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Ende des Atomabkommens New Start„Nuklearwaffen für die EU wären konsequent dumm“

Der Abrüstungsvertrag zwischen den USA und Russland sei praktisch schon tot gewesen, sagt Florian Eblenkamp von der Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen. Trotzdem sei er sinnvoll gewesen.

Strahlende Vergangenheit: die Präsidenten Dimitri Medwedew (links) und Barack Obama nach der Unterzeichnung von New Start 2010 Foto: Official White House Photo by Pete Souza
Cem-Odos Gueler

Interview von

Cem-Odos Gueler

taz: Herr Eblenkamp, der New-Start-Vertrag limitiert die Zahl der Atomsprengköpfe in Russland und den USA auf jeweils 1550 Stück. Das ist ausreichend, um die Welt einige Male ins Armageddon zu bomben. Welchen Unterschied macht es denn, wenn das Abkommen am Donnerstag ausläuft und neue Sprengköpfe hinzukommen könnten?

Florian Eblenkamp: Natürlich sind die nuklearen Waffenarsenale schon so zerstörerisch, dass ein Sprengkopf mehr da keinen großen Unterschied macht. Dass der Vertrag ausläuft, zeigt aber, dass bei Atomwaffen jegliche Zurückhaltung verloren geht. Das Vertrauen zwischen den USA und Russland ist komplett erodiert. Beide Seiten können sich nicht auf die Weiterführung eines Abkommens einigen, für das sie nicht mal etwas an ihrer aktuellen Politik ändern müssten, sondern einfach die bestehende Praxis weiterlaufen lassen könnten.

taz: Russland erfüllt seit seiner Vollinvasion in der Ukraine einen wichtigen Teil des Vertrags nicht mehr: Eigentlich sieht das Abkommen vor, dass Moskau und Washington ihre atomaren Waffenbestände gegenseitig inspizieren. Welchen Wert hatte das Abkommen überhaupt noch?

Eblenkamp: Obwohl der Vertrag in der Praxis vielleicht schon tot war, hat er rechtlich gesehen noch etwas gebracht. Beide Seiten hielten sich höchstwahrscheinlich an die Zahl der zulässigen Atomsprengköpfe, um im Zweifel dem jeweils anderen Vertragsbruch vorwerfen zu können. Mit dem Auslaufen des Abkommens ist der Aufrüstung mit strategischen Nuklearwaffen keine Grenze gesetzt. De facto modernisieren aber alle Atomwaffenstaaten ihre Arsenale derzeit massiv. In gewissem Sinne war damit auch New Start eine Farce.

Im Interview: Florian Eblenkamp

Florian Eblenkamp, 31, arbeitet bei der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) in Genf zum Atomwaffenverbotsvertrag.

taz: Putin hat vorgeschlagen, dass die USA und Russland das, was vom Vertrag übrig ist, um ein Jahr verlängern. Also, dass beide Seiten – ohne gegenseitige Inspektionen – an der Zahl von 1550 Gefechtsköpfen festhalten. Was hat es damit auf sich?

Eblenkamp: Ich denke, das wäre erst mal gar nicht so schlecht. Auch Trump hat ja am Anfang seiner Regierungszeit von Entnuklearisierung als eine seiner Prioritäten gesprochen. Davon ist leider nicht mehr viel übrig. In der Praxis kommt Putins Wunsch sicher auch daher, dass Russland momentan einfach kein Geld hat, um in Nuklearwaffen zu investieren. Der Krieg in der Ukraine bindet zu viele Ressourcen. Atomwaffen und deren Trägersysteme sind unfassbar teuer und gleichzeitig nicht das, was Russland derzeit militärisch weiterbringt.

taz: Putin wollte die vergangen Jahre trotzdem nicht über ein neues Anti-Atomwaffen-Abkommen verhandeln, weil er gesagt hat, wir machen das erst, wenn die USA ihre Ukraine-Hilfen zurückfahren.

Eblenkamp: Ja, damit hat er seinen Bluff entlarvt, dass man über diese Dinge erst reden kann, wenn der Krieg in der Ukraine vorbei ist. Das war Verhandlungstaktik, aber dafür ist Putin doch bekannt. Vielleicht ist das auch ein Beleg dafür, dass Russland merkt, im nuklearen Bereich Abstriche machen zu müssen, wenn es diesen Krieg in der Ukraine weiterführen will. Die militärischen Ressourcen sind begrenzt und Atomwaffen tragen in der Ukraine nicht dazu bei, dass man auf dem Schlachtfeld einen Vorteil hätte. Sie sind viel zu kompliziert einzusetzen, auch normativ und rechtlich.

New Start vor dem Aus

Vertrauen

US-Präsident Barack Obama und sein russischer Counterpart Dimitri Medwedew hatten sich 2010 auf New-Start als Folgevertrag des Start-Abkommens (Strategic Arms Reduction Treaty) geeinigt. Damit verpflichteten sich beide Länder, ihre einsatzbereiten strategischen Atomsprengköpfe auf 1550 Stück zu reduzieren. Außerdem durften beide Staaten „nur“ über 700 einsatzbereite Träger wie ballistische Raketen und 800 Startsysteme wie U-Boote und Bomber verfügen. „Wir hoffen, dass wir mit Russland die Gespräche über weitere Reduzierungen unserer strategischen und taktischen Waffen fortsetzen können“, sagte Obama damals nach der Unterzeichnung in der Prager Burg.

Kontrolle

Damit stand die Hoffnung im Raum, dass mit neuen Verträgen das gesamte nukleare Waffenarsenal der Länder begrenzt werden könnte. Denn insgesamt verfügen beide Staaten über je etwa 6000 atomare Sprengköpfe. Die strategischen Waffen, um die es bei New Start geht, sind nur ein kleiner Teil der Bestände. Um das gegenseitige Vertrauen zu stärken, einigten sich beide Seiten auf Vor-Ort-Inspektionen. Dazu wollten beide Länder auch umfassend Daten austauschen, inklusive automatisch erfasster Sensordaten aus ihren Waffenarsenalen.

Aushöhlung und vorläufiges Ende

Russland hält sich seit Beginn des Ukraine-Kriegs nicht mehr an diesen Teil der Abmachung. Dass der Vertrag jetzt aber ausläuft hat damit zu tun, dass er von Anfang an auf zehn Jahre begrenzt war, mit der Option, um fünf Jahre verlängert zu werden. Diese Frist wurde auch bereits ausgereizt. (taz)

taz: Die russische Führung hat aber immer wieder genau mit einem solchen Einsatz gedroht.

Eblenkamp: Putin hat versucht, damit psychologischen Druck aufzubauen. Aber trotz dieser oft wiederholten Drohungen gibt es ja Waffenlieferungen an die Ukraine. Es gibt auch ukrainische Angriffe in Russland, als Selbstverteidigung. All das sollte die nukleare Abschreckung Moskaus eigentlich verhindern. Vielleicht erleben wir, dass die nukleare Abschreckung in der Realität nicht so viel bringt, wie manche Strategen meinen.

taz: Donald Trump meinte mal, er wäre für einen Atomwaffenvertrag mit Russland und China. Ist das keine gute Idee?

Eblenkamp: Ja, das wäre toll. Aber das würde alles noch viel komplizierter machen. Zwischen den chinesischen und amerikanischen Verhandlungsführern herrscht ein riesiges Misstrauen, da gibt es keinerlei Bewegung. Außerdem ist China nicht in die Strukturen eingebunden, die es zwischen Russland und den USA seit dem Kalten Krieg gibt. Man muss schon realistisch bleiben: China hat jetzt ungefähr 600 atomare Sprengköpfe, das ist nur ein Bruchteil der Bestände in den USA und Russland.

Die Diskussion über atomare Aufrüstung ist eine Kombination aus Ideenlosigkeit, um ein komplexes Problem vermeintlich einfach zu lösen, und Kraftmeierei.

taz: Trotzdem ist das ist nicht wenig.

Eblenkamp: Ja, jeder Sprengkopf ist einer zu viel. Aber die große Verantwortung zur nuklearen Abrüstung liegt bei den USA und Russland. Denn sonst müssten auch Großbritannien und Frankreich mit ihren wenigen 100 Sprengköpfen in einen solchen Vertrag eingebunden sein. Oder Israel. Oder Nordkorea. Oder Indien und Pakistan.

taz: Auch in Deutschland gibt es Forderungen nach einer atomaren Aufrüstung – wenn nicht für die Bundeswehr, dann zumindest für die EU, heißt es immer mal wieder. Wäre das nicht ein konsequenter Schritt, wenn man sagt, dass man unabhängiger von den USA werden möchte?

Eblenkamp: Es wäre konsequent, aber konsequent dumm. Es sprechen sehr viele Gründe dagegen. Erst mal auf EU-Ebene: Es gibt gar keine gemeinsame Verteidigungspolitik. Ein Deal zwischen den Mitgliedsländern auf bilateraler Ebene wäre ebenso illusorisch. Dagegen spräche auch, dass Österreich, Irland und Malta dem Atomwaffenverbotsvertrag beigetreten sind und völkerrechtliche Verpflichtungen haben, genau bei so etwas nicht mitzumachen. Da sieht man mal den guten Impact dieses Vertrags.

taz: Und Atomwaffen für Deutschland?

Eblenkamp: Hier geht die Debatte doch völlig an der Realität vorbei. Man hätte damit den Zwei-plus-vier-Vertrag aufgekündigt. Man hätte Russland jedes Argument gegeben, seinen Krieg auszuweiten. Deutschland müsste auch den Nichtverbreitungsvertrag aufkündigen, der ohnehin schon schwer angeschlagen ist. Dann wäre es nur eine Frage der Zeit, bis auch Iran, Saudi-Arabien oder Südkorea Atomwaffen hätten.

taz: Wie kommt es, dass dieses Thema dann immer wieder aufkommt?

Eblenkamp: Das ist eine Kombination aus Ideenlosigkeit, um ein komplexes Problem vermeintlich einfach zu lösen, und Kraftmeierei. Ich möchte mal den Politiker sehen, der Atomsprengköpfe in seinem Wahlkreis haben will. Diese Waffen müsste man auch irgendwo testen. Welches europäische Land würde Gebiet dafür hergeben? Außerdem: Es wird oft so getan, als müsste man Atomwaffen besorgen, und dann hätte man schon die Abschreckungswirkung. Mit der militärischen Fähigkeit ist es aber nicht getan.

taz: Ach so?

Eblenkamp: Man muss doch auch glaubwürdig zeigen, dass man die Waffen einsetzen würde. Man muss sich dann immer wieder mal auf die Brust trommeln und sagen: „Wir sind irgendwie ein bisschen böse.“ Und das müsste man so machen, dass jemand wie Putin davon beeindruckt ist. Im Zweifel ist aber jemand wie Putin, dem die Menschenwürde egal ist, immer glaubwürdiger, wenn er mit diesen Waffen droht. Es ist deswegen eine sehr schlechte Verteidigungsstrategie, sich auf Nuklearwaffen einzulassen – jenseits von allen taktischen Überlegungen und völkerrechtlichen Problemen, die man sich damit einfängt.

taz: Sehen Sie einen Weg zur atomaren Abrüstung?

Eblenkamp: 2026 bietet einige Gelegenheiten dazu: Im April und Mai gibt es Überprüfungskonferenzen des Nichtverbreitungsvertrags und im November des Atomwaffenverbotsvertrags. Die Länder, die dort zusammenkommen, müssen mit dem Finger auf die Staaten zeigen, die Atomwaffen akzeptieren. Man kommt aus diesem Strudel raus, indem man auf die wissenschaftlich breit erforschten Risiken und nicht auf die vermuteten Benefits der nuklearen Abschreckungstheorie abzielt. In dieser Frage kommt auch Deutschland eine Rolle zu, die es bislang nicht ausfüllt. Deutschland hat keinerlei Einfluss auf die Rüstungspolitik Russlands oder der USA, trägt aber den Großteil der Risiken. Ein Krieg zwischen beiden Ländern würde sich aller Wahrscheinlichkeit nach in Europa abspielen. Deutschland könnte dazu beitragen, dass mehr über die Risiken anstatt über die Abschreckung gesprochen wird.

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49 Kommentare

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  • Die Nato mag sich noch so sehr als »nukleares Bündnis« stilisieren; dies ändert nichts an der Tat­sache, dass sicherheitspolitisch exponierte Nichtkernwaffenstaaten nicht ausschließen können, dass sie – wenn es hart auf hart kommt – preisgegeben werden.



    ==



    Zur Zeit der Ost-West-Kon­frontation gab es bei den europäischen Verbündeten der USA, insbesondere der Bundesrepublik, immer wieder Zweifel an der Glaubwürdigkeit dessen, was oft als nukleare Sicherheitsgarantie bezeichnet wird, ein Begriff, der allzu leicht verbirgt, dass der Einsatz von Atomwaffen eine souveräne Entscheidung der USA, Frankreichs und Großbritanniens war und ist.



    ==



    Niemand in der Nato wusste damals, unter welchen Bedingungen und wann die USA, aber auch UK und Frank­reich Nuklearwaffen einsetzen würden. Und nie­mand weiß es heute.



    ==



    Aktuell finden Gespräche und ein strategischer Dialog zwischen Deutschland & Frankreich/UK über eine engere Zusammenarbeit im Bereich der nuklearen Abschreckung statt - angesichts möglicher Unsicherheiten bezüglich des US-Schirms.



    ==



    China hat verkündet das es an Abrüstungsverhandlungen erst teilnehmen wird wenn es eine atomare Aufrüstung vergleichbar mit den USA erreicht hat.

    • @zartbitter:

      "Niemand in der Nato wusste damals, unter welchen Bedingungen und wann die USA, aber auch UK und Frank­reich Nuklearwaffen einsetzen würden. Und nie­mand weiß es heute."



      Zahl und Art der Waffen sind die entscheidenden Fakten, zunehmend wird der Einsatz sogenannter taktischer Gefechtswaffen in den Medien als möglicherweise begrenzt durchführbar adressiert.



      Wahrscheinlich dominiert hier eine alte Doktrin:



      "Frankreich ist die viertgrößte Atommacht der Welt. Derzeit verfügt die "Force de Frappe" genannte Politik der Abschreckung nach Angaben des Nuclear Notebooks über 290 atomare Sprengköpfe.



      Etwa 50 Sprengköpfe sind Marschflugkörper vom Typ ASMPA, die von Kampfjets des Typs Rafale abgefeuert werden können. Die Kampfjets haben eine Reichweite von etwa 2.000 Kilometern. Die anderen 240 Sprengköpfe sind ballistische Raketen (M51.1, M51.2), die von Frankreichs vier Atom-U-Booten abgefeuert werden können. Ihre Reichweite beträgt mehr als 6.000 (M51.1) beziehungsweise mehr als 9.000 Kilometer (M51.2). Ein U-Boot kann bis zu 80 Sprengköpfe transportieren."



      zdfheute.de



      ebda zu GB



      "Das wesentliche Problem: "Das Arsenal der Briten ist sehr eng mit den Amerikanern verzahnt", auch b. d. Wartung!

  • Eine Sache sollte man eventuell nicht aus dem Blick verlieren: Russland ist nahezu pleite. Das weiß auch Russland und drängt daher derzeit so extrem auf die weiterführung dieses Abkommens. Unter normalen Umständen, würde ich dieses Abkommen sinnvoll finden, aber hier ist es eine gute Möglichkeit, Russland, wie eins die UdSSR finanziell in die Knie zu zwingen und damit auch die derzeitige Diktatur zu beenden aber vor allem den Krieg gegen die Ukraine zu beenden.

    • @Horst Sörens:

      Dass Russland fast pleite ist, hört und liest man schon seit Jahren.

      • @Piratenjäger:

        osteuropa.lpb-bw.de/russland-wirtschaft



        =



        4 Jahre Krieg - über 700.000 russische Soldaten an der ukrainischen Front - 1 Million tote oder ausser Grfecht gesetzte russische Soldaten - bis zu 20% Inflation in der Russischen Förderation - die Stimmen werden in Moskau & Petersburg immer lauter, das es immer schwieriger wird sich wegen den exorbitanten Preissteigerungen sich ausreichend mit Lebensmitteln versorgen zu können - und Putin schafft es nicht trotz mindestens 10-facher militärischer Überlegenheit über die Ukraine selbst den Donbas vollständig und mit eigenen Kräften zu besiegen.



        =



        Grausame Massaker gegen ukrainische Zivilisten und russische Cyber - und Terrorangreife gegen Europa - sind keine hinreichenden Indizien nachzuweisen das Putin Russland nicht gegen die Wand fährt.

  • Ich sehe keine praktische Perspektive für dt. Atomwaffen. Wenn das relevant werden würde (NATO-Austritt der USA,) wäre es schon zu spät diese anzuschaffen.



    Russland hat seinen Hegemonitätsanspruch über ein Europa ohne die USA bereits formuliert. D.h. es würde gar nicht dulden, dass Deutschland Atomwaffen anschafft, weil diese Waffen seine relative Macht über Europa in Frage stellen würden. Putin hat ja schon klar gemacht dass (min Mittel- und Osteuropa) aus russischer Sicht nicht das Recht besitzen, von Russland unabhängige Politik zu machen - er strebt ja z.B. eine Rückabwicklung der EU an weil diese ohne Zustimmung Moskaus gegründet wurde bzw. nicht auf russische Interessen ausgerichtet ist.

    Russland würde wahrscheinlich ähnlich allergisch auf deutsche Bestrebungen reagieren wie Israel gegenüber Iran (konventionelle Erstschläge).

    "Man muss schon realistisch bleiben: China hat jetzt ungefähr 600 atomare Sprengköpfe, das ist nur ein Bruchteil der Bestände in den USA und Russland."

    600 von 1550 kann man einen Bruchteil nennen...oder eben "fast die Hälfte" eines ohnehin übergroßen Arsenals der beiden anderen Mächte.

    • @Chris McZott:

      ""(NATO-Austritt der USA,)""



      ==



      Drohnen und weitreichende Lenkwaffen Richtung Naher Osten und Afrika werden über die US-Truppen in der Bundesrepublik gesteuert. Der Grund dafür:



      Die Geographie der Weltkugel - durch die Krümmung der Erde ist eine Steuerung direkt aus den USA technisch nicht möglich.



      ==



      Das bedeutet: Wenn die USA die Nato verlassen würden --



      würde Trump geostrategisch an Macht einbüssen - allein deswegen wird das nicht passieren -- obwohl weiterhin unklar ist ob Trump den Artikel 5 des Natovertrages einhalten würde.



      ==



      Was gleichfalls sicher ist - ist das die Bundesrepublik eigenständig keine Atombomben basteln wird - das verbietet der 2 + 4 Vertrag. Da gibt es andere Möglichkeiten.

  • Die Diskussion ist müßig. Selbst wenn Deutschland Atomwaffen hätte, könnte es niemals glaubwürdig mit dem Einsatz drohen. Das nähme uns keiner ab, damit brauchen wir auch keine

    • @Charlie Foxtrot:

      Es geht meiner Meinung nach nicht um die Drohung mit Nuklearwaffen, sondern um die Gewißheit für einen nuklearen Angreifer, dass er den nuklearen Gegenschlag nicht überstehen würde. Genau das war die Grundlage des kalten Krieges.

    • @Charlie Foxtrot:

      "Das nähme uns keiner ab, damit brauchen wir auch keine."



      Ein Zirkelschluss. Weil niemand glaubt, dass wir Atomwaffen einsetzen würden, schaffen wir keine an, so dass niemand glaubt, dass wir sie einsetzen würden.

  • Herr Eblenkamp ist von der Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen. Dass er kein Unterstützer einer nuklearen Bewaffnung Europas oder Deutschlands ist, verwundert von daher nicht.



    Allerdings hätte ich mir dann doch fundiertere Argumente für seine Position oder zumindest eine stichhaltige Widerlegung der Argumente jener, die eine nukleare Aufrüstung für (leider) erforderlich halten, gewünscht.



    Mit dem Finger auf jene Staaten zu zeigen, die Atomwaffen besitzen, oder über die Risiken reden zu können, erscheint mir dann doch etwas wenig.



    Oder anders formuliert, wenn selbst einem Herrn Eblenkamp nichts Substantielles dagegen einfällt, ist eine nukleare Aufrüstung offenbar zwingend erforderlich.

  • "Das ist ausreichend, um die Welt einige Male ins Armageddon zu bomben."



    Es wird jenseits von Apokalypse und Hölle sein:



    Unvorstellbar, aber der Begriff Armageddon hatte noch einen dichotomischen Aspekt.



    Bei domradio.de



    "Der Ort der Entscheidungsschlacht zwischen Gut und Böse



    In der Bibel wird das Wort "Armageddon" nur ein einziges Mal erwähnt, nämlich im Neuen Testament in der Offenbarung des Johannes. Dort ist Armageddon der Ort der endzeitlichen Entscheidungsschlacht zwischen Gut und Böse."

  • Ich stelle mir das Bundeskernwaffengesetz mit Bundeskernwaffenabschussdienstwegverordnung vor. Vor Vollzug der Abschussanordnung ist Prüfung durch das örtlich zuständige Verwaltungsgericht möglich. Sicherzustellen ist insbesondere, dass im Zielgebiet der Kernwaffe die Grenzwerte der Strahlenschutzverordnung für Nichtkombattanten eingehalten werden.

  • Glaubt hier ernsthaft jemand, Russland hätte eine nuklar bewaffnete Ukraine überfallen?

    • @Carsten S.:

      Die vermeintliche "Lebensversicherung" in Nordkorea, Pakistan, Israel usw: Atomwaffen



      Neue Allianzen entstehen nicht nur in Europa, sondern mit Saudi Arabien, Türkei usw.



      Die Androhung der nuklearen Eskalation hat offenbar nichts von ihrem Schrecken auf allen Seiten verloren.



      Meistens wird Oberst Petrow als Beispiel angeführt, aber hier ein anderer Vorfall:



      taz.de/Atomkrieg-aus-Versehen/!5212949/

  • Auch wenn es am Thema Atomwaffenstationierung etwas vorbei geht.



    Es wird immer wieder davon gesprochen, Atomkraftwerke in Deutschland (oder Europa) neu zu bauen, ohne - auch in kritischen Artikeln - darauf hinzuweisen, dass diese in einem Krieg dann allerbeste Ziele mit der Gefahr einer radioaktiven Verseuchung wären. Bei einer dezentralen Energieversorgung gibt es diese Gefahr der radioaktiven Verseuchung so nicht und gleichzeitig wäre die generelle Energieversorgung sicherer.

    • @Essen Is Fertig:

      Unter „dezentraler Energieversorgung“ können allerdings auch diese neuen kleinen Mini-AKWs gemeint sein.

    • @Essen Is Fertig:

      Das ist doch gefühlt bei jeder Diskussion um Atomkraftwerke angesprochen? Also der Hinweis kommt nun wirklich nicht selten vor, erst recht in Deutschland nicht.

      Das Problem an der dezentralen Energieversorgung ist, dass wir trotzdem einen Tod werden sterben müssen. Egal wie man es dreht und wendet, am Ende wird man für die Grundlast auf irgend eine Form der konventionellen Energiegewinnung zurück greifen müssen. Dabei steht jede einzelne Form in einem Zielkonflikt. Aber das ist alles Off Topic.

  • Der Artikel dürfte wohl bei vielen der oft Schwarz-Grün oder Olivgrün, jedenfalls militaristisch eingestellten oder umgestellten Leser:innenschaft auf massiven Widerstand stoßen, zumal ja der in Albrights Fußstapfen getretene und Farbattacken gestählte 'Kosovokrieger' seit vielen Monaten eifrigst für die Atombombe trommelt.



    Der Begriff 'Sicherheitsdilemma' scheint gänzlich aus den Wortschätzen verbannt worden zu sein, und mit den für Vorkriegszeiten typischen Angst-Suggestionen (Der Russe steht morgen vor Lissabon, wenn wir nicht xyz ...) verfällt Europa erneut in den für diesen Kontinent geradezu als 'Markenkern' definierbaren Zustand von Militarismus und Krieg. Wie immer wird es die Bosheit des jeweils anderen gewesen sein, wie immer wird leider keine andere Wahl geblieben sein.



    Was neu sein könnte:



    Wo es sonst meist einige Jahrzehnte oder zumindest Jahre der Reue gab und Versuche der Besinnung und Besserung hin zu einem friedlicheren Kontinent, wird nach atomarem Inferno kaum ein Mensch noch da sein, der bereuen könnte.



    Hoffentlich wird nicht auch noch der Rest der Welt mit in den Abgrund des Kriegs-Kontinentes gezogen.

    • @Anne in Pink:

      ""Der Russe steht morgen vor Lissabon...........""



      ==



      Die mühseligen Versuche an die Rüstungsdiskussionen der 70iger und 80ziger Jahre anzuknüpfen wirken seltsam ver-rückt oder abstrus -- völlig abseits von gut oder böse -- zu einem Zeitpunkt, an dem Russland versucht die Ukraine zu vernichten und Putin Europa mit dem Einsatz von Atomwaffen droht.



      ==



      Eins ist sicher: Demutsgebärden (ich schmeisse mein Gewehr jetzt einfach mal weg) wirken bei Putin mit Sicherheit nicht - siehe Putins angezettelte Kriege in den letzten 25 Jahren.

    • @Anne in Pink:

      Wir können uns noch so anstrengen: wir werden Europa nicht friedlichträumen können. Ist leider so.



      Der erste Schritt zur Veränderung besteht darin, die Situation so anzunehmen wie sie ist.

  • Es ist kompliziert.



    Auf die USA als Schutzmacht können wir uns nicht mehr verlassen.



    Daher ist es auf jeden Fall sinnvoll, die Bundeswehr konventionell aufzurüsten.



    Zentral ist hier auch Flugabwehr.



    Hier sollte die Unabhängigkeit von den US Patriots Ziel sein.



    Der Aufbau des israelischen Iron Dome Systems ist ebenfalls zielführend.



    Derzeit hat Europa ohne die USA keinen ausreichenden konventionellen Schutz.



    Frankreich hatte, in der Vergangenheit, eine Zuständigkeit für atomare Abschreckung angeboten.



    Das wäre ein Weg: Frankreich finanzielle Hilfe beim Unterhalt und der Erneuerung des Atomwaffenarsenals an zu bieten um eine Alternative zu den USA zu erhalten.



    Ein Problem ist, wie in den USA, ein politisches:



    Macron ist Europäer, doch was kommt nach ihm?



    Eine "Zusammenarbeit" mit Le Pen, ob in erster oder zweiter Reihe, erscheint absurd.



    Wie es in Großbritannien bei der nächsten Wahl ausgeht, ist ebenfalls fraglich.



    Nicht zuletzt gilt das natürlich auch für Deutschland.



    Mag sein, dass nach der nächsten Wahl die Gewinner deutsche Interessen vertreten wollen, ob die aber demokratisch sein werden, bleibt abzuwarten.



    Die Demokratie ist derzeit nicht auf der Gewinnerstraße...

    • @Philippo1000:

      "Der Aufbau des israelischen Iron Dome Systems ist ebenfalls zielführend."



      .



      Nein. Iron Dome funktioniert in Israel, wegen der kleinen Fläche des Landes. Das wäre sonst unbezahlbar. Zudem ist der Iron Dome nur für kurzstrecken Raketen und Artillerie ausgelegt.



      .



      Fazit: Extrem teuer und auch noch sinnlos.



      .



      Was die Wahlprognosen angeht.. ja die sehen düster aus.



      .



      Dennoch mache ich mir keine großén Sorgen wegen der Zusammenarbeit. Klappt mit Meloni doch auch super und auch mit rechten Autokraten in Ungarn und Polen ist man über lange Zeit fertig geworden.

      Die Außenpolitik der EU wird die gleiche bleiben, die ist eh schon maximal rechts. Die Umweltpolitik die wird vll. noch etwas offener über Bord geworfen, sonst dürfte sich nicht viel ändern.

      • @sociajizzm:

        Hi!



        Vielleicht war die Bezeichnung etwas irreführend,



        ich meine das Arrow System.



        Das kann dann auch nur Teil eines Verteidigungssystems sein das um Iris - T und Patriots ergänzt wird.



        Das ist ja keine bloße Idee, sondern befindet sich bei der Bundeswehr in Planung und teilweise bereits in der Umsetzung.

      • @sociajizzm:

        "Die Außenpolitik der EU ... ist eh schon maximal rechts."



        Auch erkennbar daran, dass Trump dagegen wie ein Kommunist agiert, oder wie?



        Übertreibung ist ja ein zulässiges Mittel der verbalen Äußerung, aber auch die kann man übertreiben...

    • @Philippo1000:

      Stimmt.



      Und die Demokratie ist auch nicht gottgegeben, sondern will ständig erkämpft werden.



      Damit müssen wir uns abfinden. Und kämpfen, wenn wir die Demokratie behalten wollen.

  • Lieber Cem-Odos Gueler,



    vielen Dank für dieses, im wahrsten Sinn, unheimlich wichtige Interview!



    Die Kernbotschaft sehe ich im letzten Satz: "Deutschland könnte dazu beitragen, dass mehr über die Risiken anstatt über die Abschreckung gesprochen wird."



    Hier ist die deutsche Presse in der Pflicht.



    Also: Weiter so!



    Viele Grüße

    • @Dr. M.:

      OZ: Die Kernbotschaft sehe ich im letzten Satz: "Deutschland könnte dazu beitragen, dass mehr über die Risiken anstatt über die Abschreckung gesprochen wird."

      Ja, ich auch. Aber umfasse diese Riskiobenennung auch das Risiko als wehrloser Staat oder Staatenbund von Russland angegriffen zu werden? Oder nuklear erpresst? Oder gilt die Forderung nur einer sehr selektiven Benennung von Risiken? Die nukleare Abschreckung ist ja kein Selbstzweck. Niemand kommt auf die Idee, ach wie schön wäre es ein paar Atomwaffen im Garten zu haben. Die entsprechenden Erwägungen sind aufgrund einer bestimmten Bedrohungslage aufgekommen...

      • @DemianBronsky:

        @DemianBronsky



        Klar, wenn man sich Scheiße gegenüber anderen Staaten gegenüber verhält, kann es zur Annahme einer Bedrohungslage kommen. Voll Logo.



        Also, wer sich richtig Scheiße Benehmen will, braucht auch entsprechende Atomwaffen...



        Alternativ wäre eine respektvolle Regierungsarbeit abzuliefern...



        www.friedenskooperative.de

  • Rein Machtpolitisch hat ein Land/Länderbund die volle Souveränität nur wenn man Atomwaffen hat oder von Atomwaffen beschützt wird.

    Die USA waren die Säule der Weltornung. Fällt diese aus, gilt wieder ausschließlich nur die Machtpolitik.

    Aktuell scheint Russland mit Atomwaffen nur zu drohen (schon das hat wirkung) - aber wird ein konventionell geschwächtes Russland in 10 Jahren genauso agieren?

    Daher braucht es eine europäische Atomare Abschreckung. Diese hinzubekommen ist alles andere als Trivial. Ohne aber keine souveränen Staaten in Europa.

    Es tut mir für den interwiewten vom ganzen Herzen Leid das sein nobles Lebenswerk hinfällig ist - seine Argumente sind dennoch überholt.

    • @Tim Hartmann:

      @Tim Hartmann



      Was macht den den einen imperialistischen Staat souveräner, als einen anderen Imperialistischen Staat ?

  • Möglich, dass die europäischen Länder nicht zusammen finden. Die individuellen Egoismen sind riesig und werden erst verschwinden, wenn ihnen ein russischer Stiefel im Nacken sitzt, oder ein amerikanischer, den die sind ja nun nicht mehr unsere Freunde. Wenn sie aber doch zueinander finden, dann wäre es eher dumm sich nicht ausreichend auf Konflikte zu rüsten und dazu gehört eben auch die atomare Bewaffnung. Wäre gut wenn es anders wäre, ist es aber nicht.

  • „Nuklearwaffen für die EU wären konsequent dumm“

    Oh nein! Schreibt doch nicht sowas! Nachdem unsere Politik in der Regel vor allem Dinge tut, die konsequent dumm sind, ist das ja eine fatale Nachricht.

    • @Jalella:

      @Jalella



      Unsere aktuellen Regierenden regieren eh nach der Formel -:



      " minus X minus = plus " ...

      • @Alex_der_Wunderer:

        Das mag Sie vielleicht verwundern, aber es ist mathematisch korrekt. Ist mir persönlich lieber, als die Vielen, die damit kokettieren, dass sie "in Mathe schon immer eine Niete" waren.

        • @DemianBronsky:

          @DemianBronsky



          Ich dachte da eher an einen Vergleich unseres Finanzministerium & den Kunden in Banken, bei der Argumentation erneuter Kreditrahmen Erweiterung gegenüber ihres Finanzberaters...

  • Die psychologische Wirkung von Nuklearwaffen erlebt man doch gerade in der Ukraine. Kaum drohen Putin und Konsorten mit einem Einsatz von Nuklearwaffen, werden hierzulande die Forderungen laut, die Ukrainer Russland zum Fraß vorzuwerfen (wird natürlich nicht so formuliert), da das besser als ein potentieller Nuklearkrieg sei.



    Das lässt sich natürlich auch diplomatisch einsetzen: man kann Russland das Angebot machen, mit seinen Nuklearkriegsdrohungen aufzuhören und seine Nuklearwaffen abzurüsten, oder man legt sich selber welche zu. Muss man dann aber auch willig und fähig sein, umzusetzen.

  • Nukleare Abschreckung kommt für Europa tatsächlich nur durch GB und Frankreich in Frage. Alles andere steht außerhalb vom Stammtisch auch nicht wirklich zur Diskussion. Russland kann sich gegenwärtig eine nukleare Aufrüstung nicht leisten, da die finanziellen Mittel dafür in der Ukraine militärisch mehr Sinn machen. Diesen Gedanken lohnt es sich weiter zu verfolgen. Im Idealfall versenkt Russland sein Geld in strategischen Nuklearwaffen, die ohnehin nicht eingesetzt werden können und gleichzeitig bleiben die militärischen Erfolge in der Ukraine aus. Letztendlich das gleich Prinzip, mit dem die Sowjetunion am Ende des Kalten Krieges in die Knie gezwungen wurde - wobei die Ukraine die Rolle Afghanistans einnimmt.

  • Mehr Waffen für den Weltfrieden



    Weil's ja bisher immer geklappt hat

    • @Todesfister:

      Im Kalten Krieg hat das einigermaßen geklappt.



      Zumindest kam es nie zu einem Heißen Krieg, mutmaßlich auch deshalb, weil die nukleare Abschreckung beiderseits funktionierte.



      Durch die nukleare Abschreckung hat sich Russland im Krieg gegen die Ukraine ebenfalls ein Stückweit immunisiert.



      Die Anschaffung von Atomwaffen ergibt durchaus Sinn. Ob wir das gut finden mögen oder auch nicht ist da egal.

      • @Katharina Reichenhall:

        @Katharina Reichenhall



        Echt jetze ? Sinn macht die Anschaffung von Atomwaffen ?



        Aber nur, wenn alle sich an die Regularien halten, die eine Atombewaffnug mit sich bringen, oder ?



        Die Abrüstungsvereinbarungen beinhalteten auch die Einhaltung der Absprachen, und wie schaut es bezüglich des Resultat jetzt aus ?



        Sie haben wirklich ein sehr spezielles Vertrauen in die Machthaber der Welt. Oder ist es kein Vertrauen, sondern eher nur Naivität ?



        www.friedenskooperative.de



        www.mehr-demokratie.de

        • @Alex_der_Wunderer:

          Ich habe kein Vertrauen mehr in die Machthaber dieser Welt, weder in Putin, noch in Xi, Trump oder Chamenei, aber auch nicht in Lula oder Merz.



          Wo Sie jetzt Naivität herauslesen möchten, weiß ich nicht. Eher tiefes Misstrauen. Eben deswegen kann es durchaus Sinn für Europa und Deutschland ergeben, Atomwaffen anzuschaffen. Wie gesagt, nicht, dass ich das wollte.

          • @Katharina Reichenhall:

            @Katharina Reichenhall



            Geht mir ähnlich, auch ich habe wenig Vertrauen in die Machthaber dieser Welt, dennoch halte ich die Möglichkeit für Vernünftiger, wenn die Regierenden sich gegenseitig überzeugen würden,intellektuell in der Lage zu sein, auch Politik miteinander, ohne Atomwaffen im Hintergrund ausarbeiten zu können. Politik zwischen Staaten ist auch immer ein Geben & Nehmen, eigentlich sollten die Staaten in den anderen Staaten auch immer eine Bereicherung für ihre Entwicklung / Zukunft für ihre Bevölkerungen sehen. Mein Verdacht ist leider, es sind oftmals - gerade zur Zeit, mega viele egomane Machthaber unterwegs. Da sind wir als Bevölkerungen sehr in Anspruch genommen und Achtsam darauf zu sein, wer da eigentlich welche Interessen vertritt.

    • @Todesfister:

      Die Ukraine wäre sicherlich nicht von Russland angegriffen worden, hätte sie ihre Atomwaffen behalten können.

  • "Die Länder, die dort zusammenkommen, müssen mit dem Finger auf die Staaten zeigen, die Atomwaffen akzeptieren."

    So nämlich.

    Schwerter - okay. Schwarzpulver - schwierig. Atomwaffen in Affenhand? Bloß nicht.

    Dabei sind sogar einige Taz-Foristen mittwerweile so verstrahlt, einen Atomwaffeneinsatz als gangbaren Weg zu denken.

    Empfehle Sonntags auszuschlafen und sich an der frischen Luft zu erfreuen. Feinstaub ist schon sehr schmackhaft im Vergleich zum Fallout.

    • @Schleicher:

      Wer nur mit dem Finger zeigt, bekommt erst den Finger gebrochen und dann den Hals.

  • "taz: Und Atomwaffen für Deutschland?



    Eblenkamp: Hier geht die Debatte doch völlig an der Realität vorbei. Man hätte damit den Zwei-plus-vier-Vertrag aufgekündigt. Man hätte Russland jedes Argument gegeben, seinen Krieg auszuweiten."



    Russland besucht keine Argumente für Krieg. Das sollte nun bitte jeder verstanden haben. Ansonsten gerne bei den Ukrainern nachfragen.



    Russland greift die Ukraine auch regelmäßig mit Hyperschallwaffen an - allesamt Trägersysteme die auch nukleare Köpfe tragen können.



    Russland droht auch in schöner Regelmäßigkeit Europa mit nuklearer Auslöschung, vor allem London, Paris und Berlin durften sich schon persönlich ansprechen lassen.



    Den USA haben die Russen noch nicht während des Ukrainekriegs mit nuklearer Auslöschung gedroht... - warum wohl?



    Weil jeder weiß, dass die USA, egal ob Demokraten oder Republikaner, ganz schlecht auf Drohungen zu sprechen sind.



    Europa muss endlich die Beine zusammenbekommen. Russland will nicht reden, das zeigen die letzten 4 Jahre, das zeigten auch die 'Gespräche' an Putins übergroßem Coronatisch vor Kriegsbeginn.



    Wollen wir ernstgrnommen werden, nicht nur von Russland, auch von China und co, müssen wir nuklear aufrüsten.

    • @Antje1971:

      @Antje 1971



      &



      @DemianBronsky



      Ach, werden Atomwaffen nicht immer nur als Friedenschaffende Abschreckung beworben ?



      Nur wenn andere Staaten über Atomwaffen verfügen, sind diese dann als Bedrohung anzusehen.



      ALLES. KLARO 🤑



      ☮️ www.friedenskooperative.de ☮️

    • @Antje1971:

      Vielen Dank für diese klare Einschätzung. Ich teile diese und wundere mich, weshalb es nicht Konsens ist, dass wir nuklear bedroht werden und dass es hierfür nur eine wirksame Entgegnung gibt. Stattdessen belügen wir uns geflissentlich selbst und versichern uns der Abschreckenden Wirkung unserer eigenen Wehrlosigkeit. Ich empfehle einen Blick nach Russland, in die russischen Medien, in die Talk-Runden, in denen hochrangige Vertreter des Staatsapparats und des Militärs öffentlich auskaspern, ob man London oder doch Berlin zuerst nuken solle oder werde. Selbst wenn vieles davon Geschrei und Propaganda ist, schafft es einen gesellschaftlichen Mindset, der unweigerlich und für Generationen Spuren hinterlässt. Hinter manches kann man schier nicht zurück, auch wenn es nicht allzu ernst gemeint gewesen sein mag (obwohl der Eifer in den erwähnten Talk-Runden schon hasserfüllter Ernst ist). So oder so, der freiwillige Verzicht auf die wirksamste Abschreckung schlechthin, ist im Angesicht der wirksamsten Bedrohung schlechthin, eine zweifelhafte Entscheidung. Vom Mangel an echten Argumenten im obigen Text mal abgesehen... Aber ich will, dass die Welt nice ist, ist keines.