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Reformpaket der RegierungDas kann nicht gut gehen

Die Regierung handelt zwar, aber nicht im Interesse der Mehrheit der Menschen. Damit stärkt sie die, die sie eigentlich bekämpfen will.

N ächste Woche geht der Bundestag in die Sommerpause. Falls Ihr Gehirn auch so fußballvernebelt ist: Das ist eine hydration break für Politiker. Es folgt noch die Sommerpressekonferenz des Bundeskanzlers, dann wird es ruhiger.

Erst am 7. September kommt der Bundestag wieder zusammen, dem Tag X nach der Wahl in Sachsen-Anhalt. Aber nach den letzten Wochen ist kaum vorstellbar, dass diese Koalition erfrischt zurückkehrt und die drei Landtagswahlen im September unbeschadet übersteht.

Die Bundesregierung hat zwar ein Reformpaket und eine Rentenreform auf den Weg gebracht. Wäre das hier ein patriotischer Kommentar im Spiegel oder der „Tagesschau“, wenn also Inhalte zweitrangig wären, könnte man festhalten: Die Bundesregierung kann es noch. Es ist verständlich, dass man dem schnöden Funktionieren etwas Positives abgewinnen möchte. Es ist ja tatsächlich notwendig, dass diese Bundesregierung erfolgreich ist angesichts der einzigen Alternative, die bereitsteht.

Aber Inhalte sind eben nicht zweitrangig. Und deshalb muss man zur Sommerpause festhalten: Diese Regierung handelt zwar – aber nicht im Interesse der Mehrheit. Sie stärkt damit jene, die sie eigentlich bekämpfen will.

Überall wird gekürzt

Durch die Rentenreform wird es keinen Armutsrentner weniger geben, aber Beitragszahler werden belastet. Die Einkommensteuerreform ist keine, die diesen Namen verdient, zu gering ist die Entlastung. Und die Pläne für die Krankschreibung und das Informationsfreiheitsgesetz sind eine Misstrauenserklärung.

Der neue Haushalt zeigt: Überall kürzt die Bundesregierung. Beim Elterngeld und bei Integrationskursen. Bei den Kitas. Sogar bei der Demokratie selbst: Wenn Bürger es wagen, in einem Volksentscheid für Vergesellschaftung zu stimmen, verbietet es ihnen die Regierung. Nur für Aufrüstung gibt es kein Limit.

Das Versprechen der SPD seit dem russischen Angriff auf die Ukraine war, dass beides geht: dass die Gesellschaft zusammenhält und dafür das nötige Geld da ist und dass sich gleichzeitig Europa unabhängig macht von den USA und Russland militärisch abschreckt. Dieses Versprechen haben die SPD und ihr ehemaliger Bundeskanzler immer wiederholt.

Die Bundesregierung bricht dieses Versprechen. Austerität und Schulden machen, das ist kein Widerspruch mehr. Die Kosten für Aufrüstung und den Umbau der Sozialversicherungen sollen jene Menschen zahlen, die von ihrer Arbeit leben und nicht von ihrem Vermögen.

wochentaz

Dieser Text erschien zuerst in der wochentaz, unserer Wochenzeitung von links!

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Es scheint so, dass diese Bundesregierung weder anders will noch anders kann. CDU-Kanzler waren oft dann erfolgreich, wenn sie Politik gegen konservative Überzeugungen gemacht haben. Gegen Atomkraft, für Geflüchtete, für eine soziale, liberale Gesellschaft. Nun aber gibt in der Union die Gruppe rund um Merz, Linnemann und Spahn den Ton an, die einzig und allein auf Deregulierung setzt. Das kann nicht gut gehen.

Nur für Aufrüstung gibt es kein Limit

Von der Union mag man es nicht anders erwarten. Aber die SPD? Die scheint sich für den Slogan entschieden zu haben: Mit uns wird es nicht ganz so schlimm. Es ist unwahrscheinlich, dass sie damit bei Wahlen erfolgreich sein wird. Sie wird wohl mindestens zwei der kommenden Landtagswahlen verlieren, in Berlin und in Sachsen-Anhalt. Falls auch Manuela Schwesig verlieren sollte, dürfte es in der Partei einen Aufstand geben. Vielleicht können sich Klingbeil und Bas als Minister halten und müssen nur den Parteivorsitz abgeben. Gewonnen wäre aber wenig. Die SPD hat kein Personal-, sondern ein politisches Problem.

Die bittere Wahrheit ist: Von einer Bundesregierung der schwächer werdenden alten Volksparteien ist nicht zu erwarten, dass sie der AfD viel entgegenzusetzen hat. Es ist höchste Zeit für eine demokratische Alternative.

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Kersten Augustin

Kersten Augustin Ressortleiter Inland

Kersten Augustin leitet das innenpolitische Ressort der taz. Geboren 1988 in Hamburg. Er studierte in Berlin, Jerusalem und Ramallah und wurde an der Deutschen Journalistenschule (DJS) in München ausgebildet. 2015 wurde er Redakteur der taz.am wochenende. 2022 wurde er stellvertretender Ressortleiter der neu gegründeten wochentaz und leitete das Politikteam der Wochenzeitung. In der wochentaz schreibt er die Kolumne „Materie“. Seine Recherchen wurden mit dem Otto-Brenner-Preis, dem Langem Atem und dem Wächterpreis der Tagespresse ausgezeichnet.

26 Kommentare

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  • "Von einer Bundesregierung der schwächer werdenden alten Volksparteien ist nicht zu erwarten, dass sie der AfD viel entgegenzusetzen hat. Es ist höchste Zeit für eine demokratische Alternative"



    Immer wenns spannend wird hören die Artikel auf 🤷



    Aus wem soll sich die zusammensetzen?



    Die Wahlergebnisse und Umfragen sind bekannt. Wer schwebt Ihnen Herr Augustin explizit als "demokratische Alternative" vor, die eine Regierungsmehrheit auf sich vereinen kann?



    Das wäre wirklich interessant zu erfahren, weil die Konstellation im aktuellen Bundestag als auch die Konstellationen der aktuellen Umfragen bieten da meinem mathematischen Verständnis nach KEINE Option ohne die Union🤷

  • SPD und CDU haben sich in allen Bereichen eine Abwicklung des Landes in Richtung Austerität zu schulden kommen lassen. Das was 2013 mit Griechenland angefangen hat, scheint ein modernes Mittel zu sein, auch in Deutschland sozial zu kürzen. Alle Bereiche werden dies spüren und sozial Probleme haben. Für die AfD wird es durch diese Entwicklung einen Booster geben. In diesem Fall wird vor allem di SPD ihrem Wirken als linke Volkspartei nicht mehr gerecht. Die Pläne der Union "abzunicken" ist keine gute Strategie. Letztendlich wird man wie in BW, den Weg der Bedeutungslosigkeit gehen. Von der Union ist die Sparpolitik leider nicht anders zu erwarten, weil es Teil ihrer neoliberalen bzw. wirtschaftsfreundlichen DNA ist. Daher wird diese Regierung keine gute Bilanz vorweisen können und eher der rechte Rand profitieren.

  • Reformen / Reformieren , bedeutet in erster, vorrangiger Definition, eine Verbesserung herbeizuführen.



    Entweder haben unserer Koryphäen aus unserer Regierung ein ganz großes Problem mit der Interpretation von Begrifflichkeiten, oder sie versuchen unsere Sprache, vom Sinn her zu verfälschen, oder sie versuchen uns als Bevölkerung zu täuschen.



    Alles äußerst unsolide und nicht korrekt den Wählern, der Bevölkerung gegenüber, was aber auch nicht wirklich etwas neues wäre.



    Ich denke, es ist höchste Zeit unseren Kanzler und seine Konsorten aus den Unionsparteien inklusive der AfD Akteure zu - REFORMIEREN...



    Mit anderen Worten - Tschüßikowsky 🤑

    • @Alex_der_Wunderer:

      Oh, das geht auch sprachlich ganz famos.

      re: zurück



      formare: bilden

      Und schon erfährt die Rente als Konsequenz eine Rückbildung.



      Voi­là!

  • Treffender Kommentar, der vor allen Wut auf die SPD auslöst.

    Alternative? Würden die Grünen mit der CDU im Bund regieren, würde der Sozialabbau dann nicht so stark ausfallen? Wohl kaum, denn die Grünen hat beim Thema Aufrüstung ein beispielloser Furor erfasst, der in der taz kaum kritisch diskutiert wird.

    Dabei wird 2030 laut Planung fast jeder dritte Euro für die Rüstung ausgegeben. Eine Zahl, die der reine Wahnsinn ist!







    Die Hälfte der neuen Schulden geht schon für die Aufrüstung drauf!



    Die Zeit schreibt: "In der Reformdebatte wird verschiedentlich die Frage aufgeworfen, weshalb kein Geld da sei für die Rente, die Gesundheit oder die Infrastruktur. Ein nicht unerheblicher Teil der Antwort lautet: weil es für die Rüstung ausgegeben wird....Dieser Haushalt ist vielmehr das Dokument einer in der Nachkriegszeit beispiellosen militärischen Aufrüstung, deren nachhaltige und sozial gerechte Finanzierung dringend geregelt werden muss".

    Wo bleibt die kritische mediale Debatte hierzu?

    • @Lindenberg:

      Tatsächlich sind die Ausgaben für Aufrüstung sowohl im Vergleich zur BRD im kalten krieg als auch international relativ moderat.

  • Dann sollte so ein konkretes Wahlbündnis der 3 Sozialdemokratischen Parteien für Sachsen die Wahl prägen, gegen den rechten Mainstream. Dass Manuela Schwesig gegen das durchwinken der Gesundheitsdeform protestierte, solte auch nur ein Anfang sein, wie wäre es damit, dass TK und Securvita dort mal neue Ideen für Modellprojekte solidarischer Strukturen versuchen, schliesslich will Warken die integrative Medizin, die diese beiden Kassen für alle haben streichen,was die Kosten in die Höhe triebe, während die Leistung wahrscheinlich bei diesen Kassen einfach privatisiert als Zusatzversicherung weiter laufen täte. Da müsste doch was gehen. Die WHO verlangt ja auch die Integration die also für alle zu installieren und als Modell beforschen zu wollen, käme dem entgegen ev. auch das eine oder andere Modell Krankenhaus + sozialer Flächenversorgungsidee ins schöne Mecklenburg zu bringen.Dazu müssten diese Kassen aber auch mal Einfluss auf die Medien nehmen, die in den letzten Jahren sehr sehr einseitig das Narrativ der anti Integrative Medizin Kampagne der Chemopharma Industrie gesungen hatten. Da geht noch was Anderes: wacht auf ihr Sozen macht Ror-Rot Grün im Osten schick!AfD ins Museum

  • Das, was jetzt mit 'Reformen' erreicht soll. ist eine reine MIlchmädchenrechnung, eine 'Politik' des Wegsehens und Ablenkung von der Tatsache, dass dieses Wirtschaftssystem es mit sich gebracht hat, dass gerade in den früher einmal stärkeren Gesellschaften grandios über die Verhältnisse 'gelebt' wird: Solange Profite gemacht werden konnten mit einem Wohlstandsversprechen, haben sich die Mitmenschen gerne daran gewöhnt, entsprechend mit abgefunden zu werden und auch an dieser Plünderung von Rohstoffen in Verbindung einer Ausbeutung im Süden teilzuhaben. Das lief lange Zeit gut für Besitzende, die sich immer weiter bereichern konnten und jetzt davon profitieren wollen, wenn sie auf die lange Zeit für sie so erfolgreiche 'Arbeitsteilung' durch die Mitmenschen lieber verzichten möchten, weil deren Einsatz teuer und eher überflüssig wird. Ratlos schauen jetzt blinde Politiker zu, wenn sich herausstellt, dass das ganze System nicht mehr funktionieren kann, weil die Deprivilegierung der Abhängigen jegliches Wirtschaften (mit ihnen) alle Marktchancen zerstört.



    Objektiv ist diese Herumdokterei ein klarer Verfassungsbruch !

  • Das größte Problem des "Reform"pakets ist, dass es Flickschusterei ist, die kein Problem dauerhaft löst. Und dass damit vorprogrammiert ist, dass das Gerangel in folgenden Jahren endlos weitergehen wird.

  • Mir kommen die Hauptnachrichtensendungen auch so vor, wie im Artikel geschildert.



    Es gibt aber eine Person, die ich bewundere: Dunja Hayali.



    Was diese Frau beim kürzlichen Heute-Journal Interview von Weidel ertragen hat und wie sie dagegen hielt und das aushielt, das findet meine volle Anerkennung.

    • @Apfelesser:

      Weidel war widerlichst .

  • Diese Reform ist eine Reform gegen die Bürger. Gegen alle Bürger, Nein! Denn wie fast immer in diesem Staat, werden die Beamten ungeschoren davon kommen. Dass das Wut macht, kann ich verstehenl Was ich nicht verstehen kann, dass asngesichts des soziaslen Kahlchalges niemand auf die Straße geht. Da wird den normalen Bürgern das Fell, insbesondere in der GKV, über die Ohren gezogen, und sie tun.... nichts. Doch sie werden AfD wählen. Das als eine klein Erklärung an alle, die sich immer noch wundern, dass die AfD so stark ist. Dabei ist die Erklärung so einfach. Zu einfach hat es sich die taz auf Seite eins gemacht mit dem Aufmacher "Aufschlag gegen den Faschismus", das ist eher ein historischer Tiefschlag gegen denkende Bürger. Was soll diese ahistorische Clickbaiting? Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich!

  • Rentenkommission, CDU und SPD haben bei der Rentenreform das Thema der überfälligen Pensionsreform gemeinschaftlich unterbunden. "Beamte bleiben aussen vor" hieß es kurz und bündig. Diese Schmierenkomödie um die Erhaltung der Privilegien von Staatsdienern hat mit Demokratie nichts mehr zu tu. Die Beamtenlobby geht einfach vor den Interessen der Rentner. Ganz schäbige, aber durchschaubare Politik.

    • @KLaus Hartmann:

      Was haben Sie denn gegen Beamte? Die Menschen tun doch nichts! 😂

      Beamte werden nach den aktuellen Empfehlungen der Alterssicherungskommission zur Rentenreform mal wieder NICHT in die gesetzliche Rentenversicherung mit einbezogen.

      Die Altersversorgung der rund 1,4 Millionen pensionierten Beamten und ihrer Hinterbliebenen kostet den Staat aktuell rund 67 Milliarden Euro pro Jahr. Da Beamte während ihrer aktiven Dienstzeit keine eigenen Beiträge in eine Rentenkasse einzahlen, müssen diese enormen Summen vollständig und direkt aus den laufenden Steuereinnahmen von Bund, Ländern und Kommunen finanziert werden.

      • @Ricky-13:

        @Ricky-13



        Sollten die Beamten irgendwelche Beiträge in eine Pensionskasse zahlen sollen, oder z.B. auch in die GRV müsste der Staat erstmal die Besoldungen der Beamten um die Höhe, der dann zu leistenden Beiträge erhöhen, da diese z. Z. einbehalten werden. Sollten dann die Pensionen in Zukunft auch aus der GRV gezahlt werden müssen, würden die angemessen Pensionen zusätzlich zu Buche schlagen, kein Gewinn für die GRV in Sicht....

    • @KLaus Hartmann:

      @KLaus Hartmann



      Ja, man erkennt sofort, wenn man die berechtigten Pensionsansprüche von Beamten, mit den kleinen Renten von Arbeitnehmern aus der freien Wirtschaft vergleicht, woran es liegt.



      Die Arbeitnehmer müssen mit ihrer geleisteten Produktivität und den daraus erwirtschafteten Gewinn, an dem sie nicht ausreichend und fair beteiligt werden, denn dann wären ihre Renten ja auch so hoch wie die Pensionen der Beamten, nein die Arbeitnehmer müssen ja auch den goldenen Ruhestand ihrer Arbeitgeber, also den Unternehmern finanzieren.



      Zeit hier mit den nötigen Reformen zu beginnen und den Arbeitnehmern, ihrer geleisteten Lebensleistung nach, eine faire Altersversorgung zu gewährleisten, bekommen die Unternehmer halt ein, zwei Lobster die Woche weniger auf den Tisch.

    • @KLaus Hartmann:

      Und die Interessen der Rentner gehen immer noch vor denen aller anderen. Ansonsten wäre die gesetzliche Rente längst auf vier bis sechs Jahre Bezugsdauer begrenzt.

      • @nihilist:

        und dann? Sozialverträgliches Frühableben? Oder Internierung im Arbeitshaus?



        Natürlich gehen die Interessen der RentnerInnen nicht vor denen aller anderen, sonst wäre das allgemeine Rentenniveau in Deutschland nicht so erbärmlich im europäischen Vergleich!

  • Es drängt sich schon der Eindruck auf, dass da Autosuggestion betrieben wird. Weil man etwas beschließt und weil man es Reform nennt muß es auch wirken und weil man Reform als etwas definiert, dass etwas "besser" macht, muß es auch einen Aufschwung bringen.



    Inhalt, egal.



    Aber das eigentlich traurige daran, es ist ja nicht so, dass man es nicht hätte wissen können, es ist Lobbypolitik unter dem Deckmantel Reform. Und das weiß diese Regierung auch, nur, an so viel Naivität glaube ich wirklich, glaubt diese Regierung mit dieser Lobbypolitik einen Aufschwung erzeugen zu können.

  • Merz und Co sind ja nicht dumm; sie wissen genau, was sie tun und sie wissen auch sehr gut, dass ihre Politik der Mehrheit der Menschen in diesem Land in den Arsch tritt und sie ihr das Leben von Tag zu Tag schwieriger machen. Und sie wissen auch sehr gut, dass es der AfD am meisten hilft.



    Aber sie erfüllen ihre Aufgabe und die liegt in der Umverteilung von unten nach oben*.



    Und auch die SPD macht dabei mit, obwohl allen klar sein dürfte, dass sie so sehenden Auges in ihren eigenen Untergang stolpern. Da heißt es dann nur noch, wenigstens das eigene Scherflein ins Trockene zu bringen; auch wenn das noch so mickrig ist gegenüber dem unermesslichen Reichtum derjenigen, für den sie Politik machen.



    Der Kommentator endet mit "Es ist höchste Zeit für eine demokratische Alternative." Ja! Aber es bedeutet leider nicht, dass es auch nur ansatzweise eine Chance dafür gibt.

    *Interessant, dass sie dabei gerne gegen die Umverteilung von oben nach unten hetzen, die angeblich von links droht und doch nie Realität war oder wird. Es ist ein probates Mittel, genau vom Gegenteil zu schwadronieren; das lenkt noch am besten ab vom eigenen Tun und Handeln - frag' mal Trump, der ist Meister darin.

    • @Tiene Wiecherts:

      Ich vermute Merz will mit der AFD regieren .



      Vermutlich laufen schon lange Gespräche



      im dunklen Hinterzimmer .

  • Das klingt ja wie ein Aufruf zu neuer Parteigründung von unten. Aber wer wollte und könnte ideologische Gräben überwinden und gleichzeitig glaubwürdig sowohl gegen die "Volksfront und die völkische Front" (Zitat Kubicki) stehen? Ich sehe in Deutschland nirgends das Potenzial, bei der FDP natürlich auch nicht.

    Letzten Endes hat Deutschland das Doppelproblem, dass die technologische Führerschaft gerade in dem Moment verloren geht, wo die Boomergeneration in Rente geht und die Sozialsysteme für eine Generation überproportional belastet werden. Darauf hat niemand eine Antwort.

    Es würde aber schon helfen, wenn nicht gleichzeitig noch europäische und globale Führungsansprüche angemeldet und Kriegsvorbereitungen getroffen würden. Sondern wenn man sich, einer absteigenden Macht gemäß, auf die inneren Probleme konzentrieren und nach außen hin ausgleichend und zurückhaltend wirken würde.

  • „So kann es nicht gutgehen“ - wer weiss, wie es nicht geht,



    könnte ja mal mitteilen, wie es gehen könnte.

  • „Wäre das hier ein patriotischer Kommentar im Spiegel oder der „Tagesschau“, wenn also Inhalte zweitrangig wären, ..“

    Allein dieser Satz ist so gut wie er richtig ist.



    Nicht nur die ÖR sind so unfassbar weit nach rechts gerückt, dass einem Angst und Bange werden kann.

  • Im Großen und Ganzen stimme ich den Schlußfolgerungen zu, die Ampelregierung zeigt ein wenig, zu wenig Handlung und stärkt dadurch die AfD. Die Analyse "CDU-Kanzler waren oft dann erfolgreich, wenn sie Politik gegen konservative Überzeugungen gemacht haben. Gegen Atomkraft, für Geflüchtete, für eine soziale, liberale Gesellschaft. " finde ich allerdings völlig daneben. Die CDU Kanzlerin die für Geflüchtete, und gegen Atomkraft war hat die ganze Misere der CDU begründet und - und das sagen AfDler selbst - die AfD ins Leben gerufen. Der weitere Merkel-Kurs den auch Merz verfolgt, unterstützt von der SPD, hat die AfD nicht halbiert sondern mehr als verdoppelt. Wer der CDU heute empfiehlt ihren Kurs weiter beizubehalten, ermuntert sie endgültig über die Klippe zu springen. Ich bin jedenfalls auf den September gespannt.

    • @Gerald Müller:

      Jaja, die Ampelregierung und der Merkel-Kurs. Wenn bloß die CDU endlich so richtig konservativ wäre, dann bräuchte Ostdeutschland keine rassistsiche Alternative.