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Die Kirche in der BundeswehrZeit, Schluss zu machen

Kommentar von

Ralf Nestmeyer

Feldprediger bei der Bundeswehr sind ein Relikt aus der Vergangenheit. Die staatlich finanzierte Missionierung muss ein Ende finden.

Militärpfarrer der Bundeswehr. Kundus, 6. Oktober 2013 Foto: Thomas Trutschel/photothek/picture alliance

D ie Bundeswehr soll wachsen: personell, technisch, strategisch. Doch während über Panzer, Munition und Infrastruktur diskutiert wird, meldet eine Institution ganz andere Ansprüche an: Die evangelische Militärseelsorge forderte bei der Präsentation der Studie „Was kann und was leistet Militärseelsorge?“ Ende Januar ein „proportionales Mitwachsen der Militärgeistlichen“. Mehr Soldaten, mehr Pfarrer. Eine moderne Parlamentsarmee braucht vieles, aber keine staatlich organisierte Missionsarbeit. Wer ernsthaft über eine moderne Bundeswehr spricht, muss auch den Mut haben, die Abschaffung der Militärseelsorge in den Blick zu nehmen.

Historisches Erbe statt moderner Truppenbetreuung

Die Militärseelsorge ist kein zeitgemäßes Instrument psychosozialer Betreuung, sondern ein historisches Relikt. Schon in der preußischen Armee gehörten Feldprediger zur militärischen Ordnung, Kriege wurden religiös legitimiert und moralisch flankiert. Während des Nationalsozialismus garantierte das Reichskonkordat von 1933 ausdrücklich die katholische Militärseelsorge. Geistliche begleiteten die Wehrmacht bei ihren Eroberungs- und Vernichtungskriegen – mit Kenntnis von Kriegsverbrechen und Massenmord.

Nach 1945 wurde dieses Modell nahezu bruchlos übernommen. Militärseelsorge gilt bis heute als „res mixta“, als gemeinsame Angelegenheit von Staat und Kirchen. Ernsthaft politisch überprüft wurde diese Sonderrolle nie.

Heute existieren rund 180 Militärpfarrämter für etwa 183.000 aktive Soldaten. Laut der Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland (fowid) kam 2020 rechnerisch ein Geistlicher auf 500 katholische oder evangelische Soldaten. Bei der Gründung der Bundeswehr war ein Geistlicher noch für 1.500 Soldaten zuständig, ein stillschweigend erhöhter Betreuungsschlüssel. Die Forderung nach weiterem „Mitwachsen“ ist ein Versuch, kirchliche Präsenz in der Bundeswehr dauerhaft abzusichern.

Besonders deutlich wird die Schieflage bei der religiösen Gleichbehandlung. Für mehrere tausend muslimische Soldaten gibt es bis heute keine Militärimame – angeblich wegen ihrer „Heterogenität“. Seit 2021 baut die Bundeswehr auch eine jüdische Militärseelsorge auf, mit mehreren Rabbinern für vermutlich nur dreihundert Soldaten. Laut fowid liegen die Kosten bei rund 14.000 Euro pro jüdischem Soldaten.

Missionsarbeit und Pflichtethik aus kirchlicher Hand

Dass es sich bei der Militärseelsorge explizit um Missionierung handelt, wird offen eingeräumt. Der frühere evangelische Militärbischof Sigurd Rink sprach 2018 von einer „Chance“, um kirchenferne Menschen zu erreichen. Besonders problematisch ist der sogenannte Lebenskundliche Unterricht (LKU). Er ist für alle Soldaten verpflichtend und soll ethische Orientierung und Lebenshilfe bieten. In der Praxis wird er ausschließlich von Militärgeistlichen erteilt.

Die hohen Kosten sind weitgehend intransparent. Das Verteidigungsministerium räumt ein, dass sich die Ausgaben für die Militärseelsorge nicht genau beziffern lassen. Konservative Schätzungen gehen von jährlich über 40 Millionen Euro aus und das, ohne Pensionen, Immobilien und Leitungsstrukturen einzurechnen.

Dieses Geld wäre anderswo dringend nötig: für marode Kasernen, funktionierende IT und moderne Ausrüstung. Was Soldaten wirklich brauchen, sind professionelle Krisenintervention und psychologische Betreuung – keine Militärbischöfe und keine Missionsarbeit in Uniform.

Die Bundeswehr ist eine Parlamentsarmee in einem säkularen Staat. Ihre Aufgabe ist die Landes- und Bündnisverteidigung, nicht die religiöse Betreuung oder Missionierung ihrer Angehörigen. Die Militärseelsorge ist ein historisch gewachsenes Sonderrecht der Kirchen. In der Nationalen Volksarmee der DDR gab es übrigens keine Militärseelsorge.

Dass sich bis heute keine Partei an die Abschaffung der Militärseelsorge heranwagt, zeigt vor allem eines: wie groß die politische Scheu ist, kirchliche Privilegien selbst dort zu beenden, wo sie teuer und unzeitgemäß sind.

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58 Kommentare

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  • "Konservative Schätzungen gehen von jährlich über 40 Millionen Euro aus"

    Ja mei, ein einzelner Leopard mit kompletter Ausrüstung kostet aktuell 30 Mio €. Ein Eurofighter Typhoon kostet rund 120 Mio. Isses wirklich notwenidig, ein Fass wegen der Seelsorger aufzumachen? Und müssen erwachsene Menschen tatsächlich vor Missionierung geschützt werden? Da müsste doch als erstes Mal der Religionsunterricht abgeschafft werden. Is mir echt zuviel konstruierte Aufregung.

    • @Deep South:

      @ Deep South



      Beabsichtigt unsere aktuelle Regierung eigentlich auch die AfD Sympathisanten im Wehrdienstalter, an der Waffe auszubilden und zu bewaffnen ?

  • War Schwerter zu segnen nicht immer schon pervers?

  • Als Atheist finde ich es völlig ok, wenn die Leute die für dieses Land kämpfen auch seelischen Beistand bekommen. Wer empört hochrechnet was das für jüdische Soldaten pro Person kostet, hat meiner Meinung nach nichts bei der taz verloren. Für NVA Fans bietet sich auch eher das ND oder die Junge Welt an.

  • [...]

    Kleiner Bericht aus der Truppe:



    Die Geistlichen haben im Militär neben der Seelsorgerischen auch eine zusätzliche, extrem wichtige Funktion: Sie sind Vertrauenspersonen, die außerhalb der Befehlskette stehen. In dieser Funktion sind sie für viele erste Anlaufstellen bei persönlichen Problemen oder belastenden Erlebnissen. Besonders im Auslandseinsatz sind sie von unschätzbarem Wert.



    Es wird Zeit, dass es auch muslimische Militärgeistliche gibt.

    Die Moderation: Beitrag gekürzt, bitte versuchen Sie, Kritik ohne Beleidigungen anzubringen. 

  • Dieses Wegoptimieren von allem, was nicht unmittelbar dem gewünschten Zweck dient, kommt sonst aus der neoliberalen Ecke und wird sonst in linken Zeitungen immer aufs schärfste verdammt.



    Wird die taz jetzt auf einmal auch noch neoliberal?

  • Bei einigen Beiträgen habe ich den Eindruck, dass dieser Satz überlesen wurde:

    "Was Soldaten wirklich brauchen, sind professionelle Krisenintervention und psychologische Betreuung – keine Militärbischöfe und keine Missionsarbeit in Uniform."

    Es geht nämlich gerade nicht darum Soldaten allein zu lassen.

    • @warum_denkt_keiner_nach?:

      En gutes Argument zeichnet sich dadurch aus, dass es die Wirklichkeit nicht verbiegt. Militärseelsorge ist professionelle Arbeit die auch Krisenintervention kann und psychologische Beratung beinhaltet. Auch liegt der Fokus der Militärseelsorge nicht dort wo das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist und konkrete ärztliche Hilfe notwendig ist. Der Fokus liegt vielmehr im Vorfeld von alldem bei der sozialen Arbeit.

  • Bei den Kommentaren hier fällt die Diskrepanz zwischen denen, die eine Meinung zum Thema haben, und denen, die persönliche Erfahrungen damit gemacht haben, besonders auf. Ich fand die persönlichen Erfahrungen lesenswert. Sie liefern das nach, was der Autor nicht recherchiert hat und wozu mein Umfeld mir nichts vermitteln kann, weil da kaum einer beim Militär war und keiner im Einsatz.

  • Ich bin strenggläubiger Atheist und als solcher großer Gegner aller Religionen. Aber wo in der Logik des Christentums findet die Kirche den Weg zum Militär? "Du sollst nicht töten" oder gar die Bergpredigt sehen mir nicht danach aus. Wäre ich Christ, sähe ich mich eher angekettet oder geklebt vor Kasernen, um die zum Morden ausgebildeten Menschen von ihrem Irrsinn abzubringen.

    Aber wenn man eine derart blutige Vergangenheit hat, wie die Kirchen, dann ist sowas wohl nur die logische Konsequenz. Vielleicht Zeit für die Menschen in Deutschland, mal wieder Erich Frieds "Krieg dem Kriege" in die Hand zu nehmen. Nur, damit auch mal optisch eindrucksvoll klar ist, wovon wir da reden. Und auch in diesem Buch sieht man Kanonen segnende Priester.

    de.wikipedia.org/wiki/Krieg_dem_Kriege

    • @Jalella:

      Im Rahmen der Selbstverteidigung zu töten ist sicherlich auch den gläubigen Christen erlaubt. Die Gegenwehr hängt davon ab, welche Waffen der Angreifer benutzt. Wenn ich aber in Gefahr Laufe, dass der Angreifer, obwohl er nur die Fäuste benutzt,dass der mir einen doppelten Kieferbruch zufügt (passierte mir vor 60 Jahren und ich spüre es heute noch, besonders bei Wetterumschwung), dann würde ich versuchen, wenn ich einen Knüppel zur Hand hätte, ihn damit auszuschalten. Ein Tritt in die Eier hat den Angreifer nicht davon abgehalten, ein zweites Mal zuzuschlagen.



      Wenn er durch den Knüppel dann zu Tode käme, ware mir das egal. Aber ich fürchte, die deutsche Gerichtsbarkeit würde mich verurteilen wegen inadäquater Wahl der Mittel ( Knüppel gegen Fäuste)



      Deutschland hat eine Verteidigungsarmee, und der mögliche Angreifer hätte höchstwahrscheinlich Schusswaffen. Also ist klar: Im Rahmen der Selbstverteidigung ist Zurückschießen angesagt.



      Soldaten sind Teil der kollektiven Selbstverteidigung und keine Mörder.



      Ich habe bei der Bundeswehr während der Schießübungen bei der Zieldarstellung ""Russe" hinter Holzstoß" immer auf die rechte Schulter gezielt.

    • @Jalella:

      "Du sollst nicht töten" war mutmaßlich nie absolut gemeint, sondern nur auf den eigenen Stamm bezogen.



      Hinweise darauf gibt es durch mannigfaltige Verbrechen durch die Kirche oder auch durch diverse Bibelstellen, welche die Steinigung für so schlimme Vergehen wie "Frau trägt Hose" empfehlen.



      Die Propaganda der Kirche ist anscheinend aber sehr gut darin Leute genau das glauben zu lassen, was sie möchten.

    • @Jalella:

      Fände ich super, wenn Sie sich in Russland vor den Kasernen anketten bzw ankleben würden, um die dort zum Morden ausgebildeten Menschen von ihrem Irrsinn abzubringen.

    • @Jalella:

      Wenn Kampf gegen den Putin-Faschismus, also handfesten Antifaschismus, wenn er dann notwendig als Mord bezeichnen, dann mögen Sie vielleicht recht haben. Dann wäre es nur Beihilfe zum Mord.

      Da es aber Antifaschismus ist, kann ich ihrem Standpunkt nicht folgen. Und auch in historischer Zeit war Antifaschisten durchaus Seelsorge zuzukommen..

      Mit einem Schwarz-Weiß Blick in dem alle Soldaten nur brutale Mörder auf Seiten eines mörderischen Regimes sind, verrennt man sich in der Argumentation.

      Und ich habe noch von keinem Pazifisten gehört, der sich in Russland an die Kasernen angekettet hat um die Soldaten von ihren Angriffen ab zu bringen. Christ muss man dafür übrigens auch nicht sein.

    • @Jalella:

      Tja, wenn der Blinde über Farben fabuliert. Ich bin auch nicht gläubig, aber dass sich Christentum - auch das NICHT von machtgeilen Klerikern pervertierte - und Wehrhaftigkeit nicht unbedingt widersprechen, habe ich schon mitbekommen.

      Im Alten Testament steht genau genommen "Du sollst nicht morden." - was nicht dasselbe ist wie ein generelles Tötungsverbot. Und dass Jesus die zweite hingehaltene Wange gutfand, führte noch lange nicht dazu, dass er z. B. die Händler im "Tempel seines Vaters" duldete oder ihm das Verständnis für die Existenz von Soldaten fehlte.







      Davon abgesehen missverstehen Sie vielleicht auch das Konzept von "Seelsorge", wenn Sie sie auf die Funktion reduzieren, religiös verbrämte Verhaltensregeln zu verbreiten. Sie dient auch häufig genug einfach nur dazu, Menschen zu helfen, sich in der Realität zurechtzufinden, und die ist halt für Soldaten "You're in the Army now." - mit Allem, was das für Folgen haben kann.

  • Meines Erachtens wird hier auch eine unzulässige Parallele zu früheren Armeen gezogen. Hier wird völlig verschwiegen, dass die Bundeswehr keine Angriffs- sondern eine Verteidigungsarmee ist. Die Soldaten werden also nicht ermutigt, für eine Landnahme zugunsten ihres Staates zu kämpfen, sondern haben die Aufgabe, das Land, in dem sie leben, gegen Aggressoren zu verteidigen, was unter anderem auch dazu dient, dass es Zeitungen, wie die TAZ gibt, die ihre Meinung frei verbreiten dürfen. Ich habe in meinem Leben eine ganze Menge Pfarrer:innen kennengelernt. Keine:r davon hat Angriffskriege befürwortet, sondern sie alle fühlten sich der Nächstenliebe und dem Frieden verpflichtet. Und dass Seelsorger andere Menschen mit dem Leben nach dem Tod vertrösten, ist bis auf wenige Fundamentalisten auch schon längst überholt. Die meisten Seelsorger in Krankenhäusern, Haftanstalten und anderen Einrichtungen haben mindestens eine psychologische Ausbildung. Also bitte mal besser recherchieren, bevor irgendwelche Gemeinplätze eingebracht werden, die nicht durch die Realität belegt sind.

  • Wer das geschrieben hat, hat nie gedient. Gerade in den Auslandseinsätze war der Geistliche ein starker Halt und Trost in manch dunkler Stunde. Zu den Gottesdiensten sind sogar oft Soldaten gekommen die sonst "Relgionsfrei" waren. Sie hatte meist das Beste Programm im eintönigen Lageralltag. (Unser hat extra Frauen- Abende gestaltet oder einfach mal einen simplen Kartenspiele Abend.)



    Sie haben oft einen anderen Blick und sind gute Zuhörer. Diese Institution abzuschalten, ist keine gute Idee

  • "Säkular" bedeutet nicht "atheistisch", Herr Nestmeyer. Tatsächlich hat der Staat für seine Soldaten, die entgegen der hier durchklingenden Meinung keine bewaffneten Lemminge sondern denkende und fühlende Menschen sind (und naturgemäß bei der Pflichterfüllung mit moralischen und emotionalen Extremsituationen konfrontiert werden), einen besonderen Fürsorgeauftrag. Und da es nunmal nicht zu knapp religiöse Soldaten gibt (und im Zweifel auch nichtreligiöse, die vielleicht gern mal mit jemand entsprechend berufenem darüber reden würden), ist Ihre kategorische Ablehnung der Militärseelsorge gelinde gesagt etwas unsensibel.

    Haben Sie schon mal echte Soldaten dazu befragt, wie sie den (Un-)Nutzen der Einrichtung sehen? Oder redet man als moralisch überlegener Religionskritiker mit Leuten, die sich - vom BVerfG verbrieft - von Berufs wegen als Mörder beschimpfen lassen müssen, zur Vermeidung unerwünschter Antworten besser nicht über ihr seelischen Bedürfnisse?

    Richtig ist der Hinweis, dass eine tendenziell sinkende Rate von gläubigen Soldaten pro Pfarrer kein gutes Argument für die Vergrößerung der "betenden Truppe" ist - für ihre komplette Abschaffung aber auch nicht.

  • "Schon in der preußischen Armee gehörten Feldprediger zur militärischen Ordnung"



    Geistliche in Kriegen ist so alt wie der Glaube selbst. Das gibt's nicht erst seit Preußen, das gab's schon bei den Römern, im alten Ägypten und bei den Germanen natürlich auch.



    Den Höhepunkt geistlichen Einfluss und Teilnahme an Kriegen mit Blick auf Europa erlebten wir im Mittelalter. Von auagerufenen Kreuzzügen über den steten Kampf zwischen Königen/Kaiser und Papst bis hin zu den mächtigen schlagenden geistlichen Orden.



    Wobei 'Kriegermönche' keine europäische Ausnahme ist, das gab es rund um den Globus in allen Kulturen.



    ---



    "Kriege wurden religiös legitimiert und moralisch flankiert."



    Wurden. Richtig. Vergangenheit. Hat das heute noch Gewicht?



    Früher waren Geistliche als Einflüsterer von Königen die Lenker im Hintergrund.



    Mir ist nicht bekannt, dass Merz noch einen privaten Kanzleramtspfarrer hat.



    Und die letzten Päpste rufen alle zu Miteinander, Menschlichkeit und Frieden auf. Kreuzzüge fordert keiner mehr.



    Was der Artikel aber auslässt ist der Tod. In Kriegen wird gestorben. Soldaten zuvorderst. In den letzten Minuten geistlichen Beistand haben zu können, beruhigt. Auch die die nicht glauben.

    • @Antje1971:

      Ja wie?

      “ Früher waren Geistliche als Einflüsterer von Königen die Lenker im Hintergrund.“



      Na logo.



      Sojet braucht Merz‘ Fritze keiner:



      Weder in Letzter ☝️ Brilon 🌳 📯🦌🪾🏕️🌳



      Noch gar in Arnsberg-Nieder🪣



      Nach 9 1/2 Jahren dort kann ich ehna sagen!



      Die laafe in sei Stadtbild mit 🔔🔔🗼



      Frei herum & einheimisch bekannt!



      Werfen noch im Kohlenkeller tief⚫️ Schatten -



      🙀an die Wand.



      Shure “bei Adolf“ wurde arisiert wie nichts Gutes!



      “Mein Opa war kein Nazi!“



      „Hauptsache mann tut es“ •

      Na Mahlzeit

      • @Lowandorder:

        Immer schön sich ein Rebus Kauderwelsch unter den eigenen Kommentar zu fangen.



        Quasi der Banksy des taz Forums.

        • @Antje1971:

          Dachts mir / Gnädigste



          Sie - kennen Alt-Arnsberg wie



          Nieder🪣🤷‍♀️!



          Eben - sonst wäre ehna das klar 👍



          Wie Kloßbrühe! Woll



          “Wenn du da mit dem falschen Bein aufstehst!



          Weiß das um🕙 die ganze 🏙️rundum



          share.google/d2mkJthXe8JMfWhPX - pepita fugenbreit grau •

          • @Lowandorder:

            Niedereimer nein. Aber Neheim durch Freunde. Möhnesee. Minigolf. Soest. Die Männer auf die Süd, wir Damen ins Kreuzviertel.



            Alles auf der anderen Seite der Autobahn ist aber Ausland...



            Hüsten bis Niedereimer nur aus der Seitenscheibe.



            Sauerland hat nie gereizt, haben unsere eigenen Berge.



            Landschaft hui, Menschen so lala. Merz verkörpert das aus meiner Sicht sehr beispielhaft.

            • @Antje1971:

              Klug.

              Btw Neheim & Hüsten ⛓️ & 💡 gen Arnsberg? Mach Bosse



              Der dazwischen verlaufende Graben gen RP Alt-Arnsberg ist n echter Riftzone



              (Arnsberg wollten die



              ⛓️💡💡Fabrikanten doch bloß weil Neheim Hüsten nicht putzt! 🙀



              Vorwahlen geblieben!;))



              &



              Soest? Na - was sagen die 👩‍🌾👩‍🌾 in



              Soest? Prost 🍻



              &



              Zur FH - war ich gelegentlich auch mal da! 🧐

  • Leider zeugen die Argumente in dem Artikel nicht gerade von einer Auseinandersetzung mit dessen zentralen Themen wie Spiritualität und Religiosität. Stattdessen wird Religion mit Tradition gleichgesetzt, was in der Moderne abgeschafft werden soll. Klassischer Fortschrittsoptimismus. Hinzu wird behauptet Spiritualität könne durch psychologische Betreuung ersetzt werden, was beidem nicht gerecht wird. Das zeugt von einem Menschenbild, das von einem rein rationalen Wesen ausgeht.

    Stimmige Argumente sind, dass die katholosche Kirche und die evangelischen Landeskirchen hier einen historischen Vorteil haben. Hier wäre eine Pluralisierung - idealerweise partizipativ mit den Soldat*innen - sinnvoll. Außerdem ist es natürlich schwierig, die Bundeswehr zu betreuen, ohne eine Rechtfertigung für diese zu liefern. Das gilt aber für alle Bereiche. Solange aber nur sinnlos gegen alles, was mit Religion zu tun hat verbal geschossen wird, kommen wir wohl kaum voran, irgendetwas zu ändern.

    • @Mzungu123:

      Ergänzen muss man: viele Ungläubige machen den Fehler, die Wirklichkeit zu beschränken auf das mit Mathematik, Ingenieurwissenschaften, Physik oder Psychologie Beschreibbare. Transzendenz aber ist genau das hiermit nicht Zugängliche.

  • Zitat: - "kam 2020 rechnerisch ein Geistlicher auf 500 katholische oder evangelische Soldaten. Bei der Gründung der Bundeswehr war ein Geistlicher noch für 1.500 Soldaten zuständig"

    Hihi. Was für ein eindrucksvoller Beleg für die Gültigkeit der Parkinsonschen Gesetze! - Oder musste das Priesterheer relativ auf das Dreifache wachsen, um auszugleichen, dass die Gottesfürchtigkeit der Schäflein in Uniform seither auf ein Drittel gesunken ist?

  • Also künftig nicht mehr für Gott und Vaterland?



    Bleibt nur noch das Vaterland – säkularisiert, bewaffnet und ohne metaphysische Rückendeckung.



    Welche Instanz übernimmt dann die seelische Rechtfertigung?



    Das Grundgesetz, die Einsatzregeln oder ein staatlich zertifizierter Sinn-Coach im Tarnanzug?



    Und wo verorten sich darin queere und weibliche Soldatinnen –



    als gleichberechtigte Verteidigerinnen einer Nation, die ihre Mythen nun in Verwaltungsdeutsch übersetzt?



    Gott war männlich, das Vaterland ist es auch.



    Und die Mutter?



    Die bleibt dort, wo sie immer bleibt:



    beim Gebären der Söhne – nicht bei der Rechtfertigung ihres Sterbens.

    • @Stefan Schmitt:

      Vater Land, Mutter Erde, Kinder Garten... TOUCHÉ



      taz.de/tomkariseit...000-10-02/tom.webp

      • @Mondschaf26:

        Luurens all. Heiter Volkers 🫦 -



        'n Ticken weiter



        Genderneutral - Mutter Erde



        Vater sand⌛️ hier 🕳️ entschwand🙀



        Kinder&Weise gehen inden 🪏🪴🫜



        Hä? - Gemach Gemach a Paris



        Der Goncourt-Preisträger - Ja wie?!



        Der in seiner Preisrede a publco



        Unverhohlen mit - eigentlich wollte



        Er selbige gar nicht halten!



        Mit Erwachsenen - lohne nicht -



        Wie mit 🐃🐂🐄 - 😅🧐



        Sei langem unterhalte er sich nur noch mit 👧👦👶👧

    • @Stefan Schmitt:

      Es gibt die Muttersprache und die Heimat wird auch meistens weiblich personi- bzw. mystifiziert.

      Zur seelisch-moralischen Rechtfertigung für Krieg reicht zur Not auch die Klassenfrage. Hat in der DDR, dem deutlich militaristischeren der beiden deutschen Staaten, auch wunderbar funktioniert

      • @Chris McZott:

        Was letzteres angeht, so kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass es nicht funktioniert hat. Die in der DDR zum Kommiss gepressten Grundwehrdienstler waren gänzlich demotiviert und hätten überhaupt nicht Krieg führen wollen, schon gar nicht gegen Westdeutsche. Und was die Klassenfrage und den sonstigen ideologischen Überbau anging, so herrschte an der Basis ungefähr die Haltung vor, wie sie zu der Zeit auf der anderen Seite Udo Lindenberg in einem Lied zum Ausdruck brachte: - "Wenn die große Bombe fällt, dann ist doch alles sowieso egal. Dann ist doch sowieso alles für'n A... gewesen ..."

        • @Kohlrabi:

          "Die in der DDR zum Kommiss gepressten Grundwehrdienstler waren gänzlich demotiviert und hätten überhaupt nicht Krieg führen wollen, schon gar nicht gegen Westdeutsche."



          Das war umgekehrt nicht anders.

    • @Stefan Schmitt:

      Daran hab ich auch gedacht...



      Aus eigener Erfahrung ist die allgemeine Anti-Haltung gegen die Gleichberechtigungsbeauftragten so unglaublich cool und trendig.

  • Ich bin mit der Erste der den Staat von der Kirche trennen möchte, aber bei den Militärpfaffen liegst du falsch.

    Ich habe sie in meiner Zeit als Zeitsoldat nie als die Missionare kennen gelernt wie du sie darstellst, sondern als Psychologen, Kameraden oder einfach gute Zuhörer.



    Kein ziviler Psychologe geht mit dir ins Feld (Ausland) und trotzdem brauchst du jemanden, vor allem weil es dir am Anfang nicht bewusst ist.

    • @allegutennickssindvergeben:

      Vollkommen richtig. Mein eigener Großvater ist als Feldgeistlicher sogar jahrelang mit in russische Gefangenschaft gegangen. Aus der NSDAP war er (nach einer kurzen Phase der verblendeten Begeisterung) schon vor dem Krieg wieder ausgetreten, weil er in den Nazis das Böse erkannte. Mit an die Front ist er trotzdem. Die verlief zu der Zeit übrigens ziemlich genau da, wo heute die Russen in der Ukraine ihr Unwesen treiben.

  • Achja....



    ggf. Sollte man dann auch dazu übergehen. Die kommunalen Beiträge zu kirchlichen Kindertagesstätten (90-95% )zu streichen.



    Solls doch die Kirche bezahlen die hier schon die kleinsten indoktriniert und ganz nebenbei Kirchensteuer kassiert....

    • @Uncle Fester:

      "ggf. Sollte man dann auch dazu übergehen. Die kommunalen Beiträge zu kirchlichen Kindertagesstätten (90-95% )zu streichen."



      Kindertagesstätten werden ohnehin nur in Form von Personalkosten und Sachkosten für die konkrete Arbeit mit den Kindern finanziert. Für Bau und Unterhaltung der Gebäude ist die Kirche zuständig. Kindergärten sind für die Gemeinden immer ein Zuschussgeschäft.

  • "Für mehrere tausend muslimische Soldaten gibt es bis heute keine Militärimame – angeblich wegen ihrer „Heterogenität“." Wieso "angeblich? Der Islam IST eine sehr heterogene Religion. Und für einen Sunniten ist der Gedanke, zu einem Schiitischen Imam zu gehen, nicht wahnsinnig hilfreich - von Alewiten etc. will ich da gar nicht erst anfangen.

    Mal abgesehen davon: Wo gestorben wird, sind Seelsorger sehr hilfreich. Dem Autor mag Religion egal sein, und das ist sein Recht. Aber viele gläubige Menschen, die ihnen nahestehende Menschen verlieren, profitieren eben von einem Seelsorger mehr als von einem Psychologen. Das einfach abschaffen zu wollen, zeigt aus meiner Sicht vor allem die Ignoranz des Autors gegenüber religiösen Belangen. Wenn der lebenskundliche Unterricht so problematisch ist, könnte man ja auch einfach diesen abschaffen, anstatt das Kind mit dem Bade auszuschütten.

    • @Agarack:

      Ist das denn mit den Imamen wirklich so? Hier wird doch schon wieder über statt mit Muslimen geredet. Wie von anderen auch beschrieben, leisten christliche Geistliche in der Truppe viel mehr als Missionierung. Wo ist also die repräsentative Umfrage unter unseren muslimischen Soldaten, die ihre Diversität und Wünsche mal gemessen hat? Wo ist das Pilotprojekt, welches belegt dass „überkonfessionelle“ Seelsorge im Islam nicht funktioniert, weil der zu divers ist?

      • @bernd konfuzius:

        Es gibt dafür längst ein Pilotprojekt: www.ndr.de/kultur/...taerimame-100.html

        Es wird also durchaus MIT den Muslimen geredet, aber für die Situation BIS jetzt ist die Argumentation mit der Heterogenität der Muslime ziemlich plausibel.

        • @Agarack:

          Es gibt vor allem keine organisierten muslimischen Religionsgemeinschaften, sondern nur Moscheevereine. Es fehlen also die Ansprechpartner.

      • @bernd konfuzius:

        Wenn Sie auch nur eine Handvolle muslimische Bekannte hätten, wüssten Sie, dass die Heterogenität durchaus real ist. Eine Umfrage unter den Betroffenen ist natürlich trotzdem nicht verkehrt, aber realiter sind Traditionen und Schulen sehr wichtig - innerhalb der größten Strömung, den Sunniten. Da reden wir noch gar nicht von den Unterschieden zu Schiiten, geschweige denn von beiden Großen nicht akzeptierte Richtungen wie Aleviten oder Ahmadiya.

  • Dem ist nichts hinzuzufügen!



    Die Missionierungswut der Christen aller Couleur war schon immer ein perfides Machtinstrument der Unterdrücker seit den Kreuzzügen und eigentlich schon seit den Anfängen der Christianisierung.



    Dient bis heute zur Legitimisierung von Mord und Totschlag weltweit!!!

    • @ Christoph:

      Mission machen alle. Manche politische Analyse nennt es dann Werbung oder Wahlwerbung oder Propaganda oder moralinsaure Bevormundung.



      Du sollst ein neues Auto kaufen, denn nur dann bist Du frei.



      Du sollst Dich und Deine Kleidung mit unserem Waschmittel waschen, denn nur dann gibt es porentiefe Reinheit.



      Du sollst nicht rauchen.



      Du sollst die Umwelt schützen.



      Du hast ein Recht auf hohe Sozialhilfe, auf Abtreibung, auf eine Wohnung in guter Lage (wenn Du uns wählst).



      Geht alles ohne Religion. Aber verspricht doch so großartige Verheißung.

  • Fürs Militär ist es eben praktisch, Geistliche zu beschäftigen, die den Soldaten einreden, es gäbe mehr als ein Leben. Das steigert die Chance, dass die Soldaten das aktuelle Leben nicht so wichtig nehmen. So arbeiten Militärführung und Geistlichkeit Hand in Hand.



    Ändern wird sich natürlich nichts. Schon weil der Bundesrepublik nur auf dem Papier säkular ist. In der Praxis rennen unsere Politiker bei jeder Gelegenheit in die Kirche.

    Übrigens. Die Politoffiziere der NVA sind auch kein Vorbild.

  • Hat Herr Nestmeyer gedient? Und falls ja, war er im Einsatz, oder beruht seine gesamt Erfahrung auf 12 Monaten auf Stube sitzen? Denn wer tatsächlich mal raus war, kennt die Wichtigkeit seelischer Betreuung in einem seelisch so fordernden Beruf. Nicht für jeden, aber für viele, auch für atheisten/ andersgläubige. Zu sagen, weniger für mentale Gesundheit zu tun um moderner zu werden ist so eine Verdrehung, da fällt mir nichts zu ein. Das Fehlen von Imamen ist in der Tat ein Problem. Der Grund wird hier zwar angedeutet, aber eben missverständlich. Das Problem ist, dasa das bisherige System vorsieht, dass die Geistlichen von ihren Organisationen geschickt werden und nicht individuell für die Bundeswehr arbeiten. Bei den Kirchen und dem Judentum ist das möglich, eine geeinte übergreifende Organisation fehlt beim Islam jedoch. Trotzdem, ist die Behauptung es gäbe keine Imame in der Bundeswehr falsch, in diesem Jahr läuft ein Pilotprojekt an, bei dem tatsächlich Imame mit individuellen Verträgen angestellt werden, um die muslimischen Kameraden zu betreuen.

  • 8G
    846224 (Profil gelöscht)

    Interessanter Artikel, berechtigte Fragestellungen.



    Die Kirchen sind grundsätzlich immer bestens in das jeweilige politische System eingebunden und vernetzt.



    Dies hat in der Geschichte und wird auch in der Zukunft deren eigene Daseinsberechtigung sichern.

    • @846224 (Profil gelöscht):

      In der DDR war die Kirche eher auf der Seite der Opposition zu finden. Und auch im dritten Reich gab es die Bekennende Kirche mit Leuten wie Martin Niemöller und Dietrich Bonhoeffer. Bevor man solche Statements einbringt, sollte man sich erst einmal über die Fakten informieren.

  • Vorweg: Ich bin keine Freundin des Militärs und auch nicht der Militärseelsorge.



    Und dennoch: Heutige Militärseelsorge ist zwar in Uniform, aber eben nicht in die militärische Hierarchie eingegliedert (oder was soll mit "militärischer Ordnung" sonst gemeint sein?).



    Mit dem Versagen im 3. Reich kann man alles und nichts begründen, was die Kontinuität von Institutionen betrifft - zumindest wurde so ziemlich alles nach dem WK II irgendwie weitergeführt. Alles abschaffen?



    Wer fowid zitiert, muss dazu sagen, dass das kein neutrales, sondern ein kirchenkritisches Institut ist, was im Blick auf dessen Träger noch eher freundlich formuliert ist.



    Muslimische Militärseelsorge ist in Arbeit und steht kurz vor ihrer Einführung.



    Dass der Lebenskundliche Unterricht von den Militärgeistlichen erteilt wird, ist kein Geheimnis. Er ist weltanschaulich neutral zu unterrichten. Man hat den Eindruck, dass das gelingt. So what?



    Man kann Kosten für Militärseelsorge beklagen. Es ist aber inkonsistent, das Geld erst lieber für "marode Kasernen" etc. ausgeben zu wollen und dann zusätzlich "professionelle Krisenintervention" etc. zu fordern.



    Es ist komplex.



    Grundsätzlich: Militärkritik wäre wichtiger.

  • "In der Nationalen Volksarmee der DDR gab es übrigens keine Militärseelsorge." In der Nationalen Volksarmee der DDR gab es ürbiegens auch viele andere Dinge nicht, die abweichende Meinungen hätten bestärken können oder anderweitig nicht in das Bild des Arbeiter- und Bauernstaates gepasst haben nach Ansicht der Parteiführung.

    Die Militärgeistlichen missionieren desweiteren nicht sondern freuen sich über jeden, der freiwillig vorbei schaut, was das Recht unserer Soldaten ist, aber nicht deren Pflicht.

    Der lebenskundliche Unterricht ist ebenfalls keine Missionierungsveranstaltung. Es ist nicht unüblich die Stunden hierfür zusammen zu fassen und dann eine Reise zu machen. Zum Beispiel zu Orten des Ersten Weltkrieges wo dann besprochen wird, wir es zu diesem sinnlosen gegeneinander rennen der Völker kommen konnte und wie Nächstenliebe dem entgegen steht und wie wichtig Versöhnung ist. Geht auch alles ohne Religion aber wozu abschaffen was funktioniert?

    Die Pfarrer und Pastoren machen auch viel ökomenisch. Wenn es Freitag morgens nur einen Termin gibt, müssen die sich den ja auch teilen.

  • Wie wäre es, wenn die Kirchen es ablehnen würden, dass Menschen in Uniform an Gottesdiensten teilnehmen? ... das gälte dann auch für die freiwillige Feuerwehr.

  • Ich behaupte mal, der Verfasser dieses Artikels hat sich noch nie mit Soldaten über die Rolle der Militärseelsorge ausgetauscht. Soldat sein ist auch immer eine Konfrontation mit Tod und Leid. Das sind auch spirituelle Themen, bei denen die Militärgeistlichen häufig Ansprechpartner werden, ganz unabhängig von Glaube und Konfession. Über die Kosten und das Preis-Leistungsverhältnis lässt sich sicherlich diskutieren. Das im Artikel zugrunde gelegte Verständnis von Militärseelsorge, geht aber an der Wirklichkeit der Truppe völlig vorbei.

    • @Tränentier:

      "Soldat sein ist auch immer eine Konfrontation mit Tod und Leid."

      Und da braucht es staatlich bezahlte Märchenerzähler, die vorgaukeln, dass es ja im Ernstfall noch ein Leben gibt?

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        Nein. Aber die Angst vor dem Tod und die Sorge um die, die wir lieben, ist zutiefst menschlich. Nicht jeder kann mit so einem Gesprächsthema umgehen, aber mit der Militärseelsorge gelingt das recht zuverlässig.

  • Ja wie?

    Die Koppelschlößer mit - GOTT MIT UNS - 🙀



    Und dem weggefeilten Hakenkreuz drunter wa!



    & Drinnen als Negativ natürlich pima zu sehen!



    Sollten post WK II & Drittes Reich - Newahr!



    Sollten doch eigentlich reichen! Wollnichwoll



    Normal Schonn •

  • Dass es in der DDR keine Militärseelsorge gab, ist allerdings ein überzeugendes Argument.

    • @Franz Hofer:

      Dafür gab es ja alle anderen Freiheiten: Die Freiheit, eine Einheitspartei und damit seine eigene Unterdrückung wählen zu dürfen, die Freiheit, den Nachbarn bei der Stasi hinzuhängen, die Freiheit, sich ausschließlich im Staatsgebiet der DDR aufhalten zu dürfen bis hin zu der Freiheit, sich beim Verlassen desselben von Grenzsoldaten erschießen zu lassen und viele Freiheiten mehr. Da wäre eine Einschränkung der grenzenlosen DDR-Freiheit durch Militärseelsorger gar nicht zumutbar gewesen.