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28.11.2025 , 13:45 Uhr
Jo. Für die Einen triffts die Jungen, für die Anderen die Alten, für die nächsten die Armen. Fakt ist und das wissen eigentlich alles seit etlichen Jahren ganz genau. Es braucht eine grundlegende und allumfassende Reform, eine, die ohne eventuell und vielleicht zukunftstauglich ist. Wie auch immer die am Ende aussehen mag. Ist halt unpopulär und deswehalb traut sich niemand ran. Alles Andere was darumherumgekäst wird, halte ich für Augenwischerei.
zum Beitrag28.11.2025 , 10:54 Uhr
"Die Unfruchtbarkeit dieser Debatte rührt nicht zuletzt daher, dass immer und immer wieder die gleichen falschen Behauptungen aufgestellt werden. "
Absolute Zustimmung. Manchmal überkommt mich hier das berühmte Murmeltier. Gestern erst hat Putin wortwörtlich bekräftigt, dass er nicht verhandlungsbereit ist und seine Ziele mit Gewalt durchsetzen wird. Wir haben laufende russische Provokationen über EU Gebiet und bislang keine Antwort darauf. Russland hat ganz offen LePen finanziert und Fälle wie Bystron, Krah, Chrupalla legen nahe, dass das auch mit der AfD so ist. Und beim Vergleich der Bundeswehr mit dem französischen und britischen Militär fühl ich mich ehrlich gesagt fast schon verschaukelt. Egal was in der Realität da draußen passiert, für manche kann halt nicht sein, was nicht sein darf.
zum Beitrag26.11.2025 , 16:20 Uhr
Nein, einfach nein. Das ist zusammen in einer Aufzählung und damit eben auch in einer gewissen Art von Gleichsetzung völlig daneben. Man kann den gesamten Umgang in der Causa Rammstein völlig falsch und moralisch verwerflich finden, da bin ich auch völlig dabei. Aber A ist Lindemann vom Vorwurf des Mißbrauchs freigespriochen worden und B ist ein Mord die schwerwiegenste Straftat, die unser Gesetz kennt. Es gibt viele falsche Verhaltensweisen, die "von gesellschaftlicher Relevanz" sind. Aber es ist für niemanden hilfreich, alles in in einen Topf zu werfen.
zum Beitrag26.11.2025 , 16:06 Uhr
Kann ich nicht nachvollziehen und so pauschal stimmt das auch nicht. Ich hab mir über die letzten Jahre in dieser Zeit Kamera und Musik-Equipement gekauft, von dem ich die Preise genau kannte, lange vorher beobachtet habe und dabei rund 50% und dabei mehrere tausend Euro gespart habe. Hab mich extra dafür geduldet. Ist wie im Laden. Wenn man blind zugreift und kauft, bloß weil Rabatt drauf steht, tappt man oft in die Falle. Wenn man was brauch und mit dem Kauf bis zur Aktion wartet, kann man enorm sparen.
zum Beitrag25.11.2025 , 20:26 Uhr
Wird ja gerne immer wieder behauptet und sicher gibts da auch noch Aufholbedarf. So pauschal und als Rechtfertigung für linke Gewalt isses aber schlicht ein Verschwörungsmythos.
Beispiele aus den letzten 5 Jahren:
2020: Verbot der Gruppe Freital. 8 Angeklagte zwischen 4 und 10 Jahren verurteilt.
2020: Verbot von Revolution Chemnitz. Acht Angeklagte zwischen 2 und 5,5 Jahren verurteilt.
2023: Verbot der Gruppe S. 10 Angeklagte zwischen 1,75 und 6 Jahren verurteilt.
2025: Verbot der Vereinten Partroten. 5 Angeklagte zwischen 3 und 6,5 Jahren verurteilt.
Seit 2020 wurden rund ein Dutzend rechte Organisationen verboten: Darunter Combat 18, Hammerskins, Artgemeinschaft, Königreich Deutschland. Im Mai diesen Jahres die "letzte Verteidigungswelle", da laufen Prozesse gegen 8 Mitglieder, 5 sitzen seit mai in U-Haft. Auf der linbken Seite finden sich da nur das Verbot von inymedia und die Urteile gegen Lina E. und Hanna S.
zum Beitrag24.11.2025 , 20:42 Uhr
Wer so drauf ist, ist halt am Ende einfach eben einfach nur ein Gewaltäter, Hooligan, Extremist. Völlig egal unter welcher Flagge. Aktionen ohne jeden Nutzen. Gewalt zum Selbstzweck. Und selbst wenn, ich würde in keiner Gesellschaft leben wollen, die von solchen Leuten "erkämpft" wurde. Gift für jede Bewegung.
zum Beitrag20.11.2025 , 20:00 Uhr
"Ist die größte Glaubensgemeinschaft Balis nicht der Hinduismus? Fast 90 Prozent der Bevölkerung Balis sind hinduistisch geprägt"
Ja und? Sind die restlichen 10% deshalb nicht relevant. Aber gut, dass mal schnell noch gegoogelt zu haben. Sorry, aber keine Fragen weiter...
zum Beitrag19.11.2025 , 15:00 Uhr
Die Zahlen sind Fakten. Und was hat denn das Eine denn jetzt mit dem Anderen zu tun? Ist es wirklich jetzt ein Sondernfall von Atomkraft, dass Unfälle vertuscht oder verharmlost werden? Und wieviel Unglücke in Kohleminen, Öl- oder Gasförderanlagen gab es denn in den letzten Jahrzehnten? Nur ein Beispiel: www.ivz-aktuell.de...lueck-im-kraftwerk
zum Beitrag19.11.2025 , 13:07 Uhr
Richtig. Und dafür muss man nicht mal den Sektor Energie verlassen. Durch den Ausstoß fossiler Brennstoffe sterben jährlich etwa 8 Mio Menschen, mehr als 5 Mio durch den Ausstoß fossiler Kraftwerke. Allein für Deutschland bedeutet das etwa 13000 Todesfälle durch fossile Brennstoffe pro Jahr. Wären die Schäden so sichtbar, wie die Bilder von Tschernobyl und Fukushima, dann wäre die Debatte sicher eine ganz andere (gewesen). Durch Atomkraft sind inklusive der großen Unglücke nach unterschiedlichen Statistiken insgesamt zwischen 1000 und 4000 gestorben. Das zeigt, dass die Debatte sich immer aus diffusen Ängsten und nicht aus nüchternen Fakten gespeist hat und der Ausstieg aus der Kohle viel eher zum Haupthema hätte werden müssen. Das war im kalten Krieg mit atomarer Aufrüstung vielleicht noch nachvollziehbar, später in erster Linie nur noch Folklore. Trotzdem halte ich den Ausstieg aus der Atomenergie für richtig. Aber in erster Linie eben aufgrund der nie geregelten Müllproblematik.
zum Beitrag18.11.2025 , 21:03 Uhr
Da schließ ich mich voll und ganz an. Nüchtern, sachlich, differenziert. Hut ab! Ansonsten ganz schreckliche Geschichte, aus der hoffentlich mal die richtigen Konsequenzen gezogen werden.
zum Beitrag17.11.2025 , 16:12 Uhr
Ja mei. Und nicht jedes Haar läßt sich per se spalten. Dadurch unterscheiden sich Haare grundlegend von der Linken.
zum Beitrag16.11.2025 , 15:35 Uhr
Eine Vereinigung, die noch nicht einmal gegründet ist kann per se nicht kriminell und verfassungswidrig sein. Stellt sich das infolge heraus, gibt es rechststaatliche Mittel mit denen man die Organisation beobachten und ggf. verbieten kann. Erstes hat das BVerfG in Bezug auf die JA getan und so den Druck aufgebaut, der zu deren Auflösung geführt hat.
zum Beitrag16.11.2025 , 15:09 Uhr
"Zumindest ist das Urteil im Zusammenhang mit den „Widersetzen“-Protesten anlässlich der Gründung der neuen AfD-Parteijugend Ende November in Gießen zu sehen. Das ist direkte Zuarbeit der Justiz für die Faschisten und man sollte es auch so benennen. Oder auch politische Justiz."
Haarsträubende Verdrehung der Fakten. Das Gericht hat über die Klage eines Aktivisten entschieden, die aktuelle Rechtslage bestätigt und die Entscheidung hinsichtlich Versammlungsrecht differenziert begründet. Es schützt damit auch das demokratische Grundrecht auf Versammlungsfreiheit. Wer eine politische Entscheidung des Verfassungsgerichts nach seinem Gusto verlangt, der sollte dringend mal seine eigene Position zu Rechtsstaat und Demokratie überprüfen. Im Übrigen waren es das Bundesverfassungsgericht, dass die Einstufung der JA als rechtsextremistischer Beobachtungsobjekt durch das BfV bestätigt hat, was entscheidend zu deren Auflösung geführt hat. Dem Gericht hier "politische Justiz" für die Rechten zu unterstellen ist völlig absurd.
zum Beitrag15.11.2025 , 18:58 Uhr
Man kann sich das natürlich so zurecht reden. Man muss aber nur mal in die Statistiken schauen, wo man mit radikaler Politik stand und wo danach. Und wie die Wählerwanderung 2021 war. Man hat damals CDU und FDP insgesamt 1,2 Millionen Stimmen abgenommen, fast doppelt soviel wie aus SPD/Linke. Dass diese Wähler radikale Klimapolitik der frühen Grünen wollten, halte ich für sehr gewagt. Und auch das mit der Bedeutungslosigkeit stimmt so nicht. Denn von den Ampelparteien haben die Grünen 2025 mit Abstand die wenigsten Stimmen eingebüßt und ihr zweitbestes Ergebnis ihre Geschichte eingefahren.
zum Beitrag15.11.2025 , 18:43 Uhr
Dass mag in der Theorie vielleicht alles richtig sein. Wenn man dafür aber nicht genug Stimmen und damit auch Umsetzungsmöglichkeiten bekommt, kann man noch so oft sagen, eigentlich hab ich Recht. Es bleibt dann halt graue Theorie. Und die Menschen, die wenig haben, trifft auch die aktuelle Inflattion schon genug, da brauchts keine Hyperinflation.
zum Beitrag15.11.2025 , 13:25 Uhr
"Zugleich ist es nicht unwahrscheinlich, dass die 'Linke' im Falle von 'verantwortlichem' Mitregieren einen ähnlichen Weg beschreiten wird/würde."
Liegt vielleicht daran, dass das bornierte Beharren auf radikalen Extrempositionen mit verantwortlicher, demokratischer Politk schlicht unvereinbar sind. Zu wünschen wäre es den Linken jedenfalls, dass die Partei in so einem -aktuell relativ unwahrscheinlichen Ernstfall- die Chance ergreifen würde, ihr Gewicht für mehr soziale Gerechtigkeit in den Ring und die verstaubten Kampfparolen von Vorgestern über Board zu werfen.
zum Beitrag15.11.2025 , 12:42 Uhr
Gibts so natürlich nicht als feste Organisation. Was ich anderen Medien entnehme, gehts wohl um die Gruppe um Lina E. und Maya T. und Johannes G. Den Floh hat ihm wahrscheinlich Orban ins Ohr gesetzt. Man könnte vermuten, dass ist Teil irgendeines Deals, den die da letzte Woche ausgekaspert haben. Zwei Dinge: Erstens ist diese Gruppe nach den Urteilen kaum noch der Rede wert und somit maximal als Aufhänger tauglich. Und zweitens, kann man da eben auch sehen, wie solche Schlägertrupps dem Anliegen Antifschismus in Wirklichkeit schaden. Würden ausländische Gruppen nach Deutschland reisen, um hier ihre politischen Vorstellungen mit schweren Gewalttaten durchzusetzen, dann wären sie bei uns schnell auch auf so einer Liste.
zum Beitrag14.11.2025 , 17:11 Uhr
Das les ich jetzt hier schon seit Jahren. Und meiner Meinung nach ist und bleibt es eine völlig Fehleinschätzung. Die Grünen waren immer ein 5 bis 8% Partei bis zu dem Punkt, an dem sie sich der Mitte geöffnet haben. Als die Leute dann die GroKo satt hatten, haben viele Wähler die Grünen als Alternative gesehen, was dann zu 2021 zu hohen Umfragewerten und am Ende zu 15 % geführt hat. Das Scheitern der GroKo hat dann wieder Stimmen an verscheidene Lager gekostet. Für eine linke, radikal ökolgische, "rebellische" Partei fernab der Realpolitik ist einfach nicht mehr Wählerpotential vorhanden. Und war es auch noch nie.
zum Beitrag14.11.2025 , 13:33 Uhr
Jetzt mal ganz ab davon, dass es natürlich richtig ist, dass eine genehmigte Demo eben ein demokratisches Recht ist, genau wie angemessener Gegenprotest. Ich hab vor 10, 20 Jahren bei genügend Blockaden von Neonaziaufzügen mitgemacht und kann mich nicht an eine einzige Diskussion erinnern, wo man eine gesetzliche Genehmigung dafür haben wollte.
zum Beitrag14.11.2025 , 12:59 Uhr
Jo, seh ich auch so. Nicht, dass Lindner jetzt irgendwie Mitleid verdient hätte oder generell Kritik an kurzfristigen Wechseln von der Politik in die Wirtschaft falsch wäre. Aber solche Ätschbätsch Artikel liegen doch unangenehm tief im Regal.
zum Beitrag13.11.2025 , 14:51 Uhr
"er könnte aber auch einfach pro Monat eine Stunde arbeiten und dafür 556 Euro in Rechnung stellen."
Ach tatsächlich? Ich hab jetzt echt lange überlegt, an welcher Stelle diese Aussage in Hinblick auf einen Minijobber richtig sein könnte. Aber mal davon, dass Angestellte keine Rechnungen stellen, halte ichs für echt schwierg so ein Konstrukt zu schaffen, wo das für beide Seiten sinnvoll wäre und gleichzeitig beim FA durchgeht.
zum Beitrag13.11.2025 , 12:58 Uhr
Das meine ich ja. Die "Brandmauer" bis in die kleinste Fuge gerät in solchen Fällen schlicht zur Farce, weil sie einer rein destruktiv agierenden AfD mehr Macht und mehr Aufmerksamkeit einräumt, als sie da eigentlich hätte. Das ist ein sehr schmaler Grat, aber wenn das was Demokratie retten soll, demokratische Prozesse behindert und den Eindruck von politischer Hilflosigkeit suggeriert, dann ist es schlicht kontraproduktiv.
zum Beitrag13.11.2025 , 12:50 Uhr
Bei solchen Artikeln frag ich mich immer wieder, wer ist eigentlich "wir" und wo setzt so eine Analyse praktisch an? Und gleich noch hinterher, wieviel Menschen hat man eigentlich durch "moralische Klimapolitik" überzeugt und mitgenommen? Der Großteil der Menschen weiß längst um die Problematik, wird sie aber nicht prinzipiell über alle anderen und vor allem eigenen Probleme stellen. Vor allem nicht in Krisenzeiten. Das sieht man selbst durch die allerdickste Brille. FFF haben dazubeigetragen, dass das Thema nur noch von Totalignoranten geleugnet wird. Aber das war vor 2018 und vor allem vor Corona, vor dem großen Ukraine Krieg, vor der Inflation. Der hypermoralisch apoklaptische Ansatz der LG hat dagegen messbar relevant niemanden erreicht, eher sogar Ablehnung erzeugt. Und China investiert nun mal gar nicht aus öklogischem Gewissen heraus in erneuerbare Energien, sondern weil der Westen diesen Markt schlicht verpennt hat. Die großen und aufstrebenden Industrienationen mit den größten Emissionen und dem größten Einfluss agieren nie entgegen ihren Wachstums- und Wohlstandsinteressen, ganz egal wieviel Moral man aufbringt. Das ist nicht zynisch, sonder realistisch.
zum Beitrag12.11.2025 , 20:50 Uhr
In jedem. In keinem anderen als dem linken Lager hat das Thema derart Raum eingenommen, polarisert die eigenen Reihen und und wird so sehr zum erbitterten Kampfthema gemacht, wie im linken.
zum Beitrag12.11.2025 , 12:05 Uhr
Mir gings hier mit keiner Silbe um die Grünen.
zum Beitrag12.11.2025 , 12:03 Uhr
Eben nicht. Genau da liegt die Fehleinschätzung. Die AfD setzt sich mit so einer Abstimmung nur dafür ein, genau diesen Streit vom Zaun zu brechen und hat aufgrund der Empörung die Aufmerksamkeit erreicht, die sie haben will. Hätten CDU/SPD blaue Stimmen für eine Abholzung gebraucht, hätten sie ihr Kreuz eben dort gemacht.
zum Beitrag12.11.2025 , 11:57 Uhr
Doppelmoral werf ich ja niemandem grundsätzlich vor. Dieses Thema wird ja immer nur von Leuten aufgemacht, die nicht mit solchen Verhältnissen arbeiten müssen. Dass die Grünen auch mal traumtanzend unterwegs sind und dann erschrocken sind, hat ja gute Tradition. Mir gehts genau um dieses Dilemma, mal ab davon, wen es nun grad trifft. Ich wünsch mir einfach, dass man -auch hier in der taz- vom hohen Prinzipienross runterkommt und mal realistisch betrachtet, dass man mit dieser strikten Verweigerungshaltung der AfD ebenfalls alle Möglichkeiten gibt, Politik zu blockieren, Mehrheiten zu sprengen, Unruhe zu stiften, selbst wenn man sich hinterher auf die Schulter klopfen kann, nicht mit denen abgestimmt zu haben. Ob das nun in Kiel notwendig war, sei mal dahingestellt. In vielen ostdeutschen Kommunen ist sowas aber manchmal unumgänglich. Und in dieser Hinsicht ist die Aussage in der Headline einfach nur kurzsichtig. Die Brandmauer ist nicht malim Ansatz gefährdet, wenn in irgendeiner Kommune keine Bäume gefällt werden.
zum Beitrag10.11.2025 , 19:48 Uhr
Da kann man mal sehen, wie durch und durch realitätsfremd die Forderung ist, selbst kleinste kommunalen Entscheidungen prinzipiell vom Stimmverhalten der AfD zu machen. Natürlich hat so eine Abstimmung nullkommanix mit dem rechten Gedankengut der AfD zu tun. Die Grünen müssten hier dann entgegen ihre natureigenen Agenda ihre Position aufgeben, nur damit hinsichtlich der Brandmauer auch ja Friede Freude Eierkuchen herrscht. So kann man kleinere Fraktionen in jedem Stadtrat beliebig aushebeln, immer mit dem Verweis, dass die AfD ja auch dafür stimmen könnte. Das gibt den Blauen viel zu viel Aufmerksamkeit und eben auch Macht, die sie auch beliebig ausspielen können, um Streit unter den Demokraten zu säen. Nimmt die Demokratie etwa keinen Schaden, wenn sich die Parteien von der AfD am Nasenring durch die Manege ziehen lassen und ihren Standpunkt im Zweifel aufgeben? Und wenn die Blumenpflücker davon "alles andere als begeistert sind" dann müssen sie halt hinnehmen, dass es Niemanden gibt, der sich politisch für ihre Anliegen einsetzt.
zum Beitrag10.11.2025 , 14:51 Uhr
Die Türkei hat mit 3,7 Mio Flüchtlingen mehr als jedes andere Land Menschen aus Syrien aufgenommen. Das sind mehr doppelt soviele wie die gesamte EU zusammen und fast viermal soviele wie Deutschland (knapp 1 Mio) aufgenommen hat. Und nahezu jedesmal, wenn hier davon gesprochen wurde, dass Deutschland in der EU mit knapp 1 Mio die meisten Syrer aufgenommen hat, wurde mit der Zahl der aufgenommenen Flüpchtlinge in der Türkei gegenargumentiert. Wenn es seriös ist, diese Zahlen miteinander zu vergleichen, dann ist es auch seriös, die Zahlen der Rückkehrer miteinander zu vergleichen.
zum Beitrag10.11.2025 , 12:38 Uhr
Seh ich ähnlich. In einer globalisierten Welt gibt es unzählige wirtschaftliiche und geostrategische Verbindungen zwischen Staaten, die sehr selten einwandfrei sind und die man je nach Gelegenheit verwenden kann, um irgendwem eine Mitschuld zu geben. Aber wenn man so ein Fass aufmachen will, könnte man auch hinterfragen, warum die Aufmerksamkeit im linken Lager gegenüber Konflikten in Afrika Lager im Vergleich zu anderen Konflikten, wie zum Beispiel dem im Nahen Osten, eine nahezu ignorante nebensächliche Rolle spielt. Und das betrifft dann auch die mediale Berichterstattung.
zum Beitrag07.11.2025 , 17:11 Uhr
Man bekommt im Laden dann immer noch nen ganzen Stiege Billigplörre, für das Geld, was 2 Bier in der Kneipe kosten. Und die Allerwenigsten wollen an einem Abend nen ganzen Kasten verhaften, sondern einfach nur Leute treffen und dabei was kleines trinken. Es geht darum, dass Kneipen und Bars als gellschaftlicher Ort für Ärmere jetzt schon kaum noch relevant sind.
zum Beitrag07.11.2025 , 13:12 Uhr
Ist das statistisch irgendwo belegt oder einfach nur ein Voruteil? Wahlkreise, in denen die AfD in den alten Bundesländern besonders stark ist, wie Gelsenkirchen, Duisburg, Recklinghausen, Kaiserslautern, etc., sind gleichzeitig auch meist Regionen mit hohen Arbeitslosenzahlen und geringem Einkommen.
zum Beitrag07.11.2025 , 12:57 Uhr
Wenn ich mich abends mal irgendwo mit Freunden auf zwei Bier treffe, dann kostet mich das aktuell rund 10, 12 Euro. Das ist schon so grenzwertig, dass sich das Viele mit geringen Mitteln gar nicht mehr leisten können. Klar kann man alles, was man für problematisch hält, übers Geld regeln. Vom Klimaschutz bis zum Bierchen. Und die Leute, dies nicht so locker haben, kann man dann auch fern halten, vom Steak, von der Urlaubsreise, vom warmen Wohnzimmer und vom Bierchen, während das alles Besserverdiende nicht tangiert. Dann darf man sich aber auch nicht wundern, wenn man diese Leute endgültig an die Populisten von rechts verliert.
zum Beitrag06.11.2025 , 13:06 Uhr
Aha. Was genau unterscheidet denn den ostdeutschen AfD Anhänger vom westdeutschen?
zum Beitrag04.11.2025 , 18:09 Uhr
"und viele Verantwortliche fragen sich, ob es nach der Vergrößerung auf 14 Teams nicht bessere Lösungen gegeben hätte, als neuerdings im November und Dezember allein zehn Spieltage auszutragen, während im April und Mai gerade mal die vier letzten Runden angesetzt sind. Wer kommt auf solchen Unfug?"
Das interessiert mich aber doch mal. Welche Verantwortlichen sollen das denn sein? Diejenigen, die nicht in den Terminkalender geschaut haben und gesehen haben, dass zwischen März und Anfang Juni 6 WM Qualifikationsspiele, 3 DFB Pokalrunden sowie die komplette Gruppenphase der europäischen Pokale anstehen?
zum Beitrag04.11.2025 , 17:26 Uhr
"Der Dissenz ist vielleicht gar nicht so gross."
Das ist oftmals so. Es gab mal ne Zeit, da war das die Basis für gesellschaftliche Kompromisse. Heute will man sich zuallererst mal ideologisch profilieren. Und da krähen die einen laut Abschieben und faseln vom Stadtbild und für die Anderen ist schon die Debatte an sich "fehlgeleitet" und vermischen wieder besseren Wissens Asyl mit Migration.
zum Beitrag03.11.2025 , 17:38 Uhr
Ja, das würd ich so unterschreiben. Die postkoloniale und identitätspolitische Linke hat noch nie verstanden, dass man unterschiedlichste Verhältnisse nicht überall und immer durch die gleiche starre Schablone pressen kann. Das sind genau solche Scheuklappen, die ich meine. Und prinzipiell halte ich die Reduzierung von Konflikten auf Herkunft, Hautfarbe und Geschlecht im Kern für einen politisch rechten Ansatz. Im Ursprung sicher in einigen Punkten vertständlich, in der Praxis meist toxisch.
zum Beitrag03.11.2025 , 11:19 Uhr
Den Grund dafür halte ich für sehr simpel. Ich hab in meinem Leben ne Menge aktivistische Leute (vor allem aus dem linken Spektrum) kennengelernt, die auf Ungerechtiglkeiten, Mißstände und Vereinfachung mit der Spiegelung dessen reagieren und eine ähnlich farbenblinde, manchmal sogar wesentlich radikalere Gegenposition einnehmen. Da es in Deutschland in großen Teilen der Bevölkerung schon immer eine latente Islamfeindlichkeit gab und die nach 2015 speziell mit Pegida und Co. einen neuen Schub bekommen hat, schlägt man sich auf die Seite der Diskriminierten. Und weil man vor lauter Haltung und Gruppendynamik keine Zwischentöne mehr sehen kann, verteidigt man irgendwann Extrempositionen, die dem einem moralischen Grundgerüst, dessen Werte man zu verteidigen gedenkt, signifikant widersprechen. Die alten ideologischen Scheuklappen, mit denen man immer wieder Standards so definiert, wie sie grad ins starre Weltbild passen.
zum Beitrag02.11.2025 , 18:45 Uhr
Und was hat die Nato Mitgliedschaft damit zu tun? Richtig, gar nix. Und verteidigt werden im Falle eines Angriffs im Übrigen auch die Frauen in Lettland. Wer sich ehrlich um die Rechte von Menschen sorgt, stellt nicht deren Verteidigung im Angriffsfall in Frage.
zum Beitrag01.11.2025 , 12:52 Uhr
Das war auch ganz genau so gemeint. Ich halte sowohl Fragestellung als auch Antwort für mehr als dreist. Wenn man anderen Journalisten Framing -also unsaubere journalistische Arbeit- unterstellt, dann sollte man sich schon bewußt sein, dass sich angesichts der Übergriffe offene Briefe und Interviews, in denen anoynme Personen drastische Forderungen stellen, sehr nah an ganz offener Erpressung bewegen.
zum Beitrag31.10.2025 , 17:42 Uhr
"In der B. Z. wird Ihre Kampagne wird Ihre Kampagne nun als gewalttätiger linker Mob geframt, der Leute mit Ideen aus der Stadt vertreibt"
Ja passt doch. Auf welchem Niveau will man denn wahrgenommen werden, mit diesem Kampagnen Namen? Außerdem gibt es da "Meines Wissens keine nachgewiesene Verbindung".
Jeder fischt dort, wo er sich den besten Fang erhofft. Nicht nur die BZ.
zum Beitrag29.10.2025 , 18:01 Uhr
"Risikofrei ist aber auch dieser Versuch nicht. Vielleicht sind die Gefahren sogar noch größer als bei den Alternativen"
Sorry, aber das ist mir zu volle Hose. Über sowas machen sich weder die Rechten noch die dazugehörige schreibende Zunft ne Platte. Wer Angst hat davor, Menschen Ernst zu nehmen, Probleme ideologiefrei und differeniert zu analysieren und ggf. pragmatisch zu handeln, weil er befürchtet aus der aktuellen Debatte nicht als Sieger hervorgehen zu können, der kanns einfach gleich bleiben lassen mit der Politik.
zum Beitrag28.10.2025 , 22:18 Uhr
"Du scheinst schon akzeptiert zu haben."
Nein. Der Satz ist natürlich dumm, gefährlich und eines Kanzlers unwürdig. Hab ich hier auch schon geschrieben. Ich hab ebenfalls dem Autor zugestimmt, dass man nüchtern widersprechen sollte. Niemand hat hier geschrieben, dass die Aussage von Merz zu rechtfertigen ist. Wie Dauerempörungsschleifen und schwarz/weiß Debatten aber dabei helfen sollen, den Nährboden für einen Rechtsruck -nämlich politische Ignoranz gegenüber existenten sowie gefühlten Ängsten und Problemen in Teilen der Bevölkerung- erfolgreich zu bekämpfen kann ich nicht erkennen. Wenn Banaszak von "Angsträumen" mit vielfältigen Hintergründen spricht, die es nicht geben sollte, nimmt er das Thema ernst und widerspricht Merz trotzdem deutlich.
Mit "nicht verstanden" hab ich im Übrigen gemeint, dass es dem Autor hier eben nicht nur um die "Stadtbild" Geschichte geht. Sondern prinzipiell darum, dass man mit einer versachlichten Debattenkultur im Kleinen und im Großen wieder zu mehr Erkenntnisgewinn und Lösungsansätzen kommen muss. Und da halte ich den Satz "es wir erwartet, dass sachlich mit ihnen über ihre Nichtargumente diskutiert wird" für eine völlige Verkürzung.
zum Beitrag28.10.2025 , 14:09 Uhr
Du hast gar nicht verstanden, worums geht. Es geht nicht darum, mit diesen Leuten immer sachlich zu diskutieren. Es geht darum, dass ein sich notorisch selbst in Empörung und Moralbestätigung zu suhlen und mit diesem Mindset schon in jede Debatte einzusteigen, einfach niemanden irgendwie weiterbringt. Immer problem- und kaum noch lösungsorientiert. Ich hab Recht und mir ist es wichtiger, dass das jeder weiß, als das sich wirklich etwas ändert. Eines der aktuell meist verwendeten Trendwörter ist Resilienz. Aber sobald irgendwer was sagt, was falsch ist oder falsch verstanden werden kann, dann "widerspricht man nicht nüchtern" und bietet echte Lösungen an, sondern man badet im Empörung, bis der nächste Aufreger vor der Tür steht. Alles dreht sich nur noch um die gesagt Dummheit. Es gibt etliche Analysen, die belegen, dass Donald Trump bei seiner ersten Wahl nur durch die permanente mediale Schalmmschlacht um seine billigen seiner Provokationen die Chance hatte, Kandidat und später Präsident zu werden. Und btw. bedeutet progressives Denken nicht einfach links zu sein und Haltung zu haben, sondern über den eigenen Tellerrand zu schauen, und Strategien zu entwickeln, die Probleme lösen.
zum Beitrag27.10.2025 , 19:24 Uhr
Volle Zustimmung. Vor allem, weil sich dieser Zeitgeist bei Weitem nicht nur in der angesprochenen Debatte zeigt und in vielen Bereichen lösungsorientertes Handeln lähmt. Das ist jetzt in relativer kurzer Zeit der dritte/vierte Artikel in der taz, der in diese Kerbe schlägt. Macht Hoffnung.
zum Beitrag27.10.2025 , 11:36 Uhr
"Wie wärs mal mit Reden. reden und reden"
Am Anfang des Krieges hab ich solche Forderungen mal irgendwo zwischen naivem Wunschdenken und Paszifismus um des Prinzips Willen abgeheftet. Im Kern gut gemeint, aber an der Realität vorbei. Nach etlichen Verhandlungsbemühungen, u. A. mehrfach durch Erdogan, etlichen Gesprächen mit Macron, nach Aufrufen zu Frieden durch Xi, durch Lula, etc. und nach monatelangen direkten Gesprächen mit Trump, währendessen die ganze Zeit ein offensichtliches Desinteresse Russlands an echten Verhandlungen zu erleben war, glaube ich nicht mehr an Ehrlichkeit in so einer Forderung.
zum Beitrag26.10.2025 , 14:37 Uhr
Künstler sind generell über die KSK rentenversicherungspflichtig. Da werden überhaupt nur 20% vom Bund zugeschossen. Viele Selbständige wie Handwerker, Subunternehmer oder Lehrer sind ebenfalls beitragspflichtig, ganz ohne Zuschuss. Und wenn die Allgemeinheit dann auch "solidarisch" mit Selbständigen ist und den Arbeitgeberanteil an den Sozialabgaben übernimmt. Und vielleicht die Beiträge zur Handelskammer, Handswerkskammer, zur Berufsgenossenschaft, etc. Wenn der Rentenanspruch auch bei Monaten mit schlechter Auftragslage stabil bleibt, wenn Stundensätze unter Mindeslohnniveau nicht mehr gezahlt werden dürfen, Urlaubs- und Feiertage, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und all die Sicherheiten eines Angestelltenverhältnisses garantiert werden, dann kann man mal über "Solidarität" reden. Ansonsten ist und bleibt das eben nur ein schiefer Äpfel und Birnenvergleich, der bei Umsetzung aus vielen geringverdienenden Selbständigen gerade im kreativen Bereich innerhalb kurzer Zeit Arbeitslose machen würde.
zum Beitrag25.10.2025 , 12:55 Uhr
Meine "recht pessimistischen Zahlen" sind ganz offizielle Durchschnittswerte, die man überall nachlesen kann. Ich gebs zu, der Einfachheit halber hab ich chatgpt gefragt. Und ja es gibt mittlerweile Modelle, die da besser weit abschneiden. Und natürlich wäre heute der Kauf eines langlebigen Verbrenner-Neuwagens nicht umweltfreundlicher. Es geht hier aber grad um jahrzehntealte Modelle, die längst produziert sind und für die man keine neuen Resssourcen benötigt. Solche Autos voll funktionstüchtig verschrotten zu lassen, um sich ein neues E-Auto zu kaufen, ist nicht nachhaltig. Und es geht eben nicht nur um CO2 sondern auch um Ressourcen und Müll. Ich hab meinen Elch für rund 5000 Euro bei 150.000 km gekauft, bin seitdem damit schon weiter gefahren, als die allermeisten E-Autos überhaupt fahren können. Und laut TÜV ist das Ende noch lange nicht in Sicht.
zum Beitrag24.10.2025 , 15:30 Uhr
So sieht's aus!
zum Beitrag24.10.2025 , 15:24 Uhr
Na ja, die Arbeiter aber auch nicht. Da ist die AfD zwar stark, aber Arbeiter machen gerade mal noch 10% der Wähler aus. Man muss nur mal einen Blick auf die Wahlkreiskartenkarten werfen. Nimmt man die ostdeutschen Bundesländer hat die AfD einen Großteil der Landkreise gewonnen, aber keine einzige Großstadt. In besonders ländlichen Thüringen haben alle 3 Großstädte links gewählt, der Rest ging zu 75% an die AfD, der Rest an die Union.
zum Beitrag24.10.2025 , 14:02 Uhr
Na ja, das ist auch verkürzt. Das nachhaltigste Auto ist immer noch das mit der größten langlebigkeit und der höchsten Laufleistung. Ein Elektroauto hält im Schnitt 18 Jahre bei einer durchschnittlichen Laufleistung von 200.000 km. Durch die hohe CO2 Produktion bei der Herstellung ist ein Elektroauto beim aktuellen Industriestrommix erst nach rund 70.000 km wirklich umweltfreundlicher als ein Verbrenner. Ein Auto was 30, 40 Jahre oder länger fährt und 500.000 km schafft, ist damit nachhaltiger als viele Elektroautos. Auch wenn der direkte Schadstoffausstoß höher ist.
zum Beitrag24.10.2025 , 11:59 Uhr
"Statt nun als linkes Kollektiv innezuhalten und womöglich die eigenen Ressentiments zu reflektieren, reagiert das Team mit Ausreden."
Wenn ich das Statement des Cafes lese, halte ich das nicht nur für Ausreden, das ist in jeder Hinsicht armselig. Ich frag mich ernsthaft, ob man vor lauter Selbtsgerechtigkeit wirklich selsbt glaubt, was man da schreibt oder man die Menschen da draußen für so dumm hält, so einen dreist billigen Text nicht durchschauen zu können. Der Satz mit dem Innehalten trifft den Nagel auf den Kopf. Denn das schaffen in der Szene heute immer weniger Leute. Man hat prinzipiell Recht, wer anders denkt hat Unrecht. Toleranz für mich und meine Blase, wer mir nicht gefällt, wird beschimpft und gecancelt. Und wenn der eigene Tellerrand gar nicht mehr hoch genug sein kann, merkt man irgendwann gar nicht mehr, dass man selbst längst in brauner Brühe schwimmt.
zum Beitrag23.10.2025 , 14:50 Uhr
"Das gilt gerade für Mitte-rechts-Parteien, die glauben, sie müssten die AfD rechts überholen."
Also, dass die Union immer mal wieder rechts fischt ist ja nun überhaupt nix Neues und Merz haut sicher mehr als fragwürdige Sachen raus, die der AfD auch gut gefallen würden. Unbestritten. Aber trotzdem stören mich solche Sätze. Es wird immer wieder betont, dass die AfD eine rechtsextreme Partei ist, die System und Demokratie bekämpfen will, deren Wähler Nazis sind und die eigentlich verboten werden müsste. Da frag ich dann schon, wer sind da jetzt denn "die Mitte/Rechts Parteien?". Und an welcher Stelle haben die Forderungen, die noch weiter rechts stehen, als die der AfD? Denn genau das impliziert diese Aussage. Da die FDP nicht mal im BT vertreten ist, können da ja nur Union und SPD gemeint sein. Mann kann und sollte den Rechtsruck in der aktuellen Regierung kritisch betrachten. Setzt man aber die aktuelle Koalition mal eben mit den völkischen Verfassungsfeinden gleich, ist das rhetorisch nicht weniger gefährlich, als dumme Stadtbild Aussagen.
zum Beitrag22.10.2025 , 16:44 Uhr
Na ja, prinzipiell bin ich dabei, dass es schwer ist, solche Themen ohne Breitseite von links überhaupt anzusprechen. Nur ist Merz Kanzler und hat viel Verantwortung bei dem was und wie er es sagt. Und wenn er die AfD zum hauptfeind eklärt, dann dar er nicht deren Wortwahl gebrauchen. Es gibt halt zwei Möglichkeiten. Merz`Äußerungen sind unbedacht, rhetorisch minderbemittelt und fahrlässig. Oder sie entlarven eine rassisitische Grundhaltung. Beides spricht nicht für Merz.
zum Beitrag21.10.2025 , 18:39 Uhr
Das ist ja alles richtig. Und klar verliert sich der Kern wieder -wie typisch für diese Debatte- in den ewiggleich wiedergekäuten Aufrechnungen und Zuweiungen von Schuld. Aufhänger hier ist aber die Behauptung, der öffentlich rechtliche Rundfunk würde "kalkuliert einseitig" zu Ungunsten Israels berichten und die Menschen hätten alle gar keine Ahnung, was da wirklich passiert. Und ist genauso absurd, wie zum Beispiel die Behauptung, der ÖR wäre eine links/grüne Propaganda Veranstaltung. Man muss nur zusammen die Worte Iran und Nahostkonflikt ZDF, ARD googeln und findet je Menge Sendungen und Beiträge, die diese Behauptung wiederlegen.
zum Beitrag21.10.2025 , 14:38 Uhr
Mag zum Teil richtig sein. Prinzipiell verstehen sich heut viel zu viele Medienhäuser und Journalisten immer mehr als Meinungsmacher, denn als Aufklärer und Faktenvermittler. Es hat sicher beides seinen Platz im Journalismus, aber Verhältnis und Trennschärfe stimmen meiner Meinung nach längst nicht mehr. Kampagnenjournalismus, den man früher im negativen Sinne bei Springer und politischen Randblättern verortet hat, findet man heute überall. Seriöse Medien übernehmen Elemente des emotionalisierten, klickmotivierten "Fast Food" Journalismus, Banalitäten und Belanglosigkeiten werden je nach Gusto zu Elefanten aufgeblasen, unliebsame Themen verlaufen dagegen im Sand. Dadurch wird der Meinungskorridor verengt und offene, lösungsorientierte Debattenkultur findet immer weniger statt.
Guter Journalismus muss nicht klinisch neutral sein aber er sollte sich immer seiner Macht bewußt sein. Medien haben keinen unwesentlichen Anteil an den gesellschaftlichen Verwerfungen, die momentan allgegenwärtig sind.
zum Beitrag21.10.2025 , 13:13 Uhr
Ich geh völlig mit, dass man links viele Probleme bei Migration gern wegredet und Verhaltensweisen rechtfertigt, die man Inländern nicht durchgehen lassen würde. Es gibt auch in meiner Stadt Ecken, wo sich zum Beispiel Frauen selbst am Tag belästigt und nicht mehr sicher fühlen. Die Ignoranz dessen bereitet den Rechten sicher ebenfalls den Boden. Die Probleme haben aber natürlich auch andere relevante Ursachen als den kulturellen Background. Und wenn Merz von Abschiebungen fürs Stadtbilds redet, dann ist das nicht nur menschlich/rhetorisch absolut daneben, sondern bedient Ressentiments, die weit über diese Problemfälle hinaus gehen und ignoriert das Versagen im Umgang mit Migration. Dass man integrationsunwillige Intensivtäter abschieben sollte hat damit ja gar nichts zu tun. Als Kanzler hat er auch mehr Verantwortung als unkritische Stimmen von links. Deshalb sind solche Aussagen auch viel gefährlicher. Aber ja, wie (fast) immer steht blinde Ideologie im Weg, wenns darum geht, Probleme differenziert und pragmatisch anzugehen. Und wenn man u.A. die Fragen von Unterbringung und Arbeitserlaubnis besser regeln würde, dann gäbs auch viel weniger Probleme "im Stadtbild".
zum Beitrag20.10.2025 , 14:50 Uhr
Da schließ ich mich vollumfänglich an.
zum Beitrag20.10.2025 , 14:48 Uhr
Falsch. Natürlich sind repräsentative Demokratien auch Demokratien.
zum Beitrag20.10.2025 , 12:21 Uhr
Wo die 80% herkommen, würde mich aber schon mal interessieren. Gefühlte Zahlen sind vorsichtig gesagt wenig aussgekräftig. Laut allen Umfragen in Schweden ist nur eine Minderheit für die Abschaffung der Monarchie. 2024 haben sich laut Umfrageinstitut Novus 65 % der Schweden für die Mornarchie ausgesprochen. Nur 23% für eine Abschaffung. Und das ist seit einigen Jahren ziemlich konstant.
(novus.se/nyheter/2...ngen-och-monarkin)
"Laut einer Umfrage von Ipsos MORI aus dem Jahr 2018 Spanien das Land mit dem höchsten Anteil an antiköniglichen Gefühlen: 37 Prozent der Befragten wünschen sich die Abschaffung der Monarchie. Schweden liegt mit 23 Prozent an zweiter Stelle."
bonn.fm/eine-koeni...-noch-zeitgemaess/
zum Beitrag16.10.2025 , 12:33 Uhr
"Checken Sie mal meine Kommentare, nicht viele schreiben so ausdauernd und engagiert gegen Antisemitismus. Seit zwei Jahren eine Daueraufgabe. "
Schon allein deshalb isses nicht im Ansatz nachvollziehbar, so einen Kanal zu verlinken. Es gibt unzählige seriöse Quellen, mit denen man vernünftig argumentieren kann. Videos aus solchen Kanälen klick ich gar nicht erst an. Da ist auch nichts mal irgendwie zufällig richtig, da wird alles aus einer ganz klaren Agenda heraus veröffentlicht. Mehr gibts dazu aus meiner Sicht nicht zu sagen.
zum Beitrag15.10.2025 , 18:12 Uhr
Bei Denjenigen, die am 7. Oktober aktiv dabei waren, sicher nicht. Aber das war eben nur jeder Achte der jetzt Freigelassenen. Geht man mal davon aus, dass die restlichen 1700 Inhaftierten -die zum Großteil ohne Anklage einsaßen- nicht allesamt radikale Hamasanhänger sind und wenn die Anschuldigungen zu Folter, etc. stimmen, dann kann man schon davon ausgehen, dass da neuer Hass gesät wurde. Genau wie bei den Menschen, die das Massaker miterleben mussten und 2 Jahre Geisel der Hamas waren.
zum Beitrag15.10.2025 , 11:11 Uhr
Was denn? Zwischen Videos über Chemtrails, Big Pharma, Charlie Kirk, Hitlers Geheimversteck in Argentinien und Trumpverherrlichung die Wahrheit gefunden?
"Mainstreammedien ignorieren Bilderbergertreffen". "Was die Medien dir nicht erzählen". "Was die Medien dir über Charlie Kirk verschweigen". "JFK Files und Israel. Was die Medien verheimlichen". Usw.
Der Kanal ist voller Verschwörungsmist und Desinformation. Bis hin zu offenem Antisemitismus. Und das führst du hier als ernsthaftes Argument an? Vielleicht doch mal die eigenen Quellen checken.
Schlimm genug, dass die taz Links zu solchen Kanälen überhaupt veröffentlicht.
zum Beitrag14.10.2025 , 17:02 Uhr
Klar. Wenn so ein neurechter Verschwörungs- und Schwurbelkanal das sagt, wirds schon so sein. Aber am ende ist dieser Link ein perfektes Beispiel für mangelnde Medienkompetenz im digtialen Zeitalter.
zum Beitrag14.10.2025 , 16:51 Uhr
Das kommt nur daher, dass man immer weioeder den Fehler macht, zu glauben man müsse die AfD bei ihren Lieblingsthemen entlarven und zeigen wie schlimm rechts die sind. Migration, Verfassung, Nazis, etc. Da haben die ihre wachsweiche Stadardargumentation, wo man nicht gegen ankommt. Mal abgesehen davon, dass es da wenig zu entlarven gibt, werden die bei Fachthemen oder unerwarteten Fragen regelmäßig auseinandergenommen. Ein 9jähriges Kind hat mit einer Frage Chrupalla öffentlich als Kulturdilettant entlarvt. Sogar ein Philip Amthor hat im Bundestag AfDler in Grund und Boden geredet. Die Dauerempörungsschleife bietet im Übrigen der AfD viel mehr Bühne, wo die sich als Opfer inzenieren können. "Nicht mit denen reden" funktioniert genauso wenig, wie "mit denen über Migration reden". Man muss ihre politische und wirtschaftliche Nullkompetenz offenbaren. Und wegschweigen kann man eine Partei von dieser Größenordnung schon mal gar nicht.
zum Beitrag14.10.2025 , 13:43 Uhr
Es gab nach der ersten Wahl Trumps ne ganze Menge Analysen dazu, dass eben diese tagtägliche Empörungsberichtserstattung über jedes kleine Stöckchen und eben dieses mediale "Katz- und Mausspiel" maßgeblich für dessen Aufstieg aus dem erweiterten Kandidatenkreis zum Präsident war. Das waren ja jetzt ne ganze Menge Artikel hier in der taz, wo man meinen könnte, so langsam fällt der Groschen, was die Gegner der Populisten selbst besser machen müssten. Vielleicht ist kann man da ja mal was nachhaltig mitnehmen, bevor man zum Beispiel wieder Söders neueste Wurstweisheiten kommentiert.
zum Beitrag14.10.2025 , 13:27 Uhr
Jo. Wenn es "Punkrock" gibt, der von schunkelnden CDUlern interpretiert wird, wenn es "Metalfestivals" gibt, wo Heino, Peter Maffay oder Santianao auftreten, wunderts da noch wen, wenn es miefig-bibeltreuen Missionars Rap gibt?
zum Beitrag14.10.2025 , 11:14 Uhr
Ist das ein Nachteil? Man könnts aber auch so sehen, dass man mit dem Smartphone einen Vorteil hat. Will man das Smartphone nicht nutzen, hat man keinen Vorteil. Klar kann man "innehalten" und prinzipiell alles was mit dem web zu tun hat ablehnen, PC und Smartphone meiden. Nur wird die Welt nicht innehalten und auf die warten, die lieber im gestern leben.
zum Beitrag13.10.2025 , 19:36 Uhr
Ja mei. Die allermeisten Dinge im Leben kann man immer noch offline erledigen, vor Allem hierzulande. Wer kein eigenes Smartphon haben will, der geht halt mal zum Nachbarn oder in ein ne Stunde in ein Internetcafé, wenns unbedingt erforderlich ist. Und der Rest ist das Gleiche wie bei jeder universellen Weiterentwicklung. Während die Einen nur Positives sehen, gibts immer Leute, die nur Negatives ehen. Kann mich an das Gejammer erinnern, als die Mobiltelefone eingeführt wurden oder als man das Bargeld beschränken wollte. Und Packstationen? Hab ich noch nie benutzt. Ging bislang koplett ohne.
zum Beitrag13.10.2025 , 12:28 Uhr
Genau das hab ich auch gedacht. Prinzipiell mal mutig, sowas anzugehen und sich hohe Ziele zu stecken. Aber genau an solchen Punkten frag ich mich, wieviel Menschen die da abgestimmt bzw. auch nicht abgestimmt haben, sich überhaupt Gedanken gemacht haben, was die Umsetzung dann in der Realität bedeutet. Und das nicht nur technisch, sondern auch sozial.
zum Beitrag13.10.2025 , 11:17 Uhr
Glaub ich auch nicht. Ich glaube auch nicht, dass da nur mitgewschwommen wird. Sondern das wird auch ganz aktiv gelebt und hat seinen Ursprung in einer Überhöhung von identitätspolitischen Themen, während man kaum noch gemeinsame Nenner auf der Basis von Grundwerten finden will und Meinungsverschiedenheiten nicht mehr lösungsorientiert dikutiert werde. Dass das, was oft als "Cancel Culture" bezeichnet wird, auch woanders stattfindet, will ich dabei gar nicht in Frage stellen. Aber darum gings mir aber auch gar nicht.
zum Beitrag13.10.2025 , 11:06 Uhr
Welche Ironie denn? Nichts von dem habe ich behauptet und ich habe mit keinem Wort irgendwen von irgendwas "ausgrezen wollen". Der Beitrag auf den ich mich bezogen habe, hat Zweifel geäußert, ob das wirklich Linke sind, die da so agieren. Und ich habe lediglich wiedergegeben, was ich in explizit linken Projekten seit einigen Jahren beobachte. Den Rest hast du da reininterpretiert.
zum Beitrag12.10.2025 , 17:24 Uhr
"und zweitens ging es bei der Nicht-Vertragsverlängerung von Frau Ruhs nicht um ihre politische Ausrichtung."
Sorry, aber das ist doch sehr durch die eigene Brille betrachtet. Es liegt mir sehr fern, die Frau, ihr Format oder ihre politische Einstellung zu verteidigen. Und am Ende ist die Begründung des NDR auch nachvollziehbar. Aber es ist trotzdem stark zu bezweifeln, dass es offene Briefe und gesammelten Protest von über 200 Mitarbeitern gegeben hätte, wenn sie eine "grottige journalistische Leistung" mit eher linksliberaler Haltung abgeliefert hätte.
zum Beitrag12.10.2025 , 17:04 Uhr
Richtig. Leider steht Ideologie immer wieder über Werten und die simple Gleichung mit dem Feind des Feindes zieht auch immer wieder. Und dabei gab es immer linke Strömungen, die im Kern zutiefst autoritär und demokratiefeindlich waren. Man hat brutale Dikatoren, Unrechtsregime und Terroristen verklärt, weil der eigentliche Feind der Kapitalismus und die damit verbundene westliche, liberale Lebensweise ist. Dass dem Banner "Links" universelle Menschenrechte, demokratische, humanistische Werte und progressives Denken prinzipiell immanent wären, nimmt die Szene zwar gern in Anspruch, hat aber so nie stattgefunden. Und wie extrem man sich verrenken kann, um die Welt in Gut und Böse aufzuteilen, unterstreicht der fast schon schizophrene innerlinke Streit um die Deutungshoheit des Nahostkonflikts.
zum Beitrag12.10.2025 , 13:22 Uhr
Geht man mal weg von prominenten Fällen, dann wirds teilweise noch viel schlimmer. In vielen linken Jugend- und Kulturzent, in Subkultur- und auch in Wohnprojekten, die sich ganz deutlich "links" auf die Fahne schreiben, da findet genau das statt. Teilweise noch aus viel belangloseren Gründen. Wie schnell heutzutage Hausverbote verhängt werden, Bands wegen Nichtigkeiten zu Grauzone erklärt werden, vor ab schon politische Statements von Künstlern und Veranstaltern verlangt werden oder Frisuren für Auftrittsverbote ausreichen, ist mehr als bedenklich. Jetzt kann man natürlich wieder die Frage stellen, ist das wirklich links? Die Frage kann man aber zu ganz vielen Punkten stellen und sie hilft auch nicht weiter. Streitsucht und Spaltungstendenzen sind nichts Neues in der Szene. Aber der allgegenwärtige Hypermoralismus und der spießbürgerliche Eifer und die unverzeihliche Vehemenz , mit dem Menschen durch die Freund/Feind Schablone gedrückt werden, kann man oft nur als toxisch bezeichnen. Und während bald jeder der korrekteste und tollste Linke in seiner eigenen kleinen Ecke ist, treibt das, was man eigentlich mal bekämpfen wollte, überall neue Blüten.
zum Beitrag10.10.2025 , 18:28 Uhr
Bislang hab ich das Ganze ja für völligen Nonsens gehalten. Wenn mir aber jemand das da oben auf dem Bild zusammen mit Süßkartoffel-Pommes servieren würde, dann wären meine Mittel der Wahl wohl noch ne ganze Ecke rabiater.
zum Beitrag10.10.2025 , 14:59 Uhr
Was ich nur sagen wollte und was mir bei der ganzen Debatte zu kurz kommt. Jeder Mensch, der gesundheitlich in der Lage ist, selbst für sein Auskommen zu sorgen, sollte doch unabhängig vom Jobcenter oder Repressionen ein Eigeninteresse haben, die Abhängigkeitssiutation von Transferleistungen selbst zu beenden. Dass man beim JC nur Mist anbegeboten bekommt ist ja kein Geheimnis. Und ein kurzfristiger Aushilfsjob weder eine Schande noch das Ende des Berufswegs. Angebote dafür gibts wie Sand am Meer. Ich hatte vor knapp 20 Jahren den gleichen Fall. Damals war die Arbeitslosenquote wesentlich höher als heute. Ich hab auch von der AfA Bewerbungsvorschläge bekommen, die völlig sinnfrei waren. Die bin durchaus -vorsichtig gesagt- nicht ganz so engagiert angegangen, hab dann selbständig zig Bewerbungen geschrieben. Trotz sehr guter Qualifikation leider allesamt erfolglos. Aber weil ich irgendwann nicht länger vom Amt abhängig sein wollte, hab ich im Kaltstart eine Seltsbständigkeit begonnen, die ich heute gegen keinen Job mehr tauschen möchte. Langzeitarbeitslose verharren oftmals in einer Lethargie, weil sie glauben, dass sie bei der Berufssuche vom Jobcenter abhängig wären.
zum Beitrag10.10.2025 , 12:56 Uhr
Natürlich gehts hier nur um den vielzitierten "Kulturkampf", der grad allenhalber die Politik bestimmt. Das Ganze hat weder einen essentiellen Nutzen für die Fleichindustrie, noch ist das in irgendeinem Verbraucherinteresse. Hier gehts ganz simpel drum, vom strunzkonservativen Stammtisch beklatscht zu werden, weil man den "gemüsefressenden Genderökos" eine mitgegeben hat. Populismus in Reinkultur, der das aktuelle politische Niveau ganz gut wiedergibt. Ich würd mal behaupten, dass selbst unter konservativen Wählern nur eine Minderheit glaubt, dass dieser Beschluss tatsächlich irgendeine Relevanz besitzt.
zum Beitrag10.10.2025 , 10:49 Uhr
"Da sind nicht wenige dabei, die selbst lange in die Arbeitslosenversicherung einbezahlt haben. Der Druck, der auf sie ausgeübt wird ist also nur fair ihnen selbst gegenüber?"
Das Jobcenter ist für ALG 1 Fälle gar nicht zuständig. Wer lange eingezahlt hat, hat 12 Monate ein Anrecht auf ALG1 und hat in der Zeit kaum Sanktionen zu befürchten. Mit über 55 sogar bis zu 18 Monaten. Da hat man ziemlich viel Zeit und wenig Druck, sich auf interessante Stellen zu bewerben. Ich finde die Änderungen hinsichtlich des Bürgelgelds auch nicht sozial gerecht und hoffe, dass die Kürzungen in dieser Form noch von Gerichten kassiert werden. Aber natürlich kann man von Leistungsbeziehern auch erwarten, dass sie selbständig versuchen, ihre Situation zu verbessern. Und wer nach über einem Jahr Leistungsbezug nichts findet, was für ihn so interessant ist, dass er sich eine Bewerbung vorstellen kann, der muss dann eben damit leben, dass ihm das Jobcenter Stellen vorschlägt. Wie lange soll er denn alimentiert werden, bis ihm irgendwas "interessant" erscheint?
zum Beitrag09.10.2025 , 16:29 Uhr
Is zwar typisch taz, aber links/rechts geht beim Thema Hamas/Kabinett Netanyahu am Thema vorbei. Beide sind zutiefst reaktionär, beide berufen sich auf "gottgegebenes" Land, beide reden vom totalen Sieg, von Vernichtung des Gegners. Egal in welche Ecke man die stellt, das sind Extremisten. Und im entfesselten Extremismus sind am Ende alle Ideologien gleich.
zum Beitrag09.10.2025 , 13:27 Uhr
Da ist schon was dran. Söder ist für mich eine (höhö) fleischgewordene Karrikatur, wer den ernst nimmt, der läßt sich von einem taz Artikel sicher nicht bekehren. Das Niveau auf dem er sich präsentiert und der völlig ungeniert offene Populismus ist genau genommen politisches Trollen. Und weil Trolle es lieben, wenn man sich an ihnen abarbeitet, ist es eigentlich Internet-Regel Nummer eins, ihnen kein Futter zu geben. Aber wie bei Trump läßt man sich auf das Spiel ein und springt über jedes noch so niedrige Stöckchen.
zum Beitrag09.10.2025 , 12:43 Uhr
Gibts für die 25 Euro auch einen Beleg? Bislang les ich da nur eine lose Behauptung von denen, die gegen das Projekt sind. Irgendwoher muss die Zahl kommen, wenn man das als Argument vorschiebt. Am Ende gehts hier um ein verwildertes, rund 3000m² Grundstück mitten in einer Stadt mit extremen Wohnungsmangel. Und in unmittelbarer Nähe gibt es einen großen Park.
zum Beitrag08.10.2025 , 15:50 Uhr
"Wie ist dann zu erklären, dass alle anderen Künstler*innen ihre Konzerte im HKW daraufhin aus Solidarität mit Chefket absagten?"
Da gibts sicher Erklärungsbedarf, hlhl ich Böhmermanns Erärung nachvollziehen kann. Ich kenne einen ähnlicher Fall, der aufgrund des Subkultur Kontext eher unbeachtet bleibt. Weil einer italienischen Band verweigert wurde, auf einem antinationalen(!) Festival eine Palestina Flagge zu hissen und man sich mit einem einfachen Banner nicht zufrieden gab, haben Aktivisten die restlichen Bands des Billings per Mail unter Druck gesetzt, abzusagen. Darin die aberwitzige Behauptung, es handele sich um ein zionistisches Festival und wer dort auftrete, würde in "ganz Europa keinen Auftritt" mehr bekommen. Nach vielen Absagen hat der Veranstalter daraufhin das gesamte Festival canceln müssen. Ich hab über Berkannte selbst so eine Mail lesen können.
paranoyafestival.de/
So gesehen sind die Aussagen, die Scherz hier trifft sehr richtig. Das Debatenklima ist -besonders zu Nahost- dermaßen vergiftet, dass man sich auf öffentlicher Bühne kaum noch äußern kann, ohne selbst zur Zielscheibe zu werden. Das sind ganz häßliche autorite Tendenzen.
zum Beitrag08.10.2025 , 11:41 Uhr
Ja stark! Großartiger Typ. Hat neben all dem angehäuften Krach auch nen Ehrenplatz in meiner Plattensammlung. Genau wie die Highwaymen.
Und passend zum Thema, die Zwei haben sich auch gesucht und gefunden;
www.youtube.com/wa...HBzI&start_radio=1
zum Beitrag08.10.2025 , 11:23 Uhr
"Warum?"
Weil es auf beiden Seiten viel zu viele Menschen gibt, denen "das Leid der Anderen" maximal eine kurze Heuchelei wert ist und die den Diskurs über diesen Konflikt, durch ihre eindimensionale Beurteilung, in eine Ecke getrieben haben, die gar kein würdevolles, gemeinsames Gedenken aller Opfer zulässt. Und ums mal ehrlich zu sagen, Herr Bax. Ihre Artikel zu diesem Konflikt kranken aus meiner Sicht regelmäßig genau an dieser unreflektierten Parteinahme die Sie hier anprangern. Es ist überhaupt nicht schwer, sich für die Menschen in Palestina und ein Ende des Krieges einzusetzen und gleichzeitig Anteilnahme am Leid, dass am 7.Oktober durch die Hamas losgetreten wurde, ehrlich zu gedenken, ohne schon wieder auf die andere Seite zu zeigen.
zum Beitrag07.10.2025 , 20:09 Uhr
Welcher Arzt stellt denn Rezepte für "Bratwurstkonsum, Alkohol, Rauchen und Bergsteigen" aus?
zum Beitrag07.10.2025 , 13:14 Uhr
Soweit ich weiß liegt das daran, dass die USA im Gegensatz zu Deutschland vor Jahrzehnten eine im Völkerrecht verbindliche UN Konvention zum Verkehr mit Suchtstoffen nicht unterzeichnet hat. Ein öffentlicher Verkauf in Deutschland wäre somit ein Rechtsverstoss. Deshalb auch das halbgare Rumgeeier mit Cannabis Clubs, Eigenanbau etc. Im Übrigen seh ich das andes als der Autor. Während eine -wie auch immer gestaltete- Legalisierung des Verkaufs aus meiner Sicht sinnvoll und überfällig wäre, halte ich von einem Mißbrauch einer medizinisch notwendigen Verschreibung prinzipiell überhaupt nichts. Ich bin dafür das klar zu trennen und halte da auch nichts vom Zweck, der die Mittel heiligt.
zum Beitrag06.10.2025 , 20:51 Uhr
Also nicht, dass die Spezln das nicht verdient hätten. Aber das mit den Strommasten is jetzt auch noch nicht solange her, dass man unbedingt gen Weißwurstzentrale zeigen muss.
zum Beitrag06.10.2025 , 13:37 Uhr
"Ähnliches gilt ja für den Begriff des "Genozids", der im Pro-Pali-Diskurs mittlerweile völlig von seiner eigentlichen Definition gelöst worden ist. Das Vorgehen ist immer das Gleiche: Man weitet Begriffe aus, um die damit verbundenen Konnotationen auch weiterhin agitatorisch auschlachten zu können."
Jo, richtig. Die gesamte Debatte krankt daran. Es reicht nicht mehr über Verbrechen zu reden, es geht gar nicht mehr ohne diese Maximalbegriffe. Im Pro-Israel-Diskurs wird der Antisemitismus Stempel mittlerweile ebenfalls völlig beliebig ausgeteilt. Sogar Holocaust-Vergleiche - die lange zurecht als Tabu galten- werden beidseitig hemmungslos als Totschlagargument benutzt. Genau deshalb gibts auch gar keine echte Debatte mehr. Beide Lager haben sich argumentativ schon längst in die Sackgasse manövriert und schreien sich ohne erkennbares Interesse an einer für alle Menschen in Nahost friedlichen und versöhnlichen Lösung an.
zum Beitrag06.10.2025 , 12:26 Uhr
"In vielen muslimischen Ländern kämpfen die Frauen gegen das Kopftuch, aber bei uns kämpfen viele Linke für das Tragen des Kopftuchs"
Das hat meines Erachtens viel mit linker Identitätspolitik zu tun und mit der -ich nenns mal überspitzt- "Überindentifizierung" mit vermeintlich migrantischer Kultur. Ich hab mal beim Aufbau einer Kunstinstallation mit einer deutschen Frau zusammengearbeitet, die Kopftuch trug. Und schmerzfrei geradeaus wie ich bin, hab ich gefragt, ob sie Muslima sei. Antwort war nein, sie trüge das Kopftuch aus Solidarität mit muslimischen Migrantinnen. Das war etwa zu dem Zeitpunkt, als die Bundeswehr aus Afghanistan abgezogen ist und die Taliban wieder das Zepter übernommen haben. Kannste dir kaum ausdenken.
zum Beitrag05.10.2025 , 11:48 Uhr
"natürlich existiert keines dieser Motive in den öffentlichen Debatten ums Kopftuch."
Na weil Argumente wie die Schwiegermutter, das Schönheitsideal oder die schlechte Frisur einfach konstruiert sind. Man stelle sich mal vor, ein Friseur gibt Rabatte für Frauen, die im Kleid erscheinen und rechtfertigt wird das dann mit dem Opa, der zu Besuch ist, das Schönheitsideal im katholischen Dorf halt so ist oder weil das Kleid besser zur Figur passt. Ich hab da so meine Zweifel, ob das hier als plausible Gründe gelten würde.
zum Beitrag04.10.2025 , 17:57 Uhr
Einfach nur eine weitere Folge der uralten "Du! Nein du! Nein du!" Sitcom. So monoton wie ermüdend. Bis auf ein paar Annäherungsversuche, wie unter Rabin, haben sich die Hardliner auf beiden Seiten höchst erfolgreich darum bemüht, eine friedliche Koexistenz zu verhindern. Zu behaupten, Netanjau und co. hätten das irgendwann mal gewollt ist genauso hahnebüchen, wie zu behaupten, die Hamas hätte das irgendwann mal gewollt.
zum Beitrag04.10.2025 , 14:31 Uhr
So simpel wie richtig. Da gibts nichts hinzuzufügen.
zum Beitrag04.10.2025 , 13:33 Uhr
Die "Einseitigkeit" der großen Demos hat meines Erachtens mit der Einseitigkeit der Auslegung der Staatsräson zu tun. Demonstrationen richten sich ja in erster Linie an die eigene Regierung. Und die hat bis vor Kurzem im Einklang mit der Berichterstattung der Springerpresse sehr einseitig Partei ergriffen. Da die Hamas längst als Terrororganisation verboten ist und auch nicht von der deutschen Regierung unterstützt wird, richten sich die Demonstrationen folgerichtig gegen die Unterstützung einer verbündeten Regierung, die in dem Konflikt jedes Maß verloren hat. Hätte sich die Bundesregierung da mal eher und glaubwürdig für eine friedliche Lösung eingesetzt, dann wären diese Demos gar nicht so groß und einseitig. Die Headline ist eigentlich gut gewählt. Unerträgliches Scheuklappentum bestimmt diese Debatte. Genau diese selbstgerechte Bequemlichgkeit der beiden Lager in diesem Konflikt ist absolut zu kritisieren. Nur macht der Autor wieder genau das, was die ganze Zeit diesen Diskurs bestimmt und was er der Gegenseite vorwirft. Er kritisiert die eindimensionale Solidarität des einen Lagers, während im anderen genauso wenig differenzierte Töne und Empathie wahrzunehmen sind.
zum Beitrag02.10.2025 , 14:17 Uhr
Lächerlich mag der Aufhänger sein, sicher sogar. Die Diskussion über zunehmend autoritär und borniert geführte Sprachkritik, die sich nicht zuletzt in einer völlig unkonstruktiven Debattenkultur niederschlägt, ist es überhaupt nicht. Das ist m.M.n. sogar eines der wichtigsten Themen überhaupt, da kaum etwas so destruktiv auf eine domkratische Gesellschaft einwirkt, wie der Unwillen einanderzuzuhören und sachliche Argumente auszutauschen.
zum Beitrag02.10.2025 , 14:08 Uhr
Macht doch gar keiner. Nirgendwo schreibt jemand Femizide pauschal "einer Religionsgemeinschaft" zu. Nur wird man die Strukturen, die zu diesen -als "Ehrenmord" bezeichneten- Taten führen, nicht auflösen können, wenn man sie in irgendeiner Pauschalstatistik abheftet. Warum kann Frau Balci -gerade als Integrationsbeauftragte- nicht speziell dieses Problem kritisieren ohne sich gleich über alle Femizide, mit ihren unterschiedlichsten Hintergründen zu äußern?
zum Beitrag02.10.2025 , 13:59 Uhr
Das kann man glaub ich noch viel einfacher runterbrechen: "Ich hab Recht und es gibt nichts zu diskutieren". Das Wort Kulturkampf ist aus meiner Sicht ähnlich wie die Begriffe alternativlos, Narrativ, etc. einfach nur ein mittlerweile beliebig wie notorisch eingestreutes Trendwort, das als Totschlagargument anderweitige Positionen abkanzeln soll. Ich kann mit dieser Art von "Debattenkultur" gar nichts anfangen.
zum Beitrag01.10.2025 , 16:47 Uhr
Ja WENN. Dann würden wir ja wenigsten von einer echten Reform reden. Der Vorschlag wird hier aber nicht gemacht. Sondern die -nach meinem Dafürhalten- billige Flickschusterei, die die Schwächen des Systems nicht im Ansatz behebt und auf den Eindruck zielt, es würde ausreichen, die eine priviligierte Gruppe da zur Solidarität zu bewegen. Darum gings mir. Das mit dem elektronischen Geldrucken nach Belieben und staatlichen Jobgarantien halte ich dagegen für abenteuerlich.
zum Beitrag01.10.2025 , 12:56 Uhr
Da bin ich völlig dabei, ich glaub auch nicht an die Milliardärststeuer, schon gar nicht als Allheilmittel. Beamtenpensionen werden aber nicht aus der Rentenkasse, sondern aus Steuermitteln bezahlt. Die Einzahlung der Beamten wäre mit allem was das auch an Ausgaben mitsichbringt nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Populistisch deshalb, weil man suggeriert, man könne mit der Beitragspflicht für eine als priviligiert wahrgenommene Gruppe die Probleme des Rentensystems lösen und sich weiterhin vor der unpopulären aber notwendigen echten Reform zu drücken.
zum Beitrag01.10.2025 , 12:45 Uhr
Hm. Hab das Buch nicht gelesen und sicherlich entsprechen die zitierten Positionen nicht denen der modernen, postkolonialen Feminismus Bubble. Aber einer Frau, die in genau den kritisierten Strukturen aufgewachsen ist "Kulturkampf" vorzuwerfen und in eine Ecke mit Sarrazin zu stellen ist für mich genau das Gegenteil von einer differenzierten Auseinandersetzung, wie sie die Autorin hier einfordert. Die Stelle, an der Balci behauptet, dass "jede arabische Familie (...) patriarchal und (..) jede verschleierte muslimische Frau unterdückt ist", hätte ich dazu dann schon gern im Zitat. Was die Statistik zu Femiziden betrifft, kommt man natürlich zu dem Schluss, dass da keine kulturellen Hintergründe eine Rolle spielen, wenn man denn auch da nicht differenzieren will. Dass eine Familie den jüngsten Sohn dazu zwingt die fehlgeleitete Tochter aus Gründen der Familienehre umzubringen, kommt außerhalb der kritisierten Kreise sicher deutlich seltener vor. Und nochwas. Wenn jede streitbare Position, die der eigenen abweicht mit dem gerade tredigen Stempel "Kulturkampf" versehen wird, dann ist das eine billige Diskursverengung und kontakariert die Forderung nach weniger Pauschalität.
zum Beitrag30.09.2025 , 14:31 Uhr
Nun, wenn es tatsächlich kein Problem darstellt, dass vor rund 50 Jahren noch etwa doppelt soviel sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer einen Rentner "finanziert" haben, als wie es heute der Fall ist und zukünftig die Zahl weiter sinken wird, dann ist das wohl so. Dabei sind die Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt durch KI noch gar nicht wirklich absehbar. Und wie das Konjunkturprogramm aussehen soll, dass aus einer aktuell rasant steigenden Arbeitslosenquote mal eben mittelfristig Vollbeschäftigung macht, da wäre ich aber mal gespannt.
www.zdfheute.de/wi...anzierung-100.html
zum Beitrag30.09.2025 , 13:11 Uhr
Nur ein weiterer Versuch der Flickschusterei, der nicht mal im Ansatz das demografische Defizit der Rentenversicherung lösen kann. Klingt halt immer irgendwie toll, einer vermeintlich bevorteilten Gruppe mit vermeintlichem Nutzen in die Tasche zu greifen. Mehr als ein populistischer Vorschlag isses aber nicht. Man könnte abseits der Rentendiskussion mal generell über das Beamtentum nachdenken, aber das ist eine ande Baustelle.
zum Beitrag30.09.2025 , 12:53 Uhr
Es ist richtig, dass niemand deswegen von Prüfungen ausgeschlossen wird. Aber es gibt durchaus Profs, die in der Bewertung von Arbeiten nicht gendergerechte Sprache schlechter beurteilen. Ich hab vor ein paar Jahren genau zu diesem Thema eine öffentliche Debatte an der Uni in meiner Stadt besucht, nachdem ich im persönlichen Umfeld solche Fälle hatte. Und in dieser hitzig diskutierten Veranstaltung, da gab es sowohl Studenten als auch Profs, die diese Art von Benotung vehement verteidigt haben. Ganz so frei ist das mit dem Gendern nicht immer.
zum Beitrag30.09.2025 , 01:11 Uhr
"Das macht keinen Sinn."
Doch. Macht es schon. Es ist ja bei Weitem nicht jeder ein Hardcore Veganer. Viele haben früher halt gern Bratwurst oder nen Burger gegessen und mögen halt den Geschmack, Andere essen zwischendurch einfach mal gerne ne Alternative zum Fleisch. Und da gibts mittlerweile auch ein paar wirklich gute Sachen. Ich ernähr mich seit rund 10 Jahren auch zu 95% vegetarisch, manchmal auch vegan. Aber wenn ich im Sommer ausnahmsweise mal wieder richtig Bock auf ein gegrilltes Rindersteak hab, dann mach ich das einfach. Von strengem Totalverzicht halte ich nix.
zum Beitrag29.09.2025 , 20:46 Uhr
Nein. Hinsichtlich der zitierten Begriffe bin ich völlig d'accord. Da aber die aktuelle linke Sprach- und Kulturkritik weit darüber hinausgeht, seh ich keinen großen Unterschied im Eifer. Und nebenbei hab ich nirgendwo erwähnt, dass das nur im ollen links/rechts Spektrum stattfindet.
zum Beitrag29.09.2025 , 20:35 Uhr
"Man kann in solchen Karten einen palästinensischen Anspruch auf das gesamte Gebiet sehen, der damit das Existenzrechts eines israelischen Staats negiert. Aber zwingend ist das nicht, denn auch solche Abbildungen sind für Interpretationen offen."
Ähm, nein. Das ist exakt das Gleiche, wie die Darstellung ein Karte Israels inklusive der besetzten Gebiete mit hebräischen Namen. Natürlich wird da ganz klar ein Besitzanspruch auf den Lebensraum eines anderen souveränen Volkes formuliert. Beide Versionen bilden das Gegenteil einer Zweistaatenlösung ab. Tut mir Leid, aber wer glaubt, dass das ohne größere Verrenkungen anders interpretierbar ist, dem würd ich entweder grobe Oberflächlichkeit oder schlicht Unehrlichkeit unterstellen. Und bei Jemanden, der nach all den öffentlichen Debatten zu diesem Thema immer noch nicht verstanden hat, wo der Unterschied zwischen völlig legitimer und notwendiger Kritik am Vorgehen der israelischen Regierung und dem Infragestellen des Existenzrechts Israels liegt, da hätte ich auch Zweifel, ob der an so einem Datum auf öffentlicher Bühne angemessen damit umgeht. Was ist eigentlich so schwer dran, Solidariät oder Protest zu äußern, ohne solchen Kram?
zum Beitrag29.09.2025 , 14:10 Uhr
Die "Sprachpolizei" steht nicht rechts, sie ist Zeigeist. Genau wie beim aktuell viel zitierten Kulturkampf. Er wird immer nur non den Anderen betrieben. Die einen würden gern das verbieten, die anderen das, recht hat man immer nur selbst. Verbieten als Allroundlösung. Hat nur jeder seine eigenen Steckenpferd, wo er glaubt, dass man damit nicht leben kann.
zum Beitrag28.09.2025 , 15:47 Uhr
Spitzfindigkeiten und Ausreden. Genau so funktioniert der aktuelle Diskurs. Niemand, der sich auch nur ein bisserl mit dem linken Lager beschäftigt, kann bestreiten, dass es beim thema Nahost zwei ausgeprochen konträre Lager mit viel zu hohem Tellerrand gibt, die die Debatte besonders laut mit ihren eindimensionalen und radikalen Posititionen dominieren. Und natürlich geht die Fraktion "bedingungslose Solidartät mit Israel" aus der Antideutschen Linken hervor. Und wie jeder, der die Scheuklappen nicht ganz eng aufgesetzt hat, im innerlinken Diskurs -gerade auch hier im taz- Forum unter wirklich jedem einzelnen Nahost Artikel nachlesen kann, passt zwischen deren Argumentation und denen der konservativen und Springer nahen Israel Unterstützer kaum ein Blatt Papier mehr. Und das man lieber borniert genau dort stehen bleibt, anstatt auch mal die eigene Position hinsichtlich der aktuellen Lage zu hinterfragen, läßt den Schluß -den der Autor hier macht- genauso zu, wie den Vorwurf der pauschalen Israelfeindlichkeit, wenn andere Linke undistanziert mit Hamas Unterstützern und anderen Antisemiten auf die Straße gehen.
zum Beitrag28.09.2025 , 14:46 Uhr
An welcher Stelle findet sich denn da "ein bisschen Demokratie"? Die Vorschläge sind nur in euiner knallharten Diktatur mit enormer Repression umsetzbar. Staats- und Wirtschaftssytem müssten mit der Brechstange geändert werden. Sämtliche förderalistischen Strukturen müssten aufgegebn werden. Es müssten Millionen Leute zwangsumgesiedelt werden. Es würde zu einer Massenarbeitslosigkleit kommen. Und bevor Millionen Leute umgeschult sind, ist überhaupt keine Wirtschaftsleitung mehr da, mit der man auch nur halbwegs diese Menschen wieder in Arbeit bringen könnte. Nichts, aber auch gar nichtts daran ist in einer Demokratie umsetzbar.
zum Beitrag28.09.2025 , 14:39 Uhr
Das ist nur eben kein positiver Blickwinkel. Das ist schlicht ein völliger Fehlschluss. Die Auswirkungen des Klimawandels werden Fluchtbewegungen, Wasserknappheit, Kampf um Lebensraum und Ressourcen massiv befeuern. Im Existenzkampf ist nicht weniger Krieg, sondern eher mehr zu erwarten. Dem letzten Satz würd ich aber prinzipiell Recht geben. Immer wieder auf die denkbar apokalyptischesten, wenn auch nicht wirklich wahrscheinliche Szenerien zu verweisen und daraufhin diffus "radikale Maßnahmen" zu fordern, erzeugt eher Abstumpfung und lähmende Zukunftsangst als den nötigen Elan, sich dieser Krise konstruktiv zu stellen.
zum Beitrag25.09.2025 , 21:28 Uhr
"Wir müssen über Antideutsche reden, die [...] ohne Abstriche proisraelische und projüdische Positionen vertreten." Das kann ich nicht verstehen. Das suggeriert für mich, dass projüdisch zu sein problematisch ist? Ist das ihre Meinung? Ernsthaft?"
Mal abgesehen von der Unsitte Zitate je nach Gusto textlich und inhaltlich zu verkürzen, ist das ein völlig legitimer Standpunkt. Der Knackpunkt liegt hier doch klar bei "ohne Abstriche". Bedingunslose, uneingeschränkte Solidarität gewährt man nicht einmal den engsten Verwandten und den besten Freunden. Auch da endet Solidarität, wenn schwerste Verbrechen begangen werden. Es gibt für alles Grenzen und es gibt universelle Werte, die über Ideologie stehen sollten. Und da liegt das Problem. Als sicher notwendiger Gegenbewegung zu den antisemtischen Tendenzen innerhalb der Linken gestartet. Aber weil man als "richtiger" Linker oft nicht radikal genug sein kann, irgendwann als treu ergebener Verteidiger einer Regierung, aus rechtsnationalen und ultrareligiösen Hardlinern, in der argumentativen Sackgasse gelandet.
zum Beitrag24.09.2025 , 13:59 Uhr
Vielleicht liegt der Kern der ganzen Sache auch wo ganz anders. Nicht, dass da jetzt alles falsch wäre, ganz im Gegenteil. Aber irgendwie ist das jetzt nicht der erste Artikel, den ich über "Ostdeutsche" lese und es mir irgendwie dabei vorkommt, als würde ich gerade eine Naturdoku über die Fauna einer fernen Steppenlandschaft anschauen. 35 Jahre nach der Wiedervereinigung wird über "die Ostdeutschen" geredet, als würde man mit dem Fernglas über die Mauer schauen und das Verhalten einer bislang unbekannten Spezies beobachten.
zum Beitrag24.09.2025 , 13:21 Uhr
Es steht überhaupt nicht zur Debatte aus den jetzigen Gegebenheiten und Verantwortlichen eine Regierung zu formen. Es geht schlicht darum, den Grundstein für den Weg in eine friedliche Koexistenz zu legen. Jeder ist sich im klaren, dass das vorerst nur symbolischer Natur ist. Weder sieht irgendwer da die Fatah noch die Hamas, noch irgendeine Terrororganisation als geeigenet. Und die Behauptung, dieser Ansatz wäre eine "Belohnung für den Terror" ist nachwievor subtanzlos, da er die Interessen der Zivilbevölkerung mit dem der Terroristen gleichsetzt, obwohl diese nie eine Zweistaatenlösung wollten. Das ist ganz billige Propaganda einer Regierung aus Ultrareligiösen und Rechtsextremen und die sprechen nur für ihr Klientel, nicht für die Sicherheit und Zukunft der Menschen in Nahost. Der Prozess mag schwierig sein, aber im Gegensatz dazu haben die Gegner der Zweistaatenlösung keinerlei Idee für eine zukünftig friedliche Koexistenz und setzen weiter auf die Mittel, die auch der Bevölkerung in Israel keine Sicherheit und Frieden gebracht haben.
zum Beitrag24.09.2025 , 11:48 Uhr
Ich glaube in erster Linie mal, dass die bisherige Politik für niemanden da unten Sicherheit gebracht hat, auf keiner Seite. Sie hat die radikalen Kräfte gestärkt, sie hat Terror und Unterdrückung zementiert, sie hat zu enormen Leid auf beiden Seiten geführt. Der 7. Oktober und der Krieg danach sind eine Konklusion dessen, was Extremisten da über Jahrzehnte aufgebaut haben. Sie setzt weiterhin borniert auf die Logik von Hass, Vergeltung, Vertreibung und auf die völlig irrwitzige Idee eines "totalen Sieges". Sie sprechen dabei vom "Willen Gottes", von Blut und Boden, von Vernichtung. In dieser Hinsicht nehmen sich Islamisten und die aktuelle Regierung Israels überhaupt nichts. Und natürlich habe den Glauben daran, dass der Status Quo falsch ist und keinerlei Lösung, keinen Frieden, keine Sicherheit parat hält. Und abgesehen von Trump, der ebenfalls auf Hass und Repression setzt, haben das mittlerweile auch die Staaten verstanden, die Israel ansonsten wohlgesonnen sind.
zum Beitrag23.09.2025 , 18:42 Uhr
Die Hamas will genauso wenig eine Zweistaatenlsöung, wie die rechten Hardliner in Israel. Es wird immer wieder zurecht darauf hingewiesen, dass das Ziel der Hamas die Vernichtung Israels darstellt. Jetzt auf einmal die Behauptung aufzustellen, ein palestinensischer Staat wäre eine "Belohnung für den Terror" ist sehr leicht durchschaubare Propaganda im Sinne Netanjahus. Die Sichtweise, sämtliche Befürworter dieser Lösung würden einfach nur plump auf die Hamas Propaganda hereinfallen ist zudem noch ziemlich überheblich. Die allermeisten Menschen in Israel und in Palestina wollen ein Leben in Frieden. Und das ist weder mit der Hamas, noch mit der aktuellen Politik Israels möglich. Dass da gerade etwas Bewegung reinkommt, ist nur zu begrüßen.
zum Beitrag23.09.2025 , 12:41 Uhr
Das Problem, dass etablierte Medien oft ins gleiche Horn stoßen oder gar von einander abschreiben ist kein Problem der Corona-Zeit, sondern ein generelles, das eben dazu führt, dass Menschen das Gefühl von einheitsmedien bekommen und zu alternativen Quellen flüchten. Und wenn dann komplexe Themen emotionalisert und polarisiert diskutiert werden, dann schafft das Mißtrauen, Zwietracht, Spaltung. Und so sehr, wie ich selbst damals eher zur Gruppe der "Vorsichtigen" gehört habe, fand ich die Keule, die da teilweise über Menschen mit andere Denkansätzenn geschwungen wurde völlig daneben. Das hatte manchmal schwer autoritäre Züge und hat Skeptiker in die Arme der Rechten und Verschwörungstheoretiiker getrieben. Das hat Freundeskreise und Familien zerissen und hat einen guten Anteil am Aufstieg der AfD zu verantworten. Vieles lag im Unklaren und die meisten Maßnahmen waren sicher gerechtfertigt. Der Furor mit dem Kritiker in eine Ecke geschoben worden war falsch. Und da gabs auch hier Artikel, die sehr sehr fragwürdig waren. Medien haben große Verantwortung und es wäre ein Fortschritt, wenn die Erkenntnis nicht immer erst hinterher reifen würde.
zum Beitrag23.09.2025 , 12:23 Uhr
"Ja, sollen sie nicht. Sollen sie schon seit Jahrzehnten nicht. Tun sie aber trotzdem."
Und genau deshalb ist außer meiner Sicht Druck von Außen notwendig. Der Konflikt ist so verfahren und die Positionen so verhärtet, dass es Initiativen benötigt, die internationale Partner und Nachbarstaaten mit einschließt. Netanjahu ist gerade dabei, das zarte Potential, dass die Annäherung einiger arabischer Staaten an Israel zu gefährden. Man kann gar nicht so vernagelt sein, um nicht zu erkennen, dass die aktuelle Lage keine dauerhafte Lösung verspricht. Und es müsste auch dem Letzten iregendwann mal dämmern, dass die einzig relevante Unterstützung dieser Politik nur noch von einer Regierung stammt, die gerade versucht das eigene Land in eine rechtsdrehende Diktatur zu verwandeln.
zum Beitrag23.09.2025 , 12:15 Uhr
Was ist an den Ausführungen zur Hamas in der Anerkennung Paelstinas falsch zu verstehen? Da steht ganz klar, dass die Hamas entwaffnet und entmachtet werden soll. Und da steht auch nicht, dass da Quasam oder Al Aqsa irgendwann mitregieren sollen. Eine pauschale Gleichsetzing der palestinänsischen Bevölkerung mit den Terroristen ist im Kern schlicht rassistisch. Die Idee, man könne durch Veretreibungen, Landnahme und einen quasi Dauerkriegszustand einen zukünftigen Frieden für Israeli schaffen ist so offensichtlich ignorant wie unerreichbar. Netanjahu zementiert genau wie Hamas und Co. den Status Quo, der Generation um Generation diesem Konflikt zum Fraß vorwirft. Und wer nicht sehen kann oder will, dass es ohne friedliche Koexistenz für niemanden da unten jemals Frieden geben wird, der redet nicht den Menschen, die von Terror und Gewalt betroffenen sind das Wort, sondern denen, die Gewalt und Terror auch für die Zukunft säen.
zum Beitrag22.09.2025 , 17:28 Uhr
Klar liegt da ne Gefahr drin. Aber man sollte auch mal so ehrlich sein, dass der Erfolg von zum Bsp. FFF ohne solche Netz Aktivisten auch nicht denkbar gewesen wäre. Und was wurde ein Rezo (auch hier) dafür gefeiert, dass er die "Zerstörung der CDU" propagiert hat und die cDU danach auf der Oppositionsbank gelandet ist. Das Netz und die Influencer sind einfach ein Teil der heutigen Zeit. Man kann jetzt wieder darüber jammern oder eben zusehen, wie man dort den Einfluss demokratischer Kräfte stärkt. Dass nur emotionale Botschaften ziehen und die rechten Hetzer deshalb unbdeingt im Vorteil sein müssten, ist für mich ne faule Ausrede.
zum Beitrag22.09.2025 , 16:16 Uhr
Na klar gings darum. Aber 3 Wochen Fütterung ist eben nicht ansatzweise mit der komplexen und jahrelangen Aufzucht von Primatenjungen zu vergleichen. Eine Rotkehlchen- oder Zaunkönighenne wäre überhaupt nicht in der Lage ein Küken großzuziehen, das schon beim Schlüpfen deutlich größer ist als sie selbst. Die Mutter füttert es instinktiv, weil sie ihre eigene Brut durch das Kuckuck-Junge verliert. Das ist einfach kein fundiertes Argument in dieser Deiskussion.
zum Beitrag22.09.2025 , 14:07 Uhr
Natürlich ist das Ganze voerst mal ein symoblischer Akt, der unversöhnliche Hardliner aus ihrer kompromisslosen und "totalen Sieg" Strategie zwingen will. Und natürlich ist er nicht im Interesse all derer, die aufgrund dieser eindimensionalen und utopistischen Haltung, den Status Quo bevorzugen und damit das Leid kommender Generationen bereitwillig einpreisen. Und weil man außer, "es kann nicht sein, was nicht sein darf" keinen Funken einer überzeugenden Idee einer friedvollen Zukunft hat, kramt man wieder oberflächlich in der ollen "damals" Mottenkiste und schreckt nicht mal vor Blut und Boden Argumenten zurück. Die Erklärung der Staaten, die jetzt ihre Anerkennung bekunden, ist sehr deutlich darin, dass der Geist der unversöhnlichen Extremisten auf beiden Seiten die Zukunft der Menschen in Nahost nicht weiter bestimmen soll. Es ist sehr, sehr einsam geworden um die Regierungen Netanjahu und Trump. Und das ist in jeder Hinsicht ein Hoffnungsschimmer. Ohne Druck von Außen sind die beteiligten Akteure weder willens noch in der Lage, der Bevölkerung in Nahost eine friedliche Zukunft zu ermöglichen.
zum Beitrag22.09.2025 , 13:00 Uhr
Ja, absolut unangenehme Versammlung von Ewiggestrigen. Aber ernsthaft. 2000 Menschen waren also dort, trotz bestem Sommerwetter. Nichtmal halb soviel wie in den letzten Jahren damit weniger als bei einem beliebigen Rumpelkick in der Regionalliga. Ich lese hier so oft "keine Bühne geben". Daher würd ich mal in Frage stellen, ob es tatsächlich 4 Artikel zu diesem Trauerspiel braucht.
zum Beitrag22.09.2025 , 11:47 Uhr
Beweißt er nicht. Ein Kuckuck läßt seiner Eier von fremden Eltern ausbrüten. Das Junge tötet dann seiner Stiefgeschiwster, wird noch 3 Wochen gefüttert und verlässt dann selbständig das Nest, da es über einen angeborenen Flugsinstink verfügt. Dast hat nichts, aber auch gar nichts mit der Kinderaufzucht und dem Gruppenverhalten von Primaten zu tun.
zum Beitrag18.09.2025 , 12:13 Uhr
Ich glaube, keine wie auch immer geartete Gemeinschaft kann eine größere Zahl an Menschen aufnehmen, die nicht bereit ist sich zumindest grundlegend anzupassen. Nirgendwo funktioniert das. Weder in einer Wg, noch in der taz Redaktion und in einem komplexen Gebilde wie einem Staat schon mal gar nicht. Man sollte ätzende Begriffe wie "Leitkultur" gar keinen Raum geben, wenns drum geht, dass es keine Parallelgesellschaften geben darf, in denen Werte und Regeln keine Rolle spielen. Wenn man durchaus gerechtfertigte Forderungen nach Anerkennung einer regelbasierten Ordnung automatisch mit dem Leitkultur-Gelaber der Rechten verknüpft, dann betreibt man genau genommen die gleiche Pauschalisierung von Migration und schadet somit dem absoluten Großteil von Migranten, die selbstverständlich bereit sind sich ihrem neuen Umfeld anzupassen.
zum Beitrag18.09.2025 , 11:48 Uhr
"Der Tagesspiegel ist mir nicht als seriöse Informationsquelle bekannt geworden. "
Ich geb wenig auf solche Umfragen. Aber dem Tagesspiegel mal fix die Seriösität abzusprechen, zeugt schon von einer sehr eingeschränkten Medienwahrnehmung.
zum Beitrag18.09.2025 , 11:34 Uhr
Beides schwierig. Das Format und die Entscheidung. Die Sendung ist schon ziemlich rechtskonservativer Muff auf focus online Niveau. Aber ist das tatsächlich ein plausibler Grund, dass es sowas im öffentlichen Rundfunk nicht geben darf? Die Kritik, dass dort eine linksliberale Mehrheit die Meinungshoheit beansprucht, lässt sich nach jedem solchen Vorfall zumindets immer weniger entkräften. Bei Böhmermanns Sendung, die ich durchaus mag, würden sich auch genügend Inhalte finden lassen, die man als undifferenziert und journalistisch nicht einwandfrei abkanzeln könnte. Nun hat Satire zuredht mehr Freiheietn. Ich behaupte aber mal, selbst bei einem sehr gründlichen Fehlschuss würde es keinen solchen offenen Brief von 250 Kollegen geben.
zum Beitrag17.09.2025 , 16:46 Uhr
Das mit den polnischen Touristen habe ich bislang nirgendwo gefunden. Wenns aber so sein sollte, dass auch noch völlig Unbeteiligte zu Schaden gekommen sind, dann wärs für mich schon ne üble Nummer, wenn das hier so komplett unter den Tisch fallen würde. Mich hat damals schon der Mangel an Kritik gestört, als herauskam, dass der brutale Überfall auf das Heute Show Team von linken Tätern begangen wurde. Aber wie gesagt, ich finde solche Aktionen prinzipiell völlig falsch. Egal wer da Opfer und Täter ist.
zum Beitrag17.09.2025 , 09:45 Uhr
Falls ich mich da irgendwie mißverständlich ausgedrückt haben sollte. Es gibt an den Taten gar nichts zu rechtfertigen. Und ich finde die gesamte Argumentation der Verteidiger völlig hahnebüchen und ich finde auch das Verständnis, was hier und da für die Angeklagten aufgebracht wird ziemlich befremdlich. Die politische Einstellung spielt da gar keine Rolle. Totzdem waren das in dem Fall nachweislich Besucher des Tags der Ehre und dann kann mans auch so schreiben.
zum Beitrag16.09.2025 , 12:38 Uhr
An dem Begriff ist in diesem Falle überhaupt nichts "problematisch". Die Betroffenen stammen eindeutig aus der rechtsextremen Szene. Auf der Veranstaltung in Budapest wird nicht ansatzweise ein Hehl aus der Weltanschauung der Teilnehmer gemacht. Das ist ein ganz offenes Neonazi-treffen. Da gibt es keinen Millimeter irgendwas zu differenzieren. Wer dahinfährt, hat über sein Selbstbild als gesagtm was es zu sagen gibt. Das spielt aber auch überhaupt keine Rolle, da das Gesetz jeden vor solchen Übergriffen schützt. Dass das fragwürdige Rechtsverständnis der Verteidigung nicht mal ansatzweise hinterfragt wird, kann man schon kritiseren. Dass überzeugte Neonazis auch so benannt werden aber wirklich nicht.
zum Beitrag16.09.2025 , 11:56 Uhr
Ach, so komisch ist das gar nicht. Gibt sehr viele Leute, die immer nur das herauslesen, was sie herauslesen wollen. Das ist die Grundlage der Gesprächskultur, wie wir sie heute haben.
zum Beitrag16.09.2025 , 11:08 Uhr
Vor allem, was es tut denn das zur Sache, wenn die Mandantin gar nicht vor Ort war und daher auch nicht zu verurteilen ist? Die Ausführungen der Verteidigung klingen von vorn bis hinten wenig überzeugend.
zum Beitrag15.09.2025 , 11:49 Uhr
Steht doch dar gar nicht. Zwischen "entspannt zurücklehnen" und "im Falle eines Krieges an vorderster Front verheizt werden" liegt doch sehr viel. Das ist doch genau diese apoklayptische Überdrehung, die niemandem weiterhilft. Die AfD ist drittstärkste Kraft geworden und weitweg von einer Mehrheit, nicht schön, aber erwatbar. Und sicher kann man AfD Wähler als dumm beschimpfen, weil sie sich nicht dafür interessieren, was wirklich hinter ihrem "Dagegen" steht. Die AfD Wähler beschimpfen dann halt die SPD Wähler als dumm, weil die wieder diejenigen wählen, die seit Jahrzehnten die Stadt regieren, in der so Vieles im Argen liegt. Die Frage ist schlicht Wem hilft das Alles weiter?
zum Beitrag14.09.2025 , 19:09 Uhr
"Aber klar, der ÖPNV-Ausbau ist eine große Baustelle."
Nee, es ist DIE Baustelle. Und der Erfolg solcher Initiativen wäre sicher größer, wenn diese Frage mal ernsthaft in der Hauptsache angegangen und nicht nur als "flankierende Maßanhme" betrachtet würde. Und wenn man großen Ausbildungsprogrammen (dafür brauchts auch erstmal mal Kapazitäten) und besserem Verdienst spricht und bedenkt, dass die Stadt dann auch viel mehr Fahrzeuge benötigt, dann stellt sich natürlich auch die Frage der Finanzierung. Aus meiner Sicht wird dieses Thema viel zu randläufig diskutiert. Wenn man da weiterkäme, müsste man gar nicht so dünn rumeiern, um Begriffen wie Zwangsmaßnahmen zu entgehen.
zum Beitrag14.09.2025 , 16:37 Uhr
"Also bitte! Wenn das stets gleiche Bashing seit den 80ern geklappt hat, warum soll es dann heutzutage nicht mehr klappen?!?" Tja, eigentlich isses aj offensichtlich. Weil es in den 80ern zum Beispiel keine rechte Partei gab, die in der Lage war der Union massiv Stimmen abzugraben. Damals waren die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und strukturellen Probleme und damit eben auch die Unzufriedenheit nicht in dem Umfang vorhanden wie heute. Heute muss die Union auf der einen Seite mit Grünen und sogar Linken zusammenarbeiten, auf der anderen Seite versucht man sich dem AfD klientel anzubeidern. Den Spagat nehmen ihnen aber immer weniger Leute ab. Wenn Maggus sagt, die Grünen sind der Hauptfeind der Union und kurz drauf brauch Merz deren Stimmen, dann offenbart das einen Grad an hilfloser Dummheit, der selbst am Stammtisch nicht mehr zieht.
zum Beitrag14.09.2025 , 15:44 Uhr
Noch schlimmer. Man kanzelt selbst seriöse Kritik von Außen unreflektiert als Linken-Bashing ab. Das größte Problem, dass die Linken heute haben, ist die weitgehende Entkopplung von der Mehrheitsgesellschaft, die man aufgrund eben der Übergewichtung identitätspolitischer Themen in Teilen ziemlich offen verachtet.
zum Beitrag14.09.2025 , 13:08 Uhr
Ja wäre die Metzgerinnung München solidarisch mit PETA, würde sie sich selbst auflösen. Im Ernst. Die IG Metall ist eine Interessenvertretung von Industriearbeitern. Und es gibt wirklich niemanden, der so naiv ist zu glauben, der deutsche Industriestandort könnte auf dem Markt der kleinen Elektroautos der Konkurrenz aus China ernsthaft Paroli bieten und zukünftig die Menge an Arbeitsplätze erhalten, die die Automobilindustrie hier bislang gesichert hat. Der Zug, auf diesem Markt eine ähnliche Rolle spielen zu können, ist längst abgefahren. Nur traut sich keine Regierung diese unbequeme Wahrheit zum Thema zu machen. Es ist nicht die Aufgabe einer Gewerkschaft global gedachte Umwelt- und Wirtschaftspolitik zu machen.
zum Beitrag13.09.2025 , 12:51 Uhr
"Es wird gleichzeitig über marode Brücken gejammert und über Baustellen. Gleichzeitig, dass man nicht sofort einen Termin bekommt und das der Arzt vielleicht nicht perfekt den lokalen Dialekt spricht. Es wird nur über marode Schulklos berichtet, aber nicht über die zahllosen guten und funktionierenden Schulen"
Das allgemein zuviel gejammert wird, da geh ich völlig mit. Die Beispiele scheinen mir aber schlecht gewählt. Dass die Infrastruktur massive Schäden hat, viele Schulen in schlechtem Zustand sind und man Facharzttermine oft erst nach Ewigkeiten bekommt, das SIND massive Probleme, bei denen der Bürger zurecht eine Besserung erwarten kann. Das Steuer- und Abgabeaufkommen war nie so hoch heute und gleichzeitig liegt vieles im Argen, was vor Jahren noch besser war. Wer das nicht als Problem sieht, wird der AfD keinen Millimeter abgraben. Der Fehler der CDU liegt darin, zu glauben man würde Vertrauen zurückgewinnen, in dem man sich an Sündenböcke abarbeitet, statt echte Lösungen zu entwickeln.
zum Beitrag13.09.2025 , 12:39 Uhr
MMir gings bei meiner Erwiderung um die Aussage, dass "linksextreme Bewegungen" wöllten Gleichheit, Umverteilung, Aufhebung von Herrschaftsstrukturen, etc. Mal abgesehen davon, dass viele linksextreme Bewegungen alles ande reals antiautoritär waren/sind, die Herrschaftsverhältnisse lediglich nach ihren Vorstellungen verschieben woll(t)en und natürlich alle Extremisten glauben, eine Legitimation zu haben (das aus ihrer Sicht) Richtige zu tun. Der Fehler liegt hier m.M.n. darin, radikale politische Vorstellungen mit Extremismus gleichzusetzen. Radikale Politik kann man ohne jede Gewalt ausüben. Und ich würde mitgehen, dass radikale linke Vorstellungen nicht mit rechtsradikalen vergleichbar sind. Extremismus, wie er heute allgemein interpretiert wird, geht den Weg weg von Rechtsstaatlichkeit, Demokratie, Menschenrechten hin zu Terror und Gewalt gegen Andersdenkende. Und da gibts nicht nur Hufeisen, sondern in dem allermeisten Merkmalen nahezu identische Schnittmengen zwischen Extremisten jeglicher Coleur. Wer so agiert, kontakariert den Anspruch, im Kern eigentlich nur Gutes zu wollen.
zum Beitrag12.09.2025 , 14:43 Uhr
Richtig,. Und das ist die eigentlich wirklich wichtige Frage. Wie schaffft man es, Millionen Menschen mit pragmatischen, attraktiven Mobilitäts-Alternativen zu versorgen, so dass sie auf das Auto verzichten können. Stattdessen arbeitet man sich lieber am Geschwafel von Berufs Provokateuren wie Porschardt ab. Und wie der Berg von Mundschaum gefärbt ist, hinter dem der sachliche Kern einer Debatte versteckt ist, interessiert mich schon lange nicht mehr.
zum Beitrag12.09.2025 , 13:05 Uhr
Na ja, absurd würd ichs nun nicht nennen. Da muss man sich ja nur mal die rechten Umtriebe und Unterwanderungsversuche der staatlichen Institutionen ansehen. Absurd find ich eher, dass wirklich immer Bedenkenträgerei und Angst an vorderster Stelle steht und nicht der Wille, die demokratische Gesellschaft so aufszustellen, dass sie wehrhaft gegen ihre inneren und äußeren Feinde ist. Dass man die Bundeswehr in der aktuellen Situation stärken muss, schließt ja nicht aus, dass man ihre Strukturen so aufbereiten muss, dass sie für Ewiggestrige weitesgehend unattraktiv wird.
zum Beitrag12.09.2025 , 12:28 Uhr
Erstens gehts hier um menschenverachtende Äußerungen im Netz und nicht um einen allumfassenden Ideologievergleich. Es ist völlig irrelevant, welchen politischen Background man vorschiebt. Es zu feiern, wenn politisch nicht genehme Menschen auf offener Straße erschosssen werden, offenbart eine ähnliche Geisteshaltung, wie die derer, die man vorgeblich bekämpfen will. Zweitens ist es jedem Extremismus inhäherent, vorzugeben, man hätte irgendein Recht seine politischen oder religiösen Ansichten mit Gewalt und Terror durchzusetzen. Den Opfern ist es egal, welche wo auch immer verorte Agenda hinter Morden und Bombenanschlägen steckt. In einer demokratischen Gesellschaft ist das niemals tolerierbar. Und Alles andere drumherum sind nur billige Ausreden, um den kleinen versteckten Faschisten im eigenen Kopf zu rechtfertigen.
zum Beitrag11.09.2025 , 21:18 Uhr
Ich fühl mich ehrlich gesagt nicht diskriminiert oder unfair behandelt, weil ich Zivildienst geleistet habe und die letzten 14 Jahre jetzt die Wehrpflicht ausgesetzt war. Für mich war die Erfahrung wertvoll, das muss ich nicht aufrechnen. Der Großteil der männlichen Bevölkerung in Deutschland hat einen Dienst geleistet, warum sollte ich nur auf die letzten 14 Jahre schauen? Und nochmal, ich fordere keinen Pflichtdienst. Ich halte ihn - wenn auch attraktiv gestalt- einfach für sinnvoll. Und wenn sich dann Leute freiwillig für die Bundeswehr entscheiden, warum nicht? Es geht leider nicht ohne. Einen verpflichtenden Wehrdienst würde ich aber klar ablehen.
zum Beitrag11.09.2025 , 11:56 Uhr
Ich sag nicht, dass das DIE Lösung sein wird. Es könnte aber so manche Menschen dazubringen, mal was für die Allgemeinheit und nicht nur für die eigene Selbtsverwirklichung tun. Es wird auch nicht für jeden die Lieblingsstelle geben, gab es früher auch nicht. Wir stellen immer wieder fest, wie sehr die Gesellschaft auseinander driftet, dass jeder nur noch für sich selbst unterwegs ist. Aber wenns dann mal konkret wird, dann scheint jeder Möglichkeit eines Beitrags zu viel verlangt.
zum Beitrag11.09.2025 , 11:46 Uhr
Ich weiß ehrlich gesagt, nicht wo hier das Problem liegt. Ich hab einfach eine Meinung zu einer allgemeinen Dienstpflicht geäußert und warum ich das nicht für falsch halte. Und da wir leider ohne Militär nicht auskommen, wäre einer der Bereiche (neben Pflege, Betreunung, THW, Umweltverbände, Feuerwehr, etc..) , wo man den Dienst leisten kann, die Bundeswehr. Ist so ein Dienst attraktiv gestalten und gesellschaftlich geachtet, finde ich nichts, was da wirklich dagegen spricht. Und zu Punkt zwei. Gerade weil man als junger Mensch den Dienst direkt nach der Schule/Studium/Ausbildung ableisten kann, wird man eben nicht "aus dem Berufsleben" gerissen. Ausnmahemn kann man regeln. Es ist auch kein "Nullsummenspiel", weil es hier nicht nur um schlicht das verdiente Geld, sondern um den Mehrwert für ein gesellschaftliches Miteinander geht.
zum Beitrag10.09.2025 , 23:14 Uhr
Was denn "ausbaden"? Das sollte natürlich auch ordentlich entlohnt werden. Wie gesagt, seh ich das unabhängig von der Wehrdienstfrage als sinnvolle Erfahrung, im sozialen Bereich Erfahrungen zu machen. In jungen Jahren ist es einfacher so ein Jahr einzuschieben, als (zum Beispiel!) langjährige Angestellte/Arbeiter für ein Jahr aus ihren Positionen zu holen. Und mal abgesehen von den letzten 14 Jahrgängen hat zumindest der männliche Teil so einen Dienst geleistet. Ich finde, das ist weit weniger "die "Jugend von heute" zu besseren Menschen zu erziehen" als es verpflichtender lebenslanger Politikunterricht wäre.
zum Beitrag10.09.2025 , 14:53 Uhr
"Schon seltsam, dass das mit den Zivis seinerzeit ganz gut geklappt hat. Man fragt sich, was sich verändert haben mag"
Ganz einfach. Die Menschen und das hat denke ich viel mit Sozialen Netzwerken zu tun- sind prinzipiell ich bezogener geworden und haben kaum noch Verständnis für einander. Alles und jeder wird in pauschale Schubladen gesteckt, was gehen mich die Probleme "von denen" an. Die Gesellschaft war früher nicht dermaßen gespalten. Die Vorstellungen, wie jemand aus einer anderen Bubble/Generation/ scheinbar grundsetzlich sein muss sind oft pauschal und ignorant. Ich hab damals -wie sicher die meisten- auch nicht wirklich den großen Bock auf Zivildienst gehabt. Den Wert dieser Zeit hab ich erst währenddessen und vor allem danach verstanden.
zum Beitrag10.09.2025 , 14:10 Uhr
Früher hätte ich das anders gesehen, aber mittlerweile finde ich die Idee eines verpflichtenden sozialen Jahrs durchaus sinnvoll. Und das mal unabhängig von der Wehrdienst-Debatte. Die Gesellschaft hat sich den letzten 10,20 Jahren dermaßen in Interessengruppen zersplittert und in ihre einzelnen Blasen zurückgezogen, dass es nötig ist, wieder Schnittpunkte zu schaffen, wo die Menschen über den eigenen Tellerand schauen müssen und so Verständnis für einander entwickeln können. Wie das im Detail aussehen sollte, dafür gibts sicher verschiedene Ansätze. Die Sache mit dem Grunderbe klingt eher nicht so wirklich durchdacht.
zum Beitrag09.09.2025 , 14:52 Uhr
Da schließ ich mich komplett an. Die Überheblichkeit und Selbstgefälligkeit, mit der nicht selten Probleme und Ängste bestimmter Bevölkerungsteile abgebügelt werden ist für jeden außerhalb der Blase wahrnehmbar. Das allein hat natürlich nicht den Aufstieg der AfD bewirkt, aber es hat ihn stark gepusht. Die Fixierung auf identitätspolitische Fragen zu Lasten sozialer Themen hat dem vorgeblich progressiven Lager einen Großteil der Wählerbasis entzogen. Und auch wenn mans ständig negiert und nicht hören will. Gerade im Osten haben früher viele die Linke nicht gewählt, weil sie überzeugte Sozialisten waren. Sondern weil sie sich um den einfachen Bürger bemüht haben. Heute sucht ein guter Teil dieser Leute ihre Antworten im rechten Lager.
zum Beitrag07.09.2025 , 14:06 Uhr
Traurig ist so eine Behauptung. Bei allen Problemen, die da geschildert werden gibt keine Stelle des Artikels diese Schlussfolgerung her. Das muss man schon wirklich heraus lesen bzw. faktenfrei unterstellen wollen.
zum Beitrag07.09.2025 , 12:44 Uhr
Aha. Du verstehst "Boomer als Beleidigung" und sprichst gleich im nächsten Satz eine ganze Generation mit dieser Beleidigung an. "Die Boomer" sind zu Hundertausenden gegen Atomkraft und atomare Aufrüstung und Krieg auf die Straße gegangen. 1983 waren das an einem Tag bundesweit über eine Million Menschen. Im Ostteil sind die Menschen zu Hundertausenden für Demokratie und Menschenrechte auf die Straße gegangen, obwohl massiv Gefahr für Freiheit und Leben bestand. Ohne deren Mut könnten heute Millionen Menschen ihre Meinung überhaupt nicht frei äußern. Klar hast du wenig Mitgefühl, weil du in deiner Selbstherrlichkeit gar nicht siehst, was andere -vermeintlich homogene- Generationen geleistet haben. Genauso kurzsichtig, wie das "alle dumm und faul" Gebrabbel irgendwelcher alten Betonköpfe.
zum Beitrag06.09.2025 , 18:54 Uhr
Ich fand weder Bully noch seine Sendung noch den Schuh des Manitou je lustig. Aber dem Klientel zu gefallen, dass heute jeden Klamauk millimetergenau auf Korrektheit durchexerziert, ist einfach unmöglich.
zum Beitrag06.09.2025 , 18:19 Uhr
Ja mei, da hat er nur "gute Punkte" gemacht und nicht auf allen Ebenen die AfD komplett zerlegt. Dann doch lieber wieder zurück zu Dauerempörung, "mit denen redet man nicht" und Hoffnung, dass die AfD irgendwann mal verboten wird. Weil diese Leier ja so gut funktioniert hat bislang. Man muss Palmer nicht mögen und seine provokanten Äußerungen, die er ab und zu raushaut auch nicht. Aber er hat den Mut über den grünen Tellerrand zu gehen. Er spricht genau die Themen an, auf die die AfD keine Antworten hat. Er macht nicht den tausendmal gemachten Fehler sich auf die Lieblingsthemen der Blauen einzulassen und dann argumentativ im gewohnten Blabla unterzugehen. Ob AfD Wähler mit Argumenten erreichbar sind? Natürlich nicht alle. Ein großer teil ist durch und durch braun. Aber die Behauptung, dass unter denjenigen, die vorher jahrelang etablierte, demokratische Parteien gewählt haben, niemand mehr mit Argumenten und besserer Politik zu überzeugen ist, klingt maximal überheblich und hat außer der Hoffnung auf ein Parteiverbot auch keinen Lösungsansatz.
zum Beitrag06.09.2025 , 16:28 Uhr
Volle Zustimmung. Ihr gegen uns, wir gegen euch. Vorurteile und Pauschalisierung wohin man nur schaut. Immer konflikt- und selten lösungsorientiert. Absolut sinnbefreit.
zum Beitrag06.09.2025 , 15:31 Uhr
Das ist halt der Zeitgeist. Jeder muss irgendwo dazugehören und alles was gut läuft schreibt man sich auf die Fahne, was schlecht läuft, daran ist irgendeine andere Gruppe schuld. Und natürlich erbt jede Generation nur das Schlechte der vorhegehenden, Errungenschaften will man gar nicht sehen. Und wie die Generationen Y,Z eine überalterte, fossile Gesellschaft mit Malle Urlaub und Auto Fetisch erben, wird die Generation danach eine gespaltene Social Media Blasen Gesellschaft erben, selbstgefällig mit Online Fetish. Während die Boomer immer wieder CDU gewählt haben, wählt die Generation Z jetzt schon prozentual mehr AfD als die Generarion Ü60. Die Boomer sind Hunderttausenden gegen den Kalten Krieg und Atomkraft auf die Straße gegangen, die die Jungen gegen den Klimawandel. Claudia Roth und Hape Kerkeling sind genauso Boomer, wie es Friedrch Merz und Dieter Bohlen sind. Luisa Neubauer und Carla Reemtsma sind genauso Genration Y wie es Martin Sellner und Andrew Tate sind. Aber Hauptsache, man gehört zu den "Guten". That's all.
zum Beitrag05.09.2025 , 16:20 Uhr
Als jemand, der in der Schublade Generation X steckt, muss ich mich weder auf der einen, noch auf der anderen Seite angesprochen fühlen. Aber mal im Ernst, weils mir einfach nicht verständlich wird. Erlebt irgendjemand seine gesamte Generation als homogene Gruppe, in der alle den gleichen Lebensentwurf und die gleichen Gewohnheiten hat? Identifiziert sich wirklich irgendwer mit Millionen verschiedenener Menschen, weil sie ungefähr zur gleichen Zeit geboren worden ist? Fühlt sich wirklich jemand angesprochen, bei positiven wie auch negativen Zuschreibungen. Oder ist dieses ganze Boomer/Generation Irgendwas, "Wir und Ihr" Gequatsche nur vielleicht doch nur pauschalisierter Nonsens, der immer dann ausgepackt wird, wenn man die Verantwortung für irgendwas weit von sich und auf eine imaginäre, vermeintlich homogene Gruppe abschieben will? Is mir ehrlich gesagt völlig fremd, so eine Denke.
zum Beitrag04.09.2025 , 14:20 Uhr
Das Einzige, was hier erkennbar ist, die Borniertheit von ideiologischem Lagerdenken und das zugehörige bewußte Auslassen von Fakten, wenns der eigenen Agenda dient. Die taz gehört mitnichten zu den "größten Kritikern des jüdischen Staates". Mal abgesehen davon, dass Kritik an der Gaza-Politik der aktuellen Regierung Netanyahu natürlich nicht gleichzusetzen ist mit pauschaler Israelkritik, gibt es hier sicher sehr israelkritische Artikel, manchmal durchaus auch einseitig. Im Gegensatz zur BILD veröffentlicht die taz aber eben auch regelmäßig Artikel, welche die Meinungen und Sichtweisen des "anderen Lagers" abbilden und auch eher einseitig daherkommen. Artikel von Frau Zingher und Herrn Potter beispielsweise kritisieren deutlich Pro Palestina Proteste und nur wenig die Regierung Israels. Dazwischen findet man, wenn man denn will, auch differenzierte Artikel, ohne die übliche schwarz/weiß Schablone. Und nochwas. Das Handeln einer in Teilen rechtsextremen Regierung unkritisch zu übernwemen und zu beklatschen hat nullkommanichts mit dem "Schutz jüdischem Lebens" zu tun. Und es ist nach keiner Definition Antisemitismus, daran Kritik zu üben. Das ist in jeder Hinsicht unsachlich.
zum Beitrag02.09.2025 , 15:34 Uhr
Die gleichen Reflexe findet man aber auch hier. Nach jedem dieser Vorfälle. Natürlich ist es nicht besser, wenn so ein Täter eine Person in Litauen vor den Zug schubst. Natürlich sind das Enzelfälle, die von bestimmten Leuten aufgeblasen und für Kampagnen genutzt werden. Keine Frage. Aber natürlich haben die Menschen auch ein Recht auf Schutz und Politiker sind von den Menschen beauftragt, diesen auch zu gewährleisten. Und da sind wiederholte Fälle, wo bereits auffällig oder straffällig gewordene Menschen, die schwere Gewaltdelikte begehen, obwohl sie kein Aufenthaltsrecht haben ein Problem, das angegangen werden muss. Ohne rechten Aktionismus aber auch ohne ideologische Scheuklappen. Die Angehörigen der Opfer dürfte die Argumentation, dass die Täter ja auch anderswo auf der Welt vielleicht straffällig geworden wären wenig überzeugen. Linke und liberale Medien machen immer wieder den Fehler, solche Themen nicht ernst zu nehmen. Aus meiner Sicht war zum Beispiel die anfängliche Berichterstattung zur Kölner Silvesternacht ein Riesenfehler und ich halte dieses Ereignis und der Umgang damit immer noch für einen der größten Schübe, die die AfD in den letzten Jahren bekommen hat.
zum Beitrag02.09.2025 , 15:15 Uhr
Sozialarbeit zum Beispiel. Oder Jugendarbeit. Engagement in Umweltverbänden, in Gemeinden, in konkreten Umweltprojekten, in sozialen Berufen, im Ehrenamt, in Parteien. Aktivismus ist bis zu einem bestimmten Grad sehr wichtig, um auf Probleme aufmerksam zu machen um Druck zu machen. Und das muss auch manchmal subversiv sein. Wirklich verändert wird die Gesellschaft aber an ganz anderen Stellen. Von Menschen, die machen und weniger drüber reden. Keine illegale Aktion hat das Potential so große Probleme wie oben zitiert nachhaltig zu überwinden. Das geht nur aus der Gesellschaft heraus.
zum Beitrag02.09.2025 , 15:02 Uhr
"Frau Podding sagt es ja selbst, dass sie den Glauben verloren hat, dass der Kampf noch zu gewinnen ist. "
Sagt sie nicht. Sie bezieht sich lediglich auf sich selbst und ihr aktivistisches Wirken. Und die Erkenntnis, dass die Welt komplexer ist, als man sie in der Jugend sieht, ist jetzt auch nichts Bahnbrechendes. Selbstüberschätzung und Kompromisslosigkeit führen dahin, wo die letzte Genration steht. Viel Lärm um Nichts. Das muss man Heranwachsenden noch zugestehen, später isses nur noch selbstgerecht. Die Welt wird von Menschen verändert, die konstruktiv arbeiten. Und das kleiner Übel zu erreichen ist viel mehr wert, als das große Ganze nur vollmundig vorsichherzutragen.
zum Beitrag01.09.2025 , 14:15 Uhr
Jo, ein wieder ein pauschaler Abriss über "die Linken" und ihren -in bestimmten Strömungen durchaus vorhandenen- Mangel an Distanz zu Despoten und Terroristen. Und gleichzeitig wieder null Reflektion darüber, dass die radikalen Verteidiger der aktuellen Regierung Israels und ihrer Gaz-Politik eben genau aus dem gleichen Holz sind. Ideologisch einäugige Steigbügelhalter von Extremisten, denen jeder Blick über den eigenen Tellerand fremd ist.
zum Beitrag01.09.2025 , 13:15 Uhr
"Die Frage ist nicht, ob die demokratischen Parteien das "wollen", sondern warum sind die wählenden Menschen so dumm, dass sie auf die Lügen der Rechtsextremen reinfallen?"
Nee. Das Problem liegt genau in diese Frage. Es wird grundlegend davon augegangen, dass die Menschen, die rechts wählen, einfach alle dumm sind und auf Lügen hereinfallen. Man könnte auch hinterfragen, warum diese Leute (mal ab vom schon immer existierenden rechten Rand), die jahrelang Parteien der demokratischen Mitte oder gar die Linke gewählt haben, dermaßen das Vertrauen in die Etablierten verloren haben, dass sie glauben, AfD, BSW und Co. könnten irgendwie glaubwürdiger oder kompetenter darin sein, (ihre) Probleme zu lösen. Völlig abgeshen von Mittel, Weg und Nachhaltigkeit. Der Begriff "Volksnähe" fiel hier schon öfter. Zu glauben 25% der Wähler sind schlicht dumm, ist einfach überheblich und ganz weit weg vom Kern des Problems.
zum Beitrag31.08.2025 , 22:16 Uhr
Natürlich. Er will den Westen, insbesondere die EU zermürben. Und wenns soweit ist, dann streckt er die Finger nach dem Baltikum aus. Das wird ohne Gewalt nicht ablaufen. Und denen haben wir über EU und NATO zum Beistand verpflichtet. Er hat zigmal seine Vision offen erklärt und dabei keine Zweifel gelassen.
zum Beitrag31.08.2025 , 22:09 Uhr
Das mag alles stimmen. Nur ist die aktuell gebräuchliche Definition von Populismus eben jene, wie er von AfD, Trump und Konsorten betrieben wird. Da kann man jetzt zehnmal sagen, im Duden stehts aber anders, man kann mühselig eine Aufklärungskampagne starten, wie Populismus vielleicht eigentlich definiert wird. Oder man plädiert einfach für eine ehrliche "volksnahe Politik" und lässt den Begriff Populismus in der Schmuddelecke liegen.
zum Beitrag31.08.2025 , 14:20 Uhr
..... Könnte man sich das Experiment leisten, die Populisten regieren zu lassen, wäre die Zustimmung auch ganz schnell kleiner.
zum Beitrag31.08.2025 , 13:19 Uhr
Populismus beduted den Leuten das zu erzählen, was sie hören wollen. Unabhängig davon, ob es faktisch richtig ist, ob es seriös umsetzbar ist, ob es das Richtige für die Zukunft ist. Ich geh völlig mit, dass man nur mit Nettsein den Kampf nicht geweinnen wird. Die Schlussfolgerung, dass man jetzt deshalb Populismus und damit verbunden verbogene Fakten und billige Effekthascherei braucht, halte ich dagegen für eine völlige Fehleinschätzung. Das Nichteinhalten von vollmundigen Wahlversprechen durch demokratischen Parteien hat zur enorm zur Errosion der Demokratie beigetragen. Könnte man sich das Experiment leisten, die Poulitsiten regieren zu lassen, w
zum Beitrag29.08.2025 , 17:36 Uhr
Die 26% werden werden -wie so ziemlich alle rechten Parteien im Westen- massiv von Russland unterstützt. Durch Propaganda , durch Finanzierung, durch die systematische Verbreitung demokratiefeindlicher Erzählungen. Der Höhenflug der AfD ist zu einem nicht geringen Teil Ergebnis russischer Desinformationspolitik, die seit etlichen Jahren Teil seiner hybriden Kriegsführung ist. Dass das Leute nach 2014 nicht erkannt haben und die Warnungen selbst bis 2022 nicht hören wollten ist schon schlimm genaug. Wer die Drohungen der Regierung Putins nach mittlerweile mehr als 10 Jahren russischer Kriegführung in der Ukraine immer noch nicht ernst nehmen will, der hat sich nicht für Pazifismus, sondern schlicht für Ignoranz entschieden.
zum Beitrag29.08.2025 , 12:16 Uhr
Der Höhenflug der Grünen resultierte daraus, dass die Menschen die GroKO satt hatten und etwas anderes wollten. Und natürlich hatte es auch etwas damit zu tun, dass die Grünen in den Jahren zuvor als Partei der Mitte neuerfunden haben und so Für ehemalige GroKO Wähler eine Alternative dargestellt haben. Es sind damals wesentlich mehr Leute aus diesem Wahlspektrum zu den Grünen gewechselt, als entäuschte Grünenwähler zu den Linken gewechselt sind. Die Grünen waren, als sie weit links standen, nicht mehr als eine 5-8% Partei. Und neben einer wiedererstarkten Linken ist dafür auch nicht mehr Wählerpotential vorhanden.
zum Beitrag29.08.2025 , 11:27 Uhr
"Es geht um eine hypothetische Bedrohung, die überhaupt nie benannt wird!"
Also für diese Einschätzung muss man die letzten Jahre eigentlich schon fast durchgeschlafen haben. Das gegemteil ist der Fall. Es gibt kaum eine Äußerung zu diesem Thema, wo Russlands massive Aufrüstung und die offenen Drohungen gegen den Westen nicht benannt werden. Aber natürlich gilt auch hier wieder: "Russland hat faktisch kein Interesse, einzumarschieren....Wir können heilfroh sein, dass Putin nicht so ist, wie er dargestellt wird: ein durchgeknallter Nationalist, der sich berauscht, Grenzen zu verschieben."
zum Beitrag29.08.2025 , 10:50 Uhr
Sicher gibts solche Betriebe. Und je mehr das welche im Bereich klassischer "Männerberufe" sind, desto öfter kommt das sicherlich vor. Aber woher ein Azubi(!) die Erfahrung nehmen will, von seinem eigenen Ausbildungsbetrieb auf die ganze Tischlerbranche und dann gleich noch pauschal über das gesamte Handwerk zu urteilen, würde mich schon mal interessieren. In meiner Branche arbeiten kaum weniger Frauen als Männer. Ich hab als selbständiger Handwerker für dutzende Firmen und daurch mit unzähligen Angestellten zusammen gearbeitet. Solche Fälle sind mir dabei bislang nur sehr selten untergekommen.
zum Beitrag25.08.2025 , 15:46 Uhr
Na klar. Und wenn die Anwohner mehrheitlich Parkplätze statt Halteverbot oder Tempo 50 statt Fußgängerzone wollen, dann muss man das halt hinnehmen. Manchmal fragt man sich hier echt...
zum Beitrag25.08.2025 , 10:41 Uhr
Genau das hab ich auch gedacht. Mikrofeminismus klingt aber halt einfach besser als die gute alte Spießigkeit.
zum Beitrag22.08.2025 , 15:16 Uhr
Richtig. Darum gehts halt nur kaumhjemanden. Es geht um maximale Profilierung, um Deutungshoheit, um immer engere Denkschablonen. In keiner politischen Gruppe scheinen die Positionen zum Nahost-Konflikt weiter auseinander zu liegen, als innerhalb der Linken. Und die beiden radikalen Lager übertönen und überhören ganz bewußt differenzierte und gemäßigte Stimmen. Die Debatte konzentriert sich nur noch auf Maximalpositionen, weil es nicht (mehr) darum geht, echte Lösungsansätze zu finden, sondern ganz schlicht darum, die Definitionsmacht zu erlangen. Der Nahost-Konflikt ist innerhalb der Linken längst zum Vehikel der eigenen Identitätskrise geworden.
zum Beitrag20.08.2025 , 00:33 Uhr
"Weder gegen Russland noch gegen den Iran noch gegen Katar noch gegen die Türkei gibt es derartige Mobilisierungen."
Stimmt doch gar nicht. Russland steht unter massiven staatlichen und gesellschaftlichen Sanktionen bis hin zu Sport und Kultur. Und der Rest der Aufzählung führt eben keinen Krieg in einem vergleichbaren Ausmaß, mit so hohen zivilen Opferzahlen, wie er in Gaza geführt wird. Es gibt weder Sanktionen gegen Israel, noch nicht einmal einen totalen Waffenstopp. Nur für bestimmte Waffen. Die weitere unteilte Solidarität wird extra betont. Deutschland prescht nicht vor, es zieht als nahezu letztes nach. Der einzige bedingungslose Freund, den Netanjahu für seine Poitik noch hat, ist Donald Trump. Nicht einmal im eigenen Land hat er die Mehrheit hinter sich. Dort demonstrieren mittlerweile Hundertausende gegen den Krieg einer Regierung voller extrem Rechter. Das könnte einem auch mal zu denken geben.
zum Beitrag18.08.2025 , 16:32 Uhr
Hat er nie und wird er auch nicht. Die mantrahaften Erlösungsversprechen, alles was schlecht ist, ginge auf den Kapitalismus zurück und man müsse nur den Sozialismus einführen, dann würde alles gut, ist nichts als eine leere Phrase. Und sie ist schon lange nicht mehr progressiv, eher sogar ewiggestrig. Sonst würde man nicht ständig aus alten theoretischen Werken zitieren müssen. In einer globalisierten Welt mit globalen Problemen ist es nahezu religiös zu behaupten, ein nationaler Systemwechsel könne eine demokratische, freie, diverse Gesellschaft erschaffen, die ohne die ganzen Probleme und Häßlichkeiten des real existierenden Sozialismus auskommt. Das ist keine Stück ehrlicher und realistischer, als zu behaupten, ein komplett ungezügelter Marktliberalismus könne die Zukunft sein.
zum Beitrag18.08.2025 , 15:35 Uhr
Was soll man sagen? Natürlich gibts Grenzen und natürlich muss man sich in der Großstadt mit vielen verschiedenen menschen arrangieren können. Aber eins ist auffällig. Was zu Meckern gibts eigentlich immer. Und obs nun spießiger ist, Samstag Abend punkt 22.00 Uhr seine Ruhe haben zu wollen oder Menschen notorisch und pauschal irgendwelche Schubladenbezeichnungen aufpinseln zu müssen, das sei mal dahingestellt.
zum Beitrag13.08.2025 , 16:24 Uhr
Für mich entscheind sind ausschließlich Anschaffungskosten und Langlebigkeit. Hab meinen Elch vor rund zehn Jahren mit knapp 200.000 km auf der Uhr für 5000 Euro gebraucht gekauft und bin seitdem nochmal über 150.000 km damit gefahren. Auch wenn der aktuell noch bestens in Schuss is, irgendwann wird er auch mal aufgeben und wenns dann gebrauchte Elektroautos gibt, die auch nur annähernd mit diesem Preis/Leistungsverhältnis mithalten können, dann werd ich auch umsteigen. Neuwagen sind für mich pure Geldverbrennung.
zum Beitrag13.08.2025 , 10:47 Uhr
Jetzt werden "Die Palestinänser" in ihrer Gesamtheit schon ganz selbstverständlich mit den Terroristen der Hamas gleichgesetzt. Mehr als 2 Mio Menschen, die einfach mal hätten nachdenken sollen, dann wären sie jetzt nicht zu Zehntausenden Opfer einer völlig entfesselten Kriegsführung. Zehntausende Tote Zivilisten, darunter ein Großteil Minderjähriger, knapp 2 Mio Menschen auf der Flucht innerhalb eines Gebietes dem sie nicht entfliehen können, denen überlebenswichtige Güter vorenthalten werden und die laut rechtsextremen Ministern der Regierung Netanjahu vertrieben werden sollen. Und weil die Debatte schon so dermaßen weit unten angekommen ist, sitzen die Leute hier im gemütlichen Sessel und erklären zivile Opfer pauschal zu Tätern, die halt selbst schuld sind und Kriegsverbrechen werden zu gerechtfertigter Konsequenz. Das ist alles moaralisch mitlerweile auf dem selben menschenverachtenden Level angekommen, wie die feiernden Hamas Anhänger nach d dem 7. Oktober.
zum Beitrag11.08.2025 , 17:26 Uhr
"An einer bürokratischen Umständlichkeit festzuhalten, ist nicht links, sondern ziemlich deutsch.
Was es braucht, ist eine gesellschaftliche Linke, die Probleme offen benennt und eigene Lösungen präsentiert."
Dem ist kaum was hinzuzufügen! Viel zu oft wird sich mit Empörung, ollen Parolen und Besserwissertum begnügt. Wer keine pragmatischen Lösungen für grundlegende soziale Fragen der Zukunft hat, wird nicht ernst genommen.
zum Beitrag11.08.2025 , 15:29 Uhr
Richtig, kann man gar nicht oft genug erwähnen. Vor allem, weil Leute wie Mützenich, Stegner, Platzek, etc., die selbst nach 2014 noch vehement NS2 verteidigt haben, auch zu Denjenigen gehören, die heute am Lautesten Waffenlieferungen and die Ukraine und mangelnde Verhandlungsbereitschaft des Westens kritisieren. Die Rolle der Landesregierung MV, unter der Leitung von Schwesig, die noch 2021 etxra eine sogenannte Stiftung- Klima und Umweltschutz -finanziert von Gazprom- initiert hat, um unter dem Banner des Klimaschutzes amerikanische Sanktionen gegen NS2 zu umgehen und weiter billiges Gas aus Russland beziehen zu können, ist bis heute nicht aufgearbeitet. Deutschland und isbesondere die SPD spielt bei der Anhängigkeit Europas von russischer Energie und damit der Vorbereitung des Ukraine Krieges eine entscheidende Rolle.
zum Beitrag11.08.2025 , 12:18 Uhr
Der Artikel scheint mir -wie die gesamte Kolumne der Autorin- sehr persönlich motiviert und die Kritikpunkte ziemlich einseitig dargestellt. Es gibt sicher einiges an dem Konzept von Waldorfschulen zu kritisieren, und das Anthroposophie großer Unfug ist, würd ich auch unterschreiben. Aber ich kenne einige ehemalige Waldorf-Schüler und niemand von denen ist irgendwie elitär, rassistisch oder ableistisch geprägt, noch sieht sich da irgendwer als Antroposophen. Für mich geht die Kritik -über etliche Artikel hinweg- zu weit und schildert ingesamt mehr die persönliche Sicht der Autorin als die Realität an den meisten Waldorfschulen wider.
zum Beitrag10.08.2025 , 21:18 Uhr
Davon bin ich überzeugt. So ergibt Heizen im Hochsommer endlich Sinn.
zum Beitrag10.08.2025 , 14:40 Uhr
"Über die Männer im Biergarten hingegen, deren Bäuche die Tischkante berührten, während sie ihr Bier genossen, hat sich der Wirt keine Gedanken gemacht."
Na ja, ist wohl einfach eher unwahrscheinlich, dass Männer mit Bierplautze schwanger sein könnten. Und abgesehen von allgemeinen Klischees und Körperbeurteilungen find ichs ehrlich gesagt schlimmer, wenn die Leute wegschauen, wenn vermeintlich Schwangere Alkohol trinken und es den Wirt, der den Alkohol ausschenkt ebenfalls nicht juckt.
zum Beitrag10.08.2025 , 11:44 Uhr
"Was ist eigentlich wenn die Wärmepumpe der Umwelt Wärme entzieht. Auf dem Land mag es egal sein. Aber wie ist es in der Stadt? bei enger Bebauung."
Kommt auf die Größe der Wärmepumpe an. Zwischen Winter und Eiszeit ist alles denkabr.
zum Beitrag09.08.2025 , 14:22 Uhr
Die Schlussfolgerung entbehrt jeder Logik. Wenn Menschen unter dem Banner Antifa schwere Gewaltakte verüben, dann kann und muss man diese sehr wohl hinterfragen. Ums nochmal einfach und klar zu machen. Nur weil jemand von sich selbst behauptet Antifaschist oder Demokrat zu sein, muss er noch lange keiner sein. Und deshalb ist eben nicht jeder vermeintliche Antifaschismus mit dem Kern unseres Grundgesetzes vereinbar. Nirgendwo steht da drin, dass jedes Mittel und jede Aktion Recht ist. Dass beispielsweise organisierte Gewalt gegen Menschen vom Grundgesetz gedeckt ist, nur weil sie jemand begeht, der sich Antifaschist nennt. Das ist schon Artikel 1 des Grundgesetzes ganz klar ausgedrückt.
zum Beitrag09.08.2025 , 00:40 Uhr
Naja, die DDR hat sich auch explizit als demokratisch bezeichnt und wird kaum jemand wird das heute, im hier und jetzt, als Maßstab anlegen. Es ging aber mehr drum, dass in einer Demokratie, Antifaschismus weit mehr und zu allermeist auch etwas grundlegend Anderes ist, als was mit dem Banner "Antifa" oft so assoziiert wird. Ansonsten kann man sich sicher über die Begrifflichkeit streiten. Im Grunde ist die Verteidigung der Demokratie gegen Autoritarismus, Totalitarismus und Extremismus für mich zumindest Antifaschismus. Und die politische Pulloverparade im Bundestags halte ich insgesamt für ziemlichen Kindergarten.
zum Beitrag08.08.2025 , 23:57 Uhr
Ich kann dem Beitrag von Rübenschnüffel komplett zustimmen. Und ansonsten ist eben nicht immer in jeder Kiste das drin, was groß drauf steht.
zum Beitrag08.08.2025 , 14:50 Uhr
Das Leben von Werten wie Empathie, Respekt, Toleranz, Ehrlichkeit, Hilfsbereitschaft, Solidarität, Zuverlässigkeit ist zumidestmal ein guter Anfang. Es braucht ganz sicher keinen irgendwie konstruierten IrgendwasIsmus für ein postitives Miteinander.
zum Beitrag08.08.2025 , 14:44 Uhr
Na ich denke, da geht so Einiges durcheinander. Zunächstmal ist Antifaschismus ist per se niemals der Feind der Demokratie. Der Faschismus ist es und der Kampf gegen den Faschismus ist ein Kampf für Demokratie. Teile derer, die sich selbst als Antifa bezeichnen und glauben, sie müssten ihre radikalen politischen Ansichten mit Gewalt durchsetzen, die den Rechtsstaat ablehnen und nach eigenm Gutdünken Selbstjustiz üben, haben nicht verstanden, was Demokratie ist und agieren nicht weit weg, von dem was Faschisten tun. Die haben aber ebenso wenig Anspruch auf das Banner Antifaschismus, wie es AfD Politiker nicht haben, sich als die Verteidiger der Demokratie zu bezeichnen. Denn das diese Partei gegen die Demokratie arbeitet, läßt sich ebenfalls nicht abstreiten.
zum Beitrag08.08.2025 , 12:26 Uhr
"Hier haben neugebaute Mehrparteienhäuser alle eine, bzw. mehrere Wärmepumpen."
Ja eben nicht. Die Zahlen sind vom Statistischen Bundesamt. Nicht einmal 50% der neugebauten Mietshäuser haben eine Wärmepumpe. Mir gehts hier um die meiner Meinung nach haltlose Aussage, dass die Allgemeinheit die Gasheizungen finanziert und das es um Eigenhiembesitzer geht. Die Mehrheit der Menschen profitiert von der Entlastung beim Gas und in erster Linie sind es Mieter.
zum Beitrag07.08.2025 , 17:11 Uhr
"Es sind diejenigen, die hart für das Häuschen gearbeitet haben"
Und genau hier liegt der grundlegende Fehler des Autors. In Deutschland heizen 44% aller Haushalte mit Gas. Am größten ist der Anteil dabei mit 75% bei Mietwohnungen. Es geht hier also mitnichten darum, dass "die Kosten für Besitzer von Gasheizungen" von der Allgemeinheit getragen werden. Wenn aktuell denn überhaupt die Allgemeinheit Heizungen von Häuslebauern querfinanziert, dann bei den geförderten Wärmepumpen. Denn da liegt der Anteil bei neugebauten Einfamilienhäusern bei 74%, wärend in Miethäusern bei 46% liegt. Das aber mal völlig ab von der Frage nach der Umweltverträglichkeit und CO2 Bepreisung.
zum Beitrag05.08.2025 , 11:57 Uhr
Unnötig wie ein Kropf. Und trotzdem macht nicht Weimer aus dem Thema einen Kulturkampf, den gibt es schon längst. Und der wird durchaus von Befürworten und Gegnern mit ähnlicher Leidenschaft geführt.
zum Beitrag04.08.2025 , 13:35 Uhr
"Wir müssen nicht so unbewusst sein dabei mitzumachen."
Natürlich nicht. "Wir" sollten aber auch nicht am laufenden Band der billigen Propagandaleier der Regierung Netanjahu auf den Leim gehen. So gut wie niemand zweifelt das Recht Israels an, sich zu verteidigen. Niemand Ernstzunehmendes verklärt die Taten der Hamas und streitet die antisemitischen Absichten von islamistischm Terroror ab. Niemand verkennt die Rolle Irans in diesem Konflikt. Aber nichts von all dem rechtfertigt das Wegsehen bei Kriegsverbrechen der IDF, das Relativieren der Vertreibungsfanstasien von Ben-Gvir und Co, die zynische Verklärung der humanitären Lage in Gaza. Bis auf die Hardliner der Regierungen Natanjahu und Trump bagatellisiert mehr die Situation der palestinänsischen Bevölkerung und bestreitet die Verantwortung der israelischen Kriegsführung. Nicht im Geringsten hat es etwas mit Antisemitsimus oder dem Hereinfallen auf iranische Propaganda zu tun, wenn man das Leid und Unrecht auf beiden Seiten wahrnimmt und die Schuldigen dafür, ohne unsäglichen whataboutismus, klar benennt. Die aktuelle Kritik an Netanjahu mit globalem Judenhass zu erklären, ist noch im besten Falle Realitätsverweigerung.
zum Beitrag04.08.2025 , 11:56 Uhr
Kann man natürlich alles nicht so schlimm finden. Bis irgendwann die Verlage, Labels und Produktionsfirmen den Markt mit KI generierter Literatur, Musik, Filmen, etc. überschwemmen und Künstler überflüssig machen. Kreativität und künstlerischer Ausdruck ist eine der grundlegendsten Eigenschaften, die den Menschen definieren, auszeichnen und einzigartig machen. Forschungdsdrang und damit die Entwicklung von KI ist das sicher ebenfalls und in vielen Bereichen kann das echten Fortschritt darstellen. Wenn man aber aus Kostengründen die künstlerische Schöpfungskraft über Board wirft und an eine Technik outsourced, die ohne echte Intuition und Spirit irgendwas aus der Konserve zusammenwürfelt, dann wäre das aus meiner Sicht tatsächlich eine Art Selbstabschaffung. Selbst wenn das bei den jetzt schon oft ziemlich belanglosen Covern irgendwelcher Trivialliteratur nicht so wichtig erscheinen mag.
zum Beitrag03.08.2025 , 20:28 Uhr
Jo. Weil geschätzt jeder dritte Radfahrer trotzdem auf dem Gehweg fährt. Bin vor ein paar Jahren selbst mal aus dem Hauseingang kommend angefahren und obendrein noch vollgemault worden, ob ich nicht aufpassen könne.
zum Beitrag01.08.2025 , 17:57 Uhr
Genau so isses. Und es sind natürlich immer die Anderen, die Schuld haben, drängeln, rasen, zuparken. Biste mit dem Auto unterwegs wirst du von Fahrradfahren angemacht, biste mit dem Rad unterwegs, dann von Autofahrern. Kann da keine Unterschiede erkennen. Ich wohn an einer Fahrradstraße, teilweise sogar Tempo 20 Zone. Kaum Autos, so gut wie keine Roller. Trotzdem ständig Stress. Hier werden die Fußgänger in erster Linie von Radlern bedrängt. Roller nerven eigentlich nur, wg. der ungeregelten Abstellfrage. Aber auch da sind in erster Linie Räder, die die Gehwege zuparken.
zum Beitrag28.07.2025 , 16:56 Uhr
Ich würde sagen Zweiteres und ich kann van Aken erstaunlicherweise nahezu komplett recht geben. Bei dem Begriff "Hungermörder" bin ich mir das allerdings nicht so sicher, ob da nicht Ersteres ein bisserl durchschimmert. Wahrscheinlich gehts einfach nicht ganz ohne solche polemischen Kampfbegriffe. Er hats eigentlich gut gesagt, "Was dort passiert, ist verbrecherisch". Das kann keiner, der halbwegs objektiv und empathisch ist, abstreiten.
zum Beitrag28.07.2025 , 16:45 Uhr
Ja mei. Da kämpft man jahrelang dafür, dass der Frauenfußball populär wird und kein Nischendasein fristet. Dass Spielerinnen von ihrem Beruf leben können und der Sport genauso ernst genommen wird, wie der der Männer. Und wenns dann so kommt, mit allen logischen Konsequenzen, dann isses auch wieder nicht recht. Der Frauenfußball ist nicht und war nie ein Sprachrohr des linken Feminismus, auch wenn er ihm Einiges zu verdanken hat. Und während Millionen begeistert waren, von einem in jeder Hinsicht diversen Team, dass leidenschaftlichen Sport gezeigt hat, sehen Andere nur "brutal holzende Frauen, neurechte Themen, ultrareligiöse Propaganda und Wolfgang Petry". Da spielt auch nichtmal mehr, die bei den Männer so vermisste Regenbogenbinde ne Rolle. Das Glas ist nicht mal mehr halbleer. Und ehrlich. Wenn man wirklich nur das akzeptieren kann, was in der ureigenen Ecke stattfindet, dann sollte man nicht davon reden, etwas für alle tun zu wollen.
zum Beitrag18.07.2025 , 13:04 Uhr
Natürlich ist das Argument vorgeschoben. An anderer Stelle hat er gesagt, es gehe darum "keinen zweiten Libanon" entstehen zu lassen. Wie man einen zukünftigen Frieden mit seinen Nachbarn schaffen will, wenn man aktuell Präventivschläge gegen alle potentiellen Gefahrenquellen in verschiedensten Ländern durchführt, erklärt er dabei natürlich nicht. Er baut damit nur den Status Quo eines quasi dauerhaften Kriegszustands aus und ich hab das Gefühl, er will auch gar nichts Anderes.
zum Beitrag17.07.2025 , 22:54 Uhr
Na und? Verschreibt dir dein Arzt "alle möglichen Pflanzen, die, medikamentös wirken können" oder verschreibt er dir geprüfte Medikamente?
zum Beitrag17.07.2025 , 20:09 Uhr
Genau so!
zum Beitrag17.07.2025 , 11:09 Uhr
"Es ist in jeden Fall eine Spaßdroge"
Ist es nicht. Für einen Menschen mit chronischen Schmerzen, bei multipler Sklerose oder in der Aids Therapie ist das ein Heilmittel, keine Spaßdroge.
zum Beitrag17.07.2025 , 11:07 Uhr
"Schon die billige Unterscheidung Medikament / Spaßdroge empfinde ich als Versuch der Abqualifizierung bestimmter Menschen und als beleidigend."
Das ist natürlich eine völlig haltlose Unterstellung. Nirgendwo habe ich geschrieben, dass ich gegen eine Legalisierung bin. Ich wäre sogar für eine weitreichendere Entkrimialisierung weicher Drogen und einen kontrollierten Verkauf. Nicht in einem Satz habe ich irgendwen abqualifiziert, scon mal gar nicht rassistisch. Es geht hier aber um medizinisches Cannabis, das man auf Rezept verschrieben bekommt. Natürlich kann man nicht jedes beliebige Mittel zur "Selbstmedikation", schon gar nicht "zum Genuss" vom Arzt verschrieben bekommen. Patienten brauchen aus gesundheitlichen Gründen Medikamente um ihre Krakheit zu behandeln. Kiffer brauchen Gras um Spaß zu haben. Get it?
zum Beitrag17.07.2025 , 10:49 Uhr
Erstens bezieht sich mein Beitrag darauf, dass es nicht ums "Kiffen" geht, sondern um medizinisches Cannabis. Und das ist in vielen Therapien ganz offiziell anerkannt. Beispielsweise bei in der Schmerztherapie. Außerdem heilt bei Weitem nicht jedes Medikament die Krankheit. AKein einziges Medikamente gegen Erkältungen heilt die Krankheit, sondern lindert lediglich Symptome. In Thailand ist medizinisches Cannabis nach wie vor legal. Und was "sofort verboten" werden muss, entscheiden zum Glück nicht Leute, die sich mit dem Thema noch nicht mal im Ansatz beschäftigt haben.
zum Beitrag16.07.2025 , 16:06 Uhr
Ist natürlich alles so falsch wie vorhersehbar. Aber ich hab das hier schon mal kritisiert. Es ist grundfalsch den medizinischen Nutzen von Cannabis mit dem Wort Kiffen in Verbindung zu bringen. Für Kranke ist es ein Medikament, keine Spaßdroge. Und die Einschränkung im pharmazeutischen Bereich ist auch nicht der erste Schritt, die Legalisierung rückgängig zu machen. Sondern er richtet sich gegen eine eine aufgeklärter Gesundheitspolitik. Das wiegt viel schwerer. Dass mit den Online Rezepten ohne jede vernünftige Anamnese, hab ich selbst in meinem Bekanntenkreis mehrfach erlebt. Das kann so zumindest auch nicht der richtige Weg sein.
zum Beitrag16.07.2025 , 11:15 Uhr
Es ist ziemlich sicher ausgeschlossen, dass sich Teilnehmer des "Tag der Ehre" vorverurteilt fühlen, wenn sie als Rechtsextreme bezeichnet werden. Das ist ein ganz offenes Nazitreffen, da gibts gar nichts dran zu deuteln. Und Rechtsextremist zu sein, ist auch kein Straftatbestand. So gesehen ist die Einlassung doch ziemlich absurd. Mir ist der Umgang mit (mutmaßlich) linken Gewaltätern hier prinzipiell auch ne ganze Ecke zu unkritisch und ich habe große Zweifel, dass man sich bei Beschuldigten solcher Taten ähnlich stark für deren Rechte engagieren würde, wenn sie aus einem anderen Background gehandelt hätten. Rechtsextremisten darf man aber natürlich als das bezeichnen was sie sind, auch wenn sie Opfer von Gewalt geworden sind. Das sind genauso wenig arme, arglose Demokraten, wie es Menschen sind, die in der Gruppe losziehen, um ihre politischen Gegner zusammenzuschlagen.
zum Beitrag15.07.2025 , 09:44 Uhr
Mir gings hier nicht um ein irgendein Strafmaß oder wie in welchem Land geurteilt wird. Sondern allgemein um den Umgang mit Verdächtigen und Beschuldigten. Und das nicht nur vor Gericht, sondern auch in der Presse. Und wenn man in diesem Fall mahnend auf die Prinzipien des Rechtsstaats verweißt, dann ist das eben der Maßstab den man immer anlegen sollte.
zum Beitrag14.07.2025 , 18:52 Uhr
"Zur Erinnerung: Einen Rechtsstaat kennzeichnet, dass über Vorwürfe in einem fairen, ergebnisoffenen Prozess verhandelt wird. Dass bis zu einem Urteil die Unschuldsvermutung gilt."
Im Prinzip völlig richtig. Nur hab ich durchaus meine Zweifel, ob dieser Maßstab hier wirklich immer und für jeden so unumstößlich gilt.
zum Beitrag14.07.2025 , 12:33 Uhr
"Macht aber nichts, denn ihr Erwachsenwerden hat seit ein paar Jahren das Internet übernommen."
Ja klar. Es kann ja auch kaum etwas Erwachseneres geben, als eine Kinderbuchfigur zum linken Pendant einer Troll Ikone zu stilisieren und tolle Internet Memes für tiktok und Co zu basteln, weil es Pipi Langstrumpf 2025 nicht mehr durch den PC Check schafft.
zum Beitrag08.07.2025 , 16:56 Uhr
"Die Guten" gibts nur im Märchenbuch. Und im echten Leben kommt im Ernstfall auch kein Held dahergeritten, wenn die Menschen im Land bedroht sind. Und selbst wenn einem alle Anderen egal sind und man die Chance hat, sich zu ergeben, dann ist es mehr als zweifelhaft, ob man sich unter die Knute "der Guten" begibt.
zum Beitrag08.07.2025 , 15:56 Uhr
Die Midterms beginnen in 16 Monaten. Bis dahin eine Partei zu gründen, die zur Wahl zugelassen wird und dort Entscheidendes bewirkt, ist ziemlich ausgeschlossen. Auch wenn darüber im Text spekuliert wird.
zum Beitrag08.07.2025 , 13:15 Uhr
"Das hat überhaupt nichts damit zu tun, das man Windkraftanlagen nicht natur- und umweltschonend planen sollte."
Mag für für diverse Bürgerinitiativen gelten. Aber den Umweltschutzverbänden vorzuwerfen, sie hätten ihre Bedenken nicht aus Umweltschutzgründen und sie als "klimapolitische Gegner" zu bezeichnen, ist schlichtweg ignorant und überheblich. Bio Diversität und Landschaftsschutz sind sehr wohl auch für den Klimaschutz wichtig. Und bei Weitem nicht jedes WKA Projekt basiert auf einem ökologischen Interesse.
zum Beitrag08.07.2025 , 12:59 Uhr
Kenne die eine ähnlliche Situation aus einer anderen Gegend. Kleiner Ort, 1500 Einwohner, vor Jahren in eine Großstadt eingemeindet. Ohne Beteiligung des Ortschaftsrats wurden da Verhandlungen mit Bauern über Grunstücksverkäufe geführt um dort 3 Windkraftanlagen zu errichten. 250 m hoch, am Waldrand, das Ortsbild dominierend. Das erste mal mit den Einwohnern wurde knapp 2 Jahre später geredet, als die Planungen öffentlich wurden und sich schon längst eine von rechtsaußen finanzierte Anti-Windkraft Inititaive gegründet hatte. Da hat man dann 2 graue Anzuträger zu einer Bürgersprechstunde in den Dorfgasthof geschickt, die ihren juristischen Texte vorgelesen haben und danach nicht einmal auf tierfergreifende Fragen eingehen wollten. Die AfD Wahlquote ist in einem Wahlzeitraum bei den Lokalwahlen Zeitraum um knapp 10% gestiegen. Leute, die ich kenne und die eigentlich positiv der Windkraft gegenüberstanden, fühlen sich vor den Kopf gestoßen und sind jetzt auch dagegen. Die Bauern verkaufen jetzt doch nicht, aus vor Angst vor Anfeindungen im Ort. Über alle Köpfe hinweg. Am Ende haben da nur die Rechten profitiert.
zum Beitrag07.07.2025 , 12:47 Uhr
Kommt es nicht. Der wird viel zu hoch gehängt. Weder Musk noch Thiel haben auch nur annähernd eine Chance, dass Parteiensystem in den Staaten zu kippen. Das sind nicht die einzigen mit viel Geld und Macht. Auch Trump hätte mit sowas wenig Möglichkeiten. Eine neue Partei könnte villeicht das Zünglein an der Waage sein, weil das die knappen Mehrheiten Trumps zu Fall bringen könnte. Dafür wird sie aber -wenn überhaupt- zu spät kommen. Das Zwei Parteien Sytem ist fest verwurzelt und hat eine 250 Jahre alte Tradition. Das fällt nicht mal im Ansatz. Am Realistischsten ist, dass die Schlammschlacht Trump/Musk so eskaliert, dass die Demokraten zur nächsten Wahl davon profitieren. Ob mit oder ohne neuer libertärer Partei.
zum Beitrag06.07.2025 , 18:58 Uhr
Wundert mich ehrlich gesagt nicht. Überall da, wo Verkünder der reinen Wahrheit unterwegs sind, gibts früher oder später immer Extremisten. Dagegen ist keine Gesellschaft immun. Und in Krisenzeiten erst recht nicht.
zum Beitrag06.07.2025 , 14:33 Uhr
Hab ich ja auch nie behauptet. Ich hab mich generell auf "Sicherheitsmaßnahmen" bezogen. Und bei all dem, vod Gurtpflicht über den Helm bis hin zum Airbag gabs immer Argumente, dass das Alles nichts bringt und nur Gängelei ist. Die Assistenzsysteme sind natürlich nicht perfekt. Aber gerade Bremsassistenten haben sicher schon einigen Menschen das Leben gerettet.
zum Beitrag06.07.2025 , 14:28 Uhr
Ja, da geh ich schon mit. Der Mensch ist natürlich kein rein vernunftorientiertes Wesen. Ich kenne auch heute noch leute, die den Gurt hinter sich anschnallen und Whatsapp schreibend durch die Gegend fahren. Totale Sicherheit wirds in einem freien Land nie geben. Aber insgesamt gesehen, haben all diese Maßnahmen mehr Sicherheit gebracht.
zum Beitrag04.07.2025 , 15:36 Uhr
Dem widerspricht allerdings, dass seit Einführung solcher Sicherheitsmaßnahmen die Anzahl der Verkehrstoten, trotz wesentlich mehr Autos, Jahr für Jahr sinkt. 1992 warens noch rund 11500 Tote pro Jahr, 2024 warens knapp 2800.
zum Beitrag04.07.2025 , 14:44 Uhr
Ich würd mal eher sagen "Germany in a nutshell". Aber was will man auch machen? Draußen ist es zu warm, Wolle Petry besingt die Frauen EM und Plastikdeckel nehmen einem die restliche Lebensfreude. Harte Zeiten sind das....
zum Beitrag04.07.2025 , 13:12 Uhr
Ernstgemeinte Frage an den Autor. Wann hat denn Thomas Müller, der hier als Aufhänger zum "Thema keine Typen mehr" dient, jemals irgendetwas dergleichen gesagt oder getan? Hat der jemals über "Mädchenfußball" oder "schwule Schiris" hergezogen? Hat der gesoffen oder geraucht? Is der durch "häußliche Gewalt" oder sonstige Eskapaden auffgefallen? Oder sind das nur die Attribute, die man höchst selbst so im Kopf hat, wenns um Originale geht?
zum Beitrag03.07.2025 , 22:20 Uhr
Der beste Vorschlag, den ich zum Thema Zeitspiel bislang gehört habe, ist bei jedem verzögerten Einwurf, Abstoss, ect. nach einer bestimmten Zeit abzupfeifen und Freistoß für den Gegner zu geben. Im Strafraum dann eben indirekt. Damit kriegt man zwar die Schauspielerei nicht weg, aber in ganz vielen Situationen wäre man da klar.
zum Beitrag02.07.2025 , 17:47 Uhr
Wolle Petry mag sicher schlimm sein. Wie so ziemlich jeder andere Schlagersänger auch. Und die allermeisten Fuballturnier Songs hat ..hust...nie jemand gewollt. Aber im Ernst. Das Turnier hat noch nicht einmal begonnen und es wird hier schon wieder eifrig und verbissen nach Themen zum Meckern gesucht. Selbst wenn man dafür abgrundtief in der ollen Schlager Tonne kramen muss. Klingt für mich jetzt auch nicht unbedingt nach Gewinnermentalität.
zum Beitrag29.06.2025 , 12:50 Uhr
Genau. Überlassen wir Ländern, in denen Faschisten aktuell an der Macht sind, bzw seit Jahren die stärkste Kraft im Parlament stellen, die Führungsrolle in Europa. Aus Angst davor, dass bei uns irgendwann mal ähnliche Zustände eintreten könnten. Und überlassen wir den Schutz unserer Kitaplätze den Osteuropäern, die uns Jahre vor dem Ukraine Krieg vor Putin gewarnt haben, während wir selbst nach der Annektion der Krim für billige Energie weggeschaut haben.
zum Beitrag28.06.2025 , 17:08 Uhr
Jo. Das ist der Standardsatz, der bei jeder Sozialismuskritik kommt. Nur, wenns das noch nie gegeben hat und alle Versuche entweder in Diktatur oder Chaos geendet sind, dann ist derjenige, der Sozialismus propagiert, eben in der Bringschuld, davon zu überzeugen, dass es beim nächsten mal nicht so kommt. Man kann viel behaupten. Aber zu glauben, man kenne die Lösung, kann es aber nicht belegen, ist nicht glaubwürdig und hat irgendwo auch religiöse Züge.
zum Beitrag28.06.2025 , 11:33 Uhr
Das wäre aber schlicht die Konsequenz in der Realität. Wenn der Autor seinen "revolutionären" Vorschlag nicht zu Ende denken möchte, darf man das schon kritisieren.
zum Beitrag22.06.2025 , 19:02 Uhr
Biber sind im Allgemeinen zu stachelig für Kondome.
zum Beitrag22.06.2025 , 19:01 Uhr
" Die Verhinderung der atomaren Bewaffnung des Iran ist definitiv ein Beitrag zur atomaren Abrüstung"
Aha. Wer rüstet denn jetzt ab und wieviel Atomsprengköpfe gibt es demnächst weniger auf der Welt? Dass man dem Iran die Möglichkeit nimmt, irgendwann mal eine Bombe zu haben, hat nullkommanichts mit Abrüstung zu tun. Im Augenblick rüstet die Welt massiv auf und das durch kräftiges Zutun von Trump.
zum Beitrag22.06.2025 , 13:38 Uhr
Man kann ja durchaus der Meinung sein, dass die Atombombe in der Hand der Mullahs auch militärisch verhindert muss. Aber Trump einen "wichtigen Beitrag zur atomaren Abrüstung" zu attestieren ist mindestens so absurd, wie ihn für den Friedensnobelpreis zu nominieren. Er sorgt mit seiner Politik genau für das Gegenteil. Dass er den Nato Beistand in Frage stellt, schafft den Wunsch nach atomarer Unabhängigkeit im Westen und mit dem Angriff auf den Iran stellt er klar, dass Staaten nur dann unangreifbar sind, wenn sie über atomare Abschreckung verfügen.
zum Beitrag22.06.2025 , 12:49 Uhr
So pauschal lässt sich das überhaupt nicht sagen. Es gibt durchaus einzelne Gebiete, in denen die rasant wachsende Biberpopulation nicht nur zu Problemen mit der Landwirtschaft, sondern auch im Ökosystem geführt hat. Deshalb gibt es ja seit Jahren Bibermanagement inklusive Uferschutzzonen, Reservaten und Umsiedlung. Daran sind auch Umweltverbände beteilig. Überwiegend lässt sich sagen, dass -ähnlich wie beim Wolf- die Probleme viel größer gemacht werden als sie sind. Aber, wenn man schon versucht für den Biber eine Lanze brechen, dann sollte man auch die richtigen Zahlen verwenden. Eine Biberpopulation von 300.000 Tieren wäre nämlich tatsächlich ein massives Problem. Das wäre nämlich ungefähr das Dreifache des geschätzten ursprünglichen Vorkommens in unseren Breiten. Aktuelle Schätzungen gehen von rund 35.000 - 40.000 Tieren aus, wovon knapp die Hälfte in Bayern ihre Reviere haben. Komplett ohne Regulierung wird man wie bei allen Tieren ohne Bedrohung durch Fressfeinde nicht auskommen. Die Begegnungen zwischen Wolf und Biber sind nämlich in Wirklichkeit sehr selten und damit ziemlich irrelevant.
zum Beitrag20.06.2025 , 14:56 Uhr
"Dummes Zeug" isses auf jeden Fall, lediglich Halbsätze zu zitieren und komplett aus dem Zusammenhang zu reißen. Muss ich verstehen, warum du den Verweis auf "ausreichend Alternativen" einfach ignorierst? Und nein -ums nochmal klar zu machen- Alternativen die nicht "attraktiv, praktibel und bezahlbar" sind, sind natürlich nicht ausreichend.
zum Beitrag20.06.2025 , 13:22 Uhr
"Die für die Zeit günstigste Lesart besteht noch darin, dass sie öffentliche Diskussionen auch bei den anderen Parteien einfordern wollte"
Das ist nicht die "günstigste Lesart", das ist ganz klar der Kontext dieses Artikels. Sorry, das kann man gar nicht mißverstehen, wenn mans nicht mißverstehen will. Der Artikel eröffnet mit dem Satz "Der rechtsradikale Verleger Götz Kubitscheck hat sich vor einigen Tagen mit dem rechtsradikalen Politiker Maximilian Krah über Sinn und Zweck rechtsradikaler Politik unterhalten". Da wird gleich zu Beginn eingeordnet, wo man diesen Podcast verortet. Der Artikel mag provokant daherkommen, da er den Rechten hier einen Punkt einräumt. Aber er legt den Finger genau in die richtige Wunde. Nämlich die fehlende tiefgründige Debatte über Visionen in den demokratischen Parteien, wie man sich zukunftsorientiert aufstellt. Welche Lehren man aus politischen Entwicklungen zieht und wie man strategisch dem Erstarken des rechten Randes entgegenwirkt. Momentan hat man meist das Gefühl, die Vision heißt "irgendwie durchwurschteln" und die Strategie gegen rechts heißt Dauerempörung. Dass der Artikel direkt zuvorderst Schnappatmung erzeugt unterstreicht das Dilemma.
zum Beitrag19.06.2025 , 16:08 Uhr
"Die letzte Meile beim Gütertransport lässt sich sehr wohl mit E- Lasternrädern bewältigen."
Aus "der letzten Meile" werden dann zum Beispiel bei einem einzelnen LKW, der einen großen Lebensmittel-oder Getränkemarkt Markt beliefert, mal eben zwischen 40 und 60 letzte Meilen mit einem Lastenrad. Dann wären da noch Müllabfuhr, Straßenreinigung, Pflegedienste, Baufahrzeuge, Handwerker, etc. Und selbst ohne den "Idealfall keine PKW mehr", kann man die Brücke jederezeit für den PKW Verkehr sperren, wenn es ausreichend Alternativen gibt. Die Fahrspur für LKW, Busse und Versorgungsfahrzeuge wirds aber immer brauchen.
zum Beitrag19.06.2025 , 13:31 Uhr
Eigentlich ja ganz und gar nicht. Natürlich ist das ein Verbrechen. Aber aus dem Munde eines aktuellen israelischen Ministers, ist das angesichts der Selbstverständlichkeit, mit der die eigenen Streitkräfte in Gaza Krankenhäuser bombardieren, natürlich ziemlich bigott und grotesk.
zum Beitrag18.06.2025 , 16:25 Uhr
Das schwarz/rot/goldene Banner ist die offizielle Staatsflagge des heutigen Deutschlands und seiner zugehörigen Verfassung. Fakt. Angezweifelt wird das im Normalfall nur von Reichsbürgern und Dergleichen.
zum Beitrag18.06.2025 , 16:06 Uhr
"Auf dem Land scheint es sich also generell besser Rad zu fahren als in der Stadt. Das erlaubt zwei Schlussfolgerungen: Zum einen sind die Apologeten des pro-Auto-Mantras „aber auf dem Land“ widerlegt"
Bitte? Was ist das denn für eine verquere Schlussfolgerung? Natürlich ists in kleinen Gemeinden bei einem wesentlich geringeren Verkehr und einer weniger dichten Bebauung ungefährlicher Rad zu fahren als in der Großstadt. Das Argument "aber auf dem Land" bezieht sich auf weite Strecken vom Dorf in die Stadt, die nicht für jeden mit dem Rad zu bewältigen sind. Und angenommen, ab jetzt würden alle Landbewohner mit dem Bike täglich zig Km Landstraße zur Arbeit/zur Schule/zum Arzt/etc fahren, dann sähen auch die Bewertungen dafür schlechter aus. Es soll durchaus soll Menschen geben, die auch außerhalb des "Wochenendeinkaufs" ihr Dorf verlassen müssen.
zum Beitrag18.06.2025 , 12:56 Uhr
"Ich bin mir nicht sicher, ob es wirklich Menschenrechte sind, die Julia Kllöckner nicht achtet oder die sie gar ablehnt. "
Natürlich stimmt das so nicht. Ich finde Klöckner nur schwer erträglich und sie hätt sich keinen abgebrochen, die Leute da als Gruppe laufen zu lassen. Natürlich ist das strunzkonservative Spießerei. Schwer erträglich find ich aber auch, hier deswegen das Fass Menschenrechte aufzumachen. Macht die Kritik m.M.n. ein Stück weit unsachlich.
zum Beitrag18.06.2025 , 12:44 Uhr
"Man sei „naiv“, „realitätsfern“, oder gar „Putins Sprachrohr“, heißt es dann häufig."
Niemand, der glaubwürdig diplomatische Bemühungen in der Sicherheitspolitik fordert wird so bezeichnet. Es werden die Leute so bezeichnet, die angesichts einer objektiv existenten Bedrohungslage, einer klar artikulierten NATO Müdigkeit der USA und einem desolaten Zustand der eigenen Streitkräfte, Aufrüstung als Militarismus oder Kriegstreiberei bezeichnen. Die Putins unverholenen Unwillen zur Verhandlung genauso ignorieren, wie sie die Warnungen vor einer russischen Invasion in der Ukraine ignoriert haben. Die aus diplomatischen Grünen gern wieder näher an Russland heranrücken würden und dafür über die Köpfe der Ukrainer hinweg über Gebietsabtretungen eines anderen Staates schwadronieren. Die angesichts einer russischen Kriegswirtschaft, offene Drohungen gegen europäische Staaten und Dauerbombardements in der Ukraine davon reden, eigene Aufrüstung würden eine Friedensordnung verhindern. Die nie ins Detail gehen, wenns um Alternativen geht. Und die sich, bei all den Widersprüchlichkeiten, die sich aus Realität und ihren Forderungen ergeben, als "Stimme der Vernunft" produzieren.
zum Beitrag17.06.2025 , 17:56 Uhr
Für mich klingt das aber eher nach einem direkten Eingreifen der US Streitkräfte in Nahost. Zumindest mal auf die unterirdischen Urananlagen im Iran. Würde auch gut mit der Ankündigung "keine Waffenruhe, sondern ein Ende" passen.
zum Beitrag17.06.2025 , 11:45 Uhr
Natürlich ist ein Genozid niemals hinnehmbar oder weniger schlimm. Nirgednwo auf der Welt. Und Singularitt bedeutet auch nicht, dass so etwas nie wieder möglich ist. Aber weshalb muss man das größtmögliche Verbrechen, dass unser Land zu verantworten hat als Vergleich anlegen? Reicht es nicht, Kriegsverbrechen, Vertreibungen und -von mir aus auch- einen möglichen Völkermord anzklagen? Ist es tatsächlich nötig, Vergleiche zur "industriell optimierten Menschenvernichtung" der Nazis zu ziehen? Singularität bezieht sich auf ein historisches Ereignis, dessen Gedenken wir aufgrund der Schuld unserer Nation bewahren müssen. Und es ist richtig, dieses Grauen nicht zum beliebigen Vergleichsobjekt zu machen. Das heißt nicht, dass Menschen nicht weiterhin zu solchen Verbrechen fähig wären oder dass man nicht anprangern dürfte, was da in Gaza passiert.
zum Beitrag17.06.2025 , 11:29 Uhr
"Das mit der Singularität ist ein schönes Märchen, das verneint, dass Menschen grundsätzlich zu solchen Untaten fähig sein können. Und zwar für alle Zukunft"
Das ist natürlich kein Märchen. Und es geht auch nicht darum, was sich Menschen gegenseitig antun. Niemand sagt, dass es dewshalb keine anderen monumentalen Verbrechen gegeben hat oder weiter gibt. Es geht um unsere eigene Geschichten. Deutsche haben Fabriken gebaut, um Menschen industriell zu vernichten. Ein komplettes Sytem ausgerichtet darauf ein ganzes Volk systematisch auszurotten. 6 Mio Tote. Natürlich ist das in Umfang und Abscheulichkeit einzigartig. Wie kann man das in Frage stellen? Niemand fordert bei anderen Verbrechen wegzusehen. Auch nicht bei denen der israelischen Regierung. Ich würde mit keinem Wort die Menschenrechtsverstöße in Gaza rechtfertigen oder die Vertreibungsfantasien rechter israelischer Politiker. Das sind schwere Verbrechen und an Protesten dagegen ist ist grundsättzlich ichts falsch. Und trotzdem sind die Vergleiche mit dem Holocaust geschichtsvergessen und unangebracht. Vor allem in einer Zeit, wo Judnhass in dem Land, dass den Holocaust zu verantworten hat, wieder stark zunimmt.
zum Beitrag16.06.2025 , 13:28 Uhr
„Die Leute dort haben aber Demonstrationen abgehalten und Lieder gesungen und ukrainische Fahnen geschwenkt, die russischen Soldaten waren davon ganz überrascht"...."Im Gegensatz zu der östlicheren Stadt Mariupol, die monatelang umkämpft war, hätte es vergleichsweise sehr wenig Tote gegeben"
Ja genau. Und wenn die Leute in Butscha mal ordentlich gesungen hätten, hätte man sie nicht gefesselt und verstümmelt am Straßenrand gefunden. Besser kann man gar nicht verdeutlichen, was man für ein ganz übel abgebrühter Zyniker ist. Man könnte bei solchen Sätzen vermuten, abgerüstet hat man als Erstes der eigenen Menschlichkeit.
zum Beitrag16.06.2025 , 13:08 Uhr
"Über die Angemessenheit solcher sprachlicher Verirrungen kann und sollte politisch und moralisch gestritten werden. In einem freiheitlichen Staat mit Rede- und Meinungsfreiheit sollten abwegige Metaphern aber kein Fall für die Polizei und für Strafgerichte sein." Also die Idee, dass z.Bsp. (!) die "abwegigen" Holocaust Vergleiche von AfDlern zu Coronaimpfungen oder gelbe Sterne bei Querdenkern keinen verharmlosenden Charakter haben, ist schon ein sehr, sehr schmales Brett. Wenn mans ernst meint, mit der Singularität der industriellen Menschenvernichtung im Holocaust und der historischen Verantwortung, das Gedenken daran zu wahren, dann kann man nicht ernshaft der Meinung sein, dass man nach Belieben schiefe Vergleiche dazu ziehen kann. Eigentlich müsste man relativ deutlich sehen können, dass der fast schon selbstverständliche Gebrauch von Nazi/Holocaust/Völkermord Vergleichen als verbales Totschlagument dient, um jeglichen vernünftigen Diskurs abzuwürgen und gleichzeitig Unsagbares wieder sagbar zu machen. Eben die Strategie, die Extremisten bemühen umd die Demokratei auszuhöhlen. Das mag die Frau mit dem Pappschild nicht im Sinn gehabt haben, trägt aber trotzdem dazu bei.
zum Beitrag15.06.2025 , 13:24 Uhr
"Es sind vor allem diejenigen für die Wehrpflicht, die davon nicht betroffen wären – also die Älteren."
Liegt vielleicht daran, dass die ihren Dienst geleistet haben? Als ich 20 war, hab ich mich auch dagegen gesträubt. Am Ende hat mir mein Zivildienst ganz viel gezeigt und gelehrt, das ich heute nicht missen möchte. Fast niemand fordert eine reine Wehrpflicht, bei der alle gezwungen werden, auf Menschen zu schießen". Das ist reine Polemik. Weder gibt es den Bedarf, noch die Ausbildungskapazitäten, noch Material für so viele Wehrdientsleistende. Aber -anders als früher- halte ich in einer immer mehr auseindertreibenden, ego-fixierenden Gesellschaft, in der jeder nur noch seine Bubble kennt, eine allgemeine Dienstpflicht für sinnvoll. Das kann im sozialen, im ökologischen Bereich sein, beim THW, der Feuerwehr oder eben beim Bund. Und, wenn man sich schon an Extrembeispielen hochziehen will, sinds auch die "50+ Maulelden", die offene Briefe und pazifistische Manifeste schreiben, den Ukrainern raten sich mit Menschenketten gegen Panzer zu stellen und gleichzeitig am liebsten wieder einem brutalen Regime anbiedern möchten, dass gerade sein Nachbarland ausbombt.
zum Beitrag14.06.2025 , 18:04 Uhr
"Warum hat die Angeklagte unbedingt den Holocaust hineinbringen müssen?"
Weil die Nahost-Debatte (und nicht nur diese) längst ganz selbstverständlich mit den äußersten Extremen geführt wird. Beide Seiten benutzen diese Vergleiche wie Standardfloskeln. Entweder um die Massaker vom 7.Oktober einzordnen oder eben das leid der Zivilbevölkerung in Gaza. Beides ist unheimlich geschichtsvergessen. Es reicht nicht mehr von Kriegsverbrechen oder Vertreibung zu reden, unter Genozid gehts nicht mehr. Genauso, wie auf der anderen Seite oft pauschal Kritik an der israelischen Kriegsführung unter Antisemitismus und Terrorunterstützung abgeheftet wird. So gesehen gut, dass das jetzt mal ein Gericht eingeordnet hat.
zum Beitrag14.06.2025 , 17:24 Uhr
Mag sein. Ändert nur überhaupt nichts an der Aussage, dass Ramazzini nicht unabhängig arbeitet und deren Studien durchaus umstritten sind. Man könnte höchstens ein Unentschieden beim Zitieren fragwürdiger Quellen attestieren. Und das würde ich zumindest einem Leserkommentar generell eher zugestehen.
zum Beitrag14.06.2025 , 14:53 Uhr
Na ein Scheinargument ist das sicher nicht. Schließlich hat das iranische Regime zigfach erklärt, den Staat Israel vernichten zu wollen. Und für ultarreligiöse Führer -gerade im endzeitorientierten Schiitentum- würd ich nichtmal annähernd die Hand ins Feuer legen, dass sie mit Vernunft und Weitsicht handeln. Dass israel zurecht Angst vor dem Atomprogramm hat und es unterbinden will, hat m.M.n. mit diesem Angriff trotzdem nur am Rande zu tun und dient aktuell nur als Vorwand. Netanyahu eskaliert, weil er weiß, dass er unter Trump Narrenfreiheit hat und dass er und sein rechtsreligiöse Regierung nur im bedingungslosen Kampf gegen seine Feinde eine Zukunft hat. Nicht umsonst bemüht er martialische Zitate aus dem Tanach für diesen Angriff und spricht immer wieder vom "totalen Sieg". Speziell auf dieser Ebene unterscheidet sich sein Kabinett nur wenig von den Ayatollahs
zum Beitrag14.06.2025 , 14:09 Uhr
"Was ist los mit den Leuten?"
Zum Beispiel weil jedes mal, wenn sich Sportler irgendwo politisch äußern und dabei vielleicht nicht ganz den Ton treffen, sich nicht differenziert genug und allinformiert präsentieren, ihre Aussagen von der Presse um die Ohren gehauen bekommen. Was wäre denn, wenn sich Fußballer X,Y zum Beispiel zu den Menschenrechtsverletzun gen in Gaza äußern würde? Es gäb den nächsten Tag zig Artikel. "Warum hat er nicht erwähnt, dass die Hamas...?", "Warum spricht er über Gaza, aber nicht über den Sudan?", "Steht es Deutschen zu, sich kritisch zu Israel zu äußern?" Und was würde Alina Schwärmer schreiben, wenn es vielleicht andersherum läuft und der Sportler (wie zum Beispiel Bayerns israelischer Torhüter Daniel Peretz) eher die israelische Sicht teilt? Es ist zu begrüßen, wenn sich Sportler politisch äußern. Aber es einzufordern, vor allem in Debatten wo man sich fast nur die Zunge verbrennen kann, ist dann doch ziemlich vermessen.
zum Beitrag13.06.2025 , 16:14 Uhr
"Das Fazit soll niemandem richtig wehtun"
Na genau das ist der Punkt. Das ist der Kern, dieser ganzen Geschichte. Es wird sich groß diskriminierungssensible Sprache auf die Fahne geschrieben. Es soll gegendert werden um niemanden auszuschließen. Die Anliegen von Opfern sollen ernstgenommen werden. Slogans wie "Diskrimierung ist, wenn sich jemand diskrimiert fühlt" werden vorsichergetragen und man verwehrt sich vehement gegen Vorwürfe wie Cancel Culture. Alle haben sich lieb, niemanden wird weh getan. Aber sobalds ernst wird damit, den moralisch hohen Maßstäben, die man selbst anlegt gerecht zu werden, gibt man so ein jämmerliches Bild ab. Nicht einmal eine Enschuldigung kann man sich abringen, so korrekt ist man unterwegs. Und als ob diese Bigotterie noch hervorgehoben müsste, werden Feminismus und Rechtssaatlichkeit als Grundwerte dieser Enscheidung bemüht, zwischen denen irgendwie vermittelt werden müsste, während man beide gleichzeitig mit Füßen tritt. Das Ganze ist ein Bärendienst. Sowohl für das Vertrauen in die rechtsstaatliche Integrität linksliberaler Politik, als auch für die Glaubwürdigkeit der metoo Bewegung.
zum Beitrag13.06.2025 , 15:24 Uhr
"Das „Manifest“ sei kein Appell an die Regierung, sondern diene als als innerparteilicher Debattenbeitrag."
Ja klar. Und weil das so dermaßen innerparteilich ist, veröffentlicht man 2 Wochen vor dem Parteitag ein "Manifest", dass sich klar und direkt gegen den aktuellen Kurs der Regierungskoalition richtet. Und gleichzeitig mehr "Ernsthaftigkeit und Respekt" einfordern. Hör mir auf...
zum Beitrag13.06.2025 , 12:38 Uhr
Nun ja, Demokratie und Freiheit gab es im Grunde noch nie in den USA.
Es gibt sicher sehr viel an den USA, was man kritisieren kann. In der Vergangenheit, wie auch im heute. Und dass dort auch nie nur annähernd das perfekte Idealbild aus dem Demokratielehrbuch, geschweige denn ein gesunder Sozialstaat zu finden war, geschenkt. Aber die Behauptung, es habe dort "noch nie Demokratie" gegeben, ist angesicht dessen, was in der Geschichte dieses Landes an bürgerlichen Freiheiten selbstverständlich war, während der absolute Großteil der Menschen weltweit und auch in Europa in autokratischen Systemen leben musste, schlicht ignorant und gerade von Deutschland aus gesehen überheblich.
zum Beitrag12.06.2025 , 18:20 Uhr
Auf jeden Fall auch. Klar.
zum Beitrag12.06.2025 , 18:17 Uhr
Hm. Schön, dass da in Zukunft anders agiert werden soll. Ließt sich trotzdem eher wie Rumgeeier am Thema vorbei, ohne echte Konsequenz. Man kann noch soviel über Awareness, Feminismus und Persönlichkeitsrechte daherlabern. Wenn man in so einem Fall nicht einfach mal klipp und klar sagen, kann, dass das großer Mist verzapft wurde und man Menschen -egal welchen Geschlechts- grundsätzlich nicht einfach öffentlich verleumdet, diskreditiert oder mobbt, dann klingt das alles wenig glaubwürdig. Und nochwas. Strafrechtliche relevante Vorwürfe von einer internen Ombudsstelle, bstehend aus Mitgliedern der Parteizentrale, klären zu lassen klingt eher nach dunkelstem CSU Filz als nach einer progressiven Partei.
zum Beitrag11.06.2025 , 19:11 Uhr
Unververbesserliche Betonköpfe. Unter Anderen gerade Diejenigen, die nach dem Überfall 2014 weggesehen haben, die sogar noch nach dem Giftanschlag auf Nawalny lautstark Nordstream 2 verteidigt haben, die die Warnungen vor der russischen Invasion ignoriert haben und die Putin mit der Abhängig Deutschlands von russischer Energie indirekt den roten Teppich ausgerollt haben. Selbst im Angesicht der offensichtlich nicht vorhandenen Verhandlungsbereitschaft Putins, die gerade erst bei Trumps Vermittlungsversuchen bestätigt wurde, schaffen diese Leute es nicht, sich einzugestehen, dass sie falsch lagen. Würd mich aber auch nicht wundern, wenn Typen wie Mützenich oder Stegner in ein paar Jahren den Weg Schröders gehen würden.
zum Beitrag11.06.2025 , 14:04 Uhr
"Für Leute, die trotz allem immer noch gute Sinneswahrnehmung haben, ist das alles eine visuelle und akustische Vermüllung"
Mal ehrlich. Wem alle seine Mitmenschen, die nicht oder nicht mehr über gut funktionierende Sinneswahrnehmung verfügen, egal sind und der nicht versteht, dass ein Fußgänger weniger Gefahr darstellt als eine S-Bahn oder ein rückwärtsfahrendes Müllauto, der hat jederzeit die Möglichkeit einfach an den Waldrand ziehen. Dort muss man allerhöchstens mit Waldkautz, Eichelhäher und Mücken klarkommen und "doof herumstehen" droht maximal bei Unwetter gefährlich zu werden.
zum Beitrag11.06.2025 , 13:24 Uhr
Wenn ich die immer größer werdende Anzahl an Kolumnen und Kommentaren sehe, bei denen weder tiefere Faktenrecherche noch hinzugezogene Expertenmeinung bemüht werden, sondern die oft die "eigenen Haltung" der Autoren repräsentieren, halte ich das Zitieren von Experten als das wesentlich kleinere Übel. Dass viele Medien Inhalte ungeprüft von einander abschreiben ist sicherlich schwerwiegender, hat aber wenig mit der Expertenmeinung an sich, als mit schlampiger Arbeit generell zu tun. Es werden auch permanent falsche Statistiken und vorgebliche Fakten wiedergekäut.
zum Beitrag11.06.2025 , 00:24 Uhr
Mach dort nackt nen Kopfstand und du bist zumindest in der engeren Auswahl.
zum Beitrag11.06.2025 , 00:18 Uhr
Das ist schon richtig. Aber mal ab davon, dass ich selbst Thunberg und diese Mission für schwierig erachte, wäre das ja in Argument, dass man immer bringen kann, wenn Protest bislang nichts bewirkt hat. Sie hat Reichweite und setzt sie für ihr Anliegen friedlich ein. Daran ist zumindest soweit erstmal nichts falsch.
zum Beitrag10.06.2025 , 18:46 Uhr
Jo. Schon erstaunlich, was man so alles aus alltäglichen Banalitäten machen kann.
zum Beitrag10.06.2025 , 18:04 Uhr
Kurz und knapp ist ein Extremist, wer sich gegen die gesellschaftliche Grundordnung stellt und Gewalt als legitimes Mittel zur Durchsetzung seiner jeweiligen radikalen Ideologie wählt. Dass das Leuten nicht schmeckt, die zwischen guter und schlechter Gewalt unterscheiden wollen und deshalb den Begriff immer wieder neu definieren wollen, ist genauso mühselig, wie die schiefen Vergleiche, die jedesmal dafür herangezogen werden.
zum Beitrag09.06.2025 , 13:04 Uhr
Manchmal hab ich das Gefühl, dass Oppositionspolitik nur noch aus pubertären Provokationen besteht. Natürlich ist das nichts weiter als eine Ätschbätsch Reaktion auf die "Wir müssen wieder mehr arbeiten" Agenda der Union. Wem ist ist eigentlich geholfen, wenn man auf den Blödsinn von Linnemann nochmal mehr Blödsinn oberdrauf setzt? Es gibt wirklich genug seriöse Argumente. Sowohl für eine vernünftige work/life balance, als auch für Hitzeschutz und für Klimaschutz sowieso. Sowas hier wirkt auf mich zumindest eher wie eine Verhöhnung dieser Themen, jenseits der nötigen Ernsthaftigkeit.
zum Beitrag08.06.2025 , 14:12 Uhr
Ich mach mal ne provokante These auf. Das hat ganz viel mit der den Linken inhärenten Profilierungs- und Spaltungssucht tun. Es wird prinzipiell nach starren Schablonen gedacht. Und wenn sich eine Gegenbewegung zu den Antiimperialisten mit ihrer blind antiwestlichen Fixiertheit, ihrer pauschalen Kapitalismuskritik und ihren antisemitischen Tendenzen bildet, dann muss es eben das radikale Spiegelbild sein. Dann muss man sich natürlich uneingeschränkt auf die Seite von westlichen Nationalsstaaten stellen und deren Flaggen schwenken. Dann gibts auf einmal Antikolonialisten, die "DEN globalen Süden" erfinden und aufgrund dieser wiederum beschränkten Perspektive den Staat Israel als westliche, jüdische Kolonie definieren. Am Ende ist das Selbstbild und die zwanghafte Neigung zu radikaler Konsequenz immer wichtiger, als differenzierte Betrachtung. Universelle Werte werden und die Unumstößlichkeit der Menschenrechte immer nur dann hochgehalten, wenns nicht um den eigenen Fetisch geht. Und so werden aus Terroristen Freiheitskämpfer und aus rechtsnationelen, ultrareligiösen Regierungen die Verteidiger der Demokratie in Nahost.
zum Beitrag07.06.2025 , 18:51 Uhr
"aus Angst; aus falsch verstandener Ehrfurcht vor was auch immer; weil ich denke, ich kann es nicht; weil ich denke, ich darf es nicht; weil ich denke, andere denken; weil man es so macht; weil man es so nicht macht"
Songwriting Crashkurs (100% unakademisch):
Erstens: Sich grundsätzlich niemals dafür interessieren, was Andere denken. Wenn es nicht aus dir rauskommt, lasses bleiben.
Zweitens: Menschen die Songs nach Schalone F schreiben, werden nie authentische Musik machen. Man kann ein Instrument studieren, aber keinen Spirit.
Drittens: Das Riff ist alles. Der Rest muss sich hinten anstellen. Auch Texte. Ein guter Text hat noch nie einen schlechten Song gerettet. Umgekehrt gibt es unzählige gute Song mit völlig belanglosen oder albernen Texten.
Nichts zu danken.
zum Beitrag07.06.2025 , 17:06 Uhr
Zustimmung. Kein Übergriff und kein Hass gegen kann in irgendeiner Weise gerechtfertigt werden. Die Konsequenz allerdings, speißt sich aus einem komplett polarisierten, vernagelten und in jeder Weise unverzeihlichen Diskurs, der von den extremistischen Kräften auf beiden Seiten initiert und von ideologischen Scheuklappenträgern weltweit betoniert wird. Die Echokammern gibts auf beiden Seiten dieser Mauer, die auch weit weg von Nahost und persönlicher Betroffenheit wie eine Ersatzreligion gepflegt wird.
zum Beitrag07.06.2025 , 14:08 Uhr
"Unsinn. Es gibt keine Demokratie und keinen Rechtsstaat mehr zu verteidigen, wenn ein Krieg ausbricht."
Na zum Glück haben das vor 80 Jahren genügend Menschen anders gesehen und nicht akzeptiert, dass die Welt unter demnächst unter dem Hakenkreuz-Banner regiert wird. Feigheit ist für mich auch nicht der Begriff, den ich verwenden würde. Dass man Angst vor dem Sterben und Töten hat, ist der Normalzustand, keine Schande. Dass man aber Diejenigen im Stich lässt, die nicht weglaufen können, deren Freiheit und Leben von den Aggressoren bedroht ist, die in Lagern verschwinden, und dass man babei drei Kreuze betet, dass es schon nicht so schlimm werden wird und im Zweifel lieber als Zahnrädchen in einer Diktatur mitdreht, das ist ganz schlicht Ignoranz. Ob man Christ ist oder nicht, spielt dabei überhaupt keine Rolle.
zum Beitrag06.06.2025 , 17:54 Uhr
Mal ehrlich. Wenn 74000 Fans nach Berlin kommen, dann haben die auch Erwartungen. Da kann man nicht einfach so kompetent daher einwandfrei daherorganisieren. Man hätte einen hart erarbeiteten Ruf zu verlieren. Und wenn Spieler trotz 16 Stadionkameras sich minutenlang am über die Grasnarbe welzen können, obwohl sie gar nicht gefoult wurden, dann kann man auch trotz hunderter eindeutiger Smartphon-Videos so tun, als ob alles glatt gelaufen ist.
zum Beitrag06.06.2025 , 14:52 Uhr
Jedes mal der gleiche Terz, wenns um politische Gewalt geht und wahrer wirds deswegen auch nicht. In den letzten Jahren wurden in Deutschland etliche rechte Vereine verboten und die Mitglieder zu teils hohen Haftstrafen verurteilt. Nur ein paar Beispiele der letzten 5 Jahre:
2020: Gruppe Freital. 8 Angeklagte zwischen 4 und 10 Jahren verurteilt.
2020: Revolution Chemnitz. Acht Angeklagte zwischen 2 und 5,5 Jahren verurteilt.
2023: Gruppe S. 10 Angeklagte zwischen 1,75 und 6 Jahren verurteilt.
2025: Vereinte Partroten. 5 Angeklagte zwischen 3 und 6,5 Jahren verurteilt.
Seit 2020 wurden rund ein Dutzend rechte Organisationen verboten: Darunter Combat 18, Hammerskins, Artgemeinschaft, Königreich Deutschland. Vor 2 Wochen erst die "letzte Verteidigungswelle". Im gleichen Zeitraum wurde aus dem linksradikalen Lager nur indymedia verboten.
Niemand brauch Leute, die draußen umherziehen und organisert Leuten den Schädel einschlagen. Das sind Fascho Methoden, egal unter welcher Flagge das passiert.
zum Beitrag06.06.2025 , 12:40 Uhr
Sehr wahrscheinlich. Ich hab gelesen, Hulk Hogan steht schon als Ersatz bereit.
zum Beitrag06.06.2025 , 12:36 Uhr
Was zu beweisen wäre. Man muss sich auch nicht dummstellen und den Palestine Slogan als Ländernamen ohne aktuellen politischen Bezug bezeichnen. Würden Typen wie Krah oder Chrupalla da im Russland Pullover auflaufen, würde es natürlich auch Ärger geben. Und hier würde es nicht nur einen Artikel dazu geben.
zum Beitrag06.06.2025 , 12:13 Uhr
Das zeigt einfach nur, auf welchem Niveau die Debatte mittlerweile angekommen ist. Fußballtrikots, Frisuren, die Kleider von Frau Klöckner. Und wer sich beklagt, dass es nicht mehr um Inhalte geht, sollte sich mal selbst fragen, wo denn der inhaltliche Bezug zwischen Regeln zu politischer Symbolik im Bundestag und solch grundschiefen Vergleichen liegen soll. Und grundsätzlich. Wenn solche Regeln belanglos sein sollten, dann man darf sich auch nicht über blaue Blumen am Revers empören.
zum Beitrag06.06.2025 , 10:31 Uhr
Ich hätt drauf wetten sollen. Das war so absehbar, wie ein Kater nach dem Komasaufen. Zwei narzistische Überegos mit alles dreht sich um Mentalität können immer nur so lang miteinander, wie sie beide davon profitieren. Wenn Trumps Politik die Wirtschaft weiter belastet und er die Verbindung den großen Tech Fischen verliert, wird er die Macht, die er für seinen Wahlkampf nutzen konnte, noch selbst zu spüren bekommen.
zum Beitrag05.06.2025 , 18:39 Uhr
Die BILD und andere Springer Blätter verbreiten natürlich mehr als tendenziöse Schlagzeilen, nur selten weit von der Hetze entfernt. Und sie bedienen konservative, populistische, von mir aus auch rechte Klischees. Das zu verachten, dagegen zu protestieren und falsche Fakten zu entlarven, keinerlei Widerspruch. Ich reg mich auch nicht über die Klebeaktion auf.
Aber im Ernst:
"Gemessen daran, was die Springer-Presse tut, ist die Neue Generation noch enorm zurückhaltend."
Das kann man als Journalist nicht im ernst schreiben. Es gibt sicher ne Menge Leute, die die taz für tendenziös halten. Auch hier gabs schon fragwürdige Artikel, Interviews mit fragwürdigen Persönlichkeiten und die Haltung zu linksextremer Gewalt ist hier auch nicht immer lupenrein demokratisch. Wenns in die Richtung geht, das radikaler Protest und Blockaden gegen Pressevertreter als "enorm zurückhaltend" gewertet werden, dann wirds meiner Meinung nach gefährlich. Was wäre denn angemessen, angesichts "was die Springer Presse tut"?
zum Beitrag04.06.2025 , 19:05 Uhr
"Es scheint, als würde man es geradewegs darauf anlegen, von israelischen Soldaten verletzt zu werden, um der politischen Botschaft noch mehr Kraft zu verleihen. Was für ein seltsames Vorgehen."
Seltsame Interpretation, würde ich eher sagen. Und fargwürdig dazu. Mal ganz ab davon, was man von Thunberg selbst oder dieser Aktion hält -und ich bin ganz sicher nicht komplett bei ihr- lese ich in diesem Post als gemeinsames Statement:
"Unbewaffnet und gewaltlos stellt die „Madleen“ keine Bedrohung dar. Sie fährt in voller Übereinstimmung mit dem Völkerrecht. Jeder Angriff oder Eingriff ist ein vorsätzlicher, rechtswidriger Angriff auf Zivilisten."
Das klingt schon ganz anders.
Der hier im Artikel zitiertete Satz, stammt dagegen von einer einzelnen Aktivistin unter Vielen im dazugehörigen Video. Find ich jetzt eher schwierig, daraus eine eventuell geplante Opferschaft zu konstruieren.
zum Beitrag04.06.2025 , 18:15 Uhr
Wer sagt denn, dass da in dem Haus in Charlottenburg eine Wohnung leersteht?
zum Beitrag04.06.2025 , 18:05 Uhr
"Was spräche dagegen, Steuerflucht und andere Steuerhinterziehung zu bekämpfen?"
Gar nichts. Schwarzarbeit ist doch ganz genau das. Steuerhinterziehung. Und gleichzeitig noch Umgehung von Sozialabgaben. Der erfasste Schaden durch Schwarzarbeit lag im letzten Jahr bei 766 Mio Euro. Und in einigen Branchen wird Schwarzarbeit dazu noch im großen Stil zur Geldwäsche genutzt.
zum Beitrag03.06.2025 , 14:42 Uhr
„Wir leben vom Moment unserer Geburt an und wahrscheinlich bis zu unserem Tod in Existenzangst, sei es Angst vor Terroranschlägen, vor unserer Regierung, vor einem niemals endenden Konflikt“
Jo. Das ganze Drama der Menschen in Nahost simpel auf den Punkt gebracht. Und genau deswegen: Macht weiter so und gebt ein Schß drauf, was irgendwelche ideologischen Betonköppe und Sesselpupsaktivisten in euch sehen wollen.
zum Beitrag03.06.2025 , 14:14 Uhr
Vorweg. Ich finde grundsätzlich nichts falsch am Länderfinanzausgleich. Aber der Verweis darauf, dass Bayern selbst viel und lange erhalten hat, ist und bleibt dünn. Bayern hat insgesamt zwischen 1950 und 1987 knapp 3,5 Mrd erhalten. Das ist weniger als Berlin ( 3,94 Mrd) allein letztes Jahr erhalten hat. Eingezahlt hat Bayern seitdem hingegen 127,5 Mrd. Allein 2025 waren das rund 9,8 Mrd.
zum Beitrag01.06.2025 , 13:22 Uhr
Schon richtig. Nur inszeniert Frau Nietzard solche Skandälchen ja ganz bewußt selbst. Je nach politischer Selbstausrichtung stürzen sich selbst überwiegend seriöse Medien wie die Fliegen auf jeden Satz, den sie für ihre Agenda nutzen können. Wenn Merz, Söder und Konsorten mal wieder einen raushauen, wird das doch hier nicht weniger zum großen Aufhänger gemacht, als es BILD und Co. bei den Grünen machen. Das ist längst überall Folklore. Politk ist aktiver unbd passiver Teil von Boulevardisierung. Und wäre es nicht so, würde Jette Niertzard nicht regelmäßig solche Posts absetzen.
zum Beitrag01.06.2025 , 12:50 Uhr
Nachdem es die Ukrainer leider verpasst haben, sich mit Blumen den russischen Invasoren entgegenzustellen, könnten wirs ja jetzt besser machen und präventiv in Bio Saatgut investieren. So ein Sonnenblumenfeld bindet nicht nur eine Menge CO2, sondern kann, falls man es aus Ermangelung eines Verteidigungesfalles doch nicht benötigt, zur Herstellung von Biodiesel, pflanzlichen Protein oder ganz schnöde für Vogelfutter genutzt werden.
zum Beitrag28.05.2025 , 20:47 Uhr
Jette Nietzard macht genau das, was die AfD ständig macht. Auf Social Media provokante Posts raushauen, um dann bei öffentlicher Empörung halbseiden zurückrudern. Das war kein Ausversehen, das hat bei ihr Methode. Kalkuliertes Rampenlicht. Den Stil kann jeder selbst beurteilen. Boris Palmer ist irgendwann selbst ausgestiegen.
zum Beitrag24.05.2025 , 11:49 Uhr
"Welche Politik soll das sein, die Konservative und Linke gleichzeitig zufriedenstellen?"
Darum gehts doch gar nicht. Es wir auf größerer Ebene keine Koalitionen zwischen denen geben. Und das ist auch gut. Aber wenn es um notwendige Mehrheiten im Parlament geht, kann man in Zeiten einer starken AfD keine Stimmenverweigerung aus Prinzip gebrauchen. Die Einsicht ist schlicht pragmatisch und vernünftig.
zum Beitrag24.05.2025 , 11:33 Uhr
Ich denke ich hab recht deutlich ausgedrückt, dass ich dieser Art von eindimensionaler Diskussion mehr als überdrüssig bin. Das brauchst du -zumindest bei mir- nicht immer wieder in Frage stellen.
zum Beitrag24.05.2025 , 11:11 Uhr
Nein, ich hab ihr Buch nicht gelesen. Aber mehrere Interviews. Und da gibt sie vor, selbst nicht von Befangenheit befreit zu sein, aber über diesen Konflikt aus der Sicht von Menschen berichten zu wollen. Und dabei differenziert sie doch recht deutlich.
Hier zum Beispiel:
"Ja, bei Israel und Palästina denken immer noch viele Deutsche, dass sie die Weisheit mit Löffeln gefressen haben. Aber allein der Gedanke, es gäbe „zwei Seiten“, ist schon falsch. Wer repräsentiert denn dann wen? Die Hamas repräsentiert nicht alle Palästinenser, die radikalen jüdischen Siedler nicht alle Israelis. Es gibt ganz viele verschiedene Perspektiven. Wenn ich Videos geteilt habe, die Angriffe von jüdischen Gruppen auf Palästinenser zeigen, habe ich darum immer wieder dazu geschrieben: „Be aware: They do not represent all the Israeli people, they are a minority.“
www.jetzt.de/polit...stkonflikt-israel- palaestina-social-media-instagram-alena-jabarine
zum Beitrag23.05.2025 , 13:50 Uhr
Natürlich ist auch in Deutschland eine Veränderung möglich. Dafür müsste man aber konstruktiven und differenzierten Stimmen wie der von Frau Jabarine oder zum Beispiel auch von Herrn Misik mehr Platz einräumen. Im Augenblick wird die Debatte von den Unversöhnlichen mit ihren immergleichen wie auch einseitigen Schuldzuweisungen dominiert. Auch hier in der taz. Und im Gegensatz zu manch anderem Autor, schafft es Frau Jabarine trotz ihres persönlichen Bezugs sich mit Thema ohne eine dieser starren Denkschablonen zu befassen.
zum Beitrag23.05.2025 , 12:04 Uhr
"Wieder einmal Notwehr"
Hm. Mag ja Fälle geben, wo man das in Frage stellen kann. Wenn aber jemand eine Frau angreift und verfolgt, danach mit einem Messer mehrfach auf Polizisten losgeht und einen von denen eine Stichverletzung zufügt, sind mir die Fakten im Artikel viel zu dünn, um diese Einschätzung anzuweifeln. Daran ändert auch der Hinweis auf eine "mutmaßliche Drogenabhängigkeit" oder psychische Erkrankung nix.
zum Beitrag23.05.2025 , 11:11 Uhr
Es erübrigt sich, sich darüber aufzuregen. Und es ist genau der falsche Weg, sich von Trump brüskieren zu lassen und beleidigt abzuziehen. Trump wird immer genau das Gegenteil sagen, was man unter zivilisatorischen, diplomatischen und demokratischen Werten versteht. Er lebt davon von seinen Provokationen und den Reaktionen darauf. Das Spiel, seinen Gegner größtmöglich unter Druck zu setzen, um ihm danach einen Deal anzubieten ist so billig wie durchschaubar und es ist sein einziger Trick. Selenskyi ist drauf reingefallen. Bei den meisten Anderen, ob in Kanada, Mexiko, Dänemark, China hat das bislang eher wenig Eindruck hinterlassen. Überall musste er zurückrudern oder ist auffallend still geworden. Macron und Putin haben ihn sogar öffentlich vorgeführt. Außenpolitisch hat er außer markigen Sprüchen und fragwürdigem Zoll Hin und Her bislang nichts gerissen. Seine Verhandlungsinitiativen sind bislang ergebnislos. Er erweißt sich da als Papiertiger, den man plärren lassen sollte.
zum Beitrag22.05.2025 , 14:35 Uhr
Das ist so nicht richtig und generell hinkt der Vergleich. Dobrindt hat alle Steuerzahler bislang nur Geld gekostet. Paulis Präsident Göttlich war zu Zeichnung von Hoeneß' Genossenschaftsanteilen sogar in München. St.Pauli wäre ohne die Spende der Bayern 2003 längst pleite und ist dafür heute noch dankbar.
www.fcstpauli.com/...ness-wird-genosse/
zum Beitrag21.05.2025 , 16:53 Uhr
Ja sicher. Die Zahlen stimmen schon, die Interpretation ist halt hier die Frage. Die Erstwähler von 2021 sind eben nicht die von 2025. Und 2021 waren die Ergebnisse der Ampel auch bei den Älteren wesentlich besser. Was in allen Altersbereichen auffällt ist das allmähliche Errodieren der politischen Mitte und das Wachstum an den Rändern. Das Pendel schlägt bei der Jugend halt schneller in eine andere Richtung. Ingesamt gehts um jahrelanges Versagen der Groko und auch der Ampel. Zum Glück ist das nicht alles für ewig in Beton gegossen und die Politik hats in der Hand die richtigen Antworten zu geben. Aber dafür muss man ehrlich und pragmatisch ran an die Themen, die die Menschen bewegen. Und das ohne parteitaktische und ideologisch bornierte Scheuklappen. Da können sich von Union bis Grüne alle an diese Nase packen. Und auch die Linke muss erstmal beweisen, dass sie nicht immer noch der gleiche Trümmerhaufen nur mit neuen Gesichtern ist.
zum Beitrag21.05.2025 , 14:08 Uhr
Am Ehesten versteht man die Geschichte, wenn man sie vom Standpunkt betrachtet, wie Radikalisierung als Prozess an sich funktioniert und welche Charaktere sich davon tiggern lassen. Natürlich standen da am Anfang Ideale einer Kriegskindergeneration, begründet auf den Schrecken des NS, der mangelnden Entnazifizierung im Staat, den Vielfältigen globalen Krisen dieser Zeit. Das in Verbindung mit höchstpersönlichen Erfahrungen der für sich schon auf verschiedenste Weise extremen Persönlichkeiten der Protagonisten, hat sich am Ende in einer Eskalationspirale zwischen linker Protestbewegung und Staat verselbständigt. Durchaus hochintelligente Leute haben im Tunnel aberwitziger Revolutionsfantasien ihre Ideale und ihr Leben an die Wand gefahren und dabei eine Spur des Blutes gezogen. Am Ende dreht sich spätestens ab Stammheim alles nur noch um die Gruppe an sich und es bleibt nicht viel mehr als Mythos, Glorifizierung, Schreckgespenst und ganz banales Verbrechertum. Ließt man z.Bsp. Briefe von Ensslin aus der Haft an ihre Familie oder spätere Stammheim-Kassiber und vergleicht sie mit ihren Prä RAF Texten, kann man den mentalen und moralischen Verfall eines Menschen sehr gut beobachten.
zum Beitrag21.05.2025 , 13:35 Uhr
"Vielmehr stimmt: Junge Menschen wenden sich zunehmend von den etablierten Parteien ab, weil sie enttäuscht sind und das völlig zu Recht. Wer daran etwas ändern möchte, sollte ihnen endlich etwas anbieten."
Richtig. Das ist aber nicht viel anders bei einem Großteil der älteren Semester, die sich abwenden. Die haben zwar andere Themen, sind aber auch enttäuscht und haben auch das Vertrauen in diese Parteien verloren. Im Übrigen haben neben dem Erfolg der Linken, bei den Erstwählern die Ampelparteien Vergleich zu 2021 32% (!) verloren, die AfD 13% hinzugewonnen. Als Hauptprobleme in dieser Zielgruppe werden Migration und Rechtsextremisus angegeben. Im Prinzip ist diese Wählergruppe nichts Anderes als die Gesellschaft unter dem Brennglas und zeigt noch deutlicher, wie gespalten das Land ist.
zum Beitrag21.05.2025 , 12:47 Uhr
Ja klar. Merz hat gesagt wir müssen mehr arbeiten, deshalb sagen wir jetzt, Ätschbätsch wir drücken uns. Das ist doch der eigentliche Aufhänger hier. Ich arbeite für viele städtische Förderprojekte auch im kulturellen Bereich. Da hat gar niemand irgendwas auszustehen und trotzdem gibts da immer Leute, die zusehen, möglichst wenig machen zu müssen. Das geht nicht auf Kosten irgendeines Schinders, sondern auf die der Kollegen und des Projektes. Selbst bei Umzügen im privaten Bereich gibts sowas. Es geht auch nicht darum Karriere zu machen, sondern das was man tut, immer auch mit Engagement zu machen. Und da gehts nicht darum, mal kurz durchzuatmen oder zwei Minuten zu lang beim Mittag zu sitzen. Bevor ich mir so eine Einstellung zulegen würde, zu überlegen, wie ich irgendwie am besten den Tag vergammle, weil mein Job scheiße ist, würd ich mir eher irgendwas anderes suchen. Selbst wenns nicht so gut bezahlt ist.
zum Beitrag20.05.2025 , 18:41 Uhr
"Das sehe ich anders: Wenn die "Produktivität" sinkt, klar, gibt es weniger Produkte."
Ähm, nein. Das wäre nur der Fall, wenn die ganze Welt auf einmal sich dafür entscheiden würde. In der Realität ist es so. Gibt es weniger deutschen Produkte, gibt es dafür halt mehr chinesische. Und wer weniger macht und hat, könnte sich die deutschen Produkte eh nicht mehr leisten. Von Bio oder Fairtrade mal völlig abgesehen. Ob das am Ende ressourcenschonender, umwelt- und arbeitnehmergerechter abläuft, braucht man denke ich nicht weiter diskutieren.
zum Beitrag20.05.2025 , 18:21 Uhr
"Die Hamas hat das Angebot mit weiteren unannehmbaren Bedingungen verknüpft, auf die sich Israel niemals hätte einlassen können.Unklar, ob der Autor das nicht weiß, oder verschweigt."
Man könnte, wenn man denn dieses ewige Katz und Maus Spiel mitbetreiben wöllte, exakt das Gleiche über die israelische Seite schreiben. Auch da wurden Vereinbarungen nicht eingehalten. Es ist müßig wie auch zwecklos drauf hinzuweisen, dass diejenigen, die angesichts dessen, was offensichtlich für alle wahrnehmbar ist, immer noch bedingungslos irgendeiner Seite das Wort reden und die Schuld nur der "anderen Seite" zuweisen, entscheidende Fakten verschweigen. Und wenn irgendwas in dieser Hinsicht mal hinterfragt werden sollte, dann, wie es sich eigentlich mit der Menschlichkeit derer verhält, die den Terror und Leid der Menschen in Nahost nur durch ihre eigene einäugige Brille betrachten wollen. Das war schon immer falsch und ist angesichts der verheerenden Lage in Gaza der blanke Zynismus.
zum Beitrag20.05.2025 , 10:21 Uhr
Da schließ ich mich voll und ganz an. Nervt mich generell ungemein. Von Debattenkultur würd ich aber gar nicht mal mehr reden. Wenn das Thema nur noch als Vehikel dient, zu dem jeder nur noch das sieht, was er will, um seine eigene vorgefasste Perspektive bestätigt zu wissen und es kein Argument mehr über den jeweiligen Tellerrand schafft, ist das weit von einer in irgendeiner Weise wertvollen oder gewinnbringenden Auseinandersetzung entfernt. Zu dem, was jetzt wirklich im Detail vorgefallen ist und wer hier am Ende wen täuscht, kann man sich anhand der allgemein immer tendenziöseren Artikel kaum noch ein realistisches Bild machen.
zum Beitrag19.05.2025 , 16:51 Uhr
Nee, dass seh ich komplett genau so. Natürlich ist das BVerfG nicht gebunden an so ein Urteil. Und natürlich ist Grundlage dünn. Nur ist eben die juristische Einstufung der Gesamtpartei als extremistisch doch durchaus ein Pfund. Das Gericht dürfte nämlich im Gegensatz zu dem Bericht die für den Antrag relevanten Argumente in seiner Begründung herausarbeiten. Im Augenblick liegt halt ein regierungsinternes Gutachten vor, das sich lediglich auf öffentliche Äußerungen stützt und kein wirklich zusammenhängendes, klares Bild zeichnet, dass die Einstufung deutlich untermauert. Die Einschätzung, dass der Antrag allein auf dieser Grundlage erfolgreich sein müsste, halte ich auch eher für betriebsblinden Zweckoptismus. Die Gefahr eines Scheiterns, und deren Folgen, die hier oft kleingeredet werden, finde ich eher bedenklich. Und nebenbei ist die Tatsache, dass man ein Gutachten nicht öffentlich macht, das gar keine geheimdienstlich aufgedeckten Aspekte liefert, ist der beste Beweis dafür, wie instinktlos die Politik im allgemeinen und im Umgang mit der AfD im Speziellen agiert.
zum Beitrag19.05.2025 , 13:54 Uhr
"Das Verfassungsschutzgutachten ist also durchaus geeignet, die Erfolgsaussichten eines AfD-Verbots zu diskutieren."
Ja, richtig. Das bestreitet ja auch keiner. Nur, wo ist da jetzt was Neues, auf dem sich wirklich aufbauen lässt? Solange das Verwaltungsgericht nicht über die Klage der AfD entschieden hat und die Einstufung ruht, ist dir Grundlage nehezu genauso dünn wie noch vor dem Verfassungschutzbericht. Die vielen Artikel zum Thema Verbotsantrag überzeugen genauso wenig mit Substanz, wie das, was irgendwelche CDUler dazu meinen.
zum Beitrag19.05.2025 , 13:02 Uhr
Es geht darum, dass unser zukünftiger Bundekanzler sich mit dieser Vergangenheit nicht auseinandersetzen will - was, in seiner Position, ein No-Go ist.
Schon irgendwo richtig. Von einem konsequent integren Staatsmann könnte man das schon erwarten. Aber wenn man ganz ehrlich ist, gehts auch zu einem guten Teil einfach nur darum, dem ollen Fritze eine mitzugeben, der aktuell weniger Angriffsfläche bietet als vielleicht erwartet.
zum Beitrag19.05.2025 , 12:39 Uhr
Richtig. Ich würd mal sagen, wenns da wirklich in erster Linie um Musik gehen würde, wäre dieser Wettberwerb schon lange nicht mehr existenz bzw. eine marginaler Samstagabend Party Event unter vielen Anderen. Der ESC lebt (nur noch) vom Fähnchenschwenken und dem Länder-Voting. Von kleinen Skandälchen, politischen Zickereien und von ganz viel bombastischer Glitzer-Show, mit der dort am Reißbrett für den Massengeschmack zurechtgezimmertes, in aller Regel oberflächliches und belangloses Popgedudel aufgeblasen wird, an das sich schon ein Jahr später kaum noch jemand erinnert.
zum Beitrag17.05.2025 , 14:03 Uhr
Die ganze Debatte und die Diskussionen über irgendeine Antisemitismus-Definition ist doch nur deshlab so kompliziert und verkrampft, weil sie von Hardlinern ganz bewußt falsch ausgelegt wird. Pauschal Juden, das jüdische Volk oder den Staat Israel in seiner Existenz zu kritisieren, diskriminieren, beleidigen und zu delegitimieren, oder von einer jüdischen Weltverschwörung zu schwadronieren ist rassistisch und falsch. Einzelne Vertreter eines Landes, eine Regierung oder deren Politik im Detail zu kritiseren und Unrecht zu benennen ist es nicht. Alles was darüber hinaus pauschal und verallgemeinernd behauptet und hineininterpretiert wird dient nur darum, die Debatte unmöglich zu machen und autoritär die Deutungshoheit zu haben.
zum Beitrag17.05.2025 , 13:16 Uhr
Na so einer aber auch. Der gerade eben gewählte Bundeskanzler nimmt das Auto statt dem Fahrrad um durch die Berliner City zu düsen? Damit er mal merkt, was er da verzapft hat, sollte man vielleicht einfach mal die Vorzeichen umkehren. In der taz Zentrale wird das Oberhaupt der deutschen Journalistenzunft gewählt. Mehrere Fernsehsender übertragen die Veranstaltung vor einem Millionenpublikum. Draußen ringen mehr als 100 Bundeskanzler miteinander darum, wer als Erstes dem oder der frisch gekrönten obersten Reporterin des Landes ihre Antrittsreden, Regierungserklärungen und Vermutungen über interne Abweichler bei der Wahl ins Mikro verkünden darf. Und natürlich wollen auch alle gern als erstes ihr Gesicht von der neuen Chefkameralinse höchst persönlich ablichten lassen. Was würde man da als Kanzler denken, wenn man radelnd auf dem Weg zu offziellen Terminen mitansehen muss, wie das neue Oberhaupt der schreibenden Zunft mit dem Auto zur Eisdiele fährt?
zum Beitrag16.05.2025 , 14:07 Uhr
Dass der Antrag aus politischen und nicht aus juristischen Gründen bislng nicht gestellt wurde ist eine reine Behauptung. Der Verfasungschutz selbst läßt ja seine Einstufung ruhen, bis über die Klage entschieden wurde. Und es ist völlig unerheblich, was man selbst über die "Sauereien" der AfD denkt und aufgrund dessen einen Verbotsantrag für erfolgreich hält. Entscheidend ist, ob das vor dem BVerfG ausreicht, um die Partei zu verbieten. Und unter den Experten sind die Zweifel groß. Sollte die Klage der AfD scheitern ist eine gute faktische Grundlage gegeben. Mir erschließt sich nicht, warum man diese Sicherheit nicht abwarten kann. Ich halte überhaupt nichts von der fixen Idee, dass das Scheitern so ein Verfahrens kein Problem darstellen würde. Ganz im Gegenteil. Die AfD wäre bei einem Sieg vom höchsten Gericht dieses Landes demokratisch legitimiert, die ganze Argumentation, mit der man die AfD bekämpfen will, ist dann hinfällig und eine Brandmauer wirds dann schlicht nicht mehr geben. Und das mit der Einstellung zum Verfassungsschutz in diesem Fall, war nicht persönlich gemeint, sondern auf den allgemeinen Tenor in der taz bezogen.
zum Beitrag16.05.2025 , 13:48 Uhr
Also ich kann hier weder das Verhalten des Bahnmitarbeiters, noch das des Fahrgastes nachvollziehen. Der Eine versucht sich mit Trotz einen Platz in einem überfüllten Abteil zu erzwingen, der Andere reagiert darauf mit Gewalt gegen einen Gehbehinderten. Der beißt dann wiederum und blockiert den Zug. Das ist beiderseits rücksichtslos und völlig drüber. Und weder der Eine noch der Andere reflektiert im Nachhinein sein Verhalten. Jeder wähnt sich prinzipiell im Recht und und glaubt es rigoros durchsetzen zu müssen.
zum Beitrag