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Reaktion auf mögliches LinksbündnisCSU fürchtet „sozialistisches Himmelfahrtskommando“

Die kleinere Unionspartei drängt auf das schon verabredete Verbot von Wohnungsenteignungen durch die Länder.

Die CSU rechnet offenbar ernsthaft mit einer Regierungsübernahme in Berlin durch die Linkspartei – und drängt auf ein Verbot bei Enteignungen. Das berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Die bayerische Schwesterpartei der CDU fordert, aus dem im schwarz-roten Koalitionsausschuss vereinbarten Vorgehen gegen eine Vergesellschaftung großer privater Wohnungsbestände zügig ein Gesetz zu machen.

„Die Enteignungspläne der Linken treiben den Wohnungsmarkt in den Ruin und sind mit horrenden Kosten verbunden“, zitieren Zeitungen der Funke Mediengruppe den CSU-Generalsekretär Martin Huber. „Den Beschluss im Koalitionsausschuss, Enteignungen von Immobilien per Bundesgesetz zu verbieten, müssen wir nun schnellstmöglich umsetzen.“

Die Pläne der Linkspartei bezeichnete Huber als ein „sozialistisches Himmelfahrtskommando“, das keine einzige neue Wohnung entstehen lasse und notwendige private Investitionen gefährde. Der CSU-Generalsekretär verwies auf den Schutz des Eigentums im Grundgesetz. „Eigentum ist von unserer Verfassung geschützt, und das bleibt auch so“, sagte er.

Die Enteignungen großer Wohnungsbestände war das zentrale Wahlkampfversprechen der Berliner Linkspartei. Sie will gemäß einem erfolgreichen Volksentscheid aus dem Jahr 2021 großen Immobilienbesitzern alle Wohnungen nehmen, die über einen Bestand von 3.000 hinausgehen. Im Blick hat sie dabei vor allem den Immobilienkonzern Vonovia als größten Player, der in Berlin 130.000 Wohnungen besitzt. Zu ihm gehört das Unternehmen Deutsche Wohnen, nach dem die hinter dem Volksentscheid stehende Initiative sich als „Deutsche Wohnen & Co enteignen“ benannte.

Eralp könnte Regierungschefin werden

Linkspartei Spitzenkandidatin Elif Eralp, die das Amt der Regierenden Bürgermeisterin anstrebt, hatte am Montag nochmals bekräftigt, dass in einer künftigen Landesregierung „auch vergesellschaftet werden muss“. Eralp wäre in Berlin die erste Regierungschefin der Linkspartei. Bundesweit würde ihre Partei damit nach Thüringen – mit Bodo Ramelow – zum zweiten Mal eine Staats- oder Senatskanzlei führen.

Möglich wäre das mit einem Linksbündnis mit Grünen und SPD, die bei der Abgeordnetenhauswahl viert- und fünftstärkste Partei wurden. Diese beiden Parteien könnten aber auch eine Kenia-Koalition bilden – unter Führung der CDU, die am Sonntag deutlich hinter der Linkspartei auf Platz zwei landete.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte nach dem Koalitionsausschuss im Juli ein Gesetz angekündigt, das den Ländern Enteignungen von Wohnungsbaugesellschaften verbietet. Der Koalitionsausschuss beschloss darauf Anfang Juli einen entsprechenden Auftrag an die Bundesregierung. Ein Gesetzentwurf liegt jedoch noch nicht vor.

(mit dpa)

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35 Kommentare

  • Ricky-13

    taz: *Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte nach dem Koalitionsausschuss im Juli ein Gesetz angekündigt, das den Ländern Enteignungen von Wohnungsbaugesellschaften verbietet.*

    Es geht ja nicht um Enteignung (Art. 14 GG), sondern um Vergesellschaftung. Schauen wir uns doch mal Art. 15 GG (Vergesellschaftung) an: 'Grund und Boden, Naturschätze und Produktionsmittel können zum Zwecke der Vergesellschaftung durch ein Gesetz, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt, in Gemeineigentum oder in andere Formen der Gemeinwirtschaft überführt werden.'

    Und diesen Art. 15 GG (Vergesellschaftung) möchte Friedrich Merz gerne durch ein Gesetz aushebeln. Leider begreift der Bürger immer noch nicht, dass CDU und CSU keine Volksparteien sind, sondern wohl eher Lobbyverbände der Reichen und Mächtigen.

  • Worgt Michael

    Man merkt das die bürgerlichen Parteien ,



    als Interessenvertreter des Kapitals



    Muffensausen bekommen .



    Ich hoffe das die SPD nicht einknickt und



    eine schwarz-rot-grüne Koalition anstrebt , was



    eine Offenbarung ihres politisches Charakters



    wäre.



    Zutzutrauen ist es ihr , in Verrat ist die SPD ja seit 1913 ( aus diesen Jahr kommt auch der bekannte Spruch ) geübt .

  • DidiBerlin

    Ich verstehe nicht, was die Union sich davon verspricht. Ohne Entschädigungsregelung kann das eh nicht umgesetzt werden. Wie soll das bitte im Pleite Land Berlin finanziert werden, gerade angesichts der vielen anderen kostspieligen Wahlversprechen? Die Linke an ihren Wahlversprechen und der Realität scheitern lassen wäre erfolgsversprechender als solche Schnellschüsse. Ein Bundesgesetz wäre doch das beste, was Eralp passieren kann. Das entbindet sie quasi von einem unhaltbaren Wahlversprechen und sie könnte sich ohne großen Gesichtsverlust bequem in der Opferrolle suhlen.

    • Griffendorff

      @DidiBerlin:

      Wenn die Immobilien heruntergewirtschaftet sind, und vor der Vergesellschaftung bewertet werden, dann könnte das günstig werden. Manche Eigentümer müssen dann vielleicht sogar befürchten, draufzahlen zu müssen.

      Man muss aber hoffen, dass die vergesellschafteten Immobilien nach ihrer Sanierung auf Staatskosten nicht von der übernächsten Regierung zum Spottpreis wieder verhökert werden.

  • hedele

    Es gibt auch mildere Mittel als eine Enteignung. z.B. eine Zwangsverwaltung, die Berlin wesentlich günstiger käme und zielgerichteter wäre.



    Dass nun aber die CSU aus Bayern den Nordstaaten vorschreiben will, wie die Saupreußen ihre Wohnungspolitik gestalten dürfen, das ist schon extrem übergriffig. Ob ein solches Gesetz einen Verstoß gegen die Bundestreue darstellt, wird am Ende wohl das BVerfG entscheiden. Es dauert also alles noch sehr lange.

  • Griffendorff

    So lange die Immobilien nicht auf Braunkohleflözen stehen, dürfen sie natürlich nicht enteignet werden.

    Laut Artikel14 Grundgesetz verpflichtet Eigentum. Zeit, dass dieser Artikel mal bei Immobilienbesitzern durchgesetzt wird, die die Wohnungen verfallen lassen.

  • pumble

    Da haben offenbar so einige richtig Angst, dass die Vergesellschaftung funktioniert und Schule macht.

  • Klabauta

    Wenn es um Autobahnbau geht, hat der Staat weit weniger Skrupel, was Enteignungen angeht. Ich zitiere aus diesem Artikel aus 2023 in der taz:



    „ Im Jahr 2022 gab es in Deutschland 127 Enteignungsverfahren für den Bau von Autobahnen und Bundesstraßen.“

    taz.de/Enteignungs...assenbau/!5911206/

  • DiMa

    Enteignungen von Wohnungen in Berlin werden Folgen für die Wirtschaft in ganz Deutschland haben. Einem ausländischen Investor ist es vollkommen egal, ob "nur Wohnraum" oder ob "nur in Berlin" vergesellschaftet wurde. Auch Ratingagenturen werden dies für ganz Deutschland berücksichtigen und die Ratings entsprechend herabsetzen.

    Daher ist es richtig und wichtig, dass der Bund endlich von seiner Gesetzgebungskompetenz Gebrauch macht.

    • Andreas J

      @DiMa:

      Kaum ist der Wählerwille dem Kapital nicht genehm, wird nach Grundgesetzänderungen geschrien. Sehr demokratisch.

  • Kaboom

    CSU. Das sind die, die die Befreiung von Erbschaftssteuer bei der Vererbung von mehr als 300 Wohneinheiten ins Gesetz gebracht haben. Die vom BFH für unzulässig erklärt wurde und die trotzdem angewandt wird.

  • Joachim Petrick

    Die Berliner Linke will große Wohnungskonzerne ab 3.000 Wohnungen vergesellschaften, um Mieten bezahlbar zu machen. Jenseits der Modalitäten wäre dies ein starkes Warnsignal an Finanzmärkte, virtuelles Giralgeld auf reiner Renditejagd im Wohnungsmarkt anzulegen, diesen Sektor für Mehrheit wieder erschwinglicher zu machen. Stattdessen muss dieses Kapital in Daseinsvorsorge, Infrastruktur, Bildung, Gesundheit, Pflege, Katastrophenschutz, Pandemieprävention, Demokratie- und Kulturteilhabe sowie betriebliche Mitbestimmung fließen.Zudem gilt es, die Binnenwirtschaft – als Äquivalent zur hochsubventionierten Exportwirtschaft – an EU- und WTO-Regeln vorbei durch Hebung der Mehrheitsbinnenkaufkraft zu stärken und das Elend staatlicher Lohnsubventionen zulasten von Tariflonsummen, Renten und Arbeitnehmervermögen zu zugunsten Arbeitgebern auszutrocknen. Als Option für von Enteignung bedrohte Konzerne sollte Idee entwickelt werden, für jedes Mehrfamilienhaus per Losverfahren ein grundbuchlich eingetragenes, unkündbares Wohnrecht für eine Sozialwohnung zu vergeben. Das macht Investitionen für Renditejäger unattraktiv und dämpft die inflationstreibende, private Fiatgeldschöpfung aus dem Nichts

    • Pflasterstrand

      @Joachim Petrick:

      100% zustimmung

  • thomys

    "Der CSU-Generalsekretär verwies auf den Schutz des Eigentums im Grundgesetz. „Eigentum ist von unserer Verfassung geschützt, und das bleibt auch so“, sagte er."

    Da wird es jetzt bestimmt einen Anruf von RWE geben mit dem Hinweis auf Garzweiler 2 und einem Formulierungsvorschlag für das geplante Verbotsgesetz. :-)

    139 Enteignungen nur für den Straßenbau in 2023.



    www.bundestag.de/p...zmeldungen-1011650

    • Hansilein Hofmann

      @thomys:

      Enteignen bedeutet nicht, dass keine Zahlungen an den Eigentümer gehen. Berlin könnte sich eine Enteignung der Vonovia niemals leisten. Und es stellt sich auch die Frage, wer die Instandhaltung der Immobilien bezahlt, die Abrechnungen, sich um Beschwerden kümmert... Die Mieteinnahmen bleiben ja gleich. Oder werden geringer.

    • Chaos-NRW

      @thomys:

      Straßen sind allerdings üblicherweise tatsächlich von der Allgemeinheit nutzbar, während vergesellschaftete Wohnungen weiterhin nur von den Mietern nutzbar sind.

      • Petros

        @Chaos-NRW:

        Verquere Logik.



        Die Allgemeinheit kann auch jede Wohnung mieten. Ich kann auch nicht jederzeit jede Straße nutzen. Theoretisch ja, aber theoretisch kann ich auch jede Wohnung irgendwann mal nutzen.



        Und was ist mit den ganzen Enteignungen für den Braunkohle Abbau? Kann da auch die Allgemeinheit jetzt Braunkohle abbauen? Oder nur milliardenschwere Konzerne die die Umwelt zerstören?

        • vieldenker

          @Petros:

          Nun ja, die größten Umweltsünden stammen in dem Bereich nach wie vor von „vergesellschafteten Betrieben“. So wie auch nicht gerade wenige vernachlässigte Plattenbauten seinerzeit.. Scheint also nicht wirklich eine Frage der Inhaberstruktur zu sein. Immerhin ging ja auch schon das eine oder gemeinnützige Genossenschaftsprojekt ganz ohne böse Kapitalisten pleite. Man denke nur an die „neue Heimat“.

        • sneaker

          @Petros:

          Die Allgemeinheit kann nicht jede Wohnung mieten. Wohnungen haben immer nur einen Besitzer und solange dieser da drin wohnt kann niemand diese Wohnung mieten.

          Die Frage ist, ob sinkende/gleich bleibende Mieten für 200.000 Wohnungen der Allgemeinheit dienen oder nicht. Insbesondere vor dem Hintergrund von Milliardenkrediten, die gleichzeit alle Einwohner belasten.

          Beim Kohleabbau geht es um die Stromerzeugung, die als wichtig für die Allgemeinheit angesehen wird.

          Aus meiner Sicht muss man sich aber gar keine Gedanken wegen des Nutzens für die Allgemeinheit machen, da es schon an der Finanzierung scheitern wird. Unter Wert enteigenen geht sowieso nicht durch.

  • DocSnyder

    Sollte die Linke in Berlin regierende Partei werden, wird es sicherheitstechnisch bestimmt nicht bergauf gehen in der Hauptstadt.



    Besorgt sein sollte man darüber, dass sie die Polizei schrumpfen will bzw. deren Aufgaben verändern will.



    Bevor Sie in eine Regierung eintritt, sollte sie auf jeden Fall die antisemitischen Strömungen in Ihrer Partei unter Kontrolle bringen. Bedenklich für mich auch, dass ein Oberhaupt des organisierten Verbrechens in Berlin auf der Wahlparty der Linken auftaucht und die Partei in den höchsten Tönen lobt und ein Abgeordneter mit dessen Sohn chattet und im Nachhinein nicht gewusst haben will, wer das überhaupt ist.



    Ein Mitglied des organsierten Verbrechens sowie ein Hamas-Sympathisant auf der Wahlparty der Linken.



    Kann man sich nicht ausdenken.

    • Heho

      @DocSnyder:

      Der Herr, der von den Linken NICHT eingeladen war und daher auch wieder gehen musste? Ist das nicht der Herr, der vor einigen Jahren von der CDU sehr wohl bei so einer Party willkommen war? 🤔

      • Schmetterling

        @Heho:

        Ja, genau dieser Herr. Seltsam, dass der hier in den Kommentaren immer wieder auftaucht - wenn das schlimmste, was man der Linken vorwerfen kann, ist, dass sie ebenjenen Mann bei ihrer Wahlparty rausgeworfen haben, dann könnte man fast den Eindruck bekommen, den Gegnern der linken fehlen echte Argumente.

  • Ruhig bleiben

    Vielleicht sollte der Herr Generalsekretär nochmal den KOMPLETTEN Art 14 lesen,denn da steht u.A. auch Folgendes:

    Absatz 2: Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.

    Absatz 3: Eine Enteignung ist nur zum Wohle der Allgemeinheit zulässig. Sie darf nur durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes erfolgen, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt. Die Entschädigung ist unter gerechter Abwägung der Interessen der Allgemeinheit und der Beteiligten zu bestimmen. Wegen der Höhe der Entschädigung steht im Streitfalle der Rechtsweg vor den ordentlichen Gerichten offen.

    • Petros

      @Ruhig bleiben:

      Genau.



      Wobei auch nie erwähnt wird, daß das Konzept von Vonovia nicht der Neubau von Wohnungen ist. Die erwirtschaften ihre Rendite andders:



      im Jahr 2025 liegen keine direkten Angaben vor. Es gibt jedoch eine Angabe, dass 166 Euro pro Mietwohnung und Monat in die Dividende fließen.



      Pro Monat. Pro Wohnung. Geld das aus Berlin abfließt und auf irgendwelchen Steueroasen landet. Geld das also auch nicht in den Neubau fließt.

      • Birger Gerling

        @Petros:

        Sie meinen, steuerliche Oasen wie der norwegische oder niederländische Rentenfond?

    • uwe

      @Ruhig bleiben:

      Mei, auch für Huber gilt: there is no business like show business. Hauptsache ein paar Schlagzeilen.

      Davon abgesehen vermisse ich bei den Berliner Enteignungsplänen durchaus das Wohl der Allgemeinheit. Ok, ein paar Bestandsmieter werden vor mäßigen Mieterhöhungen im Rahmen des Mietspiegels und insbesondere vor Instandhaltung/Sanierungen "geschützt".



      Allerdings sind die eher nicht die Allgmeinheit. Der Steuerzahler darf dafür blechen - und das ist dann schon eher die Allgemeinheit.

      Also - show business der Linken - Lärm um nichts.

      • the real günni

        @uwe:

        wenn sie es umdrehen, sehen sie es vielleicht leichter: vonovia wie viele anderen wohnungsgesellschaften sind aktiengesellschaften, die verplfichtet sind, gewinne zu erzielen. so hohe, wie möglich. wohnungen werden so nur noch zu vermögenswerten. kosten sparen, gewinne maximieren. das dient einigen wenigen aktionären. den 100 Tausenden wohnungsbeiwohnern in berlin dient das nicht. das gegenteil wäre der fall. also enteignung und entkoppelung vom finanzmarkt.



        wenn sich jetzt bauen nicht mehr lohnt, wie die CDU sagt, dann ist das nicht die schuld der linken, sondern dann haben wir ein strukturelles problem. vielleicht wegen des neoliberalen kapitalistischen hoellenfahrtskommando der letzten 30 jahre?

        • uwe

          @the real günni:

          Selbstverständlich will/soll/muss die Firma Gewinne erzielen. Nur deshalb investiert sie und ihre Aktionäre in Wohnungen. Und natürlich soll die Wohnung auch günstig sein für den Mieter. Daher ja Regulierung des Mietmarktes. Nur ist diese Regulierung in den letzten 30 Jahren völlig übergeschossen und hat zu Lockin und Angebotsmangel geführt.

          Das ist das strukturelles Problem. Nur wie kommen wir aus der Überregulierung raus, ohne dass die Preise überschießen?

          Dass der Staat Wohnungsbau/-verwaltung nicht kann - insbesondere Linke - das haben wir beim Verkauf der Wohungen an die Privaten gesehen. Oder auch beim Wohnungsbestand in der DDR (von Markt konnte man da ja nicht reden). Ewige Wartezeiten und verlotterter Bestand.

          Und jetzt den selben Fehler wiederholen?



          Herr schmeiss Hirn vom Himmel.

        • Strolch

          @the real günni:

          Bauen ist teuer, wegen zig Umweltauflagen.

          Wo kommt das Geld den für die Enteignung her? Wer leiht es Berlin? Tun Sie das? Ich gehe davon aus, dass Sie dies gerne machen und das ganze auch für lau.

          Wieso bauen nicht einfach Sie? Nehmen Sie einen Kredit auf, machen soziale Mieten und das ganze ohne bösen Gewinn. Wenn Sie ein tragfähiges Konzept haben, gibt Ihnen jede Bank gerne Kredit. Also nicht jammern, machen! Die CDU hat ja Unrecht. Zeigen Sie es denen mal so richtig.

  • e2h

    Wäre ein Gesetz, das den Ländern Enteignungen von Wohnungsbaugesellschaften verbietet, nicht verfassungswidrig? Im Grundgesetz sind in Artikel 14 ausdrücklich Enteignungen vorgesehen:



    "Eine Enteignung ist nur zum Wohle der Allgemeinheit zulässig. Sie darf nur durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes erfolgen, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt. Die Entschädigung ist unter gerechter Abwägung der Interessen der Allgemeinheit und der Beteiligten zu bestimmen. Wegen der Höhe der Entschädigung steht im Streitfalle der Rechtsweg vor den ordentlichen Gerichten offen."



    Für eine Grundgesetzänderung braucht es eine Zweidrittelmehrheit.

    • DiMa

      @e2h:

      Es geht ja um Vergesellschaftung nach Art. 15 GG. Insoweit gilt die konkurrierende Gesetzgebung nach Art 72 GG. Siehe insoweit auch die Gutachten der Vergesellschaftungsbefürworter. Es braucht keine Änderung der Grundgesetzes.

    • Chaos-NRW

      @e2h:

      1. Erstmal geht es in Berlin um Artikel 15 GG, nicht Artikel 14 GG.



      2. Man kann Artikel 15 GG natürlich nicht per Bundesgesetz verbieten, man kann aber per Budesgesetz ausgestalten, wie solche Vergesellschaftungen in der Praxis aussehen müssen, insbesondere was die Entschädigung angeht, die sich Berlin dann schlicht und ergreifend nicht leisten können wird.



      3. Im Endeffekt ist das sowieso egal, weil die angedachte Vergesellschaftung spätestens beim BVerfG scheitern wird.

      • pumble

        @Chaos-NRW:

        Die Schwarz Rote Regierung hat dazu ja ein Gutachten erstellen lassen. Und das hat ergeben, dass die Vergesellschaftung sehr wohl rechtens wäre. Und die werden sich keine Gutachter ausgesucht haben, die das mal eben so behaupten - schließlich hätten sie ja gern das gegenteilige gehabt.

      • Petros

        @Chaos-NRW:

        4. wird das Bundesgesetz beim Verfassungsgericht scheitern und nicht die Vergesellschaftung.



        Wir sehen uns dann hier wieder.

      • elektrozwerg

        @Chaos-NRW:

        Am Ende laeufts auf Ihren Punkt 3 hinaus:



        Artikel 15 GG spricht von "Grund und Boden". Im Gegensatz zu "Grundstueck" sind da die Gebaeude nicht mitgemeint.



        Artikel 14 GG setzt das Allgemeinwohl vorraus.