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Bundeswehr in Grönland13 deutsche Soldaten eilen zur Hilfe

Die Bundeswehr schickt Soldaten zu einer „Erkundungsmission“ nach Grönland. Seit 2024 war sie an mehr als 40 Übungen in der Arktis beteiligt.

Bardufoss, Troms Norwegen, März 2025: Ein Waffenträger Wiesel der Gebirgsjäger der Bundeswehr bei der NATO-Übung Joint Viking Foto: Friedrich Bungert/SZ Photo/picture alliance
Cem-Odos Gueler

Aus Berlin

Cem-Odos Gueler

Deutschland unterstützt die dänische Armee bei der Ausweitung ihrer Militärpräsenz auf Grönland. Am Donnerstag startete eine Transportmaschine mit 13 Bundeswehrangehörigen zunächst in Richtung Dänemark, wie das Verteidigungsministerium in Berlin mitteilte. Von dort aus sollten die Sol­da­t*in­nen am Freitag mit dänischen Streitkräften nach Grönland weiterreisen. Die Mission erfolge auf Einladung Dänemarks. „Ziel ist, die Rahmenbedingungen für mögliche militärische Beiträge zur Unterstützung Dänemarks zu erkunden“, erklärte das Verteidigungsministerium.

Demnach werde geprüft, ob die Bundeswehr vor Ort etwa die Überwachung des Seeraums unterstützen könne. Außer Deutschland kündigten auch Frankreich, Schweden und Norwegen an, Militärangehörige auf die Arktisinsel zu entsenden. Die Missionen erfolgen im Schatten der Drohungen Donald Trumps, die USA könnten Grönland annektieren. Am Mittwoch hatten sich deshalb Dänemarks Außenminister Lars Løkke Rasmussen und die grönländische Ministerin für Außenangelegenheiten, Vivian Motzfeldt, mit der US-Regierung in Washington getroffen.

Für die Bundeswehr ist es nicht die erste Mission in Grönland. Im September hatten deutsche Militärangehörige dort an einer Übung namens „Arctic Light“ teilgenommen – allerdings nur mit drei Soldat*innen. Das geht aus einer parlamentarischen Anfrage der Linksfraktion hervor, die der taz vorliegt. Demnach ist die Bundeswehr in großer Regelmäßigkeit im hohen Norden unterwegs: Die Bundesregierung listet insgesamt 40 Übungen in den Anrainerstaaten der Arktis seit Anfang 2024 auf.

„Arctic Light“ war dabei die größte Nato-Operation, die Grönland seit Langem gesehen hatte. Auch diese Übung fand ohne eine Beteiligung der USA statt. Unter der Führung des dänischen Arktiskommandos trainierten im September 550 Sol­da­t*in­nen aus Frankreich, Großbritannien, Norwegen und Schweden die Einsatzbereitschaft ihrer Spezialkräfte, die Nutzung von Bodendrohnen und den Schutz kritischer Infrastruktur auf der arktischen Insel. Schon damals wurde es als ein Zeichen Dänemarks gegen die Annektionsdrohungen Donald Trumps gesehen, dass die USA nicht in das Manöver einbezogen waren.

Nicht alle Missionen der Bundeswehr im hohen Norden sind so klein wie die Teilnahme an „Arctic Light“. So absolvierte die deutsche Marine vor der Inselgruppe Andøya im Norden Norwegens vom 13. bis zum 24. Oktober nach eigenen Angaben ihr „größtes Schießvorhaben seit Jahrzehnten“. Laut parlamentarischer Anfrage waren 1.140 deutsche Sol­da­t*in­nen an der Übung beteiligt. Der Bundeswehr zufolge wurde dabei 300 Kilometer oberhalb des Polarkreises „die Leistungsfähigkeit der Waffensysteme unter realistischen Bedingungen“ getestet – der Übungseinsatz sei aber auch ein „Beweis der Abschreckungsfähigkeit Deutschlands“ gewesen.

Die Linke kritisiert den Einsatz

Der verteidigungspolitische Sprecher der Linksfraktion, Ulrich Thoden, kritisiert das Engagement der Bundeswehr im hohen Norden. „Das ist Ausdruck eines abenteuerlichen Expansionskurses, mit dem sich die Bundesregierung Deutschland künftig als militärische Arktismacht etablieren will“, sagte er der taz. Der Bundesregierung gehe es dabei nicht um die Landesverteidigung, sondern „um militärische Zugriffsmöglichkeiten auf die begehrten Rohstoffressourcen der Arktis“.

Das Auswärtige Amt weist diese Anschuldigungen zurück. Ziel der deutschen Arktispolitik sei es, zur Sicherheit in der Region beizutragen. Es gehe darum, „Kooperationen zu fördern und die friedliche Nutzung der Arktis“ auf Grundlage anerkannter Normen zu unterstützen. Mit Blick auf Grönland heißt es aus dem Ministerium: „Grönland gehört den Grönländerinnen und Grönländern, und es ist an Dänemark und Grönland, über alle Angelegenheiten zu entscheiden, die beide Länder betreffen.“

In der Arktis gibt es bedeutende Reserven an Erdöl und Erdgas. Bergbauunternehmen aus der ganzen Welt haben es aber besonders auf die Vorkommen von Metallen abgesehen, die hier im Boden liegen. Dabei steht Grönland im Fokus: Im Süden der Insel liegen laut der deutschen Gesellschaft für Außenwirtschaft (GTAI) die zwei weltweit größten bekannten Lagerstätten von Seltenen Erden, die für die Herstellung moderner technischer Geräte benötigt werden.

„Die Rohstoffe in der Arktis gehören den Anrainerstaaten, da hat Deutschland keinen Zugriff darauf“, sagt auch Volker Rachold der taz. Der Geochemiker leitet das Deutsche Arktisbüro, eine im Alfred-Wegner-Institut und Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung integrierte Forschungseinrichtung.

Doch die Lagerstätten auf der Arktisinsel sind durchaus bedeutsam: 25 der 34 Rohstoffe, die von der EU im Critical Raw Materials Act (CRMA) als wichtig für die Wirtschaft eingestuft werden, konnten in industriell bedeutsamen Mengen auf Grönland nachgewiesen werden. „Natürlich sind diese Ressourcen auch für die EU ein wichtiges Thema“, sagt Rachold. Für ihn ist es „schockierend“, dass die USA auch wegen des Zugriffs auf diese Ressourcen, Nato-Partnern mit Gewalt droht. „Das hat die Sicherheitspolitik in der Arktis nochmal komplett verändert.“

Bereits im Herbst 2024 hatte die Bundesregierung unter Federführung des Auswärtigen Amts eine neue Arktisstrategie beschlossen. Unter dem Titel „Deutschland und die Arktis im Kontext von Klimakrise und Zeitenwende“ geht es darin um die veränderte sicherheitspolitische Lage in der Region. Im Fokus stehen dabei die russischen und chinesischen Aktivitäten.

„Ein menschheitsgeschichtlicher Rückschritt“

In den Leitlinien heißt es, dass die militärische Bedeutung der Arktis auf absehbare Zeit zunehmen werde. Russland habe seine militärische Präsenz ausgebaut und trete gegenüber den arktischen Nato-Verbündeten zunehmend aggressiv auf.

Die Bundesregierung verweist in dem Papier auch auf die russische Nordflotte. Die strategischen Atom-U-Boote Russlands sollen die nukleare Zweitschlagfähigkeit des Landes garantieren. Die Nordflotte habe als „Instrument russischer Außen- und Sicherheitspolitik an Bedeutung gewonnen“, heißt es von der Bundesregierung. Die Fähigkeit Russlands, im hohen Norden die Freiheit der Schifffahrt im Nordatlantik zu beeinträchtigen, stelle ebenfalls eine „strategische Herausforderung“ dar.

Für Rachold ist diese Entwicklung menschheitsgeschichtlich ein Rückschritt. „Wir sind wieder da, wo wir vor vielen Jahrzehnten gewesen sind“, sagt der Wissenschaftler. In der Hochphase des Kalten Kriegs sei die Arktis einst ein Hotspot für militärische Aktivitäten gewesen. „Die Atom-U-Boote der USA und Russlands waren dort stationiert.“

Es sei deshalb auch ein bewusst gesetztes Zeichen gewesen, dass im Jahr 1986 die nuklearen Abrüstungsgespräche zwischen US-Präsident Ronald Reagan mit seinem sowjetischen Counterpart Michail Gorbatschow in Reykjavik stattgefunden haben. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs habe sich die Konstellation im hohen Norden fundamental gewandelt. „Die Arktis war 30 Jahre lang eine Region die von Zusammenarbeit geprägt und von den geopolitischen Krisen ausgenommen war“, so Rachold.

Die Arktis war 30 Jahre lang eine Region, die von Zusammenarbeit geprägt war

Volker Rachold, Deutsches Arktisbüro

Als Russland die Ukraine überfallen habe, habe sich diese Ausgangslage wieder schlagartig verändert. In den Aktivitäten der Bundeswehr sieht er, „dass Deutschland im Rahmen der Nato zum Schutz der Anrainerstaaten bereit“ sei.

Linken-Politiker Thoden kritisiert die Aufrüstung im hohen Norden. „Wir treten für eine ausschließlich friedliche Nutzung der Arktis und für den konsequenten Schutz ihres durch den Klimawandel bedrohten einzigartigen Ökosystems ein“, erklärte er. Kritisch betrachtet er deshalb auch deutsche Waffenexporte in die Region.

Deutschland exportiert Waffen in die Region

Laut der Antwort auf die Kleine Anfrage der Linksfraktion lieferte Deutschland im Jahr 2025 Rüstungsgüter im Wert von etwa 3 Milliarden Euro an Arktis-Anrainerstaaten. An erster Stelle steht dabei Norwegen mit Waffenimporten aus Deutschland über mehr als 1,3 Milliarden Euro. Das dürfte damit zusammenhängen, dass Norwegen ein Hauptabnehmer deutscher U-Boote ist und diese Waffensysteme zu den teuersten Rüstungsgütern gehören. An zweiter Stelle folgten demnach Waffenexporte nach Schweden, die sich in dem Zeitraum auf etwa 940 Millionen Euro beliefen. Auf Platz drei folgen die USA mit rund 480 Millionen Euro.

In der parlamentarischen Anfrage beziehen sich die Fragenden Thoden und Desiree Becker (ebenfalls Linke) auch auf einen Bericht der taz über eine Reise von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) nach Kanada, auf der er für den Kauf deutscher U-Boote warb. Die Abgeordneten wollten nun wissen, in „wessen Auftrag“ Pistorius unterwegs gewesen sei. Die Bundesregierung gibt dazu an, der Verteidigungsminister habe die Bewerbung der deutschen Waffenschmiede TKMS für den Verkauf von U-Booten an Kanada „politisch unterstützt“.

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42 Kommentare

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  • Die Linke: „Das ist Ausdruck eines abenteuerlichen Expansionskurses, mit dem sich die Bundesregierung Deutschland künftig als militärische Arktismacht etablieren will“

    Die Realität: 13 Soldaten (mit Lastenrad?) machen da eine Art Urlaub.

    • @Otto Mohl:

      Gar nicht so banal. Stellen Sie sich vor, der POTUS in seinen affektgetriebenen aussenpolitischen Handlungen würde nun doch zu einer militärischen Besetzung Grönlands ausholen. Unwahrscheinlich? Ich würde bei diesem US-Präsidenten für nichts die Hand in das Feuer legen. Und der US-Senat hat sich in dieser Frage (eigentlich in Bezug auf Venezuela, es dürfte aber auch für Grönland und weitere militärische Abenteuer gelten) ja gerade selbst entmachtet.



      Müssten die 13 deutschen Soldaten in diesem eindeutigen NATO-Bündnisfall dann gegen US-Soldaten kämpfen? Wahrscheinlich würde es nicht dazu kommen, das kleine NATO-Kontingent würde vor der amerikanischen Übermacht sofort kampflos die Waffen strecken.



      Nur hat es weitreichende politische Auswirkungen, wenn Trump zu diesem Mittel greifen würde, denn es könnte tatsächlich das Ende der NATO bedeuten oder einleiten, wie Dänemarks Premierministerin Mette Frederiksen schon ankündigte.



      Hinsichtlich der Einschätzung der Linken zu dieser wirklich gewaltigen „Truppenentsendung“ stimme ich Ihnen jedoch zu. Reine Backenaufblaserei.

    • @Otto Mohl:

      Manche können halt einfach nicht loslassen. Ein koordiniertes Signal mehrerer europäischer Staaten, dass man sich solidarisch mit einem Land zeigt, dessen territoriale Integrität von imperialen Gelüsten Trumps bedroht wird, als "deutschen Expansionskurs" zu bezeichnen, offenbart einen intellektuelles Niveau, dass sich im gleichen Regal wie die Ideen des Orangenen finden läßt.

    • @Otto Mohl:

      Wahrscheinlich wird das mit der offensichtlich speziell gebrieften Vorhut eher hierzu eine Parallele werden:



      "Für die meisten ist Dschibuti ein weisser Fleck auf der Landkarte. Die kleine Nation am Horn von Afrika besteht primär aus Wüste und spielt auf der globalen Politikbühne kaum eine Rolle. Dennoch sticht Dschibuti in einer Sache heraus: In dem Land mit rund 900'000 Einwohnern befinden sich Militärstützpunkte fast aller grossen Weltmächte - Seite an Seite auf einer Fläche so gross wie Israel.



      Die USA, Frankreich, China, Japan, Italien und Spanien haben in dem ostafrikanischen Staat bereits einen Stützpunkt. Deutsche Soldaten sind im Rahmen der Anti-Piraterie-Mission «Atalanta» zeitweise in Dschibuti stationiert. Und Neuankömmling Saudi-Arabien baut dort derzeit eine Militärbasis."



      Quelle handelszeitung.ch 2017



      Dort wurde u. wird ebenso strategisch "implementiert", um zu verhindern, dass okkupiert wird.



      Weiter dort:



      "Es ist daher wenig überraschend, dass sich internationale Mächte einen Wettlauf um Dschibuti liefern. «Sie teilen alle eine Agenda, trotz oft frostiger diplomatischer Beziehungen», sagt Cummings..."



      Also aktuell unter Beobachtung sicher "kein Schnee von gestern"...

  • Wenn die USA mit Dänemark einen Krieg beginnt, wäre das kein NATO-Bündnisfall.



    Der Beistand gilt nur für Bedrohungen von außen.



    Beim Griechenland-Türkei Konflikt hatte die NATO auch nicht auf einer der beiden Seiten eingegriffen.

  • Ach ja immer wenn man denkt Die Linke könnte mal wieder wählbar werden...

  • "Der verteidigungspolitische Sprecher der Linksfraktion, Ulrich Thoden, kritisiert das Engagement der Bundeswehr im hohen Norden. „Das ist Ausdruck eines abenteuerlichen Expansionskurses, mit dem sich die Bundesregierung Deutschland künftig als militärische Arktismacht etablieren will“, sagte er der taz."



    Wahrscheinlich hat Thoden hier doch nicht mit bedacht, dass Manöver um d. Arktis schon seit längerem stattfinden, mit deutscher Beteiligung. Es geht auch um die erklärten Ansprüche Chinas in der Arktis.



    "Fachleute damit rechnen, dass China so weit sei, um mit U-Booten und Kriegsschiffen aktiv zu sein. Eventuell sogar früher, wenn Russland seine arktischen Häfen den Chinesen zur Verfügung stellt, um an ihrer Technologie zu feilen, so Jakobsen.



    Und diesen Zugang benötigt das Land, das selbst abseits der arktischen Gewässer liegt und sich 2018 in einem Weißpapier selbst als "fast arktischer Staat" bezeichnete, der ein "legitimes Interesse" an der Region hat. Dieses Interesse ist auf Bodenschätzen, Rohstoffen und Seltenen Erden begründet. Es geht aber auch um den grundsätzlichen Zugang zu einer Region, die aufgrund der Erderwärmung in den kommenden Jahren..."



    derstandard.at



    Neue Wege!

  • Die deutsche Linke ist und bleibt ein Trauerspiel.



    Und es ist nichteinmal so, dass das ausschließlich an den Moskau-Connections liegt.

  • Witz komm raus, Du bist umzingelt.

    Deutschland setzt ein Zeichen. Und wenn es brenzlig wird, geben sie schneller Fersengeld, als man Grönland sagen kann.

    • @Jim Hawkins:

      Und stattdessen sollten sie was genau tun? Grönland heldenhaft bis zur letzten Patrone gegen die US-Army verteidigen?



      Ein Zeichen zu setzen ist so ziemlich das Einzige, was Deutschland in der Sache momentan tun kann.

    • @Jim Hawkins:

      Wann ist brenzlig?



      ===



      Frankreich, Deutschland, Italien, Polen, Spanien, Großbritannien und Dänemark reagieren auf Trumps -- im Original---: "Ich will haben" . Das klingt nach einem nicht Erwachsenen der sich an der Schaufensterscheibe die Nase platt drückt.

      Wenn Donald kaufen will gibt es einen Käufer aber keinen Verkäufer. Wenn Trump 100 US Fahnen in Grönland aufstellt



      gehört Grönland immer noch nicht zur USA. Wenn Trump genauso viele Soldaten nach Grönland schickt wie in der Zeit des kalten Krieges - gehört Grönland auch nicht zur USA.

      Gestern fand die Abstimmung über eine Resolution im US - Senat statt durch die Militäraktionen in Venezuela ohne Zustimmung des Kongresses untersagt werden sollten. Die Abstimmung in Washington endete mit 51 zu 50 Stimmen gegen die Resolution - weil nach dem 50 -- 50 Patt j.d. Vance



      sein Recht auf Stimmabgabe bei knappen Mehrheiten wahr nahm.

      Das bedeutet: Sebst Trumps Unterstützer sind bei einer Annektion Grönlands nach russischen Muster tief gespalten --- selbst eine Annektion hättn keine Aussicht auf Erfolg.

      Die Lage ist brenzlig in Grönland - aber die Europäer sind immer noch in Grönland.

    • @Jim Hawkins:

      Ich würde nicht mal das der BW zutrauen...

  • Deutschland & Norwegen betreiben eine sehr enge Rüstungskooperation, wobei große abgeschlossene und laufende Exporte Kampfpanzer (54 Stück, Leopard 2) und U-Boote (gemeinsame Produktion mit Thyssenkrupp) umfassen, sowie die Beschaffung von Marschflugkörpern (JSM) durch Deutschland in Norwegen.

    Norwegen importiert 4 U-Boote als Teil einer Kooperation mit dem Rüstungskonzern Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) -- zwei werden für Deutschland gebaut-- erste Lieferungen an Norwegen sind 2029 geplant.

    Die deutschen Rüstungsexporte nach Schweden sind ein Teil einer strategischen Partnerschaft, die auf gemeinsame Sicherheit und moderne Verteidigungsfähigkeiten abzielt.

    Wenn Thoden sich schlau macht durch eine Anfrage an die Bundesregierung warum lässt er dann die Zusammenhänge aus?

    Russland stellt für Norwegen eine wachsende militärische Bedrohung dar, die sich in aggressiven Luftmanövern an der norwegischen Grenze, GPS-Störungen und Spionageaktivitäten manifestiert, was Norwegen zu massiven Aufrüstungsprogrammen bis 2036 veranlasst, während gleichzeitig auf diplomatische Deeskalation gehofft wird, um eine Eskalation zu verhindern.

  • Wenn man für Die Linke durchaus Sympathien haben kann, so macht sie sich mit solchem Blödsinn das Leben selbst schwer. Es ist weltfremd so zu argumentieren.

  • "Der Bundesregierung gehe es dabei nicht um die Landesverteidigung, sondern „um militärische Zugriffsmöglichkeiten auf die begehrten Rohstoffressourcen der Arktis“." Ein erschreckend flacher Kommentar. Wusste gar nicht, dass die Bundeswehr Rohstoffe abbaut. Und auch wenn Grönland nicht zur EU gehört, dürfte es deutliche einfacher sein, eine geeignete zwischenstaatliche Vereinbarung zu treffen, zivilrechtliche Verträge zu schließen, Firmen zu gründen und einen Abbau zum Vorteil aller Beteiligten anzugehen. Mehr als ein nettes Erlebnis und 13 ordentliche Reisekostenabrechnungen kommt dabei so oder so nicht raus. Aber eine nette Geste gegenüber Dänemark ist es natürlich schon.

    • @Nachtsonne:

      @Nachtsonne



      Flach ist der Kommentar/ Artikel nicht, denn es geht um ebend auch Hoheitsrechte, die Europa - und gerade die Europäische Union durch Grönlands Zugehörigkeit zu Dänemark ableiten möchte, um somit an den " Bodenschätzen " profitieren zu können. Da ist doch die Jim Knopf Garde eine günstige Investition. Wobei ich die Idee mit der Nato-Präsenz auf Grönland begrüßen würde.

  • Wann treten wir dem hirnlosen Möchtegern-immobilienhändler mal vors Schienbein?



    Du willst Grönland und die NATO sprengen, ja gerne, dann werden aber alle Lieferungen an die USA eingestellt und alle Ami's in der EU nach Hause geschickt. Den Social-Media-Kram schalten wir auch ab und wenns ganz Dicke kommt schließen wir auch alle deutschen Unternehmen in den Staaten.



    Nur mal androhen würde vielleicht schon reichen.



    Das ewige wegducken und ängstliche Palaver führt doch zu nichts, oder?

    • @Rauschebart:

      Das ist schon alles richtig. Nur wird das mit einer CDU/CSU oder gar einer AfD nie passierten.

  • Die Bundeswehr könnte auch mal Ramstein besuchen, mit ausreichend Material und Personal. Mal sehn was Trump und Vance dann dazu sagen. Natürlich ein Freundschaftsbesuch.

  • Warum nur 13 Soldaten. Haben die (wilden) 13 auch einen Jim Knopf dabei ? Oder ist, wie in Venezuela laut Merz, die Lage komplex und mit 15 verliert man die Übersicht?

    • @Jo Lang:

      Ich lebe solch lustig und ironische Beiträge. Ansonsten hätte man vor lauter Kopfschütteln Schmerzen.

    • @Jo Lang:

      ""Haben die (wilden) 13 auch einen Jim Knopf dabei?"



      ===



      Jim Knopf ist für später geplant wenn die Schienen nach Grönland fertig sind - ansonsten sind die gefürchteten 13 Wilden -- die eigentlich nur 12 sind -- ausgebildete Spezialisten für Entführungen - siehe Molly.

      Ein ausgebildetes und sehr erfolgreiches Personal vom Fach sind also vor Ort falls Donald oder einer seiner fiesen Kumpels sich nach Grönland trauen sollten.

      • @zartbitter:

        😂 🚂🚃🚃🚃 was für'n Circus 🎪

  • Die Reaktion der "die Linke" ist interessant.



    Auf trumps Übernahmefantasien, Grönland betreffend, forderte sie eine "deutliche Antwort".



    Nun kritisiert sie ein Erkundungs- und Beratungsteam.



    Sicher ist Frieden das Ziel.



    Derzeit scheinen aber weder trump noch putin daran besonders interessiert.



    Eine diplomatische Lösung ist, auch angesichts der jüngsten Bemühungen Dänemarks und Grönlands, nicht zu erkennen.



    Trumps Scheinargument der "Sicherheit" durch Sicherheitsmaßnahmen in Grönland kalt zu stellen, ist immerhin eine Idee.



    Die Idee der "die Linke", dass es sich hierbei um einen "abenteuerlichen Expansionskurs (...) Deutschlands", handele, ist schlicht an den Haaren herbeigezogen.



    Deutschland bekennt sich klar zur NATO, auch und gerade weil die USA hier Absetzungsbwegungen zeigt.



    Ein Angriff auf Grönland wäre auch ein Bündnisfall.



    Die Installation von deutschen Patriots in Polen dient genauso dem Nato Verteidigungspakt, wie die Brigade in Litauen .



    Deutschland daher ähnliche Großmachtfantasien wie putin und trump nachzusagen ist schlichter Unsinn.

    • @Philippo1000:

      Die Linke versucht halt die maximale Spannbreite des Populismus auszunutzen. Machen sie ja gerade gut. Dafür braucht's dann auch mal widersprüchliche Äußerungen.

      • @KaosKatte:

        Ohne dass ich jetzt hier einer Verteidigung Grönlands gegen die USA mittels der BW das Wort reden möchte....: die Äußerungen der Linken zu den 13 Mann ("mit militärischer Gewalt drohen", lol) sind einfach unsinnig. Ich vermute mal etwas polemisch, dass sie es am liebsten hätten, wenn GER nicht-"militärische" Maßnahmen a la Abbruch der Handelsbeziehungen zu den USA oder den Austritt aus der "kriegstreiberischen" NATO anwenden würde. Oder eben ein Konsulat zu eröffnen...

    • @Philippo1000:

      Das die Partei die Linke eine außenpolitische Katastrophe ist und absolut keinen durchgehenden Sinn macht, und alle 2 Monate was anderes sagt ohne zu erklären warum Sie Ihre Meinung geändert hat, könnte vom linken Vorfeld auch kritischer begleitet werden.

  • Die Situation:



    Die usa sind auf Grönland angewiesen und können ohne Grönland nicht überleben.



    Grönland ist auf die usa nicht angewiesen und kann ohne die usa sehr gut überleben.

    Bei dieser Situation gibt es nur eine vernünftige Lösung: die usa werden grönländische Kolonie und Trump wird durch einen grönländischen hohen usa-Kommissar ersetzt.

    • @A. Müllermilch:

      "Die USA sind auf Grönland angewiesen und können ohne Grönland nicht überleben." Äh, hüstel, glauben Sie das wirklich? Wow!

    • @A. Müllermilch:

      "Die usa sind auf Grönland angewiesen und können ohne Grönland nicht überleben."



      Äh wieso?

      • @Encantado:

        Sagt Trump.



        Ich finde die Idee gut, meines Wissens hat grönland nie einen Krieg angefangen und hat sehr glückliche Bürger, wüsste also nicht was dagegen spricht. Die Amis die was dagegen haben können ja mach venezuela ins exil gehen.

        • @Jesus:

          "meines Wissens hat grönland [...] sehr glückliche Bürger"

          Das verwechselst du evtl. mit Dänemark.

          Grönland hat die höchste Suizidrate der Welt (de.wikipedia.org/w..._in_Gr%C3%B6nland) und ein riesiges Alkoholismus-Problem, die BürgerInnen haben eine vglw. geringe Lebenserwartung und nach europäischen Standards ein überdurchschnittliches Armutsproblem.

          Deshalb ist der US-Plan, den grönlandischen BürgerInnen bis zu $100.000 pro Kopf für ein Votum für einen US-Anschluss zu zahlen, ja auch so unglaublich zynisch.

        • @Jesus:

          Die Aussage das Grönland mit die glücklichsten Bürger der Welt hat passt nicht ganz zu der Tatsache das Grönland auch mit die höchste Suizidrate der Welt hat.

  • "„Wir treten für eine ausschließlich friedliche Nutzung der Arktis und für den konsequenten Schutz ihres durch den Klimawandel bedrohten, einzigartigen Ökosystems ein“

    Die Position des Linken Politikers teile ich uneingeschränkt, alleine schon da das Abschmelzen der Gletscher die Hochwassergefahr hier in der norwegischen Region Troms erheblich erhöht hat.

    Nicht mit bedacht hat der gute Mann allerdings, das gerade Norwegen seine Güter zu 80% über Wasser importiert. Sichere und freie Schifffahrtsstrassen sind dafür unerlässlich.

    Und leider nehmen Russlands Aktivitäten an der Arctic Front ein immer größeres Ausmaß an. Davon kann man beim besten Willen nichts gutes ableiten.

    Daher ist es zu begrüßen, das Deutschland U Boote an Norwegen verkauft, die deutsche Marine im Norden zur Sicherung der Seestrassen beiträgt und die Arktis Flotte verstärkt wird.

    Zu den immer wieder angeführten Bodenschätzen in der Arktis. Bisher ist kein Land technisch dazu in der Lage in dieser Region Seltene Erden abzubauen. Das wird sich auch im nächsten Jahrzehnt nicht ändern. Man diskutiert also heute über Zustände, die erst Generationen später eintreffen dürften, wenn überhaupt.

    • @Sam Spade:

      Gibt es denn russische Aktivitäten, die die Freiheit der Schifffahrt einschränken möchten? Befürchtet nicht eher Russland, dass Nato-Aktivitäten den freien Zugang zu russischen Häfen in der Arktis einschränken könnten?

  • "13 Bundeswehrangehörigen" Ja, das ist 5000-Helme-Deutschland wie man es kennt.

    • @Alberta Cuon:

      Das ist ein Erkundungskommando, dem weitere Einheiten folgen sollen. Steht aber auch im Artikel:



      "Demnach werde geprüft, ob die Bundeswehr vor Ort etwa die Überwachung des Seeraums unterstützen könne."

    • @Alberta Cuon:

      Die Vernunft sagt, dass es keine deutsche Armee gibt, die den USA so nahe ihres eigenen Territoriums Paroli bieten könnte. Nicht einmal annähernd. Also beschränkt man sich auf Symbolpolitik. Natürlich. Was denn auch sonst?

      • @Encantado:

        Grönland ist nicht nah am US Territorium.

        Es sei denn die ganze Welt ist US Territorium, was zu einem gewissen Grad stimmt.

      • @Encantado:

        Darum ist die Bundeswehr auch nicht allein:



        "Außer Deutschland kündigten auch Frankreich, Schweden und Norwegen an, Militärangehörige auf die Arktisinsel zu entsenden."

      • @Encantado:

        "Die ersten französischen Militärangehörigen sind bereits unterwegs. Weitere werden folgen“, erklärte Macron auf X.



        Er habe auf Ersuchen Dänemarks beschlossen, dass Frankreich an den von Dänemark in Grönland organisierten Übungen mit dem Namen „Operation Arctic Endurance“ teilnehmen solle, hieß es. Neben Frankreich wollen auch Schweden und Norwegen Militärpersonal nach Grönland schicken."



        "Paroli bieten" ist hier wohl kein realistisches Ziel.



        Quelle berliner-zeitung.de



        Auch die Platzierung des Themas in den Köpfen ist wahrscheinlich eine aktuelle Zielsetzung, um weitere Schritte öffentlichkeitswirksam als Strategie zu präsentieren?



        Ein echter Konflikt mit Androhung des Rausschmiss aus dem Bündnis wäre für die Europäer nicht opportun.

        • @Martin Rees:

          Das funktioniert so lange, bis der RN den französischen Präsidenten oder die Präsidentin stellt. Immerhin eine Atommacht.