Profil-Einstellungen
Hier könnten Ihre Kommentare stehen
Herzlich willkommen.
Auch Sie haben eine Stimme und auch die soll gehört und gelesen werden.
Hier werden alle Kommentare gesammelt, die Sie verfassen. Außerdem können Sie Kontaktmöglichkeiten hinterlegen und sich präsentieren.
Wir freuen uns, wenn Sie die taz.kommune mit Ihren klugen Gedanken bereichern.
Viel Freude beim Lesen & Schreiben.
meine Kommentare
04.11.2026 , 10:04 Uhr
Um im Bild zu bleiben: Diesen sauren Apfel müssen wir nicht aufessen. Reiches Gesetz wirkt klug – ist es aber nur auf den ersten Blick. Batteriespeicher könnten die Zehn-Stunden-Anforderung erfüllen – gemeinsam als Verbund. Das weiß der Gesetzgeber – deshalb verbietet das Gesetz Pooling explizit, laut SPIEGEL eine Regel von RWEs Wunschliste. Wer Pooling verbieten muss, gesteht ein: Die technische Begründung trägt nicht. Rechnet man nach: Ein 100-MW-Speicher müsste 800 MWh vorhalten und in drei Stunden nachladen – mit 267 MW Ladeleistung und einem Netzanschluss, fast dreimal so groß wie die Entladeleistung. Kein Kriterium – ein K.-o.-Schlag. Die Regel entstand als Auftragsarbeit: EnBW lieferte sie „auf ein Ersuchen des Ministeriums“ – ein Konzern, der selbst Gaskraftwerke baut und das Papier erst nach SPIEGEL-Nachfrage ins Lobbyregister legte. Die EU genehmigte die Strategie nur unter der Bedingung der Technologieoffenheit – genau die untergräbt dieses Gesetz. Beschwerden liegen längst in Brüssel. Nein, wir müssen keine sauren Äpfel essen. Wir müssen hinsehen, wer das Rezept geschrieben hat – und darauf bestehen, dass die Rechnung nicht bei den Steuerzahlern landet.
zum Beitrag