+++ Corona-News am Freitag +++: Brennpunkt New York

Italien verlängert Schulschließungen. Johnson positiv auf Corona getestet. Die USA sind das Land mit den meisten Infizierten.

Ein Mann mit Schal vor dem Mund an einer U-Bahnhaltestelle

Die Subways leeren sich in New York, dem US-amerikanischen Coronaepizentrum Foto: AP Photo/John Minchillo

15.39 Uhr: Das Rote Kreuz warnt vor sozialen Unruhen in den Großstädten, wenn Arme und Randgruppen durch die Pandemie ihre Arbeit und damit ihre Lebensgrundlage verlieren. Auch die Gefahr von Selbstmorden steige bei einigen Menschen in der Isolation, sagt der Chef vom Roten Kreuz und Roten Halbmond, Francesco Rocca. Er befürchte binnen Wochen soziale Probleme in Brennpunkten in den Großstädten. „Dies ist eine soziale Bombe, die jeden Moment explodieren kann – weil sie keine Chance haben, an ein Einkommen zu gelangen.“

15.19 Uhr: Die Zahl der Todesfälle in Großbritannien ist auf 759 gestiegen, laut Angaben der Behörden sind insgesamt 14.579 Personen mit dem Virus infiziert.

14.50 Uhr: Italienische Schüler müssen länger als bis zum Ende des zunächst geplanten Zeitraums 3. April zu Hause bleiben, sagt Bildungsministerin Lucia Azzolina dem Sender RAI. Schulen und Universitäten in Italien sind seit dem 5. März landesweit geschlossen.

14.24 Uhr: Auch im russischen Präsidialamt ist die Pandemie angekommen: Ein Mitarbeiter der Verwaltung habe sich angesteckt, sei aber nicht mit Präsident Wladimir Putin in Kontakt gekommen, teilt der Kreml mit.

14.17 Uhr: In den Niederlanden scheint sich die Ausbreitung des Virus laut Behörden zu verlangsamen. Es sei zu hoffen, dass man bald sagen könne, ob die soziale Distanzierung und andere Maßnahmen, die Mitte des Monats eingeleitet worden seien, sich nun entsprechend auswirkten, teilt das Nationale Institut für Gesundheit mit. Die Zahl der Infektionen stieg auf 8.603, die Zahl der Todesfälle auf 546.

14.02 Uhr: Auch der britische Gesundheitsminister Matt Hancock ist mit dem Coronavirus infiziert.

14.01 Uhr: Der Deutsche Gewerkschaftsbund und die IG Bauen-Agrar-Umwelt warnen vor einem Aufweichen des Mindestlohns für Erntehelfer. Dieser gelte uneingeschränkt auch für Saisonarbeit in der Landwirtschaft. Akkordlöhne seien erlaubt, dürften aber nicht zu einem Verdienst von weniger als 9,35 Euro führen.

13.57 Uhr: Deutschland will insgesamt 127 Intensivpatienten aus Frankreich und Italien versorgen, das erklärt ein Sprecher des Auswärtigen Amtes. Deutschland hat derzeit eine relativ geringe Zahl an Toten zu beklagen und verfügt noch über freie Intensivbetten.

13.31 Uhr: Die Arbeitslosenquote in den USA könnte zum Höhepunkt der Krise auf zwischen 10 und 20 Prozent steigen, bis zum Ende des Jahres jedoch schnell wieder auf 7 oder 8 Prozent sinken, sagt Robert Kaplan, Präsident des Ablegers der Federal Reserve in Dallas.

13.20 Uhr: Die Zahl der Todesfälle in der Schweiz ist nach amtlichen Angaben auf 197 gestiegen. Bei 12.161 Personen sei die Krankheit bestätigt worden.

13.10 Uhr: In Italien hat die Pandemie nach Einschätzung der Behörden noch nicht ihren Höhepunkt erreicht. Es gebe aber „Anzeichen für eine Verlangsamung“ bei den Infektionszahlen, sagt Silvio Brusaferro, Leiter des nationalen Gesundheitsinstituts.

12.59 Uhr: Bisher sind nach Angaben des Auswärtigen Amts bereits 160.000 deutsche Reisende aus dem Ausland zurückgeholt worden. Auf den Flügen seien mittlerweile auch EU-Bürger anderer Nationalitäten an Bord. Man komme nun in eine Phase, in der die Rückführung schwieriger wird, unter anderen weil Länder die Flughafenkapazitäten drastisch beschränkten.

12.51 Uhr: In Spanien zeichnet sich nach Behördenangaben eine allmähliche Stabilisierung bei der Zahl der Todesfälle ab. Die Zahl der Virus-Todesfälle in Spanien stieg über Nacht um 769 auf 4.858, während die Gesamtzahl der Infizierten auf 64.059 zulegte.

12.48 Uhr: Im Großraum Paris stehen in den Kliniken nach Angaben des französischen Krankenhausverbands kaum noch Betten für Intensivpatienten zur Verfügung. „In 24 oder 48 Stunden werden wir am Rand unserer Kapazitäten sein.“ Dann komme es darauf an, dass sich andere Regionen solidarisch zeigten und Patienten übernähmen, sagt Ministerpräsident Edouard Philippe. Mehr als ein Viertel der Infektionen in Frankreich entfallen auf Paris plus Vorstädte. Knapp 1.700 Menschen sind gestorben, darunter eine 16-Jährige ohne Vorerkrankungen.

12.20 Uhr: Der britische Premierminister Boris Johnson hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. „In den vergangenen 24 Stunden habe ich milde Symptome festgestellt“, erklärt Johnson. Er werde nun den „Kampf der Regierung gegen das Virus per Videokonferenz steuern“.

12.00 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel wird sich am Montag einem dritten Coronavirus-Test unterziehen. Sollte dieser erneut negativ ausfallen, wird sich Merkel mit Fachleuten beraten, ob sie ihre Quarantäne beenden kann.

11.40 Uhr: Die großen Volkswirtschaften werden mit jedem Monat, in dem das öffentliche Leben stillsteht, zwei Prozentpunkte des jährlichen Wachstums einbüßen, schätzt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Vor allem der Tourismussektor werde in diesem Zeitraum um 50 bis 70 Prozent einbrechen.

11.30 Uhr: Als Zeichen der Verbundenheit und Ermutigung sollen im Saarland ab sofort jeden Abend um 19.30 Uhr die Kirchenglocken läuten, sagt der Bischof des Bistums Speyer, Karl-Heinz Wiesemann. Alle seien eingeladen, in dieser Zeit auch eine Kerze ins Fenster zu stellen.

11:26: Der Bundesrat hat dem rund 750 Milliarden Euro schweren Hilfspaket der Regierung zugestimmt, sagte der Bundesratspräsident Dietmar Woidke (SPD) in Berlin. Die entsprechenden Gesetze können in Kürze in Kraft treten.

11.09 Uhr: Im Iran ist die Zahl der Todesfälle binnen 24 Stunden um 144 auf 2.378 gestiegen. Die Zahl der Infektionen erhöhte sich auf 32.332, wie das Gesundheitsministerium mitteilt.

11.01 Uhr: Wegen der enormen Arbeitsbelastung für Beschäftigte in versorgungsrelevanten Bereichen fordert die Gewerkschaft Verdi eine steuerfreie Prämie von 500 Euro. Die Arbeitgeber sollten die finanzielle Anerkennung monatlich zahlen, solange die Krise andauere, erklärt Verdi-Chef Frank Werneke.

10.25 Uhr: Die Abiturprüfungen für rund 88.000 angehende Abiturienten in Nordrhein-Westfalen werden um drei Wochen verschoben, wie Schulministerin Yvonne Gebauer mitteilt. Die Prüfungen beginnen demnach am 12. Mai.

10.13 Uhr: Das Forschungsinstitut Prometeia rechnet dieses Jahr mit einem Einbruch des italienischen Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 6,5 Prozent. Zugleich werde die Verschuldung in Italien bis zum Jahresende auf 150 Prozent des BIPs steigen, erklären die Experten.

9.58 Uhr: Flächendeckende Coronatests wie in Südkorea seien in Deutschland undurchführbar, sagt Ute Teichert, Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, dem Nachrichtenportal t-online. Grund dafür sei die unzureichende Anzahl der Amtsärzte, so Teichert.

9.45 Uhr: Die Regierung von Malaysia stellt ein umgerechnet gut 52 Milliarden Euro schweres Konjunkturpaket vor, das betroffene Bürger und Unternehmen unterstützen soll. Die Zahl der dort bestätigten Infektionen hat sich diese Woche auf über 2.000 verdoppelt, 23 Todesfälle wurden bislang erfasst.

9.37 Uhr: In Russland ist die Zahl der bestätigten Coronafälle nach Behördenangaben um 196 auf 1.036 gestiegen. Das ist der bislang höchste Zuwachs binnen eines Tages. Zudem wurde der mittlerweile vierte Todesfall gemeldet.

9.26 Uhr: Usbekistan meldet den ersten Todesfall, es handelt sich laut Gesundheitsministerium um eine 72-jährige Frau. Das Innenministerium weitet seine Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie aus und setzt den Passagierverkehr zwischen den einzelnen Landesteilen bis auf weiteres aus.

8.40 Uhr: Der stellvertretende Fraktionschef Carsten Linnemann (CDU) fordert von der deutschen Wirtschaft Vorschläge zu Exit-Strategien für die Zeit nach Ostern. Es sei zu klären, wie man auf längere Sicht den Handel und die Gastronomie wieder öffnen und gleichzeitig vernünftig und adäquat mit diesem Virus umgehen könne, sagt der CDU-Politiker zu RTL/ntv. Dazu brauche Deutschland eine Ausweitung der Tests.

8.42 Uhr: Ungarns Regierung verhängt eine zweiwöchige Ausgangssperre ab Samstag. Einkäufe und körperliche Betätigungen im Freien sind weiterhin erlaubt, allerdings gilt ein Kontaktverbot, wie Ministerpräsident Viktor Orbán mitteilt. Aktuell sind 300 Infektionen und zehn Todesfälle bestätigt.

8.30 Uhr: Volkswagen ruft die Europäische Zentralbank (EZB) dazu auf, zur Stabilisierung der Märkte verstärkt kurzfristige Schuldtitel von Firmen zu kaufen.

8.16 Uhr: Erstmals meldet auch Südafrika Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Zwei Menschen seien an den Folgen von Covid-19 gestorben, teilt das Gesundheitsministerium mit. Die Zahl der Infektionen stieg auf über 1.000.

7.56 Uhr: Chinas Präsident Xi Jinping hat nach Angaben seiner Regierung in einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump für eine Verbesserung der bilateralen Beziehungen geworben. China sei bereit, die USA im Umgang mit dem Coronavirus zu unterstützen. Zuvor hatten Trump und verschiedene ranghohe US-Politiker die chinesische Regierung im Zusammenhang mit der Coronakrise wiederholt kritisiert.

7.44 Uhr: Nach zahlreichen anderen Notenbanken hat nun auch die indische Zentralbank ihre Zinsen gekappt, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie abzufedern.

6.25 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) gibt die Zahl der bekannten Infektionen in Deutschland mit 42.288, das sind 5.780 mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle steigt um 55 auf 253.

4.53 Uhr: Australien stellt Tausende aus dem Ausland heimkehrende Bürger unter Quarantäne. In Australien sind bis heute 3.000 Infektionen bekanntgeworden. Anfang März waren es noch weniger als 100.

4.01 Uhr: Singapore Airlines hat sich nach eigenen Angaben Finanzmittel in Höhe von bis zu 13 Milliarden Dollar gesichert, um durch die Viruskrise zu kommen. Der Mehrheitseigner der Staatsfonds von Singapur, Temasek Holdings, stellte sich hinter die Ausgabe von Aktien und Wandelanleihen der Fluggesellschaft.

3.56 Uhr: Die USA sind inzwischen das Land mit den meisten Virusinfektionen. Mit mehr als 82.000 gemeldeten Fällen überholten die USA China, wo zuletzt über 81.000 Erkrankungen gezählt wurden. In den USA starben bisher über 1.200 Menschen an der durch das Virus ausgelösten Krankheit Covid-19, vor allem in New York. Als nächster Brennpunkt gilt unter Experten New Orleans, wo Karnevalsfeiern die Verbreitung beschleunigt haben sollen.

2.52 Uhr: Die Zahl der Coronafälle ist in Südkorea auf 9.332 gestiegen, meldet die koreanische Seuchenschutz-Behörde.

2.05 Uhr: Im US-Repräsentantenhaus soll um neun Uhr Ortszeit (14 Uhr MEZ) die Debatte über das rund 2 Billionen Dollar schwere US-Hilfspaket beginnen, das der Senat am Mittwoch abgesegnet hat.

1.49 Uhr: Die Bundesregierung hat die Einreisebeschränkungen auf Asylbewerber ausgedehnt, meldet der Focus unter Berufung auf Regierungs- und Koalitionskreise. Diese müssten damit rechnen, ab sofort an der Bundesgrenze abgewiesen zu werden.

1.37 Uhr: In Festlandchina melden die Behörden 55 Neuinfektionen (Stand Donnerstag). Alle anderen Fälle stünden im Zusammenhang mit Reisenden aus dem Ausland. Insgesamt seien damit jetzt 81.340 Infektionen bekannt. Die Zahl der Todesopfer stieg bis Donnerstag auf 3.292.

1.32 Uhr: Der französische Präsident Emmanuel Macron plant mit US-Präsident Donald Trump eine neue Initiative im Kampf gegen die Pandemie. Er habe mit Trump zu dem Thema „ein sehr gutes Gespräch“ gehabt, schreibt Macron auf Twitter.

1.06 Uhr: Die US-Ratingagentur S&P hat BMW und Daimler wegen der Coronakrise heruntergestuft und den Ausblick von Volkswagen auf negativ geändert. (rtr)

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■ Das neuartige Coronavirus trägt die offizielle Bezeichnung SARS-CoV-2. Es ruft die Krankheit mit dem offiziellen Namen Covid-19 hervor. Der Virus ist von Mensch zu Mensch übertragbar.

Ab Januar 2020 hatte sich das Virus von der Stadt Wuhan in der chinesischen Provinz Hubei her ausgebreitet – inzwischen weltweit.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Ausbreitung des Coronavirus am 11. März 2020 zur Pandemie erklärt, also zu einer weltweiten Epidemie.

Alle Artikel der taz zum Thema finden sich im Schwerpunkt Coronavirus.

Eine Pandemie ist eine weltweite Epidemie, also regional nicht begrenzt. Bei einer Pandemie überträgt sich ein neuartiger Virus von Mensch zu Mensch.

■ Da es keine Grundimmunität gibt, keine spezifischen Medikamente und keine Impfung, führt das zu einer hohen Zahl an teils schweren Erkrankungen und Toten. Dies kann unter anderem zu einer Überlastung des Gesundheitssystems führen, wie es beispielsweise in Italien bereits regional zu beobachten war. Deshalb ist das Ziel, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, damit nicht zu viele Menschen gleichzeitig schwer erkranken.

Auf eine weitreichende Beschränkungen sozialer Kontakte hatten sich am 22. März 2020 die Bundeskanzlerin und Regierungschefs der Länder geeinigt. Damit sollte der Anstieg der Fallzahlen verlangsamt und eine Überlastung des Gesundheitssystems möglichst verhindert werden. Im April sowie im Mai beschlossen Kanzlerin und Länderchefs dann schrittweise Lockerungen. Die Kontaktbeschränkungen bleiben grundsätzlich bis zum 29. Juni bestehen. Details regeln weiterhin die Länder. (Hier eine Übersicht der Bundesregiergung zu Regelungen in den Ländern). Im Fall regionaler schneller Anstiege der Infektionszahlen sollen die Behörden vor Ort sofort mit neuen Beschränkungen reagieren.

■ Einen Abstand von mindestens 1,5 Metern soll man weiterhin draußen zu allen anderen Menschen außer der Begleitung einhalten.

■ Ein Mund-Nasen-Schutz muss in ganz Deutschland beim Einkaufen und im Öffentlichen Personennahverkehr getragen werden.

■ Seit Anfang Mai gilt: Angehörige zweier Haushalte dürfen sich grundsätzlich treffen – beispielsweise also zwei Familien oder zwei Wohngemeinschaften. In einzelnen Bundesländern gibt es darüberhinaus Spezialregelungen.

Schulen und Vorschulen sollen unter Auflagen noch vor dem Sommer wieder für alle Kinder öffnen.

■ In Kliniken und Pflegeeinrichtungen wurden die Regeln gelockert: PatientInnen oder BewohnerInnen können wieder durch eine bestimmte Person besucht werden.

Alle Geschäfte in Deutschland dürfen unter Auflagen wieder öffnen – ohne Quadratmeterbegrenzung der Verkaufsfläche.

Im Sport ist das Training unter freiem Himmel wieder erlaubt. Freizeitsportler müssen sich aber an bestimmte Auflagen halten. So muss eine Distanz von mindestens 1,5 Metern gewährleistet sein.

Die Fußball-Bundesliga hat die Saison seit Mitte Mai mit Geisterspielen fortgesetzt – zumindest die erste und zweite Liga der Männer. Die Fußballbundesliga der Frauen bleibt hingegen zunächst ausgesetzt. Vor Publikum werden in dieser Saison in jedem Fall keine Spiele mehr stattfinden.

Großveranstaltungen bleiben bis zum 31. August verboten.

Bei Restaurants sollen die Bundesländer eine schrittweise Öffnungen selbst regeln. Auch für Kinos, Theater, Hotels oder Kosmetikstudios haben die Ländern die Lockerungen eigenständig zu verantworten.

■ Spielplätze sind unter Auflagen wieder geöffnet – darauf einigten sich Kanzlerin und Länderchefs bereits am 30. April.

Gottesdienste und Gebetsversammlungen sind wieder zugelassen – unter besonderen Anforderungen des Infektionsschutzes. Taufen, Beschneidungen und Trauungen sowie Trauergottesdienste sollen im kleinen Kreis möglich sein.

Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Zoos und botanische Gärten können unter Auflagen wieder öffnen.

Aktuelle Fallzahlen zum Coronavirus in Deutschland veröffentlicht das Robert-Koch-Institut (RKI).

Eine ausführliche Darstellung der COVID-19-Fälle in Deutschland bis auf Landkreisebene hat das RKI in einem Corona-Dashboard zusammengestellt. Auch gibt es tägliche Situationsberichte heraus.

Internationale Zahlen hat unter anderem die Weltgesundheitsorganisation WHO in einer interaktiven Grafik aufbereitet.

■ Ebenso weltweite Fallzahlen stellt die Johns Hopkins University auf einer interaktiven Karte dar.

■ Die Unterschiede bei den Fallzahlen von RKI, WHO und Johns Hopkins University bedeuten nicht, dass die Zahlen falsch sind. Differenzen ergeben sich vielmehr aus Melde-Verzögerungen und unterschiedlichen Quellen: Dem RKI werden die Fallzahlen von den Gesundheitsämtern über das jeweilige Bundesland übermittelt. Es meldet die Zahlen nach einer Prüfung dann weiter an die WHO – so kommt es zu Verzögerungen. Die Daten der Johns Hopkins University kommen nach eigenen Angaben aus verschiedenen öffentlich zugänglichen Quellen und können daher von jenen Zahlen von RKI und WHO abweichen.

Eine Erkrankung an Covid-19 nach einer Infektion mit dem Coronavirus äußert sich laut Bundesgesundheitsministerium durch grippeähnliche Symptome, wie trockenem Husten, Fieber, Schnupfen und Abgeschlagenheit. Auch über Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit, Durchfall sowie Schüttelfrost sei berichtet worden.

Die Inkubationszeit beträgt nach aktuellen Erkenntnissen wohl bis zu 14 Tage: Das heißt, dass es nach einer Ansteckung bis zu zwei Wochen dauern kann, bis Symptome auftreten.

■ Wichtig: Infizierte können den Virus schon übertragen, wenn sie selbst noch keine Symptome bemerken.

Der Coronavirus wird vor allem mit einer Tröpcheninfektion übertragen. Laut Robert-Koch-Institut sind theoretisch auch eine Schmierinfektion (über kontaminierte Oberflächen) und eine Ansteckung über die Bindehaut der Augen möglich. Nach bisherigen Erkenntnissen verlaufen mehr als 80 Prozent der Erkrankungen vergleichsweise mild. Wer meint, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben, sollte unbedingt

zu Hause bleiben und zum Telefon greifen. Dann entweder

■ beim Hausarzt anrufen

oder beim

■ Ärztlichen Bereitschaftsdienst: ☎ 116 117.

Telefonisch gibt es zudem noch weitere Stellen für Informationen:

■ Die Unabhängige Patientenberatung ist zu erreichen unter: ☎ 0800 – 011 77 22

Ein Bürgertelefon hat das Bundesgesundheitsministerium eingerichtet unter: ☎ 030 – 346 465 100

Für Gehörlose und Hörgeschädigte ist ein Beratungsservice des Gesundheitsministeriums per Fax zu erreichen: ☎ 030 – 340 60 66 07, sowie per Mail unter info.deaf@bmg.bund(dot)de und info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de

Ein Gebärdentelefon mit Videotelefonie findet sich unter: www.gebaerdentelefon.de/bmg/

Die aktuellen Risikogebiete für Ansteckungen hat das Robert-Koch-Institut bis zum 10. April 2020 veröffentlicht. Mittlerweile hat sich Covid-19 weltweit ausgebreitet. Ein Übertragungsrisiko bestehe daher „sowohl in Deutschland als in einer unübersehbaren Anzahl von Regionen weltweit“, schreibt das RKI.

Für Reisende gibt es weitere Informationen zu Covid-19 und Reisewarnungen beim Auswärtigen Amt.

■ Zum Infektionsschutz gibt es auf den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) umfassende Anleitungen zum richtigen Händewaschen, zu den angemessenen Regeln beim Niesen sowie auch Merkblätter zu allgemeinen Hygiene- und Verhaltensregeln.

■ Niesen oder Husten soll man möglichst in die eigene Armbeuge und versuchen, sich seltener ins Gesicht zu fassen.

Händwaschen sollte man regelmäßig und zwar mindestens 20 Sekunden mit Wasser und Seife.

■ Reduzieren sollte man den Kontakt zu anderen Menschen derzeit so stark wie möglich, empfiehlt die BGzA. Wenn man doch in der Öffentlichkeit unterwegs ist, soll man möglichst einen Abstand von zwei Metern zu anderen Menschen einhalten.

■ Das Infektionsschutzgesetz (IfSG) gilt bundesweit einheitlich und bisher richten sich die Maßnahmen der Behörden nach diesem Gesetz, schreibt unser rechtspolitischer Korrespondent Christian Rath in seinem Überblick zur Rechtslage.

■ Die Katastrophenschutzgesetze der Länder sind anwendbar, sofern sich die Lage zur Katastrophe zuspitzen sollte.

■ Die Bundeswehr kann im Rahmen der Amtshilfe heute schon tätig werden, etwa im Sanitätsbereich oder zur logistischen Unterstützung. Im Extremfall kann sie auch im Inland eingesetzt werden, um (gemeinsam mit der Polizei) die öffentliche Ordnung zu bewahren oder wiederherzustellen, etwa wenn geplündert wird oder Krankenhäuser belagert werden.

■ In den „Notstandsgesetzen“ ist das geregelt, zu denen die Artikeln 35, 87a und 91 des Grundgesetzes zählen. Die „Notstandsgesetze“ wurden 1968 gegen den Widerstand der Außerparlamentarischen Opposition (APO) beschlossen.

■ Gerüchte, Falschmeldungen und Verschwörungstheorien über das Coronavirus kursieren derzeit viele.

■ Aufklärung über viele Corona-Falschmeldungen bietet unter anderem der Verein Mimikama.at.

■ Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO hat in englischer Sprache eine eigene Seite zur Aufklärung von Mythen über den Coronavirus veröffentlicht.

■ Zu den häufigsten Fragen hat das Robert-Koch-Institut ein FAQ zu Corona veröffentlicht.

■ Weitere Fachinformationen finden sich ebenso auch auf einer Überblicksseite des Robert-Koch-Instituts.

■ Verhaltens- und Hygienetipps und ebenso in einem FAQ die häufigsten Fragen beantwortet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf ihrer Corona-Übersicht auf infektionsschutz.de.

■ Umfassend informieren kann man sich auch beim Bundesgesundheitsministerium.

■ Eine weltweite Übersicht bietet die Weltgesundheitsorganisation WHO.

Bundesweite Telefonnummern im Überblick:

Ärztlicher Bereitschaftsdienst: ☎ 116 117

Unabhängige Patientenberatung: ☎ 0800 011 77 22

■ Bürgertelefon des Bundesgesundheitsministeriums: 030 346 465 100

Beratungsservice für Gehörlose und Hörgeschädigte: Fax: 030 / 340 60 66 – 07 sowie per Mail: info.deaf@bmg.bund(dot)de / info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de

Gebärdentelefon (Videotelefonie): www.gebaerdentelefon.de/bmg

■ Bei Sorgen ist die Telefonseelsorge rund um die Uhr erreichbar unter: 116 123 sowie 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222.

■ Infos über Corona auf Türkisch hat die taz in ihrem Text „Koronavirüs Almanya'da“ zusammengestellt.

■ In weiteren Sprachen sammelt die taz Info-Texte under taz.de/coronainfo

■ Hygiene-Infos in weiteren Sprachen bietet die BZgA in Hygiene-Merkblättern unter anderem auf Türkisch “Viral enfeksiyonlar – hijyen korur!“ (PDF) sowie auf Englisch “Viral infections – hygiene works!“ (PDF)

Leichte Sprache: Informationen zum Coronavirus in Leichter Sprache stellt das Bundesgesundheitsministerium zur Verfügung.

Gebärdensprache: Das Bundesgesundheitsministerium beantwortet Fragen mittels Videotelefonie und ist dafür über ihr Gebärdentelefon zu erreichen. Dazu gibt es hier noch mehr Infos. Das Gebärdentelefon ist von Montag bis Donnerstag von 8 bis 18 Uhr sowie am Freitag von 8 bis 12 Uhr erreichbar. Ebenso möglich sind Fragen per Fax: 030 / 340 60 66 – 07 oder per E-Mail: info.deaf@bmg.bund(dot)de oder info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de.

■ Weitere Sprachen: Kurze Info-Flyer der Johanniter auf Englisch (PDF), Dari (PDF), Arabisch (PDF), Farsi (PDF), Türkisch (PDF), Russisch (PDF), Italienisch (PDF) und Französisch (PDF) hat der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge bereitgestellt.

International: Informationen zum Coronavirus in verschiedenen Sprachen stellt zudem die Weltgesundheitsorganisation WHO bereit.

wir pausieren vorübergehend die Kommentarfunktion: Wir freuen uns darauf, bald wieder von Euch zu hören.

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Bis dahin wünschen wir Euch eine gute Zeit!
Eure taz