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04.03.2026 , 13:17 Uhr
"Wenn Trump gegen unserem Partner und Verbünden Spanien eine Blockade verhängen will, weil sich das Land an Völkerrecht hält, darf Merz nicht schweigen. Da muss er widersprechen."
Meine Güte, seit Jahren brabbelt Trump tagtäglich irgendwelches Zeug. Will Zölle, Embargos, etc. gegen alles und jeden verhängen. Will raus aus aus der NATO, droht Kanada mit Annektion, will Grönland bestzen, Kriege in 24h beenden etc. Der Großteil davon passiert nicht oder wird von Gerichten kassiert. Schlimm genug, dass die daueraufgeregte Öffentlichkeit liebend gern über jedes Ministöckchen springt, dass der Orangen da aus der Hosentasche holt. Dass Merz wegen sowas in der aktuellen geopolitischen Lage, Trump im Weißen Haus vor laufenden Kameras nicht zurechtweist, ist diplomatisch gesehen wesentlich schlauer, als für ein paar Klatscher die Konfrontation zu suchen.
zum Beitrag03.03.2026 , 17:34 Uhr
"Mischt der Kreml bei den Landtagswahlen mit?"
Also angesichts von tausenden Cyberangriffen, die seit nunmehr etlichen Jahren täglich von Russland aus gen Westen gehen, kann das ja nur ne rhetorische Frage sein. Und dafür muss man auch keinerlei Spezialwissen haben, so offen wie sich die AfD hinter die Ziele Moskaus stellt und so oft da irgendwelche Parteimitglieder hinfahren. Wer da die Lage noch nicht gecheckt hat, wirds wahrscheinlich nie tun. Mich würde allerdings auch mal interessieren, wie groß der Einfluss Moskaus auf frühere Koalitionsmitglieder war. Wenn ich mir anhöre, was Stegner, Mützenich, Platzek und Co. heute noch so alles erzählen, obwohl sie selbst nach dem Überfall auf die Krim keinerlei Warnungen hören wollten und weiterhin die Abhängigkeit von russischer Energie vorangetrieben haben, hab ich doch Zweifel. Was ist eigentlich aus den Untersuchungen der Klima- und Umweltstiftung (!) von Frau Schwesig geworden?
zum Beitrag03.03.2026 , 14:15 Uhr
Für mich hat das weniger etwas mit Christ oder nicht Christ sein zu tun, sondern eher mit Stammtischsprache oder nicht Stammtischsprache. Wenn van Aken der Bierzelt-Maggus von Berlin sein will, bitteschön. Aber dann steht er eben im gleichen Regal. Nur halt weiter links.
zum Beitrag03.03.2026 , 13:52 Uhr
Nicht, dass ich den Mullahs auch nur eine Träne hinterherweinen würde und im Kern kann man da vieles irgendwo nachvollziehen. Aber dieses Interview reiht sich bestens in die Reihe von Aussagen ein, die wie ein Deckel auf van Akens eigenen Selbstvbeschreibungstopf passen:
"Ja, ich bin Populist – aber ein guter"
Immer ein paar dickhosige Worte parat, aber auch immer ziemlich plump um die Gunst der eigenen Anhänger bemüht.
zum Beitrag03.03.2026 , 13:37 Uhr
"Braucht es ein Social-Media-Verbot für Kinder? Die taz hat mit denen gesprochen, die es betrifft: Jungs und Mädchen zwischen 11 und 19. "
Merkwürdig. Ein Social Media Verbot wird aktuell für Kinder unter 14 Jahren diskutiert. Also weder für die 15 oder 16 jährige, schon gar nicht für 19jährige Erwachsene. Und es liegt in der Sache des Jugendschutzes, dass 11 oder 13jährige noch nicht selbst die Einflüsse und Auswirkungen bestimmter Gefahren vollumfänglich einschätzen können. Bei dieser Diskussion muss ich mich hier wirklich wundern. Bei allerlei Themen wird in der taz zuvorderst mit wissenschaftlichen Erkenntnissen argumentiert. Dfaür werden in anderen Bereichen (Klima, Gesundheit, Drogen, etc...) ganz selbstverständlich Verbote eingefordert. Selbst für Vollmündige. Dass aber seit Jahren Wissenschaftler und Soziologen eindringlich vor den schädlichen Einflüssen bestimmter Netzwerke bei Heranwachsenden warnen, scheint hier eher ein beliebiges Argument unter vielen zu sein. Und dass diese Netzwerke in erster Linie von von Leuten betrieben werden, die man sonst in der Nähe von Demokratiefeinden sieht, ebenfalls.
zum Beitrag02.03.2026 , 17:44 Uhr
Nee, das ist keine Theorie, das ist Praxis. Auch wenn immer noch viele lieber meckern, als den Schritt zu wagen, über das Gehalt zu verhandeln. Es mag Fälle geben, wo das so ist und man bzw. frau sollte sich dem Wert ihrer Arbeit natürlich schon bewußt sein. Aber gerade in Zeiten, wo Fachkräfte händeringend gesucht werden, macht es null Sinn, sich zähneknirschend mit einem Niedriggehalt abzufinden und nicht übers Geld zu reden. Und da gehts auch überhaupt nicht um Karriere oder Gier, sondern um ganz normale Arbeitnehmerrechte. Menschen, die zu Dumpunglöhnen arbeiten, weil sie sich nicht trauen, sind der Traum aller Kapitalisten.
zum Beitrag02.03.2026 , 17:31 Uhr
"Diese missionierenden Banden mit ihrem irrationalen Drang, einem IHREN Glauben aufzudrängen sind in der Endkonsequenz immer feindselig."
Prinzipiell richtig. Mißtraue grundsätzlich und immer denen, die vorgeben, die reine Wahrheit zu verkünden. Ich würde das aber sicher nicht nur für religiöse, sondern für ideologische Scheuklappenträger jeglicher Coleur empfehlen.
zum Beitrag28.02.2026 , 16:13 Uhr
Da bin ich grundsätzlich absolut dabei. Ich bin in keinster weise Impfskeptiker oder gar -gegner, lehne aber zumindest ein allgemeine Impfpflicht ab. Manchmal wunderts mich doch arg, wie gerade diejenigen, die besonders laut Angst vor einer rechten Machtübernahme äußern, im gleichen Atemzug so autoritäre Gesetze fordern.
Ich würds aber, und gerade bei Impfungen gegen schwere Kinderkrankheiten, trotzdem einschränken. Man kann sich gegen die Impfung entscheiden, muss aber dann damit leben, dass es ungeimpft Bereiche wie hier z.Bsp. Kitas gibt, die einem dann verwehrt bleiben. Da genau treffen sich die individuellen Freiheitsrechte. Impfgegner haben das Recht sich gegen die Impfung zu entscheiden. Die Anderen haben aber auch ein Recht auf Schutz vor Ansteckung. Und was gefälschte Impfnachweise angeht, da wäre ich kein bisserl liberal.
zum Beitrag27.02.2026 , 21:31 Uhr
Diskrminierend wäre es, wenn sie Menschen irgendwelche Rechte absprechen oder sie prinzipiell herabwürdigen würde. Dass sie selbst eine progressive Sicht und Politik in diesem Bereich ablehnt und sich öffentlich in ihrer eigenen Verstaubtheit suhlt, ist aus meiner Sicht nicht zwangsläufig diskriminierend.
zum Beitrag27.02.2026 , 21:22 Uhr
Merkwürdige Sicht. Einen gerechten Lohn für eine Arbeitsleistung einzufordern, hat doch nichts mit Gier zu tun. Und das ist auch nicht kapitalistisch. Sondern geht im gleichen Schritt mit den in bester sozialistischer Tradition von Gewerkschaften erkämpften Löhnen. Wer nicht von einer Gewerkschaft vertreten wird, muss eben selbst verhandeln.
zum Beitrag27.02.2026 , 14:06 Uhr
Das liegt in erster Linie am Mangel an Monteurskräften (und -betrieben) und an der Art der Förderung. In Deutschland gibts die Förderung prozentual auf den Kaufpreis der Anlage inklusive Installation, in Frankreich oder UK dagegen per Festpreis. Bedeutet, je teurer die Gesamtkosten, desto höher die Förderung. Dadurch fehlt in Deutschland der notwendige Wettberwerb, der einen Preisdruck und damit auch realistische Kosten erzeugt. Wir sind im Übrigen das einzige Land in Europa, dass das so handhabt und haben gleichzeitig deutlich die höchsten Kosten für den Einbau einer Wärmepumpe. Allein das zeigt schon, wie fehlerhaft dieses Gesetz ausgearbeit ist.
zum Beitrag26.02.2026 , 15:02 Uhr
Na und? Meine Meinung ist das auch nicht. Aber es ist weder diskriminierend noch strafrechtlich relevant. Und in einer freien Geselleschaft, dürfen Menschen auch antiquierte, konträre, sogar dumme Meinungen äußern. Man kann gern widersprechen, aber niemand hat das Recht Andersdenkenden den Mund zu verbieten. Das gehört halt zum Pluralismus dazu.
zum Beitrag25.02.2026 , 09:54 Uhr
"Es würde der Partei "Die Linke" ihr viel mehr schaden, wenn sie die propalästinensischen Strömungen zur Seite wischte!"
Niemand sagt, dass sie das pauschal tun sollen. Es ist sogar richtig und notwendig, auf das Leid der Palestinänser aufmerksam zu machen. Nur eben ohne Juden und Israelhass. "Echter Antisemitismus ist nicht zu decken, aber der ist auch strafbar! Aber anderes, was bestimmte Kreise so labeln, ist es nicht und es ist nicht richtig, vor deren Deutungshoheit zu buckeln."
Wer leugnet, dass es in diesen Bewegungen und auch innerhalb der Partei immer wieder zu echtem Antisemitismus kommt -ich hab hier ganz klar geschrieben, was für mich darunter fällt- und glaubt, dass es irgendeiner kruden Deutungshoheit unterliegt wie man die Massaker sdes 7. Oktober wertet, der outet sich selbst als Teil des Problems.
Hier mal zum Beispiel.
www.rbb-online.de/...ismus-problem.html
Das ist blanker Antisemitismus. Und das hat an keiner Stelle irgendwas mit der ebenso einäugigen Begriffsdefinition irgendwelcher Pro Israel Hardliner zu tun.
zum Beitrag25.02.2026 , 09:32 Uhr
"Besorgt zeigte sich auch ein Sportredakteur der Bild-Zeitung. Sein erster Gedanke, nachdem er von den gewaltsamen Aktionen in Mexiko gehört habe, sei die Frage gewesen: „Was wird eigentlich aus der Weltmeisterschaft.“
Ja verrückt. Und ich hätte erwartet, dass die Bild in ihrem Sportbereich allumfassend dem Problem Innere Sicherheit Mexikos auf den Grund geht.
zum Beitrag24.02.2026 , 17:41 Uhr
"Warum?"
Es geht hier halt um Antisemitismus und nicht um andere Positionen. Dass das ein Ausschlusskriterium für Wähler ist, ist mMn absolut verständlich. Und dass der Diskurs so verengt ist, hat eben auch ganz viel mit dem "aktivistischen, palestinasolidarischen" Klientel zu tun. Ich werds nie nachvollziehen können, warum sich Menschen in diesem Konflikt radikal einseitig positionieren. Egal auf welcher Seite. Und solange rote Dreiecke, Hamas Parolen und pauschale Israelkritik immer wieder auftauchen und nicht klar und deutlich geächtet werden, muss sich die Linke halt entscheiden zwischen diesen Leuten und Leuten, die sie ansonsten wegen anderer politischen Themen wählen würden.
zum Beitrag24.02.2026 , 14:47 Uhr
Ich würd mir nicht anmaßen, den Fall des Todes von Lorenz A. hier zu bewerten, da ist für mich viel zu viel unklar. Fakt ist nur, dass es Ziel sein muss, solche Situationen zu lösen, ohne dass ein Mensch stirbt. Bodycams müssen für mich verpflichtend her. Und dass es Rassismus innerhalb der Polizei gibt, steht auch nicht im Zweifel. Aber ob der Polizist im konkretene Fall jetzt aus Rassismus, aus Inkompetenz oder Notwehr heraus geschossen hat ist, für alle hier nur aus dem Bauchgefühl heraus einschätzbar. Ich zumindest würde generell wirklich lieber mit Fakten informiert werden.
zum Beitrag23.02.2026 , 15:35 Uhr
Ein Haftbefehl wird immer von einem Richter ausgestellt. Und zu den ermiitlungen. Es gab also ne Anweisung aus der SPD an die Behörden, die Ermittlungen zu verschleppen und z.Bsp. keinen Haftbefehl auszustellen, weil das Opfer Kurde ist?
Sorry, aber das ist Alles nichts weiter als faktenfreies Verschwörungsgeraune.
zum Beitrag23.02.2026 , 13:20 Uhr
Und was bitte hat die SPD mit einer Gerichtsentscheidung zu tun? Richtig, überhaupt nichts! Genau wie der Fall nichts mit Edogan zun hat.
zum Beitrag22.02.2026 , 17:39 Uhr
Mir gings gar nicht darum, da jetzt einen großen Vergleich aufzumachen und den schwarzen Peter den Urlaubsfliegern zuzuschieben. Wie erwähnt, finde ich sowohl, dass man die Privatfliegerei als auch vermeidbare Leerflüge weitgehend beschränken sollte. Wolt nur mal anmerken, dass die Schlussfolgerung, Kanzler und Co. sollten des Klimas wegen doch mal besser alle per Linie "durch die Weltgeschichte fliegen", aufgrund der überschaubaren Größenordung schon etwas arg populistisch daherkommt. Wie man mit Billigflügen umgeht, ohne dabei sozial Schwächeren die Möglichkeit einer Teilhabe zu nehmen wäre mal ein anderes Thema.
zum Beitrag21.02.2026 , 14:03 Uhr
Ohne Merz für seine Privatflüge und die Bundesregierung für vermeidbare Leerflüge verteidigen zu wollen. Was man reduzieren kann, sollte man auch tun. Aber mal eine Einordnung dieser 448 Flüge plus die 700 Leerflüge "durch die Weltgeschichte".
"3,071 Mio Flüge fanden 2025 im deutschen Luftraum statt...Mehrfach wurde in diesem Jahr die Marke von über 10.000 Flügen überschritten. " (Statistisches Bundesamt)
Es geht also um rund 0,04% des Flugaufkommens. Dem gegenüber stehen zum Beispiel etwa 130.000 Privatjeflüge und 40.000 Flüge allein nach Mallorca.
zum Beitrag21.02.2026 , 11:23 Uhr
"m Gespräch ist jetzt eine Rolle als schwäbischer Elon Musk. " "Was sich dagegen sogar Parteilinke vorstellen können: Dass Palmer eine Rolle bekommt, wie sie kurzzeitig Elon Musk bei Donald Trump hatte."
Ist das so? Außer den Verweis hier im Text auf "findet mancher, der kein Fan von Palmer ist" und "ein Parteimitglied" gibts im Netz gar nichts dazu. Das Palmer ein strittiger Querkopf ist, dem man trotz seiner Merkwürdigkeiten zutraut, politisch etwas zu bewegen, auch mit ungewöhnlichen Wegen, ist nichts Neues. Für die Behauptung, dass Palmer bei den Grünen "als schwäbischer Elon Musk im Gespäch" ist, hätte ich aber schon gern mehr als den Verweis auf irgendein anonymes Mitglied.
zum Beitrag20.02.2026 , 18:53 Uhr
"Es gibt tausend Möglichkeiten, um Kinder vor den Plattformen zu schützen"
Aha. Und welche davon sind denn realistisch und kurzfristig umsetzbar? Wenn die Kids von heute schon ganz selbstverständlich einen verantwortungsvollen Umgang mit Medien lernen würden, Eltern in der Mehrzahl in der Lage wären, Mediekompetenz zu vermitteln und die Regierung geignete, demokratische Mittel hätte, die Betreiber zu Jugendschutz zu bewegen, dann wär ich dabei. So schauts aber nicht im Ansatz aus. Und das Argument mit den wertvollen Inhalten zwischen "süchtigmachenden Algorithmen und rechten Arschlöchern" find ich auch merkwürdig. Würde man sein Kind allein in derbste Kneipe gehen lassen, nur weils da auch frischgepressten Orangensaft gibt?
zum Beitrag20.02.2026 , 15:40 Uhr
"Ich sehe einen Generationskonflikt und keine "rechte" Feminismus-Definition."
Seh ich ähnlich. Dieser Konflikt und das Ewiggestrige im einst Progressiven zeigt sich generell und zunehmend auch im linken Lager. Ob im Umgang mit Russland, beim Nahost Konflikt oder jetzt im Iran. Da gibts viele, die im kalten Krieg hängengeblieben sind und das beschützen, für das sie in ihrer Jugend geglaubt haben. Dem gegenüber steht eine Generation, die ihre modernen Positionen fast schon pietistisch, aggressiv vertitt. Die Begriffe wie Diskriminierung, Rassismus, Gender etc. anders, aber nicht weniger eng, oft sogar radikaler definiert. Und in einer Zeit, wo man kaum noch miteinander aber sehr viel über einander spricht, entstehen Gräben, wo eigentlich keine sein müssten. So falsch, wie ich Vieles von dem Schwarzer heute macht finde, so falsch finde ich, ihr abzusprechen, dass sie sehr wichtig für den Feminismus in Deutschland war. Dass sie bei Frauen in Führungsüpositionen einen feministischen Erfolg sieht, ist natürlich ziemlich kurzsichtig. Aber aus der Sicht einer Person, die in Zeiten für Frauenrechte gekämpft hat, als es in Spitzenpositionen gar keine Frauen gab, zumindest erklärbar.
zum Beitrag19.02.2026 , 14:13 Uhr
Das mit dem Effekt während der Covid Pandemie ist aus meiner Sicht absollut nachvollziehbar. Und für mich hat das in erster Linie nichts mit Empathielosigkeit, sondern viel mehr mit echter und gefühlter Machtlosigkeit zu tun. Als der Ukraine Krieg begann, haben hier enorm viele Menschen Hilfsgüter geschickt, gespendet, Menschen aufgenommen, etc. Nach 4 Jahren Krieg und wenig Hoffnung, ist auch davon nicht mehr viel übrig. Ähnlich wars 2015. Erst ganz viel Willkommenskultur, irgendwann ins Gegenteil umgeschlagen. Wenn nationale und globale Krisen überhand nehmen, schwindet die Aufmerksamkeit und damit Solidarität. Pandemie, Klimawandel, Krieg in der Ukraine und in Nahost, Massaker im Sudan, Flüchtlingsströme, Putin, Trump, Nachrichtenflut, Desinformation, etc. Das ist für viele Menschen neben den eigenen persönlichen Problemen zunehmend nicht mehr fassbar. Italien hat zig Jahre eine Hauptlast bei der Bewältigung der Flüchtlingströme getragen. Dass es Aufgabe der Presse ist, auf all das hinzuweisen, da geh ich mit. Den Menschen aber lediglich vorzuwerfen, ihr schaut dort oder dort nicht hin, ist meiner Meinung nach etwas zu kurz gegriffen.
zum Beitrag19.02.2026 , 13:49 Uhr
"Dass nur 12 Prozent gegen ihre Kündigung klagen dürfte vor allem damit zu tun haben, dass Betriebsseitige Kündigungen in dem meisten Fällen in Wahrheit einvernehmlich z.B. zur Umgehung von Sperrfristen stattfinden"
Das glaube ich so ehrlich gesagt nicht. Ich hab mal ein paar Jahre für eine ostdeutsche Firma als freier Mitarbeiter gearbeitet. Dort war auch 25 Jahre nach der Wende hire and fire der Normalzustand. Da sind Leute teilweise ohne Angabe von Gründen, manchmal sogar während einer Krankschreibung gekündigt worden. Da wurden Überstunden in großem Stil gestrichen, Fahrtzeiten nur zur Hälfte vergütet, wer da widersprochen hat, war ganz schnell weg. Ich hab da in 2,3 Jahren bestimmt ein knappes Dutzend Leute so gehen sehen. Die Einzige, die da geklagt hat und natürlich auf voller Breite gewonnen hat, war ne junge Frau. Die einzige, die aus Bayern zugezogen war. Den Gang vor Gericht wagen Menschen dort eher selten, auch wenn sie im Recht sind. Fand ich echt erschreckend.
zum Beitrag18.02.2026 , 14:03 Uhr
Über die jugendgefährdenden Inhalte, Algorithmen und Konsumverhalten wurde ja schon so ziemlich alles gesagt. Und generell befremdet mich hier eher das Lager, dass da keinerlei Notwendigkeit sieht, diesen Erkenntnissen auch mit Beschränkungen für Minderjährige entgegenzuwirken. Die Plattformbetreiber sind einfach nicht Willens, Jugenschutz ernst zu nehmen. Sie zu ernstahften Regulierungen zu zwingen funktioniert offensichtlich nicht. Und ausschließlich auf das Erlernen von Medienkopetenz zu setzen, verkennnt, dass das aktuell schlicht noch nichtmal ansatzweise umsetzbar ist. Aber trotzdem mal, und vor Allem weil mir die allgemeine VerBILDisierung allerseits gehörig auf den Zeiger geht: "Verbietet reißerische Parolen!" Danke.
zum Beitrag18.02.2026 , 13:28 Uhr
Weil sich diese Leute durch die Bank zu wichtig nehmen. Und weil man den Nahost Konflikt als Projektionsfläche und Ersatzschauplatz gewählt hat, um sich innerhalb der eigenen Bubble und gegen andere Strömungen im linken Lager zu profilieren.
zum Beitrag18.02.2026 , 13:21 Uhr
Die allermeisten Aussagen, offenen Briefe, etc., die da seit Jahren aus dem sogenannten "Kulturbetrieb" kommmen, sind durchweg unterkomplex und werdem dem jeweiligen Thema meist nicht annähernd gerecht. Das war bei Corona so, beim der Unterstützung der ukraine und beim Nahost Konflikt wirds richtig dünn. Jeder muss seine Meinung in einem demokatischen Rahmen zum Ausdruck bringen können. Aber Künstlern vorzuwerfen, sie positionierten sich nicht (einseitig) genug oder eine konträre, differenzierte, nicht geäußerte Meinung zu Nahost wäre nicht mit Kunst- oder Kultur Veranstaltungen vereinbar, ist schlicht dogmatisch und selbstgerecht. Wenn Wender sagt "wir müssen uns raushalten" liegt er falsch. Hätte er gesagt, "wir müssen uns auch raushalten können", hätte er im Sinne der Kunst gesprochen.
zum Beitrag18.02.2026 , 11:44 Uhr
Genau das! Den Satz habe ich tatsächlich im gleichen Kontext schon mehrfach wörtlich so gehört. Es finden sich immer irgendwelche Leute, die sich auf so einen Irrweg begeben, wenn sie dafür beklatscht werden. Und wenn sie dann in irgendeinem Knast sitzen, stiliseren sie die Beklatschenden zu Helden. Verissene Leben für ein ein bisserl verquere Revolutionsromantik. Ohne das irgendwas erreicht wurde.
zum Beitrag17.02.2026 , 19:54 Uhr
Wäre die Einschätzung "kein Heilsbringer", dann würd ich zustimmen. Aber warum sollte er "kein Hoffnungsträger" sein? Das sehen nämlich durchaus viele Iraner anders. Er ist im Augenblick die einzige Oppositionsfigur mit größerem Rückhalt in der Bevölkerung. Und was der absolute Großteil der Menschen dort will, ist ein Regimewechsel. Weg von brutaler Unterdückung, Folter und Hoffnungslosikeit. Selbst Pahlavi Kritiker sehen in ihm eine Chance für eine Übergangsregierung. Natürlich ist er da ein Hoffnungsträger für die Iraner. Das ist es was zählt. Und nicht, was deutsche Linke dazu meinen, weil 50 sie Jahre nach der Islamischen Revolution und Jahrzehnten der Terrorherrschaft immer noch nicht am Reizwort Schah vorbeikommen.
zum Beitrag17.02.2026 , 11:17 Uhr
Na klar. Wenn einem der mögliche Ausgang eines Gerichtsverfahrens nicht passt, ändert man schnell die Gesetze, damit es zur eigenen Zufriedenheit verläuft. Das ist exakt das Gegenteil von Rechtsstaat und Demokratie und ziemlich genau das, was Höcke und Co. machen würden, wären sie an der Macht.
zum Beitrag16.02.2026 , 16:13 Uhr
Mal ab vom Frau Hensels Meinung, die ich nur bedingt teile . Beim Lesen solcher Artikel fällt mir seit Jahren immer wieder eins auf. "Der Osten". Allein im ersten Abschnitt 3mal "der Osten". Und danach immer wieder, "der Osten", "die Ostdeutschen", "dieser Landstrich".
Sicher ist das nur ein Aspekt unter vielen. Aber so fühlen sich da viele Menschen betrachtet, auch 36 Jahre nach der Wende. Man muss sich doch gar nicht wundern, wenn sich bei dieser immer wieder pauschalen Zuschreibung sowas wie eine ostdeutsche Identität bildet. Zwei Drittel der Menschen in den neuen Ländern wählen keine AfD. Und längst nicht alle davon lehnen die Demokratie ab. Schreibt man "den Osten" weiter so ab und redet über "die Ostdeutschen" darf man sich nicht wundern, wenn sich die Identitätsfindung in einer undemokratischen Partei weiter verbreitet.
zum Beitrag16.02.2026 , 14:47 Uhr
Das ist eben das, was dabei früher oder später zwangsläufig rumkommt, wenn Gewalt gegen Menschen zunehmend auch im linksextremen Spektrum zum Mittel der Wahl wird. Aus der Gruppe, mit Waffen, auf Einzelne, auch noch am Boden. Eigentlich ganz klar Fascho Attitude. Und natürlich werden jetzt Racheakte aus der rechtsextremen Szene befürchtet. Und genau deshalb wäre es angezeigt, das man auf linker Seite die Vorfälle um die Hammerbande, den Budapest Komplex oder auch die Messestecherei in Berlin endlich kritisch und distanziert als das behandelt, was sie sind. Sinnlose Gewalttaten, die nullkommanix Positives im Kampf gegen Rechts beizutragen haben. In Berlin haben die Antifas bei so einer Aktion fast mit ihrem Leben bezahlt. Der Fall in Frankreich ist eine weitere Steilvorlage für alle Rechten, die Antifaschisten pauschal als Terroristen dargestellt sehen wollen.
zum Beitrag14.02.2026 , 12:29 Uhr
Und hätte sich das IOC jetzt tatsächlich einen abgebrochen, den Mann starten zu lassen? Wer wäre denn benachteiligt, auf welche andern Sportler hätte das wirklich Auswirkungen gehabt? Regeln sind sicher wichtig, aber dieses penible pochen darauf, ob nun wegen so eines Helms oder einer Armbinde beim Fußball, ist mir einfach zu kalt und zun bürokratisch. Russland ist ausgeschlossen bei den Spielen. Aus genau den Gründen, warum die Bilder auf dem Helm sind. Und während die Spiele laufen sterben täglich Menschen in der Ukraine. Da kann man auch mal etwas Fingerspitzenfgefühl zeigen. Wie gesagt, bei politischen oder nationalistischen Parolen hätt ichs verstanden.
zum Beitrag13.02.2026 , 14:39 Uhr
Ich habe "-zum Beipiel-" geschrieben, weil ich eigentlich keinen bildlichen Bezug zur Lage im Gaza Streifen treffen wollte. Das wäre mir deutlich zu unterkomplex. Allerdings hab ich mir schon gedacht, dass das so gedeutet werden könnte. So gesehen wäre ein anderes Beipiel vielleicht besser gewesen. Man kann sich keine objektive Meinung bilden, wenn man sich das Bild von einer einzelnen Konfliktpartei zeichnen lässt. Nur darum gings.
zum Beitrag13.02.2026 , 14:00 Uhr
Wenn da tatsächlich groß irgendein politischer Spruch geprangt hätte, dann würd ichs verstehen. Einen Helm mit den Gesichtern getöteter Sportler zu verbieten ist dagen peinlich bürokratisch, empathie- und instinktlos. Vor Allem, wenn man anderen Sportlern ähnliche Gesten gewährt. Und die Krodilstränen von Coventry find ich nicht weniger bigott, als das Menschenrechtsgeschwafel von Infantino.
zum Beitrag13.02.2026 , 12:37 Uhr
Seh ich genauso. Die Kritik an Klöckners Auftritt ist völlig berechtigt. Der Satz zum Urteil des Bundesverfassungsgerichts bestätigt für mich allerdings die Wahrnehmung, dass Debatten über den Nahostkonflikt nur sehr selten ohne Unsachlichkeiten auskommen. Ums deutlich zu sagen. Das ist Populismus aus einer ziemlich üblen Schublade.
zum Beitrag13.02.2026 , 12:21 Uhr
Na ja, eigentlich ist die Kritik daran nicht so schwer zu verstehen. Wenn man sich ehrlich - zum Beispiel - über die Zustände in der Massentierhaltung informieren will, lässt man sich auch nicht von der Wiesenhof Geschäftsleitung einen ausgewählten Betrieb zeigen.
zum Beitrag12.02.2026 , 10:56 Uhr
Ich denke mal, das "fast alle hier" verstanden haben, dass das Wort "kriminell" in dem Zusammenhang nicht juristisch gemeint war. Und klar kann man bei Kritik immer auch auf Andere zeigen und anmerken, wer auch noch so alles nicht schlau ist. Aber das ist eben genau das Verhalten, was ich gemeint hab.
zum Beitrag11.02.2026 , 12:02 Uhr
"Es spricht wenig dafür, dass es sich bei ihm um eine psychisch gesunde Person gehandelt hat"
Ich würd mal behaupten, dass niemand, der psychich gesund ist, so eine Tat begeht. Um solche Taten zu vermeiden, ist es natürlich unumgänglich, diesen Aspekt nicht zu vernachlässigen. Aber genauso wenig, wie es richtig ist, in solchen Fällen immer gleich die Migrationskarte zu spielen, ist es eben auch ziemlich einfach, jedesmal dann die Trauma-Karte zu ziehen, wenn es gerade passt. Viele verschiedene Gewalttäter haben psychologische Probleme und selbst gewalttätige, verstörende Erfahrungen gemacht. Vom traumatisierten Flüchtling aus dem Bürgerkrigsland bis hin zum Nazi-Schläger aus dem Alkoholiker Elternhaus. Auffällig bei den Debatten um solche Gewalttaten ist, dass sich nahezu alles um die Täter dreht und den Opfern realtiv wenig Beachtung geschenkt wird.
zum Beitrag11.02.2026 , 11:14 Uhr
In der rechtlichen Bewertung spielt halt die politische Intention zum Glück keine Rolle. Ansonsten kann man alle möglichen Straftaten damit rechtfertigen, dass man ja schließlich zu den Guten gehört und nur das Gute will.
zum Beitrag11.02.2026 , 11:07 Uhr
Für mich wird um die LG schon seit jeher von allen Seiten viel zu viel zu viel Gschiss gemacht. Weder sind das Helden der Umweltbewegung, noch grüne Klebe-Terroristen. Die haben in ihrer Bubble einfach nicht mitbekommen wollen, wie ablehnend die allermeisten Menschen ihren Aktionen gegenüberstanden und auf der anderen Seite haben sie für ein paar Jahre den Empörungsbedarf des Spießbürgers gedeckt. Juristisch, kann man eine Vereinigung, deren Handeln außschließlich auf dem Überschreiten von Gesetzen beruht sicher so einstufen, obs das jetzt wirklich brauch, ist eher fragwürdig. Für mich waren die in erster Linie mal kriminell selbstgerecht und unreflektiert. Und daran sind sie auch gescheitert.
zum Beitrag10.02.2026 , 13:48 Uhr
Mag ja alles sein und man kann über das Thema strikte Brandmauer bei jeder möglichen Abstimmung auch unterschiedlicher Meinung sein. Ich halte das auch nicht immer für sinnvoll. Aber mir fällts sehr schwer zu glauben, dass man Anträge einbringt, von denen man hofft, dass sie aufgrund fehlender Mehrheiten scheitern. Es ist ebenfalls schwer zu glauben, man nicht hätte nicht wissen können, wie die AfD da abstimmt. Und das hier:
"Es hätte diese Zufallsmehrheit nicht gegeben, wäre die Koalition mit ihren Abgeordneten anwesend gewesen“, sagte Schaft."
...ist in dem Zusammenhang schlicht eine Frechheit. Da würd ich mich als Wähler maximal verschaukelt fühlen. Verabschiedet euch von der Idee, Politik immer von der AfD abhängig machen zu müssen, dann müsst ihr auch nicht so unwürdig rumeiern.
zum Beitrag10.02.2026 , 12:35 Uhr
"Konservative Schätzungen gehen von jährlich über 40 Millionen Euro aus"
Ja mei, ein einzelner Leopard mit kompletter Ausrüstung kostet aktuell 30 Mio €. Ein Eurofighter Typhoon kostet rund 120 Mio. Isses wirklich notwenidig, ein Fass wegen der Seelsorger aufzumachen? Und müssen erwachsene Menschen tatsächlich vor Missionierung geschützt werden? Da müsste doch als erstes Mal der Religionsunterricht abgeschafft werden. Is mir echt zuviel konstruierte Aufregung.
zum Beitrag10.02.2026 , 12:22 Uhr
Jo, auch wieder war. Manchmal sieht man vor lauter Wald den Baum nicht.
zum Beitrag09.02.2026 , 12:49 Uhr
Je abgeschlossener das Weltbild, desto niedriger der Tellerand. Leute, die vorgeben, sich Menschenrechten zu verpflichten und dann anfangen, aufgrund von Herkunft, Religion oder politischem Background zu selektieren, sind für mich nicht glaubwürdig. Und Deutsche, die den Nahostkonflikt als identitätstiftende Ersatzstreitfläche innerhalb der eigenen Szene gewählt haben, schon mal gar nicht. Es ist mir wirklich komplett wurscht, unter welchem Banner sich jemand selbst verortet. Wer je nach Gusto brutalen Regimen, die ihre Bevölkerung massakrieren das Wort redet oder ihre Unterdrückung relativiert, hat sich moralisch entblößt.
zum Beitrag09.02.2026 , 12:14 Uhr
Interessant ist doch eher, dass hier jeder seine eigene Version von Indizien hat. Fakt ist, Maja T. war nachweislich zu diesem Zeitpunkt in Budapest und sie wurde von forensischen Gutachtern auf den Videos identifiziert. Ob man da nun selbst zugeschlagen hat oder nur vermummt nebenhergelaufen ist, ob das für eine Verurtilung ausreicht und welches Urteil da juristisch korrekt wäre, ist für die Bewertung "an Taten beteiligt, die in Deutschland ebenfalls mit bis zu 10 Jahren bestraft werden können" nicht relevant. Ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass Maja T. rein zufällig an diesem Tag in Budapest war und irgendwie zufällig auf die Videos geraten ist.
zum Beitrag09.02.2026 , 11:55 Uhr
"Wie gelingt ihnen aus welchen Gründen der Salto, weshalb ein Urteil gegen eine illegal von deutschen Behörden mit Funktion, Namen und Gesicht ausgelieferte Person von einer nicht-rechsstaatlichen Justiz verurteilt,
Ihrer Ansicht nach dennoch zu und mit Recht verurteilt ist?"
Ich habe an keiner Stelle geschrieben, dass ich den Pozess und das Urteil für rechtmäßig erachte. Das Gegenteil ist der Fall. Ich habe lediglich geschrieben, dass die Verurteilte an schweren Gewaltaten beteiligt war und dewegen "nicht nur" Opfer, sonder auch Täter ist. Es ist richtig das Verfahren zu kritisieren. Der unkritische Umgang mit solchen komplett sinnbefreiten Gewalttaten bringt Menschen aber nicht weniger in Gefahr. Das müsste einem auch als selbsterklärter Antifaschist einleuchten.
zum Beitrag09.02.2026 , 11:11 Uhr
Welches "linke Spektrum"?
Ja genau hier liegt der Hase im Pfeffer. Während Union und AfD zusammen die absolute Mehrheit habe, gibt es links davon "kein Spektrum", weil da jeder in seiner eigenen kleinen Ecke der Stabilste ist. Blasenmentalität findet eben nicht nur im Netz statt.
zum Beitrag09.02.2026 , 11:01 Uhr
Weil sie schlicht und ergreifend keine Idee haben, wie man dem Rechtsruck gesamtgesellschatlich effektiv etwas entgegensetzen könnte. Ein Verbot ist immer die einfachste und oft auch die faulste Lösung, sich mit Problemen auseinanderzusetzen. Sich der Frage zu stellen, warum sich die Gesellschaft so entwickelt, warum viele Wähler das Protestpotential nur noch bei rechten Demokratiefeinden sehen, warum das linke Lager nicht vom Vertrauensverlust in die politische Mitte profitieren kann. Es ist viel einfacher zu fordern, nicht mit der AfD und der deren Wählern zu reden und zu hoffen, dass ein Parteiverbot alles wieder gut macht, als mal zu hinterfragen, wie man pragmatisch Mehrheiten links der Union erreichen kann, um Demokratie und Rechtsstaat gegen ihre Feinde zu stärken zu stärken. Dafür müsste man aber gehörig über den eigenen Schatten springen und eigene Radikalpositionen hinterfragen. Dass man hier die Hoffnung in ein vom Verfassungschutz gestütztes Verbotsverfahren legt, zeigt eigentlich, dass das gar nicht so schwer sein muss.
zum Beitrag08.02.2026 , 13:47 Uhr
Es gibt in dem Fall zwei Ebenen. Die eine ist, dass die Nacht-und Nebel Auslieferung nach Ungarn schon mehr als ein Geschmäckle hat und dass das Verfahren in Ungarn natürlich nicht unabhängig war. Und es wäre angezeigt, dass sich die Regierung dafür einsetzt, dass die Strafe in Deutschland abgesessen wird. Die zweite Ebene ist, dass Maja T. nicht nur das arme Opfer ist, zu der sie in der linken Szene stilisiert wird. Sie ist zu erst einmal eine politische Gewaltäterin und war an Taten beteiligt, die in Deutschland ebenfalls mit bis zu 10 Jahren bestraft werden können. Auch wenn das Verfahren nicht unseren Standards entspricht und das Urteil durchaus hart ist, die Solidarität erfährt die Person hier nur, weil sie politisch irgendwo im eigenen Lager verortet wird. Während es richtig ist, das Verfahren und die Auslieferung zu kritisieren, wäre es genauso angezeigt, die Taten der Gruppe zu kritiserren. Schon um junge Menschen davon abzuhalten, auf so einem Irrweg im Knast zu landen oder -wie in Berlin- von Angegriffenen ein Messer in die Rippen zu kriegen. Im Kampf gegen Rechtsextremismus haben die Taten absolut nichts Gewinnbringendes beigetragen.
zum Beitrag08.02.2026 , 13:21 Uhr
Ganz im Gegenteil. Es ist der Kern der menschlichen Nataur, alles zu entdecken und zu erkunden, was möglich ist. Ohne diese Natur hätten wir uns nicht von Bäumen und Höhlen aufgemacht, die Welt zu besiedeln und vom Feuer über das Rad bis hin hin zu Kernspaltung, Nanotechnik, KI etc. zu erforschen. Und ohne diese Natur gäbe es weder Roboter, noch eine Technik, die Roboter ins Weltall bringt.
zum Beitrag06.02.2026 , 11:57 Uhr
Ja natürlich. Dann können wir den Jugenschutz ja gleich mal komplett in die Tonne kloppen. Für unter 16jährige brauchts ja schließlich auch keine Verbote von Alkohol, harten Drogen, Glückspiel, Kinderarbeit, Waffen, Pornografie, etc. Am Besten entwickeln sich Kinder und Jugendliche je früher sie mit solchen Sachen in Berührung kommen.
zum Beitrag03.02.2026 , 16:42 Uhr
Doch Herr Asmuth, die Studie, auf die Sie sich beziehen -auch im zitierten Artikel- bescheinigt genau das. Danach sind ältere Menschen zwar in weniger Unfälle verwickelt -auch aufgrund geringerer Fahrkilometer- aber wenn, dann sind sie überdurchschnittlich häufig die Verursacher.
"Waren ältere Menschen als Autofahrerinnen oder -fahrer in einen Unfall mit Personenschaden verwickelt, so wurden sie in mehr als zwei Drittel der Fälle (68,4 %) hauptsächlich dafür verantwortlich gemacht. Bei den 18- bis 24-jährigen unfallbeteiligten Autofahrerinnen und -fahrern wurde knapp zwei Dritteln die Hauptschuld am Unfall zugewiesen (65,9 %). In der Altersgruppe der 25- bis 64- Jährigen war der Anteil Hauptverursacherinnen und -verursacher mit 52,3 % deutlich geringer."
www.destatis.de/DE...25_N070_46241.html
Das soll das Thema dieses Artikels hier keinesfalls relativieren. Aber man sollte sich aus Statistiken nicht nur das herauspicken, was einem gerade nützlich erscheint.
zum Beitrag03.02.2026 , 15:48 Uhr
Platte Parolen bleiben platte Parolen. Und nochmal, die politische Ausrichtung spielt vor Gericht überhaupt keine Rolle. Dass hat weder der Angeklagte begriffen, noch jemand, der einem Angeklagten aufgrund dessen Grundsätzliches unterstellt. Und mal ab von Halemba. Wenn dieser Spruch tatsächlich konsistent wäre, dann könnte man von heut auf morgen jegliche Sozialarbeit und alle Aussteigerprogramme in diesem Bereich begraben.
zum Beitrag03.02.2026 , 15:38 Uhr
Ja, kann man durchaus so sagen. Es ist eine aktuell typische Empörungsdebatte. Der Wirtschaftsflügel der Union haut grad bewußt eine provokante Idee nach der anderen heraus, wie man den Sozialstaat schröpft und links wird diskutiert, ob der billige Slogan "Teilzeit ist Lifestyle" nun stimmt oder nicht. Dass man das pauschal gar nicht beantworten kann, dass die Höhe der KK Beiträge nicht von der Anzahl der Stunden sondern vom Geahlt abhängt, dass es Tarifverträge unterhalb der 40 Stunden gibt, das es viele Arbeitnehmer, Freiberufler, Selbständige gar nicht betrifft etc. liegt doch alles auf dem Tisch. Und wenn das Thema ob seiner Durchschaubarkeit sogar bei der Union begraben ist, warum muss man sich dann an ewig solchen Begriffen abarbeiten?
zum Beitrag03.02.2026 , 12:31 Uhr
Nonsens. Die Richterin hat schlicht ihr Urteil begründet und nicht mit dem Angeklagten diskutiert. Und natürlich muss eine Richterin mit dem Angeklagten bzw. seiner Verteidigung sprechen, es geht bei diesem Prozess nicht um seine politische Meinung, sondern darum, über eine mögliche Straftat zu verhandeln. Selbst der brutalste Mörder hat ein Recht darauf Aussagen zu machen. Das ist Teil eines rechtsstaatlichen Gerichtsprozesses. Wer das ablehnt, der ist näher an der Gesinnung Halembas als ihm wahrscheinlich bewusst ist.
zum Beitrag02.02.2026 , 20:42 Uhr
"Wer unterstellt, verfolgt zu sein wie Juden damals, erklärt sich selbst zum Opfer einer sich wiederholenden historischen Entwicklung, deren Ausgang vorherbestimmt ist."
Prinzipiell bin ich völlig dabei, wenns darum geht, nicht zu jedem Thema die extremsten Vergleiche anzustellen. Holocaust und Hitler Vergleiche werden heute viel zu schnell bemüht.
Trotzdem bleibt anzumerken, dass die Gestapo oder die SA nicht nur Juden verfolgt haben, sondern auch politische Gegner und Minderheiten. Insofern ist zumindest das Vorgehen durchaus vergleichbar.
zum Beitrag31.01.2026 , 14:48 Uhr
Na wenns noch nicht deutsch genug war, in Sachen Humor mal wieder konsequent daneben zu liegen, isses das spätestens dann, wenn die sich Empörung zuvorderst an der Verwendung von Rundfunkgebühren entzündet. Dem Extra3 Team würd ich raten, jetzt schnell einen öffentlichen Brief zu schreiben, in dem man sich in aller Form entschuldigt und nochmal klarstellt, dass Grönland selbstverstädnlich schwedisch bleibt.
zum Beitrag31.01.2026 , 13:28 Uhr
Pfft. Manche Parolen sind ihrer schnöden Einfachheit halt so offenkundig, dass es gar nicht nötig ist zu widersprechen.
zum Beitrag31.01.2026 , 12:27 Uhr
"man könnte die Liste ewig fortsetzen"
....und landet damit exakt bei der Version des Mullah Regimes. Das geht sogar noch deutlich über die vom Autor beschriebene "verhaltene Kritik der Linken" hinaus. Warum gibt es denn keine verlässlichen Zahlen? Weil das Regime alles dafür tut, dass die Wahrheit innerhalb der Grenzen bleibt und Kritiker verschwinden. Und der Verweis darauf, dass brutale Diktatoren ja auch ihre Anhänger haben ist genau wie Rest dieser dreisten Täter/Opfer Umkehr nicht polemisch, das ist zynisch. Und es ist der beste Beweis, dass der Autor in genau die richtige Kerbe schlägt.
zum Beitrag29.01.2026 , 13:47 Uhr
Es ist halt ganz offensichtlich nicht selbstverständlich. Wäre es das, müsste man nicht darauf hinweisen, dass der Staat bei der Auslobung eines Kopfgelds nicht bedacht hat, dass "sich Linke nicht kaufen lassen". Und würde man denn auch festellen, dass die Taten gar kein Terrorismus sind, weil "die Folgen von Sabotageaktionen (zwar) mitunter unabsehbar sind: Die Motivation, Menschen zu vernichten, offensichtlich nicht dahinter steht", wenn sie zum Beispiel von Rechten verübt worden wären? Das ist doch klar relativierend. Wozu das, wenn es doch selbstverständlich ist? Klar muss die Infrastruktur besser geschützt werden und dass die Union eine Linken-Phobie hat, keine Frage, geschenkt. Das ändert aber nichts daran, dass hier die Kritik zu diesem Thema über Artikel hinweg nur an den Staat geht und nicht einmal an die Täter.
zum Beitrag28.01.2026 , 17:10 Uhr
"Zum anderen offenbart das ausgesetzte Kopfgeld, wie ahnungslos Konservative und Sicherheitsbehörden sind, wenn es um radikale Linke geht"
Hm. Ich dachte, dass waren gar keine Linken, sondern ne "false flag" Aktion mit fragwürdigen Bekennerschfreiben? Jetzt sinds also irgendwelche anarchistischen Kleinstgruppen. Aber der Terrorirismus ist trotzdem konstruiert, weil "die Motivation fehlt, Menschen zu vernichten." Wäre dem auch so, wenn die "false flag" -Theorie noch Bestand hätte? Wäre das Kopfgeld dann vielleicht okay? Stichwort "Wegwerfagenten?". Man kann zu diesem Thema hier ja allerlei lesen. Was der Staat alles falsch macht, beim Schutz der Energieanlagen, bei der Verfolgung der Täter, und bei der Einschätzung linksradikaler Haltung. Und da mag hier und da auch was dran sein. Was ich aber bislang noch nirgendwo finden konnte, ist eine klare Distanzierung zu solchen Aktionen.
zum Beitrag28.01.2026 , 14:53 Uhr
"an Fallkonstellationen abarbeitet, von denen man dann großmütig eingesteht, dass sie genau NICHT Gegenstand der angegriffenen Polit-Initiative sind"
Sowas ärgert mich grundsätzlich, da fühl ich mich als Leser schon nicht mehr wirklich ernst genommen. Und ich frag mich dazu, weshalb es überhaupt sonen durchschaubaren populistischen Schwenk überhaupt brauch, obwohl auch so jeder erkennen kann, woher der Wind aktuell bei der Union weht und es auch so genügend Angriffsfläche gibt. Scheinbar isses aber allenthalben so selbstverständlich in die Debattenkultur eingezogen, dass es den Leuten selbst nicht mehr auffällt.
zum Beitrag27.01.2026 , 18:07 Uhr
Bei mutwilligen Fotos geh ich mit. Vwrwunderlich, dass das bislang nicht strafbar ist. Bei Fotos "von sich und seinen Liebsten" auf denen "im Hintergrund aus Versehen andere Menschen mit festgehalten sind" natürlich überhaupt nicht. Abgesehen davon, dass bereits jetzt schon jeder das Recht am eigenen Bild einfordern kann, ist man in der Öffentlichkeit, wird dort gesehen und solange da niemand bewußt mißbräuchlich gekinpst wird, kann das auch nicht strafbar sein. Gerade als Journalist, sollte man sich eigentlich im Klaren sein, was das alles mitsichbringen würde. Es wäre der Traum jeder totalitären Regierung. Von Abmahnanwälten muss man dar gar nicht erst anfangen. Klingt mir wenig durchdacht.
zum Beitrag27.01.2026 , 16:25 Uhr
Dem ersten Satz würd ich zustimmen, dass sollte man bei Boykottforderungen auf dem Schirm haben. Dem zweiten keines Falls. Mexiko ist mit einer Tötungsrate von 24,9 und über 32000 Tötungen eines der gefährlichsten Länder weltweit. Im Vergleich dazu, sind die Staaten (5,9) ein sicheres Land. Einen möglichen Boykott könnte man nur politisch rechtfertigenn, aber nicht mit der Sicherheit von Spielern und Fans.
zum Beitrag27.01.2026 , 11:13 Uhr
Ja mei und nun? Gibts irgendwen, den das wirklich wundert oder der nicht glaubt, dass die AfD, nicht solche Sachen machen würden, hätten sie die absolute Macht? Die reden doch ganz offen über Massenabschiebungen, etc. Die Aussage ist -gerade jetzt, mit den Fällen in Minneapolis- nichts weiter als eine superbillige Provokation. Und wie bestellt, arbeitet sich die Zielgruppe dran ab.
zum Beitrag26.01.2026 , 13:37 Uhr
Man kann zur Unumstößlichkeit der Brandmauer in allen möglichen Fällen sicher unterschiedliche Ansichten haben. An vielen Stellen sicher richtig, manchhmal aber auch ein gutes mittel für die Rechten, die demokratischen Parteien vor sich herzutreiben und gegeneinander auszuspielen. Kann und muss man vielleicht diskutieren. Was aber gar nicht geht, ist die unerträgliche Heuchelei und die windigen Ausreden, mit der man versucht, das im eigenen Lager zu zurechtfertigen, für was mit dem man Andere aufs Schärfste kritisiert. Dieser Mangel an Konsistenz, an Ehrlichkeit und Selbstreflexion mach Politik unglaubwürdig. Im Ernstfall ist das Hemd dann doch näher als die Hose. Und das merken die Menschen.
zum Beitrag23.01.2026 , 18:47 Uhr
Klar hätte man gern den Drive wieder, mit dem man früher die Massen auf die Straße bekommen hat. Aber sowas hat immer mit Momentum, Zeitgeist und einfach mal Machen zu tun. Das kommt nicht wieder. Und ob der sich immer schneller drehenden Problemwelt, sind echter Veränderungswille und Pragmatismus gefragt. Aber wärend man nochmal ein Plenum abhält, wer denn jetzt anfangen sollte, das Geschirr abzuräumen, haben die Rechten schon am Nachbartisch ihre braune Suppe ausgeteilt. In ihrer Gründungsphase hatten die Grünen weder Friseur noch Knigge. Dafür hat man Hunderttausend nach Brokdorf gebracht. Heute gehts drum, ob man mit der falschen Frisur überhaupt teilnehmen darf.
zum Beitrag23.01.2026 , 12:32 Uhr
Stimmt schon, hats nicht. Man könnt aber auch fragen, obs wirklich den x-ten Artikel über Merz brauch, auch wenn der an Substanz ziemlich wenig zu bieten hat, während im EU-Parlament Dinge passieren, für die Merz genau hier über Wochen eine enorme Breitseite bekommen hat. Während es damals Dutzende Artikel über die Brandmauer, Merz und "den Abriss der Demokratie" gab, muss man Kritik an der gemeinsamen Mercosurabstimmung von Rechtsaußen/Linksaußen und Grünen mit der Lupe suchen. Da kann man schon mal nnachfragen.
zum Beitrag22.01.2026 , 13:30 Uhr
Das erste wäre mMn, sich mal wieder auf universelle Werte und Maßstäbe zu verständigen, die man ideologieunabhängig allen Menschen zugesteht. Und dann mal wieder nach verbindenden, statt spaltenden Elementen suchen. Ein klares Bekenntnis zur Demokratie und ein eine klare Distanzierung von gewalttätigem Extremismus brauchts ebenfalls, wenn man große Räder drehen will. Wer sich aufmacht Menschen- und Völkerrecht zu verteidigen und eine gerechte Welt für alle einfordert, kann nicht mal eben nach Gusto ganze Volksgruppen in gut/böse Schubladen ablegen. Das wäre zumindest mal eine Basis, auf der sich dann glaubwürdig Systemfragen stellen lassen.
zum Beitrag22.01.2026 , 13:17 Uhr
Hab ich ja gar nicht. Das ist schlicht Wahrnehmungssache. Ich hab nur geschrieben, dass ich dieses "Brot und Spiele" Argument nicht mehr erhören kann. Aber schon irgendwie bezeichnend, dass man deshalb mal eben gleich zum "demokratiezerstörenden Pöbel aus dem Tal der Ahnungslosen" gehört. Und gleichzeitig "gute Umgangsformen" eingefordert werden.
zum Beitrag21.01.2026 , 16:47 Uhr
Ich würde mal vehement widersprechen. Genau das Gegenteil wäre nötig. Nicht im damals schwelgen, über hundert Jahre alte Thesen aufwärmen und Parolen aus grauer Vorzeit wiederkäuen ist nötig. Es braucht eine neue, pragmatische und glaubhaft umsetzbare Vision, wie man die Gesellschaft verbessern und zeitnah auf die dringenden Zukunftsfragen vorbereiten kann, Dafür muss man zwar streiten, aber auch in relevantem Maße Mehrheiten erreichen können. Sonst ist man ganz weit davon "am großen Rad zu drehen". Mir fällts schwer zu glauben, dass man die notwendige Erkenntnis und Begeisterung dafür in Geschichten von früher findet.
zum Beitrag21.01.2026 , 12:20 Uhr
Absolute Zustimmung! Das hat aber bereits vor Trump begonnen und hat meines Erachtens auch viel mit der Jagd nach Klicks zu tun. Man kann heute in den seriösen Tageszeitungen von der FAZ bis hierher Headlines lesen, die man früher klar der BILD zugeordnet hätte. Ich glaube tatsächlich, dass die Verantwortung der Medien insgesamt gegenüber dier Entwicklung noch immer unterschätz wird und Leute wie Trump dieses Feld, einfach clever bespielen.
zum Beitrag21.01.2026 , 12:01 Uhr
Ich bin so konservativ, dass meist links der SPD wähle. Dass ich seit rund 20 Jahren DIY Konzerte in linken und alternativen Kultureinrichtungen spiele und organisiere. So konservativ, dass ich lange ein antirassistische Fußballturnier mitorganisert habe. Weil es eben wichtiger ist Menschen zusammenzubringen, als politisch immer die Deutungshoheit zu haben. Was seit Jahren in der Linken passiert, vor allem an der Basis, ist nicht selten das Gegenteil. Obs der Nahost Konflikt ist, obs identitätspolitische Themen sind, obs Demos gegen Rechts sind, wo man nicht hingeht, weil da auch Andersgesinnte hingehen. Am örtlichen AJZ -dass ich immer noch regelmäßig unterstütze- prangt seit langer Zeit ein Schriftzug "Wer SPD oder Grüne wählt, wählt Krieg". Die "Spiele der Reichen und Mächtigen" verteidige ich sicher nicht, die Fußball WM geht mir hinten sonstwo vorbei. Ich kann nur diese verstaubten Parolen nicht mehr erhören, die ich mir im gleichen Wortlaut auch von meinem Querdenker-Onkel anhören kann. Und zum Thema Duzen. Wenn man in der "Kommune" einer linken Tageszeitung das "Sie" einfordert, während sogar die Moderation duzt, dann ist das zumiendest aus meiner Sicht sehr konservativ.
zum Beitrag21.01.2026 , 11:33 Uhr
Das ist doch gar nicht das Thema. "Der indiviuelle Freiheit und Entfaltung ablehnt." steht da, nicht "der auch seine Freiheiten haben möchte". Natürlich gibts da Grenzen und die allermeisten Menschen wissen das auch. Dafür muss man weder Reichsbürger, noch religiöse Hardliner verteidigen. Wo individuelle Freiheit endet, wird von Gesetzen geregelt, nicht von idelogischen oder religiösen Überzeugungen. Und nochwas. Es ist genau dieses nicht verstehen wollen, was die Debatten so schwierig macht.
zum Beitrag20.01.2026 , 16:07 Uhr
Ach diese alte Leier wieder. Glaubst du ernsthaft, die Menschen würden sich dann auf einmal für Politik iinteressieren bzw. engagieren, wenn es keine großen Sportturniere mehr gäbe? Und dann noch im linken Sinne? Mit dieser Brot und Spiele Behauptung, lassen sich so ziemlich alle Veranstaltungen im Unterhaltungsbereich schlechtreden. Es gibt unzählige Möglichkeiten sich politisch zu bilden, sich sozial oder ehrenamtlich zu engagieren. Fußball WM ist alle 4 Jahre, genau wie Olympia. Und mal ganz ab von den großen kommerziellen FIFA Turnieren, Olympia, etc. bringt der Sport auf alle Fälle mehr unterschiedliche Menschen zusammen, als es die Linken je auf die Reihe bekommen würden.
zum Beitrag20.01.2026 , 15:43 Uhr
Na ja, das wird ja jedes mal vor so einem Turnier rausgeholt, aber es ist so wie "Harmonie" weiter unten angemerkt hat. Boykottieren kann man nur die Spiele im Stadion selbst, auf PayTV sendern, Public Viewinings oder irgendwelcher Fanartikel. Maximal noch die Produkte der Sponsoren. Aber Free TV Spiele nicht schauen, war schon immer Hosentaschenboykott.
zum Beitrag20.01.2026 , 10:54 Uhr
"Die Glotze auszuschalten" hat aber nunmal mit Boykott überhaupt nichts zu tun. Niemand bekommt mit, ob du irgendein Fußballspiel schaust oder nicht. Das machst du dann halt für dich selbst. Aber es ist weder ein Zeichen gegen Faschismus, noch trifft es die Trump oder die FIFA.
zum Beitrag18.01.2026 , 20:07 Uhr
Genau das meine ich. Parolen und Symbole von brutalen Islamisten zu übernehmen, ist Alles, nur keine Solidarität mit den leidenden Menschen in Gaza. Genauso wenig wie es das ist, die Politik rechtsnationaler Regime zu unterstützen. Man hat übers Recht haben müssen, völlig den menschlichen Kompass verloren. Das ist eine Ausseinadersetzung zum reinen Selbstzweck. Aber das reflektieren diese Leute schon längst nicht mehr.
zum Beitrag18.01.2026 , 15:40 Uhr
Einen hang zur Spaltung war den Linksradikalen ja schon immer inhärent, soweit nix Neues. Was da grad passiert, ist aber kein inneres Ringen um Positionen mehr. Es ist der Ausdruck einer Generation, die sich aus maximaler Profilierungssucht das Thema Nahost als Ersatzkonflikt gewählt hat, um den Mangel an einer gemeinsamen, progressiven Vision mit Pseudosolidarität zu füllen. In Wirklichkeit dreht sich alles nur noch um die vermeintlichen Aktivisten selbst. Weil man sich über Jahre immer engere Scheuklappen angelegt hat, alles und jeden durch schwarz/weiß Schablonen pressen muss und so die Debattenkultur und die interne Kommunikation über kontroverse Themen nahezu unmöglich zu gemacht hat, demonstriert man jetzt gegeneinander. Währenddessen fährt die AfD Rekordergebnis um Rekordergebnis ein. Die gesamte deutsche Linke im aktuellen Zustand könnte sich auf den Kopf stellen und es würde nichts an der Situation der betroffenen Menschen in Gaza und Israel ändern. Und trotzdem wirft man je nach Gusto grundlegende Werte über Board, nur um die maximale Deutungshoheit der eigenen Blase durchzusetzen. Braucht so wirklich niemand.
zum Beitrag17.01.2026 , 15:22 Uhr
Aber das is doch nix Neues. Wenn rechts sagt x sagt links y. Bei Springer und Konsorten sind "Totalverweigerer" faule Nichtsnutze und hier sinds eben alle "traumatisiert/depressiv". Und wo Typen wie Dobrindt von "Eisparpotential von mehreren Milliarden" fantasieren, sind hier dann eben grad mal Ein- bis Zweitausend Totalverweigerer. Seriös sind natürlich beide Behauptungen nicht. Ich selbst kenne mehrere Menschen, die rein aus ideologischen Gründen alles verweigern. Dass das großflächige Zielen der Union auf Sozialempfänger häßliches Nachuntentreten ist, ändert ja nichts daran, dass es hart Arbeitenden nicht vermittelbar ist, dass es Menschen gibt, die sich auf Kosten der Gesellschaft aushalten lassen. Aber es gibt eben auch ne Menge Leute, die aus mentalen Gründen wirklich nicht können und da muss der Staat eben Mittel finden zu differenzieren und nur die zu treffen, die einfach nicht wollen. Und zur Eigenverantwortung. Da bin ich voll dabei. Mich nervt die Vollkaskomentalität hierzulande ebenfalls. Dass heißt aber nicht, dass man Verantwortung nur bei den sozial Schwächsten sucht.
zum Beitrag17.01.2026 , 12:56 Uhr
30 Mio natürlich
zum Beitrag16.01.2026 , 14:13 Uhr
Manche können halt einfach nicht loslassen. Ein koordiniertes Signal mehrerer europäischer Staaten, dass man sich solidarisch mit einem Land zeigt, dessen territoriale Integrität von imperialen Gelüsten Trumps bedroht wird, als "deutschen Expansionskurs" zu bezeichnen, offenbart einen intellektuelles Niveau, dass sich im gleichen Regal wie die Ideen des Orangenen finden läßt.
zum Beitrag15.01.2026 , 14:16 Uhr
Ja mei. Wir leben auf einem Planeten mit rund 30 km³ Eismasse. Wie kann es da irgendwo zu warm sein?
zum Beitrag15.01.2026 , 14:08 Uhr
Jo Maggus, Spitzenidee! Ich würd noch viel weiter gehen. Als erstes würd ich mal Franken mit Hessen, Sachsen und Schwaben zusamenlegen. Dann hätte man eine relevant große Region, für die man einen Sparduden ohne P, T und K herausbringen könnte.
zum Beitrag14.01.2026 , 13:40 Uhr
Na solange man keinen Verein gründet, der ein "taktisches Verhältnis zur Gewalt" hat und nicht "eng mit gewalttätigen Akteur:innen zusammen(arbeitet)" sicher nicht. Politisch radikale Akteure, die glauben je nach eigenem Gusto Gewalt als legitmes Mittel anzusehen, stellen sich gegen das Grundsetz und sind damit auch nicht zu Unrecht im Visier des Verfassungschutzes.
zum Beitrag14.01.2026 , 12:13 Uhr
Da steht aber nicht, dass "auch die Billigbrötchen" mit verantwortlich sind, das steht explizit "DEIN Billiogbrötchen killt die Fische in der Ostseee". Wenn ihr wirklich differenziert daraufhinweisen wollt, wo und was in der Nahrungsmittelproduktion alles falsch läuft, wozu dann so eine plumpe Headline? Niemand zweifelt daran, dass gerade bei Massenprodukten nicht nach ökologisch nachhaltigen Standards gearbeitet wird. Aber hier wird ausdrücklich der Konsument von billgen Nahrungsmittelmitteln als Verursacher adressiert. Die meisten Menschen, die billige Brötchen im Supermarkt kaufen, machen das, weil sie sich Grundnahrungsmittel vom Bäcker oder aus dem Bioladen nicht leisten können. Und wenn ich jeden Cent umdrehen muss und keine Wahl habe, dann ließt sich so eine Headline schlicht und ergreifend überheblich.
zum Beitrag13.01.2026 , 13:20 Uhr
"Wie sind wir hier gelandet? Will uns noch wer? Und warum sind wir so langweilig, während unsere Tiktok-Trump-Gegenwart so spektakulär ist?" Ist halt irgendwo vergleichbar mit MTV. Früher gabs das Netz nicht und da hatte eine Plattform, die Musikvideos zeigt eine große Relevanz. In Zeiten von Youtube, Streaming und Co. brauchts das eben nicht mehr. Und jetzt, wo das Netz vor Meinungen nur so überquillt und man sich an jeder Ecke mit Trailern, Teasern oder Auszügen selbst ein Bild machen kann, brauchts kaum noch Kulturkritiker. Zumal ein Großteil derer, die sich als solche definieren, auch nicht weniger oberflächlich, ahnungslos, überheblich oder selbstverliebt unterwegs ist, als es Kommentare und Meinungen unter Videoclips sind.
zum Beitrag13.01.2026 , 12:41 Uhr
"Doch Kennedys schwerer, weil verfänglicher Angriff sollte kraftvoller zurückgewiesen werden als lediglich mit Warkens Antwort an Kennedy"
Achja? Weil dadurch Corona Leugner, Querdenker und Impfgegener ihre Meinung ändern? Weil die Worte eines Trump Gesundheitssministers aufgeklärte Menschen zu Impfgegenern machen? Oder warum? Kennedy hat auch behauptet, das WLAN Krebs erzeugt, Flourid in der Zahnpasta den IQ verändert und Covid von den Chinesen entwickelt wurde, um die DNA von Weißen und Schwarzen zu verändern. Muss man das auch "kraftvoll zurückweisen"? Das Problem ist gar nicht Kennedy oder irgendein anderer Schwurbelminister. Das Problem ist, dass man jeder Grütze, die aus solchen Mündern kommt, soviel Beachtung schenkt. Um Vertrauen in der Bevökerung zu stärken, könnte man auch einer allumfassenden Auswertung des Umgangs mit der Epidemie zustimmen. Aber das will man ja eher nicht, weil die Erkenntnisse in einzelnen Punkten eventuell auch Kritikern Recht geben könnten. Da ist es doch einfacher, sich über das Geschwafel eines notorischen Verschwörungstheoretikers zu empören.
zum Beitrag12.01.2026 , 12:45 Uhr
"Europa gibt seine Großmachtansprüche auf und konzentriert sich auf ein kluges Abstiegsmanagement."
In Zeiten, wo sich die großen Machtblöcke dazu entschieden haben, die Reste jegliche regelbasierte Weltordnung über Board zu werfen, die Demokratie zu beseitigen und sich rücksichtslos zu nehmen, was einem gerade gefällt, soll die große Idee sein, sich außenpolitisch, wirtschaftlich und strategisch ins globale off zu schießen? Spannend, solche "klugen" Ideen. Na zumindest, bräuchten wir dann über Klimaschutz oder Völkerrecht kein Wort mehr verlieren.
zum Beitrag09.01.2026 , 15:17 Uhr
Ich glaub gar nicht, dass es die Themen an sich sind. Es ist die Art und Weise, wie das von oben herab vermittelt wird und wie berechtigte Anliegen abgebügelt werden. Die Menschen wollen mitgenommen, gehört und ernst genommen werden. Es ist ja nicht so, dass die Leute, die AfD wählen, nnicht vorher jahrelang auch ander Parteien gewählt hätten.
zum Beitrag09.01.2026 , 15:11 Uhr
Da haben natürlich noch mehr Sachen reingespielt. Religiöse und konservative Überzeugungen zum Beispiel, das Gefühl des Abgehängtseins in bestimmten Regionen, die Arroganz der sogenannten "politischen Eliten". Aber ich hab ne Menge Meinungen von Trump Wählern gelesen und auch selbt im Bekanntenkreis jemanden, der den gewählt hat. Und wie bei ihm, sind da erschreckend viele Leute dabei, die Trump selbst als Idioten bezeichnen, aber ihm als einzige Veränderungen in der Politik zutrauen. Natürlich ist das Vogel Strauß Denke. Abber man sollte da genau hinschauen und die richtigen Konsequenzen ziehen. Ähnliche Verhaltensweisen gibts auch unter AfD Wählern.
zum Beitrag09.01.2026 , 14:41 Uhr
Da hat sich gar niemand "gegenseitig gekillt". Da wurde eine unbewaffnete Frau, die sich gegen die ICE eingesetzt hat, auf offener Straße von Beamten erschossen und dir reicht die Hautfarbe, um Opfer und Täter in eine Schublade zu stecken? . Dein Beitrag inklusive des deplazierten Smileys entspringt genau dem rassistischen Geist, der solche Zustände erst möglich macht.
zum Beitrag09.01.2026 , 12:51 Uhr
Genau. Da gibts hier mehrere Artikel, die über "false flag" und die Russen spekulieren, aber Expertenmeinungen brauchts nicht, weil die ja "in letzter Zeit" meistens falsch liegen. Und jetzt müssen trittbrettfahrende Saboteure nur noch die taz lesen, um zu wissen, wie man linke Bekennerschreiben verfasst, obwohl diese im Wortlaut ganz offen im Netz zu finden sind. Sonen Unsinn kann man sich kaum ausdenken.
zum Beitrag09.01.2026 , 11:25 Uhr
Hab ich auch nirgendwo geschrieben. Die Leute um Johann G. kommen aus genau dem Lager. Da muss man gar nicht mehr auf die gewisse Leute aus dem Umfeld der BSG Chemie und den einschlägigen Gyms eingehen.
zum Beitrag08.01.2026 , 12:58 Uhr
Hm. Also soviele Spekulationen, wie in diesem Artikel, hab ich bislang nirgendwo anders gelesen. Soviel zum Thema "Klappe halten".
zum Beitrag08.01.2026 , 12:53 Uhr
Wenn die linke Szene sich nicht langsam auf die Kette kriegt, will ich damit nichts mehr zu tun haben. Offener Hass, politische Gewalt, Antisemitismus, borniertes Lagerdenken. Das ist das, was eigentlich rechts steht und was links immer vorgibt bekämpfen zu wollen. Wenn das in linksradikalen Kreisen zur Normalität wird, dann gehört das genauso bekämpft, wie Faschos. Und so häßlich solche Aktionen sind und so abwegig das propalestinänsische Lager mittlerweile unterwegs ist. Wer die antideutsche Szene in Leipzig kennt, weiß, dass es dort nicht viel besser aussieht, mit dem Hang zu eindimensionalem Hass und der Befürwortung Gewalt. Ich erlebe in den linken Kulturzentren seit einigen Jahren eine extreme Polarisierung, die mir nicht kleiner zu sein scheint, als die Abgrenzung nach Rechts.
zum Beitrag08.01.2026 , 12:28 Uhr
Zu 100% ausschließen würde ich das auch nicht. Aber die internationalen und wirtschaftlichen Verwerfungen, die das mitsichbringen würde, wären auch für Trumps Regierung nicht mal eben zu stemmen. Ich glaube eher, die Drohungen sind Mittel zum Zweck (Deals). Den Vergleich mit Venezuela halt ich abwegig, die Vorraussetzungen sind doch sehr unterschiedlich. Und noch abwegiger ist es vom "Ende Europas" und russischer Einnahme zu reden. Ich halte trotz der aktuellen Ereignisse überhaupt nichts davon, sich mit solchen apokalyptischen Visionen zu überschlagen.
zum Beitrag08.01.2026 , 12:16 Uhr
"Über Neokolonialismus wurde ja in den letzten Jahren ausführlichst diskutiert - wieso wird jetzt hier, wo es sich wirklich um eine Kolonie zu handeln scheint, kein Wort dazu verloren?"
Weil das nichts mit Neokolonialismus zu tun hat. Grönland gehört länger zu Dänemark als die USA überhaupt existieren. Grönland ist ein autonomes, (nahezu) selbstverwaltetes Gebiet mit eigenem Parlament und eigener Regierung. Und Dänemark plündert die Menschen dort auch nicht aus, wie es in Afrika passiert. Da von Neokolonialismus zu sprechen ist ähnlich schief, wie die abenteuerliche Behauptung Grönland sei größer als die USA.
zum Beitrag07.01.2026 , 12:31 Uhr
Na ganz so komplett abwegig ist das gar nicht. Holger Apfel, Udo Pastörs, Udo Voigt, Björn Hoecke, Hans Georg Maaßen, Alexander Gauland, etc. Nahezu alle Köpfe der Rechten, die nach der Wende in der Unzufiedenheit und der existenziellen Krise der Ostdeutschen das Potential für ihren Propaganda erkannt haben, sind Leute, die in der alten BRD ihre politischen Wurzeln haben. Dass es in der DDR viel zuwenig Aufarbeitung der NS Zeit gab, es den Faschismus nur im bösen Westen gab und Alltagsrassismus völlig normal war, was den Boden für diese Herren bereitet hat, ist natürlich genauso wesentlich für den Erfolg, wie Treuhand, Massenarbeitslosigkeit und massive Landflucht.
zum Beitrag07.01.2026 , 12:16 Uhr
Das ist exakt das, was in in den Staaten zur Wahl Trumps geführt hat. Dort haben auch viele Latinos und auch Schwarze Trump gewählt, weil sie auf die etablierte Politik keinen Pfifferling mehr geben. Und soviel da nur gefühlt sein mag, ist am Kern auch etwas dran. Die Unfähigkeit der demokratischen Parteien pragmatische Politik ohne parteipolitische Querelen zu machen, notwendige Reformen schnell und unbürokratisch umzusetzen, dem Land eine Vision zu geben eröffnet ein Vakuum für Populisten, die einfach Antworten versprechen. Die AfD zu verhindern, funktioniert nur über die Bereitschaft, gemeinsam bessere Politik zu machen und Ideologie hintenanzustellen. Von notorischer Empörung und Verbotsgerede nicht.
zum Beitrag07.01.2026 , 12:03 Uhr
"Der Fall des Grünen-Politikers Stefan Gelbhaar wurde vorschnell als Intrige abgetan."
Wurde er überhaupt nicht.
"Nicht alle Vorwürfe, über die wir berichtet haben, sind damit automatisch nichtig – ein wesentlicher Vorwurf allerdings schon"
(Richtigstellung des rbb vom 17.01.25)
Die strafrechtlich relevanten Hauptvorwürfe, bei denen es um sexuelle Gewalt ging, waren nachweislich frei erfunden. Das war eine ganz klare Intrige, die weit über die aktuellen Vorwürfe hinausgingen. Man kann diese Posts als unangemessen, übergriffig und peinlich betrachten. Und wenns dafür Kosequenzen gibt, wirds sich kaum jemand beschweren. Aber mal eben die zurecht klaren Grenzen zwischen solchem Verhalten und sexueller Gewalt insbesondere einer schweren Straftat wie Vergewaltigung zu verwischen, ist exakt das Gegenteil davon "Grauzonen zu erkennen".
zum Beitrag07.01.2026 , 11:41 Uhr
Ich wäre sehr vorsichtig, Venezuela mit Grönland zu vergleichen. Ich glaube da passt das Beispiel Kanada besser. Auch da gibts Annektionsfantasien und außer Zöllen und viel Gepolter ist nix passiert. Einen Diktator wie Maduro mit extrem wenig Rückhalt aus einem desolaten dritte Welt Staat zu entfernen ist ne ganz andere Nummer, als sich das Territorium eines westlichen Nato Staats zu krallen. Das wäre militärisch sowohl auch wirtschaftlich mit ganz anderen Anstrengungen verbunden. Man darf bei dem ganzen aktuellen Unfug eins nicht vergessen. Trumps größter Joker ist immer gewesen, Angst und Panik zu verbreiten und damit beim Gegenüber Deals zu erzwingen. Kanada hat sich da ganz unbeeinduckt gezeigt. In Sachen Dänemark/Grönland würde ich auch dazu raten, nicht wie aufgescheuchte Hühner herumzurennen. Trump ist nicht so unberechnabr, wie er glauben machen möchte.
zum Beitrag06.01.2026 , 22:40 Uhr
Na über welche Hintergünde/Forderungen soll man denn berichten, wenns außer einem nicht gesicherten Bekennerschreiben bislang keine Erkenntnisse gibt?
zum Beitrag06.01.2026 , 13:18 Uhr
Das Problem sind doch gar nicht wirklich diese Leute unter den Linken, die auf Gewalt und Terror setzen. Das ist natürlich eine Minderheit, die grundlegenden Werten, die man eigentlich als links verortet, zuwiderhandelt. Das wirkliche Problem ist, dass es aus linken Kreisen zu wenig klare, distanzierende Worte zu den Aktionen von Hammerbande, Vulkangruppe, Ex RAFlern, Angriff aufs heute Show Team, etc. gibt. Kein noch so vorgeblich heheres Moitiv, kein Whataboutismus, kein "Aber, aber" rechtfertigt solchen Mist und natürlich haben "die Linken" dann auch den Schaden, wenn man dagegen keine klare Kante zeigt. Das ist hausgemacht und BILD und Kosorten müssen aufgrund dieses Mangels an -ja genau!- Haltung die Ernte nur noch einfahren. Es ist noch nichtmal zu 100% klar, ob das in Berlin nun Linksextremisten waren. Das Schlimme ist, dass es viele nicht wundern würde. Mich auch nicht.
zum Beitrag06.01.2026 , 11:31 Uhr
Extremisten sind immer "Idioten". Es ist dem Extremismus jeglicher Coleur inne, dass er ein extrem verengtes Weltbild unterhalb des eigenen Tellerandes hat und dieses versucht mit Gewalt durchzusetzen.
zum Beitrag06.01.2026 , 11:26 Uhr
"Die angemahnte Distanzierung selbst ist irre, denn wer mit minimaler Restvernunft auf "Linke" blickt, sieht ein sooooooo weites Feld, dass zwischen gewalttätigen Anschlägen fürs Klima und Taz Spektrum äh, Welten liegen."
"Irre" isses, was für Verrenkungen und schiefe Vergleiche man anstellen kann, um sich vor Kritik im eigenen Lager wegzuducken. Weil sich die Politik nicht genug kümmert, sind Anschläge auf die zivile Infrastruktur "kein Wunder"? Was fällt so schwer daran, zu sagen, "das was ihr macht" lehnen wir ab?Wo hast du denn den Kompass verloren, dass du eine Distanzierung von Anschlägen vermeintlicher Linker als "irre" bezeichnest? Und nochwas. Der CCC arbeitet konstruktiv an der Lösung von Problemen und nicht destruktiv gegen die Zivibevölkerung. Der Vergleich ist haarsträubend.
zum Beitrag06.01.2026 , 11:13 Uhr
Über das Bekennerschreiber wurde doch in aller Form berichtet. Und völlig egal, was die Forderungen sind, verständlich werden Terroranschläge dehalb nicht im Ansatz.
zum Beitrag05.01.2026 , 10:17 Uhr
"Niemand rechnet nachts mit einem 100 köpfigen Überfallkommando"
Na genau. Da haben die USA mehrere Kriegschiffe und den größten Flugzeugträger vor der Küste Venezuelas. Haben ihre Truppenpräsenz auf ihren Karibikbasen in den letzten Monaten stark aufstockt. Haben bereits mehr als 30 Angriffe verübt. Die venezuelanische Regierung erklärt bereits im Oktober "Ein Angriff unter falscher Flagge ist in den Gewässern vor Trinidad und Tobago oder vom trinidadischen oder venezolanischen Territorium aus im Gange, um eine vollständige militärische Konfrontation mit unserem Land herbeizuführen". Aber es konnte niemand damit rechnen, dass ernst gemacht wird und Maduro das Hauptziel ist. Venezuela mag sicher nicht das beste Militär haben. Aber so wenig Kompetenz, den eigenen Staatschef zu schützen, klingt schon sehr abenteuerlich.
zum Beitrag04.01.2026 , 14:10 Uhr
Das liegt, denke ich, auf der Hand. So unrechtmäßig, wie dieser Coup war, so unrechtmäßig ist Maduro im Amt. Das Land ist durch und durch korrupt, Vieles liegt massiv im Argen. Für einen wie Maduro gehen die Leute nicht durchs Feuer. Da isses relativ einfach, Leute für sich zu gewinnen.
zum Beitrag04.01.2026 , 12:53 Uhr
Kleine Anektode:
Vor ein paar Wochen hab ich kurz vor ein Kreuzung (mit dem Auto) gehalten, um einen Radfahrer passieren zu lassen. Hinter mir hupt sich einer den Wolf, ob meiner Frechheit ihn aufzuhalten. Kurz nach Weiterfahrt überholt er den Radfahrer und mich dann waghalsig und zeigt mir aggresiv den Wischer. Am Abend sitz ein guter Freund (passionierter Fixie Biker) bei mir und ich erwähne die Szene. Er hat natürlich eine ähnliche Story parat und berichtet, wie er dem rücksichtslosen Autofahrer durch die halbe Stadt hinterhergefahren ist bis dieser ihn ausgebremst hat und er hintendrauf gefahren ist. Gegenseitige Beleidigungen, Polizei, Teilschuld beim Unfall. Jetzt will er klagen, weil ja der Autofahrer Schuld hat. Dazu fällt einem wirklich nix mehr ein. Aber so läuft das hier auf der Straße. Oder wie Tucholsky bereits 1929 festegestellt hat: "Der Deutsche fährt nicht wie andere Menschen. Er fährt, um recht zu haben. Dem Polizisten gegenüber; dem Fußgänger gegenüber, der es übrigens ebenso treibt – und vor allem dem fahrenden Nachbarn gegenüber."
zum Beitrag03.01.2026 , 19:26 Uhr
Ich glaub, man kann das noch viel allgemeiner runterbrechen. Meckern, schimpfen, jammern und auf Andere zeigen. Darin sind wir Weltmeister. Und zwar quer durch alle Lager hinweg. Und bei Disziplinen wie "sich an die eigene Nase fassen" oder "sich mal für andere hinten anstellen", da schaffts kaum einer durch die Qualifikation.
zum Beitrag03.01.2026 , 14:55 Uhr
Ich würd mal behaupten, die allermeisten betroffenen Menschen in der Ukraine wollen ein schnelles Ende des Krieges, selbst unter Aufgabe von nationalem Territorium. Und ich glaub auch, dass es nationalistische Stimmen gibt, die Russland gerne fallen sehen würden. Was ich ich nicht mehr ertragen kann, sind die aufgrund mangelnder Argumentationssubstanz immer billigeren Argumente, die vorgeschoben werden, um eine defacto Kapitulation der Ukraine irgendwie zu rechtfertigen und diese als Erlösung für die Menschen in Ukraine verkaufen zu wollen. Wer dem Überfallenen rät, sich wehrlos zu ergeben und sich unter die Knute eines so autoritären wie brutalen Unrechtsregimes zu begeben, der redet dem Agressor und der Barbarei das Wort. Und da Herr Clasen, helfen auch keine immer mal wieder als Halbsatz enigestreuten Bemerkungen, dass "auch russische Angriffsfantasien" gefährlich sind.
zum Beitrag03.01.2026 , 14:16 Uhr
Na, da hat er schon Recht. Die CSU versucht verzweifelt auf der rechten Populismuswelle zu schwimmen und so dem eigenen Bedeutungsverlust zu entkommen. Der Verstoß kommt ohne jede Wissenschaftliche Grundlage. Es gibt keine einzige Studie, die eine Grundlage für den Vorstoß bietet. Ob mans nun Populismus oder Stammtischgepolter nennt ist völlig gleich. Und die Freigabe von Cannabis war folgerichtig, da sich (außer Teilen der SPD) alle Ampel Koalitionäre einig waren. Selbst die FDP hatte das seit Jahren auf der Agenda.
zum Beitrag02.01.2026 , 20:08 Uhr
"Denn während über die Praxisgebühr 2.0 diskutiert wurde, sprach kaum jemand über andere Reformen im Gesundheitswesen: Budget- und Honorarkürzungen bei der Ärzteschaft etwa."
Na vielleicht weils in Zeiten von akutem Ärztemangel und zunehmender Abwanderung auch eine äußerst exklusive Idee ist? Deutschland verliert jedes Jahr mehr als 2000 Ärzte. Fällt mir schwer zu erkennen, wo da Honorarkürzungen eine sinnvolle Idee wären. Solange die Deutschen öfter zum Arzt gehen, als Menschen in allen anderen Ländern Europas und 70% der Ärzte noch aufs gute alte Faxgerät setzen, sehe ich Reformbedarf an ganz anderen Stellen.
zum Beitrag31.12.2025 , 14:47 Uhr
Natürlich versuchen rechte Meinungsmacher solche Fälle in ihre pauschal ausländerfeindliche Propaganda einzuspannen. Und wenn aus der Silvesternacht ein grundsätzliches Problem mit muslimischen Männern konstruiert wird ist das falsch, das ist doch gar keine Frage. Und natürlich auch nicht, dass auch deutsche Männer übergriffige Taten verüben. Fragen muss sich aber auch mal die taz, ob man nicht selbst solche Fälle nur durch die eigene Brille betrachtet und ob man da wirklich den Opfern gerecht wird. Es gab hier viele Artikel -teils noch bevor das Ausmaß wirklich bekannt war- die sich nur mit "stereotypen" Berichten der Presse, über Titelbilder im Focus, mit dem Versagen der Polizei, rassistischen klischees und natürlich mit Männern an sich beschäftigt hat. Mit den Opfern, wie sie die die zögerliche Berichterstattung des ÖRR und Verhaltensregeln von Frau Reker empfinden kaum. In meiner Wahrnehmung war die Kölner Silvesternacht und der gesamte mediale Umgang damit, der erste große Kippunkt für die "Willkommenskultur" und hat einen enormen Schub für rechte Kräfte geleistet. Und das auch, weil sich mehr mit dem Rassismus der Anderen beschäftigt wurde, als mit dem Frauenbild der Täter.
zum Beitrag30.12.2025 , 19:00 Uhr
Na da beißt sich die Katze in den Schwanz. Wenns schon daran scheitert, halbwegs Randale und Gewalttaten Herr zu werden, wie soll denn da "arm aber sexy" ein allgemeines Böllerverbot durchsetzen?
zum Beitrag30.12.2025 , 18:53 Uhr
Ach? So wie bei illegalem Feuerwerk? Oder so wie bei Cannabis? Na dann is ja alles geregelt.
zum Beitrag30.12.2025 , 14:17 Uhr
Sicher. Rauchen, Feuerwerk und "Töten von Menschen" mal eben in einen Topf zu stecken, ist auch eher schlichten Gemütes.
zum Beitrag30.12.2025 , 12:44 Uhr
"Es ist enttäuschend, dass nicht dargelegt wird, was das in der Praxis bedeuten würde und wie man das umsetzten könnte."
Das ist genau der Punkt, um den sich immer gedrückt wird, wenns um solche Themen geht. Klar wäre offene Grenzen eine schöne Sache, soweit geschenkt. Es gab schon einige Artikel hier, die in diese Kerbe geschlagen haben und niemand hat bislang auch nur den Ansatz gemacht, zu erklären, wie das in der Praxis aussehen könnte, wie man die Überlastunge von Sozialsystemen und öffentlicher Versorgung, Arbeitsmarkt, etc. auffangen könnte, etc. Und so lange das nicht passiert, nehm ich solche Ideen auch nicht mehr ernst.
zum Beitrag30.12.2025 , 12:26 Uhr
Wer Totalverbote fordert, muss auch erklären, wie sie durchgesetzt werden sollen. Privates Feuerwerk vollständig zu verbieten, würde bedeuten, dass man zu Silvester ein massives Polizeiaufgebot auf den Straßen und im gesamten Land bräuchte. Wie man während der Pandemie sehen konnte, ist das anders gar nicht durchsetzbar. Beschränkungen würde ich daher für sinnvoller halten. Zum Beispiel Mehr und größere Verbotszonen, eine hohe Umweltgebühr/-steuer auf Pyroartikel, Beschränkung auf max. 24 Stunden, höhere Strafen bei mißbräuchlicher Nutzung und für Einfuhr von illegalem F3 Feuerwerk. Man könnte viel machen, ohne totale Verbote. Die Diskussion ist wie viele andere auch zu eindimensional.
zum Beitrag29.12.2025 , 16:05 Uhr
Na genau. Das ist genau die Denke, die Konsens und Vertrauen in unserer Gesellschaft nahezu unmöglich macht macht. Kritik wird sofort in irgendeine extrem Ecke geschoben. Du findest, da ist was falsch gelaufen? Ergo muss du ein Leugner sein. Und weil Kritik nur Leugner kommt, will ich keine Aufarbeitung. Der Satz mit dem "Verzeihen müssen" war das wahrscheinlich Sinnvollsteste was Jens Spahn als Politiker je geäußert hat. Dass man damals -auch aus Unerfahrenheit- Fehler gemacht hat, bezweifelt heute auch kein Wissenschaftler mehr. Schon deshalb, weil für ein gesamtgesellschaftlich verantwortungsvolles Handeln Vertrauen grundlegend ist und in einer ähnlichen Situation aus Fehlern gelernt werden muss, wäre eine Aufarbeitung der Maßnahmen -wie sie in etlichen aderen Ländern völlig selbstvertändlich war- wichtig. Und falls dabei rauskommt, dass auch Kritiker hier und da Recht hatten, muss man halt für den Erkenntnisgewinn mal kurz vom hohen Ross runter, bestätigt aber noch lange keine Corona-Leugner. Wie oft wurde zum Beispiel geschrieben, was in Schweden alles falsch läuft. Am Ende hatten die mit anderem Ansatz die geringste Übersterblichkeit in ganz Europa.
zum Beitrag29.12.2025 , 14:41 Uhr
"aber der TAZ ist es gelungen, allen Stimmen eine Möglichkeit zu geben, gehört zu werden. Die beiden Seiten des Konfliktes darzustellen"
Mag sein, dass die taz diesen beiden Gruppen viel Raum gegeben hat. Aber genau hier liegt doch der absolute Grundfehler. Es gibt nicht nur diese "beiden Seiten". Aber im Vergleich zu den Hardlinerpositionen sind die Stimmen, die fernab der notorisch und unverzeihlich widergekäuten Schwarz/Weißargumente auf dem Konflikt blicken, sehr dünn abgedruckt. Dass man überhaupt darüber reden muss, das "Menschrechte unteilbar" sind und das Gewaltaten an Zivilisten immer zu vewrurteilen sind, ist auch Ergebnis dieser polarisierten Debattenkultur. Man schafft eben kein Bewusstsein für die universelle Bedeutung dieser Prinzipien, wenn man sich immer weiter im Pro/Kontra, Schwarz/Weiß, Freund/Feind Hamsterrad dreht und damit den Raum für Grautöne, abivalente Betrachtungen und gemeinsame Schnittmengen verengt.
zum Beitrag27.12.2025 , 13:31 Uhr
Das ist schlicht falsch. Nichts hat Trump bislang so in Bedrängnis gebracht, wie der Umgang mit diesem Skandal. Selbst in den eigenen Reihen rumort es seitdem gewaltig und er ist aktuell auffällig in der Defensive, was seine Äußerungen dazu betrifft. Kann er die Vorwürfe gegen ihn nicht ausräumen, klebt ihm diese Geschichte dauerhaft am Bein. Und generell, ist der Fall Epstein mit mehr als 1200 Mißbrauchs-Opfern und der Verwicklung etlicher Prominenter, auch alles Andere als irgendeine Belanglosigkeit, die sich als Ablenkungsmanöver eignet.
zum Beitrag25.12.2025 , 14:24 Uhr
"Die DFG-VK, das stellt Schramm klar, hat ein Eigeninteresse, das schon im Namen steht."
Ja, und wenn er ehrlich ist, gehts auch nur darum. Niemand braucht aktuell bei einem freiwilligen Wehrdienst die Beratung der Friedensgesellschaft zur Verweigerung. Sowas war bereits vor 20 Jahren schon obsolet, da man die entsprechenden Musterschreiben damals schon easy aus dem Netzkopieren konnte. Ich kenne niemanden, bei dem das damals nicht geklappt hat. Falls es doch irgendwann zu einer Pflicht kommen sollte, haben 18 jährige ganz sicher andere Quellen, als den Herrn Schramm. Die Friedensgesellschaft ist ein graues Relikt, das mental im kalten Krieg hängengeblieben ist und ob der eigenen Bedeutungslosigkeit, seit Jahren wenig Probleme damit hat, die Straße mit allerlei Schwurblern, Querdenkern und Querfrontlern zu teilen. Ein Paradoxon wie die "Rekordzahl der Verweigerer seit der Aussetzung der Wehrpflicht 2011" zu zitieren, spricht schon für sich. Und die Frage, an junge Erwachsene, ob sie schon einmal im Leben nach Gewissen entscheiden mussten, ist im Grunde eine Frecheit.
zum Beitrag23.12.2025 , 13:47 Uhr
Das ewige Problem der Linken. Wunderbare Luftschlösser malen, aber schon wenns drum geht, wie man die ersten Steine aufeinandersetzen könnte, wirds dünn. Man kann schön drüber schwelgen, wie alles sein könnte, wenns nicht so wäre wie es ist. Die großen Machtblöcke der Welt setzen zunehmend auf Autoritarismus. Nationale Egoismen stellen grundlegende Werte immer öfter in Frage. Europa kriegts kaum auf die Reihe, sich selbst bei relativ banalen Fragen halbwegs geschlossen zu zeigen. Selbst in den einzelnen Ländern sind stabile Regierungen eher Ausnahme als Regel. Überregional, national oder geswchweige denn global wird so selten entschlossen an einem Seil wird so selten gezogen, dass es kaum jemand je gesehen hat. Klar, man kann trotzdem immer von der Machbarkeit einer universellen, grenzenfreien Welt schwadronieren. Man kann die bisherigen realsozialistischen Erfahrungen als gescheiterte Projekte aus grauer Vorzeit ausblenden und behaupten, dasses diesmal alles besser läuft. Man kann immer behaupten, man wüßte genau, wo der wahre Schlüssel zum Glück hängt. Aber wenns um die umsetzungstaugliche Lösung dringlicher Probleme geht, wirkts halt einfach wenig seriös.
zum Beitrag20.12.2025 , 12:15 Uhr
Puh. Wusste ja, dass Bremen notorisch knapp bei Kasse ist. Aber Dachlatten? Vielleicht kann man sich ja für entsprechende Events Gummiknüppel und Taser aus Bayern borgen?
zum Beitrag19.12.2025 , 12:37 Uhr
Kann man im grunde schon machen. Nur fehlt mir bei solchen Interviews oft jegliches kritische Nachfragen. Wirkt dann einfach wie gefälliger "von der Bubble für die Bubble" Journalismus. Das ist genau das, was man anderswo kritisiert.
zum Beitrag19.12.2025 , 12:29 Uhr
"ständig motzenden Bauern gerne auf der Seite von Rechtsextremen und Demokratiefeinden stehen"
Achja "die Bauern" mal wieder? "Rechtsextrem und motzend." Da hat das notorische Framing hier ja wirklich beste Arbeitet geleistet. Dass südamerikanische Landwirtschaftsprodukte auch von Bauern produziert werden, die auch in ihren Ländern massiv subventioniert werden und oft eigene Position nicht gerade zimperlich vertreten, wird da mal eben zur Nebensache.
zum Beitrag17.12.2025 , 21:49 Uhr
Ist keine These. Steht sogar explizit in der verwendeten Studie. Kann man schon mal nachfragen, warum das bei sovielen Zahlen mal eben durchrutscht. "Waren ältere Menschen als Autofahrerinnen oder -fahrer in einen Unfall mit Personenschaden verwickelt, so wurden sie in mehr als zwei Drittel der Fälle (68,4 %) hauptsächlich dafür verantwortlich gemacht. Bei den 18- bis 24-jährigen unfallbeteiligten Autofahrerinnen und -fahrern wurde knapp zwei Dritteln die Hauptschuld am Unfall zugewiesen (65,9 %). In der Altersgruppe der 25- bis 64- Jährigen war der Anteil Hauptverursacherinnen und -verursacher mit 52,3 % deutlich geringer."
www.destatis.de/DE...25_N070_46241.html
zum Beitrag16.12.2025 , 20:26 Uhr
Für mich hatte MTV Relevanz, als der Sender noch wirklich anders, fürs TV regelrecht anarchistisch daherkam. Also in den 90ern bis Anfang der 2000er. Als dann immer mehr Reality TV Quatsch kam, wars für mich vorbei. Headbangers Ball, MTV Unplugged, Liquid Televison, Most Wanted, Beavis And Butthead, Ray Cokes, Vanessa Warwick. Das war für mich MTV.
zum Beitrag16.12.2025 , 12:13 Uhr
Musste grad mal nachschauen, ob ich mich nicht irgendwie aus Versehen ins Archiv verirrt habe. Der Nachruf hier hat zumindest mal ein Jetlag von rund einem Vierteljahrhundert. MTV war bereits tot, bevor Youtube geboren wurde.
zum Beitrag15.12.2025 , 22:02 Uhr
"Tja, deshalb haben die alten Frauen zuweilen das Kopftuch oder Hütchen in der Kirche."
Hier gehts aber halt um Kinder in einer öffentlichen Schule und nicht um alte Frauen in der christlichen Kirche. Niemand will Muslimen vorschreiben, was sie in einer Moschee oder sonstwo privat tragen.
zum Beitrag13.12.2025 , 14:45 Uhr
"ÖPNV ist nicht zwingend Ländersache. ÖPNV wird europaweit ausgeschrieben, während Ticketpreise in allen Ebenen durchgewunken werden muss."
Das ist natürlich von vorn bis hinten absoluter Nonsens. Die Preisgestaltung liegt absolut in der Hand von Ländern und Kommunen. Die Preise werden von den beauftragten Verkehrsunternehmen errechnet und ggf. mit öffentlichen Mitteln bezuschusst. "In allen Ebenen durchgewunken" wird da überhaupt nix. Wo nimmst du solche Behauptuungen her?
zum Beitrag12.12.2025 , 12:36 Uhr
"Denn die schädlichen Einflüsse wirken nicht nur auf Kinder so."
Jo. Ist beim Alkohol, Nikotin, Autofahren, Waffen, Glücksspiel, Drogen, Gewaltdarstellungen, etc das Gleiche. Erwachsene sind Erwachsen und Heranwachsende stehen nunmal völlig zurecht unter besonderem Schutz. Auch da könnte argumentieren, dass Probleme ins Erwachsenen-Alter verschoben werden, wenn man Kinder davor schützt. Was natürlich völliger Unsinn wäre. Niemand sagt hier was dagegen, Medienkompetenz zu vermitteln, das muss der erste Weg sein. Hab ich auch extra geschrieben. Geht aber nicht mal eben mit Fingerschnippen und Medienkompetenz. Und der Unwillen zugunsten des Jugenschutzes zu regulieren, liegt hier in allererste Linie bei den Plattformbetreibern. Die Politik reagiert hier nur darauf. Wenn mal Medienkompetenz ausreichend Vermittelt wurde und die Plattformen (sowie ihre adulten User) sich ihre Verantwortung bewusst geworden sind, wirds auch nicht mehr nötig sein, so hart zu beschränken.
zum Beitrag12.12.2025 , 12:21 Uhr
Klar. Privilegien kann man immer einfordern. Dann muss man aber auch die Verpflichtungen mitnehmen. Kein Streikrecht, politisches Mäßgigungsgebot, kaum freie Arbeitsplatzwahl, mögliche Zwangsversetzung, etc. Und btw. "Ungezügeltete Alimentation" ist ein ganz billiges Vorurteil. Aber genau von sowas lebt ja im Moment die gesamte Rentendiskussion.
zum Beitrag12.12.2025 , 11:49 Uhr
Da unterschreib ich jedes Wort. Es geht halt gar nicht wirklich ums Thema, es geht um Empörung. Sowohl in der Welt, als auch hier. Es gibt auch inhaltlich Rezensionen zur Veraanstaltung. Auch da bekommt man das Gefühl, dass das Ganze eher ein dünngebohrtes Brett ist und der Sat von Weihnachten zu radikalen Christen ehher gewollt als gekonnt vollzogen wird. Am Ende bleibt eine kleine Veranstaltung mit einem provokanter Aufhänger, an dem sich Konservative empören und auf deren Empörung sich Linke empören. Bubblegum könnte man sagen.
zum Beitrag11.12.2025 , 12:56 Uhr
"Was soll man dazu sagen? Da wird doch tatsächlich einer „völlig unterschätzt“, der Kampfsport macht?"
Ich bin 2018 mit Freunden auf die Gegendemo zu dem berühmten Naziaufmarsch in Chemnitz gefahren. Auf dem Rückwegzum Auto ist uns in einer Seitenstraße ne Gruppe von etwa 8 vermummten Mädels mit Quarzhandschuhen entgegengekommen und hat uns ziemlich kleinlaut die Frage gestellt, ob wir "links oder rechts" wären. An dem Tag war so ziemlich die gesamte rechte Hooliganszene Deutschlands -wie auf den Hogesa Demos- vor Ort präsent. Was wäre wohl passiert, wenn die mit so einer Gruppe direkt zusammengetroffen wären? Genau deshalb halte ja ich die Romantisierung solcher Aktionen für absolut gefährlich. Weil sowas Menschen motivieren kann, ohne sich der Situation und der Konsequenzen bewußt zu sein.
zum Beitrag11.12.2025 , 12:40 Uhr
Na ja, vor Gericht sicher nicht, dafür ist die Faktenlage ja wohl zu eindeutig. Aber wenn der Artikel hier mit dem fettgedruckten Slogan "Neonazi stach zu, aber Antifas sind angeklagt" daherkommt, den Vorwurf der Verteigung, die Staatsanwaltschaft würde ausgesprochen einseitig ermitteln zitiert und dann noch anmerkt, dass die Wohnung des Opfers nicht durchsucht wurde, stellt zumindest mal der Autor in Frage, ob der Überfallene hier in Notwehr gehandelt hat. Angesichts der vorliegendenFakten und der dünnen Geschichte der Angeklagten, isses völlig verständlich, dass es hier Widerspruch gibt.
zum Beitrag11.12.2025 , 11:45 Uhr
"Letzteres machen beide, schon klar. Allerdings liegt das an fehlenden Regelungen, es ist völlig normal das Konzerne Gewinne maximieren.
Es wäre Aufgabe der Politik das zu regeln. Sie tut es nicht"
Na aber genau das passiert hier doch gerade. Die Plattformen wurden etliche Male aufgefordert gegen bestimmte Inhalte vorzugehen und mehr für den Schutz der User zu tun. Sie tun es nicht, weil sie mit jedem hochegleadenen und verbreiteten Content Geld verdienen. Ergo Gewinnmaximierung auf Kosten der User. Als Konsequenz wird da jetzt reguliert, zumindest mal im Jugendbereich. Der Unterschied, ob ich jetzt Geld mit schädlicher Ware oder mit schädlichem Content Geld verdiene ist dabei völlig unerheblich.
zum Beitrag10.12.2025 , 18:45 Uhr
Ach Meinungen haben viele. Wenns dann aber um Argumente und Fakten geht, wirds oft ziemlich dünn. Und beim Thema Rechtssprechung, zählt halt nicht Meinung, sondern Fakten. Und sowohl die politische Einstellung noch die äußerst windige Argumentation der Angeklagten -man habe den Hammer nie einsetzen wollen und wollte eigentlich nur reden, man war halt naiv- sind Argumente, die den Tatvorwurf gegen die Angeklagten entkräften. Und ob nun die Angeklagten gemobbt wurden oder der Überfallene oder vielleicht allesamt, berechtigt einfach zu keiner Gewaltat. Das eigentlich Schlimme an der Sache ist, wie wenig Reflexion und Erkenntnis offensichtlich in der eigenen Bubble vorhanden ist, zu was solche hirnrissigen Aktionen führen. Mehrere Menschen könnten tot sein. Das ist das, was passiert.
zum Beitrag10.12.2025 , 12:30 Uhr
Mal ne Gegenfrage. Isses nicht auch ein Experiment an der Jugend, solche Plattformen unreguliert auf die Kids loszulassen? In allen Bereichen, von klassischen Medien über Genussmittel bis hin Führerschein gibt es aus gutem Grund Beschränkungen. Warum sollte das bei social media nicht zutreffen, obwohl schädliche Inhalte hinlänglich bekannt sind. Regierungen sind verpflichtet, Schaden von Heranwachsenden fernzuhalten. Dass es schwer wird, die Büchse der Pandora wieder halbwegs unter Kontrolle zu bekommen und das Vermitteln von Medienkompetenz erstes Ziel sein muss, da geh ich absolut mit. Aber wenn das noch nicht der Fall ist, dann muss man eben regulieren. Und sorry, das mit dem "in die Seitenstraßen treiben" ist dermaßen simpel konstruiert, dass mir es schwer fällt, die gesamte Argumentation ernst zu nehmen. Denn das könnte als Totschlagargument für jeglichen Jugendschutz herhalten.
zum Beitrag08.12.2025 , 14:15 Uhr
Hm. Weiß nicht genau, was mir der Aufhänger des Artikels jetzt vermitteln will. Dass da vom Export abghängige Standorte von Zöllen mehr betroffen sind, liegt ja logisch in der Sache. Und ohne die Karte zu bemühen würde ich Salzgitter und Wolfsburg mal nördlicher verorten als den Main-Taunus Kreis oder Cottbus. Selbst potsdam liegt südlicher als Wolfsburg.
zum Beitrag07.12.2025 , 21:08 Uhr
Also erstmal bring ich überhaupt Niemanden "zum Schweigen". Wie kommst du darauf? Ich kritisiere lediglich aus meiner Sicht eine Debattenführung, die mit whataboutismen versucht, am Kern des Themas vorbeizuargumentieren und dabei fadenscheinig in die Parolenkiste greift. Und nein es ist überhaupt nicht valide, verschieden ernsthafte Probleme schief gegeneinander auszuspielen. Ohne die Gefahr von Autokraten, die es wieder für einen gangbaren Weg halten, ihre Vorstellungen auch in Europa mit Gewalt durchzusetzen, würden wir das gar nicht diskutieren. Und diese ganz reale Situation ändert sich nicht im Ansatz, selbst wenn wir alle sozialen und ökologischen Probleme übernacht lösen könnten. Putin hat oft genug klargemacht, was er beansprucht und das ist nicht nur der Donbas. Vielen Staaten, die er ganz offen bedroht haben wir uns zu Bündnistreue verpflichtet. Dass ein 15jähriger so argumentiert, kann ich nachvollziehen. Wenn das Leute reiferen Alters machen, dann halte ich das für Ignoranz.
zum Beitrag06.12.2025 , 13:46 Uhr
Beides ist falsch und "Krieg meinen" dazu banale Polemik. Es geht um Verteidigungsfähigkeit. Wenn 1000 km vor unserer Haustür ein Land überfallen und annektiert wird, der Agressor seit Jahren unverholen Drohungen gegen Europa ausspricht und der wichtigste Bündnispartner von einem Clown regiert wird, der mit eben diesem Aggressor kuschelt, ist das schlicht eine Notwendigkeit.
zum Beitrag06.12.2025 , 13:36 Uhr
Ja richtig. Der Witz an der Sache ist hier allerdings, dass der "Widerstand" gegen Wehrdienst und -wie oft vernehmbar- gegen eine allgemine gesellschaftliche Dienstpflicht nicht von den oft zitierten neoliberalen Selbstverwirklichern kommt, sondern zu Allererst von einer Seite, die permanent mehr Staat und Gemeinschaft einfordert.
zum Beitrag06.12.2025 , 13:31 Uhr
Zu Punkt eins. Bis auf die Jahrgänge zwischen 2011 und 2025 haben alle Männer einen Dienst geleistet. Davon etwa die Hälfte Wehrdienst. Das waren pro Jahr im schnitt 30% mehr Leute als heute gebraucht würden. Man könnte überlegen, dass man die ausgesetzten Jahrgänge und Frauen allgemein mit in die Musterungspflicht einbezieht, aber ansonsten ist das große Argument "Alt gegen Jung" doch ziemlich konstruiert. Zuletzt dauerte der Wehrdienst 10 Monate. Das ist weniger als die Zeit, die mehr als 50% der Abiturienten heute im Schnitt als "Sabbat Jahr" verbringen. Zu Punkt 2. ich glaube nicht, dass man die Bevölkerung relevant so schulen kann, dass sie sich im Ernstfall gegen feindliche Soldaten behaupten können. Dafür gibt es ja eben Militär. Es bräuchte dafür dann schon mindestens Schweizer Verhältnisse, für alle Bürger. Glaube nicht, dass das verhältnismäßig ist und wenn man sich das Gezeter um eine Musterungspflicht anschaut, ist das hier sowieso unvorstellbar.
zum Beitrag05.12.2025 , 17:24 Uhr
Ich frag mich bei diesem Argument immer, ob das so ne Art Vergesslichkeit ist oder ob Fakten völlig wurscht werden, solange sie der eigenen Agenda dienen. Bis auf die 14 Jahre zwischen 2011 und heute haben ALLE Männer, die nicht ausgemustert wurden, einen Dienst geleistet, davon im Schnitt über 100000 pro Jahr den Wehrdienst. Eine Verweigerungsmöglichkeit ist nach wie vor im Grundgestz festgeschrieben und im Ernstfall würden natürlich auch nicht nur 18jährige Wehrpflichtige eingzogen werden.
zum Beitrag05.12.2025 , 12:42 Uhr
Ja richtig. Aber schon allein aus dem Grund ist ja die momentan allgemein ziemlich hysterisch und wenig sachlich geführte Debatte zur Wehrpflicht -und da macht der Artikel hier keine Ausnahme- ziemlich drüber. Weder soll jetzt hier jeder Jugendliche in den Krieg geschickt werden, noch haben sich die älteren Semester auf Kosten der Jugend dieses Dienstes entzogen. Ich hab auch verweigert, aber meine 13 Monate Zivildienst waren sicherlich wertvoller, als Vieles, was ich in etlichen Berufsleben geleistet habe. Aus heutiger Sicht würd ich einer allgemeinen Dienstpflicht, die auch in verschiedensten Sozialbereichen abgeleistet werden, kann positiv gegenüberstehen.
zum Beitrag05.12.2025 , 12:02 Uhr
Na da bin ich aber froh, dass es in der Linken Leute mit politischem Verantwortungsgefühl gibt, die nicht mal eben mit junger Union und AfD zusammen abstimmen, nur weil man nicht alles haben kann, was man will und dafür zur Not auch die Regierung platzen lassen würde. Oder glaubt irgendwer, dass das Scheitern dieses Rentenpaketes dazuführen würde, dass die Regireung am Ende einen -nach linken Kriterien- besseren Gesetzentwurf vorlegt, der dann auch wirklich durch den Bundestag geht? Wenn RRG mal zusammen wieder mehr als 36% auf die Waage bringen, kann man ja so argumentieren. In Zeiten von AfD auf Rekordniveau und Brandmauerdiskussionen wäre das aber schlicht unvernünftig.
zum Beitrag05.12.2025 , 11:31 Uhr
"Ja, es wird immer so hoch gesprochen von unserer Demokratie, von unserer Freiheit. Aber dann sollte doch mal etwas dafür getan werden, dass wir alle auch ein besseres Leben in Frieden und Freiheit haben!"
Jo und nicht einmal 1000 km entfernt sterben jeden Tag Menschen, weil ein durchgeknallter Dikatator genau das vernichten will. Demokratie und Freiheit. Wer sich in Russland mit dem bunten Pappschild auf die Straße stellt, um für seine Freiheit zu demonstrieren, der wird dort einfach weggesperrt. Er will keine Wehrpflicht, aber eine Freiwilligkeit mit finanziellen Anreizen auch nicht. Ach ja und die Armen, die Rentner, die alten weißen Männer, etc. Fehlt nur noch das Klima, das man vorschieben kann. Das Problem ist aber nicht Elias. Das Problem sind die ganzen Salonpazifisten älteren Semesters, die es besser wissen müssten, aber genauso argumentieren, weil sie nicht verstehen wollen, dass sich die Welt verändert hat und friedliche Demokratie keine Selbstverständlichkeit mehr ist.
zum Beitrag03.12.2025 , 17:19 Uhr
Richtig. Es gäbe so Einiges aufzuklären. Von den Epstein Files über den Einsatz in der Karibik, seine Russland Kontakte, seine Rolle bei den Verhandlungen in den Konflikten Ukraine/Nahost und Einigem mehr. Aber man springt halt nach wie vor lieber über jedes kleine Stöcken, als wäre auch nur im Ansatz eine Neuigkeit, dass er ihm unliebsame Menschen öffentlich beschimpft. Das macht er seit er auf der politischen Bühne aufgetaucht ist.
zum Beitrag03.12.2025 , 13:14 Uhr
Na ja, sicher sehr provokant, aber als Mahnung doch durchaus treffend. Es gibt durchaus Stimmen in der CDU, die wenig Distanz nach Rechtsaußen erkennen lassen. Zumindest mal ist das nicht so daneben, wie einige andere Aktionen des ZPS zuvor.
zum Beitrag03.12.2025 , 12:54 Uhr
Ja klar. Noch mehr Strohmann Argumente. Die Angeklagten haben weder diese Zeiten Anfang/Mitte der 90er miterlebt, noch wird die eigene Sicherheit mit brutalen Überfällen in Budapest verteidigt, noch haben wir den Zustand eines "nichtexistenten Rechtsstaats". Es geht hier an keiner Stelle um Notwehr im eigenen Kiez oder dass irgendein Fascho in Connewitz mal ein paar Backpfeifen gefangen hat. Sondern um sorgfältig geplante Gewalttaten, die potentiell tödlich sein können. Und bislang hat mir hier auch noch niemand nur annähernd die Frage beantwortet, welchen Mehrwert diese Angriffe im Kampf gegen den Rechtsextremismus haben.
zum Beitrag02.12.2025 , 16:50 Uhr
Für einen Antrag auf Begnadigung wäre erstmal eine juristische Festellung der Schuld oder ein Schuldeingeständnis Vorraussetzung. Sich einem ordentlichen, rechtsstaatlichen Verfahren zu entziehen und stattdessen an oberster Stelle vorrasueilend um Begnadigung zu bitten, offenabrt schon klare Verachtung der Regeln eines Rechtsstaats. Und wenn sowas stattgegeben werden würde, dann kann man zurecht von einem Niedergang der Demokratie sprechen.
zum Beitrag02.12.2025 , 16:00 Uhr
Mal ne kleine Anektode. Ich hab vor knapp 25 Jahren an der FH eine große Facharbeit zum Thema Radikalisierung anhand der Biographie von Gudrun Ensslin und der Gründungsgeneration der RAF geschrieben. Dazu hab ich sehr viel Literatur und auch persönliche Schriften gelesen. Man kann ganz viel Verständnis für die Bewegründe haben und trotzdem zu dem Ergebnis gelangen, dass den gewählte Weg in einer Sackgasse aus völliger Entfremdung und Gewalt enden musste. Man kann da über lyrische und persönliche Texzte aus den Anfangsjahren über die Stammheim Kasiber bis hin zu den letzten Briefen aus dem Gefängnis bestens beobachten, wie intelligente, hochempathische Menschen durch eine interne und externe Spirale von Radikalisierung, Eskalation und Gewalt emotional, moralisch und physisch vor die Hunde gehen. Wie aus überzeugten Kämpfern für das Gute, brutale elitäre Mörder werden können, deren Hass sich am Ende nur noch um sich selbst gedreht und letztendlich sogar gegen eigene Mitstreiter gerichtet hat. Eine Blutspur, nutzlos verbrannte Menschenleben und Repression gegen Linke stehen am ende als Ergebnis. Das zeigt mir zumindest, wie falsch es ist, Menschen auf so einem Pfad zu beklatschen.
zum Beitrag02.12.2025 , 13:44 Uhr
Nochmal. Das sind alles whataboutismen. Jeder zweite Rechtsextremist oder Gewaltäter erzählt dir eine ähnliche Story. Von bösen Ausländern, von der Polizei die nicht geholfen hat, vom eigenen schweren Leben, etc. Irgendwie gibts immer nen Grund und zuallerst ist man immer selbst Opfer. Ich will gar nicht ausschließen, dass einige der Angreifer solche Erfahrungen gemacht haben. Trotzdem sind die Taten keine Notwehr, sondern Selbstjustiz. Und die ist aus gutem Grunde in einem Rechtsstaat ein No Go. Den Opfern von rechtsextremer Gewalt ist damit kein Stück geholfen, es sei denn man hält Racheakte für ein probates Mittel in einer ziviliserten Gesellschaft. Mal angenommen, man lässt die Leute gewähren und bei Überfällen gibt es Tote. Oder "Zufallsopfer" wie beim heute Show Team. Dann kann man den mahnenden Spruch "Nazis töten", einpacken, dann hat man jede Glaubwürdigkeit eines gerechten Kampfes gegen Menschenfeinde eingebüst, egal wieviel Morde die Rechten vorher begangen haben. Alles was diese Leute erreichen, ist das oft beklagte Hufeisen zu bestätigen und Antifaschismus zu dikreditieren. Den Kampf gegen Rechts in einem blutigem Straßenkampf gewinnen zu wollen, ist ein Irrweg.
zum Beitrag02.12.2025 , 11:24 Uhr
"Natürlich ist Gewalt gegen Menschen abzulehnen, aber es braucht auch die Abwägung zu berechtigter helfender Notwehr."
Ich kann nicht erkennen, dass hier irgendjemand etwas gegen Notwehr gesagt hat. Und sicher verstehen auch die allermeisten, die Wut auf Rechtsextremisten. Nun ist es aber per Definition keine Notwehr, bewaffnet und vermummt loszuziehen und in der Gruppe auf Menschen einzuschlagen. Mit Schlagstöcken, Hämmern, Eisenstanfgen. Auch noch am Boden liegend und immer wieder auf den Kopf. Das kann eigentlich nicht so schwer zu verstehen sein. Und wenn man jede Kritik an solchen Praktiken -die im Übrigen vor einigen Jahren noch für die allermeisten Linken noch hinter einer klaren roten Linie lagen- versucht mit whatbaoutismen abzubügeln, dann muss sich niemand über Vergleiche beschweren. Das Gejammere über das sogenannte Hufeisen, was jedes mal bei diesem Thema herausgekramt wird, offenbart nichts anderes als einen grundlegenden Mangel an Selbstreflektion. Man wird an seinen Taten gemessen. Nazimethoden werden nicht auf einmal zu Heldentaten, nur weil sie von Linken begangen werden. Und am Ende kommt dabei auch nullkommanix Zählbares gegen den Rechtsextremismus heraus..
zum Beitrag01.12.2025 , 12:12 Uhr
Ja natürlich. Es sind immer die Anderen und es gibt immer irgendwen, auf den man zeigen kann, wenns Kritik gibt. Auch so eine Gemeinsamkeit, die Radikale quer durch die Bank teilen. Die Frage bleibt trotzdem. Wem nützt Gewalt? Gibts dadurch auch nur einen AfD Wähler weniger, wird damit auch nur ein einziger rechter Übergriff verhindert, wird auch nur ein Büprger davon überzeugt, sich gegen Rechts zu engagieren? Der zitierte Texte ist natürlich aus der gleichen Kiste. Da werden nämlich auch die 95% friedlich Demonstrierenden mit Gewaltsuchenden in einen Topf gesteckt und . Warum hat man den Leuchtspurmunition auf einer Demo dabei, warum greift man denn veresehentlich Jopurnalisten an? Ist da auch die Polizei schuld? Und mal ab von der Demo. 95% der Leute dort haben friedlich demionstriert. Hier gehts ja eher um Leute wie Johann G. Jeder gegen rechts engagierte Mensch, von Sozial- und Jugenadarbeit über Streetwork, investigativen Journalismus, politisches und kulturelles Engagement, etc leistet einen größeren Beitrag zur Sache als solche Polit-Hooligans. Die ziehen mit ihrem destruktiven Handeln aber alle Aufmerksamkeit auf sich und diskreditieren damit das Bild von Antifaschismus.
zum Beitrag30.11.2025 , 12:57 Uhr
Und welchen zählbaren Beitrag gegen Rechts haben solche Übergriffe, wie die um die Hammerbande, denn jetzt genau geleistet? Häßliche Bilder gehen um die Welt und die Beteiligten in den Bau. Thats ist. Rechtsextremisten behauptet auch, sie müssten das Volk vor kriminellen Ausländern und Islamisten beschützen. Da hat auch jeder eine apokalyptische Geschichte, mit der er seine Gewalt rechtfertigt. Die behapten auch, dass sie Recht und Gesetz in die Hand nehmen müssten, weil sonst alles untergeht. Die reden auch davon, dass das Volk nicht in der Realität angekommen ist endlich aufwachen müsse. Die behaupten auch, dass der Staat das andere politische Ufer unterstützt und man ja eigentlich Opfer ist. Und genau so billig rechtfertigt jeder Gewalt. Wenn wir jetzt nicht zuschlagen, dann wirds euch allen schlecht gehen. Am Wochenende sind auch Journalisten angegriffen wurden. Genau wie auf einigen pro Palästina Demos. Auch das Heute Show Team wurde nicht von Rechten überfallen. Als Reaktionen gibts nur Achselzucken, "konnten wir leider nicht unterscheiden". Soviel zum Thema, ohne Gewalt von links, werden Journalisten bald Probleme bekommen.
Zuviel Hufeisen? So was kommt halt von sowas.
zum Beitrag28.11.2025 , 13:45 Uhr
Jo. Für die Einen triffts die Jungen, für die Anderen die Alten, für die nächsten die Armen. Fakt ist und das wissen eigentlich alles seit etlichen Jahren ganz genau. Es braucht eine grundlegende und allumfassende Reform, eine, die ohne eventuell und vielleicht zukunftstauglich ist. Wie auch immer die am Ende aussehen mag. Ist halt unpopulär und deswehalb traut sich niemand ran. Alles Andere was darumherumgekäst wird, halte ich für Augenwischerei.
zum Beitrag28.11.2025 , 10:54 Uhr
"Die Unfruchtbarkeit dieser Debatte rührt nicht zuletzt daher, dass immer und immer wieder die gleichen falschen Behauptungen aufgestellt werden. "
Absolute Zustimmung. Manchmal überkommt mich hier das berühmte Murmeltier. Gestern erst hat Putin wortwörtlich bekräftigt, dass er nicht verhandlungsbereit ist und seine Ziele mit Gewalt durchsetzen wird. Wir haben laufende russische Provokationen über EU Gebiet und bislang keine Antwort darauf. Russland hat ganz offen LePen finanziert und Fälle wie Bystron, Krah, Chrupalla legen nahe, dass das auch mit der AfD so ist. Und beim Vergleich der Bundeswehr mit dem französischen und britischen Militär fühl ich mich ehrlich gesagt fast schon verschaukelt. Egal was in der Realität da draußen passiert, für manche kann halt nicht sein, was nicht sein darf.
zum Beitrag26.11.2025 , 16:20 Uhr
Nein, einfach nein. Das ist zusammen in einer Aufzählung und damit eben auch in einer gewissen Art von Gleichsetzung völlig daneben. Man kann den gesamten Umgang in der Causa Rammstein völlig falsch und moralisch verwerflich finden, da bin ich auch völlig dabei. Aber A ist Lindemann vom Vorwurf des Mißbrauchs freigespriochen worden und B ist ein Mord die schwerwiegenste Straftat, die unser Gesetz kennt. Es gibt viele falsche Verhaltensweisen, die "von gesellschaftlicher Relevanz" sind. Aber es ist für niemanden hilfreich, alles in in einen Topf zu werfen.
zum Beitrag26.11.2025 , 16:06 Uhr
Kann ich nicht nachvollziehen und so pauschal stimmt das auch nicht. Ich hab mir über die letzten Jahre in dieser Zeit Kamera und Musik-Equipement gekauft, von dem ich die Preise genau kannte, lange vorher beobachtet habe und dabei rund 50% und dabei mehrere tausend Euro gespart habe. Hab mich extra dafür geduldet. Ist wie im Laden. Wenn man blind zugreift und kauft, bloß weil Rabatt drauf steht, tappt man oft in die Falle. Wenn man was brauch und mit dem Kauf bis zur Aktion wartet, kann man enorm sparen.
zum Beitrag25.11.2025 , 20:26 Uhr
Wird ja gerne immer wieder behauptet und sicher gibts da auch noch Aufholbedarf. So pauschal und als Rechtfertigung für linke Gewalt isses aber schlicht ein Verschwörungsmythos.
Beispiele aus den letzten 5 Jahren:
2020: Verbot der Gruppe Freital. 8 Angeklagte zwischen 4 und 10 Jahren verurteilt.
2020: Verbot von Revolution Chemnitz. Acht Angeklagte zwischen 2 und 5,5 Jahren verurteilt.
2023: Verbot der Gruppe S. 10 Angeklagte zwischen 1,75 und 6 Jahren verurteilt.
2025: Verbot der Vereinten Partroten. 5 Angeklagte zwischen 3 und 6,5 Jahren verurteilt.
Seit 2020 wurden rund ein Dutzend rechte Organisationen verboten: Darunter Combat 18, Hammerskins, Artgemeinschaft, Königreich Deutschland. Im Mai diesen Jahres die "letzte Verteidigungswelle", da laufen Prozesse gegen 8 Mitglieder, 5 sitzen seit mai in U-Haft. Auf der linbken Seite finden sich da nur das Verbot von inymedia und die Urteile gegen Lina E. und Hanna S.
zum Beitrag24.11.2025 , 20:42 Uhr
Wer so drauf ist, ist halt am Ende einfach eben einfach nur ein Gewaltäter, Hooligan, Extremist. Völlig egal unter welcher Flagge. Aktionen ohne jeden Nutzen. Gewalt zum Selbstzweck. Und selbst wenn, ich würde in keiner Gesellschaft leben wollen, die von solchen Leuten "erkämpft" wurde. Gift für jede Bewegung.
zum Beitrag20.11.2025 , 20:00 Uhr
"Ist die größte Glaubensgemeinschaft Balis nicht der Hinduismus? Fast 90 Prozent der Bevölkerung Balis sind hinduistisch geprägt"
Ja und? Sind die restlichen 10% deshalb nicht relevant. Aber gut, dass mal schnell noch gegoogelt zu haben. Sorry, aber keine Fragen weiter...
zum Beitrag19.11.2025 , 15:00 Uhr
Die Zahlen sind Fakten. Und was hat denn das Eine denn jetzt mit dem Anderen zu tun? Ist es wirklich jetzt ein Sondernfall von Atomkraft, dass Unfälle vertuscht oder verharmlost werden? Und wieviel Unglücke in Kohleminen, Öl- oder Gasförderanlagen gab es denn in den letzten Jahrzehnten? Nur ein Beispiel: www.ivz-aktuell.de...lueck-im-kraftwerk
zum Beitrag19.11.2025 , 13:07 Uhr
Richtig. Und dafür muss man nicht mal den Sektor Energie verlassen. Durch den Ausstoß fossiler Brennstoffe sterben jährlich etwa 8 Mio Menschen, mehr als 5 Mio durch den Ausstoß fossiler Kraftwerke. Allein für Deutschland bedeutet das etwa 13000 Todesfälle durch fossile Brennstoffe pro Jahr. Wären die Schäden so sichtbar, wie die Bilder von Tschernobyl und Fukushima, dann wäre die Debatte sicher eine ganz andere (gewesen). Durch Atomkraft sind inklusive der großen Unglücke nach unterschiedlichen Statistiken insgesamt zwischen 1000 und 4000 gestorben. Das zeigt, dass die Debatte sich immer aus diffusen Ängsten und nicht aus nüchternen Fakten gespeist hat und der Ausstieg aus der Kohle viel eher zum Haupthema hätte werden müssen. Das war im kalten Krieg mit atomarer Aufrüstung vielleicht noch nachvollziehbar, später in erster Linie nur noch Folklore. Trotzdem halte ich den Ausstieg aus der Atomenergie für richtig. Aber in erster Linie eben aufgrund der nie geregelten Müllproblematik.
zum Beitrag18.11.2025 , 21:03 Uhr
Da schließ ich mich voll und ganz an. Nüchtern, sachlich, differenziert. Hut ab! Ansonsten ganz schreckliche Geschichte, aus der hoffentlich mal die richtigen Konsequenzen gezogen werden.
zum Beitrag17.11.2025 , 16:12 Uhr
Ja mei. Und nicht jedes Haar läßt sich per se spalten. Dadurch unterscheiden sich Haare grundlegend von der Linken.
zum Beitrag16.11.2025 , 15:35 Uhr
Eine Vereinigung, die noch nicht einmal gegründet ist kann per se nicht kriminell und verfassungswidrig sein. Stellt sich das infolge heraus, gibt es rechststaatliche Mittel mit denen man die Organisation beobachten und ggf. verbieten kann. Erstes hat das BVerfG in Bezug auf die JA getan und so den Druck aufgebaut, der zu deren Auflösung geführt hat.
zum Beitrag16.11.2025 , 15:09 Uhr
"Zumindest ist das Urteil im Zusammenhang mit den „Widersetzen“-Protesten anlässlich der Gründung der neuen AfD-Parteijugend Ende November in Gießen zu sehen. Das ist direkte Zuarbeit der Justiz für die Faschisten und man sollte es auch so benennen. Oder auch politische Justiz."
Haarsträubende Verdrehung der Fakten. Das Gericht hat über die Klage eines Aktivisten entschieden, die aktuelle Rechtslage bestätigt und die Entscheidung hinsichtlich Versammlungsrecht differenziert begründet. Es schützt damit auch das demokratische Grundrecht auf Versammlungsfreiheit. Wer eine politische Entscheidung des Verfassungsgerichts nach seinem Gusto verlangt, der sollte dringend mal seine eigene Position zu Rechtsstaat und Demokratie überprüfen. Im Übrigen waren es das Bundesverfassungsgericht, dass die Einstufung der JA als rechtsextremistischer Beobachtungsobjekt durch das BfV bestätigt hat, was entscheidend zu deren Auflösung geführt hat. Dem Gericht hier "politische Justiz" für die Rechten zu unterstellen ist völlig absurd.
zum Beitrag15.11.2025 , 18:58 Uhr
Man kann sich das natürlich so zurecht reden. Man muss aber nur mal in die Statistiken schauen, wo man mit radikaler Politik stand und wo danach. Und wie die Wählerwanderung 2021 war. Man hat damals CDU und FDP insgesamt 1,2 Millionen Stimmen abgenommen, fast doppelt soviel wie aus SPD/Linke. Dass diese Wähler radikale Klimapolitik der frühen Grünen wollten, halte ich für sehr gewagt. Und auch das mit der Bedeutungslosigkeit stimmt so nicht. Denn von den Ampelparteien haben die Grünen 2025 mit Abstand die wenigsten Stimmen eingebüßt und ihr zweitbestes Ergebnis ihre Geschichte eingefahren.
zum Beitrag15.11.2025 , 18:43 Uhr
Dass mag in der Theorie vielleicht alles richtig sein. Wenn man dafür aber nicht genug Stimmen und damit auch Umsetzungsmöglichkeiten bekommt, kann man noch so oft sagen, eigentlich hab ich Recht. Es bleibt dann halt graue Theorie. Und die Menschen, die wenig haben, trifft auch die aktuelle Inflattion schon genug, da brauchts keine Hyperinflation.
zum Beitrag15.11.2025 , 13:25 Uhr
"Zugleich ist es nicht unwahrscheinlich, dass die 'Linke' im Falle von 'verantwortlichem' Mitregieren einen ähnlichen Weg beschreiten wird/würde."
Liegt vielleicht daran, dass das bornierte Beharren auf radikalen Extrempositionen mit verantwortlicher, demokratischer Politk schlicht unvereinbar sind. Zu wünschen wäre es den Linken jedenfalls, dass die Partei in so einem -aktuell relativ unwahrscheinlichen Ernstfall- die Chance ergreifen würde, ihr Gewicht für mehr soziale Gerechtigkeit in den Ring und die verstaubten Kampfparolen von Vorgestern über Board zu werfen.
zum Beitrag15.11.2025 , 12:42 Uhr
Gibts so natürlich nicht als feste Organisation. Was ich anderen Medien entnehme, gehts wohl um die Gruppe um Lina E. und Maya T. und Johannes G. Den Floh hat ihm wahrscheinlich Orban ins Ohr gesetzt. Man könnte vermuten, dass ist Teil irgendeines Deals, den die da letzte Woche ausgekaspert haben. Zwei Dinge: Erstens ist diese Gruppe nach den Urteilen kaum noch der Rede wert und somit maximal als Aufhänger tauglich. Und zweitens, kann man da eben auch sehen, wie solche Schlägertrupps dem Anliegen Antifschismus in Wirklichkeit schaden. Würden ausländische Gruppen nach Deutschland reisen, um hier ihre politischen Vorstellungen mit schweren Gewalttaten durchzusetzen, dann wären sie bei uns schnell auch auf so einer Liste.
zum Beitrag14.11.2025 , 17:11 Uhr
Das les ich jetzt hier schon seit Jahren. Und meiner Meinung nach ist und bleibt es eine völlig Fehleinschätzung. Die Grünen waren immer ein 5 bis 8% Partei bis zu dem Punkt, an dem sie sich der Mitte geöffnet haben. Als die Leute dann die GroKo satt hatten, haben viele Wähler die Grünen als Alternative gesehen, was dann zu 2021 zu hohen Umfragewerten und am Ende zu 15 % geführt hat. Das Scheitern der GroKo hat dann wieder Stimmen an verscheidene Lager gekostet. Für eine linke, radikal ökolgische, "rebellische" Partei fernab der Realpolitik ist einfach nicht mehr Wählerpotential vorhanden. Und war es auch noch nie.
zum Beitrag14.11.2025 , 13:33 Uhr
Jetzt mal ganz ab davon, dass es natürlich richtig ist, dass eine genehmigte Demo eben ein demokratisches Recht ist, genau wie angemessener Gegenprotest. Ich hab vor 10, 20 Jahren bei genügend Blockaden von Neonaziaufzügen mitgemacht und kann mich nicht an eine einzige Diskussion erinnern, wo man eine gesetzliche Genehmigung dafür haben wollte.
zum Beitrag14.11.2025 , 12:59 Uhr
Jo, seh ich auch so. Nicht, dass Lindner jetzt irgendwie Mitleid verdient hätte oder generell Kritik an kurzfristigen Wechseln von der Politik in die Wirtschaft falsch wäre. Aber solche Ätschbätsch Artikel liegen doch unangenehm tief im Regal.
zum Beitrag13.11.2025 , 14:51 Uhr
"er könnte aber auch einfach pro Monat eine Stunde arbeiten und dafür 556 Euro in Rechnung stellen."
Ach tatsächlich? Ich hab jetzt echt lange überlegt, an welcher Stelle diese Aussage in Hinblick auf einen Minijobber richtig sein könnte. Aber mal davon, dass Angestellte keine Rechnungen stellen, halte ichs für echt schwierg so ein Konstrukt zu schaffen, wo das für beide Seiten sinnvoll wäre und gleichzeitig beim FA durchgeht.
zum Beitrag13.11.2025 , 12:58 Uhr
Das meine ich ja. Die "Brandmauer" bis in die kleinste Fuge gerät in solchen Fällen schlicht zur Farce, weil sie einer rein destruktiv agierenden AfD mehr Macht und mehr Aufmerksamkeit einräumt, als sie da eigentlich hätte. Das ist ein sehr schmaler Grat, aber wenn das was Demokratie retten soll, demokratische Prozesse behindert und den Eindruck von politischer Hilflosigkeit suggeriert, dann ist es schlicht kontraproduktiv.
zum Beitrag13.11.2025 , 12:50 Uhr
Bei solchen Artikeln frag ich mich immer wieder, wer ist eigentlich "wir" und wo setzt so eine Analyse praktisch an? Und gleich noch hinterher, wieviel Menschen hat man eigentlich durch "moralische Klimapolitik" überzeugt und mitgenommen? Der Großteil der Menschen weiß längst um die Problematik, wird sie aber nicht prinzipiell über alle anderen und vor allem eigenen Probleme stellen. Vor allem nicht in Krisenzeiten. Das sieht man selbst durch die allerdickste Brille. FFF haben dazubeigetragen, dass das Thema nur noch von Totalignoranten geleugnet wird. Aber das war vor 2018 und vor allem vor Corona, vor dem großen Ukraine Krieg, vor der Inflation. Der hypermoralisch apoklaptische Ansatz der LG hat dagegen messbar relevant niemanden erreicht, eher sogar Ablehnung erzeugt. Und China investiert nun mal gar nicht aus öklogischem Gewissen heraus in erneuerbare Energien, sondern weil der Westen diesen Markt schlicht verpennt hat. Die großen und aufstrebenden Industrienationen mit den größten Emissionen und dem größten Einfluss agieren nie entgegen ihren Wachstums- und Wohlstandsinteressen, ganz egal wieviel Moral man aufbringt. Das ist nicht zynisch, sonder realistisch.
zum Beitrag12.11.2025 , 20:50 Uhr
In jedem. In keinem anderen als dem linken Lager hat das Thema derart Raum eingenommen, polarisert die eigenen Reihen und und wird so sehr zum erbitterten Kampfthema gemacht, wie im linken.
zum Beitrag12.11.2025 , 12:05 Uhr
Mir gings hier mit keiner Silbe um die Grünen.
zum Beitrag12.11.2025 , 12:03 Uhr
Eben nicht. Genau da liegt die Fehleinschätzung. Die AfD setzt sich mit so einer Abstimmung nur dafür ein, genau diesen Streit vom Zaun zu brechen und hat aufgrund der Empörung die Aufmerksamkeit erreicht, die sie haben will. Hätten CDU/SPD blaue Stimmen für eine Abholzung gebraucht, hätten sie ihr Kreuz eben dort gemacht.
zum Beitrag12.11.2025 , 11:57 Uhr
Doppelmoral werf ich ja niemandem grundsätzlich vor. Dieses Thema wird ja immer nur von Leuten aufgemacht, die nicht mit solchen Verhältnissen arbeiten müssen. Dass die Grünen auch mal traumtanzend unterwegs sind und dann erschrocken sind, hat ja gute Tradition. Mir gehts genau um dieses Dilemma, mal ab davon, wen es nun grad trifft. Ich wünsch mir einfach, dass man -auch hier in der taz- vom hohen Prinzipienross runterkommt und mal realistisch betrachtet, dass man mit dieser strikten Verweigerungshaltung der AfD ebenfalls alle Möglichkeiten gibt, Politik zu blockieren, Mehrheiten zu sprengen, Unruhe zu stiften, selbst wenn man sich hinterher auf die Schulter klopfen kann, nicht mit denen abgestimmt zu haben. Ob das nun in Kiel notwendig war, sei mal dahingestellt. In vielen ostdeutschen Kommunen ist sowas aber manchmal unumgänglich. Und in dieser Hinsicht ist die Aussage in der Headline einfach nur kurzsichtig. Die Brandmauer ist nicht malim Ansatz gefährdet, wenn in irgendeiner Kommune keine Bäume gefällt werden.
zum Beitrag10.11.2025 , 19:48 Uhr
Da kann man mal sehen, wie durch und durch realitätsfremd die Forderung ist, selbst kleinste kommunalen Entscheidungen prinzipiell vom Stimmverhalten der AfD zu machen. Natürlich hat so eine Abstimmung nullkommanix mit dem rechten Gedankengut der AfD zu tun. Die Grünen müssten hier dann entgegen ihre natureigenen Agenda ihre Position aufgeben, nur damit hinsichtlich der Brandmauer auch ja Friede Freude Eierkuchen herrscht. So kann man kleinere Fraktionen in jedem Stadtrat beliebig aushebeln, immer mit dem Verweis, dass die AfD ja auch dafür stimmen könnte. Das gibt den Blauen viel zu viel Aufmerksamkeit und eben auch Macht, die sie auch beliebig ausspielen können, um Streit unter den Demokraten zu säen. Nimmt die Demokratie etwa keinen Schaden, wenn sich die Parteien von der AfD am Nasenring durch die Manege ziehen lassen und ihren Standpunkt im Zweifel aufgeben? Und wenn die Blumenpflücker davon "alles andere als begeistert sind" dann müssen sie halt hinnehmen, dass es Niemanden gibt, der sich politisch für ihre Anliegen einsetzt.
zum Beitrag10.11.2025 , 14:51 Uhr
Die Türkei hat mit 3,7 Mio Flüchtlingen mehr als jedes andere Land Menschen aus Syrien aufgenommen. Das sind mehr doppelt soviele wie die gesamte EU zusammen und fast viermal soviele wie Deutschland (knapp 1 Mio) aufgenommen hat. Und nahezu jedesmal, wenn hier davon gesprochen wurde, dass Deutschland in der EU mit knapp 1 Mio die meisten Syrer aufgenommen hat, wurde mit der Zahl der aufgenommenen Flüpchtlinge in der Türkei gegenargumentiert. Wenn es seriös ist, diese Zahlen miteinander zu vergleichen, dann ist es auch seriös, die Zahlen der Rückkehrer miteinander zu vergleichen.
zum Beitrag10.11.2025 , 12:38 Uhr
Seh ich ähnlich. In einer globalisierten Welt gibt es unzählige wirtschaftliiche und geostrategische Verbindungen zwischen Staaten, die sehr selten einwandfrei sind und die man je nach Gelegenheit verwenden kann, um irgendwem eine Mitschuld zu geben. Aber wenn man so ein Fass aufmachen will, könnte man auch hinterfragen, warum die Aufmerksamkeit im linken Lager gegenüber Konflikten in Afrika Lager im Vergleich zu anderen Konflikten, wie zum Beispiel dem im Nahen Osten, eine nahezu ignorante nebensächliche Rolle spielt. Und das betrifft dann auch die mediale Berichterstattung.
zum Beitrag07.11.2025 , 17:11 Uhr
Man bekommt im Laden dann immer noch nen ganzen Stiege Billigplörre, für das Geld, was 2 Bier in der Kneipe kosten. Und die Allerwenigsten wollen an einem Abend nen ganzen Kasten verhaften, sondern einfach nur Leute treffen und dabei was kleines trinken. Es geht darum, dass Kneipen und Bars als gellschaftlicher Ort für Ärmere jetzt schon kaum noch relevant sind.
zum Beitrag07.11.2025 , 13:12 Uhr
Ist das statistisch irgendwo belegt oder einfach nur ein Voruteil? Wahlkreise, in denen die AfD in den alten Bundesländern besonders stark ist, wie Gelsenkirchen, Duisburg, Recklinghausen, Kaiserslautern, etc., sind gleichzeitig auch meist Regionen mit hohen Arbeitslosenzahlen und geringem Einkommen.
zum Beitrag07.11.2025 , 12:57 Uhr
Wenn ich mich abends mal irgendwo mit Freunden auf zwei Bier treffe, dann kostet mich das aktuell rund 10, 12 Euro. Das ist schon so grenzwertig, dass sich das Viele mit geringen Mitteln gar nicht mehr leisten können. Klar kann man alles, was man für problematisch hält, übers Geld regeln. Vom Klimaschutz bis zum Bierchen. Und die Leute, dies nicht so locker haben, kann man dann auch fern halten, vom Steak, von der Urlaubsreise, vom warmen Wohnzimmer und vom Bierchen, während das alles Besserverdiende nicht tangiert. Dann darf man sich aber auch nicht wundern, wenn man diese Leute endgültig an die Populisten von rechts verliert.
zum Beitrag06.11.2025 , 13:06 Uhr
Aha. Was genau unterscheidet denn den ostdeutschen AfD Anhänger vom westdeutschen?
zum Beitrag04.11.2025 , 18:09 Uhr
"und viele Verantwortliche fragen sich, ob es nach der Vergrößerung auf 14 Teams nicht bessere Lösungen gegeben hätte, als neuerdings im November und Dezember allein zehn Spieltage auszutragen, während im April und Mai gerade mal die vier letzten Runden angesetzt sind. Wer kommt auf solchen Unfug?"
Das interessiert mich aber doch mal. Welche Verantwortlichen sollen das denn sein? Diejenigen, die nicht in den Terminkalender geschaut haben und gesehen haben, dass zwischen März und Anfang Juni 6 WM Qualifikationsspiele, 3 DFB Pokalrunden sowie die komplette Gruppenphase der europäischen Pokale anstehen?
zum Beitrag04.11.2025 , 17:26 Uhr
"Der Dissenz ist vielleicht gar nicht so gross."
Das ist oftmals so. Es gab mal ne Zeit, da war das die Basis für gesellschaftliche Kompromisse. Heute will man sich zuallererst mal ideologisch profilieren. Und da krähen die einen laut Abschieben und faseln vom Stadtbild und für die Anderen ist schon die Debatte an sich "fehlgeleitet" und vermischen wieder besseren Wissens Asyl mit Migration.
zum Beitrag03.11.2025 , 17:38 Uhr
Ja, das würd ich so unterschreiben. Die postkoloniale und identitätspolitische Linke hat noch nie verstanden, dass man unterschiedlichste Verhältnisse nicht überall und immer durch die gleiche starre Schablone pressen kann. Das sind genau solche Scheuklappen, die ich meine. Und prinzipiell halte ich die Reduzierung von Konflikten auf Herkunft, Hautfarbe und Geschlecht im Kern für einen politisch rechten Ansatz. Im Ursprung sicher in einigen Punkten vertständlich, in der Praxis meist toxisch.
zum Beitrag03.11.2025 , 11:19 Uhr
Den Grund dafür halte ich für sehr simpel. Ich hab in meinem Leben ne Menge aktivistische Leute (vor allem aus dem linken Spektrum) kennengelernt, die auf Ungerechtiglkeiten, Mißstände und Vereinfachung mit der Spiegelung dessen reagieren und eine ähnlich farbenblinde, manchmal sogar wesentlich radikalere Gegenposition einnehmen. Da es in Deutschland in großen Teilen der Bevölkerung schon immer eine latente Islamfeindlichkeit gab und die nach 2015 speziell mit Pegida und Co. einen neuen Schub bekommen hat, schlägt man sich auf die Seite der Diskriminierten. Und weil man vor lauter Haltung und Gruppendynamik keine Zwischentöne mehr sehen kann, verteidigt man irgendwann Extrempositionen, die dem einem moralischen Grundgerüst, dessen Werte man zu verteidigen gedenkt, signifikant widersprechen. Die alten ideologischen Scheuklappen, mit denen man immer wieder Standards so definiert, wie sie grad ins starre Weltbild passen.
zum Beitrag02.11.2025 , 18:45 Uhr
Und was hat die Nato Mitgliedschaft damit zu tun? Richtig, gar nix. Und verteidigt werden im Falle eines Angriffs im Übrigen auch die Frauen in Lettland. Wer sich ehrlich um die Rechte von Menschen sorgt, stellt nicht deren Verteidigung im Angriffsfall in Frage.
zum Beitrag01.11.2025 , 12:52 Uhr
Das war auch ganz genau so gemeint. Ich halte sowohl Fragestellung als auch Antwort für mehr als dreist. Wenn man anderen Journalisten Framing -also unsaubere journalistische Arbeit- unterstellt, dann sollte man sich schon bewußt sein, dass sich angesichts der Übergriffe offene Briefe und Interviews, in denen anoynme Personen drastische Forderungen stellen, sehr nah an ganz offener Erpressung bewegen.
zum Beitrag31.10.2025 , 17:42 Uhr
"In der B. Z. wird Ihre Kampagne wird Ihre Kampagne nun als gewalttätiger linker Mob geframt, der Leute mit Ideen aus der Stadt vertreibt"
Ja passt doch. Auf welchem Niveau will man denn wahrgenommen werden, mit diesem Kampagnen Namen? Außerdem gibt es da "Meines Wissens keine nachgewiesene Verbindung".
Jeder fischt dort, wo er sich den besten Fang erhofft. Nicht nur die BZ.
zum Beitrag29.10.2025 , 18:01 Uhr
"Risikofrei ist aber auch dieser Versuch nicht. Vielleicht sind die Gefahren sogar noch größer als bei den Alternativen"
Sorry, aber das ist mir zu volle Hose. Über sowas machen sich weder die Rechten noch die dazugehörige schreibende Zunft ne Platte. Wer Angst hat davor, Menschen Ernst zu nehmen, Probleme ideologiefrei und differeniert zu analysieren und ggf. pragmatisch zu handeln, weil er befürchtet aus der aktuellen Debatte nicht als Sieger hervorgehen zu können, der kanns einfach gleich bleiben lassen mit der Politik.
zum Beitrag28.10.2025 , 22:18 Uhr
"Du scheinst schon akzeptiert zu haben."
Nein. Der Satz ist natürlich dumm, gefährlich und eines Kanzlers unwürdig. Hab ich hier auch schon geschrieben. Ich hab ebenfalls dem Autor zugestimmt, dass man nüchtern widersprechen sollte. Niemand hat hier geschrieben, dass die Aussage von Merz zu rechtfertigen ist. Wie Dauerempörungsschleifen und schwarz/weiß Debatten aber dabei helfen sollen, den Nährboden für einen Rechtsruck -nämlich politische Ignoranz gegenüber existenten sowie gefühlten Ängsten und Problemen in Teilen der Bevölkerung- erfolgreich zu bekämpfen kann ich nicht erkennen. Wenn Banaszak von "Angsträumen" mit vielfältigen Hintergründen spricht, die es nicht geben sollte, nimmt er das Thema ernst und widerspricht Merz trotzdem deutlich.
Mit "nicht verstanden" hab ich im Übrigen gemeint, dass es dem Autor hier eben nicht nur um die "Stadtbild" Geschichte geht. Sondern prinzipiell darum, dass man mit einer versachlichten Debattenkultur im Kleinen und im Großen wieder zu mehr Erkenntnisgewinn und Lösungsansätzen kommen muss. Und da halte ich den Satz "es wir erwartet, dass sachlich mit ihnen über ihre Nichtargumente diskutiert wird" für eine völlige Verkürzung.
zum Beitrag28.10.2025 , 14:09 Uhr
Du hast gar nicht verstanden, worums geht. Es geht nicht darum, mit diesen Leuten immer sachlich zu diskutieren. Es geht darum, dass ein sich notorisch selbst in Empörung und Moralbestätigung zu suhlen und mit diesem Mindset schon in jede Debatte einzusteigen, einfach niemanden irgendwie weiterbringt. Immer problem- und kaum noch lösungsorientiert. Ich hab Recht und mir ist es wichtiger, dass das jeder weiß, als das sich wirklich etwas ändert. Eines der aktuell meist verwendeten Trendwörter ist Resilienz. Aber sobald irgendwer was sagt, was falsch ist oder falsch verstanden werden kann, dann "widerspricht man nicht nüchtern" und bietet echte Lösungen an, sondern man badet im Empörung, bis der nächste Aufreger vor der Tür steht. Alles dreht sich nur noch um die gesagt Dummheit. Es gibt etliche Analysen, die belegen, dass Donald Trump bei seiner ersten Wahl nur durch die permanente mediale Schalmmschlacht um seine billigen seiner Provokationen die Chance hatte, Kandidat und später Präsident zu werden. Und btw. bedeutet progressives Denken nicht einfach links zu sein und Haltung zu haben, sondern über den eigenen Tellerrand zu schauen, und Strategien zu entwickeln, die Probleme lösen.
zum Beitrag27.10.2025 , 19:24 Uhr
Volle Zustimmung. Vor allem, weil sich dieser Zeitgeist bei Weitem nicht nur in der angesprochenen Debatte zeigt und in vielen Bereichen lösungsorientertes Handeln lähmt. Das ist jetzt in relativer kurzer Zeit der dritte/vierte Artikel in der taz, der in diese Kerbe schlägt. Macht Hoffnung.
zum Beitrag27.10.2025 , 11:36 Uhr
"Wie wärs mal mit Reden. reden und reden"
Am Anfang des Krieges hab ich solche Forderungen mal irgendwo zwischen naivem Wunschdenken und Paszifismus um des Prinzips Willen abgeheftet. Im Kern gut gemeint, aber an der Realität vorbei. Nach etlichen Verhandlungsbemühungen, u. A. mehrfach durch Erdogan, etlichen Gesprächen mit Macron, nach Aufrufen zu Frieden durch Xi, durch Lula, etc. und nach monatelangen direkten Gesprächen mit Trump, währendessen die ganze Zeit ein offensichtliches Desinteresse Russlands an echten Verhandlungen zu erleben war, glaube ich nicht mehr an Ehrlichkeit in so einer Forderung.
zum Beitrag26.10.2025 , 14:37 Uhr
Künstler sind generell über die KSK rentenversicherungspflichtig. Da werden überhaupt nur 20% vom Bund zugeschossen. Viele Selbständige wie Handwerker, Subunternehmer oder Lehrer sind ebenfalls beitragspflichtig, ganz ohne Zuschuss. Und wenn die Allgemeinheit dann auch "solidarisch" mit Selbständigen ist und den Arbeitgeberanteil an den Sozialabgaben übernimmt. Und vielleicht die Beiträge zur Handelskammer, Handswerkskammer, zur Berufsgenossenschaft, etc. Wenn der Rentenanspruch auch bei Monaten mit schlechter Auftragslage stabil bleibt, wenn Stundensätze unter Mindeslohnniveau nicht mehr gezahlt werden dürfen, Urlaubs- und Feiertage, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und all die Sicherheiten eines Angestelltenverhältnisses garantiert werden, dann kann man mal über "Solidarität" reden. Ansonsten ist und bleibt das eben nur ein schiefer Äpfel und Birnenvergleich, der bei Umsetzung aus vielen geringverdienenden Selbständigen gerade im kreativen Bereich innerhalb kurzer Zeit Arbeitslose machen würde.
zum Beitrag25.10.2025 , 12:55 Uhr
Meine "recht pessimistischen Zahlen" sind ganz offizielle Durchschnittswerte, die man überall nachlesen kann. Ich gebs zu, der Einfachheit halber hab ich chatgpt gefragt. Und ja es gibt mittlerweile Modelle, die da besser weit abschneiden. Und natürlich wäre heute der Kauf eines langlebigen Verbrenner-Neuwagens nicht umweltfreundlicher. Es geht hier aber grad um jahrzehntealte Modelle, die längst produziert sind und für die man keine neuen Resssourcen benötigt. Solche Autos voll funktionstüchtig verschrotten zu lassen, um sich ein neues E-Auto zu kaufen, ist nicht nachhaltig. Und es geht eben nicht nur um CO2 sondern auch um Ressourcen und Müll. Ich hab meinen Elch für rund 5000 Euro bei 150.000 km gekauft, bin seitdem damit schon weiter gefahren, als die allermeisten E-Autos überhaupt fahren können. Und laut TÜV ist das Ende noch lange nicht in Sicht.
zum Beitrag24.10.2025 , 15:30 Uhr
So sieht's aus!
zum Beitrag24.10.2025 , 15:24 Uhr
Na ja, die Arbeiter aber auch nicht. Da ist die AfD zwar stark, aber Arbeiter machen gerade mal noch 10% der Wähler aus. Man muss nur mal einen Blick auf die Wahlkreiskartenkarten werfen. Nimmt man die ostdeutschen Bundesländer hat die AfD einen Großteil der Landkreise gewonnen, aber keine einzige Großstadt. In besonders ländlichen Thüringen haben alle 3 Großstädte links gewählt, der Rest ging zu 75% an die AfD, der Rest an die Union.
zum Beitrag24.10.2025 , 14:02 Uhr
Na ja, das ist auch verkürzt. Das nachhaltigste Auto ist immer noch das mit der größten langlebigkeit und der höchsten Laufleistung. Ein Elektroauto hält im Schnitt 18 Jahre bei einer durchschnittlichen Laufleistung von 200.000 km. Durch die hohe CO2 Produktion bei der Herstellung ist ein Elektroauto beim aktuellen Industriestrommix erst nach rund 70.000 km wirklich umweltfreundlicher als ein Verbrenner. Ein Auto was 30, 40 Jahre oder länger fährt und 500.000 km schafft, ist damit nachhaltiger als viele Elektroautos. Auch wenn der direkte Schadstoffausstoß höher ist.
zum Beitrag24.10.2025 , 11:59 Uhr
"Statt nun als linkes Kollektiv innezuhalten und womöglich die eigenen Ressentiments zu reflektieren, reagiert das Team mit Ausreden."
Wenn ich das Statement des Cafes lese, halte ich das nicht nur für Ausreden, das ist in jeder Hinsicht armselig. Ich frag mich ernsthaft, ob man vor lauter Selbtsgerechtigkeit wirklich selsbt glaubt, was man da schreibt oder man die Menschen da draußen für so dumm hält, so einen dreist billigen Text nicht durchschauen zu können. Der Satz mit dem Innehalten trifft den Nagel auf den Kopf. Denn das schaffen in der Szene heute immer weniger Leute. Man hat prinzipiell Recht, wer anders denkt hat Unrecht. Toleranz für mich und meine Blase, wer mir nicht gefällt, wird beschimpft und gecancelt. Und wenn der eigene Tellerrand gar nicht mehr hoch genug sein kann, merkt man irgendwann gar nicht mehr, dass man selbst längst in brauner Brühe schwimmt.
zum Beitrag23.10.2025 , 14:50 Uhr
"Das gilt gerade für Mitte-rechts-Parteien, die glauben, sie müssten die AfD rechts überholen."
Also, dass die Union immer mal wieder rechts fischt ist ja nun überhaupt nix Neues und Merz haut sicher mehr als fragwürdige Sachen raus, die der AfD auch gut gefallen würden. Unbestritten. Aber trotzdem stören mich solche Sätze. Es wird immer wieder betont, dass die AfD eine rechtsextreme Partei ist, die System und Demokratie bekämpfen will, deren Wähler Nazis sind und die eigentlich verboten werden müsste. Da frag ich dann schon, wer sind da jetzt denn "die Mitte/Rechts Parteien?". Und an welcher Stelle haben die Forderungen, die noch weiter rechts stehen, als die der AfD? Denn genau das impliziert diese Aussage. Da die FDP nicht mal im BT vertreten ist, können da ja nur Union und SPD gemeint sein. Mann kann und sollte den Rechtsruck in der aktuellen Regierung kritisch betrachten. Setzt man aber die aktuelle Koalition mal eben mit den völkischen Verfassungsfeinden gleich, ist das rhetorisch nicht weniger gefährlich, als dumme Stadtbild Aussagen.
zum Beitrag22.10.2025 , 16:44 Uhr
Na ja, prinzipiell bin ich dabei, dass es schwer ist, solche Themen ohne Breitseite von links überhaupt anzusprechen. Nur ist Merz Kanzler und hat viel Verantwortung bei dem was und wie er es sagt. Und wenn er die AfD zum hauptfeind eklärt, dann dar er nicht deren Wortwahl gebrauchen. Es gibt halt zwei Möglichkeiten. Merz`Äußerungen sind unbedacht, rhetorisch minderbemittelt und fahrlässig. Oder sie entlarven eine rassisitische Grundhaltung. Beides spricht nicht für Merz.
zum Beitrag21.10.2025 , 18:39 Uhr
Das ist ja alles richtig. Und klar verliert sich der Kern wieder -wie typisch für diese Debatte- in den ewiggleich wiedergekäuten Aufrechnungen und Zuweiungen von Schuld. Aufhänger hier ist aber die Behauptung, der öffentlich rechtliche Rundfunk würde "kalkuliert einseitig" zu Ungunsten Israels berichten und die Menschen hätten alle gar keine Ahnung, was da wirklich passiert. Und ist genauso absurd, wie zum Beispiel die Behauptung, der ÖR wäre eine links/grüne Propaganda Veranstaltung. Man muss nur zusammen die Worte Iran und Nahostkonflikt ZDF, ARD googeln und findet je Menge Sendungen und Beiträge, die diese Behauptung wiederlegen.
zum Beitrag21.10.2025 , 14:38 Uhr
Mag zum Teil richtig sein. Prinzipiell verstehen sich heut viel zu viele Medienhäuser und Journalisten immer mehr als Meinungsmacher, denn als Aufklärer und Faktenvermittler. Es hat sicher beides seinen Platz im Journalismus, aber Verhältnis und Trennschärfe stimmen meiner Meinung nach längst nicht mehr. Kampagnenjournalismus, den man früher im negativen Sinne bei Springer und politischen Randblättern verortet hat, findet man heute überall. Seriöse Medien übernehmen Elemente des emotionalisierten, klickmotivierten "Fast Food" Journalismus, Banalitäten und Belanglosigkeiten werden je nach Gusto zu Elefanten aufgeblasen, unliebsame Themen verlaufen dagegen im Sand. Dadurch wird der Meinungskorridor verengt und offene, lösungsorientierte Debattenkultur findet immer weniger statt.
Guter Journalismus muss nicht klinisch neutral sein aber er sollte sich immer seiner Macht bewußt sein. Medien haben keinen unwesentlichen Anteil an den gesellschaftlichen Verwerfungen, die momentan allgegenwärtig sind.
zum Beitrag21.10.2025 , 13:13 Uhr
Ich geh völlig mit, dass man links viele Probleme bei Migration gern wegredet und Verhaltensweisen rechtfertigt, die man Inländern nicht durchgehen lassen würde. Es gibt auch in meiner Stadt Ecken, wo sich zum Beispiel Frauen selbst am Tag belästigt und nicht mehr sicher fühlen. Die Ignoranz dessen bereitet den Rechten sicher ebenfalls den Boden. Die Probleme haben aber natürlich auch andere relevante Ursachen als den kulturellen Background. Und wenn Merz von Abschiebungen fürs Stadtbilds redet, dann ist das nicht nur menschlich/rhetorisch absolut daneben, sondern bedient Ressentiments, die weit über diese Problemfälle hinaus gehen und ignoriert das Versagen im Umgang mit Migration. Dass man integrationsunwillige Intensivtäter abschieben sollte hat damit ja gar nichts zu tun. Als Kanzler hat er auch mehr Verantwortung als unkritische Stimmen von links. Deshalb sind solche Aussagen auch viel gefährlicher. Aber ja, wie (fast) immer steht blinde Ideologie im Weg, wenns darum geht, Probleme differenziert und pragmatisch anzugehen. Und wenn man u.A. die Fragen von Unterbringung und Arbeitserlaubnis besser regeln würde, dann gäbs auch viel weniger Probleme "im Stadtbild".
zum Beitrag20.10.2025 , 14:50 Uhr
Da schließ ich mich vollumfänglich an.
zum Beitrag20.10.2025 , 14:48 Uhr
Falsch. Natürlich sind repräsentative Demokratien auch Demokratien.
zum Beitrag20.10.2025 , 12:21 Uhr
Wo die 80% herkommen, würde mich aber schon mal interessieren. Gefühlte Zahlen sind vorsichtig gesagt wenig aussgekräftig. Laut allen Umfragen in Schweden ist nur eine Minderheit für die Abschaffung der Monarchie. 2024 haben sich laut Umfrageinstitut Novus 65 % der Schweden für die Mornarchie ausgesprochen. Nur 23% für eine Abschaffung. Und das ist seit einigen Jahren ziemlich konstant.
(novus.se/nyheter/2...ngen-och-monarkin)
"Laut einer Umfrage von Ipsos MORI aus dem Jahr 2018 Spanien das Land mit dem höchsten Anteil an antiköniglichen Gefühlen: 37 Prozent der Befragten wünschen sich die Abschaffung der Monarchie. Schweden liegt mit 23 Prozent an zweiter Stelle."
bonn.fm/eine-koeni...-noch-zeitgemaess/
zum Beitrag16.10.2025 , 12:33 Uhr
"Checken Sie mal meine Kommentare, nicht viele schreiben so ausdauernd und engagiert gegen Antisemitismus. Seit zwei Jahren eine Daueraufgabe. "
Schon allein deshalb isses nicht im Ansatz nachvollziehbar, so einen Kanal zu verlinken. Es gibt unzählige seriöse Quellen, mit denen man vernünftig argumentieren kann. Videos aus solchen Kanälen klick ich gar nicht erst an. Da ist auch nichts mal irgendwie zufällig richtig, da wird alles aus einer ganz klaren Agenda heraus veröffentlicht. Mehr gibts dazu aus meiner Sicht nicht zu sagen.
zum Beitrag15.10.2025 , 18:12 Uhr
Bei Denjenigen, die am 7. Oktober aktiv dabei waren, sicher nicht. Aber das war eben nur jeder Achte der jetzt Freigelassenen. Geht man mal davon aus, dass die restlichen 1700 Inhaftierten -die zum Großteil ohne Anklage einsaßen- nicht allesamt radikale Hamasanhänger sind und wenn die Anschuldigungen zu Folter, etc. stimmen, dann kann man schon davon ausgehen, dass da neuer Hass gesät wurde. Genau wie bei den Menschen, die das Massaker miterleben mussten und 2 Jahre Geisel der Hamas waren.
zum Beitrag15.10.2025 , 11:11 Uhr
Was denn? Zwischen Videos über Chemtrails, Big Pharma, Charlie Kirk, Hitlers Geheimversteck in Argentinien und Trumpverherrlichung die Wahrheit gefunden?
"Mainstreammedien ignorieren Bilderbergertreffen". "Was die Medien dir nicht erzählen". "Was die Medien dir über Charlie Kirk verschweigen". "JFK Files und Israel. Was die Medien verheimlichen". Usw.
Der Kanal ist voller Verschwörungsmist und Desinformation. Bis hin zu offenem Antisemitismus. Und das führst du hier als ernsthaftes Argument an? Vielleicht doch mal die eigenen Quellen checken.
Schlimm genug, dass die taz Links zu solchen Kanälen überhaupt veröffentlicht.
zum Beitrag14.10.2025 , 17:02 Uhr
Klar. Wenn so ein neurechter Verschwörungs- und Schwurbelkanal das sagt, wirds schon so sein. Aber am ende ist dieser Link ein perfektes Beispiel für mangelnde Medienkompetenz im digtialen Zeitalter.
zum Beitrag14.10.2025 , 16:51 Uhr
Das kommt nur daher, dass man immer weioeder den Fehler macht, zu glauben man müsse die AfD bei ihren Lieblingsthemen entlarven und zeigen wie schlimm rechts die sind. Migration, Verfassung, Nazis, etc. Da haben die ihre wachsweiche Stadardargumentation, wo man nicht gegen ankommt. Mal abgesehen davon, dass es da wenig zu entlarven gibt, werden die bei Fachthemen oder unerwarteten Fragen regelmäßig auseinandergenommen. Ein 9jähriges Kind hat mit einer Frage Chrupalla öffentlich als Kulturdilettant entlarvt. Sogar ein Philip Amthor hat im Bundestag AfDler in Grund und Boden geredet. Die Dauerempörungsschleife bietet im Übrigen der AfD viel mehr Bühne, wo die sich als Opfer inzenieren können. "Nicht mit denen reden" funktioniert genauso wenig, wie "mit denen über Migration reden". Man muss ihre politische und wirtschaftliche Nullkompetenz offenbaren. Und wegschweigen kann man eine Partei von dieser Größenordnung schon mal gar nicht.
zum Beitrag14.10.2025 , 13:43 Uhr
Es gab nach der ersten Wahl Trumps ne ganze Menge Analysen dazu, dass eben diese tagtägliche Empörungsberichtserstattung über jedes kleine Stöckchen und eben dieses mediale "Katz- und Mausspiel" maßgeblich für dessen Aufstieg aus dem erweiterten Kandidatenkreis zum Präsident war. Das waren ja jetzt ne ganze Menge Artikel hier in der taz, wo man meinen könnte, so langsam fällt der Groschen, was die Gegner der Populisten selbst besser machen müssten. Vielleicht ist kann man da ja mal was nachhaltig mitnehmen, bevor man zum Beispiel wieder Söders neueste Wurstweisheiten kommentiert.
zum Beitrag14.10.2025 , 13:27 Uhr
Jo. Wenn es "Punkrock" gibt, der von schunkelnden CDUlern interpretiert wird, wenn es "Metalfestivals" gibt, wo Heino, Peter Maffay oder Santianao auftreten, wunderts da noch wen, wenn es miefig-bibeltreuen Missionars Rap gibt?
zum Beitrag14.10.2025 , 11:14 Uhr
Ist das ein Nachteil? Man könnts aber auch so sehen, dass man mit dem Smartphone einen Vorteil hat. Will man das Smartphone nicht nutzen, hat man keinen Vorteil. Klar kann man "innehalten" und prinzipiell alles was mit dem web zu tun hat ablehnen, PC und Smartphone meiden. Nur wird die Welt nicht innehalten und auf die warten, die lieber im gestern leben.
zum Beitrag13.10.2025 , 19:36 Uhr
Ja mei. Die allermeisten Dinge im Leben kann man immer noch offline erledigen, vor Allem hierzulande. Wer kein eigenes Smartphon haben will, der geht halt mal zum Nachbarn oder in ein ne Stunde in ein Internetcafé, wenns unbedingt erforderlich ist. Und der Rest ist das Gleiche wie bei jeder universellen Weiterentwicklung. Während die Einen nur Positives sehen, gibts immer Leute, die nur Negatives ehen. Kann mich an das Gejammer erinnern, als die Mobiltelefone eingeführt wurden oder als man das Bargeld beschränken wollte. Und Packstationen? Hab ich noch nie benutzt. Ging bislang koplett ohne.
zum Beitrag13.10.2025 , 12:28 Uhr
Genau das hab ich auch gedacht. Prinzipiell mal mutig, sowas anzugehen und sich hohe Ziele zu stecken. Aber genau an solchen Punkten frag ich mich, wieviel Menschen die da abgestimmt bzw. auch nicht abgestimmt haben, sich überhaupt Gedanken gemacht haben, was die Umsetzung dann in der Realität bedeutet. Und das nicht nur technisch, sondern auch sozial.
zum Beitrag13.10.2025 , 11:17 Uhr
Glaub ich auch nicht. Ich glaube auch nicht, dass da nur mitgewschwommen wird. Sondern das wird auch ganz aktiv gelebt und hat seinen Ursprung in einer Überhöhung von identitätspolitischen Themen, während man kaum noch gemeinsame Nenner auf der Basis von Grundwerten finden will und Meinungsverschiedenheiten nicht mehr lösungsorientiert dikutiert werde. Dass das, was oft als "Cancel Culture" bezeichnet wird, auch woanders stattfindet, will ich dabei gar nicht in Frage stellen. Aber darum gings mir aber auch gar nicht.
zum Beitrag13.10.2025 , 11:06 Uhr
Welche Ironie denn? Nichts von dem habe ich behauptet und ich habe mit keinem Wort irgendwen von irgendwas "ausgrezen wollen". Der Beitrag auf den ich mich bezogen habe, hat Zweifel geäußert, ob das wirklich Linke sind, die da so agieren. Und ich habe lediglich wiedergegeben, was ich in explizit linken Projekten seit einigen Jahren beobachte. Den Rest hast du da reininterpretiert.
zum Beitrag12.10.2025 , 17:24 Uhr
"und zweitens ging es bei der Nicht-Vertragsverlängerung von Frau Ruhs nicht um ihre politische Ausrichtung."
Sorry, aber das ist doch sehr durch die eigene Brille betrachtet. Es liegt mir sehr fern, die Frau, ihr Format oder ihre politische Einstellung zu verteidigen. Und am Ende ist die Begründung des NDR auch nachvollziehbar. Aber es ist trotzdem stark zu bezweifeln, dass es offene Briefe und gesammelten Protest von über 200 Mitarbeitern gegeben hätte, wenn sie eine "grottige journalistische Leistung" mit eher linksliberaler Haltung abgeliefert hätte.
zum Beitrag12.10.2025 , 17:04 Uhr
Richtig. Leider steht Ideologie immer wieder über Werten und die simple Gleichung mit dem Feind des Feindes zieht auch immer wieder. Und dabei gab es immer linke Strömungen, die im Kern zutiefst autoritär und demokratiefeindlich waren. Man hat brutale Dikatoren, Unrechtsregime und Terroristen verklärt, weil der eigentliche Feind der Kapitalismus und die damit verbundene westliche, liberale Lebensweise ist. Dass dem Banner "Links" universelle Menschenrechte, demokratische, humanistische Werte und progressives Denken prinzipiell immanent wären, nimmt die Szene zwar gern in Anspruch, hat aber so nie stattgefunden. Und wie extrem man sich verrenken kann, um die Welt in Gut und Böse aufzuteilen, unterstreicht der fast schon schizophrene innerlinke Streit um die Deutungshoheit des Nahostkonflikts.
zum Beitrag12.10.2025 , 13:22 Uhr
Geht man mal weg von prominenten Fällen, dann wirds teilweise noch viel schlimmer. In vielen linken Jugend- und Kulturzent, in Subkultur- und auch in Wohnprojekten, die sich ganz deutlich "links" auf die Fahne schreiben, da findet genau das statt. Teilweise noch aus viel belangloseren Gründen. Wie schnell heutzutage Hausverbote verhängt werden, Bands wegen Nichtigkeiten zu Grauzone erklärt werden, vor ab schon politische Statements von Künstlern und Veranstaltern verlangt werden oder Frisuren für Auftrittsverbote ausreichen, ist mehr als bedenklich. Jetzt kann man natürlich wieder die Frage stellen, ist das wirklich links? Die Frage kann man aber zu ganz vielen Punkten stellen und sie hilft auch nicht weiter. Streitsucht und Spaltungstendenzen sind nichts Neues in der Szene. Aber der allgegenwärtige Hypermoralismus und der spießbürgerliche Eifer und die unverzeihliche Vehemenz , mit dem Menschen durch die Freund/Feind Schablone gedrückt werden, kann man oft nur als toxisch bezeichnen. Und während bald jeder der korrekteste und tollste Linke in seiner eigenen kleinen Ecke ist, treibt das, was man eigentlich mal bekämpfen wollte, überall neue Blüten.
zum Beitrag10.10.2025 , 18:28 Uhr
Bislang hab ich das Ganze ja für völligen Nonsens gehalten. Wenn mir aber jemand das da oben auf dem Bild zusammen mit Süßkartoffel-Pommes servieren würde, dann wären meine Mittel der Wahl wohl noch ne ganze Ecke rabiater.
zum Beitrag10.10.2025 , 14:59 Uhr
Was ich nur sagen wollte und was mir bei der ganzen Debatte zu kurz kommt. Jeder Mensch, der gesundheitlich in der Lage ist, selbst für sein Auskommen zu sorgen, sollte doch unabhängig vom Jobcenter oder Repressionen ein Eigeninteresse haben, die Abhängigkeitssiutation von Transferleistungen selbst zu beenden. Dass man beim JC nur Mist anbegeboten bekommt ist ja kein Geheimnis. Und ein kurzfristiger Aushilfsjob weder eine Schande noch das Ende des Berufswegs. Angebote dafür gibts wie Sand am Meer. Ich hatte vor knapp 20 Jahren den gleichen Fall. Damals war die Arbeitslosenquote wesentlich höher als heute. Ich hab auch von der AfA Bewerbungsvorschläge bekommen, die völlig sinnfrei waren. Die bin durchaus -vorsichtig gesagt- nicht ganz so engagiert angegangen, hab dann selbständig zig Bewerbungen geschrieben. Trotz sehr guter Qualifikation leider allesamt erfolglos. Aber weil ich irgendwann nicht länger vom Amt abhängig sein wollte, hab ich im Kaltstart eine Seltsbständigkeit begonnen, die ich heute gegen keinen Job mehr tauschen möchte. Langzeitarbeitslose verharren oftmals in einer Lethargie, weil sie glauben, dass sie bei der Berufssuche vom Jobcenter abhängig wären.
zum Beitrag10.10.2025 , 12:56 Uhr
Natürlich gehts hier nur um den vielzitierten "Kulturkampf", der grad allenhalber die Politik bestimmt. Das Ganze hat weder einen essentiellen Nutzen für die Fleichindustrie, noch ist das in irgendeinem Verbraucherinteresse. Hier gehts ganz simpel drum, vom strunzkonservativen Stammtisch beklatscht zu werden, weil man den "gemüsefressenden Genderökos" eine mitgegeben hat. Populismus in Reinkultur, der das aktuelle politische Niveau ganz gut wiedergibt. Ich würd mal behaupten, dass selbst unter konservativen Wählern nur eine Minderheit glaubt, dass dieser Beschluss tatsächlich irgendeine Relevanz besitzt.
zum Beitrag10.10.2025 , 10:49 Uhr
"Da sind nicht wenige dabei, die selbst lange in die Arbeitslosenversicherung einbezahlt haben. Der Druck, der auf sie ausgeübt wird ist also nur fair ihnen selbst gegenüber?"
Das Jobcenter ist für ALG 1 Fälle gar nicht zuständig. Wer lange eingezahlt hat, hat 12 Monate ein Anrecht auf ALG1 und hat in der Zeit kaum Sanktionen zu befürchten. Mit über 55 sogar bis zu 18 Monaten. Da hat man ziemlich viel Zeit und wenig Druck, sich auf interessante Stellen zu bewerben. Ich finde die Änderungen hinsichtlich des Bürgelgelds auch nicht sozial gerecht und hoffe, dass die Kürzungen in dieser Form noch von Gerichten kassiert werden. Aber natürlich kann man von Leistungsbeziehern auch erwarten, dass sie selbständig versuchen, ihre Situation zu verbessern. Und wer nach über einem Jahr Leistungsbezug nichts findet, was für ihn so interessant ist, dass er sich eine Bewerbung vorstellen kann, der muss dann eben damit leben, dass ihm das Jobcenter Stellen vorschlägt. Wie lange soll er denn alimentiert werden, bis ihm irgendwas "interessant" erscheint?
zum Beitrag09.10.2025 , 16:29 Uhr
Is zwar typisch taz, aber links/rechts geht beim Thema Hamas/Kabinett Netanyahu am Thema vorbei. Beide sind zutiefst reaktionär, beide berufen sich auf "gottgegebenes" Land, beide reden vom totalen Sieg, von Vernichtung des Gegners. Egal in welche Ecke man die stellt, das sind Extremisten. Und im entfesselten Extremismus sind am Ende alle Ideologien gleich.
zum Beitrag09.10.2025 , 13:27 Uhr
Da ist schon was dran. Söder ist für mich eine (höhö) fleischgewordene Karrikatur, wer den ernst nimmt, der läßt sich von einem taz Artikel sicher nicht bekehren. Das Niveau auf dem er sich präsentiert und der völlig ungeniert offene Populismus ist genau genommen politisches Trollen. Und weil Trolle es lieben, wenn man sich an ihnen abarbeitet, ist es eigentlich Internet-Regel Nummer eins, ihnen kein Futter zu geben. Aber wie bei Trump läßt man sich auf das Spiel ein und springt über jedes noch so niedrige Stöckchen.
zum Beitrag09.10.2025 , 12:43 Uhr
Gibts für die 25 Euro auch einen Beleg? Bislang les ich da nur eine lose Behauptung von denen, die gegen das Projekt sind. Irgendwoher muss die Zahl kommen, wenn man das als Argument vorschiebt. Am Ende gehts hier um ein verwildertes, rund 3000m² Grundstück mitten in einer Stadt mit extremen Wohnungsmangel. Und in unmittelbarer Nähe gibt es einen großen Park.
zum Beitrag08.10.2025 , 15:50 Uhr
"Wie ist dann zu erklären, dass alle anderen Künstler*innen ihre Konzerte im HKW daraufhin aus Solidarität mit Chefket absagten?"
Da gibts sicher Erklärungsbedarf, hlhl ich Böhmermanns Erärung nachvollziehen kann. Ich kenne einen ähnlicher Fall, der aufgrund des Subkultur Kontext eher unbeachtet bleibt. Weil einer italienischen Band verweigert wurde, auf einem antinationalen(!) Festival eine Palestina Flagge zu hissen und man sich mit einem einfachen Banner nicht zufrieden gab, haben Aktivisten die restlichen Bands des Billings per Mail unter Druck gesetzt, abzusagen. Darin die aberwitzige Behauptung, es handele sich um ein zionistisches Festival und wer dort auftrete, würde in "ganz Europa keinen Auftritt" mehr bekommen. Nach vielen Absagen hat der Veranstalter daraufhin das gesamte Festival canceln müssen. Ich hab über Berkannte selbst so eine Mail lesen können.
paranoyafestival.de/
So gesehen sind die Aussagen, die Scherz hier trifft sehr richtig. Das Debatenklima ist -besonders zu Nahost- dermaßen vergiftet, dass man sich auf öffentlicher Bühne kaum noch äußern kann, ohne selbst zur Zielscheibe zu werden. Das sind ganz häßliche autorite Tendenzen.
zum Beitrag08.10.2025 , 11:41 Uhr
Ja stark! Großartiger Typ. Hat neben all dem angehäuften Krach auch nen Ehrenplatz in meiner Plattensammlung. Genau wie die Highwaymen.
Und passend zum Thema, die Zwei haben sich auch gesucht und gefunden;
www.youtube.com/wa...HBzI&start_radio=1
zum Beitrag08.10.2025 , 11:23 Uhr
"Warum?"
Weil es auf beiden Seiten viel zu viele Menschen gibt, denen "das Leid der Anderen" maximal eine kurze Heuchelei wert ist und die den Diskurs über diesen Konflikt, durch ihre eindimensionale Beurteilung, in eine Ecke getrieben haben, die gar kein würdevolles, gemeinsames Gedenken aller Opfer zulässt. Und ums mal ehrlich zu sagen, Herr Bax. Ihre Artikel zu diesem Konflikt kranken aus meiner Sicht regelmäßig genau an dieser unreflektierten Parteinahme die Sie hier anprangern. Es ist überhaupt nicht schwer, sich für die Menschen in Palestina und ein Ende des Krieges einzusetzen und gleichzeitig Anteilnahme am Leid, dass am 7.Oktober durch die Hamas losgetreten wurde, ehrlich zu gedenken, ohne schon wieder auf die andere Seite zu zeigen.
zum Beitrag07.10.2025 , 20:09 Uhr
Welcher Arzt stellt denn Rezepte für "Bratwurstkonsum, Alkohol, Rauchen und Bergsteigen" aus?
zum Beitrag07.10.2025 , 13:14 Uhr
Soweit ich weiß liegt das daran, dass die USA im Gegensatz zu Deutschland vor Jahrzehnten eine im Völkerrecht verbindliche UN Konvention zum Verkehr mit Suchtstoffen nicht unterzeichnet hat. Ein öffentlicher Verkauf in Deutschland wäre somit ein Rechtsverstoss. Deshalb auch das halbgare Rumgeeier mit Cannabis Clubs, Eigenanbau etc. Im Übrigen seh ich das andes als der Autor. Während eine -wie auch immer gestaltete- Legalisierung des Verkaufs aus meiner Sicht sinnvoll und überfällig wäre, halte ich von einem Mißbrauch einer medizinisch notwendigen Verschreibung prinzipiell überhaupt nichts. Ich bin dafür das klar zu trennen und halte da auch nichts vom Zweck, der die Mittel heiligt.
zum Beitrag06.10.2025 , 20:51 Uhr
Also nicht, dass die Spezln das nicht verdient hätten. Aber das mit den Strommasten is jetzt auch noch nicht solange her, dass man unbedingt gen Weißwurstzentrale zeigen muss.
zum Beitrag06.10.2025 , 13:37 Uhr
"Ähnliches gilt ja für den Begriff des "Genozids", der im Pro-Pali-Diskurs mittlerweile völlig von seiner eigentlichen Definition gelöst worden ist. Das Vorgehen ist immer das Gleiche: Man weitet Begriffe aus, um die damit verbundenen Konnotationen auch weiterhin agitatorisch auschlachten zu können."
Jo, richtig. Die gesamte Debatte krankt daran. Es reicht nicht mehr über Verbrechen zu reden, es geht gar nicht mehr ohne diese Maximalbegriffe. Im Pro-Israel-Diskurs wird der Antisemitismus Stempel mittlerweile ebenfalls völlig beliebig ausgeteilt. Sogar Holocaust-Vergleiche - die lange zurecht als Tabu galten- werden beidseitig hemmungslos als Totschlagargument benutzt. Genau deshalb gibts auch gar keine echte Debatte mehr. Beide Lager haben sich argumentativ schon längst in die Sackgasse manövriert und schreien sich ohne erkennbares Interesse an einer für alle Menschen in Nahost friedlichen und versöhnlichen Lösung an.
zum Beitrag06.10.2025 , 12:26 Uhr
"In vielen muslimischen Ländern kämpfen die Frauen gegen das Kopftuch, aber bei uns kämpfen viele Linke für das Tragen des Kopftuchs"
Das hat meines Erachtens viel mit linker Identitätspolitik zu tun und mit der -ich nenns mal überspitzt- "Überindentifizierung" mit vermeintlich migrantischer Kultur. Ich hab mal beim Aufbau einer Kunstinstallation mit einer deutschen Frau zusammengearbeitet, die Kopftuch trug. Und schmerzfrei geradeaus wie ich bin, hab ich gefragt, ob sie Muslima sei. Antwort war nein, sie trüge das Kopftuch aus Solidarität mit muslimischen Migrantinnen. Das war etwa zu dem Zeitpunkt, als die Bundeswehr aus Afghanistan abgezogen ist und die Taliban wieder das Zepter übernommen haben. Kannste dir kaum ausdenken.
zum Beitrag05.10.2025 , 11:48 Uhr
"natürlich existiert keines dieser Motive in den öffentlichen Debatten ums Kopftuch."
Na weil Argumente wie die Schwiegermutter, das Schönheitsideal oder die schlechte Frisur einfach konstruiert sind. Man stelle sich mal vor, ein Friseur gibt Rabatte für Frauen, die im Kleid erscheinen und rechtfertigt wird das dann mit dem Opa, der zu Besuch ist, das Schönheitsideal im katholischen Dorf halt so ist oder weil das Kleid besser zur Figur passt. Ich hab da so meine Zweifel, ob das hier als plausible Gründe gelten würde.
zum Beitrag04.10.2025 , 17:57 Uhr
Einfach nur eine weitere Folge der uralten "Du! Nein du! Nein du!" Sitcom. So monoton wie ermüdend. Bis auf ein paar Annäherungsversuche, wie unter Rabin, haben sich die Hardliner auf beiden Seiten höchst erfolgreich darum bemüht, eine friedliche Koexistenz zu verhindern. Zu behaupten, Netanjau und co. hätten das irgendwann mal gewollt ist genauso hahnebüchen, wie zu behaupten, die Hamas hätte das irgendwann mal gewollt.
zum Beitrag04.10.2025 , 14:31 Uhr
So simpel wie richtig. Da gibts nichts hinzuzufügen.
zum Beitrag04.10.2025 , 13:33 Uhr
Die "Einseitigkeit" der großen Demos hat meines Erachtens mit der Einseitigkeit der Auslegung der Staatsräson zu tun. Demonstrationen richten sich ja in erster Linie an die eigene Regierung. Und die hat bis vor Kurzem im Einklang mit der Berichterstattung der Springerpresse sehr einseitig Partei ergriffen. Da die Hamas längst als Terrororganisation verboten ist und auch nicht von der deutschen Regierung unterstützt wird, richten sich die Demonstrationen folgerichtig gegen die Unterstützung einer verbündeten Regierung, die in dem Konflikt jedes Maß verloren hat. Hätte sich die Bundesregierung da mal eher und glaubwürdig für eine friedliche Lösung eingesetzt, dann wären diese Demos gar nicht so groß und einseitig. Die Headline ist eigentlich gut gewählt. Unerträgliches Scheuklappentum bestimmt diese Debatte. Genau diese selbstgerechte Bequemlichgkeit der beiden Lager in diesem Konflikt ist absolut zu kritisieren. Nur macht der Autor wieder genau das, was die ganze Zeit diesen Diskurs bestimmt und was er der Gegenseite vorwirft. Er kritisiert die eindimensionale Solidarität des einen Lagers, während im anderen genauso wenig differenzierte Töne und Empathie wahrzunehmen sind.
zum Beitrag02.10.2025 , 14:17 Uhr
Lächerlich mag der Aufhänger sein, sicher sogar. Die Diskussion über zunehmend autoritär und borniert geführte Sprachkritik, die sich nicht zuletzt in einer völlig unkonstruktiven Debattenkultur niederschlägt, ist es überhaupt nicht. Das ist m.M.n. sogar eines der wichtigsten Themen überhaupt, da kaum etwas so destruktiv auf eine domkratische Gesellschaft einwirkt, wie der Unwillen einanderzuzuhören und sachliche Argumente auszutauschen.
zum Beitrag02.10.2025 , 14:08 Uhr
Macht doch gar keiner. Nirgendwo schreibt jemand Femizide pauschal "einer Religionsgemeinschaft" zu. Nur wird man die Strukturen, die zu diesen -als "Ehrenmord" bezeichneten- Taten führen, nicht auflösen können, wenn man sie in irgendeiner Pauschalstatistik abheftet. Warum kann Frau Balci -gerade als Integrationsbeauftragte- nicht speziell dieses Problem kritisieren ohne sich gleich über alle Femizide, mit ihren unterschiedlichsten Hintergründen zu äußern?
zum Beitrag02.10.2025 , 13:59 Uhr
Das kann man glaub ich noch viel einfacher runterbrechen: "Ich hab Recht und es gibt nichts zu diskutieren". Das Wort Kulturkampf ist aus meiner Sicht ähnlich wie die Begriffe alternativlos, Narrativ, etc. einfach nur ein mittlerweile beliebig wie notorisch eingestreutes Trendwort, das als Totschlagargument anderweitige Positionen abkanzeln soll. Ich kann mit dieser Art von "Debattenkultur" gar nichts anfangen.
zum Beitrag01.10.2025 , 16:47 Uhr
Ja WENN. Dann würden wir ja wenigsten von einer echten Reform reden. Der Vorschlag wird hier aber nicht gemacht. Sondern die -nach meinem Dafürhalten- billige Flickschusterei, die die Schwächen des Systems nicht im Ansatz behebt und auf den Eindruck zielt, es würde ausreichen, die eine priviligierte Gruppe da zur Solidarität zu bewegen. Darum gings mir. Das mit dem elektronischen Geldrucken nach Belieben und staatlichen Jobgarantien halte ich dagegen für abenteuerlich.
zum Beitrag01.10.2025 , 12:56 Uhr
Da bin ich völlig dabei, ich glaub auch nicht an die Milliardärststeuer, schon gar nicht als Allheilmittel. Beamtenpensionen werden aber nicht aus der Rentenkasse, sondern aus Steuermitteln bezahlt. Die Einzahlung der Beamten wäre mit allem was das auch an Ausgaben mitsichbringt nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Populistisch deshalb, weil man suggeriert, man könne mit der Beitragspflicht für eine als priviligiert wahrgenommene Gruppe die Probleme des Rentensystems lösen und sich weiterhin vor der unpopulären aber notwendigen echten Reform zu drücken.
zum Beitrag01.10.2025 , 12:45 Uhr
Hm. Hab das Buch nicht gelesen und sicherlich entsprechen die zitierten Positionen nicht denen der modernen, postkolonialen Feminismus Bubble. Aber einer Frau, die in genau den kritisierten Strukturen aufgewachsen ist "Kulturkampf" vorzuwerfen und in eine Ecke mit Sarrazin zu stellen ist für mich genau das Gegenteil von einer differenzierten Auseinandersetzung, wie sie die Autorin hier einfordert. Die Stelle, an der Balci behauptet, dass "jede arabische Familie (...) patriarchal und (..) jede verschleierte muslimische Frau unterdückt ist", hätte ich dazu dann schon gern im Zitat. Was die Statistik zu Femiziden betrifft, kommt man natürlich zu dem Schluss, dass da keine kulturellen Hintergründe eine Rolle spielen, wenn man denn auch da nicht differenzieren will. Dass eine Familie den jüngsten Sohn dazu zwingt die fehlgeleitete Tochter aus Gründen der Familienehre umzubringen, kommt außerhalb der kritisierten Kreise sicher deutlich seltener vor. Und nochwas. Wenn jede streitbare Position, die der eigenen abweicht mit dem gerade tredigen Stempel "Kulturkampf" versehen wird, dann ist das eine billige Diskursverengung und kontakariert die Forderung nach weniger Pauschalität.
zum Beitrag30.09.2025 , 14:31 Uhr
Nun, wenn es tatsächlich kein Problem darstellt, dass vor rund 50 Jahren noch etwa doppelt soviel sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer einen Rentner "finanziert" haben, als wie es heute der Fall ist und zukünftig die Zahl weiter sinken wird, dann ist das wohl so. Dabei sind die Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt durch KI noch gar nicht wirklich absehbar. Und wie das Konjunkturprogramm aussehen soll, dass aus einer aktuell rasant steigenden Arbeitslosenquote mal eben mittelfristig Vollbeschäftigung macht, da wäre ich aber mal gespannt.
www.zdfheute.de/wi...anzierung-100.html
zum Beitrag30.09.2025 , 13:11 Uhr
Nur ein weiterer Versuch der Flickschusterei, der nicht mal im Ansatz das demografische Defizit der Rentenversicherung lösen kann. Klingt halt immer irgendwie toll, einer vermeintlich bevorteilten Gruppe mit vermeintlichem Nutzen in die Tasche zu greifen. Mehr als ein populistischer Vorschlag isses aber nicht. Man könnte abseits der Rentendiskussion mal generell über das Beamtentum nachdenken, aber das ist eine ande Baustelle.
zum Beitrag30.09.2025 , 12:53 Uhr
Es ist richtig, dass niemand deswegen von Prüfungen ausgeschlossen wird. Aber es gibt durchaus Profs, die in der Bewertung von Arbeiten nicht gendergerechte Sprache schlechter beurteilen. Ich hab vor ein paar Jahren genau zu diesem Thema eine öffentliche Debatte an der Uni in meiner Stadt besucht, nachdem ich im persönlichen Umfeld solche Fälle hatte. Und in dieser hitzig diskutierten Veranstaltung, da gab es sowohl Studenten als auch Profs, die diese Art von Benotung vehement verteidigt haben. Ganz so frei ist das mit dem Gendern nicht immer.
zum Beitrag30.09.2025 , 01:11 Uhr
"Das macht keinen Sinn."
Doch. Macht es schon. Es ist ja bei Weitem nicht jeder ein Hardcore Veganer. Viele haben früher halt gern Bratwurst oder nen Burger gegessen und mögen halt den Geschmack, Andere essen zwischendurch einfach mal gerne ne Alternative zum Fleisch. Und da gibts mittlerweile auch ein paar wirklich gute Sachen. Ich ernähr mich seit rund 10 Jahren auch zu 95% vegetarisch, manchmal auch vegan. Aber wenn ich im Sommer ausnahmsweise mal wieder richtig Bock auf ein gegrilltes Rindersteak hab, dann mach ich das einfach. Von strengem Totalverzicht halte ich nix.
zum Beitrag29.09.2025 , 20:46 Uhr
Nein. Hinsichtlich der zitierten Begriffe bin ich völlig d'accord. Da aber die aktuelle linke Sprach- und Kulturkritik weit darüber hinausgeht, seh ich keinen großen Unterschied im Eifer. Und nebenbei hab ich nirgendwo erwähnt, dass das nur im ollen links/rechts Spektrum stattfindet.
zum Beitrag29.09.2025 , 20:35 Uhr
"Man kann in solchen Karten einen palästinensischen Anspruch auf das gesamte Gebiet sehen, der damit das Existenzrechts eines israelischen Staats negiert. Aber zwingend ist das nicht, denn auch solche Abbildungen sind für Interpretationen offen."
Ähm, nein. Das ist exakt das Gleiche, wie die Darstellung ein Karte Israels inklusive der besetzten Gebiete mit hebräischen Namen. Natürlich wird da ganz klar ein Besitzanspruch auf den Lebensraum eines anderen souveränen Volkes formuliert. Beide Versionen bilden das Gegenteil einer Zweistaatenlösung ab. Tut mir Leid, aber wer glaubt, dass das ohne größere Verrenkungen anders interpretierbar ist, dem würd ich entweder grobe Oberflächlichkeit oder schlicht Unehrlichkeit unterstellen. Und bei Jemanden, der nach all den öffentlichen Debatten zu diesem Thema immer noch nicht verstanden hat, wo der Unterschied zwischen völlig legitimer und notwendiger Kritik am Vorgehen der israelischen Regierung und dem Infragestellen des Existenzrechts Israels liegt, da hätte ich auch Zweifel, ob der an so einem Datum auf öffentlicher Bühne angemessen damit umgeht. Was ist eigentlich so schwer dran, Solidariät oder Protest zu äußern, ohne solchen Kram?
zum Beitrag29.09.2025 , 14:10 Uhr
Die "Sprachpolizei" steht nicht rechts, sie ist Zeigeist. Genau wie beim aktuell viel zitierten Kulturkampf. Er wird immer nur non den Anderen betrieben. Die einen würden gern das verbieten, die anderen das, recht hat man immer nur selbst. Verbieten als Allroundlösung. Hat nur jeder seine eigenen Steckenpferd, wo er glaubt, dass man damit nicht leben kann.
zum Beitrag28.09.2025 , 15:47 Uhr
Spitzfindigkeiten und Ausreden. Genau so funktioniert der aktuelle Diskurs. Niemand, der sich auch nur ein bisserl mit dem linken Lager beschäftigt, kann bestreiten, dass es beim thema Nahost zwei ausgeprochen konträre Lager mit viel zu hohem Tellerrand gibt, die die Debatte besonders laut mit ihren eindimensionalen und radikalen Posititionen dominieren. Und natürlich geht die Fraktion "bedingungslose Solidartät mit Israel" aus der Antideutschen Linken hervor. Und wie jeder, der die Scheuklappen nicht ganz eng aufgesetzt hat, im innerlinken Diskurs -gerade auch hier im taz- Forum unter wirklich jedem einzelnen Nahost Artikel nachlesen kann, passt zwischen deren Argumentation und denen der konservativen und Springer nahen Israel Unterstützer kaum ein Blatt Papier mehr. Und das man lieber borniert genau dort stehen bleibt, anstatt auch mal die eigene Position hinsichtlich der aktuellen Lage zu hinterfragen, läßt den Schluß -den der Autor hier macht- genauso zu, wie den Vorwurf der pauschalen Israelfeindlichkeit, wenn andere Linke undistanziert mit Hamas Unterstützern und anderen Antisemiten auf die Straße gehen.
zum Beitrag28.09.2025 , 14:46 Uhr
An welcher Stelle findet sich denn da "ein bisschen Demokratie"? Die Vorschläge sind nur in euiner knallharten Diktatur mit enormer Repression umsetzbar. Staats- und Wirtschaftssytem müssten mit der Brechstange geändert werden. Sämtliche förderalistischen Strukturen müssten aufgegebn werden. Es müssten Millionen Leute zwangsumgesiedelt werden. Es würde zu einer Massenarbeitslosigkleit kommen. Und bevor Millionen Leute umgeschult sind, ist überhaupt keine Wirtschaftsleitung mehr da, mit der man auch nur halbwegs diese Menschen wieder in Arbeit bringen könnte. Nichts, aber auch gar nichtts daran ist in einer Demokratie umsetzbar.
zum Beitrag28.09.2025 , 14:39 Uhr
Das ist nur eben kein positiver Blickwinkel. Das ist schlicht ein völliger Fehlschluss. Die Auswirkungen des Klimawandels werden Fluchtbewegungen, Wasserknappheit, Kampf um Lebensraum und Ressourcen massiv befeuern. Im Existenzkampf ist nicht weniger Krieg, sondern eher mehr zu erwarten. Dem letzten Satz würd ich aber prinzipiell Recht geben. Immer wieder auf die denkbar apokalyptischesten, wenn auch nicht wirklich wahrscheinliche Szenerien zu verweisen und daraufhin diffus "radikale Maßnahmen" zu fordern, erzeugt eher Abstumpfung und lähmende Zukunftsangst als den nötigen Elan, sich dieser Krise konstruktiv zu stellen.
zum Beitrag25.09.2025 , 21:28 Uhr
"Wir müssen über Antideutsche reden, die [...] ohne Abstriche proisraelische und projüdische Positionen vertreten." Das kann ich nicht verstehen. Das suggeriert für mich, dass projüdisch zu sein problematisch ist? Ist das ihre Meinung? Ernsthaft?"
Mal abgesehen von der Unsitte Zitate je nach Gusto textlich und inhaltlich zu verkürzen, ist das ein völlig legitimer Standpunkt. Der Knackpunkt liegt hier doch klar bei "ohne Abstriche". Bedingunslose, uneingeschränkte Solidarität gewährt man nicht einmal den engsten Verwandten und den besten Freunden. Auch da endet Solidarität, wenn schwerste Verbrechen begangen werden. Es gibt für alles Grenzen und es gibt universelle Werte, die über Ideologie stehen sollten. Und da liegt das Problem. Als sicher notwendiger Gegenbewegung zu den antisemtischen Tendenzen innerhalb der Linken gestartet. Aber weil man als "richtiger" Linker oft nicht radikal genug sein kann, irgendwann als treu ergebener Verteidiger einer Regierung, aus rechtsnationalen und ultrareligiösen Hardlinern, in der argumentativen Sackgasse gelandet.
zum Beitrag24.09.2025 , 13:59 Uhr
Vielleicht liegt der Kern der ganzen Sache auch wo ganz anders. Nicht, dass da jetzt alles falsch wäre, ganz im Gegenteil. Aber irgendwie ist das jetzt nicht der erste Artikel, den ich über "Ostdeutsche" lese und es mir irgendwie dabei vorkommt, als würde ich gerade eine Naturdoku über die Fauna einer fernen Steppenlandschaft anschauen. 35 Jahre nach der Wiedervereinigung wird über "die Ostdeutschen" geredet, als würde man mit dem Fernglas über die Mauer schauen und das Verhalten einer bislang unbekannten Spezies beobachten.
zum Beitrag24.09.2025 , 13:21 Uhr
Es steht überhaupt nicht zur Debatte aus den jetzigen Gegebenheiten und Verantwortlichen eine Regierung zu formen. Es geht schlicht darum, den Grundstein für den Weg in eine friedliche Koexistenz zu legen. Jeder ist sich im klaren, dass das vorerst nur symbolischer Natur ist. Weder sieht irgendwer da die Fatah noch die Hamas, noch irgendeine Terrororganisation als geeigenet. Und die Behauptung, dieser Ansatz wäre eine "Belohnung für den Terror" ist nachwievor subtanzlos, da er die Interessen der Zivilbevölkerung mit dem der Terroristen gleichsetzt, obwohl diese nie eine Zweistaatenlösung wollten. Das ist ganz billige Propaganda einer Regierung aus Ultrareligiösen und Rechtsextremen und die sprechen nur für ihr Klientel, nicht für die Sicherheit und Zukunft der Menschen in Nahost. Der Prozess mag schwierig sein, aber im Gegensatz dazu haben die Gegner der Zweistaatenlösung keinerlei Idee für eine zukünftig friedliche Koexistenz und setzen weiter auf die Mittel, die auch der Bevölkerung in Israel keine Sicherheit und Frieden gebracht haben.
zum Beitrag24.09.2025 , 11:48 Uhr
Ich glaube in erster Linie mal, dass die bisherige Politik für niemanden da unten Sicherheit gebracht hat, auf keiner Seite. Sie hat die radikalen Kräfte gestärkt, sie hat Terror und Unterdrückung zementiert, sie hat zu enormen Leid auf beiden Seiten geführt. Der 7. Oktober und der Krieg danach sind eine Konklusion dessen, was Extremisten da über Jahrzehnte aufgebaut haben. Sie setzt weiterhin borniert auf die Logik von Hass, Vergeltung, Vertreibung und auf die völlig irrwitzige Idee eines "totalen Sieges". Sie sprechen dabei vom "Willen Gottes", von Blut und Boden, von Vernichtung. In dieser Hinsicht nehmen sich Islamisten und die aktuelle Regierung Israels überhaupt nichts. Und natürlich habe den Glauben daran, dass der Status Quo falsch ist und keinerlei Lösung, keinen Frieden, keine Sicherheit parat hält. Und abgesehen von Trump, der ebenfalls auf Hass und Repression setzt, haben das mittlerweile auch die Staaten verstanden, die Israel ansonsten wohlgesonnen sind.
zum Beitrag23.09.2025 , 18:42 Uhr
Die Hamas will genauso wenig eine Zweistaatenlsöung, wie die rechten Hardliner in Israel. Es wird immer wieder zurecht darauf hingewiesen, dass das Ziel der Hamas die Vernichtung Israels darstellt. Jetzt auf einmal die Behauptung aufzustellen, ein palestinensischer Staat wäre eine "Belohnung für den Terror" ist sehr leicht durchschaubare Propaganda im Sinne Netanjahus. Die Sichtweise, sämtliche Befürworter dieser Lösung würden einfach nur plump auf die Hamas Propaganda hereinfallen ist zudem noch ziemlich überheblich. Die allermeisten Menschen in Israel und in Palestina wollen ein Leben in Frieden. Und das ist weder mit der Hamas, noch mit der aktuellen Politik Israels möglich. Dass da gerade etwas Bewegung reinkommt, ist nur zu begrüßen.
zum Beitrag23.09.2025 , 12:41 Uhr
Das Problem, dass etablierte Medien oft ins gleiche Horn stoßen oder gar von einander abschreiben ist kein Problem der Corona-Zeit, sondern ein generelles, das eben dazu führt, dass Menschen das Gefühl von einheitsmedien bekommen und zu alternativen Quellen flüchten. Und wenn dann komplexe Themen emotionalisert und polarisiert diskutiert werden, dann schafft das Mißtrauen, Zwietracht, Spaltung. Und so sehr, wie ich selbst damals eher zur Gruppe der "Vorsichtigen" gehört habe, fand ich die Keule, die da teilweise über Menschen mit andere Denkansätzenn geschwungen wurde völlig daneben. Das hatte manchmal schwer autoritäre Züge und hat Skeptiker in die Arme der Rechten und Verschwörungstheoretiiker getrieben. Das hat Freundeskreise und Familien zerissen und hat einen guten Anteil am Aufstieg der AfD zu verantworten. Vieles lag im Unklaren und die meisten Maßnahmen waren sicher gerechtfertigt. Der Furor mit dem Kritiker in eine Ecke geschoben worden war falsch. Und da gabs auch hier Artikel, die sehr sehr fragwürdig waren. Medien haben große Verantwortung und es wäre ein Fortschritt, wenn die Erkenntnis nicht immer erst hinterher reifen würde.
zum Beitrag23.09.2025 , 12:23 Uhr
"Ja, sollen sie nicht. Sollen sie schon seit Jahrzehnten nicht. Tun sie aber trotzdem."
Und genau deshalb ist außer meiner Sicht Druck von Außen notwendig. Der Konflikt ist so verfahren und die Positionen so verhärtet, dass es Initiativen benötigt, die internationale Partner und Nachbarstaaten mit einschließt. Netanjahu ist gerade dabei, das zarte Potential, dass die Annäherung einiger arabischer Staaten an Israel zu gefährden. Man kann gar nicht so vernagelt sein, um nicht zu erkennen, dass die aktuelle Lage keine dauerhafte Lösung verspricht. Und es müsste auch dem Letzten iregendwann mal dämmern, dass die einzig relevante Unterstützung dieser Politik nur noch von einer Regierung stammt, die gerade versucht das eigene Land in eine rechtsdrehende Diktatur zu verwandeln.
zum Beitrag23.09.2025 , 12:15 Uhr
Was ist an den Ausführungen zur Hamas in der Anerkennung Paelstinas falsch zu verstehen? Da steht ganz klar, dass die Hamas entwaffnet und entmachtet werden soll. Und da steht auch nicht, dass da Quasam oder Al Aqsa irgendwann mitregieren sollen. Eine pauschale Gleichsetzing der palestinänsischen Bevölkerung mit den Terroristen ist im Kern schlicht rassistisch. Die Idee, man könne durch Veretreibungen, Landnahme und einen quasi Dauerkriegszustand einen zukünftigen Frieden für Israeli schaffen ist so offensichtlich ignorant wie unerreichbar. Netanjahu zementiert genau wie Hamas und Co. den Status Quo, der Generation um Generation diesem Konflikt zum Fraß vorwirft. Und wer nicht sehen kann oder will, dass es ohne friedliche Koexistenz für niemanden da unten jemals Frieden geben wird, der redet nicht den Menschen, die von Terror und Gewalt betroffenen sind das Wort, sondern denen, die Gewalt und Terror auch für die Zukunft säen.
zum Beitrag22.09.2025 , 17:28 Uhr
Klar liegt da ne Gefahr drin. Aber man sollte auch mal so ehrlich sein, dass der Erfolg von zum Bsp. FFF ohne solche Netz Aktivisten auch nicht denkbar gewesen wäre. Und was wurde ein Rezo (auch hier) dafür gefeiert, dass er die "Zerstörung der CDU" propagiert hat und die cDU danach auf der Oppositionsbank gelandet ist. Das Netz und die Influencer sind einfach ein Teil der heutigen Zeit. Man kann jetzt wieder darüber jammern oder eben zusehen, wie man dort den Einfluss demokratischer Kräfte stärkt. Dass nur emotionale Botschaften ziehen und die rechten Hetzer deshalb unbdeingt im Vorteil sein müssten, ist für mich ne faule Ausrede.
zum Beitrag22.09.2025 , 16:16 Uhr
Na klar gings darum. Aber 3 Wochen Fütterung ist eben nicht ansatzweise mit der komplexen und jahrelangen Aufzucht von Primatenjungen zu vergleichen. Eine Rotkehlchen- oder Zaunkönighenne wäre überhaupt nicht in der Lage ein Küken großzuziehen, das schon beim Schlüpfen deutlich größer ist als sie selbst. Die Mutter füttert es instinktiv, weil sie ihre eigene Brut durch das Kuckuck-Junge verliert. Das ist einfach kein fundiertes Argument in dieser Deiskussion.
zum Beitrag22.09.2025 , 14:07 Uhr
Natürlich ist das Ganze voerst mal ein symoblischer Akt, der unversöhnliche Hardliner aus ihrer kompromisslosen und "totalen Sieg" Strategie zwingen will. Und natürlich ist er nicht im Interesse all derer, die aufgrund dieser eindimensionalen und utopistischen Haltung, den Status Quo bevorzugen und damit das Leid kommender Generationen bereitwillig einpreisen. Und weil man außer, "es kann nicht sein, was nicht sein darf" keinen Funken einer überzeugenden Idee einer friedvollen Zukunft hat, kramt man wieder oberflächlich in der ollen "damals" Mottenkiste und schreckt nicht mal vor Blut und Boden Argumenten zurück. Die Erklärung der Staaten, die jetzt ihre Anerkennung bekunden, ist sehr deutlich darin, dass der Geist der unversöhnlichen Extremisten auf beiden Seiten die Zukunft der Menschen in Nahost nicht weiter bestimmen soll. Es ist sehr, sehr einsam geworden um die Regierungen Netanjahu und Trump. Und das ist in jeder Hinsicht ein Hoffnungsschimmer. Ohne Druck von Außen sind die beteiligten Akteure weder willens noch in der Lage, der Bevölkerung in Nahost eine friedliche Zukunft zu ermöglichen.
zum Beitrag22.09.2025 , 13:00 Uhr
Ja, absolut unangenehme Versammlung von Ewiggestrigen. Aber ernsthaft. 2000 Menschen waren also dort, trotz bestem Sommerwetter. Nichtmal halb soviel wie in den letzten Jahren damit weniger als bei einem beliebigen Rumpelkick in der Regionalliga. Ich lese hier so oft "keine Bühne geben". Daher würd ich mal in Frage stellen, ob es tatsächlich 4 Artikel zu diesem Trauerspiel braucht.
zum Beitrag22.09.2025 , 11:47 Uhr
Beweißt er nicht. Ein Kuckuck läßt seiner Eier von fremden Eltern ausbrüten. Das Junge tötet dann seiner Stiefgeschiwster, wird noch 3 Wochen gefüttert und verlässt dann selbständig das Nest, da es über einen angeborenen Flugsinstink verfügt. Dast hat nichts, aber auch gar nichts mit der Kinderaufzucht und dem Gruppenverhalten von Primaten zu tun.
zum Beitrag18.09.2025 , 12:13 Uhr
Ich glaube, keine wie auch immer geartete Gemeinschaft kann eine größere Zahl an Menschen aufnehmen, die nicht bereit ist sich zumindest grundlegend anzupassen. Nirgendwo funktioniert das. Weder in einer Wg, noch in der taz Redaktion und in einem komplexen Gebilde wie einem Staat schon mal gar nicht. Man sollte ätzende Begriffe wie "Leitkultur" gar keinen Raum geben, wenns drum geht, dass es keine Parallelgesellschaften geben darf, in denen Werte und Regeln keine Rolle spielen. Wenn man durchaus gerechtfertigte Forderungen nach Anerkennung einer regelbasierten Ordnung automatisch mit dem Leitkultur-Gelaber der Rechten verknüpft, dann betreibt man genau genommen die gleiche Pauschalisierung von Migration und schadet somit dem absoluten Großteil von Migranten, die selbstverständlich bereit sind sich ihrem neuen Umfeld anzupassen.
zum Beitrag18.09.2025 , 11:48 Uhr
"Der Tagesspiegel ist mir nicht als seriöse Informationsquelle bekannt geworden. "
Ich geb wenig auf solche Umfragen. Aber dem Tagesspiegel mal fix die Seriösität abzusprechen, zeugt schon von einer sehr eingeschränkten Medienwahrnehmung.
zum Beitrag18.09.2025 , 11:34 Uhr
Beides schwierig. Das Format und die Entscheidung. Die Sendung ist schon ziemlich rechtskonservativer Muff auf focus online Niveau. Aber ist das tatsächlich ein plausibler Grund, dass es sowas im öffentlichen Rundfunk nicht geben darf? Die Kritik, dass dort eine linksliberale Mehrheit die Meinungshoheit beansprucht, lässt sich nach jedem solchen Vorfall zumindets immer weniger entkräften. Bei Böhmermanns Sendung, die ich durchaus mag, würden sich auch genügend Inhalte finden lassen, die man als undifferenziert und journalistisch nicht einwandfrei abkanzeln könnte. Nun hat Satire zuredht mehr Freiheietn. Ich behaupte aber mal, selbst bei einem sehr gründlichen Fehlschuss würde es keinen solchen offenen Brief von 250 Kollegen geben.
zum Beitrag17.09.2025 , 16:46 Uhr
Das mit den polnischen Touristen habe ich bislang nirgendwo gefunden. Wenns aber so sein sollte, dass auch noch völlig Unbeteiligte zu Schaden gekommen sind, dann wärs für mich schon ne üble Nummer, wenn das hier so komplett unter den Tisch fallen würde. Mich hat damals schon der Mangel an Kritik gestört, als herauskam, dass der brutale Überfall auf das Heute Show Team von linken Tätern begangen wurde. Aber wie gesagt, ich finde solche Aktionen prinzipiell völlig falsch. Egal wer da Opfer und Täter ist.
zum Beitrag17.09.2025 , 09:45 Uhr
Falls ich mich da irgendwie mißverständlich ausgedrückt haben sollte. Es gibt an den Taten gar nichts zu rechtfertigen. Und ich finde die gesamte Argumentation der Verteidiger völlig hahnebüchen und ich finde auch das Verständnis, was hier und da für die Angeklagten aufgebracht wird ziemlich befremdlich. Die politische Einstellung spielt da gar keine Rolle. Totzdem waren das in dem Fall nachweislich Besucher des Tags der Ehre und dann kann mans auch so schreiben.
zum Beitrag16.09.2025 , 12:38 Uhr
An dem Begriff ist in diesem Falle überhaupt nichts "problematisch". Die Betroffenen stammen eindeutig aus der rechtsextremen Szene. Auf der Veranstaltung in Budapest wird nicht ansatzweise ein Hehl aus der Weltanschauung der Teilnehmer gemacht. Das ist ein ganz offenes Neonazi-treffen. Da gibt es keinen Millimeter irgendwas zu differenzieren. Wer dahinfährt, hat über sein Selbstbild als gesagtm was es zu sagen gibt. Das spielt aber auch überhaupt keine Rolle, da das Gesetz jeden vor solchen Übergriffen schützt. Dass das fragwürdige Rechtsverständnis der Verteidigung nicht mal ansatzweise hinterfragt wird, kann man schon kritiseren. Dass überzeugte Neonazis auch so benannt werden aber wirklich nicht.
zum Beitrag16.09.2025 , 11:56 Uhr
Ach, so komisch ist das gar nicht. Gibt sehr viele Leute, die immer nur das herauslesen, was sie herauslesen wollen. Das ist die Grundlage der Gesprächskultur, wie wir sie heute haben.
zum Beitrag16.09.2025 , 11:08 Uhr
Vor allem, was es tut denn das zur Sache, wenn die Mandantin gar nicht vor Ort war und daher auch nicht zu verurteilen ist? Die Ausführungen der Verteidigung klingen von vorn bis hinten wenig überzeugend.
zum Beitrag15.09.2025 , 11:49 Uhr
Steht doch dar gar nicht. Zwischen "entspannt zurücklehnen" und "im Falle eines Krieges an vorderster Front verheizt werden" liegt doch sehr viel. Das ist doch genau diese apoklayptische Überdrehung, die niemandem weiterhilft. Die AfD ist drittstärkste Kraft geworden und weitweg von einer Mehrheit, nicht schön, aber erwatbar. Und sicher kann man AfD Wähler als dumm beschimpfen, weil sie sich nicht dafür interessieren, was wirklich hinter ihrem "Dagegen" steht. Die AfD Wähler beschimpfen dann halt die SPD Wähler als dumm, weil die wieder diejenigen wählen, die seit Jahrzehnten die Stadt regieren, in der so Vieles im Argen liegt. Die Frage ist schlicht Wem hilft das Alles weiter?
zum Beitrag14.09.2025 , 19:09 Uhr
"Aber klar, der ÖPNV-Ausbau ist eine große Baustelle."
Nee, es ist DIE Baustelle. Und der Erfolg solcher Initiativen wäre sicher größer, wenn diese Frage mal ernsthaft in der Hauptsache angegangen und nicht nur als "flankierende Maßanhme" betrachtet würde. Und wenn man großen Ausbildungsprogrammen (dafür brauchts auch erstmal mal Kapazitäten) und besserem Verdienst spricht und bedenkt, dass die Stadt dann auch viel mehr Fahrzeuge benötigt, dann stellt sich natürlich auch die Frage der Finanzierung. Aus meiner Sicht wird dieses Thema viel zu randläufig diskutiert. Wenn man da weiterkäme, müsste man gar nicht so dünn rumeiern, um Begriffen wie Zwangsmaßnahmen zu entgehen.
zum Beitrag14.09.2025 , 16:37 Uhr
"Also bitte! Wenn das stets gleiche Bashing seit den 80ern geklappt hat, warum soll es dann heutzutage nicht mehr klappen?!?" Tja, eigentlich isses aj offensichtlich. Weil es in den 80ern zum Beispiel keine rechte Partei gab, die in der Lage war der Union massiv Stimmen abzugraben. Damals waren die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und strukturellen Probleme und damit eben auch die Unzufriedenheit nicht in dem Umfang vorhanden wie heute. Heute muss die Union auf der einen Seite mit Grünen und sogar Linken zusammenarbeiten, auf der anderen Seite versucht man sich dem AfD klientel anzubeidern. Den Spagat nehmen ihnen aber immer weniger Leute ab. Wenn Maggus sagt, die Grünen sind der Hauptfeind der Union und kurz drauf brauch Merz deren Stimmen, dann offenbart das einen Grad an hilfloser Dummheit, der selbst am Stammtisch nicht mehr zieht.
zum Beitrag14.09.2025 , 15:44 Uhr
Noch schlimmer. Man kanzelt selbst seriöse Kritik von Außen unreflektiert als Linken-Bashing ab. Das größte Problem, dass die Linken heute haben, ist die weitgehende Entkopplung von der Mehrheitsgesellschaft, die man aufgrund eben der Übergewichtung identitätspolitischer Themen in Teilen ziemlich offen verachtet.
zum Beitrag14.09.2025 , 13:08 Uhr
Ja wäre die Metzgerinnung München solidarisch mit PETA, würde sie sich selbst auflösen. Im Ernst. Die IG Metall ist eine Interessenvertretung von Industriearbeitern. Und es gibt wirklich niemanden, der so naiv ist zu glauben, der deutsche Industriestandort könnte auf dem Markt der kleinen Elektroautos der Konkurrenz aus China ernsthaft Paroli bieten und zukünftig die Menge an Arbeitsplätze erhalten, die die Automobilindustrie hier bislang gesichert hat. Der Zug, auf diesem Markt eine ähnliche Rolle spielen zu können, ist längst abgefahren. Nur traut sich keine Regierung diese unbequeme Wahrheit zum Thema zu machen. Es ist nicht die Aufgabe einer Gewerkschaft global gedachte Umwelt- und Wirtschaftspolitik zu machen.
zum Beitrag13.09.2025 , 12:51 Uhr
"Es wird gleichzeitig über marode Brücken gejammert und über Baustellen. Gleichzeitig, dass man nicht sofort einen Termin bekommt und das der Arzt vielleicht nicht perfekt den lokalen Dialekt spricht. Es wird nur über marode Schulklos berichtet, aber nicht über die zahllosen guten und funktionierenden Schulen"
Das allgemein zuviel gejammert wird, da geh ich völlig mit. Die Beispiele scheinen mir aber schlecht gewählt. Dass die Infrastruktur massive Schäden hat, viele Schulen in schlechtem Zustand sind und man Facharzttermine oft erst nach Ewigkeiten bekommt, das SIND massive Probleme, bei denen der Bürger zurecht eine Besserung erwarten kann. Das Steuer- und Abgabeaufkommen war nie so hoch heute und gleichzeitig liegt vieles im Argen, was vor Jahren noch besser war. Wer das nicht als Problem sieht, wird der AfD keinen Millimeter abgraben. Der Fehler der CDU liegt darin, zu glauben man würde Vertrauen zurückgewinnen, in dem man sich an Sündenböcke abarbeitet, statt echte Lösungen zu entwickeln.
zum Beitrag13.09.2025 , 12:39 Uhr
MMir gings bei meiner Erwiderung um die Aussage, dass "linksextreme Bewegungen" wöllten Gleichheit, Umverteilung, Aufhebung von Herrschaftsstrukturen, etc. Mal abgesehen davon, dass viele linksextreme Bewegungen alles ande reals antiautoritär waren/sind, die Herrschaftsverhältnisse lediglich nach ihren Vorstellungen verschieben woll(t)en und natürlich alle Extremisten glauben, eine Legitimation zu haben (das aus ihrer Sicht) Richtige zu tun. Der Fehler liegt hier m.M.n. darin, radikale politische Vorstellungen mit Extremismus gleichzusetzen. Radikale Politik kann man ohne jede Gewalt ausüben. Und ich würde mitgehen, dass radikale linke Vorstellungen nicht mit rechtsradikalen vergleichbar sind. Extremismus, wie er heute allgemein interpretiert wird, geht den Weg weg von Rechtsstaatlichkeit, Demokratie, Menschenrechten hin zu Terror und Gewalt gegen Andersdenkende. Und da gibts nicht nur Hufeisen, sondern in dem allermeisten Merkmalen nahezu identische Schnittmengen zwischen Extremisten jeglicher Coleur. Wer so agiert, kontakariert den Anspruch, im Kern eigentlich nur Gutes zu wollen.
zum Beitrag12.09.2025 , 14:43 Uhr
Richtig,. Und das ist die eigentlich wirklich wichtige Frage. Wie schaffft man es, Millionen Menschen mit pragmatischen, attraktiven Mobilitäts-Alternativen zu versorgen, so dass sie auf das Auto verzichten können. Stattdessen arbeitet man sich lieber am Geschwafel von Berufs Provokateuren wie Porschardt ab. Und wie der Berg von Mundschaum gefärbt ist, hinter dem der sachliche Kern einer Debatte versteckt ist, interessiert mich schon lange nicht mehr.
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