piwik no script img

Winfried Kretschmann über Wahlkampf„Ich bewundere die CSU“

Winfried Kretschmann spricht über sein Verhältnis zur Union und zu Fridays for Future – und über falsche Vergleiche zwischen Klima- und Coronakrise.

Wie unterscheiden sich die Grünen in Baden-Württemberg von der Union? Foto: Leif Piechowski/imago
Benno Stieber
Peter Unfried
Interview von Benno Stieber und Peter Unfried

taz: Herr Ministerpräsident, Sie haben sich früh für eine dritte Amtszeit entschieden. Dann kam die Coronapandemie, nun leider die Krebserkrankung Ihrer Frau. Haben Sie Ihre Entscheidung seitdem infrage gestellt?

Winfried Kretschmann: Die Frage stelle ich mir nicht. Es bringt nix mit Krisen zu hadern, man muss sie mit der gleichen Energie anpacken wie andere große Aufgaben auch. Natürlich will man gestalten, aber Krisen möglichst gut zu bewältigen, gehört zu meinen Amtspflichten. Das gilt auch bei persönlichen Schicksalsschlägen. Krebs kann geheilt werden und meine Frau ist zuversichtlich, dass sie die Krankheit überwinden kann.

Interessieren sich die Leute im Wahlkampf für etwas anderes als Coronapolitik?

Es ist extrem schwierig, aber das muss man annehmen, das ist einfach so. Andererseits ist es ja auch gut, dass die Krise bestimmte Mängel aufdeckt, etwa beim Stand der Digitalisierung im Schulwesen. Aber man spürt jetzt, dass die Leute einfach genug von den Einschränkungen haben. Vielleicht führt das auch dazu, dass wir den Geschmack von Freiheit wieder richtig zu schätzen wissen, wenn wir sehen, was uns im Alltag plötzlich fehlt durch ein fieses Virus. Vielleicht ist das ein Kollateralnutzen.

Das Virus kann durch die Impfung hoffentlich zurückgedrängt werden. Für die Klimakrise bräuchte es mehr Disziplin der Menschen, die er in der Pandemie vermisst habe, hat der Epidemiologe Karl Lauterbach neulich skeptisch gesagt. Sehen Sie das auch so?

Nein, eher im Gegenteil. Zum einen bin ich überrascht, mit welch hoher Disziplin Leute Einschränkungen in Kauf nehmen, die bis an die ökonomischen Existenzgrenzen gehen. Zweitens ist das kein guter Vergleich. Die Klimakrise wird härter, langwieriger und herausfordernder, keine Frage. Aber wie man in der Coronakrise in kurzer Zeit einen Impfstoff gefunden hat, so werden auch in der Klimakrise Innovationen kommen und sich durchsetzen, die wir heute noch gar nicht kennen. Das brauchen wir.

Ich kann in Baden-Württemberg den besten Klimaschutz aller Zeiten machen, das rettet die Erde nicht, dazu sind wir zu klein. Was wir machen, muss also kopierfähig sein, das ist unsere Verantwortung. Wir müssen bei uns zeigen, dass der Kampf gegen den Klimawandel Arbeitsplätze und Wohlstand sichert und sozialverträglich ist. Dann werden andere Regionen der Welt in den Klimaschutz einsteigen und er wird global erfolgreich sein. Wir haben die grün denkende Bevölkerung, die das möchte, eine Wissenschaft, die Lösungen erforscht, eine Unternehmerlandschaft, die das auch umsetzt: Wer, wenn nicht wir, könnte zeigen, dass es geht? Wir haben es selbst in der Hand. Das ist etwas anderes als der Kampf gegen die Pandemie.

Was Sie gerade sagten, steht jetzt auch 1:1 im Wahlprogramm der Landes-CDU. Wo ist der Unterschied zu den Grünen?

Der Unterschied ist, dass ich das seit zehn Jahren umsetze, jetzt kommt die CDU auch mal drauf. Das kann ja nix schaden, aber es ist nicht auf ihrem Mist gewachsen. Was die verkünden, ist Kretschmann pur. Sich mit der Industriekultur und der Zivilgesellschaft verbünden, um in die grüne Richtung zu gehen – so geht das hier als Ministerpräsident.

Ihre ökologischen Kritiker in der Partei, der Klimaliste und Fridays for Future halten ‚Kretschmann pur‘ für reine Symbolpolitik ohne notwendige Effekte im Hinblick auf den 1,5 Grad-Pfad. Was sagen Sie denen?

Erstmal: Das 1,5-Grad-Ziel haben wir auch im Programm stehen. Aber Ziele alleine reichen nicht. Das ist die Ungeduld der Jugend. Das kann ich ja auch verstehen.

Das kritisieren auch Ältere.

Ist ja schön, dass der Mensch bis ins Alter jung bleiben kann. Aber mal im Ernst: Das verkennt erst einmal, dass der Kampf gegen den Klimawandel nicht mit Fridays for Future beginnt. Windräder sind heute global ein marktfähiges Gut und das gäbe es ohne Deutschland nicht. Was unter der rotgrünen Bundesregierung für die Energiewende angestoßen wurde, hat einen weltweiten Siegeszug angetreten…

in Baden-Württemberg nicht

…natürlich, auch hier. Aber vielleicht nicht schnell genug. Warum dauert es in Deutschland sieben Jahre, bis man ein Windrad aufstellen kann? Das Problem, das die jungen Leute ansprechen, ist richtig: Wie legen wir Tempo zu? Aber die Grundlagen dafür, dass wir jetzt Tempo zulegen können, dafür haben wir viele Jahre Politik gemacht.

Bei FFF haben Sie es offenbar auch atmosphärisch schwer. Eine Klimapolitikaktivistin sagt: Gegen Kretschmann ist Schäuble ein Frauen- und Jugendrevolutionsversteher.

Ich frage mich jede Woche: Wie werden wir schneller? Und ich rede ja mit den Fridays-for-Future-Aktivisten – und im Ziel sind wir uns einig: ein emissionsfreies Baden-Württemberg. Die Fragen sind: Was sind die Instrumente, wo die Mehrheiten, wo die Bündnispartner, um die höhere Geschwindigkeit hinzubekommen? Ich hatte als Ministerpräsident die Möglichkeit, den CO2-Preis nachzuverhandeln. Der ist durch uns Grüne im Emissionshandel von 10 auf 25 Euro pro Tonne gestiegen.

Viel zu wenig.

Moment: Wichtig ist, dass dieses Instrument jetzt implementiert ist. Nur dann kann es die Marktwirtschaft dynamisieren. Jetzt hat er eine Lenkungswirkung, noch nicht ausreichend, aber zumindest haben wir den Hebel umgelegt. Hier ist uns das über den Bundesrat gelungen. Aber für Kernfragen des Klimaschutzes haben wir landespolitisch keine Kompetenz. Das klingt für junge Leute wie eine Entschuldigung, aber ich muss immer wissen, was in meiner Macht steht und was nicht. Da muss man mir schon ex post sagen, wo wir etwas hätten anders machen können und vor allem wie. Und nicht nur die Ziele nennen.

Die Solarpflicht in Baden-Württemberg brauchte zehn Jahre, warum so lange und dann nur für gewerbliche Neubauten?

Okay, das ist eine gute Ex-Postfrage. Warum kommt man auf bestimmte Dinge nicht früher? Man muss halt an einer Stelle anfangen. Dass das auf allen Dächern kommt, dafür haben wir in der Koalition eben keine Mehrheit bekommen. Aber ja: Wir brauchen das auf allen geeigneten Dächern, das müssen wir in der nächsten Legislatur fixieren.

Wenn Leute über Kretschmann-Politik klagen, kommen fast immer zwei symbolpolitische Aufreger: Ihr privater Diesel und Ihr Eintreten für die „Abfuckprämie“ für Autos mit Verbrennungsmotor, wie die Klimaktivisten das nennen. Würden Sie das nochmal machen?

Nein, ich würde es nicht mehr machen, vor allem aus der Erfahrung, wie damit umgegangen wird. Mit der Mehrwertsteuer wurde allerdings ein Konjunktur-Instrument gewählt, dass CO2-technisch gar keine Steuerung mehr zulässt. Aber darüber wird dann nicht sachlich diskutiert.

Ihr nächstes Privatauto wird kein Diesel mehr?

Das ist ein reines Elektroauto. Das habe ich vor einem Jahr bestellt und hab's immer noch nicht.

Wo sind Ihre Autogipfel mehr als Symbolpolitik?

Ich mach' eben gerade keine Gipfel, Ich mache einen kontinuierlichen Austausch in Form eines strategischen Dialogs. Wir haben an vielen Stellen veraltete Verwaltungs- und Regierungsstrukturen, deshalb sind diese strategischen Dialoge ein Mittel, diese alte Politik in wirkliche Arbeitszusammenhänge zu bringen, in denen alle Akteure drin sind: Die großen Automobilisten, Zulieferer, Energiewirtschaft, Wissenschaft, Gewerkschaften, Zivilgesellschaft, Naturschutzverbände.

Mit welchen konkreten Ergebnissen?

Ein Beispiel für ein innovatives Infrastruktur-Projekt ist das Netz an Ladestationen in Baden-Württemberg, an dem 70 Akteure beteiligt waren. Das war schon im Herbst 2019 fertig, alle 20 Kilometer eine Ladestation. Das zweite waren Schnellladeparks in großen Städten. Seither haben wir eine Netz-Grundstruktur, nun kann man das gezielt nach der Nachfrage ausbauen. Da sind wir anderen weit voraus.

Sie glauben wirklich an das Format?

Auf diese neuen Formate kommt es mehr an als auf viele Dinge, die in Programmen oder Koalitionsverträgen stehen. Die Politik des Gehörtwerdens mit Bürgerbeteiligung war sicher das Wichtigste, was ich eingeführt habe, um Politik auf eine neue Ebene demokratischer Teilhabe zu führen. Wir kommen da in eine neue Phase, und das hat mich auch motiviert, weiterzumachen.

Unlängst soll einer Ihrer Minister angesichts der klimapolitischen Blockade des Koalitionspartners ausgerufen haben: „Nie wieder CDU“.

Naja, man klagt immer über die, die man gerade hat. Man hat ja nur vergessen, wie mich die SPD während der vorherigen Koalition wirklich jeden Monat öffentlich geärgert hat. Neulich hat ja unsere Landesvorsitzende gesagt, die CDU sei in der Klimapolitik ein Klotz am Bein. Da kann ich nur sagen: Der Koalitionspartner ist gewissermaßen immer ein Klotz am Bein. Der will halt öfter etwas anderes, weil er ja eine andere Partei ist. Mit der CDU hat man andere Probleme als mit der SPD. Mit einem Dreierbündnis wäre es vielleicht nochmal komplizierter.

Ist das nicht die Beschreibung einer „Gesellschaft der Stagnation“, wie das der Soziologe Andreas Reckwitz nennt? Wir haben hohen Veränderungsbedarf, wir sehen die Probleme, aber es gibt keine Politik oder Mehrheit, sie zu beheben. Wie lässt sich diese Selbstblockade bei einer möglichen Regierungsbeteiligung der Grünen im Herbst in Berlin beenden?

Wenn man koaliert, darf man nicht nur Schnittmengen abgleichen. Man muss auch sehen, durch welche Themen Dynamik entsteht, damit nicht immer nur der kleinste gemeinsame Nenner rauskommt. Und dann braucht es eben neue Formate, die eine Dynamik auch aus der Bevölkerung heraus freisetzen. Das haben wir ja zum Beispiel beim Thema Artenschutz und dem Volksbegehren erlebt. Da eröffnen sich plötzlich neue Spielräume.

Es zeichnen sich für den Wahlkampf im Bund zwei Strategien ab, da ist Robert Habeck, der Kretschmann-mäßig die expliziten Merkel-Wähler abgreifen will…

Das ist gut. Und klug.

Gibt es die Merkel-Lücke auch noch mit Laschet als CDU-Vorsitzendem?

Das weiß ich nicht. Aber wenn ich die baden-württembergische CDU angucke… die haben bei der Vorsitzendenwahl mit Friedrich Merz ja gerade auf den Falschen gesetzt. Ich glaube, dass es eine erhebliche Zahl an Wählern gibt, die gut findet, was die Kanzlerin macht und nicht so gut, dass die CDU es hier in Baden-Württemberg immer ein bisschen anders macht.

Und dann gibt es die Strategie von Markus Söder, der die Grünen lobt, aber sagt: Ich brauche die gar nicht, ich bin selber grün.

Das funktioniert alles für Bayern. Wie lange, wird man sehen. Aber wenn man sieht, wie nett Söder zumindest auf Bundesebene zu den Grünen ist: Das ist ja schon fast der Beginn von Sondierungsgesprächen.

Zu Ihnen ist er besonders nett. Auf dem baden-württember-gischen CDU-Parteitag hat er die Kretschmann-Grünen mit dem FC Bayern verglichen, also dem Champions-League-Sieger.

Wir arbeiten regelmäßig zusammen für die „Südschiene“ und haben einen sportlichen Wettbewerb unserer Länder. Und man muss sagen, diese CSU ist für Bayern ja auch eine geniale Erfindung. Ich hab die immer ein bisschen still bewundert.

Oh…

Die CDU hält ja von Volksabstimmungen nichts. Aber in Bayern gibt es mit der CSU Volksentscheide sogar ohne Quoren. Die CSU schaut eher auf die Strömungen in der Bevölkerung und nicht einfach auf Lobbygruppen. Das unterscheidet sie ganz elementar von der CDU hier. Das passiert aber natürlich nicht immer zu unserer Freude. In der Flüchtlingspolitik ist das ins Populistische ausgefranst. Aber wenn die CSU merkt, dass das Volk grün will, dann hadern die nicht rum, sondern dann machen die grün. Ich sehe es immer mit einem gewissen Amüsement, wie sich da die beiden Schwesterparteien fundamental unterscheiden. Und zu wissen, was die Menschen umtreibt, ist richtig, relativ unideologisch und eine absolute Grundbedingung für Politik.

Links lesen, Rechts bekämpfen

Gerade jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt, braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit Polylux. Das Netzwerk engagiert sich seit 2018 gegen den Rechtsruck in Ostdeutschland und unterstützt Projekte, die sich für Demokratie und Toleranz einsetzen. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Noch bis zum 31. Oktober gehen 50 Prozent aller Einnahmen aus den Anmeldungen bei taz zahl ich an das Netzwerk gegen Rechts. In Zeiten wie diesen brauchen alle, die für eine offene Gesellschaft eintreten, unsere Unterstützung. Sind Sie dabei? Jetzt unterstützen

Mehr zum Thema

39 Kommentare

 / 
  • Das "Schlimme" an dem Interview sind ja nicht nur die Antworten des Erzspießers Kretschmann, sondern vielmehr die Fragen, die ihm die Bälle zuspielen. Wenn Grüne regieren und für das Thema Erhaltung der Natur nicht mehr dabei herausspringt als der Bau von Windrädern (und dessen Beschleunigung), dann muss man sich nicht wundern über die inhaltsleere Annäherung der "Südschiene"-Staaten. Wer von Bayern nach Ba-Wü kommt, der wird auch optisch keine großen Unterschiede erkennen (Flächenfraß und Zersiedelung, Gewerbegebiete, Verkehrsinfrastruktur, Agroindustrie...). Bei der Gründung der Grünen in Karlsruhe 1980 hieß es einmal: Anders leben, anders Wirtschaften...



    Von einem vernünftigen Interview mit einem grünen MP hätte ich schon erwartet, dass der Grüne sich nicht nur mit Windkraft und Elektroauto aus dem Staub hätte machen dürfen.



    Witzig finde ich immer, wenn Leser/Briefschreiber Neoliberalismus-Kritikern immer gleich mit der Wirtschaftsform der DDR kommen. Kein Mensch will dahin zurück. Aber es darf wohl auch einmal gesagt werden, dass so gut wie alle in Deutschland vom Aussterben bedrohten Arten die DDR besser überlebt haben als die BRD.

    • @Berndt Fischer:

      warum wohl?



      Es gibt nur einen Grund:



      Die DDR wurde bereits vor 30 Jahren abgeschaltet.



      Damals gabs auch im Westen noch jede Menge Insekten auf der Kühlerhaube!

  • RS
    Ria Sauter

    Dieses Beispiel zeigt mal wieder:



    Es ändert sich nichts bei einem Politikwechsel.



    Der Satz in einem Kommentar ist so was von zutreffend, sinngemäß:



    Es nehmen nur andere Ärsche den Sitzplatz ein.

    • @Ria Sauter:

      Meine Grossmutter sagte einmal (Mein Opa wurde Nazi, als 1930 seine Bank kollabierte) : Die Ställe sind immer die Gleichen, nur die Schweine wechseln. Heute: Das Grundgesetzt ist OK, wenn es nicht diese Parteienwirtschaften (Männer, Lobbyisten wie Anthor) gäbe.Das Absurde dabei: Die 'Grünen' wollen den Parlamentarismus wieder sauber machen, leider aber mit den Altparteien, und ihre Wähler trauen den Altparteien auch nicht mehr....

  • Zitat von Hr. Kretschmann:

    "Wir müssen bei uns zeigen, dass der Kampf gegen den Klimawandel Arbeitsplätze und Wohlstand sichert und sozialverträglich ist."

    Wollen wir ihm nicht so langsam mal den Tipp geben, dass Wohlstandssicherung und Arbeitsplätze nur dem Neoliberalismus in die Karten spielt? Und alles, was dem Neoliberalismus in die Karten spielt das Klima nachhaltig schädigen wird?

    • @Troll Eulenspiegel:

      @Troll Eulenspiegel

      Unabhängig davon, dass Sie "Neoliberalismus" als Kampfbegriff missbrauchen und die originäre Bedeutung offensichtlich nicht kennen frage ich Sie: Wie sah denn die Umwelt in den von Ihnen bevorzugten Systemen aus - z.B. in der DDR?



      Belastete Böden, wilde Deponien, giftige Müllkippen, beissende Braunkohleschwaden und jede Menge anderer Altlasten?

      • @Robert Rolf:

        Das wäre ja ein Wohlstandsproblem.

        Belastete Böden, wilde Deponien, giftige Müllkippen, beißende Braunkohleschwaden und jede Menge anderer Altlasten entstehen, weil Präsidenten und sonstige Obrigkeiten mit dem Geld, was diese Probleme beseitigt, ihren Luxus befriedigen wollen. Wenn man schon Präsident ist, dann will man ja jeden Tag einen maßgeschneiderten Militäranzug tragen und in einer Villa leben!

        Machtmissbrauch und Gewalt gegen die Bevölkerung und gegen die Natur ist nunmal etwas, was die Marx-Nachahmer leider nicht verstanden haben. Aber gut, in Ländern von Mittel- und Südamerika ist Konsum und Kapital kein großes Thema, dafür die Umwelt umsomehr. Wenigstens etwas Hoffnung. Oh wie schön ist Panama sagte Janosch einst! Oder war das die Tigerente? Das Land mit hoher Erzeugung regenerativen Energiequellen ist tatsächlich sehr schön, ein wahres Paradies für Steuerflüchtlinge!

        Aber ich wundere mich über den Fingerzeig auf "die anderen". Wie wenn die erste Welt nichts zu Schulden hat kommen lassen. Oder doch Schuld trägt aber davon ablenken möchte?

  • Liebe TAZ,



    habt ihr für die Überschrift einen von der Bild-Zeitung ausgeliehen?



    Das ist für die TAZ unwürdig so eine Überschrift aus dem gesagten zu fabrizieren!

    • @Fridolin:

      Das scheint mir einfach ein falsches Zitat zu sein und das geht natürlich nicht. Die Überschriften haben aber schon länger und gehäuft eine Tendenz zum Provokativen und Irreführenden und zu einer Abkopplung vom wirklichen Inhalt der Artikel. Ein ganz falscher Weg, aus meiner Sicht.

      • @Benedikt Bräutigam:

        Nennt man "Öl ins Feuer gießen". Verkauft sich gut (siehe Twitter)

  • Der Titel ist reißerisch und einseitig. Denke eigentlich, dass die taz dergleichen nicht nötig hat. Wie üblich: In den Kommentaren wird einiges zurechtgerückt und Fehlendes nachgereicht. Kommentatoren als unbezahlte Schreibende: kein schlechtes Geschäftsmodell.

  • Däh&Zisch - Mailtütenfrisch - legt nach:

    “BaWüGrün -

    Hab mehr vom Kretschmann-Interview gelesen, und sieh an: Wo viel Wind ist, ist auch viel Schatten.



    "Windräder sind heute global ein marktfähiges Gut und das gäbe es ohne Deutschland nicht. Was unter der rotgrünen Bundesregierung für die Energiewende angestoßen wurde, hat einen weltweiten Siegeszug angetreten." Am schwäbischen Wesen soll die Welt genesen: www.vestas.com/en/...e#!company-profile



    (Hoffentlich klappt`s mit dem Englisch. "Dänen lügen nicht." - Otto Waalkes, Ostfriese und Komiker. Genau wie Winfried Kretschmann)“

    kurz - Schonn. Aber seiemer mit den holzgewindeknarzenden Ostfriesen -



    Gnädig.



    Aus Wüstungen - wie Kretsche aus Spaichingen sanns ja nun denn doch nicht - Im Stadtgebiet liegen …die Wüstungen Steinweiler, Stockingen und Niederhofen, das möglicherweise auch in Spaichingen aufgegangen ist.“ Gell.

    unterm—— wie passend —-



    “Wüstung (auch Ödung, Elende oder abgegangene Siedlung) ist die Bezeichnung für eine aufgegebene Siedlung oder Wirtschaftsfläche (Flurwüstung), an die nur noch Urkunden, Flurnamen, Reste im Boden, Ruinen oder örtliche mündliche Überlieferungen erinnern.…“ wiki



    & Däh



    Zum schwäbischen Wesen an dem die Welt genesen stand Spaichingen früh!



    “… Von Anfang September 1944 bis zum 18. April 1945 bestand in Spaichingen ein Außenlager des KZ Natzweiler-Struthof. Die Waffenfabrik Mauser aus Oberndorf verlegte unter dem Tarnnamen „Metallwerke Spaichingen“ einen Teil ihrer Produktion nach Spaichingen. Hunderte Frauen und Männer wurden nach Deutschland verschleppt und dort, aber auch in Textilbetrieben und bei Bauarbeiten zur Zwangsarbeit gepresst, mindestens 96 kamen dabei ums Leben.

    Das KZ Spaichingen wurde am 18. April 1945 aufgelöst; rund 400 Häftlinge wurden auf einen etwa wurden auf einen etwa zehntägigen Marsch in Richtung Allgäu getrieben.“



    de.wikipedia.org/wiki/Spaichingen

    Minstrandebede fällt da leicht. Gell.

    • @Lowandorder:

      Sorry - I forgot - aber jetzt paßt‘s -

      Heckler & Koch das Sturmgewehr.



      & klar doch! Nicht schwer!



      In Afrika - Kultur & Das Mauser-Gewehr



      liederjan.bandcamp...el-und-flinte-live Liederjan laßt gehn -



      “Bibel & Flinte“



      Was treiben wir Deutschen in Afrika



      Hört, hört



      Die Sklaverei wird von uns allda zerstört



      Und wenn so ein Kaffer von uns nichts will



      Den machen wir flugs auf ewig still



      Piff paff, piff paff, hurra



      O glückliches Afrika



      Wir pred´gen den Heiden das Christentum



      Wie brav



      Und wer´s nicht will glauben, den bringen wir um



      Piff paff



      O selig die "Wilden", die also man lehrt



      die "Christliche Liebe" mit Feuer und Schwert



      Piff paff, piff paff, hurra



      O glückliches Afrika

      Wir haben gar "schneidige Missionär'",



      Juchhei



      Den Branntwein, den Krupp und das Mausergewehr



      Die drei



      So tragen "Kultur" wir nach Afrika



      Geladen! Gebt Feuer! Halleluja!



      Piff paff, piff paff, hurra!



      O glückliches Afrika!“



      & Däh!



      “Ich bewundere die CSU“ - 🤑 -



      BVM - FJS - läßt - Grüßen - 👹 -



      Starfighter“Runter kommen sie immer!“

      Na Mahlzeit - 🤮 -

  • Wie bitte? Der soll nur so weitermachen! Wenn er jetzt auch noch die Amigobande Tandler Hohlmeier FJS Streibl Wiesheu Dobrindt Scheuer... ach ja und Waigel.. (by the way wo ist der gleich noch "Honorar" - Konsul? - richtig Liechtenstein !) bewundern tut, dann wähl ich links! Meeeiii... und jetzt habe ich den Nüsslein vergessen... und den Dr. Guttenberg,

  • Der Personenkult um den Interviewten, den die Grünen hier veranstalten ist absurd:

    "Er weiß was wir können!"

    Auf den großen Werbeflächen:

    "Sie kennen mich!"

    Inhalte? Null

    Habe eine geeignete Verschönerung gesehen:

    Er *überklebt* "fährt Daimler und damit Baschda"

    Warten auf irgendeine "Innovation"?



    Die gibt es seit inzwischen Jahrzehnten, sie werden halt nicht ein- oder umgesetzt.

    Aber das Schwobaränzle will halt weitergefüttert werden, beim Klima no ned hudla....*Seufz*

    • @Horstl Fambacher:

      Apropos: Sie kennen mich. Man könnte auf dem Plakat ergänzen:



      Er kann mich ...

      • @Thomas Kniep:

        Ja, effektive Werbung kann schon unterirdisch sein...

        Aber was will man machen, der Wurm muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler. Und wenn man weiter dranbleiben will braucht man schon auch ein paar Stimmen von denen die ehemals die Schwarzkassenparteien gewählt haben - die stehen auf son Mist...

        Extremer Pragmatismus ich weiß - aber besser so, als dass die Eisenfrau das große Latinum wieder einführt...

  • "…in Baden-Württemberg nicht…"

    Natürlich nicht. Der Wind weht nun mal stärker an der Küste. BW hat mit das schlechteste Windkraftpotential: diercke.westermann...14-100770-1-73-3-0

  • Corona kann man auch lokal lösen wenn man will, egal was am anderen Ende der Welt läuft.

    Beim Klimawandel dagegen ist ein nationales 1,5°C Ziel sinnlos, weil unerreichbar solange andere fleißig neue Kohlekraftwerke bauen. Wer da als erster zuckt und seine Wirtschaft runterfährt hilft nur der Konkurrenz.

    • @Descartes:

      Die Begrenzung der Erhitzung auf 1,5 ° C ist kein nationales Ziel, sondern Ziel des Pariser Abkommens. Diesem sind Deutschland wie viele andere Staaten bereits 2015 beigetreten. Allerdings hat Deutschland dies bisher mit Füßen getreten. Und viele Parteien machen da auch kaum den Eindruck, daran ernsthaft etwas ändern zu wohlen. Es geht darum, den Teil zur Erreichung des Ziels beizutragen. Zumal Deutschland immens Treibhausgase ausgestoßen hat und davon profitiert hat. Sollte Deutschland Anstrengungen zeigen die Klimaziele umzusetzen, so kann es sich innerhalb der EU und darüberhinaus dafür einsetzen, dass andere Staaten es ihm gleichtun und diese bei ihrer Umsetzung zu unterstützen.

  • "Nein, ich würde es nicht mehr machen, vor allem aus der Erfahrung, wie damit umgegangen wird."

    Mein Fehler war, dass die anderen zu blöd sind, zu verstehen, dass ich keine Fehler mache.



    Die Grünen sind (nicht nur in BW) absolut unwählbar geworden.

    • @Orwell1984:

      Ich machte spaßeshalber mal den Wahl-O-Mat. Laut dem bilden die Grünen kaum ein ökologisch-soziales Programm ab und rangieren sogar hinter der SPD. Weiter vorne sind dann Die Linke, Die Partei und die Klimaliste ...

  • Däh&Zisch - Mailtütenfrisch - stimmt ein

    “CSU

    "Ich bewundere die CSU" Na klar doch: taz.de/!t5015706/ Warum erinnert mich das Foto an einen ehemaligen Hessen-MP?



    Das Motto bleibt: "Wer toppt Strauß?" “

    • @Lowandorder:

      & legt in der Sache gekonnt lässig nach:

      "Das Problem, das die jungen Leute ansprechen, ist richtig: Wie legen wir Tempo zu? " Durch Tempolimit? Das geht ganz schnell.“

      kurz - Liggers. Aber da is Abgas.Benz ⭐️



      Vor - 🤑 - Gellewelle.



      & Gell =>



      Erscht kommt die Kehrwoch 🧹

  • Unternehmerlandschaft...

    Also ich erinnere mich in den Industrieblättchen die man als Ingenieur so erhält war nach dem ersten Atomausstieg (dem vor Fukushima) der Tenor: Businessoportunity! die Industrie kann 25% Energie sparen wenn man Antriebe modernisiert (weil der alter Kram Jahrzehnte läuft und Energie oft verschwendet)



    Wie viele Firmen haben denn unsere Reichen und Besitzenden bis heute umgerüstet? Alles was nicht neu angeschafft wurde hat oft museale Qualitäten!

    Und zum Thema Windräder - haben se hier auch gebaut. Rentabel dank Zuschüssen vom Staat. Im Schwarzwald haben se bei mehr Wind nicht gebaut, weil unrentabel. Hier wurde gebaut - weil das laut Grüne hier so sein muss. Nicht das man nicht 50km weiter, oben auf der Schwäbischen Alb neben A8 und ICE Strecke nicht mehr Wind und weniger Anwohner hätte. PS: 50km Stromleitung beherrschen wir inzw. seit fast 150 Jahren!

    bin mal gespannt ob die in 20 Jahren die 100-200 Tonnen Stahlbeton im Wasserschutzgebiet einfach zubuddeln... Denn, was man nicht sieht ist ja nicht da.

    Grüne? No Way!

  • Der Herr Ministerpräsident bestreitet, dass Corona mit der Klimakrise vergleichbar ist. Ich halte dagegen: Corona ist eine globale Simulation genau jener Zustände, die auf uns zukommen oder in Teilen der Welt schon Realität sind. Das in Abrede zu stellen ist mindestens so merkwürdig wie Kretschmanns Einlassung, für Corona gebe es eine Impfung, für die Klimakatastrophe auch irgendwann etwas "Innovatives". Womit er auch ganz subtil eine Botschaft an seine neugrün-bürgerlichen WählerInnen setzt: Im Grunde muss sich nicht viel ändern, und Ihr Euch schon gar nicht: Bisschen Gelber Sack, Biotonne und ab und an Radfahren und eine vegetarische Pizza essen - mehr muss nicht. Mit den großen Innovationen ("vom Daimler"?) werden wir die Klimakrise schon wuppen! - Bin ich allein mit meiner Wahrnehmung, dass Winfried Kretschmann mittlerweile intellektuell auf Söder-Niveau kommuniziert? Wobei und immerhin: Mit seiner Bewunderung für die bayerischen Amigos hält er ja nicht hinterm Berg.

    • @Kreisler:

      Wenn Corona nur "eine jener Zustände" ist, die mit der Klimakrise auf und zukommen, dann ist die Klimakrise als Summe vieler Zustände rein rechnerisch schon mehr. Ergo sind beide nicht vergleichbar. Und das man mit Abstand halten oder Masken tragen nicht gegen den Klimawandel angehen kann ist doch auch irgendwie logisch. Wa?

    • @Kreisler:

      Schonn.

      “ Bin ich allein mit meiner Wahrnehmung, dass Winfried Kretschmann mittlerweile intellektuell auf Söder-Niveau kommuniziert?“

      Aber irgendwas mit Innovation.



      Das is Dr. 🪖 🥬-Niveau! Gellewelle.



      Bei AtomR - „entscheidend was hintern rauskommt!“ Ministrande-Niveau:



      Ha noi! Bede & sei‘s für Mutti - 😱 -

      kurz - Voll 🍐 & Ohwie - 😂 -



      Hauptsache die Abgasklappen gehn auf •

  • Ich finde auch auf den Wahlplakaten hier im Ländle sollte stehen: Nicht Grün wählen-wegen Kretschmann!

  • Eine Aussage, die für so manchen "Grünen" mittlerweile typisch ist...

  • Na Servus & Da Schau Her - 😱 -

    „Ich bewundere die CSU“

    Danke - MR. K&Schrägschisser-Vert - You made my day - 😂 -

    Das. Ist die VXXLte.



    Die Neuste aber wieder wie Arschauf🪣 passende Variation! Gellewelle 🧹



    Des steinalten Spruchs - Reloaded =>



    ”Wer in Baddewüddeberg beie Grüne is. Gell.



    Der wär in Bayern in der CSU!“ - 🤮 -

    Na Mahlzeit

    kurz - Das unser aller le petit chefle Immergriiens Bayernkurier di taz PU -



    Das - Abnickt - wie unlängst den Hyperperformer “alter Blödmann(sei Perle;) Lindner.



    IST KEINE EINE FRAGE - ABER SOWASVONVERZICHTBAR - 👹 -

    • 0G
      06438 (Profil gelöscht)
      @Lowandorder:

      ""Die Neuste aber wieder wie Arschauf-passende Variation! Gellewelle.""



      ==



      Stimmungsmache hilft nicht unbedingt einen Zug stoppen zu wollen -- von dem man häufig lediglich annimmt das er einem entgegen kommt.

      Tschechien erhält von Sachsen und Bayern Impfstoff und Schnelltests - und ist damit der EU 10 km vorraus.

      Oder hat Differenzierung & Lösungskompetenz bereits ausgedient?

      • @06438 (Profil gelöscht):

        Corianderwürzig - Sach ich mal so:

        “ …damit der EU 10 km vorraus.(sein) … hilft nicht unbedingt einen Zug stoppen zu wollen -- von dem man häufig lediglich annimmt das er einem entgegen kommt.…“ - 🤫 -

        Doch. Doch. Da is was dran.



        “ Nevím. Wohin i fohr. Je schneller i fohr. Je ehr bin i do!“



        Das hätte ollen Schwejk auch nicht besser hingekriegt.



        “Disziplin, ihr Heuochsen, muß sein, sonst möchtet ihr wie die Affen auf die Bäume klettern. Aber das Militär wird aus euch Menschen machen, ihr Trotteln.” Und is das nicht wahr? Weil!



        "Ich habe Selbstmörder sehr gern, also nur lustig ans Werk."

        So geht’s doch auch

        • 0G
          06438 (Profil gelöscht)
          @Lowandorder:

          Im letzten Jahrhundert stecken geblieben?

          • @06438 (Profil gelöscht):

            Als einer - der erkennbar mit den Zugrichtungen n Problem hat. Gelle.



            Würd ich als erstes mal versuchen - die Schuhe zuzubinden.



            & dann erst - Gellewelle&Wollnichwoll!



            Schaugnmer weiter.

    • @Lowandorder:

      "Wer in Baddewüddeberg beie Grüne is. Gell.

      Der wär in Bayern in der CSU!"

      Haben B90/Grüne nicht auf ihrem letzten virtuellen Parteitag explizit gegen mehr direkte Demokratie gestimmt?

  • Mal ne ganz, ganz kleine Lanze für Kretschmann gebrochen. Bei aller berechtigten Kritik. Als Grüner in einem Bundesland, in dem rund 25% der Arbeitsplätze von der Automobilindustrie abhängig sind, in einer Koalition mit einer stockkonservativen CDU und kaum vorhandener strategischer Unterstützung in der Opposition, ist wohl sehr viel mehr gar nicht drin. Wie die Wähler im Ländle wirklich ticken, sieht man besser an den Wahlergebnissen zur Bundestagswahl.

    "Die CSU schaut eher auf die Strömungen in der Bevölkerung und nicht einfach auf Lobbygruppen."

    Aber hier hab ich dann fast meinen Kaffee mit samt Tasse und Küchentisch verschluckt. Das kann er im Ernst so einfach nicht gesagt haben....

  • Ich kann verstehen warum Baden Württemberg Kretschmann Land ist. Es ist einfach erfrischende Zuversicht gepaart mit merklich hoher Intelligenz für einen Politiker. Und kaum ein anderer Grüner würde die CSU in dem Maße loben.

    • @lord lord:

      Ihre Intelligenz-Parameter - 😂 - Hola.

      “ Und kaum ein anderer Grüner würde die CSU in dem Maße loben.“

      Wie sagte es Rebers so fein. “Provinz?!



      Sie wissen doch - Was Provinz ist?!



      Provinz ist da: Wo die Lehrer zu den Intellektuellen zählen!“ 😂😂😂😂😂

      Andres Rebers Ein Lied für Christian Wulf - 🐺 🐕 🦌 -



      m.youtube.com/watch?v=bp-V5_jQHiE

      (ps btw & entre nous only - was auf gau platt n Lord is - erklär ich wg Netti mal besser nich!;))



      Aber der geht

      Daddeldu malte im Hafen mit Teer



      Und Mennig den Gaffelschoner Claire.



      Ein feiner Herr kam daher,



      Blieb vor Daddeldun stehn

      Und sagte: „Hier sind fünfzig Pfennig,



      Lieber Mann, darf man wohl mal das Schiff besehn?“



      Daddeldu stippte den Quast in den Mennig,



      Daß es spritzte, und sagte: „Fünfzig ist wenig.



      Aber, God demm, jedermann ist kein König.“

      Und der Fremde sagte verbindlich lächelnd: „Nein,



      Ich bin nur Fürst Wittgenstein.“



      Daddeldu erwiderte: „Fürst oder Lord –



      Scheiß Paris! Komm nur an Bord.“



      Wittgenstein stieg, den Teerpott in seiner zitternden Hand,

      Hinter Kutteln das Fallreep empor und kriegte viel Sand



      In die Augen, denn ein schwerer Stiefel von Kut-



      Tel Daddeldu stieß ihm die Brillengläser kaput,



      Und führte ihn oben von achtern nach vorn



      Und von Luv nach Lee …



      de.wikisource.org/...BCrst_Wittgenstein