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Unionsfraktionschef tritt zurückDer Fall des Jens Spahn

In der CDU mehrte sich die Kritik an Spahn, der sich seinen Kinderwunsch mithilfe einer Leihmutter erfüllt hat. Nun hat sich wohl auch Merz gegen ihn gewandt.

Als Unionsfraktionsvorsitzender ist Jens Spahn, der nun seinen Rücktritt erklärt hat, neben Bundeskanzler Friedrich Merz der mächtigste CDU-Politiker des Landes. Als er und sein Partner die Geburt ihres Nachwuchses mit einem glücklichen Selfie verkündet haben, dürften sie zwar mit Kritik und Gegenwind gerechnet haben, vermutlich aber nicht in diesem Ausmaß. Das Kind wurde von einer Leihmutter in den USA geboren, in Deutschland ist ein solches Vorgehen verboten. Spahns Partei ist selbst erklärte Gegnerin von Leihmutterschaft, auch er selbst äußerte sich in der Vergangenheit mehrmals ablehnend.

Es folgte Kritik in den sozialen Medien, vonseiten der anderen Parteien und der für die Union so wichtige Kirche. Auch die ausländische Presse berichtet über den Fall. Dann meldeten sich auch immer mehr Par­tei­kol­le­g:in­nen zu Wort und forderten Spahns Rücktritt. Dem ist er nun gefolgt. Am Samstagmittag wurde ein Schreiben von Spahn an die Mitglieder der CDU/CSU-Fraktion bekannt, das der Deutschen Presse-Agentur vorlag, in dem er seinen Rückzug bekannt gab. Am Vortag hatte Bundeskanzler Merz bereits angekündigt, am Montag im Präsidium über die Causa Spahn reden zu wollen. Spahn ist kein Mitglied des Präsidiums, als Fraktionsvorsitzender nimmt er dennoch gewöhnlich daran teil. Diesmal sollte das jedoch nicht der Fall sein. Das zeigte schon: Es wird brenzlig für Spahn.

In der Vergangenheit hätte es bereits zahlreiche Gründe gegeben, dass der kanzlerambitionierte Spahn politisch erledigt ist. In politischen Kreisen hieß es, die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel habe ihm nur das Gesundheitsministerium anvertraut – einen schwierigen, undankbaren Job – um ihn zu düpieren und ihn in seiner Selbstüberschätzung vorzuführen.

Einen guten Job machte Spahn auch in der Tat nicht. Sondern zeigte zahlreiches politisches Fehlverhalten, das er auf wundersame Weise unbeschadet durchstand: Der Kauf von völlig überteuerten und letztlich nicht benötigten Coronamasken. Ein Spendendinner mit Unternehmern während des Lockdowns, wonach er anschließend positiv auf Covid getestet wurde. Einen undurchsichtigen Hauskredit für eine Millionenvilla in Berlin. Die Verhinderung der Wahl von Frauke Brosius-Gersdorf als Verfassungsrichterin. Er saß alles einfach aus, zu fest verankert in Unionskreisen, zu mächtig durch die Unterstützung seines Landesverbands, zu vielversprechend für den rechtskonservativen Flügel, der sich nach Merkels Abgang schließlich durchsetzte.

Und diesmal? Die CDU-internen Forderungen nach seinem Rücktritt, die zum Teil auch aus seinem Landesverband kamen, waren nicht der einzige Grund für Spahns heikle Situation.

Denn da ist die Unbeliebtheit des Bundeskanzlers. Der sammelt nicht nur in Bevölkerungsumfragen Niedrigrekorde, sondern verliert auch den Rückhalt seiner eigenen Parteikollegen. Spahn, der aus seinen Kanzlerambitionen keinen Hehl machte, wurde ihm daher immer gefährlicher. In der Politik gilt: Wer einem gefährlich werden könnte, den sollte man lieber beseitigen. Noch hatte Merz die Macht dazu. Und die Gelegenheit war gerade wirklich günstig.

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36 Kommentare

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  • Ja, das ich das noch erleben darf - endlich ist er weg. Schön wärs! BISHER hat Spahn nur seinen Fraktionsvorsitz niedergelegt. Selbst wenn er sich total aus der Politik zurückzieht (kein Bundestagsmandat, kein Job in der Partei), wird er - wie hier in den Kommentaren bereits angemerkt - sich auf Kosten der Steuerzahler*innen mit seinen ganzen Pensionsansprüchen einen schönen Lenz machen. Ganz abgesehen von (wahrscheinlichen) Beraterpöstchen und Vorträgen und... Doch wer kümmert sich um den Nachwuchs? Diese Fragen werden Frauen immer sofort gestellt. Beide "Väter" Vollzeit berufstätig?? Wer geht wie lange in Elternzeit? Jens Spahn als Hausmann für die nächsten Jahre (selbstverständlich mit Putzfrau, Gärtner und möglicherweise weiteren Bediensteten z. B. eine Nanny?? Liebe Journalist*innen: Bitte fragen Sie doch mal danach? Und wer glaubt, dass die Leihmutter tatsächlich das Aufwachsen des Kleinen begleitet? Und wer fragt nach den Lebensbedingungen des kleinen Jungen? Spätestens in der KiTa könnte es dazu kommen, dass er von den anderen Kindern gehänselt wird, ohne das er irgendetwas versteht. Haben die glücklichen Eltern schon am daran gedacht?

  • "Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) sagte, dass in der Entscheidung seines Parteifreundes eine » große T r a g i k « liege ..."



    Ich habe es schon einmal an anderer Stelle gesagt und wiederhole es hier: " Nur das u n v e r d i e n t e Leiden ist wirklich tragisch, ein Schicksalsschlag des Lebens gegen den Menschen“. Sollte Herr Spahn jetzt also leiden, dann nicht unverdientermaßen, sondern wegen seiner extremen Hybris.

  • Was für ein Vorbild für's Kind..

  • Der Bankkaufmann Spahn hat sich verrechnet!

  • Kleiner Trost für ihn. Er bekommt jetzt Kindergeld

  • Vizekanzler sollte jetzt eine Frau aus der SPD werden ❗️

  • Es sagt schon sehr viel über die Union aus, dass Spahn hohe dreistellige Steuermillionen zum Fenster rauswerfen, seine politischen Kontakte nutzen und sich damit persönlich bereichern kann, und das alles noch karrierefördernd ist. Und nun stolpert über ein Thema stolpert, bei dem mal nicht ordentlich Euros in seine Tasche flossen.

    • @Holger_0311:

      Ja! Sein Rücktritt war überfällig, v.a. wegen der Maskenaffäre. Dass diese ihn nicht zu Fall brachte, aber jetzt eine Leihmutterschaft dermaßen skandalisiert wird... Natürlich gibt es bei Leihmutterschaft viele ambivalente und auch kritische Aspekte, v.a. in Bezug auf die Frage ob das eine Ausbeutung der Leihmutter ist etc., aber dass er jetzt indirekt für sein queer sein angegriffen wird, das finde ich auch ekelhaft.

  • Es ist sowas von überfällig, dass dieser Mensch endlich sein Amt aufgibt, das ist eine gute Nachricht. Herr Spahn hat alles dafür getan, andere, die nicht seiner rechtsgerichtete Überzeugung waren, zu diskreditieren, er hat gespalten wo vereinen besser gewesen wäre, er hat sich wiederholt persönliche Vorteile verschafft, die eines in der Öffentlichkeit stehenden Politikers unwürdig sind und er hält sich selbst zu einer Elite zugehörig, die sowas ungestraft machen darf. Das alles macht es mir unmöglich auch nur einen Funken Mitleid mit ihm zu haben, dieser Rücktritt hat einzig und allein mit seinem eigenen Fehlverhalten zu tun und er war längst überfällig.

  • Dass ich das noch erleben darf...

  • Überfällig.



    Wein predigen und Wasser saufen - das zieht sich durch Spahns politisches Wirken wie ein roter Faden.



    Schon das er die Masken-Deals politisch überlebt hat ist unbegreiflich.



    Mögliche Erklärung hierfür: Spahn ist enorm gut vernetzt und galt immer als Kronprinz.



    Aber diesen Skandal konnte er nicht überleben. Erst auf Parteilinie gegen die Leihmutterschaft abgestimmt, um das Verbot dann rotzfrech im Ausland zu umgehen.



    Wenn man bedenkt wie lange das Anbahnen einer Leihmutterschaft dauert, dann ist klar, dass Spahns Baby schon 'in der Produktion' war, als er im Februar diesen Jahres noch DAGEGEN gestimmt hat.



    Spahn stürzt Union und Merz damit auch noch in eine fundamentale Krise, denn egal ob die Parteiposition weiterhin gegen Leihmutterschaft bleibt oder im Nachgang der Affäre nun fällt, die Union wird darüber öffentlich streiten - und somit bluten in der Wählerpräferenz.



    Und DAS ist vor Landtagswahlen, in denen es für die Union um alles geht, eine Katastrophe.



    Wenn Sachsen-Anhalt an die AfD und Berlin an R2G fällt, ist Merz Geschichte.



    Wer Schadenfreude darüber empfindet bedenke bitte, was bei den bundesweiten Umfragewerten dann droht...

  • Ein guter Tag für Deutschland.

    Und - werte Frau Fischer - es braucht keinen Kanzler, um ihn loswerden zu wollen. Bei all den Verfehlungen, der Selbstüberschätzung und dem Versagen viel zu spät. Die Mehrheit in Deutschland freut sich.







    Im Ausland ist vielleicht Peter Thiel traurig.

    Die größte Horrorvorstellung: Spahn, der den Staat Mrd gekostet hat, der konsequent selbstüberschätzend und herablassend durch die Gegend stolpert, bisher nie wirklich Verantwortung genommen hat, könnte Kanzler werden. Diesen Alptraum dürfen wir erstmal los sein.

    Ein guter Tag für Deutschland.

    Konsequenterweise müsste auch sein CDU Kollege Hendrik Streeck zurücktreten. Auch er hat die Leihmutter in den USA bezahlt (man könnte geneigt sein, zu sagen: gekauft), auch er heuchelt. Dauernd moralischer Zeigefinger und dann gegen die Regeln der eignenen Partei und die aktuelle Gesetze des eigenen Landes verstoßen. Sollte eigentlich Grund genug sein.

  • Leider hat Jens Spahn erst reagiert als es bereits Rücktrittsforderungen gab. Eine Einsicht von ihm gibt es nicht. Im Gegenteil. Der Rücktritt erfolgt nur wegen der der zunehmenden "Unerbittlichkeit in der öffentlichen Auseinandersetzung" und um seine Familie zu schützen. Sein klammheimlicher Wunsch selbst mal Kanzler werden zu wollen, dürfte damit ausgeträumt sein.

  • Bravo CDU: Wieder den AFD-Faschisten ein wenig Oberwasser zusätzlich verschafft, einmal mehr das Misstrauen gegenüber demokratischen Instanzen gestärkt und bestimmt nicht zum letzten Mal die strukturelle Selbstzerstörung vor lauter Einzelfall nicht gesehen.

  • Tja, wer weiß - wenn sich Herr Spahn rechtzeitig nicht nur als schwul, sondern auch als Queer definiert hätte und folglich auch Politik im Interesse seiner Orientierungsgenossen gemacht hätte (zu denen ich auch zähle), wäre der Glaubwürdigkeitsbruch eben nicht so groß gewesen.

    Wenigstens bleibt mir nun erspart, einen Kanzlerschafts-Wahlkampf zwischen Weidel und ihm zu erleben. Irgend wie bezeichnend, daß die beiden "ranghöchsten" Homosexuellen im Land alles dafür geben, einen auf heteronormative Kleinfamilie zu machen.

  • All die Sauereien und Fiesheiten vorher haben ihn nicht zu Fall gebracht, sie haben den Steuerzahler Milliarden und die Union eine Menge Glaubwürdigkeit gekostet. Er ist kein guter Fraktionsvorsitzender, offenbar war das Eigenbild (Kanzler in spe) da doch etwas zu glänzend für die dilettantisch durchgerockten ersten Monate Schwarz-Rot.



    Erstaunlich ist eigentlich nur, dass ihm die Union bis vor kurzem viel zugetraut, ihn mit guter Mehrheit zum Fraktionsvorsitzenden wiedergewählt hat. Spricht nicht für Spahn sondern gegen die Union.

    Einmal mehr ist ihm die Hybris der Mächtigen zum Verhängnis geworden. Sich selbst herauszunehmen was man anderen verwehrt, hierbei auf der ethischen Linie argumentieren, sowas muss einem auf die Füße fallen, zu eindeutig negativ ist das Bild, das man dabei abgibt. Spahn wird eine Menge Geld verdienen, es sei ihm gegönnt, sehr sehr gerne außerhalb der Politik.

  • taz: *Wer einem gefährlich werden könnte, den sollte man lieber beseitigen. Noch hatte Merz die Macht dazu. Und die Gelegenheit war gerade wirklich günstig.*

    Jetzt muss man sich auch noch bei Friedrich Merz bedanken. 🤢

    Wie ich den aalglatten Spahn aber einschätze, wird der zurückkommen; vielleicht sogar händchenhaltend mit der AfD.

    Was ist jetzt eigentlich mit dem immensen Schaden durch den Maskendeal von Jens Spahn, für den die steuerzahlenden Bürger aufkommen sollen?

    Jens Spahn garantierte im Frühjahr 2020 jedem Lieferanten Festpreise für Corona-Schutzmasken. Dies führte zu einer Kostenexplosion und langjährigen Rechtsstreitigkeiten vor Gerichten und wird uns Steuerzahlern viele Milliarden Euro kosten.

  • Ob es wirklich die Sorge vorm „Cäsarenmord“ war? Merz brauchte Spahn doch gar nicht mehr zu fürchten, nachdem der sich nun selbst ins politische Abseits geschossen hatte. Es ging doch nur noch um die Frage wann und wie Spahn abtritt.

  • Jetzt nur noch die Maskengewinne seiner Kumpels, Mannes und ihm regressieren - und dann mach ich einen Sekt auf. Diese Person hätte selbst die Bundeswehr und die Polizei privatisiert, wenn es seiner Villa einen neuen Anstrich verpasst hätte!

  • 🎉🎉🎉🎈🎈🎈👍👍👍



    Ein Milliarden Verlust zieht die Reißleine!

    In seinem privaten Glück ist er wirklich besser aufgehoben!

  • „Wer einem gefährlich werden könnte, den sollte man lieber beseitigen." Jetzt wird es aber Wüst.

  • Man kann nur hoffen, dass er seinen Tätigkeitsbereich jetzt wirklich ins Private verlagert, und wenigstens für die, sagen wir, kommenden ca. 18 Jahre beschäftigt ist.

    • @Vigoleis:

      Ich wette eine Kiste dom Pérignion darauf, dass er maximal vier Monate Elternzeit macht, und dann anfängt, sich als nächster Kanzlerkandidat anzubieten

    • @Vigoleis:

      Er bleibt ja noch Abgeordneter mit ca. 16000 € monatlich. Und als Abgeordneter hat er sich per Gesetz gegen Leihmuterschaft ausgesproche. Nur in Deutschland hat er gesagt.

  • Nun ist es passiert. Für meinem dafürhalten viel zu spät.



    Der Mann hätte überhaupt kein Amt mehr haben dürfen.



    Jetzt aber wurde der Druck zu groß und er konnte es wohl nicht mehr aussitzen. Schlecht für Jens Spahn und gut für Deutschland.

  • Wenigstens dürfen wir Herr Spahn ja noch bis zu seinem Ableben eine Pension finanzieren die sich gewaschen hat. Kann er bitte auch gleich sein Mandat niederlegen, damit die Anwartschaften nicht noch weiter steigen?



    Irgendwie ist es nur ganz schwer vorstellbar, dass seine Parteifreunde erst diese Woche davon erfahren haben. Reagiert wird ja immer nur auf Druck der Öffentlichkeit. Haben seine Berater eigentlich die Stimmung in Land und Partei komplett falsch eingeschätzt?

    • @Šarru-kīnu:

      Pension?, Herr Spahn ist immer noch Abgeordneter, er ist als Fraktionsvorsitzender zurück getreten. Fraktionsvorsitzende werden von den Parteien bezahlt.

    • @Šarru-kīnu:

      Verglichen mit dem Geld, das er die Steuerzahler schon gekostet hat, und das er sie vermutlich noch gekostet hätte, fällt seine Pension schon fast nicht mehr ins Gewicht.

      Und ja, da auch sein Parteifreund Streeck gerade erst ein Kind von einer Leihmutter in den USA gekauft hat, wäre es erstaunlich, wenn das keiner gewusst hätte. Auch der Besuch bei Thiel, der ja auch mit seinem Mann Kinder von Leihmüttern hat, dürfte nicht nur offizieller Natur gewesen sein, sondern ein Besuch bei der werdenden Mutter. Da das eine Parteireise war, kann es garnicht sein, dass da keiner was wusste. Merz sicher auch. Aber Heucheln ist ja Teil der Politik - schon immer.

  • Wer hätte das gedacht. Die Zeit des Aussitzens ist endlich vorbei, Gott sei Dank! Was für ein schöner Tag!

  • Endlich ist er weg!!! im Gegensatz zu Merz, traute ich Spahn durchaus zu, zukünftig ggf. mit der AFD koalieren zu wollen!

    • @Eulennest:

      Wie meinen? Spahn ist nicht "weg". Er hat immer noch sein Bundestagsmandat. Und das nötige Aussitzfleisch, um auf die Vergeßlichkeit des Souveräns zu spekulieren. Man schaue sich nur an, wer selbst jetzt, angesichts eines Rücktrittes, mit dem er der möglichen Abwahl zuvorkam, immer noch von "Respekt" reden muß. Da gibt es offenbar genug Leute, die es sich nicht leisten können, einmal seinen Unmut erregt zu haben. Es hätte ich mich nicht gewundert, wäre er von dieser Union im Amt bestätigt worden.

  • Tja. Hätte er sich nicht widersprüchlich verhalten. Das ist die Pflicht eines Politikers.



    Soll er sich halt bei der FDP bewerben.

    • @Troll Eulenspiegel:

      Ich hätte nie gedacht, dass ich Ihnen mal beipflichte 😉 Aber hier: 💯

    • @Troll Eulenspiegel:

      Er hat ja schon an Veranstaltungen teilgenommen, die in Richtung AfD zeigen...

    • @Troll Eulenspiegel:

      Ja. Da passt er optimal rein. Liberale Werte und zwielichtige Geschäfte. Genau das richtige Profil. Dann aber bitte keine Sachen mehr vertreten die im Gegensatz zu seinem persönlichen Lebensstil stehen.

      • @Gunnar Grannis:

        Das ist in rechten und konservativen Kreisen sehr weit verbreitet: Dass man zum einen Regeln für alle anderen hat, die aber für sich selbst nicht gelten lassen will.

        Beispielsweise soll es keine Steuererhöhungen geben, aber wenn es nicht sie selbst trifft, sondern kleine Leute, ist das ok, wie z.B. bei der Zuckersteuer. Und Unternehmen dürfen jeweils das Beste für sich rausschlagen, notfalls auch hart an der Grenze der Legalität, weil es ja legitim ist, so viel Geld horten zu wollen wie es nur geht, aber wenn Menschen so agieren, dann ist das verwerflich. etc. Wenn jemand Steuern hinterzieht, kann er sich von einer Strafe entziehen, indem er einfach gesteht. Aber wenn eine Verkäuferin einen Bon mitgehen lässt, trifft sie natürlich die volle Härte des Gesetzes. etc.