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Familienangebot bei der Deutschen BahnDie Bahn macht, was der Bund nicht schafft

Nanja Boenisch

Kommentar von

Nanja Boenisch

Für 99,99 Euro hin und zurück für eine Familie: Die DB schafft ein Sonderangebot für den Sommer. Die Bundesregierung wirkt dagegen ideenlos.

Abgefahren! Die Bahn macht Beine, gerade bei Menschen in Familien Foto: Jochen Eckel/imago

F liegen wird teurer, Autofahren auch – da kommt die Deutsche Bahn auf eine super Idee und schafft ein Sonderangebot für die Sommerferien, extra für Familien. Bis zu fünf Personen kommen für knapp 100 Euro hin und zurück mit den DB-Fernverkehrszügen ICE und IC. Ein guter Deal? Auf jeden Fall. Und ein Hinweis auf die beharrliche Ideenlosigkeit der Bundesregierung.

Bahnchefin Evelyn Palla versteht sich ganz gut darauf, die Fahrgäste bei der Stange zu halten. Das Schienennetz ist noch immer in bedauernswertem Zustand, die Sanierung dauert, Baustellen verlangen Kun­d:in­nen Geduld ab. Zwar gibt es bereits familienfreundliche Angebote bei der DB, zum Beispiel die kostenfreie Fahrt für Kinder zwischen 6 und 14 mit Begleitperson. Erst im Sommer 2025 aber hatte sich die Bahn mit der Abschaffung der Familienreservierung unbeliebt gemacht.

Da ist es gut, dass sie nun mit preiswerten Angeboten um die Gunst der Reisenden buhlt. Und sie weg von anderen Verkehrsmitteln in klimafreundliche Züge lockt. Schön wäre es allerdings, wenn nicht nur Familien günstig reisen könnten. Oder wenn Zugreisen immer billiger wären als Flüge und Autofahrten.

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Aber hey, die Bahn bemüht sich. Und sie schafft es, zumindest einigen Menschen etwas zu bieten – was die Bundesregierung in der Energiekrise bisher vermissen lässt.

Teurer Sprit? Wäre ein Anlass für ein Tempolimit, die Finanzierung günstiger Öffis, großangelegte Rabatte auf Zugreisen wie in Litauen, wenigstens für Appelle zum Spritsparen. Teures Kerosin? Hätte den Bund motivieren können, Kurzstreckenflüge zu verbieten, sich für eine Mehrwertsteuer auf internationale Passagierflüge starkzumachen oder andersherum die Mehrwertsteuer auf Zugreisen abzuschaffen.

Die spontane Freude über das Familienangebot zeigt, wie viele sich nach Maßnahmen sehnen, die klimafreundliche Mobilität bezahlbar macht, möglichst für alle. Traurig, dass der schwarz-roten Koalition dazu so wenig einfällt. Tröstlich, dass die Bahn in die Bresche springt.

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Nanja Boenisch
Redakteurin
Schreibt im Ressort Wirtschaft + Umwelt über Mobilität und Verkehrswende.
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41 Kommentare

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  • 🚂...die Bahn ? 😂 🤣 😂



    Wir hatten über Pfingdten eine Fahrradtour 🚲 geplant. Zwei Hotels schon rechtzeitig für 12 Leute gebucht. Was kündigt die Bahn jetzt kurz vor den Feiertagen in unserer Region Norddeutschland an ? Es wird untersagt Fahrräder mitzunehmen.



    Das ist die Bahn....



    Mäuse melken ist sicherer als sich auf die Bahn zu verlassen, denn da ist man echt verlassen.



    Also was war die Alternative, privat einen 🚍Bus chartern...😇

  • 99,99 Euro entsprechen 25 Euro je Erwachsenem und Richtung, wenn die Kinder unter 14 und sowie gratis mitfahren.

    Zugbindung und Kontingent sind zu erwarten.

    Beispiel 15.7. Hamburg - München



    Zwei Fahrmöglchkeiten für 21 Euro mit Bahncard 25 (früh und spät), mehrere für 28,49. Da wäre der Spareffekt ja nicht so groß. Ich würde ggf. lieber gleich buchen, statt später enttäuscht zu sein.

  • Um 100 Euro entsprechen bei Kindern unter 14 Jahren 25 Euro pro zahlender Person und Fahrtrichtung. Kinder bis 14 sind ja gratis.

    Ich habe mal für den 15. Juli nach Tickets Hamburg - München geschaut. Mit Bahncard 25 gibt es zwei Verbindungen für 21 Euro, nicht stornierbar mit Zugbindung auf den ersten oder letzten Zug. Hamburg - Osnabrück gibt es jede Menge Angebote unter 20 Euro.

    "Die Familienpauschale soll ab Mitte Juni buchbar sein, Details will die Bahn Anfang Juni bekannt geben."

    Mit Sicherheit wird aber eine Zugbindung dazu gehören und kontingentierte Plätze je Zug (oder gar keine zu den gefragten Reisezeiten). Bis dahin sind dann andere günstige Tickets der normalen Buchungswege ggf. schon vergriffen. Außerdem ist eine Zugbindung für niemanden unpraktischer als für Familien mit Kindern, da gern mal eine halbe Stunde "fehlt".

    Wenns so mittel läuft, nutzt der Familienpreis in der einen Richung etwas, in der anderen gibts kein Kontingent mehr; dann sind die effektiven Kosten ab bei 50 Euro je Erwachsenem.

    Vielleicht wäre es besser, Erwachsenen im Elternalter nicht erst mal mehr Geld abzuknöpfen, um Vergleich zum Seniorentarif ab 65.

  • Bei Kindern unter 14 sind das gerundet 25 Euro je Strecke.

  • Das Familineticket ist ja mal eine gute Idee von der DB. Dass von dieser Regierung gute Ideen kommen, glaube ich nicht mehr.

  • taz: *Die Bundesregierung wirkt dagegen ideenlos.*

    Die Bundesregierung - die im Grunde ja nur aus Friedrich Merz besteht - hat andere "Ideen" und da spielen Familien, die mit der Bahn fahren müssen, keine Rolle.

    • @Ricky-13:

      @ Ricky-13



      Erst wenn wir uns alle mit einem kleinem Flieger durch die Luft am Himmel tummeln, wird Merz auf Verkehrsangelegenheiten aufmerksam werden.🛩✈️🛩✈️🛩🛩

  • Ich habe gerade mal bei der DB eingegeben, zwei Erwachsene drei Kinder in den NRW Sommerferien Dortmund- München und zurück kostet zwischen 223 € und 251 €. Man muss also ggf. stundenlang suchen bis man eine Zugverbindung hin und zurück unter 100 € findet. Und unter" Ermäßigungen" kann man keine Familiekarte anklicken. Dafür Zb. Bahncards oder Österreich Klimaticket.

    • @Martin Sauer:

      Im Artikel hier vom 12.5. wird auf Juni verwiesen.



      Sonst sind die Bahncards und ungewöhnliche Fahrtzeiten noch ggf. hilfreich.

    • @Martin Sauer:

      Die Bahn hat das Familienticket angekündigt und teilt auf bahn.de mit, dass es ab Mitte Juni buchbar ist.

  • Im Prinzip sind solche Angebote super..und das Interesse an der Bahn ist groß und wird immer größer.







    Jetzt müßte nur noch die Bundesregierung dafür sorgen, daß die nötigen Kapazitäten bereit gestellt werden.



    Ein bißchen sanieren, so wie jetzt angekündigt, reicht da bei weitem nicht. Es braucht zusätzliche Gleise, damit auch im laufenden Betrieb saniert werden kann..und es braucht eine Initiative für ein geschlossenes Europa weites Hochgeschwindigkeits-Streckennetz. Spanien und Frankreich sind da übrigens schon viel weiter:







    de.wikipedia.org/w...Schnellfahrstrecke







    Nach Jahrzehnten in denen immer die Autofreundlichen Parteien die Verkehrsminister gestellt haben, dabei die Bahn kaputt gespart haben..und auch unser allseits beliebter Kanzler das Auto weiterhin als Zitat: "Verkehrsmittel Nr. 1" bezeichnet, ist aber (auch) von dieser Bundesregierung wenig zu erwarten.







    Interessantere Impulse kommen derzeit von der EU.



    Und irgendwann mal wird ganz sicher auch hier zu Lande der Groschen fallen.







    ..weil eine moderne, zuverlässige, pünktliche, schnelle, bequeme, sichere, klimafreundliche Bahn ist möglich (andere Länder machen es vor)







    -> und eine wirklich tolle Sache..

  • Verrückte Sache, selber auf Ideen zu kommen statt auf Maßnahmen des Staates zu warten.

  • Liebe Nanja: Ichhoffe dass unsere Regierung nicht wie ein Konzern denken und handeln will.



    Ein Bahnangebot oder andere Marketingaktionen will ich kaum von unserer Regierung sehen. Die sollen systemisch und weit vorausschauend denken und planen!



    Bitte versuch nicht einer Regierung eine solche Denkweise einreden zu wollen, danke!

  • Die Bahn ist ein staatseigener Konzern. Deshalb macht es für mich keinen Unterschied, ob eine Idee zu Fahrkartenkonditionen von der Bahn oder dem Staat kommt.

  • Schöne Sache. Eigentlich. Wenn denn die Infrastruktur für mehr Passagiere da wäre. Sowohl was Strecken (auch belastet durch die überfälligen, jetzt vorhandenen Baustellen) wie auch Züge und Personal angeht. Wer bei uns (Nord-Süd-Hauptstrecke, zwischen Göttingen und Hannover) als Berufspendler unterwegs ist, kann solche Angebote nur noch fürchten.

    • @Woodbine:

      Da kann ich Ihnen zustimmen.



      Ich nehme, wenn es nicht auf 1-2h Pünktlichkeit ankommt, für weitere Strecken gerne die Bahn.



      Leider wird die Kapazität nicht ausreichen.

      Die Inlandsflüge sind stark rückläufig und das würde such so weitergehen, wenn Kapazitäten und Pünktlichkeit ausgebaut würden.

      So schlau sind die Menschen von selbst!

      Nur wird oft gemeint, man müsse Sie mit Geld oder schlechtem Gewissen dazu gängeln. Dies wiederum weckt Widerstand!

  • Finde ich vom Timing her unmöglich. Habe auf Druck der Töchter den Sommerurlaub diesmal per Bahn gebucht also verlieren wir so schon jede Menge Zeit und Nerven. Mein seit 2 Monaten gebuchter Supersparpreis ist jetzt aber kein Sparpreis mehr und stornieren ist nicht. Dafür ein Dank an die DB die die Details zu dem neuen Ticket dann auch erst 2 Wochen vor Start der Ferien bekanntgeben will. Platzreservierungen gibt es dann aber wahrscheinlich keine mehr, denn unser ICE war vor 2 Monaten bereits fast voll ausgebucht. Organisatorisch ist das wieder ein Komplettversagen.

    • @Šarru-kīnu:

      Wenn Ihr Zug schon vor 2 Monaten fast voll war, wird der mit der 100-Euro-Pauschale wohl kaum nicht buchbar sein. Sie haben alles richtig gemacht.

      Wenn die Reservierung enthalten ist, kann man u.a. keine Züge nutzen, für die man keine Reesrvierung mehr bekäme.

      Ein Supersparpreis zeichnet sich dadurch aus, dass er nicht stornierbar ist. Hätten Sie einen "Sparpreis" (in der DB-Definition, nicht der umgangssprachlichen) ausgewählt, könnten sie auf das neue Angebot wechseln (falls verfügbar und günstiger), mit 10 Euro Stornierungsentgelt.

    • @Šarru-kīnu:

      Würde ich zustimmen, die Ferien gehen ja in ca. 6 Wochen an. Das kann die DB im nächsten Jahr besser organisieren,



      wenn die gute Absicht keine Eintagsfliege war.

    • @Šarru-kīnu:

      War vielleicht eine kurzfristige Marketing-Entscheidung. Das ist natürlich erst mal bitter, wenn man in einem langen Zeitraum vorher gebucht hat, weil man eben Sicher sein möchte.

      Für Bundesländer wie Baden-Württemberg und Bayern, die gefühlt erst Anfang Herbst Ferien haben, kommt die Aktion genau passend.



      Das ist zumindest eine kleine Entlastung für diese Familien, die durchaus Regional mehr Einkommen haben (Nord-Süd Gefälle) aber eben auch hohe Lebensunterhaltskosten tragen müssen.

      Viel schlimmer ist, wenn man schon ideenlos resigniert und aus lauter Not, nur noch Balkonien mit den Kindern plant.



      - Eine blöde Zeit für Kinder, die eigentlich die Welt mit ihren Sinnen erobern sollten.

    • @Šarru-kīnu:

      Oder ein Lockangebot der DB.

  • Gab´s schon mal ähnlich:



    taz.de/Die-Wahrheit/!5771447/

    Die BR verzettelt sich.

    Deswegen ja, ist es Sache von Bundesunternehmen das für das Volk praktisch Wichtige zu tun.

  • Ich finde das Angebot gut und richtig, aber...

    kaum jemand wohnt zuhause direkt am Bahnhof, noch wird er im Urlaub am Bahnhof wohnen.

    Wir haben damals, mit unseren zwei kleinen Kindern, die Urlaubsreise mit der Bahn (nach Östereich) getestet; sind dann aber schnell wieder zum Auto zurückgekehrt.

    Muß als jeder selbst entscheiden, ob das was ist.

    • @sutrebe:

      Auto parken, kurze Strecke mit S-Bahn, Bus oder Tram zum Hauptbahnhof fahren, in den ICE steigen. Am Zielort Auto mieten oder eben ohne.

      Das ist allerdings eine Aktion von DB Fernverkehr.



      Man kann gespannt sein, ob die Angebote auch ohne großes Suchen angezeigt werden, plus das Regionalticket, wenn man den heimatlichen Regionalbahnhalt als Ausgangsort angibt.

      Ein zusätzliches Deutschlandticket für den Nahverkehr kann sinnvoll sein.

    • @sutrebe:

      Bahn fahren bedeutet trotz ICE 1. Klasse, nicht immer das bequemste Reisemittel zu sein.



      Allerdings hat sich technisch und unternehmerisch einiges getan.



      So müsste man sich eben vorher ausgiebig schlau machen, wie man rechtzeitig zum Bahnhof gelangt durch Verwandte, Bekannte, Taxi, Uber, Bus oder gar Fahrrad?



      Und am Zielort vielleicht Carsharing, Taxi, Mietwagen, Bus, Fahrrad oder sonstiges nutzen kann.



      Oft liegt es an der eigen Bequemlichkeit, eben nicht auf das eigene Auto zurück zu greifen.

      Andererseits, wenn man es zur Verfügung hat, fällt es schwer, darauf zu verzichten, denn die Fixkosten, wenn auch minimal, sind auch gegeben, wenn es eben nur einsatzbereit herumsteht. - völlig nachvollziehbar. Und ja, man ist flexibler, wenn man nur von kurzfristigen Planungen lebt.

      Selbst auf das Auto dauerhaft zu verzichten, bedeutet für mich auch den nächste Schritt in die dauerhafte Planung von Mobilität zu gehen.



      Es sind meist mehrere Gründe, die den Impuls geben, sich zu reduzieren und sich bei aller Widrigkeit gegen ein Auto auszusprechen.

      Zuerst kommt die Reduzierung der jährlichen Fahrleistung durch andere Verkehrsmittel und die Umgewöhnung, dann die Ökonomie.

      • @Kühlbox:

        Mir ging es in erster Linie um "kleine Kinder" (wie eben unseren damals).

        Wenn man heute bei den aktuell und immer wieder gemeldeten Verspätungen, Anschlußverlusten oder gar Zugausfällen mit kleinen Kindern "irgendwo" strandet, dann kann das schnell zur sehr persönlichen Katastrophe führen.

        Muss eben jeder selbst wissen und entscheiden.

  • Ein Lob für die DB - wie schön.

  • Interessant wird es erst, wenn man Zahlen/Nutzer hat, die das Angebot Nutzen.

    • @Reinero66:

      Da das nur auf bestimmte Züge beschränkt ist wohl wenige. Stark frequentierte ICE gehören nicht dazu. Wer also um 23 Uhr von München nach Hamburg fahren will findet schon etwas. Und Freitags bzw. Sonntags wird wohl ganz schwer etwas zu finden. Man kann also nicht für 99 € in einem bliebigen ICE von München nach Hamburg fahren.

  • Warum muss man das Angebot als Anlass zum Meckern nehmen? Vermutlich würde selbst wenn die Regierung eine der Massnahmen umsetzen würde, sofort das Fehlen der anderen Ideen als grundlegendes Scheitern ausgelegt.

    Kein Wunder, dass die Gesellschaft dauernd klagt und schon früh pessimistisch ist. Egal wie schön, es geht immer noch etwas besser und, ach, danach kommt bestimmt der Absturz.

    • @fly:

      Die Kritik richtet sich gegen die Ineffizienz, Kurzsichtigkeit und Halbärschigkeit der Bundespolitik und diese ist absolut gerechtfertigt.

    • @fly:

      Wo wird denn gemeckert in dem Beitrag? Er ist voll des Lobes und das ist völlig richtig so. Dass die Bundesregierung wieder mal ideenlos herumeiert gehört zum Gesamtbild dazu und ist eine Situationsbeschreibung. Meckern ist das gewiss nicht - eher ist das Dein Beitrag....

  • Och lese hier mal wieder die alte Leier von: Sprit zu teuer, also Tempolimit her. Unabhängig was man allgemein vom Tempolimot hält, ist das in diesem Zusammenhang kein Argument. Wenn mir der Kraftstoff zu teuer ist, kann ich auch freiwillig langsamer fahren.



    Man sollte dann schon so ehrlich sein und zugeben, dass die Kraftstoffpreise vorgeschoben werden um den Ruf nach einem Tempolimit durch die Hintertür zu bekräftigen. Für den Geldbeutel bringt das nichts.

    • @charly_paganini:

      Dass der Sprit gerade teurer ist, liegt ja daran, dass er knapp ist bzw. knapper zu werden droht. Um dieser Knappheit entgegenzuwirken, wäre ein Tempolimit eine geeignete Maßnahme. Natürlich nur als ein Teil weiterer erforderlicher Schritte, aber immerhin überhaupt mal etwas sinnvolles.

      • @njorg:

        Jeder kann so schnell fahren, wie er es für richtig hält in Bezug auf Geldbeutel, Terminplanung etc.. Ein Tempolimit braucht es hierfür definitiv nicht und wird auch keine messbaren Effekte zeigen.

    • @charly_paganini:

      Als leidenschaftlicher Autofahrer, mit etwas Vernunft, bin ich anderer Meinung.

      Ab etwa 80 km/h steigt der Luftwiderstand quadratisch mit der Geschwindigkeit. Wer statt 130 km/h 180 km/h fährt, verbraucht häufig 30 bis 60 % mehr Kraftstoff. Die Aussage, ein Tempolimit bringe „für den Geldbeutel nichts“, ist daher physikalisch nicht haltbar.

      Natürlich kann jeder freiwillig langsamer fahren. In der Praxis orientieren sich viele Menschen jedoch am erlaubten Geschwindigkeitsniveau. Genau deshalb verändern verbindliche Regeln das Verhalten.

      Beim Rauchverbot hieß es früher auch, Nichtraucher könnten Gaststätten meiden. Erst gesetzliche Regeln schützten die Mehrheit vor den Folgen des Verhaltens Einzelner.

      Ähnlich ist es beim Autofahren: Mehr Geschwindigkeit bedeutet mehr Verbrauch, mehr CO₂, mehr Lärm und ein höheres Unfallrisiko. Diese Folgen trägt nicht nur der Fahrer selbst, sondern die gesamte Gesellschaft.

      Ein Tempolimit ist daher keine „Hintertür“, sondern ein sachliches Instrument, das Kosten senkt, Energie spart und die Sicherheit erhöht. Physikalische Gesetze lassen sich nicht durch Meinungen außer Kraft setzen.

      • @Kühlbox:

        Die Kosten kann ich doch selbst senken in dem ich langsamer fahre. Und wer das nicht will fährt trotzdem schneller. Ein Tempolimit bringt da nix da es ohnehin nicht wirklich kontrolliert werden kann. Die Leute die jetzt schon mit 140 bei einem 120er Tempolimit fahren, machen das auch weiterhin. Dafür sind die Strafen auch viel zu niedrig.

  • Es mag ja sein, daß man ein Ticket kaufen kann, aber ob die Züge pünktlich sind oder überhaupt fahren, erfährt man meistens erst am Bahnsteig. Das hat etwas von Lotto spielen.



    Unsere Regierungen haben die Bahn schön kaputt privatisiert.

    • @Orten:

      Ja, das ist ein durchaus großes Manko, dass es hier zu berücksichtigen gilt. Ausfälle oder Verspätungen sind keine Seltenheit, so dass die DB in dem Spot mit Anke Engelke sich über sich selbst lustig macht.



      - Es kann nur besser werden, wenn man ganz unten angekommen ist. - Ein Funke Hoffnung.

      • @Kühlbox:

        Btw. Die Kühlbox, hatten und haben wir neben dem ggf. umfangreichen Gepäck immer dabei; erspart uns die exorbitant teuren Autobahn-Rasttsätten.

        Und da wir nach wie vor einen Verbrenner fahren, sind vorab zu planende Ladestationen (nebst Restauration) auch obsolet; machen wir Pause, wann und wo es gerade passt.