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Betrug bei Masernimpfungen in BayernDas Ende des Kollektivs

Kommentar von

Frederic Valin

In Bayern sollen 27 Arztpraxen falsche Impfnachweise ausgestellt haben. Das zeugt von einer Individualisierung, deren Opfer lediglich als Kollateralschaden gelten.

Impfen war mal cool, egal wogegen, auch in Bayern Foto: dpa

S eit 2020 gilt die Masern-Impfpflicht in Deutschland. Befreit sind nur jene Kinder, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können. Seither steigt die Zahl gefälschter Impfnachweise und falscher Impfbefreiungen. Laut einer Recherche von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung haben Gesundheitsämter in Bayern 27 Arztpraxen ausgemacht, die falsche Atteste ausstellen oder sogar Impfpässe manipulieren. Die Dunkelziffer sei hoch, heißt es in den Berichten, weil es kaum wirksame Kontrollen gäbe.

Es scheint, als hätten die westlichen Gesellschaften aus der Pandemie genau das Falsche gelernt: Kollektive Lösungen zur Verhinderung persönlichen Leides sind immer schwieriger zu vermitteln. Stattdessen tobt in einer zunehmenden Anzahl von Köpfen die Idee des Kampfes aller gegen alle. Und in der Logik muss das Schwache, Schützenswerte immer das Andere sein.

Die Impfskepsis ist da nur ein Symptom des allgemeinen Verfalls einer Idee von Gesellschaft, in der jeder Mensch einen Platz hat. Sie folgt dem, was Thomas Ebermann die „Ideologie des Kollateralschadens“ genannt hat; folgt auch auf eine psychische Verfasstheit, die nicht wahrhaben kann, dass man selbst (oder das eigene Kind) ganz konkret dieser Kollateralschaden sein könnte.

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Mehr Impfskepsis seit Corona

Und diese Verdrängung ist insofern nachvollziehbar, als ja tatsächlich aus der Mitte der Gesellschaft mit Verachtung oder gar Hass auf alles vermeintlich Schwache, das heißt auf andere Angewiesene, geblickt wird: Zu dem Geschrepp dazuzugehören, dessen Kinder an so was wie Masern sterben könnten, darf gar nicht aufscheinen am Gedankenhorizont. Sich einzugestehen, auf andere angewiesen zu sein, scheint im aktuellen gesellschaftlichen Kontext beängstigender als eine schwere Schädigung – ob vorübergehend oder dauerhaft – des eigenen Körpers.

Seit Beginn der Covid-Pandemie hat die Impfskepsis in Deutschland deutlich zugenommen. Laut Ipsos Health Service Report 2025 befürworten nur noch die Hälfte aller Deutschen eine Impfpflicht bei ernsthaften Infektionskrankheiten, ein Viertel ist strikt dagegen. Über deren Motivation wird jetzt zunehmend geforscht: Religiöse Gründe sind ein Faktor, aber auch mangelnder Glaube an die Wirksamkeit und eine Angst vor Nebenwirkungen.

Dabei sind die Fakten eindeutig. Masern sind eine hochansteckende Infektionskrankheit, die besonders für Kinder gefährlich ist. Von den 2025 europaweit 23 an Masern gestorbenen Menschen waren 14 jünger als fünf Jahre. Die geringe Zahl an Todesopfern in Europa liegt allein an der Impfung. Der Impfstoff wurde 1963 entwickelt, davor traten laut WHO Masernepidemien alle zwei bis drei Jahre auf. Die WHO schätzt auch, dass durch die Immunisierung zwischen 2000 und 2022 57 Millionen Todesfälle weltweit verhindert werden konnten.

Pflichtimpfung nur beschränkt erfolgreich

Wohin zu geringe Impfquoten führen, kann gerade live in den USA nachvollzogen werden, die die schlimmste Masernepidemie seit über 30 Jahren erleben. Für 2025 wurden landesweit 2.281 Fälle gemeldet, dieses Jahr sind es laut dem Tracker der Johns Hopkins University bereits 1.099. Noch im Jahr 2000 waren Masern in den USA für ausgerottet erklärt worden. Angesichts dieser Zahlen hat selbst der Gesundheitsminister der USA, Robert F. Kennedy jr. zur Impfung geraten, also ebenjener Mann, der einmal sagte, er selbst habe keine Angst vor Keimen, weil er früher Kokain von Klobrillen gezogen habe.

Die Pflichtimpfung scheint in Deutschland nur beschränkt Erfolge zu bringen. Zwar lagen die Infektionsfälle von 2020 bis 2023 deutlich unter dem Niveau der Jahre zuvor, aber das scheint auch ein Effekt der Schutzmaßnahmen gegen die Covid-Pandemie gewesen zu sein. Seitdem liegen die Fallzahlen leicht unter dem Niveau der Jahre vor Einführung der Masernimpfpflicht. Für 2024 sind das 645 Fälle.

Es ist etwas Tragikomisches daran, dass sich viele Impf­skep­ti­ke­r*in­nen selbst als kritisch und hinterfragend sehen, aber – wie in diesem Fall in Bayern – völlig unreflektiert nur einem Affekt folgen; insbesondere deswegen, weil dieser Affekt die Wahrscheinlichkeit drastisch erhöht, dass sie selbst hilfebedürftiger werden, als es gesellschaftlich akzeptiert ist. Dabei ist es schon eine zivilisatorische Kapitulationserklärung, dass es eine Masernimpfpflicht überhaupt braucht.

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30 Kommentare

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  • Ja die Kritiker haben doch völlig recht, Impfen ist gefährlich!



    Die Reichsregierung erklärte die Pockenimpfung 1874 zur Pflicht. .... Erste Impfgegnerorganisationen wurden 1869 in Leipzig und Stuttgart gegründet. ...

    Und die hatten doch Recht! Alle die sich vor 1874 haben impfen lassen sind TOT. Das beweist doch, sich impfen lassen ist tötlich.

  • Wenn Kindern die Versorgung mit einer nicht nur medizinisch zweifelsfrei sinnvollen, sondern auch gesetzlich vorgeschriebenen Präventionsmaßnahme verwehrt wird liegt ganz offensichtlich eine Kindeswohlgefährdung vor. Die staatliche Inobhutnahme der betroffenen Kinder dürfte angezeigt sein.

  • Selbst wegen einer Nicht-Impfung zu leiden, das mag mensch noch zugestehen, Freiheit zur Selbstschädigung und so.



    Aber sein Kind leiden zu lassen (und durch die Ansteckung die ungeschützten bzw. vulnerablen Kinder anderer und Erwachsene auch), hat mensch dazu ein Recht oder ist das multidestruktiver Egoismus?

  • Die einen haben vielleicht Angst vor Nebenwirkungen, andere vor zwar sehr seltenen, aber dafür umso schwerer wiegenden unerwünschten Folgen und bei einigen ist die Impfskepsis möglicherweise auch eine Abwehrreaktion gegen eine Gesellschaft, die sie nur noch als Risikofaktor wahrzunehmen scheint. Daraus allerdings zu schließen, dass sie „völlig unreflektiert nur einem Affekt folgen“, ist ein wenig widersprüchlich.

    • @Yes:

      Nein, ist es nicht. Denn die Risikoverteilung bei ungeschützter Infektion vs Impfung ist *schlimmstenfalls* ungefähr 100:1.



      Wir haben allein in Deutschland hunderttausende Tote und Millionen Schwerbehinderte durch die Erkrankung - und wieviele Impfgeschädigte? 100? 200? Oder eher 2-3 Dutzend?

      Wenn jemand am Freitagabend um 19 Uhr mit 200 km/h auf dem Mittelstreifen der A1 zwischen Kanem und Schwerte entlangbrettert, weil er "Angst hat, auf der Landstraße von einem besoffenen Jugendlichen totgefahren zu werden", würde man das ja auch als ein völlig unreflektiertes Folgen eines Affekts bezeichnen können.

      • @Ajuga:

        Doch ist es doch und hat mit der Risikoverteilung nichts zu tun. Nebenbei bemerkt, Ihre Anzahl der Todesopfer und Schwergeschädigten erscheint mir ein wenig hochgegriffen. Seit 2023 sind beim RKI zwar gestiegene Infektionszahlen in Deutschland, aber keine Todesfälle registriert.

    • @Yes:

      Naja, das Risikofaktor-Argument ist nicht von der Hand zu weisen wenn man sich ansieht was "Impfskeptiker" gerade global so anrichten...

    • @Yes:

      Gerade bitte noch mal. Die Wahrscheinlichkeiten sind bekannt. Wieso soll dann das dann kein Affekt sein (Affekte sind so was real in dieser Welt)? Egal, ob Trotz, Angst, Ausschlussangst, ...

      • @Janix:

        Natürlich sind Affekte real, aber der Autor geht zunächst selbst davon aus, dass die Impfskepsis grundlegenderer Natur sei und bezeichnet sie dann dennoch so. Diese Inkonsistenz ist keine Einordnung, sondern eine bloße Abwertung, die einem fruchtbaren Streitgespräch nicht unbedingt zuträglich ist. Fehlende Wertschätzung wird weder die einen noch die anderen zu neuen Einsichten führen. Und darum geht es und nicht darum, pauschal die Intelligenz des anderen zu bewerten.

  • "Die geringe Zahl an Todesopfern in Europa liegt allein an der Impfung."



    Der Artikel wäre viel mehr wert, wenn er mal einen Link auf die Zahl der Masernfälle in Deutschland/Europa startend deutlich vor der Impfung enthielte, um diese Aussage zu untermauern. Denn ich lese in einem anderen Artikel (den ich sicherlich nicht verlinken darf, denn die Webseite ist "pfui"): "Ohnehin wurde die Masernimpfung erst 1972 eingeführt, als die Zahl der Erkrankungen massiv zurückgegangen war. Die Todesfälle durch Masern waren von 1906 bis 1972 um 99,6% gesunken."



    Leider ebenfalls ohne Link! In Statista findet man die Daten auch nur ab 2001 und bei Destatis wurde ich auch nicht fündig. Ich habe nun leider die Erfahrung gemacht, dass man ohne selber die offiziellen Daten anzuschauen, in strittigen Fragen niemandem trauen darf. Kann jemand hier Daten liefern?

    • @XXX:

      Statistik hilft in diesem Fall nicht weiter; hier hilft nur Enzymbiochemie.

      Das konkrete Problem bei Masern sind die Todesfälle durch akute oder nachgelagerte Hirnentzündung (SSPE). Vor allem letztere ist kaum therapierbar (tödlicher als Pocken, Ebola oder Lungenpest).

      Die akuten Masern-Todesfälle konnte man medikamentös sehr gut reduzieren.

      Aber die anderen Risiken - vor allem dass auch unter den besten Bedingungen und mit der besten Therapie 1 von rund 5000 Maserninfizierten DEFINITIV an SSPE sterben WIRD, VÖLLIG EGAL was man tut - lassen sich nur durch flächendeckende Impfung verhindern.

      Insbesondere da Masern keinen Reservoirwirt hat, und weil die im Vakzin verwendeten Virenstämme nicht das für SSPE ursächlich verantwortliche Alanin an Position 209 des Hüllproteins haben.



      D.h. durch die Masern-Impfung wird ZUSÄTZLICH zum Schutzeffekt noch ein Virusstamm in Umlauf gebracht, der dort wo es wirklich drauf ankommt auch noch völlig harmlos ist, statt wie "wilde" Masernviren eine auch mit der besten medikamentösen Therapie nicht vermeidbare Lebensgefahr darzustellen.

    • @XXX:

      Ja, ist komplex und nicht jeder kennt sich damit aus. Diejenigen, deren Argumente Sie hier zitieren jedenfalls ganz offensichtlich nicht.



      Wenn Sie zwei Grundsätze, nämlich



      1. dass einer Impfempfehlung oder Impfpflicht immer eine Risikoabwägung vorausgeht und



      2. dass Impfstoffe ständig weiterentwickelt werden,



      beachten, können Sie das evtl. entsprechend einordnen.



      Sprich: Erst ab 1972 gab es endlich einen Impfstoff, dessen Impfrisiko deutlich niedriger war als das Erkrankungsrisiko.

    • @XXX:

      Die Daten für Deutschland werden erst seit 2001 systematisch von NaLI und damit wissenschaftlich vergleichbar erhoben. Weltgesundheitsorganisationschätzung jedoch (Q. RKI): Mehr als 90 Mio. weniger Todesfälle seit 1974 weltweit.







      Masern können u.a. das Immunsystem längere Zeit schädigen, was natürlich in einer Zeit ohne Penicillin noch ärgere Folgen hatte, um dies kurz anzutippen.

  • Durch Zwang überzeugt man Wenige, aber eine Gemeinschaft kann manchmal nur zwischen Ausschluss und Verpflichtung entscheiden. Das scheint so manchem Impfverweigerer nicht klar zu sein.

  • Es geht den Impfgegnern - verharmlosend auch als Impfskeptiker bezeichnet - in Ihrer destruktiven Logik darum, alles, was unter Verdacht steht, die eigene Freiheit einzuschränken, ohne Rücksicht aus dem Weg zu räumen. Verpflichtende Impfungen gehören dazu. Eine nekrophile Philosophie ist hier am Werk, die selbst vor der Gesundheit der eigenen Kinder nicht haltmacht. Man wähnt sich in einer dunklen Endzeitwelt - vom Feinden umzingelt.



    Mit Rationalität ist diesem Fanatismus, der bekanntlich von einem zum anderen Thema springt, längst nicht mehr beizukommen; hier braucht es ein härteres Durchgreifen. Der Impfstatus von Kindern muss behördlich überprüft werden.



    Doch genau davor schreckt die Union zurück. Sie treibt die Angst um, potenzielle Wähler an die AfD zu verlieren.

    • @NormalNull:

      Leitungen von Kitas und Schulen sind bereits gesetzlich (§ 20 IfSchG) verpflichtet, den Nachweis über einen Masernschutz zu prüfen. Wird der Nachweis nicht erbracht oder bestehen Zweifel an ihm, müssen sie dies dem zuständigen Gesundheitsamt melden, das dann alles weitere veranlasst, also z. B. die Eltern auffordert, den Nachweis binnen einer Frist vorzulegen, Bußgelder verhängt oder Betretungsverbote ausspricht. Ist Ihnen das durchgreifend und hart genug?

  • "Religiöse Gründe sind ein Faktor, aber auch mangelnder Glaube an die Wirksamkeit und eine Angst vor Nebenwirkungen." Das dürften die 3 Hauptgründe sein, weswegen sich die Leute nicht impfen lassen. Man hört ja von einigem, dass da auf Youtube so rumfährt.

    Den Sozialdarwinismus (bzw. den Verfall einer Idee von Gesellschaft, in der jeder seinen Platz hat) will ich nicht in Abrede stellen. Ich sehe aber nicht, wofür der argumentativ benötigt würde, um die Zurückhaltung beim Impfen zu erklären.

    Anders gesagt: Manche Leute haben tatsächlich Angst vor Spritzen. Der Hass auf die Gesellschaft kommt, wenn sie das Gefühl haben, sie werden zum Spritzen gezwungen. Oder bin ich da zu naiv?

    • @derzwerg:

      Ich hatte früher panische Angst vor Impfungen, weil nach einem Unfall, als ich noch sehr klein war, die Wirkung der Betäubungsspritze nicht abgewartet wurde, sondern meine heftig blutende Wunde mit unvollständiger Anästhesie genäht wurde. Das hat mich auf Jahrzehnte traumatisiert.

      Bis ich den Trick lernte: sich einfach ganz schlaff hängen lassen; die Muskeln an der Einstichstelle so sehr wie möglich entspannen.

      Mittlerweile stecke ich sogar Wurzelbetäubungen beim Zahnarzt ohne mit der Wimper zu zucken weg, obwohl dort gar keine Muskeln sind die man entspannen kann.

  • Die Gesellschaft in der sich alle impfen lassen ist halt auch inneren sehr totalitär. Es geht halt nicht darum das individuelle Wohlempfinden der Gemeinschaft unterzuordnen sondern die eigene Weltvorsteölung der Gemeinschaft. Wer meint so eine Gesellschaft würde nur Impfgegner in ein enges Korsett zwingen belügt sich selbst. Ich habe jede erdenkliche Impfung die in Europa sinn macht, aber in Zweifelsfall lebe ich lieber in einer gesellschaft in der solche Leute ungeingeimpft existieren können als eine Gesellschaft die keine individuellen Vorstellungen toleriert. Selbst wenn sie idiotisch sind.

    • @Machiavelli:

      Da bin ich grundsätzlich absolut dabei. Ich bin in keinster weise Impfskeptiker oder gar -gegner, lehne aber zumindest ein allgemeine Impfpflicht ab. Manchmal wunderts mich doch arg, wie gerade diejenigen, die besonders laut Angst vor einer rechten Machtübernahme äußern, im gleichen Atemzug so autoritäre Gesetze fordern.

      Ich würds aber, und gerade bei Impfungen gegen schwere Kinderkrankheiten, trotzdem einschränken.



      Man kann sich gegen die Impfung entscheiden, muss aber dann damit leben, dass es ungeimpft Bereiche wie hier z.Bsp. Kitas gibt, die einem dann verwehrt bleiben. Da genau treffen sich die individuellen Freiheitsrechte. Impfgegner haben das Recht sich gegen die Impfung zu entscheiden. Die Anderen haben aber auch ein Recht auf Schutz vor Ansteckung.



      Und was gefälschte Impfnachweise angeht, da wäre ich kein bisserl liberal.

    • @Machiavelli:

      Bei Masern wars ne Wette, die "wir" als Menschen verloren haben. Und des ned zwingend wegen diverser anderer widriger Umstände, sondern weils auch hier leider zuviele wohlstandsübersättigte Besserwisser*innen gibt.

    • @Machiavelli:

      Ah ja, und hier dürfen ungeimpfte Menschen "nicht existieren"? Ist jetzt nicht wirklich dein Ernst hoffe ich.

    • @Machiavelli:

      Der Spaß mit den "individuellen Vorstellungen" hört auf, wenn Menschenleben gefährdet werden.

      Und natürlich schränkt JEDE Gesellschaft die "Freiheit" ihrer Mitglieder ein. Sie dürfen z.B. nicht mit 200km/h durch die Stadt rasen und auch nicht den Nachbarn erschlagen, weil er bei Ihrer Frau im Bett liegt. Selbst wenn Beides den "individuellen Vorstellungen" entspricht. Deshalb leben wir aber nicht in einer Diktatur.

    • @Machiavelli:

      Wenn die individuellen Vorstellungen den Tod der eigenen Kinder verursachen, ist Schluss.

    • @Machiavelli:

      >> Selbst wenn sie idiotisch sind.

      Selbst, wenn sie tödlich sind, zB für Ihre Kinder ?

  • Wenn ich eine Grippe habe, bleibe ich im Bett. Einmal, damit ich schnell gesunde. Zum anderen, um niemanden im Büro oder auch im Supermarkt anzustecken.



    Und genauso habe ich es während Corona gehalten. Alle fünf Impfungen habe ich ohne Schäden hinter mich gebracht. Zum einen, um mich zu schützen - aber auch, der Gemeinschaft zuliebe.



    Freunde oder Verwandte, die sich nicht impfen ließen, habe ich gemieden bzw. erwartet, dass sie sich vorher testen ließen.

    • @Il_Leopardo:

      Wenn ich eine Grippe habe gehe ich trotzdem arbeiten weil die Arbeit getan werden muss.

      Ich hätte mich impfen lassen wenn es mich überzeugende Argumente für eine Impfung gegeben hätte. Überzeugende Argumente wären Vergleichsgruppen gewesen. Z.B. bei der Bundeswehr wäre es ohne weiteres möglich gewesen, Vergleichsgruppen zu bilden.

      Im Nachhinein war die Entscheidung gegen die Impfung richtig weil sie mir offensichtlich nicht geschadet und dem Staat Geld gespart hat.

      • @A. Müllermilch:

        Wenn Sie eine Grippe haben, gehen Sie mit Sicherheit nicht arbeiten.



        Alleine diese Aussage läßt Ihren Wunsch nach Vergleichsgruppen im entsprechenden Licht erscheinen.

  • Was passiert jetzt mit den Ärzten und Ärztinnen die betrogen haben? Aberkennung der Approbation und Weitermeldung an alle EU-Länder oder hält die Suppenkaspertruppe in München gütig die Hand drüber?

    • @Axel Schäfer:

      Das Ahnden dieses Betruges wird die Suppenkaspertruppe (solche Suppe ist doch ungenießbar...) verhindern. Es handelt sich immerhin um Leute, die für sie interessant sein könnten - nicht etwa um Obdachlose oder Bürgergeldempfänger....