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Protest gegen CSU-Mann FelßnerDahoam ned Dahoam

Jost Maurin
Kommentar von Jost Maurin

Die Aufregung über den Tierrechtsprotest an einem Stall von Günther Felßner (CSU) ist übertrieben. Ihrer Sache haben die Aktivisten dennoch geschadet.

Protestaktion von Animal Rebellion gegen Günther Felßner Foto: dpa

E rst schien die Sache klar zu sein: Aktivisten der Tierrechtsorganisation Animal Rebellion hätten mit ihrer Protestaktion auf dem Hof von Günther Felßner am Montag klar die Grenzen des Anstands überschritten. Felßner war da noch CSU-Kandidat für das Amt des Bundesagrarministers, jetzt ist er es – angeblich wegen der überschrittenen Grenzen – aber nicht mehr. Der Landwirt und Präsident des Bayerischen Bauernverbands kritisierte am Dienstag, die Tierrechtler seien in seinen Hof „eingebrochen“, sie hätten „Rauch eingeleitet“ in den Stall, sein „Zuhause“ sei nicht mehr sicher. Seine Frau, die gerade im Gebäude gewesen sei, habe sich bedroht gefühlt. Mit der Aktion begründete Felßner, dass er sich aus dem Rennen um den Ministerposten zurückzieht.

Die Empörung war groß. CSU-Chef Markus Söder sagte, die Aktion sei ein „brutaler Angriff auf eine einzelne Person“. Das dürfe nicht ohne Folgen bleiben, mahnte der bayerische Ministerpräsident: „Es muss eine Sonderermittlung geben.“

Tatsächlich waren zwei Aktivisten auf das Dach des Stalls geklettert, um ein Transparent zu befestigen – mit dem Schriftzug: „Kein Tierausbeuter als Agrarminister.“ Doch mittlerweile ist klar: Die Aufregung um den Protest ist trotzdem übertrieben. „Wir waren nicht bei Felßner privat zu Hause, sondern an seinem Arbeitsort, also an seiner Soziosphäre und nicht seiner Privatsphäre“, sagte am Mittwoch der taz Scarlett Treml, die nach eigenen Worten eine der 15 TeilnehmerInnen bei der Aktion war.

Tatsächlich liegt der Stall am Ortsrand von Felßners Dorf Günthersbühl in Franken. Er wohnt aber in der Dorfmitte. Laut Google Maps beträgt die Entfernung etwa 400 Meter. Der Bayerische Bauernverband teilte der taz auf Anfrage mit: „Von Wohnhaus war und ist nicht die Rede.“ Hof und Stall lägen aber in Sichtweite zueinander und: „Auf bäuerlichen Betrieben lassen sich Leben und Arbeiten nicht ohne Weiteres trennen.“

400 Meter dazwischen

Das stimmt grundsätzlich. Aber im konkreten Fall liegen eben doch 400 Meter dazwischen. Man muss schon ein bisschen auf der Straße laufen, um von einem Ort zum anderen zu kommen. Die Tierrechtler haben also nicht Felßners „Zuhause“ angegriffen.

Sie haben auch nicht „eingebrochen“. „Einbrechen“ bedeutet laut Duden: „gewaltsam in ein Gebäude, in einen Raum oder Ähnliches eindringen (um etwas zu stehlen)“. „Wir haben keinen Fuß in den Stall gesetzt“, sagt Treml dazu. Das hat selbst Felßner nicht explizit behauptet, obwohl er von „Einbruch“ gesprochen hat. Nicht einmal Hausfriedensbruch sei das, weil das Grundstück nicht „eingefriedet“ sei etwa durch einen Zaun, eine Mauer oder Hecke, ergänzt Treml. Sie besteht auch darauf, dass die Aktivisten „total friedlich“ gewesen seien.

Martialischer Eindruck

Unstrittig ist aber, dass die Tierrechtler auf dem Dach des Stalls waren, dass sie teils vermummt waren, Bengalos zündeten und das Transparent am Gebäude befestigten.

Man kann sich vorstellen, dass das – zumal auf dem Land – bedrohlich wirken kann. Vermummung, Bengalos – das erzeugt einen martialischen Eindruck, der nicht in eine politische Auseinandersetzung gehört. So dürften die Tierrechtler viel Sympathie im Publikum verspielt haben. Das nützt eher Felßner und seiner Lobby als den Tieren.

Dass Felßner seine Bewerbung als Minister zurückgezogen hat, liegt aber wahrscheinlich nicht an den Tierrechtlern. Selbst wenn er das Gegenteil behauptet. Auch Animal Rebellion hält diese Begründung für „vorgeschoben“. „Vielmehr hat unsere Aktion ihm nun eine Exitmöglichkeit serviert, da der Druck auf die künftige Koalition mit ihm als Agrarminister enorm hoch war“, schreibt die Organisation. Das ist durchaus plausibel. Denn schon vor der Aktion hatte es Berichte gegeben, dass sein Rückhalt in der CSU-Landesgruppe im Bundestag bröckelte. Er ist ja in der Partei eigentlich nur ein Kommunalpolitiker und hat keine Regierungserfahrung. Zudem dürfte spätestens nach den Onlinepetitionen ­gegen seine Kandidatur auch in der Union klar sein, dass ein verurteilter Umweltsünder als Agrarminister zu angreifbar ist. Immerhin hat ein Gericht den Milchbauern 2018 zu einer Geldstrafe verurteilt: wegen Boden- und Gewässerverunreinigung.

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Jost Maurin
Redakteur für Wirtschaft und Umwelt
Jahrgang 1974. Er schreibt vor allem zu Ernährungsfragen – etwa über Agrarpolitik, Gentechnik und die Lebensmittelindustrie. Journalistenpreis "Faire Milch" 2024 des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter. 2018, 2017 und 2014 gewann er den Preis "Grüne Reportage" des Verbands Deutscher Agrarjournalisten. 2015 "Bester Zweiter" beim Deutschen Journalistenpreis. 2022 nominiert für den Deutschen Reporter:innen-Preis (Essay "Mein Krieg mit der Waffe"), 2013 für den "Langen Atem". Bevor er zur taz kam, war er Redakteur bei der Nachrichtenagentur Reuters und Volontär bei der Süddeutschen Zeitung.
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29 Kommentare

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  • Also öffnen Sie hiermit jedem der irgendwas nicht passt, bei dem im privaten Umfeld aufzutauchen und Randale zu machen und der Grund ist egal aber die Aktion immer rechtens?

    Ob das Wohnhaus am Stall ist oder weiter entfernt spielt keine Rolle. Der Stall gehört nicht zu seinem Job als Politiker somit ist er für die Aktivisten privat und nicht öffentlich. Somit Hausfriedensbruch gerechtfertigt.

  • Rauchschwaden im Stall, panische Angst bei den Tieren. Dadurch auch Existenzangst und Angst um die Tiere bei den Bauern. Das soll friedlich sein? Gewaltfrei?

  • Bengalos auf einem Kuhstall zünden. Super Idee. Die Panik der Tiere in dem Stall kann ich mir sehr lebhaft vorstellen.



    Und das ist jetzt aus genau welchem Grund keine Tierquälerei?



    Ob die Aktion als Einbruch zu bewerten ist oder nicht werden wohl Gerichte beantworten - Hausfriedensbruch ist es definitiv, jemandem "aufs Dach steigen" ist nicht ohne Grund eine Redensart. Billiges Abstreiten komplettiert da nur das Bild der ahnungslosen Aktivistis.

  • Leider muss man sagen, dass Einschüchterung, sogar Gewalt gegen Politiker oder (gewählte) Funktionäre, die sie zum Aufgeben zwingt, ist der Anfang vom Ende der Demokratie. Deren Wehrhaftigkeit ist dann schon gescheitert. Da er aber von der CSU ist hält sich der Unmut in Grenzen.



    Die Leute, die jetzt Krokodilstränen vergießen, sind dieselben, die nichts damit zu tun haben wollen, dass es eine AfD gibt.

  • Die Argumentation des Artikels halte ich nicht für stichhaltig. Denn Protest muss sich nicht darum kümmern, wie er instrumentalisiert wird, sondern ob er begründet und verhältnismäßig ist. Dem gegenüber liegt die Notwenigkeit, dass Protest Beachtung finden muss, um eine Wirkung zu haben.



    Fazit: Protest muss nicht immer gefallen, besonders nicht denjenigen gegen den sich der Protest richtet.

  • Wenn ich überlege, was auch hier an dieser Stelle damals für ein Geschrei um die Demonstration vor der Fähre von Robert Habeck gemacht wurde.



    Da müsste diese Aktion doch jetzt viel viel deutlicher kritisiert werden.



    Auch wenn die „Aktivistin“ von Soziosphäre spricht, ist das meiner Meinung nach falsch. Es ist und bleibt Privatbesitz von Herrn Felsner und kein öffentlicher Raum.



    Wenn es den „Aktivisten“ wirklich um die Tiere gehen würde, hätten sie diese nicht bewusst diesem Stress ausgesetzt mit dem Krach und den gezündeten Bengalos.



    Der Rauch wird sicherlich in den Stall gezogen sein. Das kann ja jeder mal zu Hause mit seinem Haustier ausprobieren was passiert wenn Begalos gezündet werden.



    Es ging hier nur um Aufmerksamkeit.



    Man kann zu Herrn Felsner stehen wie man will, aber das diese gewaltsame Aktion im Endeffekt Erfolg hatte, ist ein schlechtes Zeichen.



    Es wird viele Nachahmer finden, aber wenn es hier jetzt keine Strafen gibt, wird es noch viel mehr solcher Aktionen geben.

  • Auf der einen Seite wird sich beschwert, das Politiker angriffen ausgesetzt sind und diese sich aus der Politik zurückziehen und wenn hier angriffe, auch wenn es nur indirekt ist, gefahren werden wird es als "Übertrieben" abgestempelt.

    Wenn ich so etwas, z.B. gegenüber einer Frau abziehe, mit solchen Begründungen wie im Artikel kann ich einpacken, aber solange es gegen "die Richtigen" geht, redet kann man sich das schön reden:

    "angeblich wegen der überschrittenen Grenzen"



    "Wir waren nicht bei Felßner privat zu Hause, sondern an seinem Arbeitsort"



    "Sie haben auch nicht 'eingebrochen'"



    "Dach des Stalls waren, dass sie teils vermummt waren, Bengalos zündeten und das Transparent am Gebäude befestigten [...] bedrohlich wirken kann"



    "Dass Felßner seine Bewerbung als Minister zurückgezogen hat, liegt aber wahrscheinlich nicht an den Tierrechtlern. Selbst wenn er das Gegenteil behauptet. Auch Animal Rebellion hält diese Begründung für „vorgeschoben“.

    Hört sich alles für an wie "Ist doch nicht so schlimm soll er sich doch nicht so geben."

    Das schönreden der Situation ist unterste Schublade. Soll er doch mal beim nächsten Stalkingfall so was hinschreiben.

    • @Wayko:

      Sie vermischen hier DInge:



      erstens wurde hier kein Politiker körperlich angegriffen, die Aktion hier ist etwas ganz anders, es wurde überhaupt niemand aktiv bedroht, beleidigt oder sonst etwas in diese Richtung



      zweitens: es war eine einmalige Aktion, ein Stalker verfolgt seine Opfer dauerhaft und über längeren Zeitraum, der Vergleich ist also keiner, es hat mit Stalking schlichtweg nichts zu tun

      Dass die Bengalos und die Vermummung unangebracht war, darüber kann man reden

    • @Wayko:

      Nun ja, die Empörung der CDU/CSU und der Versuch, das Ganze hochzujazzen, auch: Wenn Kommunalpolitiker der anderen Parteien in Ostdeutschland durch Rechte angegriffen oder Versammlungen der Grünen durch Bauernproteste blockiert werden, hört man da auch nichts -- oder eben Beschwichtigungen. Insofern ist der "Stalkingfall", von dem Sie reden, schon lange eingetreten.

    • @Wayko:

      Vor allem finde ich die Aussage der Aktivistin putzig, man sei friedlich gewesen.



      Wenn irgendwo 15 Leute, teils vermummt, irgendwo auftauchen, ist das sicherlich nicht friedlich, sondern bedrohlich und einschüchternd.



      Oder was für Frau Treml empfinden, wenn an ihrem Arbeitsplatz 15 Vermummte auftauchten, offenbar um sie zu besuchen?



      Etwas mehr Selbstreflexion könnte nicht schaden.

      Die Privatsphäre, völlig egal ob nun Wohnhaus oder Arbeitsstätte sollten tabu sein, allein schon, weil dort nicht nur die Person lebt und/oder arbeitet, die Ziel des Protestes ist.

  • Die Szene wirkt nicht nur bedrohlich, sie war bedrohlich. Und sie sollte es auch sein. Jemandem vermummt und mit Pyrotechnik "aufs Dach" zu steigen, ist eine Bedrohung. Die "Tierschützer" haben damit auch genau das erreicht, was sie wollten: einen Politiker einer demokratischen Partei soweit als Person einzuschränken, dass er sein Engagement zumindest in Teilen zurücknimmt.



    "Aktivisten", auch wenn ihr Anliegen (Tierwohl, Umweltschutz) im Kern richtig ist, sollten in der Wahl ihrer Mittel vom politischen Gegner unterscheidbar bleiben. Menschen mit einer anderen Meinung physisch bis zu deren Kapitulation zu bedrängen, wirft man normalerweise der "anderen Seite" vor...

  • Blöde Aktion, das muss man leider sagen. Vor allem das mit der Pyro hätten sie besser bleiben lassen sollen. Wasser auf die Mühlen sozusagen. War klar, dass das dankbarst aufgenommen wird, um sich jetzt über die Maßen zu empören, zumal in Bayern. Aber die Reaktionen jetzt sind trotzdem völlig übertrieben (was allerdings zu erwarten war). Felßners Stall, an dem die Aktion stattfand, steht außerhalb der Ortschaft (und der Wohnbebauung) direkt an einer öffentlichen Straße. Kein Tor, kein Zaun, keinerlei Einfriedung. Das kann man sich im Internet (maps) gut ansehen. Das soll keine Entschuldigung für die meines Erachtens völlig unüberlegte Aktion sein, aber das war völlig niederschwellig zu machen, der Stall steht keine 10 Meter neben dem Sträßchen, das ganze fand regelrecht öffentlich und bei Tageslicht statt.

    • @J. Straub:

      Das der Hof nicht wie eine Kaserne gesichert war, kann man, wie ich finde, kaum zum Vorwurf machen.

      Niederschwellig und im positiven, demokratischen Sinn öffentlichkeitswirksam wäre es gewesen, wenn man sich unvermummt mit einem Plakat an das Sträßchen gestellt und die Presse dazu geholt wäre.

      Nicht ganz nebenbei hätte auch noch, so wie es abgelaufen ist, jemand durchs Eternitdach rauschen und dann nach ein paar Metern bei mehr Pech als Glück auf ein Buchtengitter knallen können.

  • "Vielmehr hat unsere Aktion ihm nun eine Exitmöglichkeit serviert, da der Druck auf die künftige Koalition mit ihm als Agrarminister enorm hoch war“, schreibt die Organisation.

    So ist das wohl.

    Als weiterer Punkt: eine Entlastungsargumentation am "Dahoam ned Dahoam" und den 400m Abstand zum Wohnhaus aufzuhängen ist meiner Ansicht nach reichlich akademisch, immerhin waren Familienangehörige im Stall während Unbekannte vermummt auf dem Dach rumturnten und -hantierten.

  • Schön wär's wenn sich der bayrische Eifer gegen Aktivisten auch gegen die richten würde, die Mist auf Autobahnen kippen, die mit ihren gesponsorten Monstertraktoren wilde Unfälle provoziert haben, die Galgen mit Politikerfiguren herumschleppen und die sich als Unschuldslämmer gerieren und ungestört weiter Gesetze mißachten, die Natur und Artenschutz betreffen. Alles aus allein wirtschaftlichen Gründen.

  • An keiner Stelle äußert sich jemand zu den Tieren. Weder der Landwirt noch die Tierschützer.

    Auch interessant.

  • Gute Klarstellung, denn auch mir als flüchtigem Leser wäre sonst hängengeblieben: die haben ihn zuhause drangsaliert, was man selbst bei Umweltsstraftätern keinesfalls machen würde.

    Fürs Foto oder die Dramatik Rauchbomben, das hat etwas von Fußballkurve, da hätte es anderes doch auch getan.

    Der Herr hat sich von Söder einspannen lassen und einiges Ungute an Lobbytätigkeit hinter sich, kein Mitleid für seinen Rückzug. Doch auch er ist ein Mensch und verdient diesen Respekt als Mensch bei alledem.

  • Privatgrundstücke sollten für politische Demos tabu sein. Die Rechten haben sich noch nie um sowas gekümmert, schlimm ist, dass es den Linken offenbar auch egal ist.

  • Echt jetzt?



    Auch wenn der Stall nicht direkt sein "Zuhause" war. Es wurden laut anderen Medienberichten Rauchbomen in einem Stall mit Tier und Menschen geworfen.



    Das Tiere in der Regel da panisch werden können, lässt der Autor gleich mal unter dem Tisch fallen.



    "Sie standen 'nur' auf dem Dach"

    Danke so was würde mir als Frau auch schon reichen um mich bedroht zu fühlen.

    Btw: Rauch auch nur in der Nähe von Flucht Tieren zu zünden war in was und welcher Art und Weise eine "gute" Idee?

    • Jost Maurin , Autor des Artikels, Redakteur für Wirtschaft und Umwelt
      @Keine Sonne:

      Posten Sie doch bitte mal eine Quelle, wonach Rauchbomben in den Stall geworfen worden sind. Dafür habe ich bisher keine Anzeichen. Stattdessen sollen 2 Bengalos auf dem Dach für ein paar Sekunden, allenfalls Minuten gebrannt haben.

      • @Jost Maurin:

        Und das ist so viel besser ja?



        Bei Begalos entsteht Rauch + Tiere = Panik



        Denn Rauch steht in der Natur für Feuer.



        Sorry 0 Verständnis.



        Wenn diese Leute es wirklich so mit Tierwohl hätten, wäre eine andere Aktionsart gewählt worden.

        Ein paar Sekunden reichen aus um eine Massen Panik auszulösen- Übrigens nicht nur in der Tierwelt.

        www.msn.com/de-de/...?ocid=BingNewsSerp

        《- ich weiß natürlich nicht on es stimmt da es ein Interview ist.



        Aber wie Sie selbst schon geschrieben haben "Stattdessen SOLLEN 2 Bengalos auf dem Dach für ein paar Sekunden..."



        《-



        Aussage gegen Aussage?

      • @Jost Maurin:

        Es ist unerheblich, ob die Bengalos in- oder ausserhalb des Stalls brannten. Rauch oder auch der Brandgeruch ziehen ziehen in den Stall und versetzen die Tiere, die über erheblich sensiblere Sinne verfügen, in Panik. Bedauerlich, daß so etwas erklärt werden muss....

      • @Jost Maurin:

        Rauchbomben sind anscheinend zum Glück nicht verwendet worden. Aber Tiere werden auch schon nervös, und können auch panisch reagieren, wenn sie durch Licht und Hitze von Bengalos geblendet werden oder Trampelgeräusche von außen nicht zugeordnet werden können.



        Was diese linken Spinner da angerichtet haben, ist einfach nur hirnverbrannt. es ist Hausfriedensbruch und schadet denen, die sich im Tierschutz engagieren, weil sie bei vielen Mitmenschen (nicht nur in Bayern) nun mit solchen Chaoten in einen Topf geworfen werden.



        Der Zweck heiligt halt nicht die Mittel.

    • @Keine Sonne:

      Das sehe ich auch so. Die Botschaft der Aktion ist deutlich: "Dein Betrieb und Deine Familie sind vor uns nicht sicher." Und die Rauchbomben bzw. "Bengalos" sind ein Hinweis darauf, dass man den Hof auch abfackeln könnte. Jost Maurin sollte vielleicht noch mal seinen Artikel über den Protest am Fähranleger von Schlüttsiel lesen ( taz.de/Landwirte-g...BCttsiel%2Bhabeck/ ). Da gab es übrigens keine Pyrotechnik, und der Fähranleger war öffentliches Gelände.

    • @Keine Sonne:

      Doch Sonne! Zumindest gerade am Ort des Geschehens. Warum sich Söder bei den lebensgefährdenden Bauernprotesten nicht gleichwertig geäussert hat liegt wohl an der Liebe zu seinem bayerischen Bauernpräsidenten. Hoffentlich erschrecken Sie sich nicht beim nächsten Besuch Ihres Schornsteinfegermeisters, der in aller Regel Glück bringen soll. Rechtlich betrachtet ist die Einordnung der Aktivistin wohl korrekt. Ein Bärendienst sieht wohl anders aus. Der Rückzug des Straftäters ist sicher nur durch die Aktion ausgelöst, da Söder keine Rücksicht auf Unterschriftsaktionen nimmt. Sind ja nur von NGO`s veranstalltet.

    • @Keine Sonne:

      Wenn 15 Vermummte vor mir stehen, zwei davon auf dem Dach, und dann noch raucherzeugendes Zeugs bei sich haben, dann fühle ich mich auch als Mann bedroht.

      Wenn die nur Plakate aufhängen wollten, wären sie nicht vermutet, würde ich mir sagen.

      Tierschützer mit Bengalos an Ställen hört sich seltsam an.

      Da scheinen Leute keinen Zugang mehr zum Wesen und Verhalten von Tieren zu haben.

    • @Keine Sonne:

      Sagt wer? Rauchbomben in einen Stall mit Tieren geht natürlich gar nicht, was mich aber bei Tierschützern schon stark wundern würde. Sie fühlen sich ernsthaft bedroht wenn jemand auf einem Dach steht?

  • So etwas ist wirklich kritischer Journalismus. Die Angaben einer beteiligten Gruppe werden 1:1 übernommen. Die Angaben der Betroffenen seien "übertrieben".

    Zitat:



    "Man kann sich vorstellen, dass das – zumal auf dem Land – bedrohlich wirken kann. Vermummung, Bengalos ...."

    Inzwischen sind auf dem Land auch Feuer und Rauch bekannt, vielleicht jedoch nicht das respektlose und übergriffige Vorgehen der "Aktivisten".

  • Danke für die Richtigstellung der Lage.



    Allerdings ist der "Schaden" bereits angerichtet. Die Aufmerksamkeit, die die Protestierenden erregen wollten, ist ins Gegenteil umgeschlagen. Die werbewirksamen Bilder unterstützen nun die Mär der Rechten von " linken Chaoten und Verbrechern".



    Dumm gelaufen.



    Wie bereits im Artikel erwähnt, war Söders Wunschkandidat bereits angeschlagen.



    Die Tatsache, dass er es in der Wahl nicht zum Mitglied des Bundestages geschafft hat, dürfte schwer wiegen.



    Sin solcher Minister wäre schon vor Amtseinführung geschwächt gewesen.



    Der Rücktritt, vor Amtseinführung, ist eine gute Nachricht, die Presse für Tierschutz leider nicht.