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Autorin Teresa Bücker zu Teilzeitstreit„40 Stunden sind zu viel“

Das Recht auf Teilzeit abzuschaffen, wäre ein Angriff auf die Gleichstellung, sagt die Buchautorin. Sie fordert ein neues Verständnis von Vollzeit.

„Die Care-Arbeit muss mitgedacht werden“, sagt Teresa Bücker Foto: Annette Riedl/dpa
Anna Klöpper

Interview von

Anna Klöpper

taz: Frau Bücker, arbeiten Sie Teilzeit?

Teresa Bücker: Ich arbeite selbstständig, deshalb kann ich das gar nicht so genau sagen. Ich habe auch zwei Kinder, um die ich mich weitgehend alleine kümmere – das ist also im Wochenschnitt mal mehr, mal weniger Erwerbsarbeit.

taz: Fühlen Sie sich angesprochen von der Forderung der Mittelstandsunion, doch jetzt bitte ein bisschen mehr ranzuklotzen, zum Wohle aller, damit die Wirtschaft wieder brummt?

Bild: Christoph Hardt/imago
Im Interview: Teresa Bücker

41, arbeitet als freie Autorin und Moderatorin zu den Themen Feminismus, Arbeit und Gesellschaft. 2022 erschien ihr Sachbuch „Alle_Zeit – Eine Frage von Macht und Freiheit“ im Ullstein Verlag Darin fordert sie eine radikal neue, sozial gerechtere Zeitkultur. Bücker ist Mutter von zwei Kindern und lebt in Berlin.

Bücker: Persönlich fühle ich mich nicht angesprochen. Als politischer Mensch sehr wohl. Mich regt es auf, wie verzerrt in Deutschland dargestellt wird, wer wie viel arbeitet. Da wird dieses Bild aufgemacht, die Menschen seien faul. Das ist zum einen empirisch nicht belegt. Davon abgesehen ist es nicht der richtige Weg, Vertrauen aufzubauen, wenn man Menschen herabwertet, beschimpft, beleidigt. Eigentlich wäre es an der Zeit, die Menschen zu loben, wie fleißig sie sind.

taz: Im europäischen Vergleich arbeiten wir wöchentlich etwas weniger als der Durchschnitt und auch weniger als vor zehn Jahren. Gleichzeitig stehen Renten- und Pflegekassen unter Druck, weil immer mehr Anspruchsberechtigte auf immer weniger Einzahlende treffen. Ist es da nicht sinnvoll, mehr Menschen in Vollzeit zu bringen?

Bücker: Ich würde sagen: Es ist nicht falsch, sich darüber zu unterhalten, was Menschen davon abhält, so zu arbeiten, wie sie gerne arbeiten würden. Tatsache ist: Das Arbeitszeitvolumen in Deutschland ist konstant gewachsen, jedes Jahr sind wir fleißiger geworden. Die wöchentliche Arbeitszeit wirkt nur dadurch gering, weil wir so eine hohe Teilzeit- und Minijobquote haben.

taz: Anders gesagt: Mehr Menschen arbeiten, aber in Teilzeit. Dann bleibt doch erst recht Handlungsbedarf?

Bücker: Wir müssen darauf schauen, wie sich diese geleistete Arbeit verteilt, wer sie macht. Konkret: Frauen arbeiten häufiger Teilzeit, aber warum ist das so? Vielleicht sollten wir aber zunächst auch mal kritisch hinterfragen: Sollten 40 Stunden die Norm sein? Ist das vereinbar mit der Arbeit, die gesellschaftlich außerdem noch geleistet werden muss?

taz: Sie meinen die Anerkennung von Care-Arbeit, über die in den letzten Jahren viel geredet wurde.

Bücker: Genau. Wir waren in der Debatte schon weiter, als es der Vorstoß der Union vermuten lässt. Wir erleben gerade einen Angriff auf Errungenschaften der Gleichstellungspolitik, auf Arbeitnehmerrechte. Was da aus der Union jetzt kommt, das ist eine autoritäre Geste. Es geht um die Einschränkung von Freiheiten, um die Rücknahme von erkämpften Rechten. Für Familien- und Gleichstellungspolitik ist das bisher eine verlorene Legislatur.

taz: Besonders Frauen mit kleinen Kindern unter drei Jahren arbeiten in Teilzeit – 73 Prozent. Bei Männern sind es nur 9 Prozent. Weniger als die Hälfte der jungen Mütter sind überhaupt erwerbstätig. Was müsste sich ändern?

Bücker: Oft wird der Kita-Ausbau als einzige Lösung genannt, um Frauen aus der Teilzeitfalle zu holen. Aber das reicht nicht. Die Care-Arbeit in den Familien, die jenseits von Betreuungszeiten geleistet werden muss, die muss mitgedacht werden. Wir bräuchten ein neues Verständnis von Vollzeit. 40 Stunden sind zu viel.

taz: Was wäre für Sie die Obergrenze?

Bücker: Ich würde sagen: 30 Stunden. Das ist auch das, was Eltern in Umfragen angeben: gemeinsam 60 Wochenstunden für den Job.

taz: Wenn alle weniger arbeiten, aber den gleichen Lohn erhalten, wer soll das finanzieren?

Bücker: Die Wirtschaft bricht nicht zusammen, wenn wir alle nur noch 30 Stunden arbeiten würden. Wir würden nicht weniger arbeiten, es wäre eine Neuverteilung. Die Arbeitszeiten sind individuell sehr polarisiert. Viele, die in Vollzeit arbeiten, haben eine 50-, 60-Stunden-Woche. Gerade für Frauen wäre es wichtig, dass die, die aufstocken wollen, das auch können. Dafür müsste in einer Partnerschaft einer reduzieren, mehr Care-Arbeit übernehmen.

taz: Also mehr Männer in Teilzeit, statt alle mehr Vollzeit?

Bücker: Ja, ein Ziel von Gleichstellungspolitik wäre, die Teilzeitquoten von Männern zu erhöhen. Die Union greift das diametral an: Selbst Väter, die zum Beispiel lediglich auf 36 Stunden reduzieren wollen, die sollen jetzt in Vollzeit gehalten werden. Das ist ein enormer Rückschritt, weil es auf das traditionelle Familienmodell, auf traditionelle Arbeitsteilung hinausläuft.

taz: Dann müssten Frauen aber auch genauso viel verdienen wie Männer – der berühmte Gender Pay Gap –, damit sich die Familie den Alltag weiterhin leisten kann.

Bücker: Ja. Wir sagen immer, Frauen müssen mehr arbeiten. Aber dann müssen auch die Löhne in Frauenberufen steigen. Erst das macht es Familien möglich, dass beide in Teilzeit gehen können. Wir brauchen unterschiedliche Hebel, die wir ansetzen müssen. Aber die politische Debatte hat sich sehr versteift auf ein simples „mehr arbeiten“. Letzten Endes führen wir hier auch eine Demokratiedebatte: Was macht denn ein stabiles Gemeinwesen aus? Es ist überraschend, dass gerade Parteien nicht erkennen, wie sehr unsere Demokratie darauf aufbaut, dass Menschen Zeit haben, sich einzubringen: in der Nachbarschaftshilfe, im Sportverein, in der politischen Arbeit gegen rechts.

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17 Kommentare

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  • "taz: Wenn alle weniger arbeiten, aber den gleichen Lohn erhalten, wer soll das finanzieren?"



    Das passiert doch aktuell gar nicht: alle, die - aus welchen Gründen auch immer - Teilzeit arbeiten, bekommen auch nur Teilzeit bezahlt.

    Unsere Bundeswirtschaftsministerin Reiche hat übrigens wieder einmal durchblicken lassen, dass sie von grundlegenden ökonomischen Begriffen keine Ahnung hat, als sie meinte, die Arbeitsproduktivität würde sich erhöhen, wenn länger gearbeitet wird. Sie erhöht sich, wenn in weniger Zeit mehr oder zumindest die gleiche Menge produziert wird wie vorher. Was ihr vorschwebt, ist genau das Gegenteil.

  • Das geht. 20 Arbeitsstunden pro Woche gehen. Das haben Leute schon vor Jahrzehnten bewiesen. Aber halt nicht mit einem 120.000€-SUV in der privaten Tiefgarage der 300qm-Wohnung in bester Citylage.

    Naja, bei manchen schon. Aber um die wird es hier nicht gehen.

  • Dieser Bericht wurde von reichen Politikern mit beschränktem Mitgefühl und neoliberalen Narrativ erstellt. Es werden Halbwahrheiten, dubiose Zahlen und seltsame Voraussetzungen angenommen. Ein solches Projekt sollte doch auf größere sozialwissenschaftliche, arbeitswissenschaftliche und wirtschaftswissenschaftliche Basis gestellt werden. Klientelpolitik auf Kosten der Ärmsten ist erbärmlich. Gleichstellung und Freiheiten sind hart erkämpft und gehören zum Selbstverständnis der deutschen Kultur der letzten 50 Jahre. Die deutsche und europäische Politik sollte sich an den Bedürfnissen der Menschen orientieren, nicht an denen der großen Kapitalmärkte.

  • "Tatsache ist: Das Arbeitszeitvolumen in Deutschland ist konstant gewachsen, jedes Jahr sind wir fleißiger geworden. " - Das wird in der dort verlinkten Quelle zwar behauptet aber nur äußerst dünn belegt. Dort wird mit den absoluten Zahlen der geleisteten Gesamtarbeitszeitvolumen und der Überstunden argumentiert. Diese wachsen aber offenbar nur aufgrund des Mengeneffekts (mehr Arbeitnehmer = gleich mehr Arbeitsvolumen). Ob dieses auch pro Kopf wächst, ist jedoch die Frage:

    Drei Teilzeitkräfte mit 30h/Woche leisten absolut mehr Stunden als vorher zwei Vollzeitkräfte mit 40h/Woche. Aber die Aussage, dass wir (individuell) fleißiger werden, kann ich so nicht belegen.

    Ich glaube dass die gestiegene Teilzeitquote schlicht eine Folge der alternden Gesellschaft (Gesundheit) sowie ein Indiz für die Saturiertheit eines Teils der Arbeitnehmer ist - Für den öffentlichen Dienst habe ich die Beobachtung gemacht, dass gerade viele Frauen auch nach dem Herauswachsen der Kinder nicht in die Vollzeit zurückkehren, weil das Haushaltseinkommen eben ausreichend ist und freie Lebenszeit als wichtiger angesehen wird.

    Übrigens: Würden alle Lehrer Vollzeit arbeiten, gäbe es keinen Lehrermangel.

    • @Chris McZott:

      „ Würden alle Lehrer Vollzeit arbeiten, gäbe es keinen Lehrermangel.“

      So etwas kann nur von jemandem kommen, der vom Lehrerberuf null Ahnung hat. Sie plappern einfach die Milchmädchenste aller Rechnungen nach.

      Wenn alle Lehrer Vollzeit arbeiten würden, hätten wir ruckzuck einen ganz enormen Lehrermangel. Sie könnten sich mal über aktuelle Studien zur Lehrer-Arbeitszeit informieren. Es gibt zahlreiche Lehrer, die in Teilzeit gehen, damit sie im Endeffekt einfach normal Vollzeit arbeiten und nicht ständig darüber hinaus.

      Ich hatte auf eine halbe Stelle reduziert, bedeutet entsprechend reduzierte Bezahlung, und habe jahrelang etwas mehr als 3/4 Stelle Arbeit geleistet. Das machen viele so.

      Vollzeit Lehrer geht unter besten Bedingungen, wenn dir „die Frau“ den Rücken frei hält und die Kinder versorgt, usw., gell?

      Jedenfalls ist „Alle Lehrer in Vollzeit“ eine völlig wirklichkeitsfremde Vorstellung von jemandem, der nichts darüber weiß, wie fordernd dieser Beruf ist.

      Außerdem ist „Nur Erwerbsarbeit ist richtige Arbeit“ und die Verunglimpfung von Menschen die - man stelle sich das vor - „freie Lebenszeit“ höher schätzen, selbstentlarvend. Von Vor-vorgestern.

      • @GoJoRow:

        Ich habe beruflich in der Bildungsverwaltung gearbeitet und meine Frau ist Schulleiterin - Ich brauche keine Milchmädchenrechnungen nachzuplappern, ich kenne Kapazitäts- und Bedarfsrechnungen des Schulsystems sowie dessen Herausforderungen aus erster Hand. Meine Aussage ist ein banaler Fakt.

        Ob das unter den heutigen Arbeitsbedingungen im Lehrerberuf oder den individuellen Lebensbedingungen realistisch oder zumutbar ist, ist doch eine andere Frage. Teilzeitarbeit ist auch (!) ein Mangelverstärker. Das sollte man mitdenken - es gibt hier einen Interessenkonflikt: individuelle Rechte vs. gesamtgesellschaftlicher Nutzen.

        Beispiel: In meinem Bundesland reduzieren Lehrer um ein paar Stunden weil Teilzeitkräfte nur sehr eingeschränkt Vertretungsunterricht geben dürfen. Dadurch wird aber das Problem des Unterrichtsausfalls verstärkt.

        "Außerdem ist „Nur Erwerbsarbeit ist richtige Arbeit“ und die Verunglimpfung von Menschen die - man stelle sich das vor - „freie Lebenszeit“ höher schätzen, selbstentlarvend. Von Vor-vorgestern." - Sie missinterpretieren meine neutrale und wertfreie Darstellung und entlarven sich damit selbst. (Stichwort: Textverständnis)

    • @Chris McZott:

      "Würden alle Lehrer Vollzeit arbeiten, gäbe es keinen Lehrermangel."



      Ist das denn realistisch? Klar könnte man sagen "Vollzeit oder gar nicht!".



      Es gibt allerdings nicht wenige, die dann keine Wahlmöglichkeit haben, weil Vollzeit schlicht nicht darstellbar ist (Gesundheit, familiäre Situation etc.).



      Dieser große Personenkreis würde dann aus dem Schuldienst aussteigen müssen.



      Es wäre ein Rechenspiel, ob die Personen, die von TZ auf VZ gehen, diesen Effekt überkompensieren würden.

  • Was wäre wohl die Folge wenn man die durchschnittliche Arbeitszeit von derzeit 34,3 h/W auf 30 und gleichzeitig die Löhne für Jobs die als "Frauenberufe" gelten erhöhen würde? Und wozu würde derart verknappte und verteuerte Arbeitszeit für Lohnstückkosten und Wettbewerb in einer höchstgradig vom Export abhängigen und ohnehin schon stagnierenden und international abgehängten Wirtschaft bedeuten?



    Das Arbeitszeitvolumen ist zwar lange gewachsen, das hat aber nicht nur mit mehr (Teilzeit-)Beschäftigung von Frauen zu tun, sondern auch damit, dass Geflüchtete und Zuwanderer kräftig mit anpacken. Wie wird sich dieses Arbeitszeitvolumen also wohl entwickeln wenn Leute wie Dobrindt diese Menschen, wie von so vielen gewünscht, in sechs- und siebenstelliger Zahl außer Landes schaffen lässt? Und wie wenn zunehmend mehr Boomer in Rente gehen?



    Und was würden sich verschärfende Wohlstandsverluste wohl für Demokratie und den Zuspruch für rechts außen bedeuten?

    Man muss ja nun wirklich kein Merz-Fan sein um anzuerkennen, dass Wohlstand und Mehrwert erarbeitet werden müssen, über deren Expropriation und Verteilung kann man ja immer noch streiten.

  • Wenn sich in Frauenberufen die Löhne erhöhen explodieren aber in der Praxis die Teilzeitquoten bei den Frauen. Das lässt sich ja bei Lehrerinnen exemplarisch bewundern.



    Die DDR hat um die durchschnittliche Arbeitszeit der Frauen zu erhöhen, die Männer waren in den Westen geflüchtet, damals massiv in die Betreuungsinfrastruktur investiert. Das wäre auch heute der einzige gangbare Weg.



    Da wir in der westlichen Hemisphäre gerade eine Verarmung der arbeitenden Bevölkerung im Zeitraffer erleben, bleibt vom Rest des Interviews leider nur ein aus der Zeit gefallenes Wunschdenken übrig.

  • Teilzeit soll ja nicht abgeschafft werden, aber dass es selbst für kleine Betriebe Pflicht ist das anzubieten, ist nicht förderlich, da zwei Teilzeitstellen einfach viel Overhead erzeugen. Lasst das doch die Betriebe selbst entscheiden ob sie Teilzeitstellen anbieten will.

    • @Klaus Schwarzmüller:

      Das tun sie ja sowieso schon. Ich arbeite in einer echt großen Firma, aber selbst da hat die Firma immer das letzte Wort, ob jemand Teilzeit machen kann und wenn ja, wie viel.

      • @Jalella:

        Nein. Ab 15 Mitarbeitern hat der Mitarbeiter das Recht auf Teilzeit, da kommt die Firma nicht raus

  • Die Schlauberger der Union könnten ja mit gutem Beispiel vorangehen. Mal rein hypothetisch, Herr Merz schickt seinen Vizekanzler vor und kümmert sich selbst zwei Tage die Woche um Frau Bückers Kinder, wobei die Arbeitswoche hier ja 7 Tage hat. Frau Connemann macht derzeit die Wäsche und kauft ein. Wetten, nach zwei Monaten wäre der Quatsch obsolet?

    • @Axel Schäfer:

      Voll am Thema vorbei. Keiner spricht über die Teilzeit bei Kindererziehung oder Pflege.

  • Die 35-Stunden-Woche wäre eine Lösung. Gerade wenn immer mehr Arbeitnehmer bis 67 Jahren arbeiten sollen, wäre das ein Schritt zu einer Lösung. Dann würden auch bei Teilzeit die Einkommensverluste niedriger sein, bzw. für mich wäre das schon eine Lösung. Und Teilzeit ist familienfreundlich, das zu kappen, wäre kontraproduktiv.

    • @Andreas_2020:

      Für viele alleinerziehende Frauen wäre wohl auch eine 35h Woche zu viel. Man muss Kinderbetreuung und Haushalt (und wenn es echt mies läuft, noch Betreuung von Angehörigen) unter einen Hut mit dem Beruf bringe. Da fällt man bei uns sowieso gleich in die Armutsfalle. Früher hatte das soziale Netz Löcher. Heute kann man bestenfalls noch die Fäden sehen, die lose im Wind wehen.

      • @Jalella:

        Wer bei einer 35-Stundenwoche auf 30 runter ginge, verliert deutlich weniger Einkommen und Rente, als von 40 auf 30, aber natürlich haben Sie recht, für viele Alleinerziehende wäre auch die 35-Stundenwoche nur ein kleiner Schritt. Aber immerhin