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Förderung neuer Gaskraftwerke Saurer Apfel

Bernward Janzing

Kommentar von

Bernward Janzing

Wer elektrische Sicherheit gewährleisten will, kommt an fossilen Kraftwerken nicht vorbei. Der Stromverbrauch ist von den Netzen nicht zu schaffen.

N atürlich ist die aktuelle Entscheidung bitter, wenn man die Energiewirtschaft zügig auf Klimaneutralität umrüsten will: Da werden nun fossil betriebene Kraftwerke gefördert und sie werden laut Ausschreibungsbedingungen noch bis mindestens 2046 in Betrieb sein. Dass die Anlagen ab 2045 klimaneutral, also ohne Ausstoß von CO2 laufen sollen, ist bei der ganzen Geschichte nur ein schwacher Trost.

Trotzdem muss man, so schwer es fällt, konstatieren: Willkommen in der Realität! In der industriellen Produktion, im Wärmemarkt und im Verkehr soll das gesamte Leben mit großem Pomp elektrifiziert werden – und plötzlich stellt man fest, dass der viele Strom gar nicht in der gewünschten Stetigkeit verfügbar ist. Sei es, weil Wind und Sonne gerade schwächeln, oder sei es, weil der Strom grundsätzlich zwar irgendwo vorhanden ist, aber wegen fehlender Netze nicht dort ankommt, wo der Kunde ihn braucht.

In der gesellschaftlichen Debatte sind nun einfache Lösungen gemeinhin schnell gefunden: Dann muss man eben die Netze ausbauen. Und man muss mehr Speicher bauen. Alles richtig. Doch mit dem projektierten Anstieg des Stromverbrauchs werden die Netze in den kommenden Jahren beim besten Willen nicht mithalten können. Der Bau von Infrastruktur dauert eben in einem dicht besiedelten Land. Und die Speicher? Die wirken netztechnisch allzu oft wie schlichte Verbraucher und scheitern somit ebenso am fehlenden Netzanschluss.

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Die taz ist eine unabhängige, linke und meinungsstarke Tageszeitung. In unseren Kommentaren, Essays und Debattentexten streiten wir seit der Gründung der taz im Jahr 1979. Oft können und wollen wir uns nicht auf eine Meinung einigen. Deshalb finden sich hier teils komplett gegenläufige Positionen – allesamt Teil des sehr breiten linken Meinungsspektrums.

So bleiben aus rein physikalisch-technischer Sicht für die kommenden Jahre nur zwei Optionen. Entweder man baut steuerbare Kraftwerke, die einspringen, wenn die erneuerbaren Energien nicht ausreichen. Oder aber es müssen sich zumindest größere Stromverbraucher damit abfinden, dass die gewünschte elektrische Leistung nicht jederzeit gesichert ist. Es ist eine Frage der Ehrlichkeit: Wer gegen fossile Kraftwerke ist – und dagegen zu sein, dafür gibt es gute Gründe –, muss sich aber auch fragen lassen, welche Einschränkungen er dafür zu tragen bereit ist.

Bernward Janzing

Bernward Janzing

Fachjournalist mit Schwerpunkt Energie und Umwelt seit 30 Jahren. Naturwissenschaftler - daher ein Freund sachlicher Analysen.
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32 Kommentare

  • Land of plenty

    Dann muss der Stromverbrauch runter!



    Emissionen müssen reduziert werden. Die Erderhitzung diskutiert nicht über 40 oder 50° C und auch nicht über Sturmfluten.



    Man kann der Erderhitzung auch keine 10€ oder $ geben, damit sie lieb und brav wird.



    Erdgas ist mit allen Varianten ganz übler Dreck und muss sofort beendet werden!

  • stephan berger

    Natürlich hat der Autor recht, dass wir den steigenden Energiebedarf bei der Kraftwerksplanung berücksichtigen müssen. Aber genauso beherzt wie Frau Reiche die fossilen Dinosaurier unterstützt müssen auch die anderen Themen vorangetrieben werden. Ein wichtiges Instrument für das angesprochene Thema der Netzdienlichkeit ist der smart Meter Ausbau inkl steuerung und - ja warum kriegt das keiner hin - bidirektionalem Laden: Damit könnten die Energieverbraucher der Zukunft gleichzeitig die Stromnetze stabilisieren. Daran würde aber der Stromkunde Geld verdienen und nicht die Strom- und Gaslobby! Pfui Frau Reiche...

  • Donald Duck

    Hier noch ein weiterer Vorschlag (abgeleitet aus dem Mittelalter), um den Einsatz fossiler Kraftwerke deutlich zu reduzieren. Deren Einsatz wird ja überwiegend Im Winterhalbjahr notwendig sein.

    In den Monaten Mai bis September wird die Arbeitszeit verlängert, evtl. wird standardmäßig in 2 Schichten gearbeitet. Im Gegenzug wird die Arbeitszeit in den Monaten November bis Februar deutlich reduziert.

    Die Ausfallzeiten durch Frühjahrs-, Sommer- und Herbstferien werden ebenfalls in die Monate November bis Februar verlegt.

    In der neuen alten Welt wird wieder dann produziert, wenn das Wetter gut ist, also viel Energie günstig zur Verfügung steht und wenig gearbeitet, wenn es Dunkel ist und Energie knapp.

    Natürlich würde dann zu Hause mehr Strom verbraucht werden. Gegenüber dem Betrieb von Industriemaschinen, Schmelzöfen und Induktionsanlagen ist der Strombedarf allerdings geringer, da zu Hause zunehmend stromsparende LED-Lampen eingesetzt werden. Wenn dann noch Bürger in diesen Monaten Deutschland verlassen, würde der Energiebedarf näher an die Bereitstellung durch die Natur ranrücken. Grüner geht es nicht.

  • Donald Duck

    Die Netze berücksichtigen mögliche Spitzenströme, damit sie nicht "durchbrennen". Hauptproblem ist hier der Solarstrom, wenn tausende Anlagen gleichzeitig Höchststrom einspeisen. Diesen gibt es nur im Sommerhalbjahr zur Mittagszeit. Weder in der Nacht, noch im Winter. In der Summe sind es nur einige hundert Stunden im Jahr.



    In 85% der Zeit wird die vorgehaltene Netzkapazität gar nicht benötigt.

    Die erforderlichen Investitionskosten in das Netz können gesenkt werden und die zeitliche Nutzung des Solarstroms sowie der techischen Anlagen erheblich gestreckt werden, wenn die Solaranlagenbetreiber nur noch ein 1/3 oder 1/4 ihrer Maximalen Leistung einspeisen dürfen. Den Überschuß müssen sie In Batterien auf ihrem Gelände speichern und vorzugsweise am Abend und am frühen Morgen einspeisen.

    Dann können an vorhandene Stromsysteme 3 oder 4x so viele Solaranlagen angeschlossen werden. Für die Batterien werden keine extra Stromanschlüsse benötigt. Die zugebauten Kabel werden nicht nur in 15% der Zeit genutzt, sondern in 45 oder gar 60% der Zeit. Die Nutzung fossiler Kraftwerke am Abend und am Morgen würde verringert. Strompreisspitzen würden abgeflacht und negative Preise vermieden.

    • Offebacher

      @Donald Duck:

      Eigentlich eine gute Idee, aber die notwendigen Batterien kosten (noch) viel Geld und würden den Solarstrom verteuern. Das will man umweltpolitischen Gründen nicht. Egal wie man es dreht: die Sonne scheint nun mal nur am Tag, im Sommer länger und höher überm Horizont, im Winter kürzer und niedriger überm Horizont. Und Wolken, Regen etc... lassen auch die Solarstromausbeute sinken.



      Daran scheitert momentan auch die eigentlich sinnvolle Idee, Sonnenstrom für die Gewinnung von Wasserstoff per Elektrolyse zu nutzen. Eine solche Anlage rentiert sich beim heutigen Stand der Technik nur, wenn die Anlage im Dauerbetrieb durchläuft, und nicht, wenn sie im Sommer nur zwei oder drei Stunden am Tag und im Winter gar nicht läuft. Vielleicht entwickelt jemand günstigere Speichermedien, die sich auch bei selteneren Nutzungen rentieren und dazu noch dezentral installierbar sind.

      • Klausma

        @Offebacher:

        Ihr Wissenstand ist leider veraltert. Batterien sind deutlich günstiger.



        Technisch und wirtschaftlich objektiv besser, nur halt nicht für die grossen Konzerne.

  • meerwind7

    Der Autor nennt vernünftige Gründe, warum "man steuerbare Kraftwerke, die einspringen, wenn die erneuerbaren Energien nicht ausreichen" bauen sollte.

    Er nennt aber kein Grund, warum dies als Folge staatlicher Planwirtschaft erfolgen sollte. Er sagt nicht, warum diese Kraftwerke subventioniert werden sollen, so dass mehr davon gebaut werden, als sie die Wirtschaft für wirtschaftlich hält und und aus eigenem Antrieb betreiben will.

    Kein Wort auch zu den Umlagen, mit denen die Kraftwerke ab 2031 refinanziert werden sollen: Vermutlich wird die prozentuale Kostenlast für Solarstrom höher als für (anderen) Strom aus Erdgas.

    Er schreibt auch, ggf. "müssen sich zumindest größere Stromverbraucher damit abfinden, dass die gewünschte elektrische Leistung nicht jederzeit gesichert ist" - das schlimmst, was passieren würde, wäre aber ein Preisanstieg mit der Folge, dass auf den Bezug eines Teils der "eigentlich" gewünschten Leistung zeitweilig verzichtet würde.

  • Michael Denneborg

    Mein Kommentar war ironisch gemeint…..



    Ich bin ein Befürworter der Energiewende, insbesondere wärmewende mit Geothermie bis 400 m. Tiefe Geothermie sehe Ich sehr skeptisch. Da kenne ich mich auch aus. Ich fände es gut wenn hier in der taz auch mal zahlen zur elektrischen Energiewende genannt würden: wo stehen wir bei Speichern (1%?) und bei Netzen. Das anekdotische (ich bin zu 95 % autark, brauche aber leider trotzdem 1woche im Jahr das Netz) hilft nicht weiter. Auch die Legende: Nutzen der Überschüsse bei Sonne und Wind lassen sich durch Zahlen schnell wiederlegen. Also liebe TAZ, bitte mal Zahlen

  • Klausma

    Technisch und wirtschaftlich wäre es kein Problem, intelligente Speicher in kurzer Zeit zu implementieren. Aber diese dezentrale, privatwirtschaftliche zu stemmende Option wird ausgebremst. Da schreibt sogar die TAZ einen solchen hanbüchenen Artikel, fern jedem technischen Verständnis, dass man merkt, dass Logik und Fakten nicht zählen sondern scheinbar etwas anderes. Ausführen möchte ich dies alles aus Müdigkeit und Enttäuschung nicht.

  • T-Rom

    Es müssen nicht zwingend fossile Kraftwerke sein.



    Kernkraft ist auch eine Option, die zudem noch einen weitaus geringeren CO2 Ausstoss hat.

  • -_JK_-

    Der Artikel hat mit seiner Aussage "dumm gelaufen" zwar recht, ist aber in dieser stark verkürzten Form komplett überflüssig und hätte in der Ausführung auch direkt vom Bundeswirtschaftsministerium geschrieben sein können.



    Gerade den letzten Satz finde ich persönlich besonders bedenklich, da er suggeriert, dass wir alle "unsere Gürtel enger schnallen müssen" während die energiehungrige Industrie weiterhin subventioniert wird und diesen Einsparbedarf so gut wie gar nicht spürt.



    Einzig beim Individualverkehr sehe ich da noch Einsparpotential auf Verbraucherseite. Vielleicht ist das damit gemeint? Falls ja, hätte der Artikel diesen (und auch andere) konstruktiven Vorschläge gerne ansprechen dürfen.

  • Kerp Jürgen

    Um im Bild zu bleiben: Diesen sauren Apfel müssen wir nicht aufessen. Reiches Gesetz wirkt klug – ist es aber nur auf den ersten Blick.



    Batteriespeicher könnten die Zehn-Stunden-Anforderung erfüllen – gemeinsam als Verbund. Das weiß der Gesetzgeber – deshalb verbietet das Gesetz Pooling explizit, laut SPIEGEL eine Regel von RWEs Wunschliste. Wer Pooling verbieten muss, gesteht ein: Die technische Begründung trägt nicht.



    Rechnet man nach: Ein 100-MW-Speicher müsste 800 MWh vorhalten und in drei Stunden nachladen – mit 267 MW Ladeleistung und einem Netzanschluss, fast dreimal so groß wie die Entladeleistung. Kein Kriterium – ein K.-o.-Schlag.



    Die Regel entstand als Auftragsarbeit: EnBW lieferte sie „auf ein Ersuchen des Ministeriums“ – ein Konzern, der selbst Gaskraftwerke baut und das Papier erst nach SPIEGEL-Nachfrage ins Lobbyregister legte.



    Die EU genehmigte die Strategie nur unter der Bedingung der Technologieoffenheit – genau die untergräbt dieses Gesetz. Beschwerden liegen längst in Brüssel.



    Nein, wir müssen keine sauren Äpfel essen. Wir müssen hinsehen, wer das Rezept geschrieben hat – und darauf bestehen, dass die Rechnung nicht bei den Steuerzahlern landet.

    • Klausma

      @Kerp Jürgen:

      Volle Zustimmung, danke für die saubere Einordnung.

    • Axel Berger

      @Kerp Jürgen:

      Zehn Stunden sind extrem wenig und in vielen Fällen zu wenig. Ein normales Kraftwerk oder BHKW kann einmal gestartet mühelos 168 h (eine Woche) oder viel länger laufen. Die Erholungszeit alle zehn Stunden ist schon ein großes Zugeständnis an die Alternativen dazu.



      Eine Dunkelflaute dauert in der Regel nicht lange, aber sie tritt saisonal gehäuft auf. Dazwischen reicht das Angebot zwar, aber große Überschüsse zum Aufladen gibt es keine.

  • mwinkl02

    Das Dunkelflauten überbrückt werden müssen ist im Grunde ein alter Hut. Jeder kann es selbst auf Ernergycharts.de nachvollziehen, dass dies mehrere Wochen im Jahr notwendig ist. Das dies am preiswertesten mit Gas erfolgt welches schrittweise Grün wird ist ebenfalls seit langem unter Fachleuten Konsens. Nur die Umsetzung ist mehr als miserabel.

  • Michael Denneborg

    Und wenn man noch mal ganz genau rechnet reichen balkonkraftwerke und heimspeicher wirklich nicht für die Energiewende? Was sagt Janix?

    • Karl Theurer

      @Michael Denneborg:

      Um Unabhängigkeit von Fossil-Energie zu erreichen, brauchen wir eine so große Solar-Wind-Strom-Erzeugungskapazität, sodass in den Haupterzeugungszeiten von Wind- und Sonnenstrom soviel Strom erzeugt wird, dass aus der Überproduktion (durch Wasserstoff-Produktion) die in sonnen- und wind-armen Zeiten fehlende Energie vorgehalten werden kann.



      Wir brauchen also eine nominal massive Überkapazität. Und ich verstehe nicht, warum man die derzeit regional vorkommende Überproduktion nicht dazu nutzt, Erfahrungen in der Energie-Speicherung zu sammeln, auch wenn es sich derzeit nicht rechnet. Die neuen Gaskraftwerke sind auch nicht kostenlos, eher im Gegenteil bremsen sie den Umbau in eine nicht-fossile Zukunft erheblich und sind zudem auch noch teuer.



      Fraunhofer-ISE-Studie „Kostenoptimale Transformation des deutschen Energiesystems bis 2045“



      Laut dieser Studie belaufen sich die Transformationskosten auf 54 Mrd. € pro Jahr für 25 Jahre.Die CO2-Vermeidungskosten sind niedriger als die Klimafolgenkosten, sodass sich durch die Transformation zu einem klimaneutralen Energiesystem volkswirtschaftliche Kostenvorteile ergeben.



      Mit der Förderung von Gaskraftwerken schaffen wir nur weitere Altlasten!

  • Sonnenhaus

    Aber Herr Janzig, da sind die Industrie und die Investoren schon weiter und setzen die notwendigen Speicher in massiv großer Zahl bereits um. Trotz radikaler Bremse von Frau Reiche, die uns Steruerzahler mal wieder Milliarden in den nächsten 20 Jahren kosten wird. Auf die Netzbetreiber brauchen wir nicht zu warten, denn die bremsen schon seit mehr als 20 Jahren den Netzausbau aus; Hr. Altmaier lässt grüßen.



    Wir brauchen keine fossilen Kraftwerke, um die zukünftige Versorgung sicherzustellen. Die Industrie hat es schon längst verstanden und setzt um, ohne Reiche und ihrem Ministerium, denn so werden investitionen schneller und effektiver getättigt, ohne geschaffenes Verlustrisiko durch eine Wirtschaftsministerin.

  • Sonnenhaus

    "Es ist eine Frage der Ehrlichkeit: Wer gegen fossile Kraftwerke ist – und dagegen zu sein, dafür gibt es gute Gründe –, muss sich aber auch fragen lassen, welche Einschränkungen er dafür zu tragen bereit ist." Die Einschränkung die Versorgung weitgehend selbst in die Hand zu nehmen, da die Netzbetreiber seit gut 20 Jahren die beauftragten Aktivitäten absichtlich vermissen lassen, da es ihnen um Versogungsmacht geht aber nicht um Versorgungsicherheit.

    • Offebacher

      @Sonnenhaus:

      Was machen sie im Winter, wenn die Nächte lang sind, auch tagsüber die Sonne entweder gar nicht scheint oder so tief steht, dass der Wirkungsgrad ihrer Solarmodule auf dem Dach gegen 0 geht? Und wenn sie kein Hausbesitzer mit eigenem Dach sind? Die berühmten Balkonsolarmodule, die man einfach so anschliessen kann, dürfen maximal eine Spitzenleistung von 2 Kilowatt haben (genauer 2kWp = 2000 Watt Peak = Spitzenleistung). Da kommen sie,auch mit einem Batteriespeicher, nicht weit.

  • Axel Berger

    Dem Schlußsatz ist uneingeschränkt zuzustimmen und es wurde dringend Zeit, ihn endlich einmal deutlich auszusprechen. Zu den weiter oben angesprochenen Großverbrauchern gehören übrigens -- spätestens wenn sie straßen- und stadtteilweise auftreten -- auch Wärmepumpen in Winternächten und die Elektroautos derer, die am nächsten Morgen zur Arbeit müssen.

  • Horst Sörens

    Wir hatten bis vor wenigen Jahren eine Art der Energiegewinnung, die sehr zuverlässig und unglaublich klimaneutral war. Deutschland ist da ein Sonderweg gegangen und hat Diese Art der Energiegewinnung abgeschafft.

    • PartyChampignons

      @Horst Sörens:

      Von welcher Art reden sie denn, bitte konkreter werden, damit man auch versteht was sie meinen.....

  • Wunderwelt

    Das derzeit noch Gas- Reservekraft gebraucht werden, ist doch unstrittig.







    Die Frage lautet doch vielmehr warum Fr. Reiche die anderen, zukunftsträchtigen Technologien, wie z.B. Speicher, uvm. systematisch ausbremst.



    Das ist nämlich beileibe nicht "Technologieoffen". Und schon mittelfristig zum Schaden der Wirtschaft, des Landes, des Planeten..

    • Axel Berger

      @Wunderwelt:

      Es war eine Ausschreibung. An der konnte jeder teilnehmen, auch Sie und alle, die Ihre Ideen umsetzen wollen. Es gab nur zwei Bedingungen, um zum Zug zu kommen. Sie müssen die geforderte Lieferzuverlässigkeit bieten und preislich im halbwegs vertretbaren Rahmen bleiben. Nur eins davon können viele.

      • Axel Berger

        @Axel Berger:

        Gehörte natürlich unter @rk123.

  • rk123

    Das scheint mir aber eine stark verkürzte Sicht auf Speicher zu sein.



    Speicher können an vorhandene Solarparks und Windanlagen gebaut werden. Da braucht es gar keinen neuen Netzanschluss.



    Man könnte Heimspeicher mit Stromtarifen kombinieren, die netzdienliches Verhalten belohnen. Das gleiche gilt für Ladeparks usw.



    Da ist wahrscheinlich ein riesen Potential zur Netzentlastung.

    • Dodoist

      @rk123:

      Also ich bin bei 94 % Autarkie, sowohl privat als auch mit meinem Unternehmen. Wenn ein kleines, laut Finanzamt mittleres, Unternehmen wie meins das schafft, kann das auch nahezu jeder andere. Statt der Förderung von Gaskraftwerken wäre es wohl sinnvoller direkt in Speichertechnologie zu investieren. Das geht von Batteriespeichern über Wasserstoff bis zu Wärmespeichern als Pufferspeicher.

      • Offebacher

        @Dodoist:

        94 % Autarkie, das würde ohne Netzanschluß bedeuten, dass ihr Unternehmen im besten Fall an 6 % der Zeit nicht laufen würde. Dies gilt aber nur dann, wenn der Stromverbrauch die ganze Zeit über gleich wäre. Könnten sie sich diesen Ausfall erlauben? Und bei einem ungleichen Stromverbrauch, wie er in Handwerk und Industrie üblich ist (Beispiel Bäckerei: hier fällt der größte Teil des Stromverbrauchs in die Zeit, bei der die Backöfen im Betrieb sind, der Strom für den Verkaufsraum fällt dagegen kaum ins Gewicht), würde dann der ganze Laden zusammenbrechen.



        Sie können natürlich auch einen ganz großen Batteriespeicher für ihr Unternehmen bauen, aber wie groß müsste der sein, um mehrere Tage Dunkelflaute zu überstehen? Und wie oft wäre das der Fall, ein- oder zweimal im Jahr. Den Rest der Zeit steht der Speicher rum und verbraucht nur selbst sinnlos Energie.

      • Axel Berger

        @Dodoist:

        Wie groß ist Ihr Schaden, wenn die 6 % wegfallen? Können Sie den tragen, gut. Wenn nicht kostet es Versicherungsprämie, zum Beispiel in Form von fast nur stillstehenden teuren Kraftwerken.

  • Strolch

    Das ich sowas in der taz lesen darf! Erstaunlich.

    • sollndas

      @Strolch:

      Anschließe mich.