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AfD-Umfragehoch vor den Ostwahlen Wirtschaft statt Moral

Gastkommentar von

Janina Mütze

Die ideologisch Gefestigten können die demokratischen Parteien nicht von der AfD zurückholen. Anders sieht es bei wirtschaftlich Frustrierten aus.

W er die politischen Talkshows und Interviews dieser Wochen verfolgt, erlebt ein wiederkehrendes Muster der Hilflosigkeit. Als Reaktion auf den Höhenflug der AfD liefern Po­li­ti­ke­r:in­nen und Be­ob­ach­te­r:in­nen des politischen Betriebs die immer gleichen Sätze: Die AfD wolle zurück in die Zeit vor Adenauer, ihr dürfe man das Land nicht überlassen. Es wirkt wie der verzweifelte Versuch, der Wählerschaft nachzuweisen, dass die Partei für historische Rückwärtsgewandtheit steht.

Hinter dieser Strategie steckt aber ein Irrtum: Das politische Establishment hält die AfD im Kern noch immer für eine reine Protestpartei. Man redet sich ein, dass Menschen ihr Kreuz nur aus Frust dort machen und im Zweifel damit gegen ihre persönlichen wirtschaftlichen Interessen handeln. Entsprechend groß ist die Hoffnung, die Partei werde sich mangels Substanz irgendwann selbst entzaubern.

Doch diese Erzählung geht an der Realität vorbei. Vor allem jüngere Wählergruppen haben keine Angst vor historischen Vergleichen; das NS-Regime ist für sie weit weg. Sie wählen die AfD heute nicht mehr trotz, sondern auch wegen handfester wirtschaftlicher Erwartungen.

Janina Mütze

Janina Mütze, geboren 1990, ist Mitgründerin und Geschäftsführerin des Berliner Marktforschungsinstituts Civey. Sie ist studierte Volkswirtin.

Unsere Daten zeigen, dass viele Un­ter­stüt­ze­r:in­nen in Ost und West die AfD als ökonomische Zukunftshoffnung wahrnehmen – ob sie diese Hoffnung ansatzweise einlösen würde, steht auf einem anderen Blatt. Bei der Frage, welche politische Kraft die drängendsten Probleme des Landes lösen kann, führt die AfD laut unseren aktuellen Umfragen vor der CDU/CSU. Die Verschiebung zeigt sich auch in der Wirtschaftspolitik: Mit 27 Prozent liegt die AfD bei der ökonomischen Kompetenz inzwischen auf Augenhöhe mit der Union. Dass die AfD keine Wirtschaftskompetenz besitze, ist eher die Sichtweise der politischen Konkurrenz; die Wählerschaft bewertet das längst anders. Das ist vor allem für die CDU bitter, immerhin ist Kanzler Friedrich Merz mit dem Versprechen angetreten, als Wirtschaftskanzler die Konjunkturwende einzuleiten.

Ökonomische Erwartungen sind im Gegensatz zu Identitätsfragen verhandelbar

Natürlich bleiben andere Themen wichtig: Eine aktuelle Civey-Befragung unter Menschen, die sich vorstellen können, die AfD zu wählen, hat gezeigt, dass 75 Prozent sich davon erhoffen, dass die AfD die Migration begrenzt. Die schärfere Migrationspolitik von Innenminister Alexander Dobrindt erreicht diese Wäh­le­r:in­nen nicht. Direkt hinter dem Wunsch nach sicheren Grenzen (42 Prozent) folgt aber das ökonomische Argument: 37 Prozent verknüpfen ihr Kreuz mit der Erwartung, dass die Wirtschaft wieder Aufwind erlebt. Bei diesen ökonomischen Erwartungen gibt es übrigens kaum Unterschiede zwischen Ost (39 Prozent) und West (35 Prozent). Die Sehnsucht nach neuer wirtschaftlicher Dynamik bewegt die Wählerschaft im gesamten Bundesgebiet.

In der AfD-Wählerschaft vereint sich ein ideologisch gefestigter Kern mit einer pragmatischen, ökonomisch getriebenen Schicht. Wer sein Kreuz aus wertkonservativer Überzeugung setzt oder Zuwanderung fundamental ablehnt (49 Prozent), bleibt für die demokratische Konkurrenz auf absehbare Zeit unerreichbar. Anders verhält es sich mit jenen Menschen, die wirtschaftliche Motive antreiben. Die Erwartung, dass die AfD die eigene finanzielle Situation verbessert (75 Prozent), entspringt keinem festgefügten Weltbild, sondern ist eine pragmatische Erwartung. Die Hoffnung auf Wohlstandssicherung wird zum zentralen Wahlgrund.

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Die taz ist eine unabhängige, linke und meinungsstarke Tageszeitung. In unseren Kommentaren, Essays und Debattentexten streiten wir seit der Gründung der taz im Jahr 1979. Oft können und wollen wir uns nicht auf eine Meinung einigen. Deshalb finden sich hier teils komplett gegenläufige Positionen – allesamt Teil des sehr breiten linken Meinungsspektrums.

Die gute Nachricht ist: Wer aus wirtschaftlicher Erwartung wählt, entscheidet nicht unumkehrbar. Ökonomische Erwartungen sind im Gegensatz zu Identitätsfragen verhandelbar. Wirtschaftspolitik lässt sich in konkreten Zahlen, Entlastungen und Investitionen messen. Wenn es der politischen Konkurrenz gelingt, eigene, glaubwürdige Konzepte für Wohlstand und Stabilität vorzulegen, entzieht sie der Partei bei den ökonomisch Motivierten die gesamte Wahlgrundlage. Diese Wäh­le­r:in­nen­grup­pen fordern messbare Ergebnisse. Es geht ihnen um ein Land, das seine Wettbewerbsfähigkeit zurückgewinnt und seine Wirtschaft spürbar ankurbelt, getrieben von der tiefen Frustration, immer höhere Abgaben zu leisten, während sich an den großen, strukturellen Problemen des Landes nichts ändert.

Nicht nur Frust

Es ist dieser Pragmatismus, der die anstehenden Landtagswahlen im Osten maßgeblich bestimmen wird. Wer im September in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, wo die AfD in den Umfragen teils deutlich vorne liegt, seine Stimme abgibt, handelt längst nicht mehr nur aus reinem Frust. Die Menschen verknüpfen ihr Kreuz mit handfesten ökonomischen Erwartungen an die Zukunft.

Weil Deutschland seine Wettbewerbsfähigkeit jedoch dringend zurückerlangen muss, läuft die rein moralische Abgrenzung völlig ins Leere. Für die demokratische Mitte bedeutet das: Die eigentliche, gewaltige Aufgabe liegt nicht im moralischen Diskurs. Wer Menschen zurückgewinnen will, muss eine Zukunftsvision entwickeln, die sie wirklich mitnimmt.

Entscheidend ist, ob die Menschen das Gefühl haben, dass sich im Land tatsächlich wieder etwas bewegt. Wer erlebt, dass Unternehmen investieren, Infrastruktur modernisiert wird und die eigene finanzielle Situation wieder planbarer wird, bewertet die Zukunft anders als jemand, der täglich nur von Krise und Niedergang hört. Die AfD profitiert von einer Stimmung, in der viele davon überzeugt sind, dass Deutschland auf dem falschen Weg sei. Die wirksamste Antwort darauf ist weder Empörung noch Beschwichtigung, sondern der sichtbare Beweis, dass dieses Land (wirtschaftliche) Probleme lösen kann.

Der ideologische Kern der AfD ist klein. Der politische Wettbewerb entscheidet sich bei jenen Menschen, die ihre Stimme an wirtschaftliche Erwartungen knüpfen. Genau deshalb ist die ökonomische Glaubwürdigkeit der demokratischen Parteien heute wichtiger als jede moralische Abgrenzung.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

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20 Kommentare

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  • Ressourci

    Wenn wir also wieder 2% Wirtschaftswachstum haben, dann wählen die Menschen wieder CDU und SPD und die AfD fällt wieder unter 5%?



    Wenn diesen Menschen im Rahmen der Maßnahmen zur Wiederbelebung der Wirtschaft die Löhne un der Urlaub gekürzt werden oder sie ihren Job an die KI verlieren, dann werden sie sich ganz gewiss nicht von der AfD abwenden.



    Hier gilt: Wasch mich aber mach mir den Pelz nicht nass!



    Die Menschen haben nie genug und wollen immer mehr, die Folgen sehen und spüren wir gerade tagtäglich in Form von Hitzewellen. Aber egal, die Wirtschaft muss wachsen und alles wird gut in Anlehnung an das gerade hängende Wahlplakat der FDP: Wirtschaft gut, alles gut.



    Dabei vergessen die Menschen aber, dass wir unseren Zenith überschritten haben, ein immer meht geht nicht mehr sondern jetzt geht es darum den Kuchen fair zu verteilen. Aber statt Parteien zu wählen, die eine Umverteilung fordern, wird die Partei gewählt die ein neoliberales weiter so fordert.



    Diese Menschen wird man nicht zurückgewinnen, denn sie leben in der Bubble des ewigen Wachstums und betrachten jede Einschränkung als eine ungerechtfertigte Zumutung.

  • Demokrat

    Ein sehr guter Artikel.



    Nüchterne Analyse.



    So geht's

  • rero

    "Der politische Wettbewerb entscheidet sich bei jenen Menschen, die ihre Stimme an wirtschaftliche Erwartungen knüpfen. Genau deshalb ist die ökonomische Glaubwürdigkeit der demokratischen Parteien heute wichtiger als jede moralische Abgrenzung."

    Wäre eigentlich eine gute Botschaft,

    Die AfD müsste an sich leicht eingehegt werden können,

    Aber welche Partei besitzt denn wirtschaftliche Glaubwürdigkeit?

    Mir fällt gerade keine ein.

  • Andreas Flaig

    "Die Hoffnung auf Wohlstandssicherung wird zum zentralen Wahlgrund."

    Ja klar. Jetzt kommen die Dümmsten auch noch drauf.



    Die AfD macht ein Wirtschaftsprogramm, das uns retten wird.



    Ich hätte jetzt einiges erwartet, aber ausgerechnet das nimmt die Lachmuskeln in Anspruch. (nach dem Lachen kommt das weinen)

    "Die eigentliche, gewaltige Aufgabe liegt nicht im moralischen Diskurs. Wer Menschen zurückgewinnen will, muss eine Zukunftsvision entwickeln, die sie wirklich mitnimmt."

    Das ist schön gesagt. Leider wurden all diese Möglichkeiten schon verzockt.



    Lobbystenzocker.

  • Karl Murx

    Die wenigsten Bürger lehnen Zuwanderung fundamental ab. Die meisten Bürger wissen dass dieses Land Zuwanderung braucht, um wirtschaftlich konkurrenzfähig zu bleiben.

    Was die Leute ablehnen ist unkontrollierte Zuwanderung, eine direkte Folge des real existierenden Asylsystems.

  • Axel Schäfer

    Da sieht man unser allgemeines Bildungsproblem, wenn 75% der potentiellen AgD Wähler erwarten, dass das in sich und den Konsequenzen komplett unlogische AgD Programm den persönlichen Wohlstand erhalten oder gar steigern könnte, dann kann man nicht in Zusammenhängen denken oder hält sich unbegründeterweise für einen Teil der reichsten 5000. Aber viele haben ja auch gedacht Merz hätte Wirtschaftskompetenz.

  • StevenK

    Die AfD hat im Bundestag 2022 gegen die Erhöhung des Mindestlohns gestimmt

    Die Partei will zurück zur Kohleverbrennung und zur Atomkraft.

  • Sole Mio

    Das der ideologische Kern der AFD klein ist und nicht der Zahl der Wählerstimmen oder Umfragewerte entspricht, dafür habe ich mir hier immer wieder eine Watschn geholt.

    Die AFD ist für sicherlich 80% ihrer Wähler auch nicht die Partei, der wirtschaftliche Kompetenz zugesprochen wird.

    Es müssen sich doch all die Parteien, die regieren oder die letzten Jahre mitregiert haben, an die eigene Nase fassen, dass sie allesamt Wählerinnen und Wähler verlieren. Hier fehlt jedoch mehrheitlich die Selbstreflexion und teilweise die Erkenntnis nicht mehr zu ihren Werten zu stehen.



    Oder sind Grün, Rot, Schwarz und Gelb noch die Parteien, die sie noch vor Jahren waren? In diesen Parteien brodelt es auch intern, da deren Mitglieder unzufrieden sind.

    Einige davon gehen nach links, die Mehrzahl nach rechts.

  • My Sharona

    Dumm nur, dass das, was wirtschaftlich notwendig wäre, um ein gutes Leben in Deutschland weiterhin zu ermöglichen, bei der AfD, aber auch bei anderen Mitgliedern der neoliberalen Megakoalition als Teufelszeug gilt. Die meisten AfD-Wähler*innen (so wie viele Wähler*innen anderer Parteien) wollen, dass es im Land wirtschaftlich aufwärts geht, ohne, dass es sie tangiert. Aber dieser Wunsch ist angesichts der Multikrise (Ökologie, Demographie, KI, wirtschaftlicher Aufstieg des Globalen Südens, neue sicherheitspolitische Weltlage) schlichtweg nicht erfüllbar. Es müssen Steuern erhöht und es muss sinnvoll investiert werden. Nur dass es bei den anstehenden Belastungen gerecht zugehen wird, wird niemand glauben, der schon mehr als drei Tage in diesem Land lebt. Vielleicht haben ja die Linken unter den US-Demokraten Recht, die sagen, dass nur economic populism die Demokratie retten kann. Wissen tun das natürlich viele in linken Parteien weltweit, aber der Populismusbegriff ist in den USA nicht so stark stigmatisiert.

  • Don Geraldo

    Seit der Wiedervereinigung haben CDU. CSU, SPD, FDP und Grüne in den verschiedensten Konstellationen im Bund regiert. Auf Landesebene hat auch die Linke schon Regierungsverantwortung gehabt.

    Daß die AfD in diesem oder jenem Bereich keinerlei Kompetenz habe, ist erst mal nur eine Hypothese. Die anderen Parteien haben ihre Inkompetenz dagegen schon oft genug nachgewiesen.

  • Astrid Sehnefeld

    Ein hervorragender Artikel, aber die Einsicht kommt viel zu spät.



    Und es gibt genügend Stimmen, die das schon lange predigen, aber es wollte keiner (zu)hören.



    2015 herrschte Willkommenskultur, weil es der Masse gut ging.



    Der enorme Zustrom von Migranten hat aber massiv unsere Systeme belastet, denn es kostet nunmal Unsummen Millionen Menschen aufzunehmen und zu versorgen. Auch Wohnungsmangel und daraus resultierende Mietsteigerungen, Kita und Lehrermangel und natürlich auch die riesigen finanziellen Löcher in den gesetzlichen Krankenkassen wurden durch den millionenfachen Zuzug verschärft.



    Es ist richtig, dass uns diese Menschen perspektivisch die Rente sichern und durch Steuerabgaben irgendwann auch die Sozialsysteme stützen, aber das ist Musik von morgen und übermorgen.



    Das wurde aber konsequent kleingeredet.



    Corona und der Überfall Russlands verstärkten die Alltagskosten enorm.



    Der AfD wurde so perfekt das Feld bestellt - Neiddebatten können nur flächendeckend fruchten wo Mangel herrscht.



    Merz redete im Wahlkampf als ob er dies verstanden hätte, sein Handeln aber steht dem komplett entgegen.



    Das hat den Frust maximal verstärkt und auch 'die Mitte' scharenweise zur AfD getrieben.

  • Grauton

    Daher halte ich ein Verbot eben auch für wirksam bzw. zumindest effektiv. Es wird den nicht ideologisch gefestigten Mitgliedern die Frage stellen, ob sie diesen hohen Preis, Teil einer verbotenen Partei zu sein, tatsächlich bezahlen wollen oder ob es nicht doch andere Möglichkeiten gibt.

  • Tom Farmer

    Gut geschrieben, gut analysiert.



    Ich sehe das letztlich immer noch als weitgehenden und lupenreinen Protest, gegen die Etablierten denen das nicht mehr zugetraut wird und sich aif vielen Feldern nix bewegt. Und das ganze seit vielen Jahren. Letztlich sind auch unpünktliche Bahnen, ewige Baustellen, kaputte Schulen.... Auswuchs der Ökonomie, die mangelt.

  • Ingo Bernable

    Rechtsextremisten an die Macht zu befördern weil man denen - völlig egal ob zu Recht oder zu Unrecht - Wirtschaftskompetenz zuschreibt gilt jetzt also als "Pragmatismus"!?!



    Selbst wenn man unterstellt, dass man völlig zweifelsfrei und absolut sicher wüsste, dass die AfD die Partei mit der mit großem Abstand allergrößten Wirtschaftskompetenz wäre und in deren Parteigremien ausnahmslos Wirtschaftsnobelpreisträger säßen, würde sich deren Wahl für Demokrat immer noch verbieten weil es eben ungeachtet allen geballten ökonomischen Genies immer noch Rechtsextremisten und völkische Nationalisten wären die regelmäßig wieder damit auffallen selbst vor offensichtlichen und offensichtlich gewollten NS-Reminiszenzen keine Scheu zu haben und letztlich die liberale Demokratie beseitigen wollen. Auf diesen Umstand hinzuweisen mag man als "moralische Abgrenzung" diskreditieren, aber was wenn nicht die Forderung nach unbedingter Moral jeglichen politischen Handelns kann nach Auschwitz deutsche Politik noch leiten dürfen?

  • 1Mj3tI39F

    Aus kurzfristigen ökonomischen Interessen wird eine Partei gewählt, die den menschengemachten Klimawandel leugnet. Was muß eigentlich noch passieren? Ein Sommer mit 50° und Rationierung von Trinkwasser? Nicht, daß die aktuelle Regierung da wirkungsvolle Konzepte hätte. Da fällt den Leuten auch nur ein, den Rhein tiefer zu baggern. Weia :-(

  • oldleft

    Sehr schön am eigentlichen Thema vorbei argumentiert: Für die "ökonomisch Frustrierten" gilt doch wohl:



    es gibt keinen Klimawandel



    Drill Baby drill und wo bleibt das gute lupenreine russische Gas sowie:



    gegen Alles was nach sozial-ökologischer Transformation riecht!



    Und da liegt die Schnittmenge zwischen z. B. Wirtschaftsministerium und AgD.



    Deswegen ist in der illiberalen neoliberalen Sicht der Union und der AgD das Bündnis herleitbar.

  • R.L.

    Und aus diesem Grund sollten konkrete Projekte transformative Potenziale durch progressive Bündnisse bewerben. Initiative solidarische Moderne mit Zukunfts Soli&coole E Mobilität in die Fläche als konkretes Projekt für das ein Wahlbündnis aller 3 Sozialdemokratischen Parteien, diese zusammen wählbar macht und den Leuten damit vor Ort ne alternative zum Abstieg wirtschafdtlich durch unabhängig werden von den autoritären fossilen Kriegsherren : nicht moralisch sondern kokret, weil :Wenn die denken, dass Trump +den Rechtsextremen USA + Europa bestimmen werden, denken die, dass sich das lohnt, aber es ist an die Fossile Kriegswirtschaft gebunden, die keine real lebbare Zukunft schafft. Während nachhaltiger Strom durch Speicher überall mit eigner Bürgerenergie bespeist florierend bis hin zu mehr Kühlepumpen auch, wenns zu heiss wird, das eben vorstellbar machen...dazu auch das was Pickety über den Transformatiosnfonds schreibt, wenn die Reichen nur etwas mehr zur Kasse genommen werden. Es gehr halt dann weniger um Parolen, sondern um Aussichten.

  • DiMa

    Die Analyse mag richtig sein, nur bringt sie in der Sache nicht weiter.

    Die CDU hat möglicherweise Wirtschaftskompetenzen, nur wird sie von ihrem Koalitionspartner (und ab und an auch durch die eigenen Ministerpräsidenten) ausgebremst. Und bei den anderen Parteien spielt Wirtschaft so gut wie keine Rolle.

    Selbst wenn die SPD sich dem Thema stärker annehmen würde, würde die im Ergebnis nur zur weiteren Verzwergung führen.

    Bliebe am Ende nur ein Erstarken der FDP.

  • Gerald Müller

    Ja, das ist ein Argument das einen Teil der AfD Wähler erreichen könnte. Aber, und das wird in dem Artikel nicht angesprochen:: Wie soll das Ziel "die Wettbewerbsfähigkeit erhöhen und die Wirtschaft ankurbeln" denn erreicht werden? Da ist man wohl sofort bei den Forderungen der AfD angelangt: billigere Energie, Abbau der Bürokratie (auch und gerade EU-Bürokratie), Abbau der Vorschriften usw. ich fürchte Schlagworte wie "Grüner Stahl", "Energiewende" usw werden hier nicht auf fruchtbren Boden fallen. Die weredn eher mit dem Niedergang verbunden. Und wer anfäöngt dassm an "nur besser erklären muss" hat eh verloren.



    Und dann ist da natürlich noch die große Frage die von den WählerInnen sofort an die Konkurrenten der AfD gestellt würde: Ihr wart die letzten 20 Jahre an der Regierung und habt alles vermurkst, wer soll euch denn jetzt glauben dass ihr über euren Schatten springt und das Gegenteil von dem macht was ihr bisher gemacht habt? Zumal mit demselben Personal?

  • Encantado

    'Erst kommt das Fressen...'



    Hat sich nix geändert.