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Aufnahme von Kindern aus GazaAuch Hamburg will human sein

Der Senat signalisiert Bereitschaft, verletzte Kinder aus Gaza medizinisch zu versorgen. Nötig seien dafür klare Vorgaben des federführenden Bundes.

Opfer des Krieges im Gazastreifen: Kind mit Kopfverband Foto: Mohammad Abu Elsebah/dpa

Hamburg taz | Der rot-grüne Hamburger Senat erklärt sich grundsätzlich bereit, sich an einer bundesweiten humanitären Aktion zur Aufnahme und medizinischen Versorgung verletzter und kranker Kinder aus dem Gazastreifen zu beteiligen. Das geht aus der Senatsantwort auf eine Anfrage der SPD-Abgeordneten Dirk Kienscherf, Irene Appiah und Claudia Loss vom Freitag vergangener Woche hervor.

Eine solche Maßnahme sei jedoch nur unter Federführung des Bundes umsetzbar, betont der Senat. Voraussetzung für die Aufnahme sei, dass der Bund die rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen schafft.

Anlass für den Schritt ist die dramatische Lage im Gaza­streifen. Nahrungsmittelknappheit führt zu weit verbreitetem Hunger und Unterernährung, insbesondere bei Kindern. Der Zusammenbruch der medizinischen Versorgung erschwert die Behandlung von Verletzungen und Krankheiten. Weil die Infrastruktur zerstört ist, fehlen sauberes Wasser, Strom und Unterkünfte.

Am Freitag hatten die Vereinten Nationen (UN) für Gaza-Stadt die höchste Hunger-Warnstufe ausgerufen: Es herrsche dort eine menschengemachte Hungersnot. Israel weist die Vorwürfe zurück und macht die Hamas sowie die UN für Versorgungsprobleme verantwortlich.

Auswärtiges Amt mit Sicherheitsbedenken

Die bundesweite Debatte um die Aufnahme von Kindern aus dem Gazastreifen wurde Anfang August durch eine Initiative aus Hannover ausgelöst, die die Aufnahme schwerkranker und traumatisierter Kinder aus Gaza fordert, koordiniert durch den Bund. Städte wie Leipzig, Düsseldorf, Freiburg, Potsdam, Kiel und Bonn haben bereits ihre Bereitschaft signalisiert, Kliniken zur Verfügung zu stellen.

Das Auswärtige Amt lehnt die Initiative der Städte ab und verweist auf sicherheitspolitische Komplikationen. Die Bundes-SPD wiederum unterstützt Evakuierungsflüge. Italien und Spanien haben bereits Kinder aus dem Gazastreifen evakuiert.

Der Senat verweist in seiner Antwort darauf, seit 2021 bereits 1.800 Menschen aus verschiedenen Ländern im Rahmen humanitärer Aufnahmeprogramme versorgt zu haben, darunter Kinder und unbegleitete Minderjährige. Seit dem Beginn des russischen Angriffskrieges würden auch Kriegsverletzte aus der Ukraine in Hamburger Krankenhäusern versorgt.

Der Senat betont aber, dass die Koordinierung solcher Aufnahmen Aufgabe des Bundes sei, der für die Evakuierung, Einreise und Zuweisung zuständig sei. Zur Verteilung auf die Länder und Krankenhäuser werde dabei der sogenannte Kleeblatt-Mechanismus genutzt, ein System zur Koordination von medizinischen Verlegungen, um eine regionale Überlastung von intensivmedizinischen Kapazitäten zu vermeiden.

Die Kostenfrage

Dieses System sei zudem an internationale Mechanismen zur medizinischen Evakuierung angebunden. Hamburg ist gemeinsam mit Bremen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern Teil des regionalen Kleeblatts Nord.

Das Bundesinnenministerium müsse durch Aufnahmeanordnungen klare Vorgaben machen, fordert der Hamburger Senat. Nötig sei „insbesondere eine Klärung, welche Altersgruppe infrage kommt, welcher Grad an Behandlungsbedürftigkeit vorausgesetzt wird, durch wen die Minderjährigen begleitet werden können und welche Voraussetzungen die Begleitpersonen erfüllen müssen“.

Zu klären sei auch, wer die Behandlungskosten übernimmt. Im Falle der ukrainischen Kriegsverletzten sei das bislang der Bund gewesen. Derartige Entscheidungen „sollten durch die Bundesregierung in Abstimmung mit der Weltgesundheitsorganisation bzw. dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen oder vor Ort tätigen Nichtregierungsorganisationen und nach Rücksprache über die Behandlungsmöglichkeiten in den Ländern und Kommunen getroffen werden“, so der Senat weiter.

Die Linke geht einen Schritt weiter

„Es ist ein wichtiges Signal, dass Hamburg bereit ist, verletzte Kinder aus dem Gaza­streifen aufzunehmen und medizinische Hilfe zu leisten“, findet der SPD-Fraktionsvorsitzende Kienscherf. Die SPD setze sich in Hamburg und Deutschland für die Sicherheit Israels und den Schutz jüdischen Lebens ein. „Gleichzeitig lassen wir das unermessliche Leid der Zivilbevölkerung im Gazastreifen nicht außer Acht“, versichert der Abgeordnete.

Die Linke begrüßt die Bereitschaft zur Aufnahme von Kindern aus dem Gazastreifen und verweist darauf, dass sie diese bereits im Dezember 2024 in einem Antrag an den Senat gefordert hatte.

Darin hatte die Linke den Senat aufgefordert, sich für einen Stopp von Waffenlieferungen an Israel einzusetzen, Haftbefehle des Internationalen Strafgerichtshofs zu vollstrecken sowie humanitäre Hilfen für Gaza zu prüfen, einschließlich medizinischer Versorgung für Kinder und Erwachsene in Hamburger Krankenhäusern. Darüber hinaus solle ein Landesaufnahmeprogramm für Pa­läs­ti­nen­se­r:in­nen geprüft werden.

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40 Kommentare

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  • Dirk Kienscherf, Irene Appiah und Claudia Loss und der Hamburger Senat setzen sich also für Aufnahme kranker und/oder verletzter Kinder ein. Lobenswert. Pissen sich aber ins Hemd, weil der Bund die Kosten tragen soll. Verdorbene Abgeordnete, die sich am Appell ergötzen, statt humanitär zu agieren. Einfach helfen.

  • Ich habe arge Probleme mit der Überschrift "Auch Hamburg will human sein".



    Auf Gaza ist halt seit geraumer Zeit das Brennglas der Berichterstattung gerichtet und die deutsche Linke hat sowieso zusätzlich nochmal ihr ganz eigenes Faible für Palästinenser.



    Da kommt halt dann so ein medial schwelendes Dauerfeuer bei raus, vor allem jetzt im politischen Sommerloch.



    Das ist schön für Gaza, dass da so ein Interesse fabriziert wird, aber peinlich, dass es nahezu völlig egal ist, was seit Jahren im Sudan und Südsudan passiert. Oder noch peinlicher, dass man die Hungerkathastrophen in Malawi oder Burundi oder generell am Horn von Afrika seit Jahren geflissentlich ignoriert.



    "Auch Hamburg will human sein"?



    Nein, auch Hamburg will gefallen - so müsste es richtig lauten.



    Da wird billig auf einen Zug aufgesprungen, weil man sich kurzfristig etwas Beifall erhofft. Freilich mag das akut einer handvoll Kinder aus Gaza helfen, ändert aber nichts an der generellen Ignoranz.



    Wenn wir wirklich "human" sein wollen, müssen Hilfs- oder medizinische Versorgungsprogramme gänzlich neu aufgestellt werden.



    Alle 6 Sekunden stirbt ein Kind an Mangelernährung und damit verbundenen Folgen.



    Alle 6 Sekunden.

  • Immer öfter wird humanitäre Hilfe NGOs überlassen, so z.B. Friedensdorf international oder Hilfe für Kinder aus Tschernobyl. Jeder noch so zaghafte Versuch einzelner Kommunen, Hilfe zu leisten, wird unter Bergen von Bedenken und Bürokratie sofort im Keim erstickt. .



    Es ist einfach nur trostlos. Ein reiches Land wie Deutschland sollte zu mehr in der Lage sein.

    • @Klabauta:

      Ich denke, Deutschland leistet mehr als genug, was humanitäre Hilfe in aller Welt betrifft.

      • @Katharina Reichenhall:

        In absoluten Werten, was Geld oder Tonnagen angeht, stimme ich Ihnen zu.



        Das Problem ist, dass die Steuerung der Hilfen oftmals völlig ignoriert wird.



        Aus falscher Furcht vor Übergriffigkeit werden Hilfen mit der Gießkanne in Länder gekippt, wo Unmengen der Hilfen im Sumpf aus Korruption und rechtsstaatlich äußert fragwürdigen Regierungen untergehen.



        Die reichen Industrienationen sollten Hilfen bis zur Haustür der Bedürftigen liefern.



        Das mögen dann manche als postkoloniale Aggression verschreien, rettet aber aktiv ein unzähliges Mehr an Leben.



        So wie es aktuell läuft, helfen wir an jedem Krisenherd der Welt zuerst den bewaffneten Milizen vor Ort, dann den korrupten Beamten - und wenn dann noch etwas übrig bleibt, landet es bei denen, die es wirklich brauchen.

      • @Katharina Reichenhall:

        Das ist aber eine gewagte Behauptung.

    • @Klabauta:

      Dem kann ich nur zustimmen.



      Und gleichzeitig wird immer öfter die finanzielle Unterstützung für NGOs gesenkt, teils gar gestrichen.

  • Selbstverständlich sollten die Kinder hier behandelt werden und selbstverständlich sollten sie durch einen nahen Verwandten begleitet werden. Alles andere wäre unmenschlich.



    Und wenn diese dann hier für sich und die Kinder Asyl beantragen, so sollte man dieses gewähren. Wenn der Krieg, besser: Vernichtungskrieg kein Grund für Asyl ist, dann weiß ich nicht, was überhaupt ein Grund sein sollte.



    Es ist mir außerdem völlig wurst, aus welchen Gründen Städte oder einzelne Politiker sich für diese Kinder einsetzen. Von mir aus aus wahlpolitischen Gründen. Für mich zählt nur, möglichst vielen Kindern zu helfen.



    Und noch etwas: Wer Angst hat, dass von den Kindern eine Gefahr ausgeht, der leidet möglicherweise unter Wahnvorstellungen.

  • Wie soll es den mit den Kindern nach der medizinischen Versorgung weiter gehen? Wie soll verhindert werden, dass sich der Aufenthalt dann verstetigt und möglicherweise noch weitere Familienmitglieder nachziehen?

    • @DiMa:

      Die wichtigste Frage im Umgang mit Kindern, die einem Völkermord entkommen sind und medizinische Behandlung brauchen, sollte vielleicht nicht sein, ob die auch bald wieder abreisen... Ein bisschen menschlicher Anstand kann auch in Leserforen nicht schaden.

      • @O.F.:

        Schön, dass Sie stets Leuten, die nicht Ihrer Meinung sind, menschlichen Anstand absprechen. Dafür sind Sie bekannt.

        • @Katharina Reichenhall:

          Wenn keiner da ist, ist das auch angebracht. Der Kommentar ist ein menschlicher Offenbarungseid. Es geht um verletzte und traumatisierte Kinder aus einem Kriegsgebiet.

      • @O.F.:

        Ganz genau das ist doch Punkt und trifft genau meine Meinung.

        Wir müssen die Rettung (egal ob Kinder oder Seenot) von der Frage der Migration lösen und Ausnahmen vom Asylrecht schaffen. Dann könnten wir Menschen in akuten Notsituationen sehr schnell und unbürokratisch helfen und nach der Rettung /Behandlung auch wieder zurück schaffen.

        • @DiMa:

          Aber diese Trennung besteht doch bereits: die Kinder und ihre Begleitung bekommen ja ein zeitlich begrenztes Visum für eine medizinische Behandlung. Das hat mit einem Asylanträge erst einmal nichts zu tun.

          • @O.F.:

            Nur werden weder Kinder noch Begleitpersonen nach Auslaufen des Visas wieder zurück geschickt. Abschiebungen nach Palästina finden nicht statt und Ägypten wird sich wohl auch weigern, die Personen wieder einreisen zu lassen.

            Auch Ihre Einschränkung "erst einmal" spricht ja bereits Bände.

            Eine Bleibeperspektive müsste in solchen Fällen von Anfang an ausgeschlossen sein. Dann könnte man ohne Bedenken schnell und unbürokratisch Hilfe leisten und zwar in großem Umfang.

    • @DiMa:

      Wenn das Kind wieder gesund ist, fliegt zurück zu seinen Eltern. Wenn es keine mehr hat, wird es behandelt wie hierzulande Weisenkinder.

  • Das rot-grün verwaltete/regierte Hamburg fährt einen Kurs gegen Flüchtlinge, Illegale, Asylbewerber usw.



    Mit einer selbstlosen, tränenreichen PR-Aktion für sehr wenige Opfer kann man unter der eigenen Klientel, die nicht so fremdenfeindlich ist, Punkte gewinnen.



    Ein positiveres Medienbild wird so generiert.

    Würde es Nachahmer geben, dann könnte man diese Aktion auch positiv sehen.

  • Die Bürgerschaft braucht nach ihrem Selbstverständnis nicht nur in Hansestädten Leuchtturm-Projekte, um als Zivilgesellschaft ihre Haltung zu Menschenrechten in Taten umsetzen zu können.



    Denken wir einen Moment an Cap Anamur und an Rupert und Christel Neudeck:



    "40 Jahre "Cap Anamur"



    "Nie mehr feige sein, nie mehr nur zuschauen"



    Aus ihrem Reihenhaus steuerten Rupert und Christel Neudeck eine globale humanitäre Feuerwehr. Seit 1979 retten die Helfer ertrinkende und verhungernde Flüchtlinge, bauen Schulen und Kliniken - "Rebellen der Nächstenliebe" nennt sie Journalist Franz Alt."



    Bei spiegel.de



    Die alten Seilschaften könnten hier vielleicht als Paten hilfreich sein, ihre MitstreiterInnen ebenso.



    Es muss humanitäre Lösungen außerhalb politischer Zwänge einer auf Staatsräson bedachten Regierung geben können.

  • Die Befürchtungen des deutschen Innenministeriums hinsichtlich der Sicherheitslage läßt sich leicht entkräften.

    Norwegen hat bereits 2024 über 100 schwerkranke Kinder aus Gaza aufgenommen und dieses Jahr bereits mehr als 2024.

    Bisher wurden in Norwegen keine Anschläge oder ähnliche Gefährdersituationen von palästinensischen Kindern gemeldet, auch wurden vom Politiets sikkerhetstjeneste bisher keine schwer Kranken Kinder als Gefährder eingestuft (Ironie off).

    Die Kommentare von politischen Entscheidern in Deutschland, wie in diesem Falle Serap Güler, verursachen bei mir mittlerweile regelmäßig ein Schaudern. Wenn Deutschland sich von jeglicher ethischen Verantwortung frei machen will, dann ist es mit den Aussagen wie vom Auswärtigen Amt ".. für uns die Ausweitung der medizinischen Hilfe vor Ort und in regionaler Nähe im Hauptfokus" (Quelle tagesschau.de, 08.08.25) auf dem richtigen Wege. Denn eine derartige Stellungnahme ist nicht nur aufgrund der medizinischen Versorgung in Gaza an Zynismus kaum zu überbieten. Die Repräsentanten der viertgrößten Industrienation der Welt sollten sich nicht dermaßen kleinkariert und empathielos verhalten. Verursacht im Ausland nur Kopfschütteln.

    • @Sam Spade:

      Was machen eigentlich die Golfmonarchien als die reichsten Staaten der Welt, um den Kindern ihrer angeblich doch so geliebten Brüdern und Schwestern in Gaza zu helfen?

      Ich persönlich denke ja auch, dass Deutschland diesen Kindern helfen sollte. Aber warum Deutschland mehr als andere?

      • @Suryo:

        Auch Ihnen sei and Herz gelegt, doch einfach einmal zu googlen, welche Staaten die meisten medizinischen Evakuierungen aus Gaza ermöglicht haben. Kleiner Tipp: auf Platz 1 sind die VAE.

    • @Sam Spade:

      Ich weiß nicht, ob Ironie hier weiterhilft.

      Die Gefährder wären nicht die Kinder, sondern die Eltern.

      Die Erwartung, dass als erstes die Oberen der Hamas ihre Kinder ins Ausland schicken wollen, ist nicht völlig absurd.

      Bereits die Aufnahme der afghanischen Ortskräfte wurde wohl gestoppt, wie vereinzelt zu entnehmen war, weil die auswählende Institution statt Ortskräfte Islamisten auf die Liste setzte.

      Offenbar fällt es dem deutschen Staat schwer, eine Auswahl zu treffen.

      Vielleicht ist da Norwegen besser.

      Würde unter den Eltern der schwerkranken Kinder ein Aktiver des 7.10. sein, wäre der Imageschaden beträchtlich.

      Nur müsste man meinen, eine deutsche Regierung müsste so eine Auswahl stämmen können.

  • „Es ist ein wichtiges Signal, dass Hamburg bereit ist, verletzte Kinder aus dem Gaza­streifen aufzunehmen und medizinische Hilfe zu leisten“.

    Was für ekliges Politiker-Geschwätz! Was soll denn das für ein 'Signal' sein?!?! Das ist ganz schlichte, einfache medizinische Hilfe für Kinder, die sonst halt sterben werden. Kinder, die nichts dafür können, dass ihre dummen Eltern - oder Onkel, Tanten... - einen Krieg gegen den Nachbarn seit Jahren provoziert und dann mit aller Gewalt vom Zaun gebrochen haben.

  • "Zu klären sei auch, wer die Behandlungskosten übernimmt. Im Falle der ukrainischen Kriegsverletzten sei das bislang der Bund gewesen."

    Wenn Hamburg aufnehmen will, bezahlt doch Hamburg.

    Humansein auf Kosten anderer klingt seltsam.

    • @rero:

      Bereits im letzten Jahr hatten sich rund 40 Einrichtungen bereit erklärt, Kinder aus Gaza in Deutschland zu behandeln und die Kosten dafür zu übernehmen. Auch damals scheiterte dies an der Regierung. Resultat: mehrere Kinder welche die Einrichtungen evakuieren wollten sind gestorben. www.tagesschau.de/...stuetzung-100.html



      Und zu ihrer Antwort an Sam Spade Zitat: "Die Erwartung, dass als erstes die Oberen der Hamas ihre Kinder ins Ausland schicken wollen, ist nicht völlig absurd." Die WHO hat Listen von akut gefährdeten Patienten, danach kann man gehen, UNICEF und Save the Children genauso. Und andere Länder bekommen es ja wohl auch hin zu überprüfen ob die Begleitperson Hamasmitglied ist oder nicht. Mal abgesehen davon, dass ihre Aussage bedeutet, das man Kinder dafür bestrafen soll bzw. ihnen Hilfe verweigert, wegen etwas das ihre Eltern tun oder getan haben.



      Und wenn der Staat oder eine Stadt human ist, dann geschieht das immer auf Kosten anderer... nämlich der Steuerzahler.

      • @Momo Bar:

        Wenn eine Stadt auf Kosten der eigenen Steuerzahler human ist, ist das doch genau so, wie es sein soll.

        Dafür wählt man ja ggf. eine Regierung.

        Meine Aussage bedeutet nicht, dass irgendwelche Kinder bestraft werden.

        Es gibt nur ein begrenztes Kontingent, in das nicht jeder reinkommt.

        Mir ist lieber, darin befinden sich die Kinder unterprivilegierter Palästinenser.

        Die Hamas-Oberen haben sicherlich die Möglichkeit, ihre Kinder in Katar oder der Türkei behandeln zu lassen.

        Ich halte es auch für machbar zu überprüfen, wer die Kinder begleitet.

        Zwar hatte der deutsche Staat ja schon in Afghanistan damit Probleme.

        Solche Probleme könnte man aber gelöst kriegen., richtig.

    • @rero:

      "Kindern das Leben retten auf Kosten anderer klingt komisch."



      Mich schauderts bei solchen Sätzen.

      • @Schleicher:

        Ganz schlechter Stil von Ihnen, rero ein falsches Zitat unterjubeln zu wollen.



        Sie mögen das so interpretieren, das wäre zu diskutieren, aber so, wie Sie das tun, ist es schlicht unredlich.

      • @Schleicher:

        Der Satz ist nicht von mir, sondern von Ihnen.

        Vorgetäuschte Humanität, die man betreibt, solange sie nichts kostet, ist für mich leider kein Wert, sondern Heuchelei.

        Eine so reiche Stadt wie Hamburg dürfte sich wohl Humanität leisten können, ohne zu feilschen.

        Finden Sie nicht?

        • @rero:

          Und vorgetäuscht stammt von Ihnen.

          • @Barnie:

            Nehmen Sie Humanität ernst, die man sich von anderen bezahlen lassen will?

  • Staatsministerin Güler ist ja ein " richtiges Herzchen":



    "Diese Idee ist nett für den Wahlkampf oder um damit punkten zu wollen, den Menschen selbst hilft sie aber nicht", sagte Staatsministerin Serap Güler (CDU)".



    Warum soll diese menschliche Geste den Kindern nicht helfen?



    Hat die Regierung etwa Angst vor den die Kinder begleitenden Müttern? Haben die etwa Bomben im Gepäck?



    Wieso schafft die Bundesrepublik nicht, was Italien und Spanien offensichtlich stemmen?