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Kanadas Premier im Europaparlament Endlich ein begeisterter EU-Fan

Tanja Tricarico

Kommentar von

Tanja Tricarico

Mark Carney beschwört in Straßburg eine tiefe Partnerschaft Kanadas mit der EU. Das trifft sowohl in Europa als auch den USA einen Nerv.

D er kanadische Premier Mark Carney scheint für so manchen EU-Abgeordneten eine Art Superstar zu sein, ein Retter der Europäischen Union. Bei seinem Auftritt im Parlament in Straßburg gab es jede Menge Selfies mit Parlamentarier:innen, bewundernde Blicke – und zum Schluss ehrfürchtige Standing Ovations. Kanada und die EU: Wir sind stark – zusammen sind wir noch stärker, rief Carney seinen An­hän­ge­r:in­nen zu.

Eine sogenannte assoziierte Mitgliedschaft der beiden sich innig liebenden Partner in Aussicht zu stellen, ist weit mehr als ein rein politischer Symbolakt. Es ist ein strategischer Schachzug, der die wütende Reaktion Donald Trumps eingepreist hat. Natürlich polterte der US-Präsident umgehend lautstark, witterte einen „feindseligen Akt“ und drohte mit einer noch rigideren Zollpolitik gegenüber der EU – und Kanada sowieso.

Die derbe Reaktion ist ein sicheres Zeichen dafür, dass Trump dieser Zug von Carney und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nicht nur missfällt, sondern er einen Nerv trifft. Auf Handelsebene gibt es bereits enge Verbindungen. Nun soll es weitergehen mit Rohstoffabkommen, enger verzahnten Verteidigungsstrategien, Technologieaustausch für eine echte Energiewende, Austauschprogrammen für Universitäten.

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Dass geostrategische Interessen im Sinne beider Partner im Vordergrund stehen, daraus macht Carney keinen Hehl. Nicht umsonst verweist er auf den Kampfplatz Arktis, auf dem sowohl die EU als auch Kanada ein Wörtchen mitreden wollen. Beide wollen nicht weiter im Zangengriff der USA und Russlands bleiben.

Die Lovestory soll aber keineswegs wie ein weiterer Machtblock aussehen, der sich nur durch „bessere Manieren“ von anderen machthungrigen Staaten unterscheidet. Mit dem harmloseren Stichwort Resilienz umschreibt der Premier doch zwischen den Zeilen: Man will ein Bollwerk sein gegen autokratisches Gebaren weltweit. Die Umwälzungen sind so groß, dass wir noch mehr machen müssen, sagt er. Und hat damit recht.

Worte, die Europa braucht

Der kanadische Premier bemühte in seiner Rede das große Besteck der Diplomatie, verpackt in bildhafte Worte. Von neuen Stürmen ist da die Rede, von einem Baum, gepflanzt von einem Überlebenden der Schlacht von Vimy im Ersten Weltkrieg, der jetzt in einen transatlantischen Wald münden könnte. Es sind Worte, die Europa offenbar dringend gebraucht hat.

Endlich freut sich mal ein Land, sich uns – also der Europäischen Union – anzuschließen. Nicht immer nur Gemotze über den schwerfälligen bürokratischen EU-Apparat. Das schafft die Union aus eigener Kraft derzeit nicht, sind doch Frankreich und auch Deutschland keine stabilen Motoren mehr. Und so kommen die Liebesgrüße aus Kanada gerade recht.

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Tanja Tricarico

Tanja Tricarico ausland

Schreibt über Außen- und Sicherheitspolitik, Entwicklungszusammenarbeit, früher auch Digitalisierung. Host der Fernverbindung, dem Auslands-Podcast der taz. Privat im Einsatz für www.geschichte-hat-zukunft.org
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24 Kommentare

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  • Sole Mio

    Carney hat das Rückrad sich Trump frontal zu stellen! Von solchen Menschen könnten wir noch mehr gebrauchen!

  • zartbitter

    Nicht die Höhe 264 in WW1 war kriegsentscheidend sondern der Einsatz kanadischer Truppen zur Befreiung von Antwerpen und der Schleimündung in WW2.. Nach dem D-Day am 6. Juni 44 drohte die Front im Westen gegen das deutsche Reich wegen Materialmangel zu ersticken - weil es keinen Tiefseehafen in Frontnähe gab um die Allierten mit Munition zu versorgen. Die Kanadier lösten das Problem - und damit war die Westfront -- und ein schnellst mögliches Kriegsende gesichert. Insgesamt an verschiedenen Fronten im Kampf gegen die deutschen Nazis starben 45.000 Kanadier -- die sich alle -- ohne Ausnahme -- freiwillig zum Kampf gegen die Nazis gemeldet hatten.



    =



    Mit Sicherheit hat Kanada viele ernste nachvollziehbare Gründe eine Assoziierung -- ohne Mitgliedschaft-- in die EU anzustreben - genauso umgekehrt wie die EU, für die sich eine Zusammenarbeit mit Kanada als aussergewöhnlichen Glücksfall darstellt -- mit sehr vielen nicht nur wirtschaftlichen Vorteilen.

  • Francesco

    2014 hat die EU ein Assoziierungsabkommen mit der Ukraine abgeschlossen. Hoffentlich reagiert Trump nicht wie damals Putin.

  • economista

    Bei der kanadischen Fixierung auf Vimy Ridge muss ich immer an Hill 364 aus Big Lebowski denken. Einen Hügel an der Westfront, den kanadische Truppen im Ersten Weltkrieg einnahmen und der sogar in die Unterlagen zum Einbürgerungstest eingegangen ist. Zusammen mit Poppies in Flanders Fields, wobei es mit das Schlimmste ist, was man einem Kanadier oder Briten sagen kann, dass die Opiumblüten, die sie sich an die Mäntel heften, eigentlich Drogensymbole sind.

    Das Zweitschlimmste für Kanadier ist dann die Feststellung, wie teuer die 5000 km lange Grenze zu den USA ist, wenn man ein eigenes Strassen-, Telekommunikations-, Elektrizitäts- und Handelsnetz hinzu rechnet. Und für die Frage, warum es zwischen den USA und Kanada keine Übereinkunft zur Freizügigkeit wie innerhalb der EU geben kann, bürgern sie einen glatt aus. Sie sind nämlich überaus nachtragend, was man schon im 200 Jahre alten Zwist zwischen Quebec und den Anglos bestätigt findet.

    Kurzum, die Kanadier sind etwas sonderbar und ich glaube nicht, dass die Ehe mit der EU eine glückliche würde, so sie denn zustande käme. Denn nichts ist ihnen wichtiger als ihre Unabhängigkeit, und auch Brüssel würden sie nichts vergeben.

    • Kahlschlagbauer

      @economista:

      Na, Sie wissen aber über die kanadische Volksseele Bescheid. Erlauben Sie mir, Ihnen ein wenig zu helfen. Weitgehende Freizügigkeit zwischen den USA und Kanada gab es bis 9/11. Bis dahin genügte der Führerschein für den Grenzübertritt. Und 'die Kanadier' sind weder nachtragend noch sonderbar, sondern wissen, was sie in ihrem Sozialstaat haben. Die mehreren sind damit einverstanden, sich mehr weg von den USA zu orientieren, so schwierig das aus vielen Gründen ist. Die wissen ihre Unabhängigkeit in einer Assoziation mit der EU besser geschützt als in der Abhängigkeit von den USA. Die generelle Abwesenheit von Feuergefechten ist auch etwas, was sie schätzen.

  • warum_denkt_keiner_nach?

    Vielleicht hätte sich Herr Carney vor seiner Rede das Treffen vdL - Trump in Schottland anschauen sollen. Dann wüsste er, wie verlässlich und standhaft die EU ist...

  • Michel76

    Ist das nicht alles eher nur ein grosses Schauspiel? Frau vdL hat doch überhaupt nicht die Befugnis, diesbezüglich etwas zu entscheiden. Das können nur die Mitgliedsstaaten und zwar gemeinsam.



    Mit scheint es, als ob es mal wieder mehr um Selbstdarstellung geht, einfach ein bisschen mit der grossen Kelle anrühren.

    "Man will ein Bollwerk sein gegen autokratisches Gebaren weltweit."

    Aber bitte nur gegen die, mit denen man eh keine Gechäfte machen möchte, so wie immer...

    • Fritz Müller

      @Michel76:

      "Ist das nicht alles eher nur ein grosses Schauspiel?"



      ... ja das ist es wohl — na und? Das einzige was gegen Trump wirkt, ist die "sogenannte klare Kante".

  • T-Rom

    Vielleicht sollten die Kanadier mal die Einschätzung der weithin respektieren EU-Ombusfrau O'Reilly lesen, zur EU-Kommission unter UvdL. Ob die dann immer noch wollen?

    • rero

      @T-Rom:

      Ja, sie werden immer noch wollen.

      Weil die dort beschriebenen Probleme die Kanadier nur interessieren würden, wenn sie Mitglied werden wollten.

      Wollen sie nicht.

      Andererseits haben sie sonst nicht viel Alternativen als geopolitische Partner.

  • Philippo1000

    Danke -Schön!



    Der Artikel spricht mir aus der Seele.



    Als Einer, der in einem behüteten Europa aufwachsen durfte, ist es nun an der Zeit, dieses Europa zu beschützen.



    Nach Außen und nach innen.



    Die Zeit der ironischen Haltung ist vorbei, der Erhalt unserer demokratischen Idee ist nicht mehr selbstverständlich.



    Es ist schön, dass mit Premierminister Carney ein starker Partner kommt, der uns daran erinnert, was für eine große Idee die Europäische Union ist,



    Auch Kanada hat viel Blut vergossen, damit es dazu kommen konnte.



    Wir müssen uns unserer Stärken aber auch unserer Schwächen bewusst werden.



    Verantwortung heißt, nicht gleich Alles infrage zu stellen.



    Diese Position nehmen heute die Rechtsextremisten ein und das Gleiche zu tun, heißt sie zu unterstützen.



    Es ist aber an der Zeit die Demokratie zu unterstützen.



    Wer immer Alles schlecht redet, spricht die Sprache der Rechten, die Demokratie und die EU zerstören wollen.

  • Sam Spade

    "Man will ein Bollwerk sein gegen autokratisches Gebaren weltweit."

    Hat ja bisher schon super geklappt.

    Israel, Iran, Russland, China, USA, Saudi Arabien stehen stellvertretend für das Bollwerk im Sinne der EU.

    Da werden Sanktionen gar nicht erst erlassen wie im Falle Israel sondern stattdessen noch Waffen geliefert. Im Iran solidarisiert man sich mit der Bevölkerung, liefert aber dual use Güter an die Regierung. Vor China und den USA gibt man lieber von vornherein klein bei und Russland, tja nunmal ein Sonderfall, denn die EU braucht ja das russische Brennmaterial für ihre Atomkraftwerke und das Öl, auch wenn es jetzt über Indien oder die Türkei kommt, um den Benzinpreis in der EU unter 5€/l zu halten. Und was die Saudis betrifft sollte die EU einmal genauer hinschauen was das Engagement von denen im Sudan angeht, anstatt Waffen zu liefern.

    Unter einem Bollwerk verstehe ich etwas anderes. Und spätestens dann, wenn die kanadische Delegation an zwei Sitzungen des Hühnerhaufens namens EU Kommission teilgenommen hat, dürften sie auch schnell wieder weg sein und sich das Thema assozierte Partnerschaft erledigt haben.

    • T-Rom

      @Sam Spade:

      Ich möchte keine Welt, die aus Bollwerken besteht und auch keine europäische Politik, die das als Ziel ausgibt.

      Besser, zu versuchen mit anderen Ländern, Weltanschauungen und Systemen eine gemeinsame Basis zu finden, in der man in Frieden leben kann. Und Rahmenbedingungen zu finden in denen sich alle wiederfinden, auch wenn man unterschiedliche Positionen hat.



      Nennt sich "Diplomatie" und scheint momentan leider weltweit etwas ausser Mode geraten zu sein.

      Ihrem letzten Satz muss ich allerdings leider zustimmen.

    • Encantado

      @Sam Spade:

      "Unter einem Bollwerk verstehe ich etwas anderes."



      Das genannte Bollwerk soll erst entstehen. Insofern können Sie sich erst einmal etwas runterkühlen.

      • Sam Spade

        @Encantado:

        Wer abhängig ist von Öl, Seltenen Erden, Gas, Satelliten und Big Tech und davon nichts auf dem eigenen Kontinent zur Verfügung hat, leidet unter Realitätsverlust wenn er öffentlich davon spricht ein Bollwerk zu errichten. Man wird von China und den USA auch in den nächsten Jahrzehnten abhängig sein und daher nach deren Pfeife tanzen.

        Wird Zeit das die EU einmal die neue Weltordnung zur Kenntnis nimmt und sich entsprechend verortet.

        Außenpolitisch ist das einzige Bollwerk welches die EU errichtet hat die Abschottung nach außen. Gelder an Länder wie die Türkei und Libyen zu zahlen damit sie Flüchtlinge nicht nach Europa lässt ist übrigens ein Musterbeispiel für autoritäres Gebaren. Vielleicht sollte die EU diesbezüglich erst einmal bei sich selbst anfangen, dann würde sie vielleicht erkennen, dass ihr Gebaren sich in vielen Punkten nicht sonderlich von denen der USA oder China unterscheidet. Das alte Lied von Selbst- und Fremdwahrnehmung.

        Und was die EU Kommission angeht, deren Kompetenzen reichen aus um den Krümmungsgrad von Bananen zu bestimmen, für größere Zusammenhänge mangelt es jedoch an Weitsicht. Ein Resultat der "Wegbeförderung" der national aussortierten Politiker.

        • Strolch

          @Sam Spade:

          Meinen Sie vielleicht eher Autarkie als Bollwerk? Natürlich sind die europäischen Staaten abhängig - wie im übrigen auch Norwegen - von anderen Ländern. Aber das betrifft die anderen Länder auch, wenn es auch die USA und China am ehesten unabhängig (wenn auch extrem teuer und schlechter) alles im eigenen Land herstellen können.

          Was wäre Ihnen den lieber als dieser Satz? Die europäische Neutralität ausrufen, da neutral sein so schön bequem ist? Ich bin der letzte, der nicht auf die EU v.a. wegen der Bürokratie schimpfen würde. Aber das ist ein anderes Thema.

          • Sam Spade

            @Strolch:

            Ein Bollwerk gegen autoritäre Staaten lässt sich nur dann errichten, wenn man nicht gleichzeitig in vielen Bereichen von diesen Staaten abhängig ist. Ansonsten wird man erpressbar.

            Die EU ist in dieser Hinsicht ein Papiertiger, der lediglich große Sprüche klopft aber ganz genau weiß, das Länder wie China oder die USA am längeren Hebel sitzen.

            Europa kann in den nächsten Jahrzehnten nicht autark werden, dafür ist der Vorsprung von anderen Staaten in vielen Bereichen zu groß. Reicht von Big Tech über Verarbeitung von Seltenen Erden bis in den Orbit hinein. Und bei dem Schneckentempo innerhalb der EU im Bereich EE dürfte die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen auch noch einige Zeit anhalten. Wer so aufgestellt ist, der sollte sich mit derartigen öffentlichen Ankündigungen besser zurückhalten und lieber ehrlich kommunizieren. Daran hapert es ganz gewaltig. Die EU hat Norwegen viel versprochen und nur wenig davon eingehalten. Die Schweizer waren schlauer als wir, die haben den Avancen der EU widerstanden, gilt besonders für den volatilen europäischen Strommarkt, aber auch für Teile des EWR Abkommens. Die Kanadier würden schnell merken, das die EU kein zuverlässiger Partner ist.

  • Pico

    Na ja, man muss natürlich aufpassen, dass solche Partnerschaften nicht zu Freudensprüngen in den USA führen werden. Und solche Partnerschaften enden ja nicht automatisch wenn Zoll-König-Trump nicht mehr im Weißen Haus rumsitzt. Was dann?

    • Kaboom

      @Pico :

      Der nächste Trump in den USA ist hinter der nächsten Ecke. Man muss sich nur die Reihe Reagan – G. W. Bush – Trump ansehen, um eine Idee dafür zu entwickeln, in welche Richtung sich die ehemaligen Konservativen in den USA bewegen. Trump hat die Beziehungen zu Europa (und zu diversen anderen Regionen bzw. Ländern) zerstört. Das kann man nicht kitten. Es braucht verlässliche Partner für den Handel. Die USA gehören nicht mehr dazu.

    • Encantado

      @Pico :

      "...solche Partnerschaften enden ja nicht automatisch wenn Zoll-König-Trump nicht mehr im Weißen Haus rumsitzt. Was dann?"



      Dann gibt es entweder einen weiteren unzuverlässigen Autokraten dort, oder einen umgänglichen Präsidenten, mit dem man sich einigen kann. Ändert nichts daran, dass die USA auf mittlere Sicht schlicht kein zuverlässiger Partner mehr sind, denn bereits der übernächste Präsident kann wieder in die entgegengesetzte Richtung schlagen.

    • Okti

      @Pico :

      Dann nix. Die USA ist mittlerweile im freien Zerfall. Ob es dort noch einen Bürgerkrieg geben wird kann mensch nicht seriös abschätzen, aber ein gemäßigtes Lager, welches einen allseits akzeptierten, moderaten Präsidenten stellen kann, gibt es nicht wirklich. Und sollte sich die USA weiter radikalisieren, macht es Sinn mehr Partner an Bord zu haben. Geopolitisch macht eine engere Beziehung zu Kanada Sinn.

      • Pico

        @Okti:

        Es kann nicht in unserem Interesse, nicht im Interesse der Weltbevölkerung sein, dass die USA "zerfällt". Ein Land mit einen derartigen Waffenarsenal, sollte möglichst eingebunden bleiben. Nur so, können andere Staaten Einfluss haben.

        • Okti

          @Pico :

          Wir haben auf den internen Zustand der USA nur einen geringen Einfluss. Auch wegen dem von Ihnen erwähnten Waffenarsenal.



          Um so wichtiger ist es sich auf alle Eventualitäten einzustellen und vorzubereiten.

    • nihilist

      @Pico :

      Ja, was dann?