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AfD-Regierungsprogramm in Sachsen-AnhaltAngriff auf den Sport

Die AfD fordert von Sportvereinen für staatliche Förderung ein „glaubhaftes“ Patriotismusbekenntnis. Willkür sind Tür und Tor geöffnet.

Erstaunlicherweise ist es ein völlig unterbelichtetes Szenario. Aber sollte die AfD bei der Landtagswahl am 6. September in Sachsen-Anhalt die absolute Mehrheit der Stimmen erhalten, stehen auch dem organisierten Sport extrem freiheitsbeschneidende Veränderungen bevor. Das ist dem AfD-Regierungsprogramm zu entnehmen.

Im Juli hat der Landessportbund Sachsen-Anhalt bereits allen im Landtag vertretenen Parteien vertiefende Nachfragen zu deren Plänen gestellt und die Antworten im Internet veröffentlicht. Fast schon ungläubig ist die Hauptfrage an die AfD formuliert: „Gilt dieser Ansatz auch für Sportvereine- und verbände?“ Gemeint war folgende, eigentlich recht unmissverständliche Passage im AfD-Wahlprogramm: „Wir werden deshalb als Landesregierung dafür sorgen, dass jeder Verein, der entweder institutionell oder projektbezogen mit Steuergeld gefördert werden will, ein glaubhaftes Bekenntnis zur demokratischen Ordnung und zu einer patriotischen Grundhaltung ablegen muss.“

Die Antwort der AfD fällt erwartungsgemäß eindeutig aus: „Wer staatliche Förderung in Anspruch nimmt, muss die verfassungsmäßige Ordnung anerkennen und sich zur Identität unseres Gemeinwesens bekennen.“ Bislang wurde diese Ankündigung stets im Kontext politisch und kulturell aktiver Vereine problematisiert – als die Einführung eines nicht näher definierten Instruments, um missliebigen Vereinigungen Finanzierungsquellen zu nehmen. Auf die Frage, wer einen Entzug von staatlicher Förderung fürchten müsse, fiel Hans-Thomas Tillschneider, dem kulturpolitische Sprecher der AfD, der als entscheidender Kopf hinter dem Regierungsprogramm gilt, in einem Podcast mit der Funke-Digitalchefin Melanie Amann als Erstes prompt der Verein Miteinander e.V. ein. Das „Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit“ wird von der AfD als „linksextremistisch“ wahrgenommen.

Freilich bekennt sich die AfD schon lange zu dem Vorhaben, den Sport zu „entpolitisieren“ Die zahlreichen Initiativen für Diversität und gegen Rassismus im Sport sind der Partei ein Dorn im Auge. Bei potenziell besonders Betroffenen in Sachsen-Anhalt ist die Sorge vor der Zeit nach dem 6. September groß. Ein Sportverein erklärte gegenüber der taz, wegen des AfD-Regierungsprogramms Rücklagen gebildet zu haben, um mögliche Förderkürzungen zu überstehen. Dies war mit der Bitte verbunden, den Vereinsnamen nicht zu nennen.

Im Widerspruch zu Werten im Sport

Ein Bekenntnis zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung würde man ja noch abgeben, sollte das Fördervoraussetzung sein, sagt Silvio Klawonn, Ehrenvorsitzender des Kampfsportvereins KSG Zeitz. Aber selbst das halte man für überflüssig. Im Jahr 2025 wurde die KSG Zeitz beim Wettbewerb der deutschen Sportjugend „(M)ein Verein gegen Rassismus“ mit dem fünften Platz ausgezeichnet. Eine „Demokratie- und Patriotismuserklärung“, wie die AfD sie vorsieht, findet Klawonn dagegen bedenklich.

„Im Hinblick auf den ‚Patriotismus-Begriff‘ werden wir abwarten, was die Partei konkret damit meint. Sollte dieser ‚völkisch-nationalistisch‘ aufgeladen sein, werden wir dies ablehnen. Dies steht im Widerspruch zu unseren Werten im Verein und im Sport, aber auch zu wesentlichen Prinzipien der freiheitlich demokratischen Grundordnung.“ Die AfD gebe vor, den Sport entpolitisieren zu wollen, würde mit der Maßnahme aber genau das Gegenteil bewirken.

Auch der SV Halle e.V., der zweitgrößte Sportverein in Sachsen-Anhalt, äußert große Bedenken. Kritisch sehe man es, wenn „die Gewährung öffentlicher Fördermittel von Begriffen wie der ‚Identität unseres Gemeinwesens‘ oder den ‚tragenden Grundlagen unserer Kulturnation‘ abhängig gemacht werden soll. Hier bleibt für uns offen, was darunter konkret zu verstehen ist, wer darüber entscheidet und anhand welcher objektiven Kriterien mögliche Verstöße festgestellt werden sollen.“ Und auf ein weiteres Problem weist der SV Halle hin: „Wenn Vereine befürchten müssen, aufgrund nicht eindeutig definierter gesellschaftspolitischer Kriterien Fördermittel zu verlieren, schafft das Unsicherheit und kann ihre politische und weltanschauliche Unabhängigkeit beeinträchtigen.“

Möglicherweise hat sich diese Unsicherheit schon breitgemacht. Der Männerfußball-Zweitligist 1. FC Magdeburg, der im Jugendsport von Fördergeldern profitieren kann, will sich zur Anfrage der taz nach der eigenen Betroffenheit und Haltung nicht äußern: „Der 1. FC Magdeburg ist politisch unabhängig und gibt grundsätzlich keine Bewertungen zu parteipolitischen Programmen ab.“ Als Verein konzentriere man sich auf seine gesellschaftlichen und sozialen Aufgaben.

Befeuerung von Argwohn

Ähnlich äußert sich der SC Magdeburg e.V.. „Hypothetische künftige Förderbedingungen“ und ein „bislang nicht näher bestimmtes Bekenntnis“ wolle man nicht bewerten. Sollte unter einer AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt dieses nicht näher bestimmte „glaubhafte Bekenntnis“ zum Patriotismus als Fördervoraussetzung eingeführt werden, würden zudem absehbar innerhalb der Vereine Spannungen entstehen. Das gesellschaftspolitische Engagement von einigen Vereinsmitgliedern könnte den Argwohn von anderen befeuern, die sich um das Vereinsbudget sorgen. Auch das dürfte ein Grund sein, weshalb dieser politische Angriff auf die Autonomie des Sports völlig unter dem Radar bleibt und sich Vereine mit klaren Stellungnahmen zurückhalten.

Die AfD selbst hat offenbar kein Interesse daran, das „glaubhafte Bekenntnis“ näher zu bestimmen. Zwei Anfragen der taz dazu ließ Matthias Büttner, der Vorsitzende des parlamentarischen Ausschusses für Inneres und Sport im Landtag von Sachsen-Anhalt, unbeantwortet. Auch die AfD-Antwort auf die Anfrage des Landessportbunds Sachsen-Anhalt hilft wenig weiter. Der LSB schreibt der taz, es fehle grundsätzlich in der AfD-Stellungnahme an einer klaren Definition und Konkretisierung zentraler Begriffe aus dem Wahlprogramm.

Ein Patriotismus-Bekenntnis, an das die Vergabe von Fördergeldern geknüpft wird, lehnt der LSB ab. „Unsere Standortpolitik und sportlichen Erfolge stehen für Lokalpatriotismus im besten Sinne des Wortes. Ein weiteres, gesondertes politisches Bekenntnis einzufordern, ist vor diesem Hintergrund nicht mit den Werten des Sports vereinbar.“ Der organisierte Sport in Sachsen-Anhalt stehe für die freiheitlich-demokratische Grundordnung. Dazu gehöre gelebte Vielfalt, diskriminierungsfreie Teilhabe und die Stärkung demokratischer Strukturen.

Der LSB habe der AfD die Frage nach dem Bekenntnis gestellt, weil man auch als Institution „unmittelbar in den Adressatenkreis dieser Aussage aus dem AfD-Wahlprogramm“ fallen würde. Weder dem LSB noch den Sportvereinen wurden die Befürchtungen genommen. Die Vermutung liegt nahe, dass sie bewusst in einem Klima der Unsicherheit gehalten werden, das vorauseilenden Gehorsam begünstigt.

Eine Gefahr für die Autonomie des Sports

Die konkreteren sportpolitischen Forderungen der AfD bereiten dem LSB ebenso Sorgen. Wie die vorgesehene Beitragsfreiheit in den Sportvereinen für Kinder unter 18 Jahren finanziert werden soll, bliebe völlig unklar. Immerhin würden sich die Kosten dafür im zweistelligen Millionenbereich bewegen. Auch vier Stunden Schulsport seien aufgrund der personellen und finanziellen Engpässe im Haushalt kaum umsetzbar.

Und der Plan der AfD, die Inklusion von Menschen mit Behinderung zu bremsen, weil sie sich gegen die bislang „ideologisch motivierte Vereinheitlichung“ ausspricht, weist der Landessportbund genauso zurück: „Ansätze, die per se auf Separierung setzen lehnen wir ab – sie widersprechen dem Verständnis von Teilhabe, das wir in Satzung und Positionspapier verankert haben.“

Öffentlich hat sich der LSB Sachsen-Anhalt bislang kaum vernehmbar so kritisch zum Regierungsprogramm der AfD geäußert. Vielleicht wollte man den Eindruck der parteipolitischen Neutralität wahren – trotz aller extremistischen Umgestaltungspläne. Mit dem herannahenden Wahltermin scheint das Bewusstsein zu wachsen, wie viel auch für die Autonomie des Sports und sein zivilgesellschaftliches Engagement auf dem Spiel steht.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

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36 Kommentare

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  • Gerhard Krause

    Das dürfte im Zweifelsfall mit dem Gleichbehandlungsrecht nicht vereinbar sein. Aus meiner Sicht ist das wahrscheinliche Szenario, dass die Förderung ganz oder teilweise eingestellt wird. Soweit die Förderung teilweise aufrecht erhalten bleibt, dann werden wohl die Förderrichtlinien auf Sportarten undoder Zeiträume angepasst, sodass die Förderung aus der Sicht der 🤡fD die "Richtigen" erreicht.

  • Ruhig bleiben

    Auf der einen Seite wollen sie den Sport "entpolitisieren", auf der anderen Seite eiine patriotische Grundhaltung"(was auch immer das sein soll). Ja was denn nun?

  • Ricky-13

    taz: ***Passage im AfD-Wahlprogramm: "[...] mit Steuergeld gefördert werden will, ein glaubhaftes Bekenntnis zur demokratischen Ordnung [...] ablegen muss.“***

    War da nicht irgendetwas mit der 'AfD, ihrem Demokratieverständnis und der Beobachtung durch den Verfassungsschutz'?

  • Il_Leopardo

    Alle, die so furchtbar rückwärtsgewandt sind, wie beispielsweise die AfD-Wähler, sollten sich mal die folgende Rede des kürzlich verstorbenen norwegischen Königs zu Gemüte führen:

    Bei einem Gartenfest zu seinem 25. Thronjubiläum erklärte er, was Norwegen und die Norweger ausmacht:



    "Norweger seien Mädchen, die Mädchen lieben, Jungen, die Jungen lieben, und Mädchen und Jungen, die einander lieben; sie glaubten an Gott, Allah, das Universum und an nichts. Er selbst sei ein Enkel von Einwanderern, sagte er, seine Großeltern kamen vor 110 Jahren aus Dänemark und England. König zu sein hieß für ihn, König für wirklich alle Norweger zu sein."

    Ich denke, klarer kann man es nicht sagen.

  • Michael Krauss

    Interessant, dass ein Verein, der selber nicht so wirklich auf Basis der demokratischen Grundordnung steht, die Einhaltung derselben fordert. Da möchte man doch glatt die Parteienfinanzierung einschränken.



    FroschFrommFröhlichFrei stand bis in meine Jugend (70er) über der zentralen Sportstätte (wie selbstverständlich „Jahnplatz“ genannt). Nationale Konnotation inklusive, quasi tradiert; und öffentlich unwidersprochen. Irgendwann hat man das Stadion sich selbst überlassen, und einfach ein neues gebaut, ohne die Altlasten. Ich bin mir sicher, auch die Ideologen der AfD (oder des BSW ) werden auf ähnliche Weise in Vergessenheit geraten. Weil sie es einfach keinerlei Wert aufweisen, an dem man sich positiv erinnern könnte.

    • Perkele

      @Michael Krauss:

      Da bin ich mir keineswegs sicher und so zuversichtlich, dass die AgD und das BSW die Ideologien so einfach wegwerfen. Vor allem die Faschos werden das erheblich verstärken sobald sie an der Macht sind.

  • Pico

    Ich glaube und meine, dass die Wählerschaft jene mit ihre Stimme belohnen wird, die erfolgreiche Politik macht und umsetzt. Und jene bestrafen wird, die wenig erfolgreich was umsetzt. Insofern mache ich mir überhaupt keine Sorgen. Es gibt AfD Bürgermeister die z.B. gebührenfreie KiTa-Plätze versprachen und nach 6 Monaten eine Erhöhung von 60€ im Monat beschließen mussten. Glaube kaum, dass die Wählerschaft darüber jubelt. Insofern, kommt nix, kommt Zeit und dann die Abwahl.

  • Alex_der_Wunderer

    Das is so mega goil, wie die AfD ler sich zum Affen machen.



    Wir hatten letzt Woche in der Firma Geschäftsfreunde zum Anti - AfD Empfang geladen, voll die Gaudi.



    Wer sonst im kam, nur diesmal nicht - steht erstmal auf der blauen Liste. Da wird bei zukünftigen, irgendwelchen Entgegenkommen erstmal noch etwas nachjustiert. Ich liebe ja die Auseinandersetzung und nehme gerne die Herausforderung mit den blauen Jüngelchen an. Eine Freude wird dat...

  • Captain Hornblower

    Egal wo und auf welcher Ebene, die meisten wissen noch gar nicht was da auf Sie zu kommt oder können es sich nicht wirklich vorstellen.



    Der Osten wird sich noch wundern. Aber auch der Westen sollte sich nicht zu sicher sein.



    Mal sehen was die Kommunalwahlen in NDS so bringen.



    Meine Befürchtung, es wird in den kommenden Jahren noch schlimmer werden. In Ost wie West. Ich bin mittlerweile froh das ich



    dem Lebensende näher bin.

    • Fairchild670

      @Captain Hornblower:

      Spoiler alert: Auch Sie wissen nicht, ob das Abendland mit der AfD untergeht. Abwarten. Tee trinken. Genießen. Die werden schon gepflegt scheitern.

      Trump I hat auch nichts hinbekommen - außer dass die Democrats sich eingeredet haben, allein mit anti-Trump Haltung und aufgesetzter Diversität könnte man irgendwas reißen.

      • Captain Hornblower

        @Fairchild670:

        Tja unsere Rechten sind da gründlicher.



        Sie sind 1982 geboren, kennen wahrscheinlich



        eine Menge Zeitzeugen nicht mehr.



        Ich durfte gerade in der Zeit als sie geboren wurden



        eine Menge davon kennenlernen. Ich war da in meinen 20zigen.



        Und nach dem was ich damals so gelernt habe und mit dem Wissen von heute werden wir uns noch umgucken



        wenn die AfD an die Macht kommt.



        Schon mal genau hingeschaut wer die AfD so alles unterstützt, wo kommen wohl die ganzen Geldmittel her?



        Man sollte da nicht immer nur auf die erste Reihe schauen



        sondern auch mal mehr auf das was da im Hintergrund passiert.



        Und Trump hat schon mehr Schaden angerichtet als uns lieb sein kann, man muss da nur genauer hinschauen.



        Die schwache Wirtschaft begünstigt gerade die Rechten und auch das gerade bei uns.



        Hören sie mal den Funktionären der AfD genau zu vor allen dann wenn sie unter sich sind.



        Gibt da auf YOUTUBE ein paar schöne Beispiele, gerade



        auch was die 2. Reihe betrifft.



        Wir sollten uns nicht zu sicher sein.

        • Fairchild670

          @Captain Hornblower:

          Das ist mal wieder die klassische Boomer-Arroganz. Klar, Leute mit 44 Jahren kann man natürlich nicht für voll nehmen...

          Glauben Sie mir, ich hab genügend von meinen Vorgenerationen mitbekommen, sei es direkt oder indirekt. Und Ihrer kann ich viel Gutes attestieren, aber mitnichten einen nüchternen Blick auf Deutschland (sowie alles, was mit Militär oder Atom zu tun hat). Tatsächlich würde ich behaupten, diesbezüglich genau in der richtigen Zeit geboren zu sein. Deutschland heute ist weder Deutschland 1933 noch 1982.

          • Captain Hornblower

            @Fairchild670:

            Wo habe ich geschrieben das man die Leute nicht für voll nehmen kann. Aber Hauptsache erst mal die Boomer diskreditieren.



            Es geht übrigens nicht um die Zeit 1933, da war es schon zu spät. Die Endzwanziger sind entscheidend gewesen.

      • warum_denkt_keiner_nach?

        @Fairchild670:

        So haben 1933 viele gedacht. Wir wissen, wie das Scheitern dann aussah.

    • Alex_der_Wunderer

      @Captain Hornblower:

      @ Captian Hornblower



      Ach was, dat wird noch richtig spannend.



      Ich empfehle Ihnen sich die Sendung 28 Minuten auf Arte anzusehen, voll interessant wie die Franzosen mit ihren



      " blauen Jungs " umgehen, die kriegen so eins auf die Eier. Da ist Fortpflanzung für immer ausgeschlossen.

      • Il_Leopardo

        @Alex_der_Wunderer:

        Welche Sendung ist das?

        • Alex_der_Wunderer

          @Il_Leopardo:

          @ II_Leopardo



          Die Sendung heißt " 28 Minuten " wird auf Arte mit Untertitel gesendet. Der Blick der Franzosen und die Informationen dort, die Sie hier vergeblich von unseren öffentlich rechtlichen Sender erwarten dürfen, bekommt man dort ganz gut.

    • Il_Leopardo

      @Captain Hornblower:

      "Wenn du lange genug am Fluss sitzt, siehst du irgendwann die Leiche deines Feindes vorbeischwimmen." (China)

      Bleiben Sie also noch ein wenig!

      • Captain Hornblower

        @Il_Leopardo:

        Ich würde ja gerne, meine Gesundheit sagt mir was anderes. Ich nehme aber jeden tag länger dankend mit.

  • teek

    „Wer staatliche Förderung in Anspruch nimmt, muss die verfassungsmäßige Ordnung anerkennen und sich zur Identität unseres Gemeinwesens bekennen.“

    Die Identität müsste man noch besser umschreiben. Aber ansonsten doch OK. Das würde auf jeden die AFD von solchen Finanzierungen ausschließen

  • axiom

    Und ich fordere von der AfD ein glaubhaftes Patriotismusbekenntnis.



    Nämlich zu dem einzigen deutschen Patriotismus, den es nach 1945 noch geben kann.

    • warum_denkt_keiner_nach?

      @axiom:

      Wie wäre es, ganz auf patriotisches Gesülze zu verzichten?

      • axiom

        @warum_denkt_keiner_nach?:

        Nur für die, die es brauchen.. :-)

      • Il_Leopardo

        @warum_denkt_keiner_nach?:

        "Gesülze" finde ich gut!

      • Saile

        @warum_denkt_keiner_nach?:

        Patriotismus kann doch auch was schönes und richtiges sein.

        • BluesBrothers

          @Saile:

          Ist der Siamesische Zwillig von Nationalismus, daran ist gar nichts schön.

        • warum_denkt_keiner_nach?

          @Saile:

          Wenn man für so was empfänglich ist 😉

          Meine Erfahrung ist, dass es besser ist, zu gehen, wenn die Stunde der Patrioten schlägt.

          • Il_Leopardo

            @warum_denkt_keiner_nach?:

            In Deutschland wählte der Patriotismus die aggressive Form. Die Liebe zum Heimischen kleidete sich in den Haß gegen Fremdes.



            Walther Rathenau (1867 - 1922 (ermordet)), deutscher demokratischer Politiker, Schriftsteller, Industrieller und Reichsaußenminister 1922

  • economista

    Aus solchen scheinbaren Nebensächlichkeiten, wie patriotischen Sportvereinen, wird klar, was für Dumpfmeier sich in der AfD engagieren.

  • Axel Schäfer

    ".... ein glaubhaftes Bekenntnis zur demokratischen Ordnung und zu einer patriotischen Grundhaltung ...."



    Das mit dem ersten Teil ist ja jetzt eine Forderung, die der gesichert rechtsextremistische Verein AgD jetzt selbst nicht erfüllen kann.



    Man muss jetzt mal die Begriffsdefinition "demokratisch" gemäß unserer Verfassung etablieren. Der Gedanke der AgD kann da ja nur in Richtung "Deutsche Demokratische Republik" oder "Demokratische Volksrepublik Korea".

  • Il_Leopardo

    Da läuft es mir schon wieder kalt den Rücken runter!



    Ist das wieder so eine Idee der AfD, die das Land vorwärtsbringen soll? Aber vielleicht geht es der AfD auch gar nicht ums "Vorwärtsbringen". Ich habe vielmehr den Eindruck, dass diese Partei ein Interesse daran hat, dass es dem Land schlecht geht und alle sich elend fühlen. Zufriedene Wähler wählen nämlich nicht rechts-popolistisch.

    • Captain Hornblower

      @Il_Leopardo:

      Ich habe da meine eigene These.



      Hört sich vielleicht ein wenig nach Verschwörung an



      aber wenn ich alles was ich so die letzten Jahre gesehen, gelesen und gehört habe komme ich zu dem Schluss das die



      AfD mit ihren Finanziers ein neues Feudalsystem wollen.



      Egal wann man die AfDler fragt es gibt keine schlüssigen



      Wirtschaftskonzepte. Keiner sagt was für wen wirklich besser wird. Einzig Migranten taugen als Sündenböcke und



      werden bei der kleinsten Gelegenheit nach vorne



      geschoben.



      Wenn man mal der 2. Reihe der AfDlern so zuhört fragt man



      sich in welcher Welt die Leben möchten?



      Dazu meine Überlegung.



      Eine reiche Oberschicht.



      Eine ausführende Ordnungsmacht (AfD)



      Und ein Volk was zu kuschen hat.



      Kommt einem das bekannt vor?



      Man muss sich mal weltweit die Strömungen von rechtem Gedankengut anschauen.



      Gerade solche Typen wie Curtis Yarvin und Steve Bannon.



      Gerade letzterer ist vor Jahren durch die Welt gereist und hat den Samen ausgelegt und die schon vorhandenen Pflänzchen gegossen. Mit freundlicher Unterstützung einiger



      Milliardäre.

  • amigo

    Das Erpressen von Sportvereinen mit einem „glaubhaften Patriotismusbekenntnis“ als Bedingung für Fördergelder ist kein Kollateralschaden, sondern faschistische Methode mit Ansage. Hier offenbart die vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestufte AfD Sachsen-Anhalt ihr wahres, autoritäres Gesicht.



    ​Es geht nicht um Sportförderung, sondern um die Gleichschaltung der Zivilgesellschaft. Wer die Förderwürdigkeit von ehrenamtlicher Jugendarbeit an staatlich verordnete Wohlverhaltensmuster knüpft, greift die Kernsubstanz einer freien Gesellschaft an. Das ist die schrittweise Vorbereitung eines Totalitarismus, der bis in die Kabinen der Amateurligen hineinregieren will.



    ​Wer den Sport instrumentalisiert, um Kritiker Mundtot zu machen und völkische Ideologie einzutrichtern, zeigt eine tief verachtende Gesinnung gegenüber dem Grundgesetz. Der Sportverein gehört den Menschen, nicht dem Überwachungsstaat der AfD!

  • Perkele

    Und was ist mit politischen Parteien, die unsere Demokratie abschaffen wollen? Bekommen die weiter staatliche Zuschüsse?



    Es wird allerhöchste Zeit, dass diesem Treiben ein Ende gesetzt wird....

  • Mitch Miller

    Da sollte man vielleicht erstmal von den AfDlern eine GLAUBHAFTE Versicherung bekommen, dass sie Deutschland in keiner Weise schaden. Sich also im Kern patriotisch verhalten.

  • Dietmar Rauter

    Da erleben wir, wie machtbesoffen und durchgeknallt diese AfD-Typen (zum Glück!) tatsächlich sind. Mit diesen Sprüchen, mit der sie ein vermeintlich nationales Interesse (wen interessiert das, ich vermute, die meisten, die eher mit den anderen Parteien und ihrem leeren Populismus fremdeln, eher nicht) vorgeben, setzen sie eine autoritäre Tradition der SED fort, für eben die Älteren noch einmal ein vom Regen über ein vermeintlich demokratisches Tröpfeln in eine totalitäre Traufe. Unter Hitler sind als Antwort auf eine kapitalistische Wirtschaftskrise (die immer Politiker ratlos macht) besonders viele Mittelständler übergelaufen. Hier sehe ich in den teils als Schläger auftretenden AfD-Kämpfern immer noch eine aufmüpfige Minderheit, deren 'Erfolg' sich aus der Ratlosigkeit (und teilweise Überheblichkeit und in der Krisenbewältigung überforderter) politischen Parteien speist. Die Crux dabei: Das Problem sind ja nicht die Rechten, sondern die ökonomischen Entwicklungen, bei denen nicht die Interessen der Menschen -demokratisch wahrzunehmen- im Vordergrund stehen, sonder die Profitinteressen Weniger, die glauben, davon profitieren zu 'müssen' und letztlich scheitern wer sagt es ihnen ?