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Energiepolitik der BundesregierungDer Irankrieg und die deutschen Heizungen

Kai Schöneberg

Kommentar von

Kai Schöneberg

Die Preisschocks wegen des Irankonflikts zeigen, dass Deutschland sich von den Fossilen lösen muss. Doch die Bundesregierung tut genau das Gegenteil.

Ein Mal ohne und ein Mal mit Solarzellen – Doppelhaus in Marzahn-Hellersdorf Foto: Schöning/imago

D ie Bomben auf Teheran und die Schließung der Straße von Hormus haben direkte Auswirkungen auf Benzin- und Heizungsrechnungen von Millionen Deutschen. An den Tankstellen greifen die Ölmultis seit dem Ausbruch des Irankriegs mit Aufschlägen von 7 Cent pro Liter ungeniert ab. Die Heizölpreise stiegen sogar um fast 20 Prozent.

Reine Zitterprämien ohne große Substanz, denn Europa bezieht kaum Öl aus der Krisenregion. Im Großhandel haben sich die Gaspreise im Vergleich zur vergangenen Woche sogar schon mehr als verdoppelt. Fatal, denn die hiesigen Gasspeicher laufen gerade leer. Ihre Befüllung dürfte in diesem Jahr also besonders teuer werden. Der Lieferant Katar fällt auf jeden Fall vorläufig aus, weil er kein Flüssiggas gen Europa verschiffen kann. Die gestiegenen Energiepreise werden zudem über kurz oder lang die Inflation für alle befeuern.

Die USA führen gerade den zweiten Kriegsschlag ums Öl in diesem Jahr – und die Bundesregierung verstärkt trotzdem weiter unsere Abhängigkeit von fossilen Energien. Bereits die Gaskrise nach dem Überfall auf die Ukraine zeigte, wie verwundbar Europa ist. Nun bestätigen die Preisschocks erneut, dass die Energiewende vergleichsweise günstig ist. Dennoch wickelt Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) die Erneuerbaren ab, um sich bei ihren einstigen Arbeitgebern in der fossilen Industrie anzubiedern.

Sie würgt den Solarboom mit der Reform des Erneuerbare-Energie-Gesetzes ab, zerschlägt die Fundamente der Windkraftfinanzierung mit dem Netzpaket und zementiert die Nutzung von Öl- und Gasheizungen via Gebäudemodernisierungsgesetz. Zudem setzt sie auf noch mehr US-Flüssiggas und will mehr Gas in Deutschland fördern. Dafür will sie auch das wegen seiner Umweltschädlichkeit verbotene Fracking wieder erlauben.

Ach ja: Nicht nur die immer instabilere neue Geopolitik zwingt zu mehr Energiesouveränität. Sie nützt auch dem Klima. Aber das kümmert in der Bundesregierung eh niemanden mehr.

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Kai Schöneberg
Redakteur
Wirtschaftshistoriker, Ausbildung bei der Burda Journalistenschule. Von 2001 bis 2009 Redakteur in Bremen und Niedersachsen-Korrespondent der taz. Dann Financial Times Deutschland, unter anderem als Redakteur der Seite 1. Von 2012 bis 2024 Leiter des Ressorts Wirtschaft und Umwelt.
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73 Kommentare

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  • Die vorläufigen Gewinner der gegenwärtigen Kriege sind keine Demokraten. Ob es Putin, die Gang um Trump, die chinesische Oligarchie oder die vom Westen aufgerüsteten Radikalen um Bibi Netanyahu sind: Immer sind Menschenrechte und vökerrechtliche Vereinbarungen nicht mehr bindend, wenn es um wirtschaftlichen und politischen Einfluß geht. Wo kapitalistische Märkte mit ihrer gigantischen Entwicklung der Produktivkräfte zu Machtverschiebungen zugunsten der Profiteure führen, an ihre Grenzen stoßen, wie es insbesondere im einstigen 'Land der unbegrenzten Möglichkeiten' der Fall war, wenn es die Ökonomie nicht mehr hinbekommt, den gesellschaftlichen Reichtum besser zu verteilen , wie es hierzulande in Wirtschaftswunderzeiten falst bis heute der Fall war, geraten Demokratie und Politik in die Defensive, Wir stellen fest, dass der Globalismus unsere Gesellschaftsform ins Wanken bringt, wenn Klimaleugner und KI-Machtapparate von Trump bis Musk die Herrschaft übernehmen und die tatsächlich entstandenen Abhängigkeiten nachweist. Besser als in der skurilen Vorführung eines 'Demokraten' Merz bei einem entrückten Trump konnte im Oval Office das gar nicht bewiesen werden.

  • Da wird wieder der mögliche Stop von Förderungen privater, kleiner PV Anlagen angeführt. Ich finde das nicht falsch, wenn die damit freiwerdenden Mittel an anderer, effizienterer Stelle zur Förderung regenerativer Energien eingesetzt werden.

    Diese Kleinanlagen sind ineffzienter als Großanlagen und die Förderung unterstützt eine Klientel, die das nicht unbedingt nötig hat. Fördergelder sind nicht unbegrenzt vorhanden, also sollten sie so effizient wie möglich eingesetzt werden.

    • @TomDePhazz:

      Diese Kleinanlagen sind allerdings meist vollständig in den Händen von Einzelpersonen und damit halbwegs außerhalb der Reichweite von Konzernen. Das ist also ein kleienr Beitrag gegen die Verteilung von unten nach oben.

      Und btw: Was ist bitte effizienter als von dem Energieeintrag, der das Gebäude überhitzt etwas abzuzweigen um den Rest dieses Energieeintrages hinauszubefördern?



      (aka: Klimaanlage an Solarpanel auf Dach oder an Fassade)

    • @TomDePhazz:

      Effizienz von Großanlagen ist aber auch deren größte Schwäche. Dezentralisierung geht immer mit einem gewissen Effizienzverlust, dadurch aber mit einem entsprechenden Sicherheitsgewinn einher.



      Wenn nun stattdessen private Speicheranlagen entsprechend gefördert werden, damit die dezentral gewonnene Energie auch dezentral gespeichert werden kann, dann hätte die Änderung ihr Gutes.



      Noch wage ich aber zu bezweifeln, dass Speicher der große Wurf ausgerechnet dieser Regierung sind. Andererseits sind es ja immer die, von denen man es am wenigsten erwartet, die die größten Würfe schaffen.

      • @Herma Huhn:

        In einem hat Tom wahr; die Art der Förderung scheißt wie bei Förderungen üblich auf die größeren Haufen. Sowas wie zinslose Kredite, die mit dem realen Ertrag abgestottert werden können ohne daß mer den Median verdienen muß und nebenbei 5-stellig als Sicherheit auf Tasche hat, wären wohl zielführender.

  • Deutschland hat sich in die richtige Richtung entwickelt, jetzt muss noch mehr getan werden, um von den fossilen Energieträgern weg zu kommen. Je eher Deutschland die Kurve kriegt, desto besser, nachhaltiger wird das. Kleine Preisschocks werden sich aber nicht vermeiden lassen. Die Speicher für Gas hätten übrigens voller sein können, wenn die US-Amerikaner es schaffen, den Iran in wenigen Wochen zu schwächen, wird der Schiffsverkehr wieder anlaufen ... Und dann sinken auch die Preise wieder.

  • Merz und seine Mitstreiter:innen hängen einfach mental in alten Lagern. Da wird eben nicht ergebnisoffen über Alternativen nachgedacht, sondern mehr oder weniger die Faktenlage ideologisch interpretiert. Sicher nicht so vernagelt wie bei der Alternative für Dumpfland, aber erschreckend einseitig. Erinnert stark an alte Abwehrkämofe von SPD und DGB am anderen Ende des ehemaligen politischen Spektrums, oder die monotone sozialistische Betrachtungsweise vieler „postkolonialistischer“ Linker mit ihren permanenten „antiimperialistischen“ Beissreflexen. Irgendwann müssen halt alle für den echten Fortschritt über die ideologischen Schatten ihrer Vorgänger:innen springen, wenn sie denn wirklich weiter kommen wollen.

  • Die Europäische Kommission hat heute die von der Bundesregierung beantragte Gassteuerbefreiung für hocheffiziente Gas- und Dampfkraftwerke (GuD) genehmigt. Bundesumweltminister Jürgen Trittin begrüßte die Entscheidung und sprach von einem bedeutenden Schritt für die Energiewende. Trittin: "Hocheffiziente und umweltverträgliche GuD-Kraftwerke sind ein wesentlicher Baustein einer zukunftsfähigen Energieversorgung. Sie leisten auch einen wichtigen Beitrag, um unser Klimaschutzziel zu erreichen." Die Bundesregierung hatte im Rahmen der zweiten Stufe der Ökosteuer die Steuerbefreiung für GuD-Kraftwerke beschlossen.



    (...)



    Ein GuD-Kraftwerk kann ein Atomkraftwerk ersetzen.

    www.bundesumweltmi...ente-gaskraftwerke

    • @Gast100100:

      2000? Als die Schwatten uns erzählten, die EEG könnten niemals nie nicht mehr als 4% des Energiebedarfs decken? Als sie uns erzählten, die Lichter würden ausgehen, wenn man die AKWs abschaltet? Als sie uns erzählten, ein Mindestlohn würde mehr als 2 Mio zusätzliche Arbeitsplätze kosten? Als Schäuble erzählte, Deutschland sei kein Einwanderungsland? Als Martin Hohmann noch für die CDU im Bundestag saß?

    • @Gast100100:

      Ja, da fings an mit der Energiewende. EEG und so. Diese Grünen aber auch, nix gelernt.

  • Zu Zeiten der Golfkriege hieß das : Weg vom Öl.



    Hat sich nichts geändert. Industriegesellschaften sind echt dämlich.

    • @aujau:

      Billiges und unbedachtes Statement. Wenn man sich nur den Strom anschaut, von 1990 bis heute wurde der Anteil erneuerbarer Energien an der Erzeugung von ca. 4% auf 54% gesteigert. Das soll keine Änderung sein?



      Was gab es denn vor 35 Jahren an alternativer Technik, die noch einigermaßen bezahlbar war?

      • @AndreasM:

        Die grundsätzliche Abhängigkeit von fossilen Energieträgern gibt es immer noch und sie wird durch die Ministerin Reiche forciert. Die alternative Technik hätte vor 35 Jahren wie durch die Aktivisten und Wissenschaftler gefordert, erforscht und ausgebaut sowie gefördert werden müssen. Stattdessen hat man unter der Regierung Kohl bzw Schröder ignoriert und verschleppt.

  • Die Preisschocks wegen des Irankonflikts zeigen wie richtig es ist, dass Deutschland auf Atom- und Kohlestrom verzichtet. Oder so.

    • @Frank Naumann:

      Enwrgy charts helfen bei der Einordnung der Notwendigkeit von Atomstrom.

  • Schauen wir uns doch mal den Januar an. Wieviel Energie kam den da aus den Erneuerbaren?

    Wenn wir geopolitische Energiesouveränität wollen, dann sollten wir über Atomstrom sprechen.

    Alles andere bringt nichts.

    • @DiMa:

      Und wo kommt der Brennstof her?

    • @DiMa:

      49,9%. Schlecht. Lag die letzten Jahre immer über 50%.

    • @DiMa:

      Genau! Eine Superidee!! Der radioaktive, höchstgefährliche Müll betrifft uns ja auch kaum, das ist Sache von etwa 200000 Generationen nach uns. Und sicher ist so ein Kraftwerk allemal, Fukushima oder Tschernobyl sind die Belege dafür. Die Kosten sind extrem gering, nur zig-fach höher als die von Erneuerbaren - alles kein Problem....

      • @Perkele:

        Wenn die erneuerbaren Energien so viel günstiger sind, warum sind dann unsere Strompreise mit die höchsten in Europa?

        • @Stephan Heibges:

          Weil sich jemand mächtig die Tasche vollmacht. Wer? 1x dürfen Sie raten.

        • @Stephan Heibges:

          Weil erstens der Umbau (Windräder aufstellen, Netzaufbau usw.) natürlich erst mal Geld kostet. Wenn die komplette Infrastruktur steht, werden die unschlagbar niedrigen Stromerzeugungskosten die Strompreise senken.

          Und zweitens weil der Strompreis an der Strombörse immer vom teuersten Anbieter, der zugeschaltet werden muss, festgelegt wird, welcher im Augenblick noch Kohle ist (Merrit-Order).

        • @Stephan Heibges:

          Das ist sehr leicht zu beantworten: weil die Händler obszön hohe Preise verlangen und die jetzige Lobby-Regierung sie gewähren lässt, z.T. gar fördert: alles was Erneuerbare angeht, wird blockiert und benachteiligt - das sind die Gründe.

      • @Perkele:

        Manchen Menschen fällt es im Januar halt schwer, sich andere Zeiten und Wetterlagen vorzustellen.



        Wenn der Teller die Größe eines Espressotassen-Untertellers hat, ist der Rand nun mal näher.

        • @Erfahrungssammler:

          Beachtlich ist doch immer nur der Zeitpunkt, an welchem die geringste Energie hergestellt wird und daher aus anderen Quellen kommen muss. In diesem Zusammenhang spielt es dann überhaupt keine Rolle, ob ich im Sommer möglicherweise Überschüsse produziere.

          • @DiMa:

            Das spielt selbstverständlich eine große Rolle! Wenn in 8 von 12 Monaten Strom sehr billig produziert wird, kann man es verschmerzen, wenn es November bis Februar teurer wird.

    • @DiMa:

      Wo wollen Sie mit den Fässern hin?

      • @aujau:

        Genau da hin, wo die bereits bestehenden Fässer hinkommen.

        • @DiMa:

          Na dann wissen Sie mehr, als der Rest Deutschlands.







          Aus einem anderen Taz-Artikel heute:



          "...Dass die Standortsuche deutlich länger dauert, hatte sich bereits vor zwei Jahren abgezeichnet. In mehreren Gutachten und Stellungnahmen war von einer Entscheidung erst in den 2050er, 2060er oder sogar 2070er Jahren die Rede. Bis ein Endlager nach der Benennung eines Standortes gebaut und befüllt wird, werden weitere Jahrzehnte ins Land gehen..."

        • @DiMa:

          Konkret also wohin?

    • @DiMa:

      Wie soll man mit Atomstrom denn Energiesuveränität erlangen? Wo kommt das Uran dafür denn her? Und wo die Technologie? Aus Deutschland auf jeden fall nicht.

    • @DiMa:

      Souveränität mit Heizstäben von Putin....

      • @Retsudo:

        Oder aus Australien bzw. Kanada

    • @DiMa:

      Anteil erneuerbarer Energie am Stromverbrauch (inkl. Import!) in Deutschland:



      Januar 2016: 32%



      Januar 2026: 56% (+24%)

      Die Geschichte fortgeschrieben, sähe das so aus:



      Januar 2036: 80% (+24%)



      Januar 2046: 104% (+24%)







      Wohlgemerkt: Dezember und Januar sind die Monate mit dem geringsten Anteil erneuerbarer Stromproduktion.

      Wozu also Atomkraftwerke? Bis die fertig wären, könnten wir längst durch sein.

      • @Sisone:

        Der Anteil der Erneuerbaren lag im Januar 2026 bei 40 Prozent.

        Und wenn dann noch weitere Elektronutzer hinzukommen (E-Autos, E-Heizungen), dann wird der Gesamtverbrauch ebenfalls steigen.

        Im Moment der größten Dunkelflaute wird niemals genug Erneuerbare zur Verfügung stehen - auch nicht in Form von speichern.

        • @DiMa:

          Man könnte, wenn man wollte, rabiat mehr speichern (auch die Erzeugung von Wasserstoff wäre trotz des schlechten Wirkungsgrades besser, als die Windkraftanlagen etc. abzuschalten). Nur will das niemand.

        • @DiMa:

          Quelle Statista:



          Monatlicher Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung imJanuar 2026:



          "Im Januar 2026 betrug der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung in Deutschland rund 50,9 Prozent. Onshore-Windkraft hat in Deutschland den größten Anteil an der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien."







          Soweit zur StromERZEUGUNG in Deutschland.







          Was den StromVERBRAUCH angeht, lag der Anteil bei 55,7%. Dies begründet durch den Import von Strom, der großteilig aus Erneuerbaren bestand entgegen der Behauptung, dass Deutschland massenweise Kernenergie importiert.

          Für den "Moment der größten Dunkelflaute" sind wir mit zuschaltbaren Gaskraftwerken auch ohne Atomkraftwerke bestens gerüstet.

    • @DiMa:

      Ja, schaun Sie doch mal, was an Windstrom während den Winterstürmen produziert wurde. Wahrscheinlich gar nicht so wenig. Und es gibt auch solche Dinge wie Stromleitungen, die auch im Winter Wasserkraft aus Norwegen und Solar- und Windstrom aus Spanien nach Deutschland bringen.

      • @Kahlschlagbauer:

        Na dann schauen wir uns doch mal den Januar an:



        brilon-totallokal....nd-im-januar-2026/



        Und Norwegen produziert zwar einen ganz ordentlichen Teil seiner Energie aus Wasserkraft, nur für einen Export reicht das halt nicht.

        • @DiMa:

          Das schöne an Wärmepumpen ist, dass sie regelbar sind.



          .



          Aussagen wie "Speicher werden niemals ausreichen" sind Kaffeesatzleserei. In den letzten 10 Jahren haben sich die Kosten für Speicher wie entwickelt? Lithium Ionen, Natrium Ionen, Eisen Phosphat, Solid State, Redux Flow, Schwerkraft, thermische Energiespeicher, ...



          Noch nie gab es so viele unterschiedliche Technologien, die in der Praxis genutzt werden und anders als Pumpspeicher nicht von der Geographie abhängen.



          .



          E-Ladepunkte werden bereits teilweise mit 🔋 ausgestattet, auch das hilft bei Schwankungen.



          .



          Es sei denn wir können wie China, in nur 5 Jahren ein Kernkraftwerk bauen, sind diese vom Zeitplan her keine Option. Und auch China ist bei Solar/Wind und auch Speichern derzeit deutlich schneller als bei Atom.

    • @DiMa:

      Sätze wie "Alles andere bringt nichts" sind selten wahr. Manchmal sind sie, pardon, absurd. Das bisschen Atomstrom zuletzt aus den feinen Attentatszielen haben die Erneuerbaren schon mehrfach wieder reingeholt. Günstiger. Sauberer. Ohne Uranimporte.

  • Ja, die Wirtschaftsministerin ist in erster Linie Lobbyministerin.



    Gemeint ist die Lobby Derjenigen, die in die Zeit zurück wollen, die es nie gab.



    Deutschland ist aber nicht durch solche Schlafmützen groß geworden, sondern durch Unternehmertum, das zukunftsfähige Projekte entwickelt hat.



    Statt derartige Strategien zu fördern, möchten sie und minimerz zurück ins letzte Jahrtausend.



    Was wir nicht brauchen, sind neue Abhängigkeiten.



    Merz Werbetour durch den mittleren Osten erweist sich spätestens seit den Angriffen auf Iran als substanzlos.



    Die Union ist ein Sammelbecken der Unfähigen.



    (Wie auch der Außenmini gerade wieder gezeigt hat).



    Die SPD hingegen hat die Anti-Solar Strategie bereits abgelehnt.



    Es wäre an der Zeit, sie in dieser Sache zu unterstützen, statt für die Arbeit der Union verantwortlich zu machen.



    Das wäre eine Gelegenheit die destruktive Unionspolitik aufzuhalten.



    Es braucht nicht mehr Jammerlapp*Innen, sondern Support an der richtigen Stelle!

  • Was wir mal diskutieren sollten ist der Fakt, dass Verbote durchaus sinnvoll sein können. Verstehe gar nicht, dass das von den Grünen nicht positiver, proaktiv aufgenommen wurde das Geäffe von der konservativen Söder-Seite mit "Verbotspartei Grüne".



    Mir fielen dann schon viele Punkte ein, die einfach verboten gehören, da struntzdumm. 250 km/h auf Autobahnen, neue Ölöfen, VW Golf als steuerlich abgasseitig begünstigtes "Historisches Fahrzeug" und so weiter. Einfach verbieten derlei Quatsch.

    • @Tom Farmer:

      Es gehört zum Aufgabenbereich des Staats zu verbieten. Immer noch besser als gebieten, nebenbei.



      Eine "Freiheit", Dritte kompensationslos zu schädigen durch Fossil und Co., gibt es sicher _nicht. Ohne in die Details einsteigen zu wollen.

  • Warum immer dieser Verbotsmodus.



    Die Verbraucher werden sich immer für die wirtschtschaftlichste Heizmethode, die ihren Geldbeutel schont, entscheiden. Alles was sehr teuer ist oder wird, wird sich nicht durchsetzen. Also den Menschen schon selbst die Entscheidung überlassen wie sie in Zukunft heizen wollen. Etwas mehr Gelassenheit bei dieser von Ideologien getrieben Standpunkten und Diskussionen wäre angebracht.

    • @Filou:

      Toll, mein Vermieter darf seinen Geldbeutel schonen und nochmal eine günstige Gastherme einbauen, während ich die Quittung dafür Zahle. Hier stehen die Interessen verschiedener Gruppen gegenüber, Vermieter und Mieter. Dass der Vermieter ohne Regeln, nenn es gern Verbote, deutlich mehr Macht hat als der Mieter und dass das nicht gut für alle ist muss ich hoffentlich nicht weiter ausführen.

      • @Faya:

        Es ist doch nicht die Schuld des Vermieters, das Sie bei ihm wohnen (müssen). Er könnte ja auch gar nicht vermieten. Und da die Wohnung/das Haus ja immer noch sein alleiniges Eigentum ist, sollte es auch nur ihm überlassen bleiben, wie und womit er heizt. Er muß nur sicherstellen, das Ihre Wohnung entsprechend temperiert ist. Der Rest geht Sie eigentlich gar nichts an.

    • @Filou:

      Ideologie sehe ich bei Reiche und der Union stark. Da werden Fossilheizungen nicht kostengerecht angegangen, Verbrennerautos sowieso nicht.



      Da muss das Spielfeld schon volkswirtschaftlich eben sein.

    • @Filou:

      Lieber Filou, was teuer und was billig ist bestimmt der Gesetzgeber zu einem großen Teil. Wieviel Strom darf Solar und Wind einspeisen? Wer bezahlt für den Netzausbau? Wie sind die Genehmigungsvorschriften für kleine und große Anlagen? Das entscheidet nicht 'der Markt.' Das entscheidet, wer das Regelwerk entwickelt.

  • Also, zumindest der Gasabbau in Deutschland durch Fracking würde eindeutig die Kosten senken und den Ausstoß von Klimagasen reduzieren. Und die Förderung für PV Anlagen auslaufen zu lassen ist ebenfalls nicht pauschal unsinnig. Private Anlagen sollten sich über eine hohe Eigenverbrauchsquote rechnen, indem die Anlagen ausreichend dimensionierte Speicher haben.

    • @Nachtsonne:

      Wenn Sie brennendes Wasser mögen, ist das Ihre Privatsache. Und selbstverständlich produziert auch die Verbrennung von Fracking-Gas CO2

    • @Nachtsonne:

      Viel Spaß dabei, in Mitteleuropa einen Platz zum Fracken zu finden.

      • @nihilist:

        In der norddeutschen Tiefebene findet sich genug Gas, um den deutschen Gasbedarf über Jahrzehnte mit einem guten Anteil (müsste ich nachgucken, aber so 10-15% jährlich schweben mir vor) decken zu können. Betrachtet man Fracking ohne Scheuklappen, dann bleiben nicht viele Probleme bestehen. Einfach mal mit Geologen ohne Parteiausweis sprechen. Einen Platz dafür zu finden ist am Ende eine Frage der Gesetzgebung. Geologisch, technisch und durch die Ökonomische Brille kann man nicht viel falsch machen. Politisch ist das Spielfeld aber hysterisch ideologisiert - da bin ich bei Ihnen.

        • @Nachtsonne:

          Bürgerentscheide (wie bei uns) wollen Windräder verhindern, aber irgendwo sollen mehrere ha große Frackinganlagen entstehen, die Unmengen an Wasser und Chemie verballern???



          Das glauben sie doch selbst nicht.

        • @Nachtsonne:

          Natürlich ist das am Ende eine Frage der Gesetzgebung, wie immer bei der Energieerzeugung. Irgendwer muss eben der Gelackmeierte sein und freiwillig will das niemand.



          Und wenn es drum geht, etwas doch falsch zu machen, habe ich großes Zutrauen in unsere Regierung.

  • Natürlich müssen wir von den "Fossilen" weg, aber das läuft doch schon.



    Aber was ist mit den Menschen, die sich eben keinen "Elektrischen" und sich den Einbau einer Wärmepumpe leisten können?



    Was ist mit den riesigen Kosten, die wir haben, weil Netzausbau und Speicher vernachlässigt wurden und statt dessen massenhaft Windräder und PV gebaut wurden?



    Besonders lustig ist aber eigentlich, das jetzt jede Menge Bsserwisser sagen und schreiben:" Ich usste es, war ja vorhersehbar..usw"

    • @Mr.Brian:

      Wussten Sie und wir.



      Es war die CSU, die die Querverbindung die letzten 15 Jahre sabotierte und danach jankte.



      Es waren die zunehmend überbezahlten Netzbetreiber, die ihre absehbaren Aufgaben nicht erfüllten.

      Erneuerbare sparen immer noch Geld. Der Monopolpreis Merit Order hingegen ist wohl anzugehen, weil es kein Markt ist. Überangebot ist übrigens auch eine Problemlösungsstrategie

  • Was soll man noch sagen oder machen?



    Die Grünen haben jahrelang darauf hingewiesen, wie wir uns bereitwillig mit dem Gas aus der Nord Stream Pipeline von einer miesen Diktatur abhängig machen und den Klimawandel befeuern. Später hauten sie dann fette Prämien für die Anschaffung von Wärmepumpen raus, damit das Heizen hoch effizient und zukünftig bezahlbar wird und wir so von den Fossilen und den Abhängigkeiten weg kommen.



    Und dann feiern wir Habecks Ende und die neue Freiheit im Heizungskeller.



    Wählen tun wir die anderen Parteien, die entweder gerne mit anderen Staaten Geschäfte machen oder gut mit Putin stehen. Wir wollen's doch gar nicht anders.



    Die Nicht-Grünen brauchen ja nicht einmal ernsthaft das Thema einer höheren Selbstversorgung mit klimaschonender Energie verfolgen, um gewählt zu werden. Im Gegenteil: man wählt sie, weil sie das eben nicht tun und so bequem "technologieoffen" sind.

    • @KaosKatte:

      "Die Grünen haben jahrelang darauf hingewiesen, wie wir uns bereitwillig mit dem Gas aus der Nord Stream Pipeline von einer miesen Diktatur abhängig machen und den Klimawandel befeuern"

      North Stream wurde von Schroeder und Trittin gebaut, weil die rotgruene Koalition aufgrund ihres Atomausstiegs eine "Uebergangstechnologie" Gas brauchte, um jemals aus der Kohle rauszukommen. Die Ironie an der Sache ist, dass wir Kohle nun durch Fracking-LNG ersetzen, was noch klimaschaedlicher ist als Kohle. Und wer im Winter Strom mit Fracking-LNG produziert, muss zur Erreichung der Klimaziele dafuer sorgen, dass sowenig Strom wie moeglich verbraucht wird. Deshalb haben wir hohe Strompreise, die zur Deindustrialisierung fuehren und generell alles teurer machen und enorme Kosten im Wohnungsbau und bei energetischen Sanierungen, was die Wohnpreise zusaetzlich in die Hoehe treibt.

    • @KaosKatte:

      Habeck und die Grünen haben einen großen Fehler gemacht.



      Ihr Konzept der Förderung von Wärmepumpen belastet auch viele Menschen, die der Meinung sind (manche auch zu recht), dass sie keine zusätzlichen Lasten tragen können.



      Dieses Konzept ist passend gemacht für Menschen wie Habeck selbst (und viele Wähler der Grünen). Für die ist es ok, wenn sie erstmal 40.000-100.000 vorfinanzieren müssen, von den sie dann später 30-70% wiederbekommen und nach 10-30 Jahren hat sich das amortisiert.



      Aber für sehr viele Menschen in Deutschland funktioniert das so nicht, weil eben viele schon am Anschlag sind. Und dort gibt es dann viel böses Blut. Habeck hätten ein Konzept machen müssen, bei dem zumindest die ärmeren 70% in Deutschland, insbesondere alle Mieter, von Tag 1 sparen, ohne erstmal Geld vorstrecken zu müssen und ohne Risiko, dass es sie zusätzlich belastet. Dann wären alle begeistert gewesen und jeder hätte so schnell wie möglich eine Wärmepumpe haben wollen. Das wäre auch relativ einfach gewesen und hätte dem Staat sogar Geld gespart. Siehe z.B. demokratieingefahr...rechtsextremismus/

      • @EchteDemokratieWäreSoSchön:

        Das Problem sind nicht die Waermepumpen an sich, diese sind die Loesung. Das Problem ist, dass wir sie mit Kohle und (Fracking-)LNG betreiben, statt mit Kernkraft. Letzteres funktioniert, man kann mit Atomkraft sehr wohl heizen, auch wenn gruene Politiker das Gegenteil behauptet haben.



        Glauben Sie in anderen Laendern waere die Waermepumpe ein Erfolg, wenn man vergleichbare Sanierungskosten und Strompreise haette?

        • @elektrozwerg:

          Atomstrom ist viel zu teuer. Das war so, das ist so und das wird auch so bleiben.



          .



          Dazu einmal die Preisentwicklung bei Solar/Wind und Speicher vergleichen.



          .



          Merit Order, das Gemeinden zu wenig vom Ausbau EE profitieren und deren stockender Ausbau, sind Gründe für hohe Energiepreise.



          .



          Siehe Feldheim in Brandenburg... 12 Cent pro kWh!

          • @sociajizzm:

            Um ein Atomkraftwerk zu ersetzen, braucht man nicht nur die Wind- oder Solarkraftwerke, sondern auch Netzausbau, Batteriespeicher, Wasserstoffproduktion und -Speicherung.



            Damit ist der Preis, den man dem Anbieter fuer Strom aus Sonne bzw Wind zahlt, vollkommen irrelevant fuer den Vergleich. da die Kosten fuer Netzausbau und Stromspeicherung via Batterien und Wasserstoff nicht enthalten sind. Fuer einen sinnvollen Vergleich muss man die Lagerung von Atommuell einpreisen, wie auch das Recycling von Rotorenblaettern und Solarpanels, falls moeglich, sowie das Entfernen der Betonfundamente von Windkraftwerken.

            PS: Feldheim bezieht seinen Strom im WInter aus einer Biogasanlage. Das mag fuer ein 130 Einwohner-Dorf funktionieren, laesst sich aber nicht auf ein Industrieland wie Deutschland hochskalieren.

  • Unter den neuen Randbedingungen braucht man keinen Zwang zum Heizen mit erneuerbaren oder Milliardensubventionen für Solaranlagen, das wird auch so verstärkt gekauft.



    Schnelles Handeln ist beim Handelsdeal mit Trump erforderlich. Der ist schnellstmöglich in Kraft zu setzen, damit die EU die vertraglich vereinbaren LNG-Mengen abnehmen kann. Das nicht benötigte Gas können wir dann zu Höchstpreisen und mit maximalen Zugeständnissen an China verkaufen.

    • @MK:

      Handelsdeal mit Trump? Wer sich darauf verläßt, ist verlassen. Und sich in neue Abhängigkeiten zu begeben, ist keine so gute Idee.

  • Und wie hat csdU gegen die Politik von Habeck gehetzt und macht das auch heute noch??! Habeck hat klar und deutlich gesehen, was kommt und danach gehandelt. Die Gasspeicher waren voll, Erneuerbare haben inzwischen einen enormen Anteil an der Versorgung, deshalb werden sie ja auch bekämpft. Sonne und Wind sind kostenlos, klimafreundlich. Fossile sind beides nicht und unsere Regierung auch nicht. Die kostet mit ihrer Lobbyunterwerfung enorme Mengen an Geld und enorme Mengen an Klimaschäden. Womit hat D das verdient???

    • @Perkele:

      Mit seinem unverbesserlichen Hang dazu, alles zu lassen wie es schon immer war.

      • @nihilist:

        Leider.

  • Es ist schlimm, wie überall dumme, wissenschaftsfeindliche Menschen Entscheidungspositionen inne haben. Und da es so bequem scheint, werden die dann auch noch ständig gewählt, schließlich sind die Wähler mehrheitlich ja auch keine Wissenschaftler und bequem.



    Denker mit neuen Unbequemlichkeiten werden dann als „Verbotsprediger“ verunglimpft und abgewählt.

  • Wenn man intellektuell schwer gefordert ist trifft man eben nicht unbedingt die besten Entscheidungen. Aber das zumindest haben die deutschen Politiker mit den deutschen Wählern gemeinsam.

  • Reiche, Spahn un Co. konservieren lediglich ihre antiquierte Vorstellung als Wunsch an die Realität, ohne diese selbst im Blick zu haben.



    Man wünschte sich, dass die selbsternannte konservative Partei endlich darunter auch die Konservierung der Lebensgrundlage, und eine gesicherte und soziale Energieversorgung verstünden.

    • @Holger_0311:

      Der handelsübliche Konservatismus hat noch nie die Lebensgrundlagen erhalten, nur seine lebensfeindlichen Machtansprüche.

    • @Holger_0311:

      Ich würde mal sagen, Frau Reiche als oberste Lobbyistin der fossilen Energiewirtschaft hat es schon im Blick und agiert ganz im Sinne dieser fossilen Wirtschaft.