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Warnung des VerfassungsschutzesMischt der Kreml bei den Landtagswahlen mit?

taz exklusiv: Der Verfassungsschutz fürchtet Manipulationsversuche durch Russland bei den Wahlen in diesem Jahr. Der Nutznießer ist klar: die AfD.

Desinformation und Sabotage: Russische Botschaft in Berlin Foto: Christoph Soeder/dpa
Konrad Litschko

Aus Berlin

Konrad Litschko

Sinan Selen wurde zuletzt deutlich. Russland agiere derzeit „aggressiv, offensiv und eskalativ“, warnte der Chef des Bundesamts für Verfassungsschutz in Berlin. Deutschland müsse sich einstellen auf Sabotagen, Desinformation, Cyberangriffe oder „Einflussoperationen“. Es finde eine „brandgefährliche Entgrenzung“ statt. Intern konkretisiert sich nun im Verfassungsschutz eine Sorge: dass es Manipulationen der bevorstehen Landtagswahlen in diesem Jahr geben könnte.

„Angesichts der Zunahme hybrider Angriffe Russlands gegen europäische Demokratien ist auch im Rahmen von Landtagswahlen mit entsprechenden Aktivitäten zu rechnen“, heißt es in einer Einschätzung des Bundesamts für Verfassungsschutz, die der taz vorliegt. Diese Gefährdung „durch unzulässige ausländische Einflussnahme und Informationsmanipulation“ nehme man „sehr ernst“.

Seit mehreren Jahren, so der Verfassungsschutz weiter, seien Wahlen, bisher vorrangig auf nationaler und europäischer Ebene, Ziel von Manipulationsversuchen fremder Staaten. Auch die Landtagswahlen kämen nun in Betracht. Die derzeit größte Gefahr ist für die Behörde klar: „Die Hauptbedrohung für Deutschland geht hierbei weiterhin von Aktivitäten der Russischen Föderation aus.“ Einflussnahmeversuche und Desinformation seien „zentrale Elemente der hybriden Aktionen Russlands“.

Schon bei der Bundestagswahl im vergangenen Jahr hatte es Einflussversuche Moskaus gegeben, die der Verfassungsschutz und der BND später der russischen „Storm-1516“-Kampagne zurechneten. In diesem Zusammenhang wurden damals Artikel und Videos über Webseiten verbreitet, die den Anschein echter Nachrichtenseiten erwecken sollten. Deutschland hatte daraufhin den russischen Botschafter ins Auswärtige Amt einbestellt und Einreisesperren gegen beschuldigte Beteiligte verhängt.

Narrative verbreiten, Personen diskreditieren

Für den Verfassungsschutz steht dabei außer Frage, zu welchen Gunsten auch die künftigen Einflussversuche stattfinden würden. Sofern es dazu komme, „werden diese wahrscheinlich darauf ausgerichtet sein, solche Personen und Parteien zu unterstützen, die offizielle russische Positionen befürworten oder Narrative im Sinne der russischen Staatsführung verbreiten“, heißt es in der Einschätzung. Ein Name wird nicht genannt. Aber es ist klar, auf welche Partei er abzielt: die AfD.

Zugleich würden wohl „diejenigen Personen oder Parteien diskreditiert werden, die der Vorstellungswelt des Kremls entgegengesetzte Positionen vertreten, wie etwa die Unterstützung der Ukraine“, heißt es weiter. Auch sei es denkbar, dass russische Akteure versuchten, „das Vertrauen in demokratische Institutionen zu beschädigen, insbesondere bei Themen der Inneren Sicherheit und der Migration“. Zudem könnte die Integrität der Wahlen selbst oder das festgestellte Wahlergebnis „angezweifelt“ werden.

Die erste Landtagswahl findet bereits an diesem Sonntag in Baden-Württemberg statt. Es folgen Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. Die AfD wahlkämpft hier mit russlandzugewandten Positionen. Im Wahlprogramm der Partei in Baden-Württemberg werden die Russlandsanktionen nach dem Angriff Moskaus auf die Ukraine als „verantwortungslose Fehlentscheidung“ bezeichnet. Spitzenkandidat Markus Frohnmaier erklärte, er würde als Ministerpräsident in den ersten 100 Tagen seiner Amtszeit nach Russland reisen, um die wirtschaftlichen Beziehungen „wiederzubeleben“.

Auch in einem Entwurf des AfD-Wahlprogramms für Sachsen-Anhalt wird die „russlandfeindliche Politik der Altparteien“ kritisiert und eine vermeintliche „Hetze“ gegen Russen beklagt. Dabei hätten Deutschland und Sachsen-Anhalt sowohl ökonomisch als auch kulturell „ein großes Interesse an guten Beziehungen zu Russland“.

Im Bundesrat werde man sich für die Aufhebung der Russlandsanktionen einsetzen und für eine Wiederaufnahme von Energieimporten aus Russland, so die AfD. Die Nord-Stream-Gas-Pipeline solle wieder in Betrieb gehen, Schüleraustausche mit Russland müssten wiederbelebt und der Russisch-Unterricht an Schulen wieder ausgebaut werden.

Warnungen auch von anderen Behörden

Schon zuletzt hatte auch der hessische Verfassungsschutz vor Desinformationen vor den dortigen Kommunalwahlen am 15. März gewarnt. Mit KI-generierten Inhalten und Deepfakes über Kandidierende oder Parteien könnte die Meinungsbildung „gezielt fehlerhaft beziehungsweise irreführend beeinflusst“ werden, erklärte das Landesamt.

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taz talk zur Wahl in Baden-Württemberg

LIVE, Dienstag, 3. März, ab 17 Uhr

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Gerade auf kommunaler Ebene könnten gefälschte Onlineprofile von Amtsträgern oder Behörden „eine gefährliche Wirkung entfalten, da sie in einem vertrauten Umfeld besonders glaubwürdig erscheinen“. Auch könnten kleinere Gemeinden mangels Ressourcen solche Desinformation schwerer entlarven. Vor allem Bür­ger­meis­te­r*in­nen seien im vergangenen Jahr Opfer von Identitätsklau auf Social Media geworden.

Bernd Neumann, hessischer Verfassungsschutzchef, warnte: „Wenn für die Wählerinnen und Wähler nicht mehr unterscheidbar ist, ob ein Video, Profil oder ein Kommentar echt ist, bricht die Vertrauensbasis weg, die für die demokratische Meinungs- und Willensbildung von entscheidender Bedeutung ist.“ Gerade im Wahlkampf verbreiteten sich falsche oder irreführende Meldungen „rasant“. Das Landesamt richtete für die Kommunalwahl eigens eine Sonderauswertungseinheit ein, die Hinweise auf Desinformation nachgehen soll.

Und der Verfassungsschutz ist nicht allein. Auch BND-Chef Martin Jäger warnte im Februar auf der Münchner Sicherheitskonferenz deutlich vor hybriden Angriffen Russlands und Manipulationsversuchen auf die Wahlen in diesem Jahr.

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40 Kommentare

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  • Das mag alles richtig sein. Ich fürchte jedoch Russland, der Agent Orange (oder wer auch immer) kann sich das für jedwede Einflußnahme notwendige Geld sparen...



    Wie es aussieht haben Merz und Co. spätestens mit den Energiepreissenkungen für "nicht alle", die ursprünglich ja anders versprochen worden sind, einmal mehr recht breite Teile insbesondere der weniger gut verdienenden Wahlbevölkerung gegen sich aufgebracht.



    Mit immer neuen nicht eingehaltenen Versprechungen (sowie verqueren Bemerkungen zu faulen Rentnern/Arbeitenden und Dauerkranken) treiben unsere Regierenden ohnehin verärgerte und/ oder bockige Leute bestimmten Politikern regelrecht in die offenen Arme.



    Was daraus folgen könnte ist eigentlich so offensichtlich, dass es den Handelnden in Berlin kaum verborgen bleiben dürfte.



    Meine Frage also: Ist das möglicherweise ein Testballon, in der Hoffnung, die Alternative möge sich in der Provinz auf dem harten Boden der Tatsachen doch bitte ausreichend entzaubern, ehe wieder "größer" gewählt werden darf?

    • @Der olle Onn:

      Merz' neoliberalustischen Äußerungen seien sls gar nicht ernstgemeint, sondern nur eine Show, damit die AfD die Regierung in Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg stellen kann und sich dann entzaubert?

      Klingt schräg. Irgendwie unrealistisch, wenn Sie mich fragen.

  • Russland kann über Soziale Medien Einfluss nehmen. Die meisten Betreiber von Sozialen Medien schützen sich nicht wirksam gegen Geheimdienste und Einflussnahme. Sie gehen recht schnell gegen Gewalt und Pornographie vor, aber um politisch-soziale Einflussnahme zu kontrollieren, müssten sie andere Kalkulationen aufstellen, es würde ziemlich teuer. Und das kann eben in diesem Fall durchaus so sein, dass sie die AfD hoch holen wollen, weil das Schwäche der SPD, Grünen, CDU und Linken herstellen könnte, zumal die AfD manchmal Nicht-Wähler mobilisiert. Kurz: Ich rechne damit.

  • "Mischt der Kreml bei den Landtagswahlen mit?"

    Also angesichts von tausenden Cyberangriffen, die seit nunmehr etlichen Jahren täglich von Russland aus gen Westen gehen, kann das ja nur ne rhetorische Frage sein. Und dafür muss man auch keinerlei Spezialwissen haben, so offen wie sich die AfD hinter die Ziele Moskaus stellt und so oft da irgendwelche Parteimitglieder hinfahren. Wer da die Lage noch nicht gecheckt hat, wirds wahrscheinlich nie tun.



    Mich würde allerdings auch mal interessieren, wie groß der Einfluss Moskaus auf frühere Koalitionsmitglieder war. Wenn ich mir anhöre, was Stegner, Mützenich, Platzek und Co. heute noch so alles erzählen, obwohl sie selbst nach dem Überfall auf die Krim keinerlei Warnungen hören wollten und weiterhin die Abhängigkeit von russischer Energie vorangetrieben haben, hab ich doch Zweifel. Was ist eigentlich aus den Untersuchungen der Klima- und Umweltstiftung (!) von Frau Schwesig geworden?

  • Wozu genau Desinformation?



    Wenn man sich real anschaut was die Altparteien "leisten" ist das leider ausreichend.



    Klar die AFD kann diesbezüglich nur vermutet werden, denn diese waren noch nicht maßgeblich an der Politik beteiligt.



    Trotzdem sind die Parteien von Union bis Links selber Schuld das man ihnen kein Vertrauen mehr schenkt.



    Allein: es gibt Wege diese Parteien nicht zu wählen und trotzdem auch nicht die AfD.



    Progressiv wählen muss nicht AfD bedeuten.



    Denn ich bin der Meinung es muss sich etwas ändern.



    Jedoch ist das hier auf Landesebenene und nicht auf Bundesebene, was man nicht vergessen sollte bei aller Russland-Pranoia.



    Wäre es nicht sogar - rein theoretisch (ich würde das auch nicht begrüßen, genau wie das erneute Siegen der Altparteien) - besser die AfD zeigt auf Landesebene wie sie versagt statt dann erst zu BT-Wahl?

    • @Das B:

      Desinformationen könnte der AfD helfen, die anderen Parteien schwächen. Da heute die Zahl der Zeitungs- und Zeitschriftenleser abnimmt, kann man als Aktivist über Social Media Einfluss nehmen. Eine starke AfD schwächt die Demokratie und stellt das Regierungssystem in Frage, das könnte Russland sehr gute gebrauchen, zumal Deutschland die größte Bevölkerung mit russischen Sprachkenntnissen aufweist.

  • Es wäre super, wenn Frohnmaier nach Moskau reist - und dort bleibt. Dafür würde ich ihn nicht mal wählen. :)

    • @Carsten S.:

      Putin zahlt aber wahrscheinlich nur, wenn DER hier sein Unwesen treibt.



      Aber einen Vorteil gibt es:



      Niemand hat sich selbst gemacht, sondern nur optimiert.



      Und bei DEM muss man nach der Parteizugehörigkeit nicht erst fragen, man sieht und man hört sie unmissverständlich.

  • Wer Russland in den letzten Jahren auch nur aus dem Augenwinkel beobachtet hat, weiß, dass der Kreml wann immer möglich mitmischen will.



    Und es ist klar, dass er am ehesten die Das-arme-missverstandene-Russland-Parteien AfD und BSW unterstützen wird. Nur schwächelt der BSW, und die Strategie des Kremls zielt nicht so sehr auf ihm wohlgesonnener Politik als auf Destabilisierung. Und "dank" Brandmauer führt jede Stimme für die AfD zu instabileren Verhältnissen.



    Die Interessenlage ist also klar. Daraus folgt jedoch überhaupt nicht, dass das gelingt oder wesentliche Auswirkungen hat.



    Die Stimmungen, die die Wahlergebnisse prägen, dürften immer noch überwiegen "made in Germany" sein.

    • @Frauke Z:

      Zumal die Parteipräferenzen mittlerweile so wenig ausgeprägt sind, dass das Wahlergebnis ein überexakter Schnappschuss ist der von stochastischen Faktoren dominiert wird. Sozusagen die anekdotische Evidenz des demokratischen Prozesses.

      Wenn die Regierungsbildung leicht fällt, dann ist selbst das nicht weiter tragisch.

      Aber wenn es anderthalb destruktive Parteien im Parlament gibt und die größten Fraktion sich noch nicht zwischen Demokratie oder faschistoider Autokratie entschieden hat, wird es arg eng.

  • Es ist ein politischer Offenbarungseid: Während Putin mit KI-generierten Deepfakes und massiven Bot-Armeen unsere digitale Infrastruktur unter Beschuss nimmt, agiert die AfD als sein willfähriger Verstärker. Die sozialen Medien sind zum Schlachtfeld geworden, auf dem Algorithmen den Hass und die Desinformation aus Moskau mit Lichtgeschwindigkeit in deutsche Wohnzimmer spülen. Dass eine Partei, die sich „alternativ“ nennt, in Wahrheit als digitales Sprachrohr eines Despoten fungiert, ist ein Akt der beispiellosen Selbstverleugnung.



    ​Wir erleben keine normale politische Auseinandersetzung, sondern einen hybriden Krieg gegen unsere demokratische Urteilskraft. Wer russische Narrative ungefiltert teilt, um die eigene Gesellschaft zu spalten, betreibt das Geschäft eines Kriegsverbrechers. Die AfD ist nicht die Lösung für deutsche Probleme, sondern die Schnittstelle für Putins Destabilisierungsstrategie. Wer heute noch glaubt, diese Klicks seien harmlos, hat den Schuss nicht gehört. Diese Allianz aus Troll-Fabriken und völkischem Populismus ist ein Frontalangriff auf unser Land. Wer unsere Freiheit liebt, muss diese digitale Unterwanderung endlich als das benennen, was sie ist: Verrat!

  • Nichts ist so kämpferisch gegen die Verfassung gerichtet wie der Verrat des eigenen Landes an eine fremde Macht.

    • @Suryo:

      Remember 1945... 🤦‍♂️



      Klar ist die Situation eine andere.



      Das ist eben das Problem mit Allgemeinplätzen...



      Zumal ich Terrorismus definitiv weiter vorn sehen würde was "kämpferisch gegen die Verfassung gerichtet" betrifft.

    • @Suryo:

      Mir fällt jetzt spontan auch nichts ein, was heftiger ist.

      Ich mein, hey, AFAIK haben die Kotrés und Kirienko von "Doppelgänger" mehr als einmal Schnittchen gefressen; das ist nicht so, dass da groß im Geheimen rumgemauschelt würde. Der Ex von Wagenknecht hält sein Gesicht ja auch viel zu gern in Kameras, und die Reiselisten auf die besetzte Krim sind auch offen verfügbar.

  • ... soziale Netzwerke abschalten.



    klingt einfach — ist es auch. Wenn nur der Kapitalismus nicht wäre.

  • Huch, dachte das wären die Amis, die unbedingt die AFD stärken wollen und sich in die Inneren Angelegenheiten der BRD einmischen. Unter anderem in konspirativer Zusammenarbeit mit der Springer Presse.



    Aber hatte ich wohl was falsch verstanden.

    • @Schleicher:

      Wo ist der Widerspruch?

      Russland fördert extreme Parteien, weil politische Polarisierung demokratische Gesellschaften schwächt.

      MAGA bzw. Project 2025 fördert rechtsextreme europäische Parteien, weil sie ideologisch verwandt sind.

      Das ist kein Widerspruch. Anders als die USA, die offen und direkt die AfD rhetorisch unterstützen, tut Russland es eben durch Sabotage, Bots und andere Mittel der Desinformation und Propaganda. Falls es kurz vor den Wahlen einen Anschlag eines kurz zuvor im Internet radikalisierten Islamisten gibt, wäre mein erster Tipp, dass Russland hinter Radikalisierung, Ideengebung und ggf. materiellen Unterstützung steht. Die USA würden auch unter Trump wohl kaum auf diese Weise in einen Landtagswahlkampf eingreifen, zumal es sich um ein Bundesland handelt, in dem weniger Wähler wohnen als in München.

      • @Suryo:

        Die USA und Russland weisen da kaum Unterschiede auf. Auch die EU beeinflusst politische Prozesse in fremden Staaten entscheidend, indem sie zum Beispiel bestimmte Parteien oder Politiker und Akteure als „reformwillig“, „europafreundlich“ oder auf andere Weise zweckdienlich unterstützt. Alles (erwartungsgemäß) „nur im Namen der Demokratieförderung“, aber hybride Kriege allenthalben.

        • @Yes:

          Doch, natürlich gibt es Unterschiede. Russland ist eine faschistische Diktatur, die uns direkt bedroht und auch vor Mord und physischer Sabotage nicht zurückschreckt.

          • @Suryo:

            Ach ja, die haben ja damals Nordstream I und II in die Luft gesprengt, gerade erst Iraner sowie Venezolaner bombadiert, um dort Regimewechsel herbeizuführen, ihre Wortführer zur Bundestagswahl im letzten Jahr mehrere Wahlempfehlungen für die AfD nebst Interview mit Alice Weidel geben lassen sowie seit 1948 in Italien, auf den Philippinen, in Japan und im Libanon Kampagnen organisiert und unterstützt, um den Sieg der von den USA bevorzugten Kandidaten zu sichern.

            • @Yes:

              Es war PUTIN(!) der Nordstream 1 seit August 2022 wegen angeblich defekter Turbinen außer Betrieb gesetzt hat! -Und auch nicht mehr in Betrieb genommen hätte. -Wenn Sie diesen Fakt weglassen, lügen Sie durch Auslassen.

              • @Ruhrpott-ler:

                Sie meinen, wer von Wahlbeeinflussungen (der Amerikaner) spricht, muss auch stets den russischen Gaslieferanten benennen? Das wird ja immer abenteuerlicher...

            • @Yes:

              Die Sprengung russischer Infrastruktur war legitime Kriegshandlung. Es war weder deutsche Infrastruktur noch lieferte Russland uns noch Gas.

              Im Übrigen: hätte das faschistische Russland nicht die Ukraine angegriffen, wäre die Pipeline noch heil.

              • @Suryo:

                Dann führt der Generalbundesanwalt die Ermittlungen wegen des Verdachts (u. a.) der verfassungsfeindlichen Sabotage (§ 88 StGB) an deutscher Infrastruktur wegen einer „legitimen Kriegshandlung“? Hat der BGH die Haftbeschwerde dann zu Unrecht verworfen?

                www.bundesgerichts...ublicationFile&v=5

                • @Yes:

                  Dass man es auch juristisch völlig anders sehen kann, zeigt Polen.

                  • @Suryo:

                    Sie spielen vermutlich auf die Weigerung Polens an, einen der Tatverdächtigen an Deutschland auszuliefern. Die juristische Sichtweise dazu richtet sich allerdings nicht auf den Anschlag, die Tat, sondern auf die Tatbeteiligung eines der Beschuldigten, also die Verfolgung der Tat. Den polnischen Gerichten fehlt eine hinreichend substantiierte Darlegung der Rolle, die der Beschuldigte bei dem Anschlag gespielt haben soll. Das ist keine rechtliche Bewertung des Anschlags. Politisch mochte Polen Nordstream eigentlich noch nie, möchte aber auch das Verhältnis zu Deutschland nicht unnötig weiter belasten.

                    • @Yes:

                      Der zuständige Richter äußerte explizit, dass es keine Sabotage sein könne, wenn man im Krieg die Infrastruktur des Gegners zerstöre.

                      • @Suryo:

                        Das stimmt, das hat der Warschauer Richter zusätzlich (auch) gesagt. Das ist aber keine juristische Sichtweise, sondern eine rein philosophische. Der Richter beruft sich zur Rechtfertigung des Anschlags auf das Konzept des „gerechten Krieges“ und darauf, dass es von Aristoteles, Cicero, Augustinus, Thomas von Aquin und anderen entwickelt worden sei. Auch wenn er den Einstieg über die polnische Strafprozessordnung wählt, legt er diesem Aspekt an keiner Stelle polnisches, deutsches, EU-, internationales Recht oder eine rechtliche Erwägung zugrunde, sondern ausschließlich das Konzept vom „gerechten Krieg“, das philosophischer Natur ist und ebenso wenig in ein Auslieferungsverfahren aufgrund eines Europäischen Haftbefehls gehört wie seine (verkehrten) Ausführungen zur deutschen Zuständigkeit. Denn es ist Sache des ersuchenden Staates, dies alles zu bewerten. Seine entscheidungsrelevante Argumentation wird gleich als erstes angeführt und darauf beschränkt sein, dass die deutsche Seite den Sachverhalt nur unzureichend dargelegt habe. Anderenfalls wäre die Entscheidung wohl unionsrechtswidrig, weil sie das Prinzip des gegenseitigen Vertrauens beim Europäischen Haftbefehl unterliefe.

      • @Suryo:

        Auch Russland unterstützt die AFD offen und direkt.



        Dass die USA keine klandestinen Mittel anwenden halte ich für allzu naiv.

    • @Schleicher:

      USA, Russland und nicht zu vergessen China, Weidel spricht fliessend Mandarin. Der Verfassungsschutz sollte seinen AFD-Bericht mal an diese Laender schicken, vielleicht hat er da mehr Erfolg als in Koeln.

      • @elektrozwerg:

        Super.

        Ich werde lieber an die Chinesen als an die Russen verkauft.

        Da macht Weidel mir Mut gegenüber dem Putin-Fanclub bei AfD, BSW und Linke.



        ;-)

      • @elektrozwerg:

        Dann muss ihr Mandarin deutlich besser sein als ihr Englisch.

      • @elektrozwerg:

        "Weidel spricht fliessend Mandarin"

        Meines Wissens ist das ein ungeprüftes Gerücht, das sie über die NZZ lanciert hat.

  • "Ein Name wird nicht genannt. Aber es ist klar, auf welche Partei er abzielt: die AfD."

    Sollte man Dobrindt direkt vor die Nase halten. Wie lange will er oder die Union insgesamt noch untätig bleiben? Wahrscheinlich sagt er dann wieder, "Ja, man muss das jetzt erstmal genau beobachten..." Hallo? Das sind ernste Vorwürfe, hier geht es um Wahlen! Die AfD profitiert davon.

    • @Andreas Flaig:

      Dobrindt kann nicht ans Telefon, der muss Linksextremisten jagen.

  • Wenn Sie‘s können, werden Sie‘s machen. Das ist sicher keine Frage des Wollens bei der Kolonne des Kreml.

  • leider ist der bundesdeutsche Verfassungsschutz nicht gerade der Inbegriff eines erfolgreichen Geheimdienstes. Da müsste zugunsten der Effektivität noch nachgebessert werden.



    Aber auch die Regierung ist angesichts dieser bekannten Bedrohung recht phlegmatisch.



    Warum hat Russland überhaupt noch ein Konsulat in Bonn? Warum wird das Botschaftspersonal in Berlin nicht auf den Botschafter und zwei bis drei Mitarbeiter beschränkt? Gilt im Gegenzug dann natürlich auch für die deutsche Botschaft in Russland.

    • @Oleg Fedotov:

      Absurd ist auch, dass das "Russische Haus" in Berlin noch offen ist und seine Propagandaveranstaltungen durchführen darf. Angeblich hat die Bundesregierung Angst, dass die Russen bei einer Schließung die Goethe-Institute in Russland schließen, aber wenn's so wäre: so what? Deutschkurse haben schließlich auch nicht verhindert, dass Russland Deutschland bedroht. Und bekanntlich spricht Putin ziemlich gut deutsch. Was hat's gebracht?

      • @Suryo:

        Deutsch als Fremdsprache hatte m.W. nirgends solch einen Status wie in Russland und der Ukraine. Es ist gut und wichtig, dass die Goethe-Institute in Russland erhalten bleiben. Junge Russen können dort erleben, dass die Deutschen keine Feinde sind. Umgekehrt sollte das auch in Deutschland gelten, und auch der Schüleraustausch sollte natürlich so bald als möglich fortgesetzt werden. Wenn ich auf die Seiten der Goethe-Institute in Russland und die Seite des Russlandhauses in Berlin gehe, dann finde ich dort keine Propaganda, sondern eher intelligente Versuche, in Zeiten politischer Hasspredigten irgendwie doch kulturelle Anknüpfungspunkte zu finden, ohne irgendeine politische Seite zu desavouieren. Ich wiederhole mich: Jeder Euro, der dort eingesetzt ist, ist mehr wert als 1000 Euro für Waffen. Es muss eine Zeit danach geben, und die kulturellen Einrichtungen sind wichtig dafür, die Zeit danach zu ermöglichen.

    • @Oleg Fedotov:

      Ich denke, weder die Botschaft(en) noch deren Personal ist hier wirklich das Problem.

      Allerdings haben Sie voll und ganz recht, dass zumindest sichtbar nicht wirklich viel von der Regierung bzw. den demokratischen Parteien kommt.

      Und der AgD geht wirklich auf die Finger geschaut. Unerträglich deren Unterwürfigkeit gegnüber Autokraten.