piwik no script img

Deutsche-Bank-Tochter kündigt KontenPostbank wirft Antifaschisten raus

Die Postbank kündigt Konten der Berliner VVN-BdA. Ausgerechnet die Tochter der NS-belasteten Deutschen Bank erschwert den Antifaschisten die Arbeit.

Die Postbank hält die Gründe für die Kontokündigung vorerst geheim: Filiale am Willy-Brandt-Platz in Essen Foto: Kerstin Kokoska/imago

Die Postbank hat dem Berliner Landesverband der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) und drei seiner Vereine die Konten gekündigt. Ob das im Zusammenhang mit der US-Sanktionsliste oder der Geschäftspolitik der Postbank steht, ist unklar. „Wir kennen die Gründe der Kündigungen nicht“, sagte Markus Tervooren, Geschäftsführer des Berliner VVN-BdA.

Vor Kurzem sorgte die Kündigung von Konten der Gefangenenhilfsorganisation Rote Hilfe für Aufsehen, die mit der US-Sanktionsliste im Zusammenhang stehen. Diese führt eine Gruppierung namens „Antifa Ost“ auf. Die Sparkasse Göttingen hatte vor Gericht ihre Kündigung auch mit Verbindungen zu solchen Gruppen begründet. Sie muss die Konten aber vorläufig weiterführen, hat das Landgericht Göttingen in einem Eilverfahren entschieden. Die endgültige Entscheidung steht noch aus.

Möglich sei, dass die Kündigungen der Postbank ebenfalls im Zusammenhang mit der US-Sanktionsliste stehen, sagte Tervooren. Es könne aber auch sein, dass die Postbank ihre Kundenbestände bereinigt und die VVN-BdA deshalb loswerden wolle. Sie versucht, profitabler zu werden. Banken dürfen Geschäftsbeziehungen jederzeit ohne Angabe von Gründen beenden, Sparkassen wegen ihres öffentlich-rechtlichen Charakters nicht. Mit Verantwortlichen der Postbank zu sprechen, sei bislang nicht möglich gewesen, sagte Tervooren. „Wir prüfen, ob wir juristisch gegen die Kündigungen vorgehen.“

Postbank und Deutsche Bank schweigen

Der Landesverband hat auch ein Konto bei der Sparkasse, die drei Vereine nicht. „Wir müssen schnell eine Lösung finden“, sagte Tervooren. Er kritisiert, dass die Postbank als Tochterunternehmen der Deutschen Bank mit den Kündigungen die antifaschistische Arbeit erschwert. Die Deutsche Bank war an den Verbrechen des NS-Regimes beteiligt und hat davon profitiert.

Die Postbank will sich auf taz-Anfrage nicht zu den Kündigungen äußern. Sie nimmt auch keine Stellung zu der Kritik des VVN-BdA, dass sie als Tochter der NS-belasteten Deutschen Bank die Konten von Organisationen kündigt, die antifaschistisch tätig sind. Die Deutsche Bank will mit Hinweis auf die Antwort der Postbank keine Stellungnahme abgeben.

Gemeinsam für freie Presse

Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen

Mehr zum Thema
Fotomontage eines wochentaz-Titels und dem Buchcover „Autoritäre Rebellion“ von Andreas Speit

10 Wochen taz + Sachbuch „Autoritäre Rebellion“

Zeiten wie diese brauchen Seiten wie diese: unabhängig, konzernfrei und mit klarer Kante gegen Faschismus, Rassismus und Rechtsruck. Teste jetzt die taz und erhalte das neue Buch „Autoritäre Rebellion“ von Rechtsextremismus-Experten Andreas Speit als Prämie.

  • Das neue Buch „Autoritäre Rebellion“ von Andreas Speit als Prämie
  • Die wochentaz jeden Samstag frei Haus + digital in der App
  • Die tägliche taz von Mo-Fr digital in der App
  • Zusammen für nur 28 Euro

10 Wochen taz + Buch „Autoritäre Rebellion“

Jetzt bestellen

63 Kommentare

 / 
  • Der Aufkleber "Antifaschistisch" bedeutet zunächst mal nichts. Die Frage ist, welche Methoden und Ziele die Organisationen unter diesem Label verfolgen und dass kann sehrwohl im weiten Sinne faschistisch oder fastistoid sein.



    War der Anschlag auf die die Stromversorgung in Berlin eventuell auch antifaschistisch?

    Ich kenne die betroffenen Gruppen nicht genauer aber diejenigen, die ich kenne sind in keiner Weise antifaschistisch - genauso wenig wie viele Leute, die für wahre Demokratie kämpfen, irgendwas für die Demokratie leisten.

  • Banken sollten Bankkonten generell nicht aus politischen Gruenden schliessen duerfen. Das geht jetzt schon seit Jahren so, dass Journalisten oder Vereinen, die sich politisch abseits des Mainstreams befinden, die Konten geschlossen werden, um Spenden und damit effektiv die Taetigkeit, zu unterbinden. Damit wuerde man auch verhindern, dass manch Aktivisten das von Banken fuer den "politischen Gegner" auch noch einfordern, teils erfolgreich.

    Wie so oft frage ich mich, ob der Anspruch, dass solche Entscheidungen in einem Rechtsstaat den Gerichten vorbehalten sind, nicht zu hoch ist und man sich mit dieser Willkuer abfinden muss. Wir haben offenbar nicht nur den Wohlstandshoehepunkt hinter uns, sondern auch den bezueglich Demokratie und Rechtsstaat.

  • Es ist doch mehr als nachvollziehbar, dass einer extremistischen Vereinigung, die verfassungsschutzrelevant beobachtet wird nicht zu dem Kundenstamm einer seriösen Bank zählen muss. Wo ist hier der Skandal? Davon abgesehen hat der "Verein" schon seit 2019 keinen gemeinnützigen Status. Meiner Meinung nach war dieser Schritt längst überfällig.

    • @JMarius:

      Wieder ein Erstkommentierer, der einfach mal behauptet?

      Der Verein wird's überleben. Ihre Zuschreibungen prüfen Sie selbst noch mal für sich in Ruhe nach, wäre mein Vorschlag.

    • @JMarius:

      Als nächstes ist halt die Gedenkstätte Dachau dran. Hauptsache, es wurden vermeintlichen Terroristen das Handwerk gelegt.

    • @JMarius:

      @ JMarius



      Na, dann steht die AfD wohl auch bald ohne Bankverbindungen da...



      Könnte der Auflösung dieser unter gesicherten Verdacht stehenden rechtsextremistischen Partei, beschleunigen. Fein ! 😎

    • @JMarius:

      Die VVN-BdA (eines der Mitglieder war übrigens Konrad Adenauer) wird NICHT vom Verfassungsschutz beobachtet,



      und eine Aberkennung der Gemeinnützigkeit existiert in der realen Welt nicht.

    • @JMarius:

      Na, extra angemeldet um zu trollen?

      Hören Sie auf hier Lügen zu verbreiten.

      Die VVN-BdA wurde letztmals 2019 im bayerischen (!) Verfassungsschutzbericht als "extremistisch" geführt, danach gab es einen Rechtsstreit um die Gemeinnützigkeit des Vereins, die weiterhin besteht.

      "Mit der Einstellung der Beobachtung der VVN-BdA durch den bayerischen Verfassungsschutz 2022 wird die Vereinigung nicht mehr von Verfassungsschutzbehörden beobachtet"

      Quelle: de.wikipedia.org/w...und_Antifaschisten

      An die Mods: schmeisst doch solche offensichtlichen Lügen verbreitenden Troll-Konten hier raus.

      @JMarius: habe Ihr Konto umgehend gemeldet. Kritisch diskutieren = ja, Lügen verbreiten = nein.

    • @JMarius:

      Ach Marius, einfach weniger Bild lesen oder NIUS schauen

    • @JMarius:

      Ja welche Extremisten denn? Kuschen vor einem in den Faschismus abgleitenden Staat sollte zu denken geben. Wer da lieber mitläuft.. naja, die Geschichte hat genug Beispiele.

  • Hier wird das Konto eines Vereins von einer Privatbank gekündigt, und schon könnte man beim Durchlesen der Kommentare denken, dass der Untergang des Abendlandes kurz bevorsteht, bzw. das die Diktatur nur noch zwei, drei Tage entfernt ist. Vielleicht wäre es ratsam mit etwas weniger Hysterie an die Sache heranzugehen, dann hat man noch genug Zeit und Kraft sich über WIRKLICHE Missstände aufzuregen...

    • @MarsiFuckinMoto:

      Der Untergang des Abendlandes steht nicht bevor, er ist voll im Werden. Überall erstarken die rechten Kräfte und rundherum wird abgewiegelt. Es hört sich an wie früher, wo man die Anfänge nicht sehen wollte. Mit „Kleinigkeiten“ fängt es an.

    • @MarsiFuckinMoto:

      Whataboutism detected.

  • Warum ist die VVN-BdA eigentlich bei der Postbank geblieben nachdem sie von der Deutschen Bank übernommen wurde? War damals die NS-Vergangenheit unbekannt - oder wollte man einfach die höheren Sparkassengebühren vermeiden? Ist eigentlich eine linksextremistische Vergangenheit nicht kritikwürdig?

    • @FraMa:

      Na für sojet wie se - aber immer! Woll

    • @FraMa:

      Klaro. Abs & Pferdmenges in memoriam - wa!



      Wo kommwer denn dahin! Newahr



      Normal & Kölle Alaaf 🥳

  • Warum eine solche Organisation ausgerechnet bei der Deutschen Bank Konten haben wollte bzw. hatte wäre interessant gewesen zu erfahren. Letztendlich ist der VVN-BdA bei einer Sparkasse wohl besser aufgehoben.

    • @Nachtsonne:

      Was hat das mit dem skandalösen Verhalten der Banken zu tun?

      • @Perkele:

        Wieso ist das Verhalten der Banken skandalös?



        Würden sie an den Kontoverbindungen festhalten, wären das Verstösse gegen OFAC-Sanktionslisten, die Banken würden vom USD-Zahlungsvekehr ausgeschlossen, und das wäre dann ihr definitives Ende.



        Die Banken kann man für vieles kritisieren, hier sehe ich es eher weniger.

      • @Perkele:

        Ich kann kein "skandalöses" Verhalten erkennen. Die Bank hat hier quasi "Hausrecht" und bestimmt selbst, wen sie als Kunden haben will und wen nicht. Auf dieser Grundlage kann dann jeder selbst bestimmen, ob er/sie ebenfalls dort ein Konto eröffnen möchte. Und wenn es stimmt, dass dem Verein schon vor Jahren die Gemeinnützigkeit entzogen wurde und vom Verfassungsschutz beobachtet wird: Dann kann ich hier nicht mal einen ("moralisches") Fehlverhalten der Bank erkennen. Wäre es ein rechtsgerichteter Verein ohne Gemeinnützigkeit unter Beobachtung des Verfassungsschutzes gewesen, würde der Artikel sich vermutlich etwas anders lesen...

  • Bei Trump und Epstein scheint es die Deutsche Bank nicht so genau genommen zu haben, passt irgendwie zur unsäglichen Geschichte des Hauses.

  • Bitte nicht beschweren, denn vor Jahren haben hier alle Kontokündigungen Rechter bejubelt und auch aktiv angestrebt..



    War klar, dass das auch gegen links geht, wenn es denn politisch passt. Einmal eingeführt wird man das nicht mehr los.



    Niemals böse Methoden gutheißen, wenn sie scheinbar "nur" die richtigen Treffen..

    • @Petzi Worpelt:

      Sind Sie wirklich so blind, dass Sie den Unterschied nicht sehen wollen?

    • @Petzi Worpelt:

      Whataboutism detected.

      Hufeisen detected.

    • @Petzi Worpelt:

      Wie Recht Sie haben. Ich schreib mir diesbezueglich schon seit Jahren die Fingern wund, aber die Silberne Regel der Ethik und Moral ist im aktivistischen Moralismus leider in Vergessenheit geraten.

    • @Petzi Worpelt:

      Korrekt, vor jeder Aktion bedenken, dass dies auch umgekehrt passieren kann. Dann darf man sich auch nicht beschweren!

  • Wenn sich ein Wirtschaftssystem gegen uns wendet, muss es weg.



    Dass es nur noch um Gewinne geht ist das Eine.



    Dass man das vorhandene Wirtschaftssystem jetzt auch noch gegen uns wendet um uns rechtsradikale Ansichten aufzuzwingen, geht noch einen Schritt weiter.



    Von mir aus kann das weg und zum Beispiel durch selbstverwaltete GNUTaler ersetzt werden.



    Wir haben den US-Kapitalismus auch schon zu lange geduldet, uns alles kaputt machen lassen von den glorifizierten Leitsätzen. Die Prinzipien "Bruttosozialprodukt" und "Gewinnsteigerung" sind schon lange kaputt, aka "absurd".

    • @realnessuno:

      Gegen wen wendet sich das Wirtschaftssystem? Gegen die Gruppe? Die können sich doch eine andere Bank suchen um eine Geschäftsbeziehung aufzubauen? Wenn aber keine Bank oder Sparkasse mit Ihnen arbeiten will, dann liegt der Grund ggf. auch einfach an der Gruppe und nicht den Banken, die sich verschworen haben!

    • @realnessuno:

      Wer ist "uns"?

  • In der VVN-BdA gab es auch den ein oder anderen moskaunahen Menschen - es waren jedoch auch die Kommunisten, die mit Sozialisten, Sozialdemokraten und Gewerkschaftern als erste in den KZs oder unter den Knüppeln landeten.



    Die Bank wird sich wegducken wollen. Die Sparkasse wird hoffentlich einspringen. Mit Buren-Südafrika kungeln und Antifaschisten vergrämen - das gibt null Sympathiepunkte für die Deutsche Bank (vom notorisch niedrigen Servicelevel mal zu schweigen).



    Schade um die einst saubere Postbank!

  • "Sie nimmt auch keine Stellung zu der Kritik des VVN-BdA, dass sie als Tochter der NS-belasteten Deutschen Bank die Konten von Organisationen kündigt, die antifaschistisch tätig sind." Wenn die VVN-BdA der Bank die Vergangenheit ihrer Mutter, der Deutschen Bank, vorwerfen, wieso hatten sie da noch ein Konto? Die Postbank wurde schon 2012 von der Deutschen Bank vollständig übernommen, Zeit genug, um z.B. zur GLS-Bank zu wechseln. Wobei diese Bank im vorauseilendem Gehorsam jetzt auch Konten von linken Organisationen und Vereinen kündigt...

  • Ein richtiger und wichtiger Schritt der DB

  • Wer mit Putin kollaboriert, ist kein Antifaschist.

  • "Die Deutsche Bank war an den Verbrechen des NS-Regimes beteiligt und hat davon profitiert."



    Und die Deutsche Bank hat dafür gesühnt - wieso bleibt das unerwähnt?



    Ende der 1990er gab es in den USA mehrere Klagen gegen deutsche und amerikanische Großunternehmen die Zwangsarbeiter beschäftigt und von der Zusammenarbeit mit dem NS profitiert haben.



    Neben der Deutschen Bank saßen damals auch die Lufthansa, Dresdner und Commerzbank, BASF, etc, auch Ford und General Motors (die hegten rege Geschäftstätigkeiten mit Deutschland während des NS) auf der Anklagebank.



    Im Zuge dessen wurde auch die Stiftung EVZ (Erinnerung, Verantwortung und Zukunft) gegründet, mit dem Ziel Entschädigungen an Zwangsarbeiter zu zahlen.



    Seit Abschluss der Zahlungen widmet sich die EVZ humanitären Projekten.



    Der Beitritt der Deutschen Bank zur EVZ war sogar Vorbedingung des jüdischen Weltkongress für die Fusion mit der amerikanischen Bankers Trust, durch die die Deutsche Bank damals zur größten Bank der Welt wurde.



    Der Grundsatz eines jeden fairen Strafprozesses in unserem Strafrecht lautet: "ne bis in idem" - das Verbot der Mehrfachbestrafung.



    Die Deutsche Bank hat gesühnt, damit ist sie rehabilitiert.



    Ende.

    • @Antje1971:

      @ Antje 1971



      Eine Bank, wie die Deutsche Bank, die massiv Geschäfte mit der Rüstungsindustrie betreibt, ist völlig indiskutabel und NIE rehabilitiert ! ENDE !

    • @Antje1971:

      Ok Ok Wiiwerfassenacht - da wollmer mal nicht so sein! But

      “Die Deutsche Bank war an den Verbrechen des NS-Regimes beteiligt und hat davon profitiert."

      “Und die Deutsche Bank hat dafür gesühnt - wieso bleibt das unerwähnt?“



      Gesühnt? Mach Bosse - wa!



      Und Abs & Pferdmenges - sahen immer sowas von gesühnt aus! Woll



      Nich tonn uthollen ever rein tonn katolsch warrn! 🙀🥱🥳

      unterm——*1971



      Wenn ich ehra Invektiven so deffilieren lasse:



      Beeten jung un weet vonne Steenstroot nix aff

    • @Antje1971:

      Kann schon alles sein. Worum es aber eigentlich geht ist, dass auch daraus gelernt werden sollte. Eigentlich.

    • @Antje1971:

      Ah ja, ein wenig Geld und alles ist vergessen.



      So wie bei Epstein. Es ist doch alles so einfach wenn man viel Geld hat.

  • Es wird höchste Zeit, dass die Bundesregierung etwas gegen diese Angriffe auf die Zivilgesellschaft unternimmt.

    Mir ist natürlich klar, dass das auf absehbare Zeit nicht passieren wird, sind es doch Angriffe auf den Teil der Zivilgesellschaft, den auch die Union nur zu gerne loswerden würde.

    • @pumble:

      Welchen Angriff sehen Sie hier? Eine Privatbank die eine Private Geschäftsbeziehung mit einer Gruppe aufkündigt. Joa wo hier der Staat eingreifen soll erschließt sich nicht.



      Wenn am Ende niemand mit der Gruppe zutun haben will, dann sollte die Gruppe sich eher fragen, wieso das so ist.

      Zur Not kann man ja auch eine "Linke Bank" eröffnen... Warum gibts die eigentlich nicht? Wird ggf. Gründe haben.

  • Wenn man schon erwähnt dass die Deutsche Bank eine Nazivergangenheit hat, dann kann man auch erwähnen dass die SPD bis vor kurzem ein Unvereinbarkeitsbeschluss mit dem VVN-BdA hatte.

    • @Tim Hartmann:

      Bis vor kurzem ist gut. Bis 2010.

    • @Tim Hartmann:

      Was hat die SPD damit zu tun, machen die jetzt in Banken?

  • OK - ich zeig der Postbank wo der Hammer hängt und löse mein Postsparbuch auf.

  • Was macht der VVN überhaupt bei der Postbank / Deutschen Bank? Eine ohnehin fragwürdige Geschäftsbeziehung.

  • War es nicht Bert Brecht, der singemäß sagte:



    Es braucht mehr kriminelle Energie eine Bank zu eröffnen, als eine Bank auszurauben

  • Die Deutsche Bank war an den Verbrechen des NS-Regimes beteiligt und hat davon profitiert.

    Wie genau hat die Bank von heute davon profitiert?

    • @Donni:

      Die meisten großen Unternehmen würde es heute nicht, oder nicht in dieser Form geben hätten sie nicht massiv von den Nazis profitiert.



      Aber ja, kann man auch einfach vergessen. 🤦

    • @Donni:

      Das wird ja so im Artikel überhaupt nicht behauptet - "Die Deutsche Bank war an den Verbrechen des NS-Regimes beteiligt und hat davon profitiert" ist völlig korrekt. Im Übrigen ist es schon sehr naheliegend, dass ein Rechtsnachfolger vom Geschäftserfolg des Vorgängers profitiert.

    • @Donni:

      Die Frage meinten Sie nicht ernst? Oder ich verstand Sie vielleicht auch noch nicht.



      Wenn Ihr Großvater Ihnen dubiose Goldzähne vererbt und das größte Gasthaus am Ort, profitieren Sie davon, oder?

    • @Donni:

      Lesen Sie es doch einfach nach? Selbst das Historische Institut der Deutsche Bank legt dar wie das Unternehmen in der Nazizeit Geschäfte gemacht hat, Auschwitz mitfinanziert hat und insgesamt profitierte.

      Wieso solche Fragen in den Raum stellen anstatt nach einer kurzen Suche sich einfach mal selbst informieren?

    • @Donni:

      Die Verbrechen des NS-Regimes verjähren nicht.

      • @pumble:

        Joa, dann sind alle Unternehmen, welche älter als Gründungsdatum 1945 jetzt mitschuldig und müssen Reue zeigen.



        Das mag vlt für die Menschen gelten, aber die Unternehmen haben nichts mehr mit der NS-Zeit zu tun!

      • @pumble:

        "Die Verbrechen des NS-Regimes verjähren nicht."



        Dann darf auch niemand mehr Mercedes fahren oder Porsche oder VW.



        Dann kann man aber nur hoffen, das diese Aussage auch so konsequent ist, das zukünftig niemals mehr russische Produkte gekauft werden.



        Jetzt ist nur noch die Frage, wer bestimmt, ob und wann Verbrechen verjähren, oder auch nicht. Und die Deutsche Bank, wie auch die von mir genannten Firmen waren Unterstützer und Nutznießer. Gehörten aber nicht zum NS-Regime. Wenn Sie ihren Satz nur auf die damalige politische Führung beschränken, stimme ich Ihnen zu.

        • @Oleg Fedotov:

          Was für Russische Produkte?? 🤔🤔🤔

          • @Thomas Böttcher:

            Russisch Brot natürlich.



            Aus Fossil werden wir so oder so jeden Tag mehr aussteigen (müssen).



            Kehren wir aber zu Donnis dolomitensteiler Suggestion zurück, die Deutsche Bank habe nicht profitiert. Hat sie aber, wie sehr viele andere auch.



            Was jeder dann daraus macht, sei freigestellt.

          • @Thomas Böttcher:

            Bis vor kurzem gab es bei uns in der Gegend sogar noch einen Lada-Händler.



            Aber es geht dabei eher um Öl, Gas, Brennstäbe oder z.B. Kaspersky-Software. das betrifft aber halt nicht den Privat-Verbraucher.



            Zugegeben nur Kleinigkeiten. Aber der russische Wodka (vor Ort) war wirklich gut. Und ohne dicken Kopf danach.



            Und was ist mit den ganzen "russischen" Läden hier in Deutschland z.B. Mix-Markt?

  • Es ist erschreckend, wie weit der vorauseilende Gehorsam gegenüber Trump in der deutschen Bankenlandschaft mittlerweile um sich greift. Dass dort allgemein wenig Rückgrat, gar Mut vorhanden ist weiß jeder, der mit den sich selbst so nennenden "Bänkern" zu tun hat. Dass es allerdings schon soweit an Mut fehlt hätte ich nicht gedacht. In Abwandlung eines alten Witzes: Wie sieht die Kriegsflagge deutscher Banken gegenüber USA aus? Weißes Eurozeichen auf weißem Grund.

    • @Josef 123:

      US-Geschäft riskieren oder ein paar Typen verlieren, die einen als Bank sowieso hassen. Die Wahlt fällt wohl nicht schwer.

    • @Josef 123:

      Das hat mit *Mut* überhaupt nichts zu tun. Ich erkläre es Ihnen gerne: wenn ein Finanzinstitut irgendwo auf der Welt die Sanktionslisten der USA (genauer gesagt der Behörde OFAC) nicht berücksichtigt, wird vom USD-Zahlungsverkehr ausgeschlossen.

      Und das "erschwert" die Arbeit nicht bloss (wie in einem Artikel zum Thema hier in der taz geschrieben wurde), sondern dann kann die Bank/Sparkasse gleich dichtmachen.

      Ist ein heikles Thema, weil die USA damit ihr Recht weltweit durchsetzen können. Ändert sich erst, wenn der USD nicht mehr die Welt-Leitwährung ist. Aber davon sind wir weit entfernt.