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Deutsche Autobauer in der Krise„Die jetzige Situation ist ziemlich peinlich“

Im Mobilitätssektor spürt man keinen Mut mehr, sagt der Designer Paolo Tumminelli. Die Industrie bleibe arrogant, obwohl der Anteil chinesischer Neuwagen wachse.

Interview von

Matthias Penzel

taz: Herr Tumminelli, was treibt Sie gerade am meisten um, wenn Sie an Autos denken?

Paolo Tumminelli: Die jetzige Situation ist ziemlich peinlich. In 40 Jahren hat es die Europäische Gemeinschaft nicht geschafft, eine Bank zu gründen, die uns eine EU-Kreditkarte anbietet; oder ein Servernetzwerk, mit dem wir Kommunikation und soziale Medien betreuen. Stattdessen beschäftigen wir uns mit Plastikflaschen und wie deren Deckel gestaltet werden sollten. Wir hatten die besten Designer der Welt und dann erscheint dieses Ding, das du so runterklappen musst, dass du daraus nur trinken kannst, wenn du beide Hände freihast. Ich verstehe das Ziel – ehrlich! –, aber in der Sache hätte man sich doch auch vernünftige Lösungen vorstellen können.

Im Interview: Paolo Tumminelli

studierte Architektur und Design in Milano, arbeitete im Centro Stile von Alfa Romeo. Er lehrte Industrie-Design in London und Arnhem und ist seit 2003 Professor für Designkonzepte an der Köln International School of Design. Gearbeitet hat er auch für Rosenthal, in Jurys und an Büchern. Anfang des Jahres wurde er vom Automobilmuseum Torino als Kurator einberufen.

taz: Was hat das mit dem Auto zu tun?

Tumminelli: Im Mobilitätssektor spürt man keinen Mut mehr. Derweil bauen die Chinesen Züge, die sich mit 450 km/h bewegen, sie testen welche, die auf 800 km/h kommen. Was hiesige Autohersteller können, sind Renault 5, Renault 4, Fiat Topolino, Pandina und Grande Panda. Audi baut nun wieder den A2.

taz: Modelle von vor Jahrzehnten, aufgepeppt mit Hybrid und Einparkhilfe, Navi und LED-Lametta?

Tumminelli: Fiat, und das meine ich nicht abwertend, war nie cool. Es war eine Marke der Vernunft. Und jetzt versucht man dort mit SUV-Fastback, nostalgischen Modellen und schickerer Ausstattung die Kurve zu kratzen? Was für eine Strategie ist das? „Zurück zu den Ursprüngen“? Wohl eher „Stellen wir uns hinten an“.

taz: Viele sorgen sich weniger um die Entwicklung des Autos oder um die EU, sondern schlicht um ihre Arbeitsplätze.

Tumminelli: Es geht um mehr. Denn dem Auto kommt – in Medien und politisch – eine strukturelle Bedeutung zu. Es ist auch ein politisches Thema. Deutschland hat bereits die Kommunikation und die Unterhaltungselektronik verloren. Was bleibt von „Made in Germany“?

taz: Die chinesischen Marken Geely, SAIC und Changan sind ernstzunehmende Größen, aber fast niemand hat die als Konkurrenz auf dem Schirm.

Tumminelli: Weil die Industrie arrogant bleibt, obwohl der Neuwagenmarkt einbricht. Zugleich wächst der Anteil chinesischer Neuwagen.

taz: Warum interessiert sich keiner für andere Modelle?

Tumminelli: Die Autohersteller verkaufen ultrateuren Unfug, den sich keiner leisten will. Kunden sind komplett verunsichert: Elektro oder doch nicht? Und wenn, wie viel Watt, wie viel Volt soll es sein? Und wie sieht es künftig mit Preisen und Steuern aus?

taz: Diesel, Hybrid oder Benzin?

Tumminelli: Alle! Mit dem E-Plan 2035 hat Europa de facto die Verbrenner-Entwicklung gestoppt. Der effizienteste Benziner wird mittlerweile in China gebaut, Mazda stellt die Skyactive-Z-Serie vor: groß und einfach statt Downsizing-Blödsinn.

taz: Ein Verbrenner, der die Euro-7-Norm erfüllt.

Tumminelli: Das Parallel-Hybrid-System von Toyota bleibt Spitze im Stadtverkehr. Europa hat stattdessen das Plug-in-Hybrid gewollt, das keinem nutzt. Dieselgate wurde missbraucht, um eine Wende bei Privatkunden zu forcieren. Doch Diesel bleibt der König auf der Straße. Deutschland baute die besten Diesel der Welt. Höchste Zeit, pragmatisch zu denken.

taz: Wenden wir uns dem Schönen zu, Ihrer Kernkompetenz: Design, Kultur und Ethik und wie sie unsere Beziehung und Interaktion mit der Welt ordnen.

Tumminelli: Heute bauen alle dasselbe Auto. Die Qualität ist im Prozess enorm und im Konzept inexistent. Es gibt keine Entwicklung, keine Fortsetzung, die an etwas Sinnvolles anknüpft. Polestar, wohl bemerkt eine Volvo-Marke, kam irgendwann mit dem Modell 4 ganz ohne Heckscheibe, stattdessen eine Kamera. Nur wozu? Mercedes beschäftigt sich anscheinend nur noch mit der Form seines Kühlers. Es gibt mittlerweile um die acht Typen in allen Formen und Farben. Wen interessiert das? In dem, was da ist, drückt sich lediglich Arroganz aus.

taz: In Bezug auf das Design der Modelle?

Tumminelli: In Bezug auf die Bedeutung von Gestaltung. Wir haben eine intensive gesellschaftliche Diskussion zu der Freiheit, sich überhaupt noch privat individuell zu bewegen. Und die gestalterische Antwort ist Aggressivität. In einer Situation, in der das Automobil aufgrund der Emissionen Gegenwind bekommt – und in so einer Situation trotzt die Industrie der Kritik und erfindet die Auspuffattrappe! Ist das nicht zu blöd? Sie verkaufen teures unnötiges Zeug fürs Röhren in Tunneln.

taz: Warum, für wen?

Tumminelli: Automobilfans werden immer älter und weniger, dafür noch extremer. Bedient werden sie von einer Automobilpresse, die sich seit Jahren im Sinkflug befindet und sich daher vom Automobilvolk abhebt. So ist das Auto zum Nischenthema geworden, eine exklusive Szene. So entstehen Modelle, die das Gegenteil von dem darstellen, was Normalbürger unter Mobilität und Freiheit verstehen.

taz: Es werden Autos gebaut, die nur sehr wenige wollen?

Tuminelli: Früher galt, „Sag mir, was für ein Auto du fährst, und ich sag dir, wer du bist“. Diese Identifikation ist heute unmöglich. Erstens, weil das Automobilprodukt so schwammig und diffus ist, selbst die Identitäten von einst ausgesprochen starken Marken wie BMW oder Mercedes. Heute steht jedes Modell im Kontrast zu allen anderen. Mancher Mercedes ist ein Renault, mancher sieht gut, mancher sieht scheiße aus, mancher ist klein und billig, mancher groß und teuer. Wenn du heute sagst, „Ich fahre Mercedes“, dann sagt das gar nichts mehr aus.

taz: Wie schlägt sich das in der Gestaltung neuer Autos nieder?

Tumminelli: Lange hat man sich mit seinem Auto identifiziert, etwas dargestellt [zeichnet mit Fingern einen Bilderrahmen in die Luft]. Autos hatten relativ große Scheiben, das Verhältnis von Tür zu Scheibe war eins zu eins, ausbalanciert. Jetzt sind wir bei zwei zu eins.

taz: Seitenfenster wirken grimmig, zugekniffen.

Tumminelli: Bei den hinteren Türen ist es eher vier zu eins. Die Windschutzscheiben sind superflach; dadurch wird das Außenlicht reflektiert und deshalb sind die Insassen kaum sichtbar. Das ist nicht nur für den Fahrer schlimm, es bedeutet auch, dass du von vorne nicht zu sehen bist. Unsichtbar von der Seite, von vorne, zusätzlich verdunkelte Scheiben. Als Fußgänger oder Radfahrer kannst du unmöglich erkennen, ob der Autofahrer dir zunickt oder woandershin schaut. Im Grunde verschwindet man im Auto. Ist nicht mehr Teil des Bildes. Die Botschaft „Ich bin nicht mehr bedeutend“ ist, glaube ich, ein ziemlich interessantes Problem.

taz: Nur noch das Auto zählt, nicht mehr der Fahrer?

Tumminelli: Bist du erst unsichtbar, wird das entscheidend, gerade in Bezug auf die ganze soziale Verhandlung und Akzeptanz. Du siehst die Menschen nicht, die sehen dich nicht. Ich bin zwei Meter groß, aber wenn ich als Fußgänger eine Straße überquere, habe ich eine Wand aus Bullis und SUVs vor mir. Früher waren auch nicht alle Autos schön, aber sie haben uns weniger Platz weggenommen – und man konnte hindurchsehen.

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19 Kommentare

  • fly

    Irgendwie zeigt das Interview eher die Arroganz der Designer. Man möchte Modelle schaffen, frei von Regelungen, mit denen man die Menschen die sie fahren unterscheiden kann. Mercedes steht für nichts mehr? Für was stand es früher? Irgendwie damals wie heute für Geld.

    Der Punkt "Wenden wir uns dem Schönen zu, Ihrer Kernkompetenz: ..." zeigt es genau. Alles drumherum ist halt eine Meinung von vielen ausserhalb der Kernkompentenz. Siehe Einstieg mit der EU Verordnung zum Trinkflaschenverschluss.

  • Tom Farmer

    Letztlich scheint es mir so, dass das aktuelle Konzept eine Gegenbewegung zur Straßensituation geworden ist. Weltweit, aber mit Nuancen und jeweiligen kulturellen Schwerpunkten.



    Wo will ich transparent und positiv mein Auto bewegen, wenn die Straßensituation doch so ist, dass ich mich gar nicht mehr so bewegen kann wie ich das will? Stau, Umleitung, Belag kaputt, zu viel andere selbst wenns mal läuft, Fahrräder, Fußgänger, Geschwindigkeitsbegrenzungen an jeder Straße.



    Wenn ich Konzernlenker wäre, wäre ich bereits vor 20 Jahren zur Regierung: Entweder es werden bessere Straßen gebaut, wo meine Kunden Auto fahren können (Freude am Fahren 😄) oder ich baue die woanders.



    Alles das lief nicht. So igelt man sich ein und will am besten in seiner Ambientebeleuchtung gar nix mehr wahrnehmen von dem Elend da draußen. Warum soll ich einen nervigen Fußgänger, wegen dem ich bremsen muss noch in die Augen schauen können?



    Vorbeifahren im Panzer, letztlich arrogant über den Dingen stehen. So läuft das. Vernunft over! Und die Industrie verkauft diese Image-Kack-Produkte .

  • Phaidon

    BYD hat Gerde eine E-Auto vorgestellt das 1000 km Reichweite hat und in 9 Minuten von 10 auf 80 % lädt - Mercedes ein Auto das einen beheizbaren Sicherheitsgurt hat .... mehr muss man dazu nicht sagen finde ich

  • Der letzte Macht das

    Ich möchte bei der Fahrzeuggestaltung zustimmen: Wir haben immer mehr Papispanzerwagen, eine gestische Abstimmung wird verunmöglicht und Aggression oder Ablehnung schon im Stand ausgedrückt. Ich versteige mich dazu, das undemokratisch und selbstsüchtig zu nennen. Früher flanierte der Bürger, heute - ja, was denn? Der cw x A Unsinn entstand in den 80ern, als Audi ins Premium wollte und noch nicht mehr als fünf Zylinder bot. Seitdem wird der cw-Wert immer kleiner, aber die Fläche A größer - dumm, ne? Große, flache Fenster bringen Gewicht und Wärme ins Auto, welche wir durch Klimaanlagen wieder heraus führen, mit Mehrgewicht und -verbrauch, dumm, ne? Klimaanlagen wurden jahrzehntelang nicht im Katalogverbrauch erfasst. Mein Auto hat im Mischbetrieb eine Durchschnittsgeschwindigkeit von

  • Sybille Bergi

    Viel von dem neumodischen schnick schnack in Autos geht aber auch auf EU Regelungen zurück. So muss ein Spurhalteassitenz, ein Tempowarner, eine automatische Gefahrenbremse etc mit an Bord sein. Unnötig.

  • Offebacher

    Hier werden wieder die verschiedensten Dinge miteinander vermischt, und bei einigen hat Herr Tumminelli recht, bei anderen nicht. Warum sollte die EU eine Bank gründen für eine gemeinsame EU-Kreditkarte? Das wäre eine Aufgabe der europäischen Banken, die das schon in den 1960er Jahren auch gemacht haben: Eurocard. Diese wurde im Rahmen einer Fusion an ihren amerikanischen Partner MasterCard verkauft. Dafür kann die EU nichts. Dafür, dass aber die Entwicklung von Benzin- und Dieselmotoren in Europa gestoppt wurde, schon. Der EU-



    Plan, ab 2035 nur noch Elektrofahrzeuge als Neufahrzeuge zuzulassen, zwang die Hersteller zu diesem Schritt. Und wenn ich bedenke, wie oft von und in der taz die Beschleunigung dieses Schrittes gefordert wurde, wundert mich dieses Interview schon etwas.



    Womit Herr Tumminelli leider noch Recht hat, ist die Richtungs- und Ideenlosigkeit der europäischen Autoindustrie. Zu teure Fahrzeuge, oft in einem Design, das einem graust.

  • pumble

    Und selbst hängt er im Kopf auch beim Diesel von Vorgestern und PKW in Panzergröße ("Downsizing-Blödsinn") fest.

    • Offebacher

      @pumble:

      Mit Downsizing-Blödsinn ist nicht die Größe des Fahrzeugs, sondern die Hubraumgröße des Motors gemeint. Wegen der immer strengeren Verbrauchsvorschriften werden die Hubräume immer kleiner, und Leistung wird dann über Drehzahlen, Direkteinspritzung und den Turbolader geholt. Auf dem Prüfstand prima, bringt aber im Alltag nur wenig. Dafür ist die Technik aufwendiger, wartungsintensiver und deutlich weniger haltbar als ein etwas größerer Benzin- oder Dieselmotor ohne Aufladung. Oder einfach gesagt, lieber ein Saugmotor mit 1500 Kubikzentimetern und 4 Zylindern als ein Turbomotor mit 1000 Kubikzentimetern und 3 Zylindern.

    • Der letzte Macht das

      @pumble:

      Das mit dem Downsizing beziehe ich auf die Motoren. Mazda ging da lange einen Sonderweg, eher Rightsizing, also etwas mehr Hubraum und Verdichtung beim Benzinmotor, während der Mainstream mit kleinen Hubräumen und teurer Laufladetechnik der Laboroptimierung frönte. Mit Hirn fahren ist eh das Sinnigste.

  • Karl Theurer

    Tja, das Interview bringt es auf den Punkt. Und man sieht doch sehr deutlich, mit welcher Leistung sich unsere „Leistungsträger“ ihre teilweise horrenden Honorare „verdient“ haben. Schuldig sind ja die deutschen Werktätigen, und vor allem die, die nix schaffen wollen.



    Wir haben keinen Plan!

  • Strolch

    Na ja, zumindest können wir noch Jammern.... Das wird in dem Interview deutlich vorgemacht.

    Die kleineren Fenster sind häufig der Sicherheit geschuldet. Die Tür muss stabil sein, wenn von der Seite einer reinfährt. Und ein Modell unter hunderten ist ohne Heckscheibe.

    Zudem haben die europäischen Autobauer kein Problem in Europa - zumindest noch nicht. Sie haben es in China. Und dort haben auch alle chinesischen Marken, inklusive den großen wie BYD, Probleme aufgrund der immensen Konkurrenz.

    • Klabauta

      @Strolch:

      "Die kleineren Fenster sind häufig der Sicherheit geschuldet."

      Jedem und jeder Autofahrer*in den eigenen Panzer. Nur in einem solchen ist man wirklich sicher /s/

  • XXX

    Was ich mich frage: Ist nicht der EU-Zwang zu allen möglichen elektronischen Assistenzsystemen ebenfalls ein Problem? Ich selber mag diese Hilfen nicht wirklich (der Nutzen hebt sich mit dem potentiellen Schaden oft auf), insbesondere, wenn sie zur Überwachung umfunktioniert werden können. Und es macht die Autos bestimmt erheblich teurer und fehleranfälliger.



    Ich selber möchte daher meinen alten Golf ohne den neuesten Kram so lange behalten, wie es geht.

  • Thomas Koll

    Ein sehr schöner Überblick über das was alles schief läuft bei den europäischen Herstellern. Ohne Auto, oder Bedarf dafür, bleibt mir ja nur die Autos von außen zu betrachten und die sind inzwischen mehr persönliche Festung und nicht mehr etwas wo ich mir denke: Der Besitzer von dem Panda 4x4 liebt den Winter oder Diesel Golf zwischen lauter BMW am Firmenplatz, der hat die besten finanziellen Prioritäten im Leben. Mein einziges eigenes Auto war ein Volvo C30, ich überlasse es dem Betrachter über meine Person zu grübeln.



    Kaum eines der aktuell beliebten Automodelle wird es in ein Museum schaffen, aber den Topolino hat sicher schon ein Automuseum vorbestellt.

    Die Freiheit die uns mit dem Auto versprochen wird liefert nur das Fahrrad und wer auf's Auto verzichtet hat das Geld sich mehrere Räder für jeden möglichen Zweck zu leisten.

  • Janix

    Verbrenner-Autos jetzt weg-wittern lassen. Auch in der Fläche jetzt Autos wieder überflüssig machen, denn wir brauchen aus vielen Gründen zügig deutlich weniger davon.

    Zwischenzeitlich fehlen das Volks-E-Bike für alle, der Volks-E-Kleinwagen für von A-lingen nach B-dorf, und zäh (wieder)aufgebaut die Volksbahn/-bus für alle.



    Was wir mehrheitlich dann nicht vermissen werden, sind Protz-VWs&Co. + arrogante Sprüche von Produzenten obsoleter, nur noch vom Staat am Leben gehaltener Dienstwagenflotten.

  • nutzer

    tja, da ist wohl was dran.

  • DiMa

    "eine Bank zu gründen, die uns eine EU-Kreditkarte anbietet; oder ein Servernetzwerk, mit dem wir Kommunikation und soziale Medien betreuen."

    Weder die Ausgabe von Kreditkarten, noch das Angebot eines Servers ist Aufgabe oder Zuständigkeit der EU. Das ist dann eher ein Problem des Erwartungshaltungsmanagements.

    Und Fiat und Renault produzieren doch nur noch Autos für die Heimatmärkte Italien und Frankreich. Wenn ein Auto die Bezeichnung von Micki Maus trägt, dann ist der Laden eigentlich schon dicht.

    • Thomas Koll

      @DiMa:

      Der Interviewpartner irrt bei den Banken: Es gibt die European Investment Bank und die EZB. Angeboten und ausgestellt werden Krediktkarten von den jeweiligen Banken, nicht MasterCard oder Visa selbst die sich als Zahlungsdienstleister nur darum kümmern dass der Zahlungsablauf funktioniert. Und genau hier gibt es einige Kritik aus europäischer Sicht an der US-Dominanz weil diese den US Gesetzen unterliegen und z.B. als Trump Richter des Internationalen Strafgerichtshofs mit Sanktionen belegt hat musst auch die Zahlungsdienstleister diesen Sanktionen folgen. Die Folge ist dass diese Richter ihre Kreditkarten nicht verwenden können und eine Unmenge an Problemen haben, obwohl sie keine US-Bürger sind und nicht in den USA sind.



      Man muss aber auch sagen dass die EU mit dem SEPA ein System auf die Beine gestellt hat das den Zahlungsverkehr enorm erleichtert und beschleunigt hat, etwas das die Banken aus Eigeninitiative wohl nie gemacht hätten. Vielleicht klappt es nach dem gescheiterten Monnet dass die European Payments initiative dieses Mal Erfolg hat.

  • Hans Dampf

    Beeindruckend guter Kommentar, voll ins Schwarze getroffen. In 10 Jahren werden wir wohl fast nur noch asiatische Autos fahren, weil die die Mehrheit keine deutschen/europäischen Autos mehr leisten kann. VW und Co. werden in der eigenen Arroganz untergehen, wie man jetzt schon sieht.