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DHL streicht Deutsche Post aus dem NamenTrari, trara, die Post ist weg

Uli Hannemann

Kommentar von

Uli Hannemann

Die DHL will die Deutsche Post zur Tochtergesellschaft herabstufen – und sie damit aus dem Namen des Weltkonzerns verschwinden lassen. Gut so.

DHL steht gar nicht für „Deutsche Handelslogistik“ Foto: Martina Berg/imago, Montage taz

E s ist der größte Knall seit der Umbenennung des Schokoriegels „Raider“ in „Twix“ im Jahre 1991. Die Deutsche Post AG wird mit der gestrigen Hauptversammlung zu einer Tochtergesellschaft des zukünftig unter dem Namen „DHL AG“ firmierenden Unternehmens degradiert.

Damit bekommt sie im Zeitalter des Mailverkehrs genau das, was sie verdient. Wer im 21. Jahrhundert noch bekritzeltes Papier in einen Umschlag steckt, mit einer selbst abgeleckten Briefmarke frankiert und in einen dieser gelben Briefkästen steckt, soll nun wenigstens offiziell mit der völligen Bedeutungslosigkeit seines anachronistischen Tuns konfrontiert werden. Tochtergesellschaft ist im ganz großen Business nämlich nur ein anderes Wort für Arschloch.

Damit geht die Deutsche Post den gleichen Weg wie viele Einrichtungen vor ihr, deren alte Namen dem modernen und aufgeschlossenen Weltbürger nicht mehr sexy genug erschienen: So wurde aus dem Hausmeister der Facility-Manager, aus dem Arbeitsamt die Bundesagentur für Arbeit, und aus dem Eintopf die Bowl.

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Bestens erkannt hat diese Dynamik auch der DHL-Konzernchef Tobias Meyer. Nach seinem Amtsantritt 2023 wurde die Deutsche Post DHL Group zunächst zur DHL Group. Aber irgendwie war ihm da immer noch zu viel „Post“ drin. Das klingt doch viel zu sehr nach den Vorgängern Thurn-und-Taxis-Post (seit dem 16. Jhd.), Reichspost, Bundespost (bis 1995), und Deutscher Post: Poststeinzeitmenschen schreiben einander Briefe und warten zu Hause darauf. Gääähn.

Uncool und verschnarcht

So etwas passt aber nicht zu dem Profil, das die stark international ausgerichtete DHL heute hat. Als entsprechend uncool und wenig catchy für den globalen Gebrauch wird der Name Deutsche Post empfunden. Denn der von den Worten „Post“ und „deutsch“ ausgehende Ruch von Sauerkraut und Verschnarchtheit schadet einem weltweit operierenden Logistikdienstleistungsunternehmen.

Das ohnehin längst überholte positive Vorurteil deutscher Gründlichkeit und Pünktlichkeit mag vielleicht im klassischen Postverkehr von Vorteil sein. Doch die gute alte Brief- und Paketpost macht nur noch ein Fünftel des Konzernumsatzes aus.

Das Enkelkind schickt eh eine Mail oder eine Drohne

Im Grunde identifiziert man sich gar nicht mehr damit – das erfährt längst auch leidvoll die traditionelle Kundschaft, die nun immer öfter immer länger immer vergeblicher auf das analoge Geschreibsel von Oma und Opa warten muss. Das Porto wird fast jede Woche erhöht; das Enkelkind schickt eh eine Mail oder eine Drohne.

Wie piefig sieht das denn auch aus? Da hast du super fancy Geschäftszweige, die „Global Forwarding/DHL Freight“ oder „DHL Supply Chain“ heißen und da vorne an deinem Namen klebt aber noch wie Vogelscheiße: Deutsche Post! Fehlt nur noch, dass sie es in Fraktur schreiben.

Gamsbarthut oder Chinesen?

Das ist so peinlich. Da fragt sich doch der Amerikaner, der Franzose, der Japaner, ob ihm da vielleicht als Nächstes von einem Typen mit Gamsbarthut oder Pickelhaube eine Ansichtspostkarte über den Zaun geworfen wird, wo er doch eigentlich moderne und globale Lösungen bestellt hat?

Was kommt wohl als nächstes: die Postkutsche, Marschmusik, Allgäuer Emmentaler? Und bestimmt sieht die Konzernzentrale aus wie Neuschwanstein. Mit so ’nem Türmchen. Nein danke – da machen wir die Geschäfte doch lieber mit dem Chinesen.

So in etwa wird sich das Tobias Meyer gedacht haben. Sein Vorgänger Frank Appel hatte die Umbenennung noch mit Rücksicht auf die Inlandbelegschaft gescheut. Die müssen jetzt wohl mit den Folgen von Identitätsverlust und Entwurzelung alleine klarkommen, ohne vom Konzern bestellte Seelsorger oder Therapeuten. Wahrscheinlich kommt der Briefträger deshalb nun noch seltener und unzuverlässiger. Bald heißt er auch nicht mehr Briefträger, sondern, weeß icke, Senior Carrier Assistant Manager.

Wer dachte, wenigstens der Buchstabe D in DHL habe noch etwas mit Deutschland zu tun, liegt übrigens falsch: Denn der Name setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der Nachnamen von Adrian Dalsey, Larry Hillblom und Robert Lynn zusammen, den Gründern des Unternehmens 1969 in San Francisco.

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Uli Hannemann
Seit 2001 freier Schreibmann für verschiedene Ressorts. Mitglied der Berliner Lesebühne "LSD - Liebe statt Drogen" und Autor zahlreicher Bücher.
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45 Kommentare

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  • Ich finde die Post und insbesondere der Brief wird unterschätzt: Die Nachrichtenübermittlung ist vergleichsweise unkomplex, aber recht sicher verschlüsselt; sie kann vergleichsweise resilient gegenüber elektronischen Spielereien sein und zur Geschwindigkeit mal ehrlich: wie oft bleiben Dinge wegen Unpässlichkeit des Systems liegen……

  • "der Name setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der Nachnamen von Adrian Dalsey, Larry Hillblom und Robert Lynn zusammen, den Gründern des Unternehmens 1969 in San Francisco." -- Waaaas, die deutsche Post wurde 1969 in San Francisco gegründet?! Da sieht man mal wieder, wie uns die Mainstream-Medien belügen!!!!

  • Auf den KomDHL mit dem alten Namen!



    Zeit für die Post-Moderne!

    Die EineeineMarkmarke war früher auch mal besser.

  • Daher muss es einen Bundesbetrieb Post geben.

    • @tehabe:

      Sehe ich auch so.



      Was mich nicht interessiert, ist der Konzern xy. Was mich interessiert, ist wie in unserem Land Post funktioniert.



      Und da ist mir zum einen wichtig, dass sie ein Teil der Grundversorgung ist, dem Gemeinwohl dient und daher eher weniger privatisiert sein darf. Zum anderen, wie stark die Post zentralisiert ist. Zentrale Strukturen sind leichter korrumpierbar; wenn der Staat von Faschist*innen übernommen wird, kann per Befehl eine Zentral-Einrichtung schnell personell gesäubert und linientreu gemacht werden (Überwachung, wer wem was schreibt, Unterschlagung von Post bzw. von Paketware für diskriminierte Gruppen, ...). Zuwenig Zentralisierung gibt viel Chaos. Ein privat abgezogener Gewinn kommt in diesen Überlegungen nicht vor.



      Und schließlich interessiert mich Praktisches: Ablage von Päckchen und Paketen in der Nähe (in zentralen Läden oder Zentral-Orten, sozialen Zentren ganz in der Nähe, in jedem kleinen Dorf ab 500 Leuten und jedem Quartier ab 1200 Leuten. Mitnahme von Briefen und Paketen durch die Briefträger*innen wie schon geschrieben. Transport ohne Flugzeug, möglichst auf der Bahn. (Gabs mal, neben fast jedem Bahnhof stand ein Postamt).



      Nennen wir das Post.

  • Ach bittebitte, lasst uns doch wenigstens den guten alten Briefträger, aber so dass er auch Briefe und kleine Päckchen mitnimmt nicht nur abliefert, was er heute ja schon tut. Das ist nämlich Service, der uns wirklich hilft, besonders wenn mensch älter und nicht mehr sehr mobil ist. Und wehe, ihr nennt das email-postfach künftig etwa in-box, und statt Briefträger In-Boxer!

  • Was bleibt als Trost?



    CitiPost? de.wikipedia.org/wiki/Citipost

  • Upps.. Und was wird aus der Postoma? UPS?



    taz.de/tomkariseit...003-05-09/tom.webp

  • Faß mal z‘samm. Es bleibt aber unterm— dabei:



    “Personen Ohne Sinnvolle Tätigkeit“ -



    vulgo📯 POST 🏤 •

  • Was soll der Sarkasmus und das Mimimi über die Mitarbeiter-Identifikation?



    Für den Konzern arbeiten bei weitem nicht nur deutsche "Postler" sondern mehrheitlich Leute in aller Welt - und das nunmal unter einer Marke, die zwar vor Jahrzehnten mal einen postgelben Hintergrund verpasst bekommen hat, aber ansonsten mit der "Deutschen Post" nichts verbindet. Dass der globale Logistiker, den die Post (wahrscheinlichin der Tat mit guten Gründen) nie unter ihrer national beschränkten Stammmarke betrieben hat, mittlerweile mehr ist als ein zugekauftes Tochterunternehmen, sondern eben das effektive Kerngeschäft mit viel größerer Strahlkraft, darf man ruhig auch in den Konzernstrukturen und deren Namen abbilden.



    Man könnte an der Stelle auch mal eingestehen, dass da das vielgescholtene Staatskonzern-Management offenbar mal was richtig gemacht hat. Schließlich sind es nicht US Postal Service, British Mail oder La Poste, die sich mit dem "Dilemma" herumschlagen müssen, dass ihr mutiges Investment von einst heute mehr denn je Global Player ist. Aber DER Sprung über den eigenen Schatten wäre wohl so groß, dass die Flucht in "Und was wird aus Omas Brief?"-Verniedlichung näher liegt...

    • @Normalo:

      Im Keller kann man über den Artikel lächeln. Vielleicht bleibt es sogar besser haften, als ein möglicher Bericht über die Hauptversammlung im FAZ Stil. Das der Logistikkonzern erfolgreich ist, nun, darüber berichtet man nicht. Hinterher gäbe es nichts zu jammern. Die Postoma lässt grüßen. Mit einer EineMarkMarke kommt man nicht mehr weit.

  • Mit anderen Worten und in Kürze formuliert:



    Der "Service" dieses Unternehmens wird noch miserabler und noch teurer. Hauptsache der Profit stimmt, die Kundschaft interessiert nicht....

    • @Perkele:

      Öh, nein.



      Die Deutsche Post AG gibt es immer noch, und sie hat durch diese gesellschaftsrechtliche Veränderung keinen operativen Mitarbeiter verloren oder ihre AGBs ausgetauscht. Sie ist nur im Konzernverbund nicht mehr die Holding (bzw. die Holding heißt nicht mehr wie sie) sondern eine operative Spartentochter - wie die Mercedes Benz AG im Daimler-Konzern oder auch WhatsApp Inc. innerhalb von Meta Platforms. Ob sie ihren Service verbessert oder verschlechtert, dürfte vor allem vor allem davon abhängen, ob es einen Markt gibt, der den gegenwärtigen Service zu gegenwärtigen Preisen zu zahlen bereit ist oder einen besseren zu höheren Preisen etc.. Die Post ist nicht mehr die (staats)monopolistische Bundespost, die den Briefverkehr per ordre mufti bestimmt. Wenn es andere Anbieter besser und/oder billiger können, wird sie entweder mitziehen oder verlieren.

      • @Normalo:

        Das mag alles zutreffen. Fakt ist jedoch, dass die Post und künftig DHL es nicht schafft, auch nur die Zustellung der Sendungen unfallfrei hinzukriegen. Wie oft ich allein die Wochen-TAZ erst montags bekomme - ich kann es nicht mehr verfolgen, wie oft wird ein Paket einfach in die Filiale gebracht OBWOHL ein Ablageplatz vereinbart ist und OBWOHL jemand hier war. Die Laufzeiten sind lächerlich, brauchen nicht selten Tage, die Öffungszeiten der "Filialen" sind unterirdisch. All das kann man deutlich verbesseren wenn man denn will und nicht NUR auf den Gewinn starrt.

      • @Normalo:

        Apologet der Woche - Normal O

        • @Lowandorder:

          Schön Euch beiden mal widersprechen zu dürfen! Kurz nach COVID, war das Schadensmanagement (!) noch die relevanteste Stelle überhaupt. Ein paar fortgesetzte Folgen Bossing und Mobbing später - habe auch ich dann mal nach 33 Dienstjahren aufgegeben... Bin ja mit Anfang 50 auch schon ein alter Sack, und unbedingt in Frühpension (!) zu stecken.

          Wer dabei Sarkasmus entdeckt - darf ihn ausnahmsweise behalten.

          Am Anfang waren wir 5 produktive und 1 Vorgesetzter. (Flughafen)



          Mit der Übertragung des "Dienstherrenrechtes" auf die DP AG (!) hatte ich plötzlich bis zu 4 Manager - ca. 80 Prozent der Zeit gingen für Besprechungen und Entschuldigungen drauf. Wochenarbeitszeit: Zwischen 44 und 52 Stunden.

          Die Selbstverständlichkeit, dem MENSCHEN zu helfen - wurde eben einfach zugunsten des 20 %-Blackrock-Aktionärs hinten angestellt.

          Wir haben die FDP nicht umsonst Feinde Der Post getauft!

          Nicht traurig - die Wahrheit!

        • @Lowandorder:

          Lieber Apologet als Misanthrop - lebt sich einfach fröhlicher. Sie dürfen meiner Propaganda aber gern jederzeit Fakten entgegensetzen. Wie wäre das?

  • DHL-Leitzahl

  • Boah, war der flach. Ich werde mal recherieren, wieviele Gaststätten oder Hotels in Deutschland "Zur deutschen Post" heißen.

    • @Justus Niebur:

      Das dürften eine Menge sein. Nur das "Deutsch" wird nicht so oft vor kommen.

  • DHL-Strukturalismus. DHL-Moderne. The last out-DHL of civilisation.

  • Emmentaler kommt aus dem Tal der Emme, und das ist weit vom Allgäu entfernt. Geschenkt, ein*e modern-forsch-dynamisch-smarte*r Städter*in braucht das nicht zu wissen...

    • @Kelkin:

      ...und genau deshalb hält der Autor ja den (übrigens AUCH als Herkunftsbezeichnung geschützten) "Allgäuer Emmentaler" ja für so typisch deutsch.

      "Emmentaler" MUSS auch nicht aus dem Emmental stammen, solange er nicht das "AOP"-Siegel trägt. Das Wort steht mittlerweile international für eine bestimmte Machart (wie z. B. "Camembert" ja auch nach einem Dorf in der Normandie benannt, aber überall auf der Welt einfach nur eine herkunftsunabhängige Sortenbezeichnung ist). Im US-Behördenenglisch wird "Emmentaler cheese" gleichbedeutend mit "Swiss cheese" verwendet und meint quasi jeden Käse mit großen Löchern. O tempora, o mores... ;-)

  • "Die müssen jetzt wohl mit den Folgen von Identitätsverlust und Entwurzelung alleine klarkommen, ohne..."



    Ich kann mich noch an Postbank, Postbus und den Begriff Postwertzeichen erinnern, außerdem an die Postbeamten, die Oberpostdirektion und Postminister.



    Vielleicht ist diese Welt der Kindheit schon viel früher endgültig "Geschichte geworden", aber es gibt noch ein Relikt, das uns täglich mit überregionalen und lokalen Einsendungen "versorgt", das gute alte POSTFACH.



    Die Versendung vieler Schriftstücke, auch Akten von Behörden, ist (noch) analog, was sich ändern wird, speziell in der Justiz.



    Aber medizinische Proben von Patient*innen werden nach wie vor als Blut, Gewebe u.a. versendet.



    Dass wir in Deutschland das 'gute alte Postfach' umbenennen, könnte noch passieren.



    Der Vorstand hat sicher für Verteilungszentren und die dortige Infrastruktur schöne Anglizismen bereits vorgedacht.



    Ein weiterer Begriff ist wahrscheinlich auch entbehrlich, weil antiquiert: Daseinsvorsorge.



    www.fes.de/wissen/daseinsvorsorge



    (ad acta gelegt?)

    • @Martin Rees:

      Ach bittebitte, lasst uns doch wenigstens den Briefträger, aber so dass er auch Briefe und kleine Päckchen mitnimmt, nicht nur abliefert. Das ist nämlich Service, der uns wirklich hilft, besonders wenn mensch älter und nicht mehr sehr mobil ist. Und wehe, ihr nennt das email-postfach künftig etwa in-box.

  • Habe ich mich in Die Wahrheit verirrt?

    • @Arne Babenhauserheide:

      Nein. Uli Hannemann hat Freigang.

  • Stark gestartet.

  • Bald wird aus Journalist auch Chatgpt-Jockey.

  • Sehr schön auf den Punkt gebracht. Jetzt fehlt nur noch, dass der CEO nicht mehr auf den urdeutschen Namen Meyer hört. Könnte man diese persönliche Peinlichkeit nicht einfach gleich mit ersetzen?

  • Die erste Sondermarke der DHL sollte ein Hannemannportrait zieren.

    Die reguläre Marke natürlich den Steinmeier. Wie zu Heinemannzeiten: Alle Marken dasselbe Motiv: BuPrä! Langweilig.

    Ansonsten ist die Abschaffung der Post ein absolut unerhörter Vorgang. So wie die Postbank von "ihrer Mutter" vorsätzlich auf das Niveau der Servicewüste Deutsche Bank zerbombt wurde, so wird nun die Post von einer Weltfirma zu einem Privileg von DHL-Konzernoberen, das so wie das Privileg früher hochadeliger Fürsten von Thurn und Taxis ist.

    Entwickeln wir uns dann noch weiter zurück, ins Mittelalter?

    Früher hatten wir noch Postminister, die uns vor solchem Unbill bewahrten. DHL kann vielleicht Pakete. Wenn der Postmann dreimal klingelt? Das waren noch Zeiten: Es gab "nur" Dampfeisenbahnen und die Post kam trotzdem dreimal am Tag. Wär's dabei geblieben, wär niemand auf die Idee gekommen, die "e-mail" zu erfinden. Schon die Auswahl der Briefpapierqualität hatte eine Aussage, die tausend Worte nicht fassen konnten.

    Dummerweise scheinen wir in ein Postpostzeitalter geraten zu sein.

    • @Uwe Kulick:

      Mit dem "Postminister" Christian Schwarz-Schilling ging der ganze Blödsinn leider los! Herr Bötsch, einer der Nachfolger, hatte unser Handwerk wenigstens noch halbwegs von der Pike aufgelernt.

  • Seit dieses DHL Unternehmen unsere Surf patrol in Neuseeland mit gelben Hemden ausstattet, geht der Preis fuer einen Brief oder schlimmer noch, ein Paket um das vermutlich hundertfache in die Hoehe. Dies verbietet weiteren postalischen Verkehr aus Kosten gruenden.



    Immer die gleiche Vorgehensweise: Erst beklagt man den mangelnden Service einer Behoerde um dann nach der privatisierung Zaehne knierschend das zehnfache zahlt oder auf einen Service verzichten muss.



    Tolle {In} konsequenz

  • "Doch die gute alte Brief- und Paketpost macht nur noch ein Fünftel des Konzernumsatzes aus."



    Und was sind die anderen vier Fünftel?



    (Frage ernstgemeint)

    • @Brombeertee:

      "Und was sind die anderen vier Fünftel?"

      In einem Satz formuliert: Speditionsgeschäft in all seinen Facetten und über alle Kontinente...

      • @FriedrichHecker:

        Danke

  • Post wird bleiben, "Deutsche" in Post ist schon länger abgängig.

    Zeilenhonorar verdient, da der Autor Personen ala Schwarz-Schilling noch wirkend erlebte.

  • Das ist globaler Kapitalismus, der die Geschichte verleugnet und sich seine eigenen Traditionen erfindet. Dalsey, Hillblom und Lynn als Identifikationsfiguren für ein gelbes Imperium ohne Analoges.

    • @Günter Picart:

      Och, ne Zeitlang durfte auch das Schweizer Unternehmen Danzas sich geehrt fühlen, dass wir evtl. nach diesen benannt werden.

      Ist halt nicht so cool, wie die anderen drei Herrschaften. Vermutlich zu europäisch...

  • Tobias Meyer klingt auch so bisschen nach langweiligem Einfamilienhaus in gesichtsloser Vorstadt, nicht gerade sexy und catchy.

  • Personen



    Ohne



    Sinnvolle



    Tätigkeit

    ---

    Dauert



    Halt



    Länger,

    Wo bleibt da der Fortschritt?

    • @Willi Müller alias Jupp Schmitz:

      Vorschlag zum Fortschritt:

      Die



      Halbe



      Leistung

  • "Ich bin die Christl von DHL" hört sich auch doof an.

  • Wie viel von der verbliebenen Post wohl Briefe von Omi sind und wie viel Behördenschriftverkehr, der hoffentlich lieber heute als morgen digitalisiert wird?

    • @nihilist:

      May be & Schonn. But



      Wie uns Willi s.o. zu recht anmerkt



      “Dauert

      Halt

      Länger,



      Wo bleibt da der Fortschritt?“



      In meinem Veedel Ihrrrenfeld braucht ein Brief gern mal 5 Tage & Briefeverschwinden - das neue Gesellschaftsspiel!



      Und Pakete? Wenn der Postmann 2x 🛎️?!



      Ah geh! Gar nicht erst klingen & 3 Tage später



      “Haben wir Sie leider nicht angetroffen!“



      Und - Krönung der Auslese? Aber Hallo!



      Die 🆕 🗺️ der DHL- Kioske -



      Abgekürzte Verfahren! Wollnich



      Nachbarin unlängst “Da sitzt der Bote cool vor den Paketen & vermerkt “nicht angetroffen!“🙀



      Na Mahlzeit - a never ending Story •