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Spanien trotzt TrumpDem Tyrannen bloß nicht nachgeben

Reiner Wandler

Kommentar von

Reiner Wandler

Beim Nato-Gipfel lässt sich Spaniens Staatschef Pedro Sánchez nicht von den USA einschüchtern. Davon könnten andere europäische Länder lernen.

E s bringt nichts, sich von jeder Ankündigung des US-Präsidenten Donald Trump einschüchtern zu lassen. Davon ist der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez überzeugt. Als einer der wenigen Regierungschefs verfällt er nicht in Hektik, wenn Trump mit Zöllen und Boykott droht. Er bleibt ruhig und gelassen. So auch jetzt auf dem Nato-Gipfel. Und siehe da, Trump rudert zurück.

Was am morgen noch ein Land „schlechter Leute“ war, mit denen die USA gar nichts zu tun haben wolle, wurde bei Abreise hochgelobt und „rehabilitiert“. Warum, weiß keiner so genau. Irgendetwas von Zahlungsforderungen, denen Spanien nachgekommen sei. Die spanische Presse rätselt, was damit gemeint sein könnte. Nur so viel ist klar: Sánchez hat den Schlagabtausch gewonnen, ohne selbst der Versuchung zu erliegen, mit harschen Worten zu antworten.

Trump wettert schon lange gegen Spanien und Sánchez. Denn der Chef der spanischen Linkskoalition – und damit der letzten fortschrittlichen Regierung in einem der großen EU-Länder – traut sich, was andere nicht zu denken wagen: Er bietet Trump entschlossen die Stirn, ob beim 5-Prozent-Ziel der Rüstungsinvestition oder beim Irankrieg und auch beim Gazafeldzug Israels. Er spricht von illegalem Überfall, was der Angriff auf Iran zweifelsohne ist, verurteilt die Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro, redet von Völkermord in Gaza und verteidigt das Völkerrecht. Zudem zieht der Staatschef Konsequenzen: Waffenlieferungen für Israel dürfen nicht über Spanien laufen und die US-Armee kann ihre Basen in Spanien nicht für den völkerrechtswidrigen Krieg in Iran nutzen.

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Sánchez zeigt damit, dass einem Pausenhoftyrannen wie Trump nur mit Entschlossenheit beizukommen ist. Wer ihm nachgibt und etwa Zölle verhandelt, ist in den Augen des Republikaners schwach und wird getriezt. Nur wer Trump die Stirn bietet, nötigt ihm Respekt ab. Die restlichen europäischen Länder und die Europäische Union als Ganzes sollten das endlich von Sánchez lernen.

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Reiner Wandler

Reiner Wandler Auslandskorrespondent Spanien

Reiner Wandler wurde 1963 in Haueneberstein, einem Dorf, das heute zum "heilen Weltstädtchen" Baden-Baden gehört, geboren. Dort machte er während der Gymnasialzeit seine ersten Gehversuche im Journalismus als Redakteur einer alternativen Stadtzeitung, sowie als freier Autor verschiedener alternativen Publikationen. Nach dem Abitur zog es ihn in eine rauere aber auch ehrlichere Stadt, nach Mannheim. Hier machte er eine Lehre als Maschinenschlosser, bevor er ein Studium in Spanisch und Politikwissenschaften aufnahm. 1992 kam er mit einem Stipendium nach Madrid. Ein halbes Jahr später schickte er seinen ersten Korrespondentenbericht nach Berlin. 1996 weitete sich das Berichtsgebiet auf die Länder Nordafrikas sowie Richtung Portugal aus.
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36 Kommentare

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  • Es tut mir leid, aber Spanien taugt überhaupt nicht als Vorbild.



    Ich kann mich auch irgendwo hinstellen und mich selbstlos wichtig machen wenn mir das Gegenüber kaum was kann.



    Bei Zöllen schützt die EU ihn. Also wir alle.



    Und bei der NATO kann er auch den großen spielen denn erstens, sind keine riesigen Mengen an US Soldaten im Land die wirtschaftlich relevant wären. Und was noch wichtiger ist, wer soll Spanien angreifen? Frankreich oder Italien? Bleibt noch Marokko... Und geben die brauchen sie keine NATO. Der Elephant im Raum (Russland), muss erst ganz Europa übernehmen um eine direkte Gefahr zu sein. Wenn das passiert ist, ist die NATO eh schon tot. Von daher, aus einer Position heraus wo einem die Konsequenzen egal sein können, ist es sehr einfach den starken Mann zu markieren.



    Nur ist das halt überhaupt nicht vergleichbar mit der Situation Deutschlands. Und Deutschland kann daher nix draus lernen.

  • Das doch eher simple Spiel Trumps kann man nun auch schon einige Jahre beobachten. Trump macht Druck, Trump droht mit großem Übel, um irgendwelche Forderungen durchzusetzen.



    Wer klar, rational bleibt, sich abzugrenzen weiß vom orangenen Irrsinn fährt wohl am besten. Schmeicheln und Schleimen funktionieren zwar punktuell doch das eher schlichte und sprunghafte Gemüt im Weißen Haus bleibt unberechenbar.

  • Das populistisch-nationalistische Auftrumpfen von Sanchez (nach dem Motto "Da haben wir es den Amis mal so richtig gegeben.") ist ebenso wenig fortschrittlich wie sein Eintreten für die Rechte und damit die Interessen des iranischen Regimes oder die von Maduro. Und seine ständige Hetze gegen Israel bewirkt nichts Emanzipatorisches und hilft auch niemandem in Gaza, sondern heizt nur die judenfeindliche Stimmung in Spanien an und ermutigt zu antisemitischen Angriffen.

    • @Budzylein:

      Sanchez und Meloni sind die einzigen beiden Politiker in der EU, der/die A... in der Hose hat, Meloni ebenso. Alles andere sind Schleimer und Feiglinge.



      Gibt es Belege für judenfeindliche Stimmung in Spanien (Kritik an der israelischen Regierung zählt NICHT dazu) ????

    • @Budzylein:

      im unterschied zu deutschland können die allermeisten spanier sehr wohl zwischen judentum und zionismus unterscheiden.



      gerade dieses unvermögen befeuert leider antisemitismus.

    • @Budzylein:

      Das populistisch-nationalistische Auftrumpfen von Sanchez? Haben Sie Sanchez‘ Statement zu den Beschuldigungen des POTUS auf dem NATO-Gipfel überhaupt zur Kenntnis genommen?



      Partnerschaft im NATO-Bündnis kann nur auf Augenhöhe erfolgen, die Europäer sind keine Vasallen der USA, die man nach Lust und Laune herumkommandieren, beschimpfen und beleidigen kann.



      Rückgratlose transatlantische Speichellecker wie Rutte und Merz erwecken möglicherweise den Eindruck, dass man so mit Verbündeten umspringen kann, den Gepflogenheiten von Diplomatie, Anstand und gegenseitiger Wertschätzung entspricht es allerdings nicht.



      Aber mir ist schon klar, warum Sie hier hier so gegen Spanien und seinen MP polemisieren: es ist die deutliche Kririk der spanischen Regierung an den israelischen Kriegsverbrechen in Gaza und der Besatzungs-/Siedlungspolitik in den Westbanks. Das wurmt Sie so sehr, dass Sie die komplett faktenfreien Anwürfe Trumps gegen den NATO-Partner Spanien hier such noch kolportieren müssen.



      Ich wünschte, unsere Bundesregierung wäre in in ihrer Haltung gegenüber Israel ebenso klar wie es Sanchez ist.

      • @Abdurchdiemitte:

        Unsere Bundesregierung ist in ihrer Haltung gegenüber Israel ähnlich klar wie Sanchez.

        Die Haltung ist die Staatsräson.

        Ihnen gefällt die Haltung nur nicht.

      • @Abdurchdiemitte:

        In der NATO auf Augenhöhe?

        Die USA waren von Beginn an der große Bruder, der die kleinen beschützt und dafür auch noch bezahlt.

        Augenhöhe war bei den Europäern nie gewollt.

    • @Budzylein:

      Wieso nennen Sie den Hinweis auf mutmaßliche Kriegsverbrechen, völkerrechtswidrige Dauerbesatzung & Co. mit Ihrer Bezeichnung, die ich nicht mal wiederholen will?



      Rechte, wenn wir sie denn ernstnehmen, gelten ansonsten auch für jemand, den Trump und Netanyahu nicht mögen, und vielleicht auch Janix und Budzylein nicht.

      Sánchez lässt sich auch etwas vorwerfen, das aber doch wohl kaum.



      Antisemitismus zu bekämpfen heißt u.a., Juden/Jüdinnen weltweit natürlich _nicht in die Haftung für Israel und Netanyahu zu nehmen. Wer konkrete(!) Kritik an Israel mit "Antisemitismus" wegzuwedeln versucht, geht auch daher genau fehl.



      Ihr letzter Satz irrt also m.E. mehrfach, wäre durch spanische Geschichte ergänzungspflichtig und ist eine Unterstellung.

    • @Budzylein:

      Hetze gegen Israel? Sie meinen Kritik an der israelischen Regierung, ist nicht das gleiche.



      Maduro und der Iran sind keine Sympathieträger, im Gegenteil, wie viele andere Regime auch. Gleichwohl gilt auch diesen Regimen und diesen Staaten gegenüber internationales Recht.

      • @FtznFrtz:

        Danke, mein Beitrag kam nicht durch (ich hielt mich mit meiner Kritik an B.s letztem Satz aus vielerlei Gründen nicht zurück), ich zielte aber auch in diese Richtung.

      • @FtznFrtz:

        Sehr richtig.



        Und @Budzylein: der Punkt ist, wenn nur noch nach *empfundenem* Recht und nicht nach *tatsächlichem* Recht gehandelt wird, dann ist niemand mehr sicher.



        Denn so wie die USA finden, dass sie mal eben in Venezuela einmarschieren können, empfindet Russland es auch als angebracht in der Ukraine einzumarschieren. Und dann findet Deutschland es angebracht in Polen einzumarschieren. Und China marschiert in Taiwan ein usw. denn: man hat ja dazu das Recht. Zweifelsfrei empfunden.

      • @FtznFrtz:

        Vor einigen Tagen entrollten Mitglieder der baskischen Kleinstpartei EHKS in Pamplona ein riesiges Transparent, auf dem “Destroy Israel” stand - mitten in einer riesigen Menge. Eingeschritten ist wohl niemand.

      • @FtznFrtz:

        Ist es wirklich Kritik an der israelischen Regierung, wenn Sanchez bekundet, dass er stolz darauf ist, dass seine Landsleute die Mitglieder einer israelischen Radsportmannschaft anpöbeln?

  • Im Jahr 2025 exportierte Spanien insgesamt 18,21 Milliarden US-Dollar Waren in die Vereinigten Staaten. Deutschland exportierte dagegen 2025 Waren im Wert von rund 135,8 Milliarden Euro in die USA - also fast sieben mal so viel.



    Vielleicht ist das der Grund für das Wegducken der deutschen Führung - die Angst, dass ein sehr, sehr wichtiger Markt verloren gehen könnte.

    • @Il_Leopardo:

      Es ist nicht nur das Volumen, sondern die Bilanz. Wenn ich die Daten recht überschaue, dann hat Deutschland ggü. den USA einen jährlichen Handelsbilanzüberschuss von 50 Mrd. Spanien hat dagegen mit den USA ein deutlich geringeres Handelsvolumen und dabei ein Defizit von 5 Mrd. Die spanischen Importe bestehen dabei zu großen Teilen aus amerikanischem LNG, das sich substituieren ließe.

      Hast Du einen riesigen Handelsbilanzüberschuss, dann hat dich die andere Seite an den cojones. Vor allem wenn sie deine Produkte mittelfristig substituieren kann (was auf die USA ggü. D vermutlich zutrifft).

      Trump kann Spanien also gar nix, aber Deutschland kann er quälen.

      Dennoch hat Sanchez meinen großen Respekt. Aber um über Merz zumindest einmal nichts Schlechtes zu sagen: Aus obengenannten Gründen kann er den Sanchez nicht so einfach nachmachen.

  • Sanchez buckelt nicht vor Trump, sondern vor seinen Koalitionspartnern. Ein Mann mit klaren Prioritäten.

  • Wieder diese Hofberichterstattung aus Spanien.

    Sanchez kann die Verteidigungsausgaben gar nicht erhöhen. Es ist eine Besonderheit des spanischen Haushalts, dass alle Gelder vertraglich gebunden sind. Ausgeben kann er nur die EU-Gelder.



    Und bei dem Korruptionsskandal, den er an der Backe hat, mit 25 Angeklagten in seinem direkten Umfeld, brauch er laute Ablenkungsmanöver.



    Der wird immer mehr zum linken Berlusconi.

    • @FFR:

      mal davon abgesehen, dass die politiker der PP in bezug auf skandale und korruptionsaffären denen der PSOE in nichts nachstehen, bringt die politik sanchez die spanische zivilgesellschaft und wirtschaft bedeutend nach vorne.

    • @FFR:

      Er hat Trump verboten, seinen Angriffskrieg gegen Iran von spanischen Boden aus zu führen. Dazu war er nicht gezwungen. Und davon kann sich unsere Regierung definitiv eine Scheibe abschneiden.

  • Das ist ein Staatsmann der A... in der Hose hat. Außer der rechten Meloni hat niemand in der EU auch nur annähernd ähnliche Standfestigkeit. Es sind Feiglinge.

    • @Perkele:

      Dann lesen Sie sich mal die Berichte über den enormen Korruptionsskandal seiner Partei durch.

      Danach schreiben Sie das vielleicht nicht mehr.

  • Ein Sanchez zeigt, was linke offene Politik sein könnte, auch mit entsprechender Stärke an der Wahlurne. So wie 1998 anfangs mal hier.

    Sein Pyrenäensatz ließ europäische und internationale Solidarität vermissen und ist auch sachlich fragwürdig. Die Einschränkung des Lobs dann doch.

  • Es geht also. Man kann auch vernünftig und integer handeln. Wenn ich mir da unsere Gestalten anschaue...

  • Nun, aus der Ferne lässt sich mutig sein. Russland ist weit entfernt und die Bedrohung wird in Spanien anders wahrgenommen, als in Polen.



    Man kann es auch mangelnde Solidarität nennen

    • @ INTRASAT:

      Aber Spanien ist geografisch näher an den USA dran, wenn auch getrennt durch den ‚großen Teich‘. Grönland (und damit Dänemark) sind sogar noch näher dran.



      Zwischen Polen und Putin-Russland liegt lediglich Lukaschenko-Belarus, ein treuer Vasall Putins. Polen und die baltischen Staaten haben daher allen Grund, beunruhigt zu sein.



      Man sollte vielleicht endlich mal anerkennen, dass unterschiedliche, demokratisch verfasste Länder verschiedene geopolitische bzw. aussen- und sicherheitspolitische Interessen haben.



      Und man kann das durchaus, ohne sich als Europäer auseinander dividieren zu lassen - weder von Trump noch von Putin.

    • @ INTRASAT:

      Das ist die schlechtestmögliche Charakterisierung von Sanchez. Er ist der einzige Staaschef, der sich und sein Land nicht verklemmt und feige wegduckt. Es ist ein Beispiel für Stärke, Ehrlichkeit und keineswegs mangelnde Solidarität - das ist vollkommener Unsinn.

      • @Perkele:

        Stark, ehrlich und solidarisch ist der polnische Regierungschef allerdings auch.



        Und wie in Spanien Rechtskonservative und Faschisten Hand in Hand Sanchez lieber heute als morgen stürzen würden, so sitzen in Polen die Klerikalfaschisten von der PiS Donald Tusk im Nacken, um dort erneut ihr autoritäres Regime zu errichten.



        Über alle sonstigen politischen Differenzen hinweg müssen die europäischen Demokraten - (geografisch) eingeklemmt zwischen Trumpscher und Putinscher Despotie sowie autoritärer Bewegungen inmitten Europas - begreifen, wo der eigentliche Feind steht.



        Da muss man als Linker auch mal darauf setzen, dass sich vernünftige europäische Konservative wie Tusk oder Magyar in Ungarn politisch behaupten.



        Und als Bürgerlicher halt die Kröte sxhlucken, dass Sanchez und seine Sozialisten Spanien weiter regieren (und nicht die faschistische VOX, was zwangsläufig der Fall wäre, sollten die spanischen Konservativen dort die Wahlen gewinnen).



        Neue Zeiten erfordern eben neues Denken.

    • @ INTRASAT:

      Buckeln vor Trump und hektisches Geld zum Fenster rauswerfen haben wenig mit sinnvoller Sicherheitspolitik zu tun.

  • Ja, das sehe ich auch so. Die Rüttes und Merzen und wie sie alle heissen sollten Sanchez' Beispiel folgen. Trump will die EU spalten. Dagegen hilft nur Einigkeit und keine Schleimerei. USA kann es sich nicht leisten auf die EU als Handelpartner zu verzichten.

  • Pedro Sánchez führt keine stabile, visionäre Reformkoalition, sondern ein hochgradig fragiles Zweckbündnis. Da er sowohl auf Linkspopulisten als auch auf die Stimmen katalanischer Separatisten angewiesen ist, befindet er sich in einer permanenten politischen Erpressbarkeit. Die PSOE regiert in einem instabilen Bündnis, dessen Überleben täglich von den Maximalforderungen linkspopulistischer Kräfte und regionaler Separatisten abhängt.

    Diese Konstellation treibt die gesellschaftliche Polarisierung des Landes massiv voran. Sánchez' Handeln ist daher eben kein Ausdruck von partizipatorischem Mut, sondern das Ergebnis eines nackten politischen Überlebenskampfes, bei dem er die radikalen Ränder bedienen muss, um an der Macht zu bleiben.

    • @Heike 1975:

      Kann mich ihrem Kommentar nur anschließen.



      Trump die Stirn bieten, aus welcher Motivation raus auch immer, ist das eine, das andere ist die leider sehr undifferenzierte, einseitige Verurteilung Israels.

      • @Klaus Waldhans:

        Klar - schon wieder so ein Antisemit...

      • @Klaus Waldhans:

        "leider sehr undifferenzierte, einseitige Verurteilung Israels."



        Sie meinen, dass sich Spanien, im Gegensatz zu Deutschland, an die Sprüche des IGH und des IStGH hält, Kriegsverbrecher und Besatzer als das benennt was sie sind und eben auch in diesem Punkt der rechtsextremen Internationalen um Trump und Netanjahu die Stirn bietet? Das ist eines der positiveren Merkmale der Sanchez-Regierung.



        @Heike 1975 Da sieht man mal, das "die radikalen Ränder [zu] bedienen" (die Mehrzahl ist hier falsch, es geht um den linken Rand des politischen Spektrums in Spanien) zu deutlich vernünftigerer Politik führt als die Markradikalität, Fremdenfeindlichkeit und Trump-Hörigkeit unserer tollen politischen "Mitte".

  • Von Sánchez lernen, heißt siegen lernen. Merz kann da noch viel lernen.

    • @Pico :

      Kann er eben nicht, weil er sich viel zu sehr in den Fallstricken der Widersprüchlichkeiten und Inkonsistenzen konservativer Politik verheddert hat. Sowohl außen- als auch innenpolitisch.



      So kann der regierenden CDU - und mit ihr der SPD - der bitter benötigte Befreiungsschlag einfach nicht gelingen, ohne dass es sie zur einen oder zur anderen Seite zerreißt.



      Innenpolitisch will die CDU nicht mit der AfD, kann aber auch nicht ohne sie, wenn die kleine GroKo an ihr Ende kommt und die Grünen der CDU (hoffentlich!) NICHT den Gefallen tun, sich wieder mal an sie ranzuwanzen.



      Außenpolitisch will Merz nicht von Trump lassen - und auch nicht von Israel, in der seltsamen und irrigen Annahme, das Decken von Kriegsverbrechen und Völkerrechtsverstössen der israelischen Regierung sowie die strafrechtliche Verfolgung (berechtigter) Israelkritik wären tatsächlich ein ernsthafter Beitrag, den Antisemitismus hierzulande irgendwie einzudämmen.