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Hype um Künstliche IntelligenzWas, wenn die Blase platzt?

Investitionen in KI sind eine Wette mit offenem Ausgang. Trotzdem hätte ein Börsencrash noch ganz andere Folgen als die letzte US-Finanzkrise.

Billionen US-Dollar an Aktienvermögen könnten verloren gehen, falls die KI-Blase platzt Foto: Brendan McDermid /reuters

U nglaubliche Geldmengen fließen in die Künstliche Intelligenz: Amazon will in diesem Jahr 200 Milliarden US-Dollar investieren. Googles Mutterfirma Alphabet plant mit 185 Milliarden US-Dollar, Meta mit 135 Milliarden und Microsoft mit 130 Milliarden. Die bange Frage ist: Kann sich dieses Geld amortisieren und Gewinne abwerfen? An den Börsen geht die Angst vor einem Crash um.

KI-Investitionen sind eine Zukunftswette, wie sie selten vorkommt. Denn es ist unklar, was diese Technik künftig leisten können wird. Das war bei früheren Crashs anders. Ob Eisenbahnen oder Immobilien: Den Investoren war klar, wie eine Lok funktioniert oder wie man Häuser errichtet. Sie bauten nur zu viele Strecken oder Gebäude. Das Problem war die Quantität, nicht die Qualität. Doch bei der KI ist gänzlich unbekannt, wohin sie sich entwickelt.

Wie gefährlich wäre ein KI-Crash?

Prognosen sind selbst für Experten schwierig. Eine schöne Anekdote hat gerade der US-Neurowissenschaftler Gary Marcus gepostet: Vor zehn Jahren forderte der berühmte KI-Forscher Geoffrey Hinton, keine Radiologen mehr auszubilden. „Es ist völlig offensichtlich, dass in nur fünf Jahren die Künstliche Intelligenz besser sein wird als jeder Radiologe.“ Es kam anders, Radiologen sind gefragter denn je.

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Zugleich ist aber nicht zu leugnen, dass sich KI-Anwendungen rasend schnell entwickeln. Gerade ging ein kurzes Video viral, in dem Tom Cruise auf Brad Pitt einschlägt. Die Szene sieht so echt aus, als hätten sich die beiden Superstars tatsächlich geprügelt.

Allerdings reichen eindrucksvolle Gimmicks nicht aus, damit sich die gigantischen Investitionen lohnen. Es bleibt die Frage: Wie gefährlich wäre ein KI-Crash?

Zunächst einmal: Crash ist nicht gleich Crash. Besonders katastrophal sind Immobilienkrisen wie in den USA ab 2007, als zu viele Häuser auf Pump gebaut wurden, obwohl die Besitzer kaum Einkommen hatten und diese Kredite nicht zurückzahlen konnten. Eine Immobilienkrise ist immer tückisch, da Gebäude etwa 65 Prozent des privaten Vermögens ausmachen. Fallende Preise betreffen jeden Hausbesitzer.

Aktien sind längst nicht so wichtig. Ein Börsencrash ist daher leichter zu überstehen als eine Immobilienkrise. Aber was heißt das schon?

Billionen US-Dollar könnten verloren gehen

Die Harvard-Ökonomin Gita Gopinath schätzt, dass in den USA etwa zwanzig Billionen Dollar an Aktienvermögen verloren gehen könnten, falls die KI-Blase platzt. Das klingt heftig – aber damit wären „nur“ die Kursgewinne der vergangenen zwei Jahre ausgelöscht. Das ließe sich verkraften. Zudem bedeutet ein sinkender Aktienkurs nicht automatisch, dass die Firmen unmittelbar vor der Pleite stehen.

Viele KI-Firmen besitzen noch andere Geldquellen, aus denen sie ihre Kredite zurückzahlen könnten, falls sich die KI-Investitionen langfristig nicht rentieren sollten. Dazu zählen etwa Google oder Amazon, die mit ihren Suchmaschinen und Verkaufsplattformen enorme Profite machen.

Wenn die KI-Blase platzt, gäbe es in den USA vorerst kein Wachstum mehr

Allerdings gibt es auch klamme Firmen wie OpenAI, die nur ihre KI-Sparten haben, um die Milliardeninvestitionen zu finanzieren. Ob das gelingt, weiß niemand. Das Ende von OpenAI wäre dennoch kein Crash aller KI-Unternehmen. Die Auswirkungen wären möglicherweise eher indirekt: Wenn die KI-Blase platzt, gäbe es in den USA vorerst kein Wachstum mehr, da gigantische Investitionen in gigantische Rechenzentren ausbleiben würden. Das muss jedoch keine schlechte Nachricht sein. Ohne Wachstum wäre Trump garantiert entzaubert – auch bei seiner MAGA-Basis.

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Ulrike Herrmann
Wirtschaftsredakteurin
Ulrike ist seit 2000 bei der taz. Nebenher schreibt sie Bücher. Das neueste heißt "Geld als Waffe. Wie die Wirtschaft über Krieg und Frieden entscheidet" und erscheint am 12. März 2026.
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56 Kommentare

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  • Danke für diese Einsichten!



    Schön, wenn Wirtschaft so allgemeinverständlich erläutert wird!

    • @Philippo1000:

      Wohl wahr!



      Doch schöner noch als allgemeinverständlich präsentierte Wirtschaft wäre eine Wirtschaft, die der Allgemeinheit oder wenigstens großen Teilen derselben dient.



      Ich sage schon lange: Ökonomie ist zu wichtig, um sie alleine Ökonomen zu überlassen - oder?

  • Wir benutzen KI beruflich seit 2 Jahren



    Der Nutzen ist deutlich gegeben, natürlich hilft da die gratis Version nicht wirklich weiter.



    Wir bezahlen die KI so wie andere Software auch, um sie als Werkzeug zu benutzen und für unsere Kunden Arbeit zu erledigen damit...



    Das ist ein typischer und realistischer Anwendungsfall



    Wir benutzen sie nicht als gottgleiche Persönlichkeit die alle Probleme gleichzeitig löst, und keiner von uns erwartet das in Zukunft...



    Wer sich auskennt weiss dass die Marketing Versprechen auf die Zukunft übertrieben sind, so wie fast immer

    • @Todesfister:

      …cum grano salis

      War bei der Digitalisierung - Justiz NRW -



      “Bäckchen“ Behrens JuMi mußte als jüngster am Tisch wg 🌻 3 Tausend Stellen streichen - kriegte dafür 30 Millionen für Digitalisierung!



      Dabei - heute fluchens e-Akte & the whole Shit!



      Beim EuGH liegt die Vorlage VG Wiesbaden/



      Ob denn die digiAkten des BAMF - da in den Abläufen nicht kontrollierbar - Verfahrensakten iS der VwGO seien!



      & Däh mE der Knaller



      Ein Weggefährte war mit der Digitalisierung der Justiz von SH HH Bas-Sax BR? & eins Aus Dunkeldeutschland betraut.



      Da kommste dann qua Masse mit der Oberliga ins Fachgespräch - DB Commerzbank Allianz BMW Mercedes VW usw usf



      Sein knochentrockenes Resümee:



      Alle sind sich durch die Bank einig - unterm Strich - Die teuerste Lösung •

      Natalije un nu komms du!

      Na Mahlzeit

      • @Lowandorder:

        Klar, für eine deutschen Behörde eine IT-"Lösung" hinzuschlampen, ist eine wunderbar lukrative Angelegenheit. Die müssen bis zum Jahresende ihr Budget für irgendwas verballert haben. Würde was übrig bleiben, bekämen sie nächstes Jahr weniger Budget. Das will doch keiner. Für IT-Unternehmen sogenannte low hanging fruits. Anstrengen braucht sich da keiner.

  • Natürlich wird der KI Hype crashen - oder anders: Der Hype-Cylce (was das ist: siehe Wikipedia) ist dann im "Tal der Tränen" angekommen. Ab dann wird es spannend weil produktiv weil dann nur das übrig bleibt was praktischen Nutzen hat (finanziell & für die Leute). Gab es und wird es bei jeder Technologie geben.

    & übrigens - KI ist mehr als LLM, speziell dort wo sie als Mustererkennung die üblichen statistischen Verfahren erweitert. Anderes Beispiel: Linguistik - die ganzen Übersetzungsprogramme währen ohne KI (Mustererkennung und Statistik auf "Steroiden") nicht so gut.

  • Ein Crash würde doch erstmal auch viele Jobs bei uns retten, die die AI ja schlucken soll. Anleger schichten schon vorher ein bisschen um. Ich glaube die Rendite der Aktien außerhalb der USA ist schon lange besser.

    Die großen Digitalkonzerne sind aber too big to fail und können das auch kompensieren.

    Aber die Forschung, die Innovationen in den Startups?

    • @ttronics:

      In Deutschland wird KI keine Jobs vernichten



      Der durchschlag wird höher, man generiert einfach mehr und längere Unterlagen für jedes Problem



      Man dachte der Computer kostet Büro Jobs weil er effizienter ist als Schreibmaschine

      Wir produzieren jetzt einfach mehr Unterlagen und keiner hat den job verloren...



      Deutsch wird durch unnötige Bürokratie den Aufwand so aufblähen dass die Effizienzsteigerung durch KI gefressen wird

  • "Doch bei der KI ist gänzlich unbekannt, wohin sie sich entwickelt."

    Das kann ich nicht bestätigen. Es gibt diverse allgemein bekannte branchenspezifische Anwendungsfälle für die Nutzung von KI, die jeder wirtschaftswissenschaftliche Laie sich auch schnell selbst ergoogeln kann.

    Warum das also für eine "gänzlich unbekannte" neue Welt sein soll erschließt sich mir nicht.

  • Die KI soll nahezu alles können und alles dürfen, so das jetzige Narrativ, ganze Branchen werden durch die künstlichen Schlaumeier überflüssig, die Spekulationen hierüber sind tägliches Brot in den Wirtschaftsteilen.



    Ob das alles am Ende so kommt ist die eine Frage, ob diejenigen die die KI erstellen damit dann auch noch Geld verdienen die andere.



    Technologieblasen gab es schon einige, am Ende platzt diese, eine Handvoll Firmen machen mit der Technologie Geld, der Löwenanteil der Firmen verschwindet wieder.

  • Ich denke, das crash-Risiko lässt sich schon allein auf Basis der verwendeten Technik begründen. Es findet derzeit ein Wettrüsten mit Maschinen statt, deren geldwerte "Halbwertszeit" vielleicht zwei Jahre beträgt. D.h. die Milliarde, die heute ausgegeben wird, hat sich innerhalb von zwei Jahren bereits halbiert. Dieser Verlust will erst mal verdient werden. Und das wird er nicht.



    Dazu kann jederzeit eine völlig anderer Technik ins Spiel kommen, beispielsweise das Rechnen mit Licht oder anderen Quanten-Phänomenen. Solche Dinge befinden sich bereits in den Startlöchern zu Massenmarkt und versprechen bereits jetzt 10-fache KI-Leistung bei einem zehntel Energiebedarf. Das dürfte das Platzen von Investitionsblasen nochmals deutlich beschleunigen.

  • Die Frage ist glaube ich, wie viel der KI zugetraut wird. Das heißt, für wie relevant man sie hält beziehungsweise was man befürchtet, wenn man nicht an dem Rennen teilnimmt. Denn als Rennen wird es gesehen: der KI wird sehr viel zugetraut und die KI Befürworter erwarten den Punkt, an dem die aktuelle KI Generation die folgende, leistungsfähigere Generation erschafft und von da an soll die Entwicklung sehr schnell gehen. Wer also diesen Punkt als erstes erreicht, hat das Rennen gewonnen.



    Grundsätzlich traut man der KI zu, das militärische Kräfteverhältnis stark zu beeinflussen. Und damit wird das Rennen zu einem Länderwettbewerb zwischen den USA und China. Und wenn man diese Geschichte glaubt, dann wird der Erfolg der KI überlebenswichtig. Und damit ist dieser Glaube der entscheidende Punkt wie es mit den Firmen weitergeht. Werden sie mit öffentlichen Mitteln am Leben gehalten? Alle oder in fusionierter Form ?



    Bis dahin fehlt der real produzierenden Wirtschaft Kapital und zunehmend auch Mikrochips, weil die Kapazitäten der Halbleiterindustrie zu großen Teilen für die KI benötigt werden. Das sieht man aktuell an den explodierenden Preisen für Computerspeicher.

  • "Vor zehn Jahren forderte der berühmte KI-Forscher Geoffrey Hinton, keine Radiologen mehr auszubilden. „Es ist völlig offensichtlich, dass in nur fünf Jahren die Künstliche Intelligenz besser sein wird als jeder Radiologe.“ Es kam anders, Radiologen sind gefragter denn je."



    Leider trifft das in der Medizin auch auf die anderen sogenannten methodenorientierten Fächer als Facharztweiterbildungsstätten zu.



    Von den Verkehrsbetrieben hörte ich Ähnliches: Zukünftig sei bei autonomem Betrieb eine Anwesenheit im Steuerbereich als Fahrer:in nicht mehr nötig, der "Markt" sei daher aktuell leer und Anwerbungen aus realen, nicht virtuellen Besuchen bei Stellenbörsen tun not.



    Interessant wäre, wieviel Geld "unbemerkt" von ihren eigentlichen Besitzer:innen unbemerkt in KI "arbeitet", weil es nicht klar deklariert war, wo es für wen arbeitet. Dazu gehören vielleicht auch Anlagen der Versorgungswerke etc, die u.a. Ärztinnen und Ärzte für den Ruhestand absichern.



    "Ohne Nachfolge keine Versorgung", das ist dann wiederum für Patient:innen bedrohlich.

  • Eine weitere Frage ist auch, was mit den ganzen deutschen Firmen und Behörden ist, die US-KI nutzen, wenn da ggfs. was abgeschaltet wird.

  • Was, wenn die Blase platzt?



    ----



    Ja, Ulrike, sehr berechtigte Frage!



    - Einmal gibt es seit der 1. Veröffentlichung dieser Programme bis HEUTE noch keine "seriösen Anwendungen" dafür, die wirtschaftlich & inhaltlich tragfähig zu sein scheinen!



    - Dann ist immer noch nicht geklärt, wie weit "humane Verhaltensmuster" determinierbar sind.



    - usw.



    UND über Datenschutz, Fehlerquoten, Überprüfbarkeit dieser Technik will ich gar nicht erst anfangen!



    Der wirtschaftliche Aspekt, den Du hier ansprichst, ist mMn. "sekundär, doch auch eine sehr REALE Gefahr für uns alle.



    Btw. Ein wenig kommt mir dieser Hype wie die Tulpenmanie" in den Niederlanden vor!



    Der 1. bekannte "Absturz" eine Spekulationsblase! Da wurden, soweit bekannt, nicht die kleinen Leute, sondern die wohlhabenden Spekulanten getroffen, doch das ist heute, bei der alles überdeckenden, überdehnten "Finanzindustrie" heute nicht mehr sicher!



    Gruss Sikasuu



    (Der den HYPE um einen "Sprechpapagei" zwar sieht, doch die Spekulationsblase die darum entstanden ist, weder verstehen noch begreifen kann!:-( )

    • @Sikasuu:

      Bei der Immobilienblase wurden viele Familien obdachlos

      • @Jürgen focke:

        Die war politisch. Banken wurden von der Regierung und Gerichten gezwungen, gegen ihren Willen Sozialhilfezahlungen als ausreichende Sicherheit zum Abzahlen eines hohen Kredites zu akzeptieren. Das wurde, solange es gut ging, als "sozial" und "zugunsten der kleinen Leute" angepriesen. Hinterher wollte es wie immer keiner gewesen sein.

  • Ich glaube, ihr solltet keine wirtschaftsartikel schreiben. Wenn man sich so ein wenig mit dem Thema befasst, dann merkt man seit mehreren Wochen, dass diese Blase bereits am Platzen ist.

    • @Horst Sörens:

      Schiller - hier wird sie geholfen



      “Herr dunkel war der Rede Sinn …



      Gang zum Eisenhammer



      &



      Was hat ehr‘s nun mit Ulrike Hermanns Ausführungen zu tun?



      Btw KI - gibt es nicht •



      Mit Heinz von Foerster “…eine Erfindung um besser an die (Förder)Mittel zu kommen! Woll



      Und - wie zB zu Radiolgen? - auf dicke Hose &



      Im Himmel ist 🎡 - versprechen! Gelle

  • "Was, wenn die Blase platzt?" - Wird sie. Der reale Nutzen ist abseits alberner Bildgenerierung und Chatbots weiterhin sehr gering, die Fehlerquote inakzeptabel hoch, die technische Kompetenz der meisten Investoren lachhaft.

    • @Samvim:

      Die KI im telefonischen Kundendienst wird von den Kunden als Katastrophe empfunden.

    • @Samvim:

      Als bessere Such- und Antwortmaschine ist die derzeitige "KI" brauchbar, wenn man sich auskennt und die Antworten einzuordnen weiß.

      • @Axel Schäfer:

        Naja, meine Erfahrungen sind da nicht so berauschend, schon mittelmäßige Zusammenhänge und Abhängigkeiten werden nicht "verstanden", die Antworten der KI stark unterkomplex. Selber g..geln bringt immernoch deutlich bessere Ergebnisse

        • @Samvim:

          Wenn die Antwort klar und explizit im Wikipediaartikel steht, liest und durchsucht die KI einen langen Artikel schneller, als ich es selbst kann. Sehr kurz dahinter endet der Nutzen aber.

    • @Samvim:

      Ich glaube, für dich ist künstliche Intelligenz ein chatbot. Der reale nutzen wird tatsächlich schon umgesetzt und hat nun wirklich sehr wenig mit dem Frage Antwort Spiel zu tun. Allerdings werden diesen Wettkampf nicht Unternehmen wie oben hey gewinnen, sondern Google. Denn Google hat das ganze Thema sauber durchfinanziert und muss sich nicht um die datenbeschaffung kümmern

  • OpenAI ist nicht irgendein Unternehmen mit Schulden. In OpenAI sind die großen, wie Microsoft mit großen Anteilen investiert. Deren Copilot Integration ist langfristig angelegte Strategie. Das Unternehmen geht nicht einfach so pleite. Kleineren Unternehmen mag vielleicht die Luft ausgehen. Das dürfte aber keinen Crash verursachen. Kurskorrekturen kommen jedoch regelmässig. In Summe geht es aber weiter.

    Die KI ist eine Lebenswette, auch für die großen Unternehmen. Mit KI steht z.B. die klassische Google-Suche in Frage. Die müssen alle handeln. Das Geld dazu verdienen sie ja auch.

    • @Gorch:

      Openai wird es nicht mehr lange geben. Google ist technisch überlegen aber vor allem finanziell. Und google hat bereits die Kunden.

  • Was heißt es denn, wenn "etwa zwanzig Billionen Dollar an Aktienvermögen verloren gehen könnten"?

    Doch nur, dass da Spielgeld, das nie wirklich existiert hat (da es nie einen auch nur ansatzweise entsprechenden Gegenwert in Form von Warenwert oder Arbeitsleistung hatte), wieder vernichtet wird.

    Dumm für die, die diese Kredite aufgenommen haben. Aber wie sagte man schon im alten Rom? "Caveat emptor".

    • @Ajuga:

      Gut, dass niemand Anderes betroffen wäre 😉

  • Wenn Milliarden durch hochprofitable Tech-Giganten investiert werden, die sich definitiv nicht in Gewinne umwandeln lassen (am Ende der Wertschöpfungsketten fangen Menschen ja nicht mehr zu konsumieren an), dann ist das bilanziell ein Nullsummenspiel. Keiner von diesen wird pleite gehen, man steckt nur künftige Marktanteile ab. Die Bewertungen sind jetzt schon crashartig einfach auf ein faires Niveau runtergegangen, das diese Stagnation einpreist. Den Gesamtmarkt hat es kaltgelassen, denn es fand eine Rotation in klassische Erzeugerbranchen statt. Interessanter als die Monetarisierung der KI sind die Implikationen für die Arbeitswelt. Es stimmt zwar, dass Jobs flöten gehen, aber das ist letztlich auch nichts anderes als die Fortsetzung des Trends, Menschen durch Maschinen zu ersetzen. Fing mit Fließband an, später Digitalisierung, nun KI. Was für einen Job soll unsere Jugend erlernen? Influencer! und das ist definitiv nicht abwegig, weil dort das Geld umhergeht, wenn die letztlich durch Robotik produzierte Ware distributiert werden will. Sonst werden noch branchenspezifische KI-Spezialisten gebraucht werden und in weiten Teilen die guten alten Handwerker - wenn die Klospülung leckt

  • Prinzipiell stimmt das schon. Allerdings würden, wie schon 2009, Millionen Menschen, die eine kapitalbasierte Altersvorsorge haben, diese ganz oder zu großen Teilen verlieren. Auch weil so ein Crash selten auf einen Bereich beschränkt bleiben.

    Der letzte Crash hat Trump hervorgebracht und auch in anderen Ländern den Aufstieg der Rechten beflügelt. Was kommt nach dem nächsten Crash?

    Übrigens. Es ist nicht gesagt, dass Trump ein Crash schadet. Er ist gut darin, Sündenböcke zu finden und nutzt einen Crash evtl. sogar, um seine Macht auszubauen. Seine Anhänger leben schon seit Jahren in einem komplett faktenfreien Raum. Auf die würde ich nicht setzen.

    • @warum_denkt_keiner_nach?:

      Sie würde aber nur die Übergewinne der letzten Jahre verlieren.

      Sollte es in Kombination mit einer Abwertung des Dollar kommen, für die die nicht in den USA leben dann ein paar Jahre mehr.

      Aber auch nicht mehr als das.

    • @warum_denkt_keiner_nach?:

      So ein Crash ist nach wenigen Jahren wieder aufgeholt. Und wer sich nur ein bisschen mit Börse und kapitalanlage beschäftigt hat, der weiß das auch. Und man investiert nicht in den aktienmarkt, weil man nächstes Jahr Geld braucht, sondern perspektivisch auf 30 Jahre

      • @Horst Sörens:

        @ Tim Hartmann

        2009 ist doch noch nicht so lange her. Wie kann man immer wieder ausblenden, was damals passiert ist? Und wie oft muss es noch erklärt werden?

        Wer auf auf einem großen Haufen Geld sitzt, kann natürlich einen Crash ohne großen Schaden überstehen. Aber nur ein kleiner Teil sitzt auf so einem Haufen.

        Wer darauf angewiesen ist, dass seine Aktien KONTNUIERLICH Geld abwerfen, um sein Leben zu bestreiten, muss sein Kapital angreifen, um den Crash zu überbrücken. Im schlimmsten Fall muss er es sogar aufbrauchen. Dann ist im Fall eine Erholung nichts oder zu wenig übrig, um davon zu leben. So ist es damals Millionen Menschen gegangen. Wie kann man das, trunken vor Marktgläubigkeit, vergessen?

        Und es sind eben nicht nur die wirtschaftlichen Auswirkungen. Die politischen Auswirkungen, sind heute noch verheerend.

  • Es gilt für mich immer noch: " Ein dringendes Problem erfordert Ihre Aufmerksamkeit " diese jämmerliche Satzbaueskalation ist für mich KI typisch und für mich eher Zeichen, das KI verdammt viel K mit erschreckend wenig I ist. Mir persönlich ist das alles noch zuviel Knochen und Glasperlen werfen......

  • Wenn die Blase platzt, ist es nicht die erste.



    Neue sind wahrscheinlich schon in Vorbereitung, die Gierhälse können sich beruhigt zurücklehnen

  • Der private Aktienbesitzer sollte darauf achten, sein Geld nicht nur in KI-Aktien zu stecken, sondern breit zu investieren. Ich erinnere mich noch an den "Neuen Markt" - da hatten Kollegen von mir sogar Kredite aufgenommen, um zu investieren. Als die Blase dann platzte, war nicht nur das Ersparte futsch, sondern sie saßen auf einem Berg Schulden.

  • Eine Blase die WIRKLICH platzt bedeutet, die Technologie wird nie wieder verwendet, um weitere platzende Blasen in Zukunft zu verhindern.

    Es werden vielleicht viele Billionen verloren gehen, die der Steuerzahlen zahlen muss. Aber KI wird trotzdem genutzt werden. Und sie wird, wenn auch durch einen Crash verzögert, den Bürger als Instrument der politischen Kräfte kontrollieren.

    • @Troll Eulenspiegel:

      "Eine Blase die WIRKLICH platzt bedeutet, die Technologie wird nie wieder verwendet, um weitere platzende Blasen in Zukunft zu verhindern."

      Wieso gibt es dann noch Tulpen?

  • "Denn es ist unklar, was diese Technik künftig leisten können wird."



    Aufwachen, Frau Herrmann.

    • @Jutta57:

      Sie scheinen mehr zu wissen - lassen sie uns doch an ihrem Wissen teilhaben.

      • @Samvim:

        Nur mal zwei Beispiele aus meinem Umfeld:



        Da erstellt eine KI in Sekunden tausende Produktdetailseiten für einen Webshop, inkl. Produktfotos, Videos und Texten. Die entsprechende Abteilung wurde übrigens massiv zusammengestrichen.



        An anderer Stelle erkennt eine KI fehlerhaft produzierte komplexe Teile (Kamera/Bildauswertung).



        Und heute gerade gelesen: In China erstellt eine KI anhand von DNA-Proben wohl recht gute Fahndungsfotos.



        Schon 2017 gab es einen Test zum Thema Hautkrebs (Dt. Ärzteblatt): Von 157 Dermatologen aus 12 deutschen Universitätskliniken schnitten nur 7 besser ab als das Neuronale Netz.



        Zudem gibt es bereits von KI "designte" Medikamente, die sich bereits in der klinischen Prüfung befinden. Usw. usf...

        • @Desdur Nahe:

          Gerade die Geschichte mit dem Hautkrebs ist sehr speziell: Die KI sollte anhand von Fotos Hautkrebs erkennen. Als man dann überprüft hat, wie die KI vorgegangen ist musste man feststellen, dass die KI überhaupt nicht die Hautveränderungen überprüft hat sondern die Bilder auf Hinweise prüfte, ob sie beim Arzt aufgenommen wurden. Damit schnitt sie zwar vergleichsweise gut ab, war aber leider trotzdem völlig nutzlos.



          Und die Erstellung eines Webshops ohne echte Bilder oder Daten darf auch gerne auf Nützlichkeit hin überprüft werden, er dürfte nicht lange laufen

      • @Samvim:

        Ich glaube du solltest dich einfach selber drüber informieren. KI wird schon großflächig in Industrie und Wirtschaft eingesetzt.

  • Erst viel "Oh weh, oh weih!", dann ein "naja, so schlimm käme es nicht" und zum Schluss ein "es killt Trump, also Juhu!".

    Was für ein Beitrag!

    By the way: eine Wette ist immer offen und auf die Zukunft bezogen.

  • Ist das wirklich eine Blase oder geht es nur um das Gerede bestimmter Marktteilnehmer, die auf eine Base spekulieren. Die extreme Emotionalität am Aktienmarkts ist bekannt. Darauf kann man abzielen u. die Triggerpunkte im letztendlich alles entscheidenden Algorithmic Trading ansteuern. Auch mit früheren Crashs ist sehr schnell, sehr viel Geld verdient worden. Die Legenden, die sich um die "genialen" Gewinner der Crashs spinnen, füllen täglich die Webseiten der Finanzportale u. - betrüger u. lösen bei machen Möchtegernspekulaten feuchte Träume aus.



    In der realen Wirtschaft scheint KI jedenfalls anzukommen. Vielleicht ist da noch nicht immer alles perfekt, sicher wird oft noch viel KI verkauft, wo keine KI drin ist, aber mit jeder erfolgreichen Anwendung wird die richtige "KI" besser (und effizienter/ Ressourcen schonender!). Da wird man letztendlich einen Lawineneffekt sehen - wie immer bei technolg. Durchbrüchen. Auch bei den Radiologen, die Sie zitieren, wird man das sehen - mit 100%iger Sicherheit.



    Aber natürlich wird die KI letztendlich Arbeitsplätze kosten. Darüber sollte man sich Gedanken machen, denn dieser gesellschaftliche Crash kann wirklich gefährlich werden.

    • @NormalNull:

      Die KI wird dafür andere Arbeitsplätze schaffen, sie muß ja weiter entwickelt oder für spezielle Anwendungsfelder angepasst werden, braucht leistungsfähige Server-Netzwerke usw. usf. Wahrscheinlich werden aufwändige Anforderungen an den Datenschutz implementiert werden müssen, ggf. länderspezifisch. Nicht für jede Anwendung reichen statistische Methoden aus, es werden Verifikationsalgorithmen benötigt werden, die bei Programmen, die x-beliebige Fragestellungen bearbeiten sollen, bisher aus Performancegründen noch nicht möglich sind. Bei einer kleineren, fachgebietsspezifischen Datenbasis kann man das viel eher realisieren.



      Die IT-Branche wird jede Menge Fachleute brauchen, auch wenn die KI bereits heute schon Programmcode selbst produzieren kann und klassische Programmierarbeit erleichtert. Die Anforderungen ans Knowhow der Beschäftigten ändern sich halt, aber das haben sie schon immer getan. Ich glaube nicht, dass die Arbeit mit KI weniger wird, sie wird nur anders.

  • Das ist mir etwas zu kurz gedacht. Ein 20 Billionen Dollar Crash bliebe bestimmt nicht auf den Aktienmarkt beschränkt. Um Kredite zu bedienen, würde sicherlich auch der Immobilienmarkt einen Preisverfall erleben. Vielleicht auch den Anleihemarkt, speziell in den USA, wenn durch den Crash das Vertrauen in den Staat und seine Zahlungsfähigkeit sinkt. Um die Kryptowährungen wäre es allerdings wirklich nicht schade.

    • @KaosKatte:

      Eher nicht: Ein Crash entsteht ja dadurch, dass massenhaft Positionen verkauft werden. Damit wird Geld frei (wenn auch möglicherweise weniger als mal investiert wurde). Mit diesem Geld werden andere Investitionen getätigt oder Schulden bedient.

      • @Samvim:

        Es werden insgesamt Werte vernichtet. Das Geld fließt nicht woanders hin, es ist einfach futsch und Firmen gehen pleite, wenn sie nicht vom Staat gerettet werden müssen.



        Auf dem Höhepunkt der japanischen Immobilienblase Ende der 1980er Jahre war das Gelände des Kaiserpalastes in Tokio theoretisch mehr wert als der gesamte US-Bundesstaat Kalifornien.



        Wer 100 Euro in Bier investierte statt in Aktien des Neuen Marktes, hatte vor 25 Jahren eine bessere Rendite durch das Pfandgeld, selbst wenn er das Bier ausgetrunken hätte.

      • @Samvim:

        In der Praxis sieht es anders aus. Einfach mal auf vergangene Crashs schauen. Da wurde der nicht vernichtete Teil des Geldes eben erst mal nicht investiert.

  • Sicher, Spekulation ist immer spannend – besonders, wenn sie als Zukunftsvision verkauft wird.

    Meine Sorge gilt jedoch dabei weniger den Milliardären selbst als den sozialen Nebenwirkungen eines tatsächlichen Gelingens dieser Revolution. Denn KI wirkt bekanntlich nie im luftleeren Raum, sondern dort, wo Macht, Kapital und politische Interessen bereits gut eingerichtet sind.

    Sollte sie also irgendwann in den Händen politischer Akteure landen, die soziale Fragen eher als lästig empfinden, dürfte sie bestehende Ungleichheiten zuverlässig optimieren.

    Insofern: es lebe die Blase!



    Der militärisch-industrielle Komplex bekommt schließlich gerade erst Gesellschaft – vom KI-Kapital-Komplex.

  • "Gerade ging ein kurzes Video viral, in dem Tom Cruise auf Brad Pitt einschlägt. Die Szene sieht so echt aus, als hätten sich die beiden Superstars tatsächlich geprügelt."

    Das liegt daran, dass das Video nicht (nur) mit LLMs erzeugt wurde - es wurde zuerst gezielt die geschauspielerte Prügelei vor einem Greenscreen aufgenommen und die Gesichter anschließend per KI ausgetauscht. Die Behauptung, dass das mit einem "zweizeiligen Prompt" erzeugt wurde, ist schlicht falsch, ist aber natürlich großartig für den Hype.

  • "Ohne Wachstum wäre Trump garantiert entzaubert – auch bei seiner MAGA-Basis."

    Dann beten wir jetzt alle für den Blasen Platz.



    Die restlichen Konsequenzen ließen sich verkraften.



    Echt jetzt?

    • @Andreas Flaig:

      Na, wenn Sie sich das im Verhältnis der letzten zwei Jahresumsätz ansehen durchaus. Aber was erwartet uns wenn die Trump-Blase nicht platzt? Eine Weiterführung der menschen- und lebensgrundlagen verachtende Politik der MAGA Bewegung, zu der wir auch viele bekannte Politiker aus unserer Mitte und rechts davon zählern dürfen, zerstört unser Zusammenleben und unsere Lebensgrundlage auf dem Planeten. Da sind die Aktiengewinne und Arbeitslosenzahlen ein netter Nebenschauplatz.

  • Das kann gar nicht gut gehen ! Alles hängt mit Allem zusammen, schließlich ist auch Silicon Valley mit Schulden finanziert, das heißt: Es wurde spekuliert und es muss noch erreicht werden, erst einmal richtig Profite aus der Sache herauszuholen. Wie läuft so etwas: Alles im Netz muß vorfinanziert werden über WERBUNG, die ja von der Realwirtschaft und ihrer Kundschaft erst einmal erwirtschaftet werden muß, vor allem in Märkten mit entsprechend funktionierenden Binnenmärkten: Wo gibt es diese noch ? Weder in Mitteleuropa, den USA/Kanada oder Japan und schon gar nicht in China. Wenn sich jetzt demokratische Staaten anschicken, die toxischen Netzeinflüsse zu regulieren, um ihre Demokratien zu retten, werden die Margen noch niedriger ! Nahezu alle modernen, weitgehend automatisierten Industrien benötigen unglaublich hohe Investitionen mit entsprechenden Risiken bei gleichzeitigem Schrumpfen der Binnenmärkte: Wohlstand führt zu Überalterung, Technik kostet Arbeitsplätze und dann noch die Frage, was man der Kundschaft überhaupt noch andrehen kann, wo es doch eh' schon Viel zu Viel gibt. Wenn sich andere gegenüber dem Einfluß der Techgiganten emanzipieren wollen: Es kann nicht gut gehen!