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Zukunft der Windkraftenergie Die Union kommt mit der Abrissbirne

Nick Reimer

Kommentar von

Nick Reimer

Wirtschaftsministerin Katherina Reiche sorgt dafür, dass der Ausbau der Erneuerbaren einen Rückschritt erfährt. Jetzt ist die Windkraft dran.

W äre die Windkraftindustrie Deutschlands Autobranche, gäbe es jetzt einen Riesenaufschrei: Arbeitsplätze stehen zuhauf auf der Kippe. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz ist der Taktgeber der Branche, doch CDU-Wirtschaftsministerin Katherina Reiche hat mit ihrer Neufassung eine Partitur geschrieben, die das Konzert zum Schweigen bringt, die Branche fürchtet einen Ausbaustopp.

Da ist der Netzanschluss: Wer künftig ein Windrad baut, hat nach Reiches Entwurf kein Recht mehr darauf, seinen produzierten Strom garantiert ins Netz einzuspeisen. Und da ist der sogenannte Redispatch: Windradbetreiber sollen in sogenannten Engpassgebieten nicht mehr entschädigt werden, wenn ihre Anlagen wegen zu viel Strom im Netz zwangsweise abgeschaltet werden. Für den Netzausbau sind die Netzbetreiber zuständig – häufig Hedgefonds, die an staatlich garantierter Rendite interessiert sind, nicht aber am Netzausbau. Ohne garantierten Netzanschluss, ohne garantierte Entschädigung lassen sich Kredite nicht garantiert zurückzahlen. Also wird nicht mehr investiert.

Dabei folgt der Ausbau der Windkraft ursprünglich einem politischen Ziel: Minus 65 Prozent Treibhausgasemissionen bis 2030 schreibt das bundesdeutsche Klimaschutzgesetz vor. Dafür sollen Windräder mit einer Leistung von 145 Gigawatt klimafreundlichen Strom liefern. Zwischenziel wären in diesem Jahr 84 Gigawatt. Das wird die Branche klar verfehlen.

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Und das liegt an der Politik. Projekte für 19 Gigawatt sind genehmigt und könnten sofort gebaut werden. Allerdings sind gerade nur Projekte für 5 Gigawatt ausgeschrieben. Ausgerechnet die Union betreibt bei der Energiewirtschaft Planwirtschaft: Drei Viertel aller Investoren wird ein Marktzugang verwehrt. Die Partei, die immer das hohe Lied der „Technologieoffenheit“ singt, beschränkt Deutschlands wichtigste Stromproduzenten in ihrem Wirtschaften. Ministerin Reiche schmückt sich gern mit Ludwig Erhard, dem „Vater der sozialen Marktwirtschaft“. Der würde sich bei Reiches Praxis im Grabe umdrehen.

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Nick Reimer

Nick Reimer

Seit 1998 bei der taz (mit Unterbrechungen), zunächst als Korrespondent in Dresden, dann als Wirtschaftsredakteur mit Schwerpunkt Energie, Klima und Landwirtschaft, heute Autor im Zukunftsressort.
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42 Kommentare

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  • "Für den Netzausbau sind die Netzbetreiber zuständig – häufig Hedgefonds" Was für ein Quatsch. Ersteinmal ist ein Hedgefonds kein Unternehmen, d.h. die Netzbetreiber könnten höchstens einem Hedgefonds gehören. Dann ist ein Hedgefonds ein sehr spekulativ ausgerichteter Fonds der mit hohem Risiko versucht maximale Rendite zu erzielen. Bei Netzbetreibern sind die Eigentümer also keine Hedgefonds sondern Investmentfonds oder Pensionsfonds. Wenn man sich die Eigentümerstruktur der vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber anschaut, haben wir einen, bei dem Investmentfonds einen größeren Anteil halten. Die 800 Verteilnetzbetreiber gehören meist eh den lokalen Energieversorgern/Stadtwerken.

  • Erschreckend ist eigentlich, dass niemand vorher auf die Idee gekommen ist, dass es nicht sinnvoll ist, Windkraftanlagen nur dahin zu bauen, wo mit dem Strom auch aktuell was angefangen werden kann. Wo gibt es denn sonst sowas, dass man garantierte Rendite kriegt, obwohl das Produkt an Ort und Stelle überhaupt nicht gebraucht wird?

  • Die Frau ist von der Gasindustie in die Politik geschickt worden um die Konkurenz platt zu machen, wen wundert es?



    Verwunderlich nur, das alle still halten und Reiche machen lassen. Die Frau muss sofort aus der Politik entfernt werden und vor Gericht.

  • Früher musste der Wolf Kreide fressen um nicht erkannt zu werden, heute reicht ein Öko-Mäntelchen für diesen Zweck. Die meisten aller Betreiber von WKA sind Großinvestoren und Konzerne, und die investieren nicht in Windräder weil sie den Planeten retten wollen sondern weil ihre Investition + Gewinn durch Verträge für 20 Jahre gesichert ist. Hier wird die taz zum Verteidiger jener Personen und Konzernen denen man sonst nicht mal das Schwarze unter den Fingernägeln gönnt. Das Deutsche EEG ist das Paradebeispiel für die Umverteilung von Unten nach Oben, alle müssen überzogene Strompreise bezahlen damit sich die Rendite für die Anlagenbetreiber ergibt. Wenn jetzt endlich eine Ministerin diesen Wahnsinn stoppt handelt sie mehr im Interesse der Allgemeinheit als alle ihre Vorgänger !

    • @Günter Witte:

      Gewiß. Frau Reiche kümmert sich um die Interessen der Allgemeinheit. Das wären die Aktionäre der Öl- und Gasindustrie, die von dieser Energiewende rückwärts profitieren.



      Es gibt einige erneuerbare Energiegeneratoren, die Gemeinden und Grundeigentümern Anteile auszahlen. Und Investitionen in kommunale Solarprojekte gibt es durchaus. Da können sich auch Leute, die sich keine Paneele aufs Dach bauen können, beteiligen.



      Bei Öl und Gas ist das nicht so.

    • @Günter Witte:

      "Die meisten aller Betreiber von WKA sind Großinvestoren und Konzerne, und die investieren nicht in Windräder weil sie den Planeten retten wollen sondern weil ihre Investition + Gewinn durch Verträge für 20 Jahre gesichert ist."



      Wahrscheinlich korrekt. Der Nebeneffekt ist allerdings, dass so Windkraftanlagen entstehen. Und das ist doch gewünscht?



      "Wenn jetzt endlich eine Ministerin diesen Wahnsinn stoppt handelt sie mehr im Interesse der Allgemeinheit als alle ihre Vorgänger!"



      Ich entnehme dem, dass Sie nicht so ein Fan von Windkraftanlagen sind?

    • @Günter Witte:

      "Die meisten aller Betreiber von WKA sind Großinvestoren und Konzerne, und die investieren nicht in Windräder "

      In der Realität ist das exakte Gegenteil der Fall

      w3.windmesse.de/wi...privatleute-anteil

      www.unendlich-viel...neuerbare-energien

      Und genau das ist für die Konservativen das Problem. Da gibt's kaum Spenden. Im Gegensatz zu den großen Energiekonzernen.

  • Speicher Speicher Speicher! Reiche ist eine Gaz Lobbyistin, gibts da nicht rechtliche Schritte gegen diese Art der rückschrittlichen Marktblokade? Nachhaltige Transformation braucht Speicher und dahinein können Spitzen der Erneuerbaren rein. für Grünen Stahl und ÖPNV(-W) etc. braucht es alle nachhaltig erzeugten Potenziale nutzbar zu machen!

  • Wann werden im Rahmen des Kabinett-Umbaus endlich diejenigen ersetzt, die mit ihrer rückwärtsgewandten Politik oder ihrer Lobbyarbeit wirklich ein Skandal sind: Reiche und Dobrindt ?

  • Subventionen sollten nur noch die Windparks bekommen, die dem eigentlichen Ziel, dem Ausstieg aus der Kohlekraft, nuetzen. Solang aber Windparks ihren produzierten Strom nicht auf 24h Stunden verteilen, trifft das fuer keinen Windpark zu, weil immer noch die Kohlekraftwerke vorgehalten werden muessen.

    Wuerden Windparks ihren produzierten Strom vor Ort speichern, haette das viele Vorteile:



    1. Windparks muessten viel seltener abgeschaltet werden, weil zeitweise zuviel Strom im Netz ist. Die Entschaedigungen waeren dann ueberfluessig.



    2. Die Kosten fuer Speicher wuerden nicht auf die Allgemeinheit abgeschoben waehrend die Windparkbetreiber die Gewinne einfahren.



    3. Die notwendigen Investitionen in die Stromnetze waeren deutlich niedriger.



    4. Der Bedarf an Kohlekraftwerken wuerde deutlich zurueckgehen.

    Aber ich befuerchte, die Lobby der Subventionsempfaenger ist schon zu stark. Welches Unternehmen wuerde nicht auch gern entschaedigt werden, wenn es seine Ware nicht losbekommt oder erst garnicht produziert? Ein Traum fuer Kapitalisten, Gewinne privatisieren, Kosten und Risiken sozialisieren, und das auf einem noch nie gesehen Level und in dieser Form einmalig auf der Welt.

  • Ich verstehe das Geschrei nicht! Um bei Herrn Reimers Bei der Automobielindustrie zu bleiben - VW erhält für jedes gebaute Auto einen Festpreis - toll für die Aktionäre.



    Was passiert den jetzt? Fonds, die bisher durch die Einspeisungsvergütung eine Kapitalrendite von bis zu 10% haben müssen jetzt wie alle Firmen den Strom zu Marktpreisen verkaufen.



    Die Einspeisungsvergütung verhindert auch den Bau von Speichern. Warum soll den irgendjemand Interesse am Bau von Speichern haben wenn der Gewinn auch so garantiert ist.



    Und das der Bau von Stromtrassen nur langsam vorrankommt, das liegt weder an der Regierung noch an den Konzernen. Bei Südlink wird von Bürgern seit 15 Jahren gegen die Trasse geklagt. Und daran verdienen besonders Rechtsanwälte viel Geld!

  • Kann mir bitte jemand mal erklären, was Windstrom, der nicht eingespeist werden kann (aber bezahlt werden muss) zum Erreichen der Klimaziele beiträgt?



    Erscheint es nicht sinnvoller, das Geld für den Redispatch zu sparen und es stattdessen z.B. in den Netzausbau zu stecken?



    (Scheibt einer, der ziemlich viel seiner Ersparnisse in Windkraftprojekten stecken hat).

    • @sollndas:

      Ja, es ist total sinnvoll. Aber es ist Frau Reiche, die es umsetzt. Daher muss es falsch sein. Die taz predigt seit Jahren, dass erneuerbare die günstigsten Energien sind. Wenn dem so ist, braucht es keinerlei Förderung, diese setzen sich am Markt durch, weil sie billiger sind. Entsprechendes gilt für Solaranlagen.

    • @sollndas:

      "Kann mir bitte jemand mal erklären, was Windstrom, der nicht eingespeist werden kann (aber bezahlt werden muss) zum Erreichen der Klimaziele beiträgt?"



      Erst einmal nichts. Aber Windstrom, der nicht erzeugt wird, ebenfalls nicht.



      Es liegt also an den fehlenden Speicher- und Netzkapazitäten. Inwiefern man dem entgegenwirkt, indem weniger Windanlagen gebaut werden, müsste man mir erklären.

  • Die Zahlen im Artikel sind für mich nicht nachvollziehbar. Laut Zeit-Energiemonitor ist für 2026ff. ein jährlicher Zubau von 7,8 GW Windkraft geplant, dieses Jahr werden laut KI 10 GW ausgeschrieben. Das ist deutlich über dem jährlichen Ausbauplan.



    Der Marktzugang wird zusätzlichen WLA nicht verwehrt, sie bekommen ohne gewonnene Ausschreibung jedoch nur Marktkonditionen.



    Zu den Redispatch-Vergütungen: die WKA-Lobbyisten führen an, dass man für eine WKA keinen Kredit mehr bekommt, wenn diese keine risikofreien Kredite mehr abwirft. Woher kommt die Forderung dass eine Investition komplett risikofrei ist? Dafür bekommt die Bank Kreditzinsen!

    • @MK:

      Moment mal: eine WKA soll Kredite abwerfen? Hä???

      • @Perkele:

        Da sollte risikofreie Gewinne stehen.

  • Also: "Redispatch" = Entschädigung für zwangsweise Abschaltung von Windrädern ist für Ministerin Reiche "Teufelszeug"



    Wo bitte ist der Unterschied zu sogenannten "Vorhaltekosten" für den standby-Betrieb bei Kohle- und - von Frau Reiche priorisierten Gaskraftwerken ?



    (PS: Folge der in der Vergangenheit betriebenen unseligen Blockade des Netz- und Speicherausbaus durch ... :-( )

    • @Thüringer:

      Redispatch und Regelleistung sind einfach zwei verschiedene Paar Schuhe. Das eine betrifft lokale Netzengpässe, dass andere die Stabilität des gesamten (europäischen) Stromnetzes. PV und Wind sind leider nur sehr eingeschränkt in der Lage, Regelleistung zu liefern. Allerdings sind sie sehr gut darin, Netzengpässe auszulösen.

    • @Thüringer:

      "Wo bitte ist der Unterschied..."



      Der Unterschied ist, dass die konventionellen Kraftwerke erforderlich sind, um die Lücken, die Sonne und Wind wetterbedingt nun einmal lassen, aufzufüllen.

    • @Thüringer:

      PS: ... und zudem hört man von Frau Reiche von aberwitzigen Forderungen den Ausbau von dringend erforderlichen Stromspeichern abzuwürgen !!



      ( Gab es dazu nicht entsprechende "Formulierungshilfen" der fossilen Industrie ?)

      • @Thüringer:

        "Dringend erforderlich" sind Speichertechnologien, die auch bei nur 5-6 rechnerischen Vollzyklen im Jahr noch wirtschaftlich arbeiten.



        Z.B. E- und Biomethan --> Gaskraftwerke. Wenn Sie bessere Ideen haben, bitte.

  • Lobby Reiche,



    die Lobbyistin für eh schon Reiche. Statt den Netzausbau endlich voran zu treiben, damit die Klimaziele überhaupt erreichbar werden können, klemmt sie den regenerativen Erzeugern einfach den Anschluss ab. RWE & Co., wird es freuen. Lobbyarbeit vom Feinsten.

  • Wer die Entschädigung abschafft, soll doch zuerst die teuren Kohlekraftwerke nicht entschädigen, wenn sie starr und unflexibel durchlaufen (müssen). Die sollten umgekehrt flexibel sein müssen, sonst sogar für ihre Systemschäden zahlen.

    Die billigste wie flexibel regelbare Energieform Wind und Solar da zu belasten ist offen unlogisch. Denen kann mensch höchstens aufdrücken, Speicher daneben zu setzen, gegen ein etwas höheres Entgelt natürlich, da die Komplettleistung dann dezentral bereits erbracht würde.

    Reiche mag auch Punkte haben (die schon die Ampel zumeist voraussah). Sie hat aber vor allem gerade zu viel Ideologie am Start

    • @Janix:

      "Die billigste wie flexibel regelbare Energieform Wind und Solar..."



      Leider sind "Wind und Solar" nicht flexibel hochregelbar, wenn wenig Wind weht und keine Sonne scheint. Ist Ihnen das schon einmal aufgefallen?

    • @Janix:

      Speicher imit der notwendigen Speicherkapazität um den Primärenergiebedarf zu puffern sind nicht verfügbar und sie werden es auch nie sein. Das heißt nicht, das Speicher grundsaetzlich nicht sinnvoll sind, aber sie lösen das Problem nicht. Einfach mal selbst die Größenordnungen durchrechnen.

      • @Nachtsonne:

        Liebe Nachtsonne, dass mit dem Nachrechnen wird bei vielen eng, da Ideologie vor Realität kommt. Da momentan WKA's nur noch in B und C Lagen möglich sind, ist jeder weitere Ausbau nur dann lukrativ, wenn es die Zahlungen gibt.

        P. S. Lieber HansDampf, die größten Besitzern der WKA' s sind E. ON und Konsorten.

  • Natürlich muss Frau Reiche zum Rücktritt bedrängt werden, denn sie betreibt Lobbyismus zugunsten des Vertriebs fossiler Energieträger. Man könnte vermuten, daß sie dafür Geld bekommt, also korrupt ist.

    • @Uwe Bosse:

      Das müssen wir nicht vermuten. Gratis wird sie diese Sauerreien nicht machen, da muss für sie schon was bei rausspringen.

    • @Uwe Bosse:

      "Man könnte vermuten, daß sie dafür Geld bekommt, also korrupt ist."



      Garantiert nicht, Reiche ist nicht dumm. Aber eine Anschlussfunktion, ein schön dotierter Posten oder eine Position im Aufsichtsrat, wird sie mit Sicherheit schon bei Amtsantritt sich reserviert haben.



      Die gute Frau 'hospitiert' nun eben ein paar Jahre in der Politik.



      So selten ist das gar nicht, Frau Reiche ist wahrlich nicht die erste, die Wirtschaft - Politik - Wirtschaft ihren Arbeitgeber nennt.

  • Ich bin seit langem dafür, das Vermögen jeder Person und jeder Firma, die in die Torpedierung der Bekämpfung des Klimawandels involviert sind oder waren, zu pfänden und für die Behebung der Schäden zu verwenden. Egal, ob es sich um ExxonMobile oder Katherina Reiche handelt.

    • @Kaboom:

      Das klingt immer toll, aber dann dürfte kein Mensch mehr atmen oder ein Smartphone besitzen, da diese viel Energie benötigen und die Einsparung von CO2 torpedieren.

      P. S. Über die Herstellung vieler Öko-Produkte wie Solarzellen oder Windrädern mit einem extrem hohen CO2 Ausstoß, da mit Carbon-Flügeln und -Platten ist die Gesamtbilanz eher traurig.

  • "Wer künftig ein Windrad baut, hat nach Reiches Entwurf kein Recht mehr darauf, seinen produzierten Strom GARANTIERT ins Netz einzuspeisen.



    Und da ist der sogenannte Redispatch: Windradbetreiber sollen in sogenannten Engpassgebieten nicht mehr ENTSCHÄDIGT werden, wenn ihre Anlagen wegen zu viel Strom im Netz zwangsweise abgeschaltet werden."

    Garantierte Entschädigung hat mit Marktwirtschaft nicht viel zu tun.



    und wenn 20 Jahre lang subventioniert werden muss, scheint es irgendwie nicht zu funktionieren oder man züchtet eben die falschen groß, die es nur auf Subventionen anlegen.



    Mit garantierter Entschädigung kann ich ein Land in die Pleite wirtschaften.

    Im Text sollte das zumindest erwähnt und abgewogen werden.

    • @Leser Schreiber:

      Sehr witzig, Ihr Einwand. Wissen Sie, wie lange Kernkraft subventioniert wurde?

      "Eine Betrachtung der reinen budgetwirksamen För-



      derungen der Jahre 1955 bis 2022 ergeben eine Fördersumme von insgesamt 112,1 Mrd. EUR (no-



      minal) bzw. 169,4 Mrd. EUR (real) "

      Quelle: www.bundestag.de/r...90-21-pdf-data.pdf

      • @Klabauta:

        Das hat allein die Solarindustrie seit 2003 gekostet. Da ist Atomkraft geradezu günstig.

    • @Leser Schreiber:

      Soweit ich mich erinnere wurden die fossilen Energien (Kohlepfennig) und Atomreaktoren schon immer subventioniert (und die Folgekosten unter den Tisch gekehrt). Warum soll jetzt eine Unterstützung für alternative Energien auf einmal Bähhh sein???

  • Erkennt die Öffentlichkeit denn immer noch nicht, was da vor sich geht? Erneuerbare Energie ist kostenfrei, wir sind damit nicht abhängig von anderen Staaten und möglichem Druck ausgeliefert. Die cleveren Staatsregierungen um uns herum haben das erkannt und die dortige Wirtschaft wird erhebliche Vorteile gegenüber einem rückständigen deutschen System haben. Diese Wirtschfatsministerin schadet sehr bewusst und absichtlich dem deutschen Volk. Und keiner murrt. Der Kanzler ist auf ihrer Linie und lässt sie gewähren. Was kommt noch?

  • Es kann nicht sein, dass Energieanlagenbetreiber eine sichere Rendite garantiert wird, wenn sie Anlagen dort bauen, wo es kein Netz gibt. Vielleicht muss die Priorität für die nächsten Jahre auf den Netzaufbau gelegt werden. Das könnte tatsächlich eine staatliche Aufgabe sein.

    • @YeahYeah:

      Sie haben den Artikel nicht verstanden, niemand baut Anlagen wohin, wo es kein Netz gibt. Reiche möchte Anlagen die am Netz SIND nach gutdünken ohne Entschädigung abschalten können, das würde sich die Gasindustrie niemals bieten lassen. Aber die Windkraft soll das hinnehmen, oder wie?

  • "... Für den Netzausbau sind die Netzbetreiber zuständig – häufig Hedgefonds, ..."



    Wie konnte das denn passieren, dass die aus quasi öffentlicher Hand in die Privatisierung gerutscht bzw. unter die Heuschrecken gefallen sind?

    • @Axel Schäfer:

      Die miesesten Hedge-Fonds firmieren als Stadtwerke. Weiss man doch.

  • Auch hier stellt sich für mich die Frage der Motivation Reiches. Dass Klimaschutz langfristig der Gesellschaft und der Wirtschaft nutzt, sollte auch zu ihr durchgedrungen sein. Wer jetzt bremst, schadet allen. Welchen Grund kann es also für dieses widersinnige Handeln geben? Ist es Ideologie, Dummheit, persönlicher Vorteil oder ähnliches? Mit zukunftsweisender Wirtschaftspolitik hat das Ganze aber gar nun mal gar nichts zu tun.