nicht stumpf um Bereicherung der eigenen Familie geht, lautet der Deal: Geld gegen politischen Einfluss, also Listenplätze gegen Gratisanstellungen im Bundestagsbüro.

Ein AfD-Mitglied und MdB-Mitarbeiter sagte der taz diese Woche: „Das läuft so: Ich leite den Kreisverband XY und bringe acht Delegierte zum Parteitag mit, die dann für dich stimmen. Dafür möchte ich aber vier Jahre Gehalt.“ Und so bekommt das Selbstbild deutliche Risse, wohlgemerkt in einem Superwahljahr, in dem für die AfD jedes Prozent entscheidend sein könnte.

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Gareth Joswig
Redakteur Inland
Arbeitet seit 2016 als Reporter und Redakteur bei der taz. Zunächst in den Lokalredaktionen von Bremen und Berlin, seit 2021 auch im Inland und Parlamentsbüro. Davor Geschichts- und Soziologiestudium. Themenschwerpunkte: extreme Rechte, AfD, soziale Bewegungen, Mietenpolitik, dies, das, verschiedene Dinge.
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70 Kommentare

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  • Der Folgeartikel von heute (!6156430) enthält eine wichtige Zusatzinformation, die hier fehlt (aber eigentlich allgemein bekannt sein sollte). Jeder Abgeordnete erhält pauschal die exakt gleiche Summe monatlich zur Beschäftigung von Mitarbeitern. Sollte er weniger ausgeben, bleibt der Rest in der eigenen Tasche und ist dann wirklich "Bereicherung der eigenen Familie".



    Jede Mehrausgabe belastet den Steuerzahler nicht sondern stammt aus anderen Quellen, im Zweifel dem eigenen Abgeordnetengehalt. Wenn also aus der gedeckelten Summe besonders viele Mitarbeiter bezahlt werden, dann reicht es beim einzelnen nur für einen kleinen Teilzeitanteil. Diese Mitarbeiter müssen demnach, im Gegensatz zu vielen der anderen Parteien, zwangsläufig ein Leben außerhalb der engen Blase der reinen Berufspolitik haben. Ich sehe darin nur einen Vorteil.



    So gut wie alle diese Stellen werden bei allen Parteien über persönliche Beziehungen besetzt und fast nie ausgeschrieben und nach Qualifikation vergeben. Persönliches Vertrauen ist praktisch immer entscheidend. Was also ist hier genau der Vorwurf? Bereicherung und "Staatsknete abgreifen" kann es nachweislich nicht sein.

    • @Axel Berger:

      So ungerne ich aus der Ferne Aussagen über die Intelligenz von Menschen mache, die ich nicht kenne, wage ich doch zu bezweifeln, dass alle gewählten AfD-Politiker die Logik der kommunizierenden Röhren in der Auslagenpauschale wirklich durchstiegen haben. Die angeschossenen Reaktionen der meisten auf den Vorgang zeigen jedenfalls wenig von diesem Verständnis.



      Einzig die zuweilen gehörte offensive Erklärung für die mafiöse Personalpolitik, "Vertrauen und Loyalität sind Alles, wenn einem Staatsgewalt und Medien ständig an die Wäsche wollen.", hat zugegebenermaßen sachliche Meriten. Es ist aber bezeichnend, dass die auch tatsächlich mit der ratio hinter den Strukturen krimineller Familienklans übereinstimmt: So denkt, wer nicht nur "verfolgt" wird, sondern auch wirklich Einiges zu verbergen hat.

  • Es wird darauf ankommen, ob das Thema jetzt länger Aufmerksamkeit erhält. Und ob man nachweisen kann, dass vermeintliche Referenten und Mitarbeiter eigentlich auch kaum gearbeitet haben und Qualifikationen nicht besitzen. Sicher kann man sagen, dass Posten von den Altparteien nach Parteibuch besetzt werden, das wird auch gerne beklagt. Wenn es schief geht.

    Wird es effektive gesetzliche Regelungen geben?

  • Bei der AfD schaut man zu Recht genauer hin.

    Aber leider ist das Systemimmanent.



    Nicht nur in der Politik sondern ganz generell.



    Aber in der Politk hat es natürlich ein besonderes Geschmäckle - nicht nur bei der AfD.

  • Das hier Geschilderte ist genau der entscheidende Punkt. Die Afd ist keine Partei zum Wählen: Programme lesen und Kreuzchen machen. Es ist ein Austritt aus der bisherigen Gesellschaft und den Abläufen des Regierungssystems.



    Sich mit diesen Posten zu versorgen ist dann der Zweck des ganzen entstehenden Gebildes aus Funktionären und Wählern.



    Und gleichzeitig bleibt es eine Partei der völkischen Bewegung.



    Beidem gemeinsam ist der zur Schau gestellte Eigennutz. Die Rückkehr zum Volksstamm. Abtrennung, Regelerosion, rechtlose Arbeitskräfte halten.

  • Die Budgets für Mitarbeiter sind fix und werden quasi immer ausgegeben.

    Wenn AfDler sich also weniger kompetente Mitarbeiter holen um Ihre verwandten zu versorgen, dann bedeutet dass dass Sie politisch weniger schlagkräftig sind, zugunsten Ihrer Familie.

    Ist das nicht gut?

    Wollt ihr eine AfD mit Top-Mitarbeitern?

    Man kann das eigentlich nicht wollen UND eine Brandmauer?

    • @Tim Hartmann:

      @ Tim Hartmann



      Die Parteien sind alle nach hierarchischen Strukturen organisiert / aufgebaut, da gibt's Anweisungen, da braucht's keine kompetenten, schon gar nicht eigenständige selbstdenkende Mitarbeiter. Ein paar adäquate Führungspersönlichkeiten und Gesichter, die von den Funktionären im Hintergrund instruiert werden, und die die Parteien nach außen repräsentieren.



      Ähnlich wie Vertiebsagenturen & zum lauten " Bäuerchen " machen und Plakate aufhängen reichen Doofies vollkommen.

  • So weit ich in dieser Sache informiert bin, sind diese Vorgänge in der AfD nicht rechtswidrig. Leider schweigt sich der Artikel darüber aus. Da hätte ich mir detaillierte Informationen gewünscht.

    • @Katharina Reichenhall:

      So eine Praxis muss nicht rechtswidrig sein, um als Eigentoir zu wirken. Es hat, wie selbst Tino Chrupalla einräumt, mindestens ein "G'schmäckle" und führt die eigenen Vetternwirtschafts-Vorwürfe der AfD gegen die "Altparteien" ad absurdum. Und wenn es tatsächlich eine von der Partei zentral - und unabhängig von der sachlichen Begründetheit der Anstellungen - vorgegebene Standard-Praxis ist, dann steht auch die Legalität stark in Frage.

    • @Katharina Reichenhall:

      Nö, nicht rechtswidrig, aber von der AgD gern bei den "Altparteien" unterstellt und angeschuldigt.



      Als angeblicher Gegenentwurf sollte man aus dem Glashaus nicht mit Steinen schmeißt.....

      • @Life is Life:

        wenn man sich die Vergangenheit anschaut, hat es das bei fast allen schon gegeben. Zuletzt bei den Grünen

        • @Marcelo:

          Ich denke auch, dass es allenfalls indirekt mit der politischen Couleur zu tun hat, ob ein Politiker der Versuchung des Machtmissbrauchs widerstehen kann oder nicht. Deshalb dürfte keine Partei dagegen immun sein.



          Aber ein paar logische "Magnete" gibt es schon: Parteien mit überwiegend populistischen Agenden sind vergleichsweise offen für rücksichtslose Opportunisten (weil die ohne Hemmungen dem potenziellen Wähler nach dem Mund reden, auch wenn dann nur Blödsinn rauskommt), und Parteien mit - möglichst konstant - hohen Stimmanteilen sind vergleichsweise attraktiv für sie (weil bei ihnen die Chance am höchsten ist, in "opportune" Machtpositionen zu gelangen).



          Was den politischen Schaden beim Auffliegen von Machtmissbrauch betrifft, ist der aus meiner Sicht eine Funktion aus Häufigkeit der Fälle und Höhe des moralischen Rosses, auf das man sich gegenüber der Klientel setzt. Die AfD verkauft sich ironischerweise als "Weißwesten-Partei", die den "durch und durch korrupten Altparteien" als Gegenentwurf zeigt, wie man ehrliche Politik für's Volk macht und nicht für irgendwelche Mäzene. Da ist die Fallhöhe natürlich groß - zumal wenn rauskommt, dass die Vetternwirtschaft System hat.

        • @Marcelo:

          @ Marcelo



          Wie im Knast, da sacht der eine Mörder zum anderen Mörder in der Kantine auch immer : " Haben die anderen Mörder doch auch gemacht "....

  • Wer kennt es noch. "Der Balkan beginnt in Wien"?



    (Ja ich weiß es, als Zitat falsch; es geht hier nur um die Aussage).

    Hat sich wohl doch in den Norden verschoben, oder?

    Erinnere auch an den 30. Januar 1933, den Ursprung.

    Scheint sich zu wiederholen.

  • Das Bundeskanzlerinnenamt wird ausgebaut. Man braucht Platz für die 900 Angestellten dort.



    2005 waren es 465.



    Eine gute Investition. Es spürt doch jeder, dass wir heute doppelt so gut regiert werden wie vor 20 Jahre.

    Deshalb verbietet es sich von selbst, rumzunölen von wegen Versorgungspöstchen für Friends and Family. Solche Sachen macht nur die AfD.

  • Ich nehme mal an, dass es bei anderen Parteien ähnliches gibt. Und an sich habe ich da auch nichts dagegen, erstens hat ein Verwandter eines Parteifrundes dieselben Rechte sich für einen Job zu bewerben als jeder andere, und zweitens ist es immer besser jemanden einzustellen für den ein anderer sozusagen bürgt, denn Kandidaten aufgrund eines Lebenslaufes und eines halbstündigen Bewerbungsgesprächs einzustellen ist immer ein Risiko. Zum dritten war vor ein paar Tagen in der Welt ein Artikel "Verfassungsschützer warnen vor AfD-Verbotsverfahren", der VS will das nicht weil er dann die Quellen in der AfD abschalten müsste. Es gibt also etliche VS-Leute in der AfD und es erscheint logisch dass die AfD es vermeiden will, derartige U-Boote einzustellen. Ein Problem werden oben ewähnte Fälle nur wenn unfähige "Freunde" und Verwandte eingestellt werden nur um denen einen Posten zu verschaffen. Und da sind allerdings die Grünen ganz vorne dran, Graichen, usw. Sollte man auch bedenken.

    • @Gerald Müller:

      @ Gerald Müller



      Ich habe den Eindruck, Sie verwechseln ein angebliches demokratisches Land gerade mit einer Familienklitsche. So läuft hier der Hase aber nicht ❗️

    • @Gerald Müller:

      Graichen war aber kompetent. Und auch sein Trauzeuge war es. Es ist eher so das sich beide jahrelang mit dem Selben Thema beschäftigt haben und daher Teil einer Expertenbubble war, einschließlich persönlicher Beziehungen.

      ABER: Ich stimme dir zu: 1) Der AfD kann man nicht absprechen, dass Sie keine Informanten als Mitarbeiter wollen.



      2) Selbst wenn die Mitarbeiter inkompetent wären, wäre das nicht gut?

      • @Tim Hartmann:

        Ob die Person kompetent ist oder nicht spielt bei Vetternwirtschaft keine Rolle. Verwandt ist verwandt

  • Die AgD ist in der Tradition ihrer Vorbilder, Trump, Putin, Orban, etc.

    Sich selbst und ihre Clique auf den Kosten des Volkes bereichern. Das AgD-Parteiprogramm ist neoliberaler/libertärer als das von CxU/FDP zusammen.

    Das ist hier nur eine Kleinigkeit gemessen an dem was sie vorhaben.

  • Bei welcher Partei ist das nicht so? das ist bei jeder Partei so.

    • @Marcelo:

      @ Marcelo



      Eine Untat eines Politiker entschuldigt / rechtfertigt die Untat eines anderen Politiker doch nicht. Was für ein Unrechtsbewusstsein haben eigentlich einige Demokraten ?

    • @Marcelo:

      Was zu beweisen wäre. Ja wo sind sie denn, die Beweise?

      • @TV:

        Graichen?

        • @Reinero66:

          War klar, dass das kommt.



          Nur dass Patrick Graichen, der überhaupt mit niemandem im Ministerium verwandt, beamteter Staatssekretär war und hierfür eine entsprechende Qualifikation hat.



          Das ist überhaupt nicht vergleichbar mit der Besetzung von Referentenposten in Abgeordnetenbüros, die ohne ein entsprechendes Auswahlverfahren inclusive Nachweis irgendeiner Qualifikation besetzt werden. Und zwar bei der AgD offensichtlich systematisch, schamlos und vielfach.



          Also, wo sind die Beweise?

          • @Life is Life:

            spielt doch keine Rolle wie qualifiziert er war und sein Schwager war im Ministerium beschäftigt sowie sein Bruder und Schwester in ökoverband die eng mit dem Ministerium gearbeitet haben. Das ist klar ein Beweis. Das als Beweis nicht zu akzeptieren ist falsch

        • @Reinero66:

          Logo. Nur bei den GRÜNEN, keineswegs bei der csdU (Klöckner? Spahn? u.a.)



          Und noch was: Graichen war allemal ein fähiger Mann)

          • @Perkele:

            ob er fähig ist oder nicht spielt keine Rolle. Das wird doch bei der AFD auch nicht hinterfragt

      • @TV:

        Beispiel der Graichen Fall bei den Grünen wo insgesamt 8 Mitglieder drin sind.

        Bei der CDU Bosbach



        bei der SPD Scholz

        Noch mehr Beispiele?

        • @Marcelo:

          @Marcelo



          ...& wollen Sie Fehlverhalten vn Politikern rechtfertigen ? Ist das Ihr Job als demokratischer Staatsbürger ? Gehen Sie eigentlich zur Wahl oder verzichten Sie freiwillig ?

  • Allgemeine Menschenfeindlichkeit und Hass genügen nicht, erst bei Korruption und Selbstbereicherung hört der Spaß auf.



    Den sauberen Wutbürger kann man nicht spielen, wenn Tante Erna auf Kosten des hart arbeitenden biodeutschen Steuerzahlers für 5000 brutto im Monat das Büro leitet.



    Auch der rechte Irrsinn stößt an Grenzen der Realität, die unverrückbar sind und nicht dauerhaft weggelogen oder wegdefiniert werden können. Lebensmittelpreise in der USA sind ein Beispiel, der dreiste AfD-Selbstbedienungsladen ein anderes. Ähnliches wäre bei der AfD-Klientel Anlass für wildeste Gewaltphantasien (mindestens), allgemeines Wehklagen über das das verrottete System und der Ruf nach einer starken Alice oder einem starken Schruballa. Tja, die sind noch viel kaputter als die „Altparteien“, vielleicht merkt das ja so langsam der eine oder die andere.

  • Es ist das perfideste Schauspiel der deutschen Politik: Die AfD geriert sich als Anwältin des „kleinen Mannes“, während ihr Programm einer wirtschaftlichen Selbstverstümmelung gleichkommt. Wer im Februar 2026 immer noch glaubt, diese Partei kämpfe gegen „die da oben“, verweigert den Blick ins Kleingedruckte. Analysen von DIW und ZEW belegen: Ausgerechnet die Kernwählerschaft – Geringverdiener und Rentner – würde durch deren Steuerpläne am massivsten bluten.



    ​Während die AfD Reiche entlastet und den Solidaritätszuschlag streicht, plant sie für den Rest den Kahlschlag: Das Aus für steuerfreie Nachtzuschläge und eine Rentenpolitik, die das soziale Netz zerreißt. Das ist keine Alternative, das ist Wählerverarsche mit System! Man verkauft den Leuten den Stolz auf die Nation, während man ihnen die soziale Sicherheit aus der Tasche zieht.



    ​Wer diese Partei aus Protest gegen Ungerechtigkeit wählt, agiert wie ein Truthahn, der für das Weihnachtsfest stimmt. Die AfD schützt nicht das Volk, sie verhöhnt die Interessen ihrer eigenen Wähler zugunsten einer marktliberalen Radikalkur.

  • "Wirklich überraschend dürfte das wohl nur für AfD-Wähler sein"



    ... und denen ist es trotzdem vollkommen egal, Hauptsache "Die da Oben" bekommen einen "Denkzettel" — was auch immer die AfD-Wähler sich darunter vorstellen.

    Um AfD zu wählen reicht es vollkommen, wenn man rachsüchtig ist. (und nicht so gerne nachdenkt — erst recht nicht über sich selbst)

    • @Fritz Müller:

      @ Fritz Müller



      Also wer Politiker für " Oben " hält, dem ist eh nicht mehr zu helfen.

    • @Fritz Müller:

      Um Pest zu bekämpfen, reicht es vollkommen, sich mit Cholera zu infizieren.



      Es gibt reichlich andere Regierungsoptionen, aber man muss die Überreich überreich halten, damit ein paar Bröckchen von deren Tafel abfallen.



      Mit den Bröckchen meine ich die noch finanzierbaren Blechkisten, Malleflüge, Billigfutter usw......

  • Die AfD ist eben eine familienfreundliche Partei. :D



    Aus weitaus geringerem Anlass würde sie hemmungslos über die "Altparteien" herziehen und sie korrupt nennen.

  • Hoffen wir dass dies die blauen einige %-Punkte kostet. Ich stimme in sehr vielen Punkten dem Beitrag zu.

    Jedoch stört mich ungemein, dass bei nahezu jedem Artikel über diese blaue Plage einen Bezug oder einen „Sidekick“ zur einer der Unionsparteien beinhaltet. Deren Politik ist sicherlich streitbar, jedoch ist es schon (glücklicherweise) weit her geholt diese, wenn auch unterschwellig, auf eine Stufe zu stellen.

    Unser Land hat ernsthafte Herausforderungen zu bewältigen, da sollten erst einmal alle einigermaßen Vernünftigen zusammenhalten um die extremen in die Schranken zu weisen.

    Hinterher können wir uns dann um die jeweiligen Ansichten kümmern. Aber so lange sich die Parteien zwischen den extremen aufreiben wird das nur die Ränder stärken!

    Es werden schmerzhafte Reformen kommen müssen! Auch und gerade in den staatlichen Organen. Die sehr wohlhabenden die Beamten und der Mittelstand werden auch viele Lasten tragen müssen um die, die wenig haben zu unterstützen.

    Tax the ritch alleine wird es nicht richten. Genauso müssen wir auch an diejenigen ran, die könnten, aber nicht wollen.

    Nur wenn jeder motiviert seine Beitrag leistet wird/kann es gelingen da herauszufinden!

    • @Sole Mio:

      Die Linken und ganz Linken können es nicht sein lassen. In ihrem inneren mentalen Weltbild haben Rot Rot Grün eine so satte mehrheit, das schon 2 Parteien von ihnen eine Mehrheit hätten.

      Dies ist nur Bremen und Berlin der Fall

      • @Tim Hartmann:

        Es ist generell schlimm, wenn die Ideologie unantastbar über ALLEM anderen steht.



        Die Logik, die Realitäten und der Verstand in den Hintergrund treten.

        Es gibt bei vielen nur noch schwarz und weiß.

        Ich habe den Eindruck viele wollen mit dem Kopf durch die Wand. Anstatt nach den Fehlversuchen mal nachzudenken, nimmt man lieber immer mehr Anlauf.

        • @Sole Mio:

          @ Sole Mio



          Sie müssen nicht dem Gefasel von Polikern zu viel Gewicht beimessen, solange unser BIP im grünen Bereich liegt, genießen Sie Ihr Leben.

  • Da wird tatsächlich ein Fass aufgemacht, weil jemand 7.700 Euro im Monat bekommt für einen Job, den außerhalb des AfD -Umfeldes eh keiner haben wollte.



    Bei Cun-Ex geht es um dutzende Milliarden, die dem Volk gestohlen wurden.



    Da würde niemand zur Verantwortung gezogen. Stattdessen würde die einzige Staatsanwältin, die ernsthaft ermittelte, von einem grünen Justizminister aus dem Amt gemobbt.



    Das ist ein Skandal, und nicht die Stellenbesetzung bei der AfD.

    • @Don Geraldo:

      Wer hätte das gedacht, dass ein Kommentar so nach hinten losgeht!!



      Aber es sind halt immer noch "nur" ca. ein Viertel, die an freiheitlich-demokratischen Werten nichts anfangen können - leider ca. ein Viertel zu viel für eine gut funktionierende freie Gesellschaft.



      Aber ihr arbeitet ja selbst dran, die Augen der Blinden zu öffnen. Weiter so!!

    • @Don Geraldo:

      Ja, das ist auch ein Skandal. Doch der hat nichts, gar nichts mit der Selbstbedienungsorgie der AgD zu tun. Dieser fragwürdie Verein ist deutlich gefährlicher als man an der Oberfläche wahrnimmt und man sollte alles ALLES!! unternehmen um das deutlich zu machen.

      • @Perkele:

        Mit hoffentlich Ihrem Einverständnis ersetze ich "fragwürdig" durch "obszön".

        • @Erfahrungssammler:

          Selbstverständlich finde ich diese Beschreibunbg besser, viel besser. Danke!

    • @Don Geraldo:

      Haben Sie damals verpasst, dass das Ganze damals durchaus und zurecht skandalisiert wurde? Respekt, das muss man erstmal schaffen!

      • @Kawabunga:

        Zumal die Erinnerung bei so nem "undwasistmit" hätte aufgefrischt werden sollen für so ein, äh, Resümee.



        "follow the money" wäre bei den AfD-Verstrickungen durchaus ma angesagt, so ne Partei, welche mit öffentlichem Geld operiert, darf auch nur zu 50% aus ebenjenen Einnahmen finanziert werden.

    • @Don Geraldo:

      Watheboutism von feinsten.

      Darum geht es hauptsächlich.

      youtube.com/shorts...i=78kKgAK0j2yEHgTb

      • @Thomas Böttcher:

        Ich denke, dass das Verschwörungsportal auf youtube eine Quelle ist, die man mit Vorsicht genießen sollte.

        • @snowgoose:

          „Volksverpetzer" ? Verschwörungsportal?



          Aha.

          „Volksverpetzer ist ein Blog, der komplett unabhängig und spendenfinanziert gegen Fakes ankämpft und diejenigen, die sie verbreiten."

        • @snowgoose:

          Aber manchmal gönnt man sich auch ein Schmunzeln.

      • @Thomas Böttcher:

        Danke für den Link. Ich habe angesichts der jetzigen Enthüllungen laut lachen müssen. Dieser Mann müsste rot vor Scham im Erdboden versinken.

    • @Don Geraldo:

      @ Don Geraldo



      Wir dürfen ja wohl davon ausgehen, sobald die AfD jetzt bald endgültig verboten wird, alle von unseren Steuergeldern gezahlten Gehälter & Aufwandsentschädigungen an die Parlamentarier und deren Zuarbeitern, umgehend komplett an unseren Bundeshaushalt zurück erstattet werden.

  • Wie die agd (..) endlich für Ordnung sorgt (..).



    ==



    Aktionsplan der agd Sachsen Anhalt der Regierungsprogramm in Sachsen Anhalt werden soll:



    =



    ""9.0. Haushaltsklarheit per Gesetz – Ehrliche und transparente Budgets""--



    =



    Die AfD Sachsen-Anhalt wird ein Haushaltsklarheits- und -wahrheitsgesetz einbringen, das trickreiche Haushaltsführung unterbindet. (...)



    =



    Unser Gesetz schreibt vor, dass alle Einnahmen/Ausgaben vollständig/nachvollziehbar auszuweisen sind. Wir schaffen einen glasklaren, wahrheitsgetreuen Haushalt, der ehrlich finanziert ist und den Bürgern Rechenschaft über jeden Euro ablegt.



    =



    Damit ziehen wir verlässlich Haushaltsdisziplin ein und gewährleisten die Einhaltung der Schuldenbremse ohne Ausnahmen oder kreative Umwege.



    =



    Klartext:



    Die agd Propaganda -- trickreiche Haushaltsführung, kreative Umwege, transparente Budgets und ehrliche Finanzierung sind zumindest als Versuch des Anspruchs auf vorgeschobene Ehrlichkeit zu werten.



    =



    Noch nie etwas mit öffentlicher Haushaltsführung zu tun gehabt? -- darüber hinaus kollidiert eklatant selbst der verlogene Anspruch der agd mit der Wirklichkeit - nämlich den Staat als Selbstbedienungsladen umbauen zu wollen.

  • Schlimm diese Vetternwirtschaft bei der AfD. Schlimm dieser überall wuchernde Filz. In den Gremien diese Sitzeblockierer, z.B. drei Abgeordnete der CDU seit 1994 ununterbrochen im Bundestag. Dann noch diese Bildung von politischen Mikro-Dynastien. Die agnatisch, affinal oder anders verbandelten Seilschaften und Amigos. Die Harmonie zwischen Politik und Lobbyisten. Die familiäre Deutschland AG mit Fäden der Macht in ihren Händen. Die Verflechtungsstrukturen in den Medien.

    „Echte Demokraten“ regeln das lautlos unter sich. Schlimm, dass die AfD da noch auffällig werden kann. Vitamin B, also die Liebschaften in einem Feld komplementärer Interessen, kennt man aus herzigen Arztromanen als keusches Kopulationsbegehren. Wer da mit dem Finger auf lüsterne Oberärzte zeigt, zeigt mit drei von fünf nackten Fingern auf sich selbst und gefährdet die demokratische Romantik zwischen republikanischer Führung und republikanisch Geführten.

    Jenseits von Recht und Scheinheiligkeit: 2026 stehen fünf Wahlen an und nach jeder davon könnte eine Regierungsbildung ohne AfD schwierig werden. Das erklärt auch die Entrüstung über treulose Läuse, die ins Fell der anderen wandern.

  • Da nimmt eine Partei den Begriff "Familienbetrieb" mal ernst und dann ist es auch nicht recht.

  • Solange die einschlägigen Medien Springer, FAZ, Nius, RTL, RP etc. nicht mindestens den gleichen Shitstorm entfachen wie sie es bei dem Trauzeugen (das war nur EINER und der war fähig) bei dem GRÜNEN Habeck gemacht haben, solange wird sich die Wählerschaft der Faschos kaum über solche Skandale aufregen. Auch ein paar deutliche Worte aus der csdU und der sPD -permanent vorgetragen- wären nützlich.

  • Nicht nur das Gerede seitens der AfD über Korruption bei anderen Parteien, auch deren Äußerungen über Faulheit/Fleiß der arbeitenden oder arbeitslosen Leute dürfte sich doch völlig blamieren angesichts dieser Selbstbereicherung.



    Es sei denn natürlich, dass die AfD-Wählerschaft dies für irgendeinen aus ihrer Sicht "guten Zweck" dennoch bewusst hinnimmt.

  • Hoffentlich finden die verwirrten AfD Wähler jetzt wieder auf den Boden der Rechtsstaatlichkeit zurück.

    • @Alex_der_Wunderer:

      Eher geht ein hänfernes Ankertau durch ein Nadelöhr.

  • Wahrscheinlich ist auch das den alternativen Wähler*innen egal. Hauptsache sie können es den Demokraten da oben mal so richtig zeigen.

    • @vieldenker:

      Ich denke, dass sie der AFD bzw. ihren Mitgliedern sehr vieles durchgehen lassen werden und würden:



      "Die da oben machen einen noch viel größeren Schaden.... Mrd. in Masken, Migranten, Rundfunk... bla... besser paar gute deutsche und die werden Illegal bezahlt als Linke und Ausländer..."

      Ich denke, dass wegen solchen Geschacher kaum einer sagen, dass er die AFD nicht mehr wählen wird.

      • @Wayko:

        @Wayko



        Doch, die leichtgläubigen, uninformierten, naiven Wähler der AfD fangen endlich an, sich die Äuglein zu reiben. Eines haben die AfD Wähler nämlich gemein, Neid & Misgunst.

        • @Alex_der_Wunderer:

          Neid und Missgunst treffen vorwiegend "Ausländer", die Sozialleistungen kassieren, weswegen wir Deutschen angeblich weniger haben, als uns zusteht - um einen Partei-Job, für den man selbst zu dumm und/oder zu faul ist, wird keiner beneidet. Noch dazu bei einer Partei, die in den Augen ihrer Wählerschaft keine Versorgungsjobs vergibt. Korruption und Vetternwirtschaft gibt es ja bekanntlich nur bei den anderen ...

          • @Volker Scheunert:

            @Volker Scheunert



            Wollen Sie damit andeuten, dass die AfD Bürgergeldempfänger auf eine Erhöhung Ihrer Sozialleistungen spekulieren, wenn es in Deutschland weniger Ausländer im Bürgergeldbezug gibt. Oh je , da wird es wohl eine Menge Enttäuschungen bei den AfD Wählern geben.

  • Auch anderweitig sind sie gegen vieles, was den kleinen Leuten direkt oder indirekt zugutekommt. Gegen (Ausweitung) Mindestlohn, Bürgergeld, Tarifbindung, gegen Mehrbelastung der Reichen.

  • Die AfD ist eine ganz normale rechtsextreme Partei: Jeder ist sich selbst am nächsten und man greifft zu, solange die Partei noch nicht verboten ist - es wird ein Selbstbedienungsladen.



    Mich wundert es überhaupt nicht, denn die AfD ist in vielen Parteien extrem schwach, manchmal wissen die Parlamentarier nicht mal, wo sie ihr Auto parken sollen und verlassen fluchtartig einen Ausschuss.



    Dass solche Leute in ihrer gebalten Anfängermentalität nicht schlaue Leute einstellen, sondern die Familienmitglieder ihrer Kollegen und vice versa, zeigt ein Mal mehr, wie dämmlich das Führungspersonal dieser Partei ist.



    Ein anderer Teil der Mitarbeiter ist manchmal rechtsextrem so vorbelastet, das gleich sieben davon keinen Zutritt zum Bundestag hatten, beschäftigt wurden sie trotzdem.



    Das Verrückteste an dieser Vetternwirtschaft ist aber /wird aber sein: Es stört den Wähler der AfD gar nicht.



    In Hamburg hätten die Wähler jeden Grund, ihrer Partei abtrünig zu werden, schwache Anfrage, rechtsextremes Gehube ohne Substand, und die Abgeordneten schaffen es kaum in die richtigen Räume, aber siehe da, die Partei bleibt.



    Weil es deren Mitgliedern und Anhängern einfach egal ist, wie das da abläuft.

    • @Andreas_2020:

      @ Andreas_2020



      Sorry, an einer rechtsextremistischen Partei ist nichts, aber auch gar nichts normal.

  • Was sind den das für Jobs bei denen man so viel Geld verdient?

    • @Jesus:

      Das sind Referentenstellen, teilweise sind die als wissenschaftliche Mitarbeit deklariert, teilweise je nach Landtag oder Parlament müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein, meistens nicht. Es steht Parlamentariern zu, sich Mitarbeiter zu suchen, die geeignet sind, den / die eben zuzuarbeiten. Dann gibt es Mitarbeiter der Landtags- bzw. Parlamentsfraktionen. Das kann in einigen Bundesländern, wo die AfD auf viele Abgeordnete kommt, schon dazu führen, dass viele Stellen da sind. Ob das viel Geld ist, ansichtssache, ein Absolvent der Wirtschaftsinformatik, der zu den fünf Prozent Oben gehört, findet es wahrscheinlich wenig.