Profil-Einstellungen
Login Kommune
Hier könnten Ihre Kommentare stehen
Herzlich willkommen.
Auch Sie haben eine Stimme und auch die soll gehört und gelesen werden.
Hier werden alle Kommentare gesammelt, die Sie verfassen. Außerdem können Sie Kontaktmöglichkeiten hinterlegen und sich präsentieren.
Wir freuen uns, wenn Sie die taz.kommune mit Ihren klugen Gedanken bereichern.
Viel Freude beim Lesen & Schreiben.
meine Kommentare
28.09.2026 , 11:15 Uhr
"Das kapitalistische Wirtschaftssystem ist den staatlichen und sozialen Lebensinteressen des deutschen Volkes nicht gerecht geworden. (...) Ziel (...) kann nicht mehr [das] kapitalistische Gewinn- und Machtstreben, sondern nur das Wohlergehen unseres Volkes sein. Durch eine gemeinwirtschaftliche Ordnung soll das deutsche Volk eine Wirtschafts- und Sozialverfassung erhalten, die dem Recht und der Würde des Menschen entspricht, dem geistigen und materiellen Aufbau unseres Volkes dient und den inneren und äußeren Frieden sichert. (...) Stärkung der wirtschaftlichen Stellung und Freiheit des Einzelnen; Verhinderung der Zusammenballung wirtschaftlicher Kräfte in der Hand von Einzelpersonen, von Gesellschaften, privaten oder öffentlichen Organisationen, durch die die wirtschaftliche oder politische Freiheit gefährdet werden könnte. (...) Wir fordern die Vergesellschaftung..."
Schonmal gehört? Das stand damals im Ahlener Programm der CDU.... quasi der Gründungsmythos der bundesdeutschen Unionspolitik :D
zum Beitrag23.09.2026 , 13:09 Uhr
Das ist alles furchtbar. Dieser verdammte Krieg...
obligatorischer Disclaimer: Wie schön wäre es, würde der mörderische Aggressor Putin seine Armee einfach wieder nach Hause schicken.
In Ermangelung dessen wäre es aber auch wünschenswert, in der deutschen Presselandschaft, bspw. auch hier, ein ausgewogenes Bild der Ereignisse in der Ukraine präsentiert zu bekommen.
Was ist etwa mit den Zwangsrekrutierungen und den immensen Verlusten auch auf Ukrainischer Seite? Kyrylo Budanov spricht von 30.000 neuen Rekruten, die Monat für Monat notwendig seien, die Verluste der Ukraine auszugleichen.
Was ist mit den Stimmen in der Ukraine, die nicht weiter kämpfen wollen, selbst wenn das heißt Gebiete abzutreten? Was sagen hier die Umfragestatistiken in der Ukraine?
Wer glaubt denn noch, dass es gut ist, diesen Krieg bis zum letzten Ukrainer (und bald auch bis zur letzten Ukrainerin!) weiterzuführen?
Ist es wirklich wichtiger, welcher korrupte russische oder ukrainische Oligarch den Donbass ausbeutet, als das Blutvergießen endlich zu beenden? Wie viele müssen denn noch sterben? Wer glaubt denn noch, dass da "der Westen", oder gar "die Menschenrechte" verteidigt werden?
zum Beitrag16.09.2026 , 08:05 Uhr
Wie hoch ist denn die Wohneigentumsquote unter Politikern? Wie viele Politiker sind selbst Vermieter? Das wäre doch vielleicht mal eine erhellende Statistik zu dem Thema.
zum Beitrag10.09.2026 , 10:54 Uhr
Robert Cialdini, seines Zeichens Sozialpsychologe und Wahlkampfberater von Barack Obama, hat zum Thema der Persuasion das schöne Bild vom "klick und surr" geprägt. Er meint damit, dass es bestimmte Tasten gibt, die man bei uns Menschen drücken kann ("klick"), die mehr oder weniger unweigerlich zu einer bestimmten Reaktion führen ("surr"). Das lässt sich prima nutzen, um Menschen zu Kaufentscheidungen zu bewegen, oder auch um Menschen zu betrügen und nach Strich und Faden auszunehmen.
Ganz ähnlich funktionieren bestimmte, in der Wahrnehmung der Allgemeinbevölkerung geprägte, Worte. Da sind Valenzen und vermeintliche Bedeutungszusammenhänge so stabil, dass am Ende fast egal ist, was die Begriffe eigentlich meinen.
Anarchismus wird bspw. nicht korrekt als Abwesenheit von Herrschaft bei allgemeingültigen Regeln, sondern als Chaos und Recht des Stärkeren verstanden.
Ebenso sind die Begriffe "Kommunismus", "Sozialismus" und "Links" einfach verbrannt. Unabhängig von Inhalten wird sich deswegen mit diesen Schlagworten in Deutschland nie und nimmer sinnvoll Politik machen lassen. Wer einen demokratischen Sozialismus wahr werden lassen will, darf ihn darum auf keinen Fall so nennen.
zum Beitrag27.08.2026 , 09:24 Uhr
Was der Kommentar von Frau Tricarico unerwähnt lässt, ist der Bezug zur aktuell sehr hohen Gefahr eines Atomkrieges, die ein zentrales Element der päpstlichen Initiative ist.
Hier kann man ein interessantes Interview mit Peter Kuznick (vgl. Bulletin of the Atomic Scientists) sehen, der im Kontakt mit dem Kardinal wohl entscheidenden zu der Position des Pontifex beigetragen hat, wie er hier darlegt:
www.youtube.com/watch?v=iO3CprBPNPM
Bedeutsam bei dieser Perspektive ist auch, dass es nicht alleine um Kritik und Appell an den mörderisch agierenden Aggressor Putin geht, sondern dass auch das verantwortungslose und geschichtsvergessene Handeln der europäischen Entscheider, Macron, Starmer/Burnham, Merz, etc., einer dringenden Kehrtwende bedarf, um der drohenden Gefahr eines Atomkrieges mittels Dialog und Rüstungskontrolle zu begegnen.
zum Beitrag20.08.2026 , 12:13 Uhr
Ihre Entgegenhaltung entspricht einer falschen Dichotomie. Es ist keineswegs so, dass junge Menschen zwischen genau diesen beiden Polen entscheiden müssen, entweder bereit zu sein als Soldat zu dienen oder in Kauf zu nehmen, quasi in Russland zu leben. Lesen Sie es gerne nach: de.wikipedia.org/wiki/Falsches_Dilemma
Übrigens, genau dieses Scheinargument ist mittlerweile schon ein standardmäßiger Teil der gegenwärtigen Kriegspropaganda. Und, ja, Kriegspropaganda bezeichnet nicht nur die propagandistische Herbeiführung eines Krieges, sondern auch der Voraussetzungen, einen Krieg überhaupt erst führen zu können: Soldaten zu haben die bereit sind zu kämpfen (und dafür eine entsprechende Bedrohungskulisse zu pflegen).
Russland ist ein autoritär organisierter, teilweise mit Mafiamethoden kontrollierter Staat, in dem es mehr um die Belange der Oligarchen als der einfachen Bürger geht.
Deutschland dagegen ist ein gewiss demokratisch organisierter, bürokratisch kontrollierter Staat, in dem es leider aktuell mehr um die Belange von Reichen und Rentnern geht als der einfachen Bürger.
Und dieses Gesellschaftsmodell sollen jetzt junge Deutsche an der Ostfront verteidigen? Warum?
zum Beitrag22.07.2026 , 09:31 Uhr
Die Metaanalyse sagt nicht, "dass trans Frauen keinen sportlichen Vorteil gegenüber cis Frauen haben." So allgemein, geht die Aussage weit über den zitierten Befund hinaus.
Vielmehr sagt sie, dass die untersuchten trans Frauen, die qua Einschlusskriterium alle bereits eine Hormontherapie hinter sich hatten, bei Körperfettanteil, Sauerstoffumsatz sowie Ober-/Unter-Körperkraft keinen signifikanten Vorteil gegenüber den jeweils verglichenen cis Frauen hatten.
Dagegen waren sie hinsichtlich ihrer absoluten Muskel-/Organ-/Knochenmasse (=absolute lean mass) signifikant schwerer als die verglichenen cis Frauen; wobei die Dauer der Hormontherapie mit einer Zunahme des Körperfettanteils und einer Abnahme der Muskelmasse (absolute lean mass) sowie der Körperkraft (upper body strength) einherging.
Während die Autoren die Annahme geschwächt sehen, dass trans Frauen alleine(!) durch Hormontherapie und residuale Unterschiede in der Muskelmasse einen unfairen Vorteil haben, weisen sie darauf hin, dass trans Frauen sich hinsichtlich ihrer Körpermerkmale am besten als eigene Gruppe kategorisieren lassen. So gesehen wären eigene Turniere für trans Frauen vielleicht das fairste.
zum Beitrag25.06.2026 , 12:15 Uhr
Ich denke schon, dass es ein "Ganz richtig" gibt - und zwar eine Richtigkeit des Verbots; so wie es ja auch gänzlich richtig ist, Kindern Schnaps zu verbieten.
Der Suchtfaktor, mit allem was da dran hängt, ist schließlich die größte Gefahr sozialer Medien. Ein täglicher Medienkonsum am Smartphone von 4 Stunden ist ja bei Jugendlichen heutzutage gerade mal Durchschnitt. Da kommt nur sehr wenig Gutes bei rum - und vieles, was man eigentlich lieber nicht hätte, nicht zuletzt hinsichtlich der kognitiven und psychosozialen Entwicklung.
Das Argument mit den queeren Jugendlichen wirkt übrigens auch etwas an den Haaren herbeigezogen angesichts der Tatsache, dass gerade die noch deutlich mehr als ihre heterosexuellen Peers von digitaler sexualisierter Gewalt betroffen sind; und diese Gewalt bei weitem nicht nur von Erwachsenen, sondern in großem Umfang auch von Gleichaltrigen ausgeübt wird.
Insofern: Her mit dem Verbot! Aber politisch ein bisschen mutiger bitte; soziale Medien erst ab 16 Jahren!
zum Beitrag28.05.2026 , 10:10 Uhr
Ein Mensch, der 100 Mio. besitzt ist in meinen Augen per Definition böse: Alleine die Tatsache seines Reichtums belegt, dass ihm seine Gier mehr wert ist, als die Möglichkeit, Menschen vor dem verhungern zu schützen. Er braucht in seinem endlichen Leben keineswegs so viel Reichtum. In der 1 Minute, in der ich das hier schreibe, sind aber statistisch gesehen 15 etwa Menschen verhungert. Die hätte er alle retten können, hätte er das gewollt. Das ist, in meinen Augen, eine Art von gewohnheitsmäßiger unterlassener Hilfeleistung, die durchaus das Prädikat "böse" verdient.
zum Beitrag28.05.2026 , 10:05 Uhr
Das ist das definierende Problem unserer Zeit. Wenn es uns nicht gelingt die parasitären Auswüchse der Überreichen einzuhegen, dann werden wir weder die Klimakatastrophe noch die dräuenden kriegerischen Konflikte als Gesellschaft gut bewältigen können.
Wie schon Adam Smith in "The Wealth of Nations" ausführte, kann eine Gesellschaft nur dann prosperieren, wenn sie möglichst frei ist von "Rentiers", also von Menschen, die nichts produktives beitragen, sondern nur von dem leben, was ihr Reichtum an Mieten, Zinsen, usw. abwirft. Das ist es, was der "freie Markt" eigentlich meint, auch wenn das von den politischen Steigbügelhaltern der parasitären Klasse gerne verdreht wird.
Natürlich gab es ähnliche Probleme schon früher. Und es gab Lösungen, etwa das Sabbatjahr, in dem Schulden erlassen und Schuldsklaven befreit wurden. Empfehlenswert hierzu David Graebers Buch "Schulden: Die ersten 5000 Jahre."
Anders als früher beherrschen die Überreichen aber heute, dank Globalisierung, nicht nur einzelne Bereiche, sondern nehmen eben weltweit Einfluss in ihrem Sinn. So ist mehr denn je auch eine weltweite Solidarität der ausgebeuteten untereinander notwendig: Und das sind wir (fast) alle.
zum Beitrag13.04.2026 , 12:49 Uhr
Der Text enthält kein stichhaltiges Argument gegen ein Socialmediaverbot unter 16 Jahren.
Natürlich greift ein Verbot zu kurz: es ist mit allgemeiner Datensparsamkeit und Medienkompetenz zu ergänzen.
STATT eines Verbotes aber NUR auf Medienkompetenz o.ä. zu verweisen ist ungefähr so, als sage man:
"Alkohol für Kinder ist schon OK, die Eltern müssen das eben gut begleiten. So lernen Kinder, mit Alkohol umzugehen."
De facto gibt es eben zu wenig Begleitung durch Eltern, zu wenig Medienkompetenz in der Schule, usw. Socialmedia ist eine schnell wirkende, stark süchtig machende und die kognitive Leistungsfähigkeit reduzierende Droge. Wie bei jeder anderen Droge auch, müssen Kinder davor geschützt werden. Und wenn sie dann damit umgehen dürfen, braucht es -klar- Begleitung und Anleitung.
Zu sagen, mit 16 sei die sensible Phase schon vorbei erscheint seltsam - impliziert es doch, lieber höchst sensible, völlig unreife Jugendliche dieser Droge und den sozialen, durch schädliche Algorithmen befeuerten, (Un-)Trieben auszusetzen.
Übrigens gibt es mittlerweile, entgegen der Aussage im Text, auch auf Roblox und Discord vergleichbare Regelungen.
zum Beitrag11.04.2026 , 11:17 Uhr
Der Iran dementiert die Angriffe:
www.presstv.ir/Det...ng-ceasefire-hours
zum Beitrag03.03.2026 , 12:10 Uhr
Zu deiner Replik (2): Die Schweiz ist geradezu das Paradebeispiel einer kleinen Nation, wo das seit Jahrhunderten gut funktioniert. Die Nazis hatten bspw. Eroberungspläne, die sie nicht umgesetzt haben, weil es zu kostspielig gewesen wäre. Das Dilemma ist trotzdem deutlich. Letztlich, wenn man überhaupt mit moralischen Anspruch draufschaut, ist Bündnispolitik in Verbindung mit Propaganda leider immer ein Einfallstor für imperiale Geopolitik. Das zu vermeiden muss Vorrang haben.
Zu (3): Auch hier, entweder du willst moralisch, humanistisch argumentieren, oder nicht. Du kannst nicht in Kauf nehmen zig Unschuldige zu massakrieren und zugleich human agieren. Das geht einfach nicht zusammen. Abgesehen davon, es macht auch gar keinen Sinn (und ist in keiner der bekannten Einsatzdoktrinen vorgesehen), ein Land bspw. zu nuken um es zu erobern. Niemand wird Deutschland mit Atomwaffen angreifen, um es einzunehmen. Deutschland ist nur dann in Gefahr, eine Kernwaffe abzukriegen, wenn es andere Länder (bspw. Russland) von seinem Territorium aus nuklear bedroht, bzw. zulässt, dass die USA das von hier aus tun. UND: Man muss halt mal anfangen, dann können andere auch mitmachen.
zum Beitrag02.03.2026 , 16:34 Uhr
Eine vernünftige Variante von Pazifismus muss Selbstverteidigung akzeptieren. Gleichzeitig müssen die mit der Militarisierung verknüpften Probleme beachtet werden:
Propaganda, potenziert von sozialen Medien, macht es teilweise unmöglich, "Gut" und "Böse" klar zu trennen. Menschenrechte werden all zu leicht herangezogen, um imperialer Geopolitik einen Anschein von Gerechtigkeit zu verleihen. Und diejenigen, die in Schützengraben sterben, sind nicht dieselben, die von den Systemen, die sie mutmaßlich verteidigen, profitieren. Vom Profit, der sich industriell aus kriegerischem Leid schlagen lässt, ganz zu schweigen.
Folgende Grundsätze eines vernünftigen Pazifismus bieten sich darum an:
(1) Alle Soldaten müssen freiwillig dienen, so dass niemand gezwungen wird, ein System zu verteidigen, das ihn nur ausbeutet.
(2) Verteidigung geht nur im Inland; sobald man anfängt "die Freiheit am Hindukusch" zu verteidigen, ist man inmitten imperialer Geopolitik.
(3) Oberste Maxime muss die Vermeidung ziviler Opfer sein; Massenvernichtungswaffen sind kategorisch abzulehnen.
(4) Sonstige Interventionen (bspw. Verhinderung eines Genozids) nur mit UN-Mandat.
zum Beitrag05.02.2026 , 11:52 Uhr
Lieber Cem-Odos Gueler, vielen Dank für dieses, im wahrsten Sinn, unheimlich wichtige Interview! Die Kernbotschaft sehe ich im letzten Satz: "Deutschland könnte dazu beitragen, dass mehr über die Risiken anstatt über die Abschreckung gesprochen wird." Hier ist die deutsche Presse in der Pflicht. Also: Weiter so! Viele Grüße
zum Beitrag24.11.2025 , 11:49 Uhr
Der ungerechteste Frieden ist immer noch besser als der gerechteste Krieg. (Marcus Tullius Cicero)
zum Beitrag20.11.2025 , 11:07 Uhr
Moin, "Das einzige, was die AFD klein machen könnte, wäre konservative Politik."... empirisch betrachtet, stimmt das Argument nicht. Mal die Begrifflichkeiten hinten angestellt. Es ist tatsächlich eher andersrum: Wenn man einer Wählergruppe gibt, was sie vermeintlich will (hier: "konservative" Politik), dann schwächt das nicht deren Partei (hier: die AfD), sondern, ganz im Gegenteil, das macht die Partei stärker. ("Siehste, jetzt haben die anderen es kapiert. Wir hatten also die ganze Zeit recht."). Das wurde schon x-mal probiert, weltweit, es gibt genug Befunde dazu. Auch Herr Merz hat es probiert, probiert es weiterhin mindestens auf der sprachlichen Ebene. Klappt aber nicht. Macht nur die AfD stärker. Was es stattdessen bräuchte, wäre eine wirksame Sozialpolitik, ein Wiedereinhegen der kapitalistischen Kälte, zurück also zu einer wirklich sozialen Marktwirtschaft. Damit könnte man der rechtskonservativen Ideologie den Nährboden entziehen: wenn die Leute keine Angst mehr um ihre Perspektive haben müssten, dann könnte man auch nicht länger die Armen gegen die Ärmsten, die Kleinen gegen die Fremden ausspielen. mfG
zum Beitrag30.10.2025 , 09:10 Uhr
tldr: Die Linke ist *als einzige* keine willfährige Dienerin der Reichen.
Das zentrale - und hier im Artikel scheinbar übersehene - Element der Linken ist die Erkenntnis, dass die Ausbeutung der Armen durch die Reichen der kleinste gemeinsame Nenner aller gegenwärtiger Krisen ist.
Ob im Inland bei der Sozial- und Gesundheitspolitik, der Diskrepanz zwischen Rüstungsausgaben und zivilgesellschaftlichen Investitionen, dem auf empfundener Gerechtigkeit aufbauenden Zusammenhalt der Gesellschaft oder den notwendigen Bedingungen für gelingende Klima- und Umweltschutzmaßnahmen (d.h. auch hier soziale Gerechtigkeit); sowie international die elitär- imperialistische Komponente von kriegerischen Konflikten und ihren Profiteuren, usw. usf.
Überall hängt die Entscheidung zwischen Humanismus und Ausbeutung letztendlich daran, ob man gewillt ist, weiter das Spiel der Umverteilung von unten nach oben zu spielen.
Oder ob man, wie es die Linke als einzige politische Kraft anvisiert, endlich die notwendige Umverteilung von ganz oben hin zur Mitte und nach unten anstrebt, weil nur so all die großen Krisen der Gegenwart bewältigbar sind.
Das ist das wahre Alleinstellungsmerkmal der Linken.
zum Beitrag29.10.2025 , 09:05 Uhr
Lieber Ilija Trojanow, Bravo, und vielen Dank für diesen runden, treffenden Artikel! Genau das brauchen wir gerade: vernünftige Stimmen gegen die blindwütige Militarisierung. Damit Otto Normalbürger nicht denken braucht, die Fixierung auf Kriegstüchtigkeit sei alternativlos. Oder, ebenso wichtig, man könne seine Stimme nicht mehr für Friedfertigkeit und Völkerverständigung erheben. Danke dir!
zum Beitrag