piwik no script img

Förderung der Richard-Wagner-FestspieleKulturstaatsminister will Bayreuth den Stecker ziehen

Weil Richard Wagner ein Antisemit war, für den auch Stalin schwärmte, will der Kulturstaatsminister die Förderung kündigen. Die Vorwürfe wiegen schwer.

Schau genau: Wolfram Weimer beobachtet unauffällig, wie sich ostdeutsche B-Prominenz im Festspielhaus Bayreuth unbeobachtet glaubt Foto: Hendrik Schmidt/dpa

Aus Seebühl

Benno Schirrmeister

Aufkündigen will Kulturstaatsminister Wolfram Weimer die weitere Förderung der international renommierten Richard-Wagner-Festspiele in Bayreuth. „Wir haben Informationen erhalten, die Zweifel aufkommen lassen, ob Richard Wagners Schaffen und Denken mit der freiheitlich-demokratischen Grundordnung kompatibel ist“, kündigte Weimer in einem Gespräch mit dem Reaktionsnetzwerk Deutschland eine „interne Prüfung des Vorgangs“ an.

Hinweisen zufolge sei „Wagner kein Demokrat gewesen“, begründete er seinen Vorstoß. Man wisse heute, dass der Komponist „ein anarchistischer linker Feind des Staates und des Kapitals gewesen ist, der per Steckbrief gesucht wurde“. Mit seinen Zeit- und Gesinnungsgenossen Karl Marx und Michail Bakunin verbinde Wagner auch ein geradezu kämpferischer Antisemitismus.

So empfehle Wagner den Juden, ihren eigenen Untergang durch Selbstvernichtung voranzutreiben. Zudem habe der Komponist „wenn auch im Scherz“ gewünscht, „alle Juden in einer Aufführung des ‚Nathan‘ zu verbrennen“.

Hiermit habe sich Wagner zwar „offenkundig von der Cancel-Kultur und dem penetranten Gutmenschentum eines Gotthold Ephraim Lessings distanzieren wollen“, relativierte Weimer. In Lessings Drama „Nathan der Weise“ wird die – durch die christliche Leitkultur gebotene – Verbrennung eines Juden durch freiheitsfeindliche Übergriffe von Proto-Ökosozialisten verhindert.

Bolschewistische Begeisterung

Dennoch erscheine ihm vor diesem Hintergrund die Entscheidung seiner Amtsvorgängerin Claudia Roth (Die Grünen), das Engagement des Bundes für Bayreuth zu stärken, „als eher unglücklich“.

Roth hatte für die Sanierung des Festspielhauses eine Rekordsumme von 84,7 Millionen Euro in den Bundeshaushalt einstellen lassen. Das könne er nicht ungeschehen machen, bedauerte Weimer. „Aber künftig fließen keine staatlichen Gelder mehr in derartige Extremismusprojekte.“

Man dürfe Wagner natürlich nicht die allbekannte Vereinnahmung durch die Hitlerei vorwerfen. Wichtig für die Neubewertung seien dagegen Forschungsergebnisse, die eine begeisterte Wagner-Rezeption in der Frühphase der Sowjetunion belegen. „Seine Opern waren, salopp ausgedrückt, ein Stück weit Soundtrack des roten Terrors.“ Das komme nicht von ungefähr, so der Kulturstaatsminister.

Gipfel der bolschewistischen Wagner-Begeisterung sei dann die berühmte Inszenierung der „Walküre“ durch Sergei Eisenstein am Bolschoi-Theater 1940 gewesen, „ein Auftrag, der direkt von Stalin persönlich kam“.

Hinweis: Dieser Beitrag ist ein Aprilscherz. Er enthält zahlreiche falsche Tatsachenbehauptungen. So zeigt das Bild nicht das Bayreuther Festspiel-, sondern das Leipziger Gewandhaus, ein Reaktionsnetzwerk Deutschland kann es nicht geben, und auch die Förderung der Bayreuther Richard-Wagner-Festspiele ist nicht zur Disposition gestellt worden. Die Wolfram Weimer untergeschobenen Äußerungen sind erfunden. Nie hat er Richard Wagner kritisiert oder auch nur den Dichter Gotthold Ephraim Lessing öffentlich der Cancel-Kultur bezichtigt, obwohl der gegendert hat. Die übrigen referierten Tatsachen sind historisch beglaubigt. Auch ist es, anders als in manchen Zuschriften vermutet, kein makabrer Scherz, dass Wolfram Weimer weiterhin das Amt eines Staatsministers für Kultur und Medien bekleidet. [bes]

Gemeinsam für freie Presse

Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen

Mehr zum Thema

60 Kommentare

 / 
  • Endlich mal ein richtiger Vorschlag!



    Nur dass er noch Herrn Weimer zu Kopf gelangen muss.



    Es sollte immer Erster April bleiben.

  • April April-die TAZ macht was sie will!



    Genialer Einfall!

  • Geil!!



    Der April-Scherz versüsst mir den Tag.

  • Juhu, lass uns alle Altvorderen überprüfen, bevor wir an die Zeitgenossen denken.



    Da fällt mir zB M.Luther ein, der auch kein Demokrat, dafür Antisemit war. Der lutherischen Kirche werden sofort alle Mittel entzogen. Bei den Katholen lassen sich auch einige Knallköpfe finden...

  • die berühmte Inszenierung der „Walküre“ durch Sergei Eisenstein am Bolschoi-Theater 1940 gewesen,

    Na klar, aber die Inszenierung von Francis Ford Coppola war besser.

    • @Donni:

      Ach was! Vagel Bülow



      Nix gegen Francis - wa! 🙀



      Aber Sie waren dabei?

  • Schön alles im Konjunktiv formuliert, dann noch eine Spitzmarke mit Seebühl. "Wagner sei", "linker anarchistischer Feind", "Proto-Ökosozialisten" - ein großes Wort hat unser Benno Schirrmeister aus Seebühl vergessen: Den "Grubenhund".

    Der Grubenhund war ein legendäres Untier, das Arthur Schütz 1931 in Wien beschrieben hatte und von Walter Hömberg, einem ehemaligen Professor für Journalistik in aufwendigen Ausgrabungen textarchäologisch geborgen wurde. Der Müll, der dabei entstand, verleitete Hömberg dazu sogar "zur Rechtsnatur der Strandburg" zu forschen und damit gleich eine neue Wissenschaft, den Marginalismus, zu erfinden.



    Natürlich ist der Grubenhund eine klassische Lügengeschichte. Weimer behauptete etwa in einem anderen Grubenhund, Wagner habe in ihm einen Förderer. Und über Bayreuth meinter er: "Ich mag die Provokation."



    So isser halt, uns Wolfram.

  • Ganz eindeutig: DIES ist der traditionelle taz-Beitrag zum 1. April, nicht der zu den Diätenspenden der Linksfraktion im Bundestag (wie einige Foristen mutmaßten).



    Zwei Aprilscherze in einer Ausgabe kann sich die taz-Redaktion auch nicht leisten, dann wirkt es nämlich so langsam uninspiriert und langweilig.

  • Tolle Idee! Es lebe die Tradition der Aprilscherze - und wenn sie dann noch zum Nachdenken beitragen.... taz team - ihr seid großartig!

    • @Michael Jan Haase:

      "Es lebe die Tradition der Aprilscherze"



      ...wenn sie nicht tatsächlich ernsthaft und schädlich "in die Hose gehen":



      Bei stern.de



      "Farbfernsehen durch Nylons



      Eine bestechende Erfindung präsentierte das schwedische Fernsehen seinen Zuschauerinnen und Zuschauern am 1. April 1962. Der Sender SVT – damals der einzige in Schweden – sendete noch in Schwarzweiß, brachte sein Publikum aber auf eine kostengünstige, geniale Idee, um das Programm in Farbe zu sehen: Man möge einfach eine Nylonstrumpfhose über den Bildschirm ziehen. Die Erklärungen zum Wirkprinzip waren überaus kompliziert und hatten etwas mit Lichtbrechung, Prismen und der netzartigen Gitterstruktur des Nylons zu tun. Viele Schweden glaubten das und suchten eilig nach einer Strumpfhose. Bis zum offiziellen Start des „echten“ Farbfernsehens in Schweden dauerte es dann noch acht Jahre."🤷🏻🌈

  • Ein bisschen ein lahmer Scherz. Die Bayreuther Spielchen würde der Verfassungsschutz nie beobachten, da die Karten zu rar und teuer sind und WW (61, parteilos, da CDU zu links ist) würde sich selbst nie trauen, seinen Freund*innen auf die Schlipse respektive Schleppen zu treten.

  • April, April. Noch zählt es.

  • Im Kalender steht Joseph Haydns Geburtstag - fast hätte ich's vergessen.

  • Ob nun Aprilscherz, oder Wagner hin oder her, bei Herrn Weimer knistert's unterm Pony.

    • @Gerhard Krause:

      @ Gerhard Krause



      Mensch stimmt ja - is ja 1. April - & ich kleiner Wunderer dachte schon, jetzt hackt der olle Weimeraner vollends durch



      😂 😅 🤣

  • Nicht vergessen: Wagner war ein großer Revoluzzer und ein vom Staat verfolgter Aufmüpfiger.



    Und Revoluzzer mögen die Herrschenden gar nicht. Nicht mal heute und nicht mal am 1.April.

  • April, April. Heut zu Tage nicht mehr so einfach.

  • Jetzt geht der Kulturkampf aber wirklich zu weit!

  • Kann man so sehen, auch an den anderen 364 Tagen.



    Vom Reaktions-Netzwerk wird hoffentlich noch mehr Erläuterung kommen. Wir brauchen wieder mehr Reaktionäre in der Öffentlichkeit.

  • Sehr gut!

  • Was aber bei allem Aprilgescherze stimmt, sind die 84 Mio., die Fr. Roth in 2024 für die Wagnerianer hat springen lassen.



    kulturstaatsminist...ses-ist-gesichert#



    Ein hübsches Sümmchen, dachte ich damals, angesichts der Tatsache, dass die ständigen ZuschauerInnen im Festspielhaus Bayreuth (nicht zu verwechseln mit den Königl. Opernhaus am Ort, das auf der Unesco-Welterbeliste steht und für dessen Erhalt die Bundsreplik Ditschl verantwortlich zeichnet) meistens selbst genug Geld haben, um für diese Peanuts zum Erhalt ihres Kulturgenusses selbst einzustehen.



    Und was verrät mir die Google-KI noch dazu? "Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Bündnis 90/Die Grünen) ist regelmäßig Gast bei den Bayreuther Festspielen und schreitet dabei über den roten Teppich. Ihre Auftritte ziehen aufgrund ihrer teils auffälligen Kleidungswahl oft mediale Aufmerksamkeit auf sich, während sie sich gleichzeitig in ihrer Funktion für die Kulturpolitik einsetzt." Mmh, so ist auch damals schon das Angenehme mit dem Nützlichen Hand in Hand gegangen.

  • Ich liebe Euch und werde nun doch noch ein Weimerfan

  • Aprilscherz?

    • @OAP:

      Na aber sowas von

  • Gratulation auch zur Bildunterschrift! "Gestrickt" nach dem guten alten Ossi-Bildwitz "Zonengabi: meine erste Banane". Auf dem Foto sehen wir "ostdeutsche B-Promis" (also "Gabis"), die sich im Festivalhaus Bayreuth (Banane) wähnen, in Wahrheit aber im Gewandhaus Leipzig (Salatgurke) stehen. Nicht übel, hab mir zwei, drei gelacht.

  • Das klingt ja vollkommen idiotisch. Ein Aprilscherz vom Minister?

  • Ich hätte auch noch einen:

    Frau beisst Wolf(ram)

  • Höhöhö! Gelungen, 31.3.... Plus1 halt, hat er aber letztlich nicht verdient, die Aufmerksamkeit.

  • Der Artikel ist sicher nicht zufällig am ersten April erschienen.

    • @Flix:

      Hier fehlt doch was? Loos your Button öh Beitrag?

      Mach’s nochmal Sam

      …anschließe mich

      Als unterm Flügel (1884;) an dem mal einst auch Furtwämgler klimperte & “eine Stimme die um die Welt ging“ neben den Romantikern auch Wahners Liedgut - das Geschirr in der Anrichte zum Scheppern kam - Ost wie dann West las Ich Schnackeldidackel …& wann kommt Onkel Adolf “der Chef” wie der Reichsklumpfuß - guter Redner lausiger Schreiber (Hans Mayer) nicht müde wurde zu repetieren in seinem Ejakulat Vom Kaiserhof zur Reichskanzlei & dank Winifred Wagner num endlich der Hase Lodengriin in unserem weimersch völkischen Sinne zur Aufführung gelangen werde.Bla Bla Bls

      (btw Der Heldentenor wußte ihn unterm Knaa in der Wiener Staatsoper als Gast gekonnt zu Gehör zu bringen!:)



      April April - es war der Pasewalk 😂

      • @Lowandorder:

        ps Der Knaa? dess pascht scho



        de.wikipedia.org/w...ans_Knappertsbusch



        & kein Aprilscherz



        “Bedingt durch seine berufliche Betätigung während des Dritten Reiches, verhängten die Amerikaner im Herbst 1945 ein Berufsverbot über ihn, welches jedoch im Dezember 1946[8] – von diesen als Irrtum erkannt – mit entsprechenden Entschuldigungen wieder zurückgenommen wurde.“ 🙀🧐

    • @Flix:

      Und der dazu mein Beitrag sicherlich nicht zufällig nicht eingerückt.



      Passiert mir aber nicht nur am 1. April. Woll



      Generalverdacht •

    • @Flix:

      Spielverderber!

    • @Flix:

      Oh, stimmt. Die Begründung ist viel zu detailverliebt für Weimer. Das passt nicht zu ihm.🙄😏

  • April April! 😂

  • Ich tippe auf 1.April...

  • Der war gut. Bin erst nach einem Absatz stutzig geworden...

  • Haha, das war so nah an der Realität unseres Zensurministers, dass ich fast reingefallen wäre ... Chapeau! ;-)

    • @Christian Lohse:

      Mir ist schon klar, Aprilscherz, aber was genau wäre an Nicht-Finanzierung Zensur? Die Aufführung wird ja nicht verboten. Und zu fordern ist sie auch, denn Wagner war Antisemit, und die gleichnamigen Festspiele sind elitäre Events, die keinerlei staatlicher Finanzierung bedürfen. Da wäre es nicht schlimm, wenn sich die Tickets nur Milliardäre leisten können. Und wenn denen das dann zu teuer ist, könnten sie ersatzlos entfallen.

      Die Pointe des Scherzes soll ja gerade die Entlarvung der Inkonsequenz sein, dass Weimer nur linken Antisemitismus kennt.

      • @lifopiw:

        „… was genau wäre an Nicht-Finanzierung Zensur?“



        Kultur, die sich nicht an Moden und Massengeschmack anbiedert, ist unter kapitalistischen Bedingungen nicht ohne (meist staatliche) Finanzierung möglich; das betrifft nicht nur den hochsubventionierten Bereich der sog. Klassischen Musik, betrifft ihn aber in besonderem Maße. Und da wird „nicht länger fördern“ ganz zwingend zu „unmöglich machen“. Wenn das dann aus Gründen politischer Unliebsamkeit geschieht, ist es von Zensur de facto nicht zu unterscheiden.



        Aber natürlich ist derlei Ungemach für Wagner und Bayreuth an 364 Tagen im Jahr nicht zu befürchten …

  • Welches Datum ist heute nochmal?,-)

  • Der war gut. Bin erst nach einem Absatz stutzig geworden...

  • April, April !

  • Bitte weiter verfolgen im April! Wie hoch sind die Subventionen. Die Gäste sollten mehr Eintritt bezahlen. Mehr Soli, bisschen erhöhte Zuzahlung tut niemandem weh, kennt man doch. Vielleicht Rabatt für diejenigen, die mit Deimutschlandticket oder Fahrrad anreisen.

    • @Momo33:

      Bin ganz bei Ihnen, eine drastische Erhöhung der Eintrittspreise wäre äußerst hilfreich. Dann muss man hoffentlich nicht mehr jahrelang im Losverfahren auf Karten warten. Seit die Eintrittskarten personalisiert werden, ist es auf dem Schwarzmarkt echt schwierig geworden. Ich hätte meine Festspielkarten gerne noch bevor das Deutschlandticket wieder abgeschafft wird und ich statt meines Fahrrads einen Rollator den Grünen Hügel raufschieben muss.

  • Bitte lasst das den Scherz zum 1. April sein!

  • ;)

  • Da sage noch mal einer, unser Bundesaprilamt für Verfassungsschutz sei zu nichts tauglich! Ein weiterer glorreicher Erfolg des Haber-Verfahrens!

  • Einen schönen Gruß zum heuigen Feiertag!

  • Kulturstaatsminister will Bayreuth den Stecker ziehen!



    ----



    Ja, und Datums bedingt den Morgen dicker als vorher wieder reinstecken!



    Hoffen wir mal, das Bayreuth die Dunkelflaute mit den Göttern auf Fahrraddynamos überbrücken kann! :-)



    Ps. Zuzutrauen wäre Ihm solch ein Fake ja, aber wenn, dann bei den Karl May Festspielen in ... passendes einsetzen ..., wg. sieg der "roten Nationen"!

  • Ja, es stimmt wohl, dass Richard Wagner überzeugter Antisemit war. Er veröffentlichte 1850 - zunächst unter Pseudonym, später in erweiterter Fassung unter eigenem Namen - einen Aufsatz mit dem Titel "Das Judenthum in der Musik" in der "Neuen Zeitschrift für Musik", der voller antisemitischer Behauptungen war.



    Nun, wer wie Wagner über die Musik von Giacomo Meyerbeer, Jaques Offenbach und Felix Mendelssohn-Bartholdy urteilt, hat vermutlich nicht alle Tassen im Schrank.



    Sergei Michailowitsch Eisenstein war übrigens jüdischer Herkunft.

  • Ach so ist das??? Faschistische Bewunderer Wagners sind OK, kommunistische jedoch nicht?



    Vielleicht bemerkt dieser Kulturbanau.. / Staatsminister endlich, dass er für KULTUR zu stehen hat, nicht für Zensur. Kultur ist und soll neutral sein. Oder plant dieser Ignorant möglicherweise von nun an auch Schostakowitsch zu boykottieren?

    • @Perkele:

      Uuuups! Da bin ich voll drauf reingefallen. Zu Hause habe ich aufgepasst, doch die TAZ hat's geschafft.....

    • @Perkele:

      Das war ein Witz. Aprilapril.

  • Ich fürchte, Händel und Brahms waren auch keine Demokraten, sondern eher Royalisten. Aber auch sie werden noch gespielt.



    Nur bei Mozart bin ich mir ziemlich sicher, dass er Demokrat war, denn die Oper Don Giovanni geht auf ein vorrevoluzionäres Stück aus Frankreich zurück, das schon Molière begeistert verwurstet hatte und das auf Volksbühnen Furore machte und zur Deligitimation des Ancient Regime beitrug..



    www.matthias-mader.../righini_stoff.pdf



    Also dürfen wir nur noch Mozart hören?

    • @hedele:

      Oh je, lassen Sie bitte den Mozart raus, der mag zwar ein Demokrat gewesen sein, aber er war auch ein böser Sexist!

      Also erfreuen wir uns an den Werken dieser Herren und kehren deren Untaten unter den Tisch. Eine Bestrafung selbiger ist nicht mehr möglich und beim Nichtspielen deren Werke bestrafen wir nur noch uns selbst.



      Haben beim "King of Pop" inzwischen die Musikredaktionen auch eingesehen und spielen ihn wieder.



      Bestrafung bzw ignorieren lebender Täter ok, bei Toten hingegen Dummheit pur!

    • @hedele:

      》Also dürfen wir nur noch Mozart hören?《



      .



      Ja. Allerdings beschränkt auf den 1. April - an allen anderen Tagen des Jahres können Sie dann wieder hören, was Sie wollen!

      • @ke1ner:

        lässt sich das durchsetzen? mit der April-Polizei!?

  • Es wäre so schön, wenn es denn so wäre.