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SPD-Politiker zum Schah-Sohn„Er ist die einzige Option“

Als Hoffnungsträger für Iran ist Reza Pahlavi umstritten. Am Samstag ist er in München. SPD-Politiker Danial Ilkhanipour will mit ihm demonstrieren.

Fans von Reza Pahlavi auf einer Kundgebung in Frankfurt/Main Foto: Boris Roessler/dpa
Susanne Memarnia

Interview von

Susanne Memarnia

taz: Herr Ilkhanipour, am Samstag kommt Reza Pahlavi, der Sohn des letzten Schahs, zur Sicherheitskonferenz nach München. Er soll auch bei einer großen Irandemo sprechen, die nachmittags stattfindet und zu der er selbst über Social Media aufgerufen hat. Fahren Sie hin?

Danial Ilkhanipour: Auf jeden Fall! Es ist sehr wichtig, dass viele kommen. Ich fürchte, die meisten westlichen Politiker haben noch nicht ansatzweise das Ausmaß dessen begriffen, was bei der letzten Protestwelle im Januar geschehen ist. Diese Dimension der Gewalt ist eine Zäsur! Und wir müssen jetzt die Stimme der Iranerinnen und Iraner sein und deutlich machen, dass der Westen wirklich alles dafür tun muss, um den Menschen im Iran zu helfen, sich selbst zu befreien.

taz: Sie haben Pahlavi mehrfach getroffen. Was halten Sie von ihm?

Ilkhanipour: Ich habe Prinz Pahlavi bei verschiedenen Veranstaltungen mit Exiloppositionellen als sehr bescheidenen und aufrichtigen Mann erlebt. Er betont seit Jahren, dass er einen demokratischen Iran möchte. Und er ist der Einzige, der einen detaillierten Übergangsplan vorgelegt hat, wie Iran dorthin kommen kann. Dieser Plan wurde vorigen Sommer in München vorgestellt, da war ich auch dabei. Nach diesem „Iran Prosperity Project“ sollen die Iraner in einem Referendum über die Staatsform entscheiden, also ob sie eine parlamentarische Monarchie möchten oder eine Republik. So oder so – es soll ein demokratischer Iran sein.

taz: Aber ist es glaubwürdig, wenn der Sohn des Schahs sagt, er wolle nur den Übergang zur Demokratie organisieren?

Ilkhanipour: Wir haben in Deutschland auf unterschiedlichen Ebenen ein verzerrtes Bild. Die Debatten sind häufig unterkomplex. Zum einen denken im Fall Iran viele sofort: Monarchie gleich Diktatur. Aber wir in Europa haben doch selbst Monarchien, die demokratisch sind, etwa in Schweden, England oder Dänemark.

Er betont seit Jahren, dass er einen demokratischen Iran möchte. Und er ist der Einzige, der einen detaillierten Übergangsplan vorgelegt hat, wie Iran dorthin kommen kann

Zweitens wird gleich unterstellt, dass Prinz Pahlavi eine Monarchie möchte. Dabei steht genau das zur Debatte. Er will das demokratisch vom Volk entscheiden lassen. In einer Debatte hat er mal zu jemandem gesagt: „Ich kämpfe dafür, dass du morgen gegen mich stimmen kannst.“ Dass wir darüber, was er sagt, überhaupt nicht diskutieren, sondern ihm mit Vorurteilen begegnen, finde ich befremdlich. Gerade in Deutschland und gerade aus linker Perspektive sollte man Menschen nach ihren Worten und Taten beurteilen, nicht aufgrund ihres Stammbaums.

taz: Aber wenn er einmal am Ruder ist und die Macht nicht mehr abgibt?

Bild: privat
Im Interview: Danial Ilkhanipour

44, ist Jurist und seit 2015 Abgeordneter der SPD in der Hamburger Bürgerschaft. Seine Eltern kamen zum Ende der Shahzeit als Studenten nach Deutschland. Nach der Islamischen Revolution im Februar 1979, mit der die Monarchie endete, blieben sie hier.

Ilkhanipour: Ich verstehe das Argument – aber nicht, dass es exklusiv bei ihm angeführt wird. Diese Gefahr besteht doch immer! Ein Oppositionsführer Hans Mayer, der den Menschen in Iran zur Demokratie verhilft, könnte sich auch zum Autokraten entwickeln. Ich würde sogar so weit gehen, dass dies bei Prinz Pahlavi weniger wahrscheinlich ist, weil man bei ihm ganz genau hinguckt. Jede einzelne seiner Handlungen wird – von den Iranern und der Weltöffentlichkeit – unter die Lupe genommen. Der Demokratiemaßstab wird bei ihm besonders streng sein. Das spricht sogar eher für ihn. Aber das Wichtigste ist vielleicht: Alle Leute, die nun Kritik äußern, beantworten eine wesentliche Frage nicht.

taz: Nämlich?

Ilkhanipour: Was die Alternative zu Prinz Pahlavi sein soll. Dass diese nicht benannt, sondern einfach nur nach potenziellen Fehlern bei ihm gesucht wird, finde ich gefährlich in der jetzigen Situation.

taz: Muss eine Revolution überhaupt eine Führungsfigur haben?

Ilkhanipour: Gegenfrage: Welche Revolution, die geglückt ist, hatte keine? Das wird manchmal sehr romantisch diskutiert, aber ich bin da für knallharte Realpolitik. Das Argument mit den oppositionellen Kräften in Iran, die in den Gefängnissen sitzen, geht doch fehl, wenn man weiterdenkt. Wenn wir heute wissen, dass der Westen intervenieren muss, damit die Iraner sich befreien können, braucht es doch Ansprechpartner im Exil. Wie soll man mit einer Waffe am Kopf mit Trump oder Merz sprechen können? Naiv! Zudem hat Prinz Pahlavi auch nach innen offensichtlich eine große Bindungswirkung.

taz: Wie groß? Seine Anhänger sagen, die Mehrheit der Iraner stehe hinter ihm. Seine Kritiker bezweifeln das. Wie kann man das beurteilen?

Ilkhanipour: Endgültig findet man das erst bei demokratischen Wahlen heraus. Aber Fakt ist: Sein Name wurde bei den Protesten im Januar vielfach gerufen – kein anderer. Als er für den 8. und 9. Januar aufrief, auf die Straße zu gehen, sind dem besonders viele Menschen gefolgt. Dass Prinz Pahlavi im Land eine relevante Größe ist, scheint mir inzwischen unstrittig.

Fakt ist: Sein Name wurde bei den Protesten im Januar vielfach gerufen – kein anderer

Fakt ist auch, dass er einen breiteren und heterogeneren Unterstützerkreis hat, als häufig dargestellt wird. Es gibt durchaus diejenigen, die eine demokratische Monarchie wollen, andere wollen eine Republik und sehen in ihm den Weg, dorthin zu gelangen. Wieder andere stehen ihm zwar skeptisch gegenüber, unterstützen ihn aber, weil sie sagen: Er ist die einzige Option, dieses Regime loszuwerden.

taz: Um die Skeptiker zu überzeugen, wäre es doch hilfreich, dass er sich distanziert von den Verbrechen, die im Namen seines Vaters begangen wurden – etwa durch den damaligen Geheimdienst?

Ilkhanipour: Wenn man sich seine Interviews anschaut, er wird ja immer wieder darauf angesprochen, wird sehr deutlich, dass er eine eigene Persönlichkeit ist. Das, wofür er steht, ist nicht eins zu eins identisch mit dem, wofür sein Vater stand. Ich hatte eine spannende Begegnung mit einem Mann, dessen Eltern zu Schahzeiten im Gefängnis waren. Er unterstützt heute Prinz Pahlavi in der Hoffnung, dass das Land so zur Demokratie kommt. Dieser Mann sagt: Wir brauchen irgendwann eine echte historische Aufarbeitung. Damit das aber gelingt, brauchen wir erst einen freien, demokratischen Iran.

taz: Sie fordern von der Bundesregierung, sie solle Kontakt zu Pahlavi aufnehmen. Jetzt wurde er zur Sicherheitskonferenz eingeladen. Ein Zeichen, dass die Bundesregierung nun mit dem Richtigen reden will?

Ilkhanipour: Ich hoffe es. Es geht aber viel zu langsam voran. Da spreche ich nicht nur als iranischer Aktivist, der emotional mit dem Thema verbunden ist, sondern das sage ich auch als deutscher Politiker. Es ist doch Irrsinn, dass der Kanzler zu Recht sehr klar sagt, dieses Regime hat keine Zukunft – sich dann aber nicht mit den demokratischen Prozessen auseinandersetzt, wie es weitergehen kann nach der Revolution.

Bei der „Frau, Leben, Freiheit“-Revolte 2022 wurde oft gefragt: Was kommt nach den Mullahs? Wird es kein Chaos geben, keine neue Flüchtlingswelle? Jetzt gibt es Antworten, es gibt einen schriftlich fixierten Plan von Prinz Pahlavi und seinem Team. Es ist doch grob fahrlässig, wenn man sich nicht damit auseinandersetzt und Gespräche führt: Wie stellt er sich das vor, wie kann man helfen? Ich fürchte, Deutschland wird wieder als Letztes begreifen, wohin die Reise geht.

taz: Was sollte Deutschland jetzt tun, um das Mullahregime zu schwächen?

Ilkhanipour: Zuerst ist zu sagen: Amerika hat eine Schlüsselrolle, weil es – anders als Europa – militärische Hilfe geben kann. Und die erwarten die Iranerinnen und Iraner ganz klar.

taz: Sie auch?

Ilkhanipour: Anders wird es nicht gehen. Damit sind übrigens keine breiten Angriffe gemeint, sondern etwa Cyberattacken, um Kommunikationskanäle des Regimes zu beschädigen oder um gezielt Regimekräfte zu zerschlagen, ähnlich wie beim 12-Tage-Krieg im Juni. Was aber Deutschland als traditioneller Partner Irans machen kann, ist, den Zerfallsprozess und die Fliehkräfte innerhalb des Regimes zu unterstützen, indem es klar zeigt, dass man dieses Mal endgültig die Scheidung will.

taz: Wie?

Ilkhanipour: Konkret bedeutet das, die Botschaft zu schließen und den Botschafter auszuweisen. Ein Regime, das keine Legitimation hat, wie der Kanzler sagt, braucht keinen Botschafter. Es bedeutet, dass Innenminister Dobrindt erklärt, dass Sicherheitskräfte, die auf Menschen geschossen haben, sich keine Hoffnung auf Asyl in Europa machen dürfen. Damit sie wissen, sie können nur die Waffen strecken und sich auf die Seite der Menschen stellen – dass es keinen Plan B für sie gibt. Man könnte die Visa für Familienmitglieder des Regimes aussetzen. Und: Deutschland ist nach wie vor ein Eldorado der Geldwäsche für das Regime. Es wurde ja gerade erst publik, dass zwei hessische Hilton-Hotels über Firmenkonstruktionen im Eigentum von regimenahen Akteuren sind.

taz: Manche sagen, US-Präsident Trump habe die Iraner verraten, weil er ihnen Hilfe versprochen hat, die nicht kam. Jetzt verhandelt er mit den Mullahs über einen neuen Atomdeal. Glauben Sie, da kommt noch was?

Ilkhanipour: Alle machen sich Sorgen, aber wir haben gleichzeitig alle noch Hoffnung. Trump kann man nicht einschätzen, es kann auch trotz Verhandlungen einen Militärschlag geben. Das hatten wir schon in der Vergangenheit. Fakt ist: Es darf keinen Deal mehr geben. Auch um das deutlich zu sagen, werden viele Menschen nach München kommen. Dieses Regime darf nicht schon wieder lebensverlängernde Maßnahmen bekommen. Das ist zu häufig geschehen seitens der USA und Europas.

taz: Letzte Frage: Warum bezeichnen Sie Herrn Pahlavi als „Prinz“?

Ilkhanipour: Er selbst besteht ja gar nicht darauf, er ist sehr bodenständig. Ich nenne ihn so, weil er eben ein Prinz ist. In Deutschland würden die meisten ja auch Prinz August aus Hannover ohne zu zögern Prinz nennen. Er ist nun mal einer, ob man will oder nicht. Das ist aber kein Indiz für eine Staatsform. Ich würde auch jeden mit seinem akademischen Titel ansprechen. Für mich ist das eine Frage des Respekts.

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43 Kommentare

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  • Bezüglich meiner politischen Überzeugung bin ich demokratisch-parlamentarischer Monarchist von ganzem Herzen, ich möchte definitiv keine*n Parteipolitiker*in als Staatsoberhaupt und habe folglich eine große Nähe zu Ländern wie dem Vereinigten Königreich, den Niederlanden, Dänemark, Schweden usw.

    Insofern kann ich Herrn Ilkhanipour sehr gut verstehen, ich glaube auch dass Reza Pahlavi es noch am ehesten schaffen könnte nach dem Sturz der Mullahs den Iran in eine moderne freiheitliche Demokratie zu überführen, er könnte die passende Identifikationsfigur für das ganze Land sein.

  • „Und die erwarten die Iranerinnen und Iraner ganz klar.“



    Nun sind die Iraner keine homogene Masse – dass es eine mehrheitliche Unterstützung für ein militärisches Eingreifen der USA gibt, ist allerdings eine gewagte These. Die (gar nicht so wenigen) Anhänger der islamischen Republik sicher nicht und ebenso wenig die moderaten Oppositionellen bzw. die (auch im Iran existenten) Unpolitischen, die einfach nicht bombardiert werden wollen. Es ist unheimlich, wie unwidersprochen hier ein Schema geistiger Mobilmachung wiederholt wird, dass man etwa aus dem Vorfeld der Kriege im Irak oder in Libyen beobachten konnte – und es gibt keinen Grund anzunehmen, dass die Folgen besser sein werden. Die USA sind darauf und daran, das nächste islamische Land ins Chaos zu stürzen – und selbst der hiesige Linksliberalismus fällt wieder auf die selbe Propaganda rein (davon, dass es sich auch um den nächsten eklatanten Völkerrechtsbruch handelt, ganz zu schweigen). Was umso erstaunlicher ist, weil Trump ja nicht einmal so tut, als ginge es ihm um irgendetwas anderes als um die Kolonialisierung des NO.

    • @O.F.:

      Zitat: „Und die erwarten die Iranerinnen und Iraner ganz klar.“

      Was aber schon wieder vom Tisch ist: „Wenn das iranische Volk das Regime stürzen will, ist das Sache des iranischen Volkes“, sagte er (Vance) vor mitreisenden Journalisten in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku. Der Fokus der Regierung von US-Präsident Donald Trump liege derzeit darauf, „dass der Iran keine Atomwaffen besitzen darf.“

      Die Iraner waren für Trump solange interessant, wie es danach aussah, daß sie ihm ohne sein Zutun das Problem mit der Atomrüstung vom Hals schaffen würden. Derentwegen macht der keinen Finger krumm.

  • "Ein Oppositionsführer Hans Mayer, der den Menschen in Iran zur Demokratie verhilft, könnte sich auch zum Autokraten entwickeln."

    Der Punkt ist, dass Hans Meyer ziemlich sicher nicht die Sozialisierung hätte, die Herr Pahlavi hat. Die prägt Menschen lebenslang.



    Der eine oder die andere erinnert sich vielleicht noch an den netten Herrn Assad. Der Mann hatte in London studiert und war Augenarzt. Hatte ne hübsche Frau und galt gemeinhin als die Hoffnung des Westens auf Veränderung in Syrien. Wunderbar positive Berichterstattung, inklusive des unvermeidlichen konservativen Schleimer-Journalismus.



    Und dann wurde er Präsident Syriens. Und nach einer kurzen "Eingewöhnungszeit" stellte der Mann in Brutalität und Rücksichtslosigkeit selbst seinen Vater in den Schatten.







    Vielleicht sollte man das im Hinterkopf behalten, bevor man einen weiteren Sohn eines Diktators zum Hoffnungsträger erklärt. Unter dem dann ggf. die Menschen im Iran leiden werden.

  • "Ilkhanipour: Wir haben in Deutschland auf unterschiedlichen Ebenen ein verzerrtes Bild. Die Debatten sind häufig unterkomplex."



    Ich halte Ilkhanipours Analyse für unterkomplex. Besonderst seine Vorstellung wie Demokratie in einem Land gefördert werden kann und sollte. Er stellt einen selbsternannten Prinzen, der "sein" Land nur von Außen gesehen hat als einzige mögliche Gallionsfigur für eine demokratische Entwicklung des Iran dar. Wenn es tatsächlich keine fähigen Oppositionspolitiker im Iran gibt; wer soll dann bei demokratischen Wahlen vom Volk gewählt werden?



    Weiter glaubt Herr Ilkhanipour man könne durch Cyberattacken dem Iran Demokratie bringen: "damit sind übrigens keine breiten Angriffe gemeint, sondern etwa Cyberattacken, um Kommunikationskanäle des Regimes zu beschädigen oder um gezielt Regimekräfte zu zerschlagen, ähnlich wie beim 12-Tage-Krieg im Juni." Diese Macht haben Israel und die USA im Iran verlohren, da der Iran die eingeschmuggelten Starlink-Basisstationen ausgeschaltet hat. Die einzige Option für die USA sind derzeit Luftangriffe. Wie die, zusammen mit Herrn Pahlavi dem Iran Demokratie bringen sollen, halte ich für "unterkomplex" betrachtet.

    • @So mal:

      ""Er stellt einen selbsternannten Prinzen, der "sein" Land nur von Außen gesehen hat als einzige mögliche Gallionsfigur..."



      ==



      Er ist nun mal der Sohn des Schahs - sich selbst zu ernennen ist in diesem Fall völlig unnötig. Darüber hinaus:



      Er stellt sich als Galleonsfigur für die Übergangszeit zur Verfügung - was haben sie denn verstanden?



      =



      b. Suchen Sie mal unter den Namen Mussawi und Karoubi Stichwörter Reformisten, 2009, Iran. Dann könnte es sein das auch sie verstehen was in den letzten 3 Jahrzehnten im Iran mit möglichen Gallionsfiguren pasiert ist.



      =



      Musaawi war mal Teil des Regimes und teilweise mitverantwortlich für die Massaker in iranischen Gefängnissen 1988 - aber er war Ex-Präsidentschafts - Kandidat und Anführer der Reformisten und Kritiker des Regimes. Das reichte um Ihn einzumauern - seit 2011 hat man nichts mehr von ihm gehört.

  • Abwarten, ob der POTUS für den Iran nicht doch die „venezolanische“ Lösung anstrebt (ohne Chamenei dabei gleich in die USA zu entführen). Das wäre für die USA fast ohne Risiko.



    Innerhalb des iranischen Machtapparates scheint es jedenfalls zu brodeln, Verhaftungen von prominenten „Reformern“ aus dem Umfeld des Staatspräsidenten Peseschkian deuten darauf hin. Es ist bekannt, dass in der iranischen Bevölkerung große Unzufriedenheit mit den „Rsformern“ herrscht (spätestens seit 2009 die letzten Reformhoffnungen zerschlagen wurden). Die Verhaftungen sind vielleicht ein Versuch der Hardliner um Chamenei, Handlungsfähigkeit nach innen zu beweisen und Teile der Bevölkerung wieder auf ihre Seite zu ziehen.



    Dazu hat der POTUS einen weiteren Flugzeugträger in die Region beordert . Das deutet möglicherweise darauf hin, dass der Druck auf das Regime in Verhandlungen erhöht werden soll, weniger, dass ein von den USA inszenierter Regimesturz in der Planung ist..



    Beide Faktorsn könnten paradoxerweise auch zu einer Stabilisierung des iranischen Regimes führen.



    Von daher: bezüglich aller Spekulationen über den Schah-Sohn: nicht das Fell des iranischen Bären verteilen, bevor er erlegt ist.

    • @Abdurchdiemitte:

      Zitat: "Abwarten, ob der POTUS für den Iran nicht doch die „venezolanische“ Lösung anstrebt (ohne Chamenei dabei gleich in die USA zu entführen). Das wäre für die USA fast ohne Risiko."

      Ganz sicher nicht - weder das eine, noch das andere.

      Vance hat in seiner unnachahmlich liebenswürdigen Art schon klargemacht, daß das iranische Volk von Trump (und wenn der weg wäre, dann von ihm selbst, Vance) nichts zu erwarten habe. Wenn es denn einen Angriff auf das Ewin-Gefängnis gab www.tagesschau.de/...nis-video-100.html dann nicht seitens der Amerikaner. Sobald das Regime seines Atom- und Raketenprogrammes ledig würde, wäre das Thema für Trump durch. Er hat ja schon viel verkündet, was man bestenfalls als Tagträume zur Beruhigung seiner MAGAs werten kann, aber wohl eher seiner manischen Selbstbeweihräucherung geschuldet war - die Nummer mit den angeblich ausgesetzten Hinrichtungen macht da keine Ausnahme www.deutschlandfun...nstranten-102.html

    • @Abdurchdiemitte:

      ""... „venezolanische“ Lösung für Khamenei wäre cool - das würde im Iran einiges auslösen und vorallem das Regime und den Sicherheitsapparat in einzelne BESTANDTEILE zerpflücken.



      Wo haben Sie die Infos über die Reformisten her??? - die waren mal beliebt bis man Ihnen 2009 unterstellte doch nur versteckte Vertreter des Regimes zu sein.

  • Die Menschen im Iran haben meine volle Sympathie und das Regime handelt schrecklich. Herr Ilkhanipour handelt aber aus persönlicher Betroffenheit und das kann nicht die Leitschnur Deutscher Aussenpolitik sein. Es ist nicht unsere Aufgabe dort einen Regime-Change herzustellen. Irak, Syrien und Afghanistan sind da warnende Beispiele. Auch die von dem Herrn geforderte Maßnahmen finde ich nicht zielführend. Die Schließung der Botschaft hätte erstmal zur Folge, daß Tausende in Deutschland lebende Iraner ihre Pässe, Vollmachten für Familienmitglieder etc. nicht mehr erhalten könnten. Wieviel andere Länder haben wir sonst noch, mit denen wir die Beziehungen abbrechen müßten ? Ilkhanipour hat Recht, daß der iranische Widerstand ein Gesicht braucht, nur hilft es da nicht das falsche zu nehmen, nur weil es das einzige ist. Es gibt noch tausende von Menschen im Iran, die in den Folterkellern der Savak schrecklich mißhandelt wurden. Egal wie demokratisch der Shahsohn sich gibt, Pahlavis Anhänger sind Royalisten, sie kämpfen nicht für ein Symbol, sie kämpfen für die Wiederherstellung des kaiserlichen Systems.

    • @Albrecht Mayer:

      Zitat: "Egal wie demokratisch der Shahsohn sich gibt, Pahlavis Anhänger sind Royalisten, sie kämpfen nicht für ein Symbol, sie kämpfen für die Wiederherstellung des kaiserlichen Systems."

      Das glaube ich nicht. Aber es ist gut möglich, daß gerade das herauskäme.

  • Ilkhanipour ist schon engagiert, das gefällt mir.



    Ich werde aber nicht mit dem Sohn des Shahs auf die Straße gehen. Und zwar geht es mir nicht darum, dass ich mir neinen demokratischen, freien Iran wünsche.



    Aber ich glaube, die Analyse der sozialen Verhältnisse im Iran zeigt für mich nicht eindeutig, dass alle Iraner ein Ende der Islamischen Republik wünschen. Sondern kleine Gewerbebetreibende und Händler wollen vom Staat nicht buchhalterisch durchleuchtet und mit Steuern und Abgaben bedacht werden.



    Und da bin ich definitiv auf Seiten der iranischen Steuerbehörden. Das Erdölmodell funktioniert für diese große Bevölkerung nicht mehr und die iranische Wirtschaft schafft Ungleichheiten und Armut.



    Wenn der Sohn des letzten Shahs dann kommt und Demokratie und Nicht-Besteuerung verspricht, passt das beides für mich nicht zusammen.



    Und Bolton wollte in der ersten Trump-Regierung sogar die Mujahedin-e Khalq an die Macht bringen. Den USA ist alles recht, um dieses Regime zu beseitigen und ihre Interessen durchzusetzen. Die würden Reza Pahlevi auch als Herrscher nehmen, wenn es ihnen nützt.



    Und aus Hamburg heraus kann man die Islamische Republik nicht stürzen. Das sollte man verstehen.

    • @Andreas_2020:

      Umfragen eindeutig, dass die überwältigende Mehrheit der Iraner einen säkularen Staat wünschen.

      • @sociajizzm:

        Freie, nachprüfbare Umfragen im Iran? Wie soll das gehen?

    • @Andreas_2020:

      ""....swondern kleine Gewerbebetreibende und Händler wollen vom Staat nicht buchhalterisch durchleuchtet und mit Steuern und Abgaben bedacht werden.

      Und da bin ich definitiv auf Seiten der iranischen Steuerbehörden.""



      ===



      Den Konflikt nicht verstanden?



      =



      Der Konflikt zwischen den iranischen Basaris und dem Mullah-Regime hat sich Anfang 2026 zu einem der gefährlichsten Risse für die Führung der Islamischen Republik entwickelt. Traditionell als eine der Säulen des Regimes , haben die Basari begonnen, sich aktiv am Widerstand gegen die Regierung zu beteiligen, primär ausgelöst durch eine existenzbedrohende Wirtschaftskrise



      =



      Die Händler litten unter einer extremen Inflation, die 2025 Nahrungsmittelpreise um bis zu 72% in die Höhe trieb, und einem drastischen Verfall des iranischen Rial, der Ende 2025 auf neue Rekordtiefs gegenüber dem US-Dollar fiel. Die extreme Volatilität macht es den Kaufleuten unmöglich, zu planen oder Geschäfte zu tätigen.



      =



      Die Basaris artkulieren die Misswirtschaft des Regimes, die Korruption und die Dominanz der Revolutionsgarden. Regimenahe Eliten profitieren von Sanktionsumgehungen während die traditionelle Mittelstand verarmt,

  • Was man vielleicht mal betrachten sollte ist die Ausgangslage im Iran.



    Eine relativ junge Bevölkerung die sich seit der islamistischen Revolution fast verdreifacht hat von denen viele ein gute Ausbildung aber kaum eine Perspektive. Runtergerockte Wirtschaft und Infrastruktur mit institutionalisierter Korruption der Revolutionsgarden. Hohe Verschuldung bei China. Trockenheit durch Klimawandel in einem ohnehin größtenteils wasserarmen Land. Dazu dann noch neben dem religiösen Wahn des Regimes jede Menge eklige Nachbarn die ja auch schon mal Gebietsansprüche anmelden und "Freund" USA unter Trump der sich ja jetzt wirklich als komplett infantil ausweist.



    Zusammengefasst ist es eher ein Himmelfahrtskommando an der Spitze einer Bewegung zu stehen, die das islamistische Regime ersetzen will. Man kann eigentlich auf kurze Sicht nur verlieren.

    • @Axel Schäfer:

      Jede Menge eklige Nachbarn?



      =



      Inmitten wachsender Spannungen und eines drohenden Konflikts zwischen dem Iran und den USA bzw. Israel (Stand Anfang 2026) setzen sich die Nachbarländer im Nahen Osten intensiv für Diplomatie und Deeskalation ein.



      =



      Das Ekelpaket sind ohne Konkurenz die Massaker - Mullahs.

  • Mein iranischer Freund könnte wohl jeden Satz des Abgeordneten unterschreiben.

    • @vieldenker:

      Ja dat kütt von to veel rumklamüsern - wa.

      Jung sach an - dscheden Satz? Are you shure?



      “ Ich nenne ihn so, weil er eben ein Prinz ist. In Deutschland würden die meisten ja auch Prinz August aus Hannover ohne zu zögern Prinz nennen.“ 🙀🥳🧐🤣

      Den merk ich mir für die nächsten 🚖fahrten



      Versprochen - das gibt ein Hallo!

      kurz - Volkers 🫦 “Denke nie gedacht zu haben! Denn das Denken der Gedanken ist



      gedanken💭 loses Denken“ •

      • @Lowandorder:

        "gedankenloses Denken“ (???)



        =



        Im April 2023 besuchte Reza Pahlavi Israel und betete an der Westmauer. Er bekundete Freundschaft zum jüdischen Staat, distanzierte sich vom iranischen Regime & ehrte die Holocaust-Opfer. Pahlavi spricht sich für eine säkulare Demokratie im Iran, für Freiheit, Menschenrechte und für den Einsatz moderner Technologien aus – etwa gegen die Wasserkrise.



        =



        Nach einer Onlinepetition soll er in einer Übergangszeit bis zu einem Referendum im Namen der Opposition Irans über die Zukunft Irans zu sprechen.



        =



        Pahlavi gab auf Twitter an, dass er nur drei Grundsätze anerkenne: a. territoriale Integrität Irans, b. er setzt sich für eine säkulare Demokratie auf Grundlage der Menschenrechte ein und c. für das Recht der Iraner über das nächste politische System in freien Wahlen zu entscheiden.



        =



        Er wolle ein demokratisches System und habe stets auf das Wiederbeleben der Monarchie im Iran verzichtet.



        =



        (das mit dem Kronprinz bezogen auf Pahlewi hat sich eh erledigt weil die iranische islamische Verfassung - die auf dem Prinzip der "Statthalterschaft des religiösen Rechtsgelehrten" (Welāyat-e Faqih) basiert, die Dumpfbacke Khamenei zum obersten Führer macht).



        =

      • @Lowandorder:

        Wo ist das Problem? Der Adel wird vom Volk wegen des Klamauks geliebt. Bei auch einer berufliche Unterredung mit einem Herrn von zu fragte ich leichtsinnigerweise welche Anrede Weichwohlgeboren denn bevorzugen würde. Seine fast schon kabarettistische, aber ernstgemeinte Antwort: „Prinz reicht“. So ist sie halt, die BUNTE Welt der großen GALA., woll.

        • @vieldenker:

          Freigeistiger Familiärer Zugang zu sojet von&🚪zu erleichters - auch sogar vor meiner Zeit!;)



          “Haben Sie schon gejaust?“ fragte gern passend der Herr Zinnenburg (österreichische Fassung 1918!!)



          Inserierte später, daß er für die Schulden seiner Frau Gräfin von&🚪zu fürderhin nicht mehr aufkomme 🙀🧐! Und wir kochten in seinem Feldgeschirr später die Reiher&🦆🦆 Köpfe aus. (Übrigens Graf Zinn von Zinnenburg für Schland🙀🥹🧐



          (Wir Deutschen haben da mehr als reichlich gepennt - was das v&🚪zu angeht!)



          “Von Westfalen bitte!“



          “Oh mangelhaft! Scheiße!Herr Graf!“



          Setzte dee kölsche Jung den gräflichen Studiosus auf den 🚽!

          kurz - Es ist eine Frage der inneren Haltung - Prinz? Ich lach mich schlapp “Keine Angst vor Fürstenthronen!“ Woll



          Fin - aus dem Skat!



          Auf der Proberichtertagung nahm ich erstaunt zur Kenntnis - daß sich ein Herr Kollege Bischof mit



          … “Herr Chefpräsident“ anreden ließ!



          Ich frage den Kollegen Behördenleiter - ob er denn nicht wisse - daß der einzige Richter - der sich vormals derart habe anreden lassen ( Chef - Goebbels-Jargon für Hitler)



          Der unsägliche Reichgerichtspräsi



          Bumke gewesen sei. Der aus naheliegenden Gründen post WK II Selbstmord begangen habe.



          …servíce 🧐

  • Bei eigener vollständiger Unkenntnis der iranischen Verhältnisse finde ich die Aussagen von Herrn Ilkhanipour sehr gut verständlich. Aber eine Skepsis bleibt: Westliche Interventionen haben im Irak und in Libyen nur zu Staatszerfall und blutigem Chaos geführt. Nun waren das dort vorher säkulare Herrschaften, und der Zustand vorher war gewiss besser als der Zustand danach. Bei der Mullah-Herrschaft mag man sagen, dass es da schlimmer gar nicht mehr werden kann. Eine säkulare Monarchie wäre besser als eine Theokratie.

    Aber kann es nicht auch in einem Staatszerfall enden, wo ein Teil des Landes dann von Monarchisten, ein Teil von Mudschaheddin, ein Teil von ethnischen Milizen kontrolliert wird? Mit Bürgerkrieg und einer noch schlimmeren Lage für die Zivilbevölkerung? Kann eine möglichen US-Intervention zu einem solchen Ergebnis führen? Wenn nein, dann warum nicht? Warum sollte es nach den schlechten Erfahrungen der Vergangenheit diesmal eine bessere Wendung finden?

    • @Kohlrabi:

      "Westliche Interventionen haben im Irak und in Libyen nur zu Staatszerfall und blutigem Chaos geführt. Nun waren das dort vorher säkulare Herrschaften, und der Zustand vorher war gewiss besser als der Zustand danach. "



      Das stimmt so nicht. Nur um das Beispiel Iraq zu nehmen.



      Saddam war nicht säkulär in den 1990er Jahren machte er die Wende hin zu einem islamistisch angehauchten Tribalismus, der schlug sich unter-anderem in einer Kampagne von tausenden wegen (vermeintlicher) Prostitution hingerichteter Frauen nieder die enthauptet vor ihren Häusern hingeworfen wurden. Diese Frauen waren oft Witwen und Waisen von Saddasm Kriegen. Der Zustand vor 2003 war auch nicht stabil den Süden konnte Saddam nur durch Ökozid befrieden, Kurdistan entzog sich komplett seiner Kontrolle. Ca. 10.000 Tote pro Jahr das war Saddams Herrschaft. Die Gewalt und der Terror die in beiden Staaten folgten waren eine Konsequenz der staatlichen strukturellen Gewalt davor. Der IS rekrutierte seine Führung aus ehemaligen Saddam Offizieren, die waren vor 2003 auch Terroristen nur mit einem Staat im Rücken. Gleiches für Libyen.

    • @Kohlrabi:

      Die Herrscher im Iran haben deutlich weniger Rückhalt in der Bevölkerung.



      Nur noch rund 10% befürworten die islamische Republik. Reformen sind kläglich gescheitert.



      .



      Alleine dass der Iran schon einmal eine Demokratie war macht doch Hoffnung.



      .



      Ob nun parlamentarische Monarchie oder eine reine Monarchie ist die einzige Frage die sich stellt.



      .



      Der Wiederstand zieht sich ja schon über viele Jahrzehnte. Millionen demonstrierten schon bei der Gründung der islamischen Republik.



      .



      Das sind schon enorme Unterschiede zu Irak und Lybien. Die Herrschaft der Mullahs ist eher vergleichbar mit der Besetzung Frankreichs durch die Nazis. Die waren ähnlich beliebt und hielten sich auch nur durch Gewalt an der Macht.

      • @sociajizzm:

        „Nur noch rund 10% befürworten die islamische Republik.“



        Sagt ein oppositionelles Institut mit Sitz in Europa, das sich nur auf Online-Umfragen stützen kann. Tatsache ist, dass es keine verlässliche Meinungsforschung im Iran gibt. Dass 10% zu niedrig gegriffen ist, kann man aber annehmen: der IR gelingt es immer noch, eine beträchtliche Anhängerschaft zu mobilisieren und sie zeigt auch nicht die Zerfallserscheinungen, die man etwa in Syrien beobachten konnte (etwa einen Kontrollverlust über Teile der Armee). Der Vergleich mit dem besetzten Frankreich ist ohnehin schief: die IR ist keine ausländische Besatzung, sondern das Produkt einer genuin iranischen Revolution. Die Gefahr eines Bürgerkriegs zwischen Resten der IR, diversen oppositionellen Gruppen, ethnonationalistischen Bewegungen etc. ist also immens hoch.

  • Schon ziemlich peinliches PR Interview. Schon vergessen, die Schah Familie



    wurde am einst durch die Protektion der westlichen Ölkonzerne an die Macht geputscht. Und das, weil Mossadegh sie enteignen wollte. So installierten die Ölkonzerne die Emporkömmling der Pahlevi auf den sogenannten Pfauenthron. Mit peinlichen Inszenierungen versuchte sich die Clique als Erben der antiken Herrscher zu gerieren. Und nach der Vertreibung durch die Revolution liess man es sich im Exil gut gehen. Davon liest man in dem devoten taz Interview nichts...ein journalistischer Offenbarungseid.

    • @Philippe Ressing:

      .…anschließe mich - suboptimal kein Ausdruck •

  • Das wäre auch Spinnerei. Vielleicht hätten es die Eltern unter dem Schah wieder warm, doch wollen wir doch mal ernsthafte Chancen für die Vielen wägen - das können übrigens auch Frauen sein. Nix "Prinz (sic!) Pahlavi"



    War Ilkhanipour nicht derjenige, der als Kahrs-Zögling den hervorragenden Niels Annen erst vorschlug, dann wegmobbte mit auffällig vielen Neumitgliedern? Will er jetzt zeitig etwas in einem US-Protektorat werden, das nie kommen wird?

  • Der Vergleich mit den konstitutionellen Monarchien Europas zeigt die Blindheit des Herrn Ilkhanipour. Der Vater des jetzigen Prinzen wurde seinerzeit von den USA gegen Mossadegh aufgebaut und war ein Diktator mit einem üblen Geheimdienst - völlig unvergleichbar mit den Königshäusern Europas, die zwar Geld kosten, die Blätter der Regenbogenpresse füllen, politisch aber nichts zu sagen haben. Woher nimmt Herr Ilkhanipour jetzt die Gewissheit, dass der - wenn überhaupt, dann ebenfalls mit Hilfe der USA - eingesetzte Sohn plötzlich geläutert ist und es ganz anders macht, als der Vater???

    • @stph:

      Ihr Kommentar verzehrt die Wahrheit Mohammed Reza Pahlavi kam 1941 auf den Thron. Der wurde nicht aufgebaut gegen Mossadehg, der übrigens diktatorisch agierte, keine Mehrheit hatte und sein zentrales Versprechen brach mit den verhassten Kommunisten zusammenzuarbeiten.

    • @stph:

      Reza Pahlevi hat ein Buch geschrieben, Winds of Change, darin geriert er sich als Anhänger eine konstitutionellen Demokratie, der sagt schon, dass er ein westliches Herrschaftssystem mit Demokratie und Menschenrechten schaffen will. Die Frage könnte sein, ist das glaubwürdig?



      Aber vielleicht doch eher die Frage: Ist das denn realistisch?

  • Eine einzige Möglichkeit verrät den Verrat an der Sache. Es gibt immer eine Alternative, auch wenn diese vielleicht unbequem sein mag.

    • @Sonnenhaus:

      Ilkhanipour und Leute wie er sind Teil des Problems. Es gibt tausende von Iraner, die vor über 40 Jahren nach Deutschland gekommen sind. Sie haben den völlig verständlichen tiefen Wunsch, den Iran während ihrer Lebzeit als freies und demokratisches Land zu erleben. Emotionen prägen die Beurteilung der Lage. Wir haben kein Recht an einem Regime Change im Iran mitzuwirken und noch weniger einen Mann zu unterstützen, der sich bis heute als legitimen Nachfolger seines Vaters betrachtet. Nur so wird ein Sinn aus der Anrede "Prinz".

  • " In Deutschland würden die meisten ja auch Prinz August aus Hannover ohne zu zögern Prinz nennen."



    Der heißt so. Prinz ist Teil seines Nachnamens. Also August Prinz von Hannover. Die meisten würden aber nur August von Hannover sagen. Prinz als Titel benutzt nur die Regenbogenpresse.

  • Die mögliche Rückkehr eines Pahlavi-Mitglieds in die iranische Führungsriege.

    Noch vor ein paar Jahren hätte ich diesen Satz als absolute Spinnerei abgetan.

    • @Waldreamer:

      Ist der Satz denn jetzt real? Ist Reza Pahlavi in der Lage, die sozialen Bindungen des jetztigen politischen Systems zu brechen und einen Regime-Change einzuleiten? Ich glaube, das ist in dieser Form gar nicht realistisch.



      Und Trump denkt gar nicht daran, denn Protestierenden wirklich zu helfen. Ihm geht es um Rakten, Atomwaffen, die Aufrüstung und die iranischen Streitkräfte, nicht um Demokratie und Menschenrechte dort.

    • @Waldreamer:

      Da tunse auch weiterhin gut dran •

  • Für meine iranischen Arbeitskollegen ist er ein Symbol für Widerstand, aber keinesfalls eine Option. Schah-Zeit ist vorbei, Flasche leer.

  • Hat Pahlavi sich nicht nach dem Tod seines Vater zum Schah ausgerufen? Hat er sich davon distanziert?

  • Hola! Bin wg Physio & Co in den Wochentagen 2/3x am Tag mit 🚖 unterwegs & als früher mal auf dem Bock durch die Bank im Gespräch.



    Klar “Iraner“ sind lieber Perser einige Aserbaidschaner oder Kurden.



    Noch nie hat davon auch nur ein gutes Haar an diesem aus der Zeit gefallenen Schahzögling gelassen.



    Sorry - aber da wird auf einen toten Klepper mit abgehalfterten Hofschranzen gesetzt:



    zum Scheitern verurteilt!



    Nothing else •

  • Ja Prinz Pahlavi von Bullerbü ist die einzige Hoffnung.

    Lasst uns doch den Papst der Republik abreissen und ein Hohenzollernschloß wieder aufbauen.



    Ach nein.



    Das wär ja albern.

    • @Elise Hampel:

      Blöde Autokorrektur...



      heisst natürlich: Den Palast der Republik abreissen und eine Hohenzollernschloss drauf bauen ...