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Weltwetterorganisation warnt vor El Niño Mit Vollgas in die nächste Tragödie

Nick Reimer

Kommentar von

Nick Reimer

Das Wetterphänomen El Niño kommt – ganz sicher und mit aller Härte. Ohne mehr Klimaschutz wird es immer so weiter gehen. Wann wird die Menschheit endlich klug?

I st man hinterher wirklich immer schlauer? Seit mehr als einem Vierteljahrhundert warnt die Wissenschaft vor den Folgen der Klimaerhitzung, beispielsweise, dass in einer wärmer werdenden Welt die Hochgebirge ihren Kitt verlieren – den nie auftauenden Permafrost. Allein in diesem August gab es ein halbes Dutzend Felsstürze in den Alpen, etwa am Matterhorn auf 3.900 Höhenmetern. Dabei hätte spätestens der Felssturz von Blatten, der im Wallis 2025 ein ganzes Bergdorf verschüttete, schon klarmachen müssen: Ohne Klimaschutz werden apokalyptische Ereignisse häufiger.

Und aktuell der Felssturz im Himalaya, nach dem bislang 1.270 Leichen geborgen wurden. Fast 5.000 Menschen gelten als vermisst, das Tal in Nepal ist unbewohnbar geworden. Wir könnten diesmal vorher schon schlauer sein: Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) hat an diesem Donnerstag vor dem heftigsten El-Niño-Ereignis gewarnt, das mit „nahezu 100 Prozent“ bis Februar über die Welt hereinbricht. Diese Prozentzahl ist bemerkenswert, denn Wissenschaft ist sich in der Regel nie zu 100 Prozent sicher – jedes entschlüsselte Phänomen stellt sie vor neue Fragen.

Mit ungewohnter Dramatik forderte die WMO-Generalsekretärin Celeste Saulo „außergewöhnliche Vorbereitungs- und Reaktionsmaßnahmen“. Dieses El-Niño-Ereignis habe das Potenzial, Gesellschaften und Volkswirtschaften auf der ganzen Welt einen massiven Schlag zu versetzen. Eine ganze Reihe von Wissenschaftlern warnt, dass unterlassener Klimaschutz El Niño immer heftiger ausfallen lassen wird.

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Kohleausstieg, Tempolimit, Veggie-Day, Verbrenner-Aus – doch anstatt ernsthaft den Klimaschutz voranzutreiben, torpediert die Bundesregierung, angeführt von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche, jetzt den Ausbau der Erneuerbaren. Die Gesellschaft diskutiert über Anpassung, anstatt die Reduktion von Treibhausgasen zu fordern. Um nach dem nächsten Bergsturz, der nächsten Ahrtalflut, dem nächsten Hitzesommer dann wieder zu behaupten: Hinterher ist man immer schlauer.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

Nick Reimer

Nick Reimer

Seit 1998 bei der taz (mit Unterbrechungen), zunächst als Korrespondent in Dresden, dann als Wirtschaftsredakteur mit Schwerpunkt Energie, Klima und Landwirtschaft, heute Autor im Zukunftsressort.
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27 Kommentare

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  • AugenhöheStattTribalismus

    Lieber Nick,

    wir müssen dringend etwas gegen die menschengemachte Klimaveränderung tun, aber el Niño oder la Niña kriegen wir damit nicht weg, da es sich um ewig existierende natürliche Wetterereignisse handelt. Dein Text gerät hier extrem zu kurz.

    Natürlich ist es so dass die menschgemachte Klimaveränderung zusätzlich Probleme erzeugt, die sich auf natürlich auftretende Ereignisse quasi drüber legt und diese verschlimmert, aber in Unterausführlichkeit zu rutschen tut uns deswegen nicht gut, da damit die polemischen Kräfte der "Klimaleugner" (Schlimmes Wort) unterfüttert und angetrieben werden.

  • Ricky-13

    taz: *Das Wetterphänomen El Niño kommt – ganz sicher und mit aller Härte. Ohne mehr Klimaschutz wird es immer so weiter gehen. Wann wird die Menschheit endlich klug?*

    Kurze Antwort: Nie.

    Im Grunde ist es auch schon egal, ob Wissenschaftler und Medien 'Klimaschutz fordern', denn das hätte man angehen müssen als es noch nicht so schlimm war; also damals, als der Club of Rome vor dem Klimawandel gewarnt hat. Man hat aber lieber auf "Wirtschaftsexperten" und Manager gehört, die das Wirtschaftswachstum 'noch mehr wachsen' lassen wollten, anstatt auf Naturwissenschaftler. Und jetzt haben wir weltweit Politiker, die sämtliche "Schornsteine" des klimaschädlichen Wirtschaftswachstums im Dauerbetrieb rauchen lassen. Vor der vorindustriellen Epoche, also bis etwa zur Mitte des 19. Jahrhunderts, lag die CO2-Konzentration noch im Bereich von 280 ppm, jetzt sind wir schon bei 433 ppm CO2.







    Trotz alledem sollte der Homo "sapiens" (die Überheblichkeit steckt schon in dem lateinischen Wort 'sapiens') sich nicht zu viel Sorgen machen, denn 'heute steht er noch vor dem Abgrund, aber morgen ist er schon einen Schritt weiter'.

    Jungen Menschen kann man nur noch raten, sich keine Kinder anzuschaffen.

  • Kaboom

    Die Frage, ob die Menschheit klug genug ist, geht IMO am Thema vorbei. Worum es real geht, ist Korruption und Lobbyismus.

  • fly

    Von der Menschheit zu Frau Reiche scheint es nur ein kleiner Schritt zu sein. Wenn die entscheidenden Person in dem Rest der Menschheit klug wären, würde die eine Ministerin keine Rolle spielen. So wird sie im Prinzip überhöht. Anderseits, selbst wenn sie gegen Habeck ausgetauscht wäre, wäre sowohl die Nepal- Katastrophe passiert als auch der El Nino würde nicht vermieden. Trotzdem brauchen wir, die Menschheit, mehr EE.

  • Chaos-NRW

    Die Wahrheit ist, die Menschheit wird nie klug genug werden. Die einzige Möglichkeit ist, wenn klimapositives Verhalten kurzfristig (!) wirtschaftlich erfolgreicher ist. Etwas anderes war nie realistisch, auch wenn viele das gehofft haben.

  • sollndas

    "Die Gesellschaft diskutiert über Anpassung, anstatt die Reduktion von Treibhausgasen zu fordern."



    Konstruierter Gegensatz.



    Ohne Anpassung wird uns die "Reduktion von Treibausgasen" nicht helfen. Die wirkt erst langfristig, in Jahrzehnten bis Jahrhunderten. Leider müssen wir auch bis dahin irgendwie leben.

  • mokka flo

    Die Frage ist, wie man sich dagegen schützen will - die Natur war schon immer und wird immer stärker sein als alles, was der Mensch dagegen halten kann.



    Irgendwann sind wir alle weg - bis auf die, die es bis dahin auf den Mond oder sonst wohin geschafft haben.

    • warum_denkt_keiner_nach?

      @mokka flo:

      Man könnte schon etwas tun. Vielleicht sollte man einfach die, die das verhindern, vorab auf den Mond schießen 😎

  • realnessuno

    Mehr Bildung und Zufriedenheit,



    dann "mehr klug".

    Leider schafft das unsere Regierung seit ca 40 Jahren nicht. Diese Art zudenken, für die Menschen statt für die Industrie, ist denen fremd. Fatal!

  • Tom Farmer

    Sag ich in jedwer Umgebung seit Jahren. Der Mensch ist zu blöd für kluge Lannfristentscheidungen. Es müssen klare Vorgaben vom Gesetzgeber her, but don't call them Verbote.



    Dito Klimawandelanpassung. Jetzt sofort.



    Wir leben leider in einer von immer dümmeren Menschen geführten und dümmeren Gesellschaft. Da wird Wissenschaft, die sie per Universitäten selbst finanziert konsequent ignoriert. Warum gibts nicht mal nen Wissenschaftlerstreik? Achso, die leben von den Fördergeldern....



    Alles dumm und uninspiriert und zum davonlaufen: Aber wohin?

  • Okti

    Richtiger Klima- und Naturschutz wird nur möglich, wenn es einen kompletten Systemwandel weg vom feudalistischen Kapitalismus (egal ob grün oder was auch immer) gibt. Solange Gier und Machtbegehren die Treiber politischer Entscheidungen bleiben, wird sich die Klimakatastrophe nur beschleunigen. Und im Moment sieht es leider gar nicht danach aus als ob es einen geordneten Wandel geben wird, siehe den weltweit (vor allem in den Industrienationen) aufflammenden extremen Konservatismus, welcher mit eine intrinsische Reaktion auf die Notwendigkeit eines Systemwandels ist.

    • Chaos-NRW

      @Okti:

      Die bisherigen sozialistischen Experimente auf diesem Planeten waren aber, was Umweltschutz angeht, nun auch nicht unbedingt als Vorreiter zu sehen.

  • Martin Rees

    "Diese Prozentzahl ist bemerkenswert, denn Wissenschaft ist sich in der Regel nie zu 100 Prozent sicher"



    Die Faktenlage und die Datenflut in Verbindung mit den professionell "geschulten" Modellen und erheblich besseren Rechnerkapazitäten müssen zwangsläufig zu valideren Ergebnissen führen. Prognosen sind überlebenswichtig!



    Wahrscheinlich sind die Expert:innen der Rückversicherungen sich da in der Projektion schon länger einig und als Fachgruppe im Bilde.



    "Die wirtschaftlichen Schäden können gigantisch ausfallen: US-Forscher errechneten für die vergangenen El-Niño-Ereignisse wie beispielsweise die von 1997 und 1998 einen globalen ökonomischen Schaden von fast sechs Billionen Dollar. Für den Zeitraum zwischen 2020 bis 2099 prognostizieren sie insgesamt einen weltweiten wirtschaftlichen Verlust von 84 Billionen Dollar."



    Quelle Bericht in tagesschau.de



    Weiter dort:



    "In den El-Niño-Jahren 1877 und 1878 haben Dürren Schätzungen zufolge allein in Asien und Afrika mindestens 20 Millionen Menschen das Leben gekostet"



    Bei diesen historischen Daten aus dem und zum 19. Jahrhundert gibt es in der Tat große Abweichungen zu den Opferzahlen, mehr als das Doppelte hatte ich auch schon gelesen.

    • Oma

      @Martin Rees:

      In der Tat sind Rückversicherer die Profis schlechthin in der Kalkulation von Risiken und beobachten auch die Auswirkungen von Klimaveränderungen höchst sorgfältig. Von Belang sind für sie allerdings nur Regionen, in denen Erstversicherung Standard ist, also vergleichsweise wohlhabende, industrialisierte Regionen. Klar sind manche Berichte der Rückversicherer taktischer Natur im Vorfeld der einmal im Jahr stattfindenden Aushandlung der Prämien für die Rückversicherung. Aber das Wissen um die Kosten des Klimawandels ist vorhanden.

  • Nachtsonne

    Wer hat schon Bock drauf ständig zu hören er oder sie müsse klug werden?

  • EchteDemokratieWäreSoSchön

    Es muss nicht die ganze Menschheit klug werden. Es würde reichen, wenn Merz, Reiche, Klingbeil & Co klug werden.

    Aber dazu reicht es nicht, dass die kapieren, dass man etwas gegen den Klimawandel machen sollte. Und der Autor und viele anderen scheinen zu glauben, dass das reicht.

    Nein, dazu müssen die verstehen, dass man das finanzieren lassen muss durch die, die zum großen Teil dafür verantwortlich sind, nämlich die 5000 Milliardäre und Superreichen (>100 Mio. $ Finanzvermögen). Denn alles andere, insbesondere, das durch die 80% ärmeren finanzieren zu lassen, wird nicht funktionieren, weil dann ein erheblicher Teil Parteien wie die AfD wählen wird, die einfach behaupten, man müsse nichts gegen den Klimawandel tun.

    Solange der Autor und viele andere, die glauben, man müsse nur immer wieder darauf hinweisen, wie schlimm der Klimawandel wird, das nicht verstehen, wird nicht ausreichend gegen den Klimawandel getan werden.

    Und da frage ich mich in der Tat oft. Wann werden diese Menschen das kapieren?

    • Okti

      @EchteDemokratieWäreSoSchön:

      " Merz, Reiche, Klingbeil & Co"

      So ungerne es viele hören: die Regierenden sind auch immer ein Spiegel der Gesellschaft. Hier in Deutschland wählen die Wähler:innen vorwiegend konservativ (SPD, Union, AfD, etc.). Aktuelle Umfragen sehen mehr als 80% bei konservativen Parteien. Daher ist es schwierig zu behaupten die politische Klasse ist das Problem. Wäre die Bevölkerung komplett gegen die aktuelle Regierung, dann könnte sie diese jederzeit stürzen (gilt für alle politischen Herrschaftsstrukturen). Daher muss tatsächlich eine signifikante Mehrheit der Menschheit klug werden, um dann eine Politik zu wählen, welche Klima, Umwelt, und Mensch selbst schützt.



      Unrealistisch und daher das Dilemma in welchem wir uns gerade befinden.

    • Chaos-NRW

      @EchteDemokratieWäreSoSchön:

      Merz, Reiche, Klingbeil & Co. haben auf erforderliche globale Klimamaßnahmen leider nur einen sehr begrenzten Einfluss. So wichtig ist Deutschland nicht.

    • mokka flo

      @EchteDemokratieWäreSoSchön:

      "Es würde reichen, wenn Merz, Reiche, Klingbeil & Co klug werden."



      Das ist eine utopische Vorstellung.

  • David Lejdar

    Ja, es scheint sehr unterschätzt zu werden, wie versklavt das System an fossilen Brennstoffen hängt. Ich selbst bin generell dafür, jedem Landkreis eBusse zu stellen (die auch etwas Umsatz für Konzerne mit den Arbeitsplätzen bedeuten), mit Fahrergehältern per wie Council Tax finanziert, ohne Fahrscheine für den Busservice. Damit hätte man schon mal eine Absicherung bei Mobilität, sowie auch toll für Mobilität der Bevölkerung allgemein, wenn man damit locker pendeln kann.

    Weiteren Umsatz sehe ich bei eTribike-Autos, und Produktion dessen flott gefördert, wenn Verbrenner in Berlin für persönliche Nutzung untersagt (von mir aus per Staatsdekret), sowie auch Limit bei Masse des Fahrzeuges. Die Umstellung mag man dabei parlamentarisch begleiten, wie z.B. mit Programm von Tausch alten Wagens für einen der Neuen. Aber finde schon, dass man da konsequent umstellen sollte. Ähnlich auch bei den Heizungsgeschichten, mit Rücksicht auf Sozialverträglichkeit der Umstellung.

  • Axel Schäfer

    Kann man es mal genauer haben?



    Immer wieder, was im Pazifik und Lateinamerika prognostiziert wird, aber was ist mit Europa? Werden das Stürme, Starkregen, Hitze und Extremwinter mit noch einer Schippe drauf oder alles im schnelleren Wechsel oder länger anhaltend?



    Dazu gibt es doch sicher seriöse Quellen.

    • Captain Hornblower

      @Axel Schäfer:

      Da unser Planet rein in sich geschlossenes System ist werden uns auch die Auswirkungen von Katastrophen treffen.



      Klimaflüchtlinge z.B. , teurere Lebensmittel, Rohstoffe usw.



      Ob es hier dann auch, mehr Dürren oder Starkregenereignisse gibt davon sollte man ausgehen.



      Europa hat doch jetzt schon unterschiedliche Ereignisse.



      Wenn die Menschheit allerdings so weiter macht wird es nicht besser.



      Die Natur kann uns zurück in die "Steinzeit" werfen, wenn es sehr hart kommt.



      Überlegen sie mal was heute eine in Europa flächendeckende Schneekatastrophe anrichten würde.

    • Herbarius Zunichten

      @Axel Schäfer:

      Nein, eben nicht.

  • Manzdi

    Zur Frage: "Die Menschheit" ist nicht ganz korrekt formuliert, denn es ist nur eine Teilpopulation, bei der der materielle Konsum so viel Emotionen, Sucht und Erektionen verursacht, dass das finale Ende dieses Lebensmodell unvermeidbar erscheint.



    Insofern gibt es bereits kluge Menschen, besonders unter den Indigenen. Der Rest und das ist ein sehr großer Teil wird nicht klug. Er zelebriert das Weiter so, so lange es geht.

    • fly

      @Manzdi:

      „… kluge Menschen, besonders unter den Indigenen“

      Es gab aber auf allen Kontinenten menschengemachte Zusammenbrüche von „indigenen“ Kulturen, oftmals weil die Natur zu sehr ausgebeutet wurde. Es scheint ein Problem der Größe zu sein. Sobald eine Kultur zu groß wird, beutet sie die Natur zu sehr aus. Nur das heute die zu groß gewordene Kultur die ganze Erde umfasst.

      • Woodbine

        @fly:

        Sie haben Recht mit den frühen "menschengemachten Zusammenbrüchen" . Es könnte aber durchaus sein, dass Nachkommen jener gescheiterten indigenen Kulturen aus den (katastrophalen) Fehlern gelernt haben. Die heute "zu groß gewordene Kultur" umfasst (klingt liebevoll) die ganze Erde allerdings nicht, sie grapscht nach ihr und zerstört, was sie zu fassen bekommt. Es ist weniger die Größe, es ist GrößenWAHN und die feste Überzeugung, jedes Stück Leben, das ohne technischen Fortschritt auskommt, sei primitiv und ohne Rechte. Natur wird erst geschätzt, wenn der Mensch sie "kultiviert" hat. Die Demut fehlt, die Erkenntnis, dass Mensch ohne all das um ihn herum keine Überlebenschance hat. Oder zumindest das Vertrauen in Menschen, die sich seit Jahrzehnten wissenschaftlich (unideologisch) mit diesem Thema beschäftigen.



        Harte Zeiten für "kluge Menschen", wo auch immer sie heimisch sind.

  • Wunderwelt

    Ja..wann wird die Menschheit endlich klug.?







    ..wobei es vlt nicht so sehr um Klugheit geht, sondern um psychologische Bewältigungsstrategien.







    Das Wissen um die ständig wachsenden Bedrohungen durch den Klimawandel ist mittlerweile allgegenwärtig. Allerdings reagieren die Menschen eben ganz unterschiedlich darauf.



    Die einen mit Sensibilität und die anderen mit Verdrängung bis Abspaltung. Also so wie kleine Kinder in der magischen Phase, in der sie sich die Augen zu halten und dann fragen: "wo bin ich"..??







    Für manche mag es noch eine gewisse Rationalität haben, wenn sie sich ausrechnen, daß sie eh tot sind bevor es richtig schlimm wird.







    Aber irgendwann wird einer ganzen Generation klar werden, daß es sie unausweichlich wirklich trifft und alles immer und immer unerträglicher wird..und es wird eine neue Bewegung folgen, die FFF bei weitem in den Schatten stellt. Eine Bewegung die sich nicht mehr abspeisen läßt, sondern ein wirklich radikales Umdenken einfordert.







    Denn früher oder später wird niemand mehr verdrängen oder abspalten können, was die von uns angerichtete Klimakatastrophe für Folgen hat.







    Hoffen wir lieber auf ein Früher..denn ein Später..