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Über Mietenexplosion und Gegenmittel„Preistreiberei breitet sich wie eine Welle aus“

In Berlin ist ein Fall von Mietwucher rechtskräftig entschieden worden. Das muss wegweisend werden, sagt Stadtplanerin Franziska Eichstädt-Bohlig.

In der Thermometersiedlung in Lichterfelde Süd, Berlin, brennt noch Licht Foto: Sabine Gudath/imago

Interview von

Annette Jensen

taz: Frau Eichstädt-Bohlig, die Bundesregierung will das Mietenproblem durch einen Bau-Turbo lösen. Kann das klappen?

Franziska Eichstädt-Bohlig: Nein, denn das ignoriert die Ursachen. Die finanzmarktorientierte Wohnungswirtschaft forciert Mieten- und Kaufpreissteigerungen. Da muss man ansetzen.

Bild: Franziska Eichstädt-Bohlig
Im Interview: Franziska Eichstädt-Bohlig

1941 in Dresden geboren, lebt in Berlin, ist Stadtplanerin und Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen) mit vielen Jahren Erfahrung in Stadtentwicklung, Wohnungs- und Bodenpolitik. Mitgründerin und 1983–88 Geschäftsführerin des alternativen Sanierungsträgers Stattbau GmbH zur Erneuerung von vormals besetzten Häusern in Berlin-Kreuzberg. 1989/90 Baustadträtin in Berlin-Kreuzberg. 1994–2005 Mitglied des Bundestags, 2006–11 Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses.

taz: Früher galt Berlin als Eldorado für Kreative mit wenig Geld. Wodurch hat sich die Lage so sehr verändert?

Eichstädt-Bohlig: Berlin war lange ein Sonderfall. Der Westteil war lange subventioniert worden, im Osten waren die Mieten extrem niedrig gewesen – und der erwartete Bevölkerungsanstieg nach dem Hauptstadtbeschluss blieb aus. Ab 2010 wurden die Mieten und Bodenpreise dann stark erhöht, weil viel Kapital nach der Finanzkrise Anlagemöglichkeiten suchte. So stiegen die Bodenpreise und in Folge auch die Bodenrichtwerte rasant. Ich hab das mal für ein Grundstück in der Knobelsdorffstraße recherchiert. 2012 wurde ein Quadratmeter Boden mit 550 Euro bewertet, zehn Jahre später mit 6.000 Euro. Und in der Folge sind auch die Mieten extrem gestiegen.

taz: Wie konnte es dazu kommen?

Eichstädt-Bohlig: Die Grundlage der heutigen Situation sind politische Entscheidungen. 1990 wurde die Wohnungsgemeinnützigkeit abgeschafft. In den Nullerjahren hat Berlin, genau wie andere Länder und der Bund, viele Wohnungen an Private-Equity-Investoren und private Wohnungsunternehmen verkauft. Vonovia ist heute mit etwa 550.000 Wohnungen das größte in Deutschland.

taz: Solche Unternehmen verwenden die Mieteinnahmen vor allem, um die Konten der Aktionäre zu füllen. Der Verein Finanzwende hat Beispiele recherchiert, bei denen 40 Prozent der Einnahmen an die Anteilseigner gehen, nur ein Viertel fließt in die Bewirtschaftung der Häuser. Ist das legal?

Eichstädt-Bohlig: Das ist nicht nur legal. Finanzmarktorientierte Unternehmen sind verpflichtet, möglichst hohe Renditen zu erwirtschaften. Wenn nicht, werden sie von den Aktionären abgestraft. Preissteigerung und Wertabschöpfung ist ihr Wirtschaftsprinzip. Und es gibt einen fatalen Mechanismus: Aktiengesellschaften, Fonds und Schattenbanken müssen den Boden nach Marktwert bilanzieren.

taz: Was ist das Problem dabei?

Eichstädt-Bohlig: Steigen die Bodenpreise, steigt die Bilanzsumme und damit auch die Kreditwürdigkeit eines Unternehmens. So können sie weitere Wohnungen kaufen. Mit realwirtschaftlich verträglichen Werten hat das überhaupt nichts mehr zu tun. Als 2022 die Null-Zins-Politik endete, sanken die Bodenpreise etwas. Und weil die Investoren seither mehr Geld fürs Abzahlen der Kredite brauchen, ist der Druck auf die Mieten sogar noch einmal drastisch gestiegen.

Baukasten für bezahlbares Wohnen

Baukasten für bezahlbares Wohnen: Die Autorin kennt sich bestens aus bei allem, was mit Mieten und Stadtentwicklung zu tun hat. Und so ist das Buch „Grundeigentum verpflichtet – Warum wir eine gemeinwohlorientierte Bodenpolitik brauchen“ (330 Seiten, im Oekom-Verlag erschienen) von Franziska Eichstädt-Bohlig eine ertragreiche Lektüre für alle, die sich auf dem Feld politisch und zivilgesellschaftlich engagieren wollen.

Die Architektin, ehemalige Baustadträtin in Kreuzberg und grüne Bundestagsabgeordnete erklärt nicht nur, wie die für viele Menschen katastrophale Lage auf dem Wohnungsmarkt entstanden ist und schont dabei auch ihre eigene Partei nicht. Vor allem aber liefert sie konkrete Vorschläge, was jetzt auf gesetzlicher und kommunaler Ebene geändert werden müsste und könnte. Dabei geht es ihr sowohl um bezahlbares Wohnen als auch um Klima- und Naturschutz in den Städten.

Gedreht werden müsste an vielen Schrauben. Das reicht vom Steuer-, Unternehmens- und Planungsrecht bis hin zu den Berechnungsgrundlagen für Mietenspiegel und Bodenrichtwerten. Dass manche Sachverhalte im Buch mehrfach Erwähnung finden, macht durchaus Sinn, weil sich Le­se­r*in­nen so gezielt bestimmte Aspekte heraussuchen können, die für sie besonders relevant sind. Jedes Kapitel endet außerdem mit einer Zusammenfassung: Was ist zu tun? Ein Buch mit hohem Informationsgehalt und Nutzwert. Annette Jensen

taz: Wie entstehen denn Bodenrichtwerte?

Eichstädt-Bohlig: Ein Bundesgesetz schreibt vor, dass ein Gutachterausschuss die Kaufpreise für Grundstücke in einem Gebiet zusammenträgt. Dann werden die jeweils oberen und unteren 30 Prozent weggestrichen. Daraus ergibt sich der Bodenrichtwert – und an dem orientieren sich die Verkäufer. Die finanzmarktorientierten Unternehmen besitzen laut Mikrozensus zwar nur 15 Prozent der Mietwohnungen. Aber ihre Preistreiberei breitet sich wie eine Welle auf den gesamten Markt aus, weil auch andere Verkäufer sich daran orientieren.

taz: Die Initiative Deutsche Wohnen enteignen will eine zweite Volksabstimmung, nachdem der Senat auf die erste nicht reagiert hat. Was bedeutet es, wenn sie erfolgreich ist?

Eichstädt-Bohlig: Ich habe den Volksentscheid damals auch aus Wut über die falsche Wohnungspolitik unterschrieben, obwohl ich von Anfang an wusste, dass eine Enteignung praktisch nie funktionieren wird.

taz: Aber warum nicht?

Eichstädt-Bohlig: Wer mit dem Enteignungsrecht beruflich schon mal zu tun hatte, hält das Vorhaben für eine Illusion. Der Gesetzentwurf der Initiative will die Finanzierung mit über 100 Jahren Schuldentilgung leisten, was äußerst unrealistisch ist. Organisatorisch soll die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen zuständig sein. Die müsste herausfinden, wo sie die Wohnungen findet, denn diese Unternehmen verwalten ja keine Wohnungen, sondern sie verwalten Subunternehmen, in denen Wohnungen stecken. Vonovia listet in ihrem Geschäftsbericht 2024 rund 500 Subunternehmen in Deutschland auf – aber in welchem Subunternehmen wie viele und welche Wohnungen stecken: nobody knows.

taz: Was schlagen Sie vor?

Eichstädt-Bohlig: Neben der höheren Besteuerung von Vermögen und dem Schließen zahlreicher Steuerschlupflöcher für Reiche sind aus meiner Sicht drei Punkte vordringlich: das harte und klare Regulieren des Mietrechts und der Wucherparagrafen, die Begrenzung und Senkung der Bodenpreise durch eine andere Ermittlung der Bodenrichtwerte und eine veränderte Bilanzierung von Wohnungsunternehmen.

taz: Der Reihe nach: Was müsste sich beim Bilanzrecht ändern?

Eichstädt-Bohlig: Der Rechtsprofessor Stefan Klinski hat vorgeschlagen, dass Berlin finanzmarktbasierte und unseriöse Unternehmen vom Wohnungsmarkt ausschließt. Weil Berlin formal für Wohnungen zuständig ist, könnte das Land vorgeben, dass Wohnungsunternehmen nach dem traditionellen deutschen Handelsrecht bilanzieren müssen. Bezahlbares Wohnen braucht einen anderen Rhythmus der Hausbewirtschaftung als Finanzmärkte, es braucht die dauerhafte Bestandshaltung und die Verbindung von sozialer Verantwortung und solider Wirtschaftlichkeit.

taz: Wie sähe ein neues Mietrecht aus?

Eichstädt-Bohlig: Man muss das Mietrecht nicht generell ändern, aber stringente Zahlen für die Mietpreisbremse vorgeben und die Berechnungsgrundlagen für den Mietenspiegel ändern. 20 Prozent Mietsteigerung sind zu viel, wenn der Quadratmeter schon 10 bis 15 Euro kostet. Auch die absurden Befristungsklauseln für angespannte Wohnungsmärkte müssen weg. Außerdem sind verbindliche Beratungsangebote und Kontrollen in den Kommunen notwendig, weil die Menschen es nicht alleine schaffen, sich gegen zu hohe Ansprüche der Vermieter zu wehren.

taz: Und was ist mit dem Wucherparagrafen?

Eichstädt-Bohlig: Wer bei Neuvermietungen 20 Prozent mehr als die ortsübliche Vergleichsmiete verlangt, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Bislang muss der Mieter selber dagegen vorgehen. Strafrechtlich relevant sind 50 Prozent Mietüberschreitung. Frankfurt am Main war die erste Stadt, die das angewandt hat. Und in Friedrichshain-Kreuzberg musste eine Vermieterin wegen überhöhter Miete 26.000 Euro Bußgeld bezahlen und der Mieterin zusätzlich 22.000 Euro zurückerstatten. Damit ist erstmals in Berlin ein Fall von Mietwucher rechtskräftig entschieden worden. Das muss jetzt wegweisend werden.

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49 Kommentare

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  • Es muss endlich Haft als Mindeststrafe für vorgeschobene Eigenbedarfskündigungen und Mietwucher geben.



    Vermieter regen sicb immer auf, es gäbe keine anständigen Mieter mehr, dabei meinen sie damit "Ein Mieter, der einen intakten Wohnraum gordert und Mängel anzeigt, ist unbequem und muss weg."



    Solche Vermieter gehören SOFORT enteignet !



    Vermietung ist kein Hobby, sondern es wird sich ein existentielles Lebensumfeld von MENSCHEN geschaffen.



    Und dieses wird nur zu gern von Vermietern, aus niederen Beweggründen, zerstört.

  • Das Desaster mit den Mietpreisen ist eines der deutlichsten und alarmierendsten Beispiele für die Destruktivität des Kapitalismus. In einem Bereich, in dem die Menschen hochgradig abhängig und vulnerabel sind (jeder braucht eine Wohnung), lässt man dem Gesetz von Angebot und Nachfrage einfach weitgehend freien Lauf und zwingt Menschen in finanzielle Not, beengte Wohnräume oder sogar in die Obdachlosigkeit. Das existenzielle Grundbedürfnis nach gesichertem, bezahlbaren Wohnraum, müsste der Staat zum Grundrecht machen und dafür sorgen, dass es alle Bürger erhalten. Dass das nicht passiert, bildet die traurige Realität ab, dass der Kapitalismus, die Gier nach Profit die Menschlichkeit untergräbt.

    • @Peta Parka:

      ".. lässt man dem Gesetz von Angebot und Nachfrage einfach weitgehend freien Lauf und zwingt Menschen in finanzielle Not, beengte Wohnräume oder sogar in die Obdachlosigkeit."



      Der pro Kopf Wohnraum beträgt in Deutschland etwa 49qm.



      In Japan, auch hochindustriell, nur 40qm.



      In Lettland nur 30qm, in Rumänien gar 15qm pro Kopf.



      Die Wohnungen der Deutschen werden immer größer.



      Ihre Wahrnehmung passt nicht zur Realität.



      Das Anspruchsverhalten muss wieder gerade gerückt werden. Entweder die Leute sind bereit zu zahlen oder sie müssen wieder kleiner wohnen🤷



      Es gibt keinen Rechtsanspruch auf jedem Kind ein eigenes Kinderzimmer oder 30qm große Wohnzimmer.



      Wer eine Wohnung mietet die ihn in den finanziellen Ruin treibt lebt schlicht über seinen Verhältnissen.



      Der Kapitalismus zwingt niemanden groß zu wohnen.



      www.tagesschau.de/...d-groesse-100.html

      • @Antje1971:

        Danke für den Kommentar.



        Hinzu kommt, dass es viele Personen gibt, welche zu viel Wohnraum haben, sich aber nicht verkleinern KÖNNEN. Paare, deren Kinder ausgezogen sind oder ältere Ehepaare mit generell weniger Platzbedarf finden einfach keine kleinere Wohnung, in gleicher Qualität, die merklich günstiger ist.



        Was ist die Lösung für dieses Dilemmas?

      • @Antje1971:

        Die 40 qm pro Kopf in Japan finde ich nirgends, aber wahrscheinlich habe ich nicht bei allen Quellen nachgeschaut.

  • Wahrscheinlich ist der größte Einflußfaktor am Ende doch das Verhältnis von Angebot und Nachfrage. In Verbindung mit den Baukosten.

  • SPD und Grüne sind für die



    Mietenentwicklung verantwortlich.

    • @Johann63:

      So ist es, sie wollen es nur nicht mehr wissen.

  • Eigentlich kann man die Frau nicht ernst nehmen. Wenn ihre Antwort zu.. Warum steigen die Mieten? Nicht lautet weil zuviele Menschen Wohnraum an der gleichen Stelle suchen und Zuwenig Angebot da ist.



    Und bei einer steigenden Bevölkerung zu wenig gebaut wird. Ja natürlich auch viel zu wenig Sozialwohnungen...



    Aber vonovia enteignen bringt nicht eine einzige neue Wohnung.

    • @Duplozug:

      Eigentlich kann ich den Mann nicht ernst nehmen, der nicht versteht, dass der Einfluß des Marktgesetzes von Angebot und Nachfrage in diesem Zusammenhang eine banale Selbstverständlichkeit ist, dass die Mieten eben trotzdem nicht so zerstörerisch hoch sein müssten, wenn der Staat konsequent regulierend eingreifen würde und dass mehr Bauen alleine nicht die Lösung ist. In Großstädten, wie München kommt man mit dem Bauen auf viele Jahre nicht so hinterher, dass die Nachfrage ausreichend sinken würde. Darüberhinaus tut das ständige, ungebremste Wachstum der Stadt nicht gut. Es wird immer enger, stressiger, die Stimmung aggressiver.

    • @Duplozug:

      Warum nicht, die Wohnungen waren doch zuvor auch unter Staatlicher Verwaltung und dadurch günstiger, weiul keine Aktionäre zu füttern waren. Warum nur wurden die Sozialwohungen veräußert?

      • @Sonnenhaus:

        Ganz einfach. Ab MItte der 1990er wurde angenommen dass die Bevölkerungsentwicklung stabil ist. d.h. sehr geringes Wachstum, und dass die Einkommen steigen. Die Städte wollten Verlustbringer wie Sozialwohnungen loswerden, und verkauften sie. Dann kam eine massive Zuwanderungswelle, insbesondere ab 2015, mit der niemand gerechnet hatte und auf einmal waren nicht genügend Wohnungen da. Alles komplett vorhersehbar. Und Angela Merkel ist zwar auf Sicht gefahren, wie sie immer sagte, hatte aber offensichtlich auch hier nicht in Fahrtrichtung geschaut. Wie immer halt.

  • Wieso enteignen wir nicht mal die Gemeinden, die durch ihr Gier bei den Bodenpreisen die Mieten in die Hoehe treiben?

    • @elektrozwerg:

      @ elektrozweg



      Warum erklären wir nicht immer zum 1. Mai alle Mietverträge in Deutschland für aufgehoben ? & " Mischen dann die Karten " neu ?



      Da haben dann alle Wohnungssuchenden eine neue Chance....

  • Wenn unsere politische Lichtgestalten eine Lösung wollen würden gäbe es diese Lösung längst.

    Aber wer schneidet sich schon ins eigene Port­mo­nee ?

  • Ganz ganz großes Lob für die taz, dass eindlich einmal eine Stimme zu Wort kommt, die die strukurellen negativen Ursachen der Wohnungsmisere analysiert.



    Jetzt gilt es die SPD beim Wort zu nehmen, um die Tricksereien der großen Wohungskonzerne zu beenden.



    Berliner Wohungen sind von Finanzinvestoren aus dem Ausland systematisch aufgekauft worden. Durch komplexe internationale Gestaltungen können ausländische Investoren ihre Steuerlast auf deutsche Mieteinnahmen teils drastisch reduzieren (in Extremfällen bis gegen 0 %).



    Der Weiterverkauf von Imobilien wird durch Gesetze ermöglicht, die Spekulation begünstigen.

    • @Lindenberg:

      @ Lindenberg



      Richtig, schon unter Schröder wurden in Berlin ganze Straßenzüge, Quartiere von russischen Geschäftsleuten aufgekauft, ehemalige Mieter raussaniert...



      Hier steht die komplette, auch die damalige Regierung, in der Verantwortung. Wo sind die Gesetze, die diese Spekulationen unterbinden ? Im Grunde wäre unser Staat auf Schadenersatz, wegen Unterlassung - gegenüber den Mietern verpflichtet ❗️



      Mieter sind es doch, die im Grunde durch eklatant hohe Mietforderungen, enteignet werden, jeden Monat auf's neue...

  • Aurego sagt, die Renditen müssten stimmen. Dann klappe es auch mit dem Kaufen, Bauen und Mieten (von mir leicht geändert...).

    Alles Quatsch. Wenn es um Renditen geht, leben in Zukunft noch mehr Menschen unter Brücken.

    Lasst uns lieber Erbschafts- und Vermögenssteuer auf einen sinnvollen Stand bringen, damit Brücken (damit die darunter wohnenden nicht irgendwann erschlagen werden), Häuser, Schulen etc. sanieren und neue Wohnhäuser auf ein Mindestmaß reduzieren (nicht noch mehr graues CO2 produzieren). Und, mit das Wichtigste: die Mieter-Vermieter-Beziehung durch ein wie auch immer gearteten System auf Augenhöhe bringen. Mieter, die sich trauen, ihrem Vermieter ans Bein zu pinkeln? Dass ich nicht lache.



    Nur, wenn von vorn herein geklärt ist, dass die Miete OK ist, dass der Zustand der Miete entspricht (und auch, dass der Zustand der Wohnung nach Auszug immer noch OK ist, Thema: Mietnomaden), kann es funktionieren. Und, ehrlich, Vonovia und Deutsche Wohnen und wie sie alle heißen, gehören nichts desto trotz enteignet. Und zwar ohne jede Entschädigung. Die haben sie im Laufe der Jahre durch die - mir kommen die Tränen - viel zu "niedrigen" Renditen längst erhalten.

    • @Wolfgang Peters:

      Ich weiß nicht, wie viele Objekte Sie so in Berlin vermieten, bei mir sind es mehrere. Ein bisschen Erfahrung ist also vorhanden. Da ich jedoch früher gekauft habe als manche anderen, habe ich mit den Renditen kein Problem.

      Jetzt ist es aber so, dass die Baufinanzierungszinsen ungefähr auf dem Stand von 2011/12 sind, die Kaufpreise ca. 3x so hoch, die Mieten aber nur ca. 1,5x-2x so hoch wie vor 12 Jahren. Was also tun Vermieter? Sie versuchen, dieselben Nettomietrenditen zu erreichen wie 2012 und erhöhen die Mieten so kräftig wie möglich.

      Sinnvoll wäre, in Deutschland für wesentlich höhere Einkommen einzutreten. Damit könnten wir eine ganze Menge der aktuellen Probleme lösen. Da hört man von Merz und Konsorten aber nichts, außer dass mehr gearbeitet werden soll, nicht aber, dass die Arbeitenden dafür wesentlich mehr Geld erhalten müssen.

      • @Aurego:

        Also sollen die Löhne steigen, damit die Mieter das zusätzliche Einkommen direkt an Vermieter, Lebensmittel-Einzelhandel, Energieversorger, Tankstelle, et al weiterreichen können? Dann verschwindet das Lohnplus, kaum das es auf dem Konto ist wieder in anderen Taschen. Solange nur die Rendite stimmt.

      • @Aurego:

        Hoehere Einkommen treiben die Inflation. Die Inflation treibt die Kosten - das laeuft oft auf ein Nullsummenspiel hinaus.



        Davon abgesehen werden nie alle die finanziellen Mittel haben, um die Wohnkosten zu tragen. Deshalb muss der Staat jenen helfen, in dem er korrigierend eingreift.



        Das hat auch sehr lange gut geklappt, bis SPD und Linke (PDS) in Berlin auf eine folgenschwere Idee kamen: Man verscherbelt die Sozialwohnungen, sackt den Verkaufserloes ein und laesst stattdessen die Vermieter bluten, indem man einen Mietpreis unter dem Marktpreis diktiert. Damit war die heutige Misere vorprogrammiert.

        • @elektrozwerg:

          Das mit dem Nullsummenspiel trifft auf Menschen, die sich im obersten Einkommens- und Vermögensdezil befinden, nicht zu. Dort steigen verfügbare Nettovermögen und Realeinkommen weiterhin deutlich. Man kann diese Entwicklung dämpfen oder den Status Quo stabilisieren, wenn man sich traut, an den Stellschrauben Erbschaftsteuer und Vermögensteuer zu drehen, aber solange das den WählerInnen, die sich nicht im obersten Dezil befinden, nicht klar ist, wird das wohl nichts.

        • @elektrozwerg:

          Korrekt. Würde die Politische Elite nicht schon seit Jahrzehnten die Sozialwohnungen zur kurzfristigen Verbesserung der Staatsbilanz verscherbeln, gäbe es jetzt diese Probleme nicht. Und diesen sozialen Ausverkauf praktizierten und praktizieren alle politischen Farben.

        • @elektrozwerg:

          Da die politischen Lichtgestalten die Mietsituation in ihrer überwiegenden Mehrheit nicht nachvollziehen können, weil nicht betroffen bei dem Einkommen das sie als Beamten abgreifen, wird das Problem auch nicht ernsthaft politisch bearbeitet und beseitigt.

  • MieterInnen sind Freiwild. Aber auch die Diskussionen in den Medien werden oft falsch geführt. Oft wird von gestiegenen Baukosten und "überzogenen" Umweltforderungen geredet. Dabei wäre das, wenn überhaupt, nur ein Thema beim Neubau. Aber dass JournalistInnen hier immer wieder reinfallen und nicht klarmachen, dass es bei Wohnungsbestand natürlich NULL beiträgt, sit schlimm.

    Vermieter können weitestgehend verlangen, was sie wollen. So wäre es auch, wenn man die Luft privatisieren würde. Wohnen ist kein Luxus, sondern muss Teil der öffentlichen Daseinensvorsorgen sein.



    Der Mietspiegel ist ein absurder Witz, denn er steigt durch die Mieterhöhungen ja permanent mit. Mieterhöhungen im Bestand müssten wenigstens als Obergrenze durch die Inflation begrenzt sein. Alles oberhalb 2%/Jahr ist Wucher.

    Von den ganzen Gesetzeslücken wie ungerechtfertigt hohen "Leistungen" bei den Nebenkosten und angeblichen Renovierungen, die dann umgelegt werden, ganz abgesehen.

    Dieser ganze Sumpf gehört ausgetrocknet und ein angemessener Anteil des Wohnraums muss zurück in öffentliche Hand überführt werden. Genossenschaften sind ebenfalls eine gute Alternative.

    Unser Grundgesetz gebietet es!

    • @Jalella:

      Und wir haben in Berlin (Was verhältnismäßig günstig ist!), dann die selbe Situation wie in der DDR, herunter gewohnte Häuser, mit Investstau und keinerlei Interesse an energetischen Maßnahmen, weil die nicht bezahlt werden!

      Wer teure energetische Sanierung möchte, muss sie dann auch bezahlen, und das geht nicht! Beispiel die Sanierung hat bei unseren 150qm an die 120000€ gekostet, gerechnet mit 12 Monaten im Jahr, sind das 10000€ bei 10 Jahren Laufzeit, sind das pro Monat 1000€, bei 20 Jahren immer noch 500€ pro Monat! Um den Preis müsste ich jetzt die Miete erhöhen und dafür hätte ich die Kosten ohne Zinsen! Ergo werde ich nicht vermieten!

    • @Jalella:

      Null?



      Reparatur kosten sind also nicht existent?



      Es geht nichts kaputt ? Es muss nichts saniert und instand gehalten werden? Handwerker arbeiten umsonst und Material liegt einfach so auf der Straße.... Wenn das des Niveau der Diskussion ist... Hat die Linke Perspektive definitiv verloren.

      • @Duplozug:

        Verwaltung, Betriebskosten, Verwaltungskosten, Tilgung/Verzinsung des Finanzierungsdarlehens.

        Das ist schlicht Quatsch, dass die laufenden Kosten Null sind. Die Gewinne sind in der Regel selten hoch bei Wohnungsunternehmen und die Mieten tatsächlich relativ knapp bemessen.

  • "... aber in welchem Subunternehmen wie viele und welche Wohnungen stecken: nobody knows. ..." Dies und auch die Tatsache, das irgendwelche "unbekannten" Investoren oder Offshore Gesellschaften hier direkt oder über Strohfirmen Firmenanteile und Grundstücke erwerben können muss grundsätzlich unterbunden werden. Neben Unternehmen wie Vonovia profitieren davon doch nur Steuerhinterzieher und die OK einschliesslich Verbrechern aus Regimen wie Russland und Iran, die ihre Gelder damit waschen.

    • @Axel Schäfer:

      also ob die vonovia et al nicht genau wüssten wie viele Wohnungen sie haben. das "nobody" ist hier nicht korrekt. wenn man die Zahlen haben will, muss man eben die rechtlichen Wege dafür schaffen

      • @Usch Bert:

        Das Finanzamt weiß ganz genau, wem welche Wohnung gehört bei Unternehmen. Einheitswertbescheide und Grundsteuerbescheide lassen grüßen. Diese werden oft in der Gewerbesteuer auch angegeben um eine etwaige Einheitswertkürzung vornehmen lassen zu können. In der GuE oder KStE sind auch die Anteilseigner aufgeführt.

        Das man als Privatperson nicht unbedingt weiß, wer dahinter steckt stimmt. Das Finanzamt weiß es hingegen ganz genau!

  • Der Wohnungsmarkt wird sich genau dann entspannen, wenn die Mieten so weit gestiegen sind, dass wir wieder Nettomietrenditen von 3,5 bis 4% sehen - auch in Berlin. So einfach ist das, denn um einen Immobilienkauf mit 6% Annuität zu finanzieren, benötigt man so hohe Nettomietrenditen. Im Jahr 2012 hatten wir solche Mietrenditen noch - bei ähnlichen Baufinanzierungszinsen.

    Dieselben Probleme wie in Berlin haben wir übrigens auch in New York.

    • @Aurego:

      Solange die Mieter die zukünftige Investition des Vermieters zahlen sollen, wird das zwangsläufig an die Wand fahren. Das ist ein klassisches Sklaven- oder Ausbeuterkonzept. "Lass Deine Mieter für Deinen zukünftigen Besitz arbeiten", ist die Devise. Von Mietkosten, die allein die laufenden Instandhaltungskosten zum Erhalt der Immo decken wären allein angemessen.

    • @Aurego:

      Ja, weil sich renditeorientierte Finanzmarktunternehmen, welche reichen Anteilseignern hörig sind, dann zufrieden geben und nicht versuchen den Gewinn noch weiter zu maximieren, eh? 🙃

      • @Okti:

        Die meisten vermieteten Wohnungen gehören nicht ganz so reichen "Kleinvermietern".

        • @Aurego:

          Lesen Sie den Artikel, oder wenigstens den Titel. Die Mieten werden von den Großen nach oben getrieben und die Kleinen ziehen dann dankend nach.

          Und die Großen werden alles rausholen, was es rauszuholen gibt.

          Deswegen sollte der Wohnungsmarkt streng reguliert werden, unabhängig von Gewinninteressen, oder am besten komplett in staatliche Hand übergehen.

          Übrigens, 30% sind nicht die meisten, siehe www.berliner-miete...25/faktencheck.htm

          • @Okti:

            Träumen Sie weiter, kann ich da nur sagen! Offensichtlich hatten Sie es noch nicht mit den jungen neuen Immo-Investoren zu tun.

            Man könnte jedoch einfach verbieten, eigene Wohnungen für die "ortsübliche Vergleichsmiete" heranzuziehen.

        • @Aurego:

          Das macht keinen Unterschied, ob die dei Kleinvermieter sich den eigenenSack vol machen, oder an Dritte zahlen müssen. Die Asubeutung der mieter für die Investition der Vermieter ist dsa Problem. Besitz verpflichetet damit sorgsam für die Gemeinschaft umzugehen.

        • @Aurego:

          Jemand, der genug Einkommen hat eine Wohnung zur Vermietung zu kaufen / finanzieren, ist nicht arm, Punkt eins. Punkt zwei, finden Sie, jemand, der drei Wohnungen vermietet, ist ein Kleinvermieter? Allenfalls im Vergleich mit Vonovia et al. Anderenfalls gehört dieser "Kleinvermieter" mindestens zur sehr gehobenen Mittelklasse, würde ich sagen.

          • @wheredallthegoodpeoplego:

            Was bedeutet für Sie das Wort "arm"?



            Reichtum und Armut beziehen sich eher auf das Vermögen als auf das Einkommen. Um eine Wohnung zur Vermietung zu kaufen, braucht man nicht "reich" zu sein, man braucht kein Einkommen innerhalb der obersten 5%. Man kauft Wohnungen ja schließlich, um "reich" zu werden. Ganz besonders gut hat das in den Jahren 2012-2016 funktioniert. Hatte man zu dieser Zeit einen Zeithorizont von 30 Jahren, war es sehr lohnend, in Immobilien in guter Lage zu investieren, weniger wegen der Mieteinnahmen als wegen der Wertsteigerungen. Von 2015 bis 2020 ist jedoch die Rentabilität bzw. die Nettomietrendite deutlich gesunken. Angesichts der gestiegenen Zinsen müssten eigentlich die Preise noch stärker sinken, tun sie aber nicht, weil die meisten Investoren nur verkaufen, wenn sie gute Preise erhalten. Die Nettomietrendite, berechnet mit dem eingesetzten Kapital und der aktuellen Miete, ist für Wohnungen, die bis 2016 gekauft wurden, ziemlich hoch und lässt sich durch zukünftige Mieterhöhungen weiter steigern.

            • @Aurego:

              Ich möchte weder mit Ihnen noch mit jemandem anderen eine semantische Diskussion darüber führen, wo "reich"und "arm" anfängt oder aufhört. Ferner bin ich der Meinung, daß der Markt nicht perfekt ist und auch nicht alles optimal regelt. Deshalb ist Regulierung notwendig. Da liegen unsere Meinungen wohl diametral auseinander. Belassen wir es dabei.

              • @wheredallthegoodpeoplego:

                Nur weiß ich als jemand, der einige Wohnungen vermietet, ungefähr, wovon ich rede. Meinen historischen Exkurs über die letzten 14 Jahre scheinen Sie nicht ganz verstanden zu haben, sonst könnten Sie vielleicht erahnen, was uns in die aktuelle Situation geführt hat, aus der wir nur herauskommen, wenn die Einkommen deutlich steigen. Das bereits in den Brunnen gefallene Kind werden Sie durch ein bisschen Regulierung nicht wieder herausholen.

  • Die Stadtplanerin Frau Eichstädt-Bohlig meint das der von Hern Merz angedache Bauturbo nichts bring. Liegt das daran das sie Politikerin der Grünen ist. der Bauturbo ist einer von mehren Massnahmen, komt aber nicht von den Grünen.

    Der OB von Köln Torsten Burmester SPD

    www.stadt-koeln.de...n/28149/index.html

    Mit dem Bau-Turbo haben wir ein weiteres Instrument, einer der wesentlichen Herausforderungen unserer Gegenwart zu begegnen – der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Wir werden dieses neue Instrument des Baugesetzbuches umfassend nutzen, um schneller Planungsrecht zu schaffen und dadurch den Bau von bezahlbaren Wohnungen zu ermöglichen.

    • @Martin Sauer:

      Nein. Es liegt daran, dass es stimmt. Es geht nicht um die Schaffung von weiteren Luxuswohnungen, sondern um die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Und den bekommt man mit einem Mietendeckel, aber nicht, indem man die Bauwirtschaft und die Wuchervermieter weiter pempert.

      • @Jalella:

        In welcher Welt bringt ein Mietendeckel bezahlbaren Wohnraum? Glauben sie einfach wenn die Mieten nicht steigen dürfen, dass automatisch mehr Wohnraum da ist?



        Was ist das bitte für eine Logik?

      • @Jalella:

        Welche Luxuswohnungen denn?



        Ich weiß natürlich, was Sie meinen.



        Aber es ist einfach nicht mehr sinnvoll/möglich kostengünstig zu vermieten.



        Ich wollte mit meinen beiden erwachsenen Söhnen ein Mietshaus bauen. 4 Parteien. Das Grundstück hinter meinem Elternhaus ist vorhanden und groß genug. Das ist auch unser Eigenkapital, was wir bei der Bank einbringen müssten. Der Bau selbst muß per Kredit finanziert werden. Selbst bei einfacher Bauweise (Heizkörper statt Fußbodenheizung, billiger Bodenbelag,..) müsste jeder mindestens 16€ pro qm kalkulieren, um nur ! kostendeckend zu sein. Also lassen wir es mit bezahlbarem Wohnraum für Geringverdiener, und im Großraum Köln (20 min bis zur Stadt) werden, wenn überhaupt, vier weitere "Luxuswohnungen" auf den Markt geworfen.

  • Endlich mal jemand, welchen man nicht unbedingt der Vermieter-Lobby zurechnen darf, der klar sagt, das diese Enteignungsphantasien nicht funktionieren. Was den meisten eigentlich schon immer klar war. Denn wenn ich mal den eigenen Standpunkt betrachte, so möchte ich im Falle einer Enteignung z.B. wegen Straßen- oder Radwegebau nicht in 20, 50 oder 100 Jahren eine Entschädigung sehen, sondern sofort und in einer Summe. Und ein Wohnungsbaukonzern wird wohl auch eher zu diesem Standpunkt tendieren, sollte es jemals so weit kommen.

    • @Oleg Fedotov:

      Naja, so ist es aber auch nicht vorgeschlagen. Vorgeschlagen ist eine sofortige Auszahlung an die vormaligen Eigentümer, und dann Abzahlung des Kredits durch die Mieten. Das ist vergleichbar zu einem Hauskauf. Da erhält der Eigentümer ja auch sofort Geld, und man zahlt gegenüber dem Kreditgeber, regelmäßig der Bank, ab.

      Trotzdem gibt es andere Schwierigkeiten... eine einfache Lösung ist die VERGESELLSCHAFTUNG (es geht gar nicht um Enteignungen, das wird immer so vermischt und es sind sehr verschiedene Dinge!) sicher nicht.

    • @Oleg Fedotov:

      Eine knappe Antwort um Vergesellschaftung zu widerlegen ist argumentativ vollkommen unzureichend. Keines der Argumente ist neu. Vielleicht wäre ein Pro/Kontra ausschließlich zu dem Thema mit Frau Eichstädt-Bohlig erhellender. So bleibt es oberflächlich.