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CDU-Politiker Manuel HagelVon der Sparkasse in die Spitzenpolitik

Jung, ehrgeizig, strategisch geschult – Manuel Hagel gilt als große Hoffnung der Südwest-CDU. Im Wahlkampf zeigt sich: Talent allein reicht nicht.

Der CDU-Politiker Manuel Hage könnte der nächste Ministerpräsident von Baden-Württemberg werden Foto: Achim Zweygarth/imago

Langsam geht dem Bläserquartett die Puste aus – aber wo ist der Kandidat? Der steht noch draußen im Foyer, vertieft in Gespräche mit Honoratioren. Das Publikum wartet. Als er dann endlich den Saal betritt, haben die Musiker schon aufgegeben. Freundlicher Applaus, Hagel winkt kurz in den Saal, dann geht’s los.

Ein solider, wenn auch etwas hüftsteifer CDU-Wahlkampfabend in der Festhalle in Rottenburg nimmt seinen Lauf. Einer von über 100 im ganzen Land. Der dunkle holzgetäfelte Saal, Baujahr 1900, ist gut gefüllt, aber nicht brechend voll. Anders als einige Wochen später beim grünen Gegenkandidaten.

Die alte Römerstadt ist ein liberales Pflaster. Rottenburg ist Mitglied der Seenotrettung, die einzige mit einem CDU-Stadtoberhaupt. Oberbürgermeister Stephan Neher hält ein recht reserviertes Grußwort auf Hagel. Bei der Flüchtlingspolitik setzt der OB auf Aufnahme, der Kandidat auf Begrenzung. Immerhin bei der strikten Abgrenzung zur AfD sind sie sich einig. Dafür bekommt Hagel den meisten Applaus. Am Schluss gibt es noch ein Fläschchen örtlichen Schnaps, den sie auch schon Angela Merkel geschenkt haben. Vielleicht ein kleiner Hinweis, dass die Kanzlerin hier noch ein paar Fans hat.

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Politik dort gelernt, wo die CDU-Welt noch wie früher ist

Der Weg zurück an die Macht ist für die CDU im Südwesten lang und mühsam. Trotzdem könnte der Wahlabend am 8. März der Triumph des Manuel Hagel werden. Er hat Chancen, in Baden-Württemberg wieder das herzustellen, was seine CDU eigentlich für den Normalzustand hält: einen Unions-Mann auf dem Ministerpräsidentenposten. Hagel wäre dann gerade noch 37 Jahre alt. Sein zeitweiliges Vorbild, der frühere österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz, war bei Amtsantritt noch mal sechs Jahre jünger.

Vielleicht war nicht jedem im Saal in Rottenburg vorher der Name dieses jungen, stets korrekt frisierten Mannes geläufig gewesen. So geht es jedem fünften der Badener und Württemberger. Dennoch lag die CDU vor einigen Wochen noch 6 Prozent vor den Grünen, in dieser Woche waren es nur noch 1 Prozent. Und nur 19 Prozent würden Hagel direkt wählen, seinen Gegenkandidaten Cem Özdemir dagegen 30 Prozent. Könnte also eng werden.

wochentaz

Dieser Text erschien zuerst in der wochentaz, unserer Wochenzeitung von links!

In der wochentaz geht es jede Woche um die Welt, wie sie ist – und wie sie sein könnte. Eine linke Wochenzeitung mit Stimme, Haltung und dem besonderen taz-Blick auf die Welt. Jeden Samstag neu am Kiosk und natürlich im Abo.

„Sie kennen mich nicht“

Hagel macht Witze darüber: Anders als damals Merkel mit dem Slogan „Sie kennen mich“ müsste er eher „Sie kennen mich nicht“ plakatieren.

Deshalb hier eine kurze Zusammenfassung dessen, was in den letzten 15 Jahren im Leben des Manuel Hagel geschah: Mittlere Reife, Bankausbildung, 2009 Filialleiter der Sparkasse seines Heimatorts. Für die CDU sitzt er im Gemeinderat, dann im Kreisrat, ist Kreisvorsitzender, Generalsekretär und Fraktionsvorsitzender. Und dann, 2023, auch Parteivorsitzender. Daneben gründete Hagel eine Familie und ist Vater von drei Kindern. Sein Gegner, Politroutinier Cem Özdemir, war auch mal der Jüngste und macht heute einen Wahlkampf, den man mit dem alten Slogan eines Haushaltsgeräteherstellers zusammenfassen könnte: aus Erfahrung gut.

Um da auf Augenhöhe zu sein, versucht Hagel gelegentlich, etwas mehr zu scheinen, als er ist. In seinem alten Job bei der Bank durfte er sich als Filialleiter aus nicht ganz verständlichen Gründen „Direktor“ nennen. Auf seiner Abgeordnetenseite bezeichnete sich Hagel zudem lange als diplomierten Bankbetriebswirt – ohne den Zusatz, dass er diesen Abschluss nicht nach einem Studium erhalten hat, sondern nach einer Fortbildung der „Frankfurt School of Finance & Management“.

Acht Jahre altes Video

Und zwei Wochen vor der Wahl erscheint ein acht Jahre altes Video, in dem Hagel in einem Regionalsender über einen Termin in einer Schule schwärmt: „80 Prozent Mädchen. Da gibt es für 29-jährige Abgeordnete schlimmere Termine.“ Über die „rehbraunen Augen“ eine Schülerin sagte er, die werde er „nie vergessen“. In seiner Stellungnahme gibt er sich wenig Mühe. „Mist“ sei das gewesen. Die moralische Einordnung delegiert er an seine Frau: Die habe ihm dafür damals tüchtig den Kopf gewaschen, sagt Hagel.

Je länger also der Wahlkampf dauert, desto mehr Risse zeigt die spiegelglatte Oberfläche. Dabei will Hagels CDU doch Verlässlichkeit signalisieren. Gerade in der Unsicherheit wählten die Leute die Union, sagt Hagel. Und während bei Bosch, ZF Friedrichshafen und Daimler Arbeitsplätze abgebaut werden, verbreitet Hagel im Wahlkampf mit seiner „Agenda der Zuversicht“ und seinen Instagram-Bildern, unterlegt mit „Can’t Stop“ von den Red Hot Chili Peppers, irritierend gute Laune.

In seinen Reden appelliert Hagel an Tüftlergeist und Findigkeit im Südwesten. Man habe doch aus dem „Minus zwischen Baden und Württemberg ein echtes Plus“ gemacht, kalauert er. Seine Rezepte sind seltsam nostalgisch. Gegen Wohnungsnot verspricht er Zuschüsse fürs Eigenheim, als wäre Häuslebauen im dicht besiedelten Baden-Württemberg die Lösung. Er verspricht mit der Gründergeste eines Lothar Späth eine elfte Universität für KI im Land, obwohl das Land da schon vorn mitspielt. Sinn und Finanzierung des Projekts bleiben unklar. Selbst in den eigenen Reihen, so schreiben es die Kollegen von Kontext, nennen sie ihn heimlich den „Phrasen-Hagel“.

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taz talk zur Wahl in Baden-Württemberg

LIVE, Dienstag, 3. März, ab 17 Uhr

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Aber vielleicht glaubt Hagel solchen Politkitsch auch ein bisschen selbst. Denn Politik hat er dort gelernt, wo die CDU-Welt auch nach 15 grünen Regierungsjahren noch wie früher ist. Das Städtchen Ehingen, eine halbe Autostunde von Ulm entfernt, knapp 28.000 Einwohner, drei Kirchen, vier Brauereien. Touristen werden mit der Bierkultur angelockt. Im properen historischen Ortskern gibt es, so weit das Auge reicht, kein Stadtbild-Problem.

Fastnacht, Feuerwehr, Sparkasse

Hier hat die CDU auch während der Kretschmann-Ära im Gemeinderat noch unangefochten die Mehrheit. Das sogenannte politische Vorfeld – Fastnacht, Feuerwehr, Sparkasse – ist fest in der Hand von Konservativen. Auch wenn Hagel wohl aus nicht ganz idyllischen Familienverhältnissen kommt. Der Vater ist Polizeibeamter, quittiert vorzeitig den Dienst, das Geld ist eher knapp. Aber einer wie Hagel kann hier mit Fleiß, Gespür und den richtigen Kontakten schnell nach oben kommen.

Hagel sei extrem umtriebig, heißt es. „Nicht einmal der Manu selbst weiß, in wie vielen Vereinen er Mitglied ist“, sagen sie im Ort. Ein persönlich angenehmer Typ sei er, der mit seinen Mitmenschen auskommen wolle und immer gesprächsbereit sei, so beschreiben ihn Stadtratskollegen. Ein Vertreter jener CDU, die sonntags das hohe Lied auf den Erhalt der Schöpfung und Heimat singt, aber wenn es dann um ein Neubaugebiet oder um die Erweiterung des Werksgeländes vom größten Arbeitgeber vor Ort geht, zuverlässig für den Flächenfraß stimme, beobachten Grüne. „Der Boden sei ja nicht weg, sondern dann nur anders genutzt“, habe Hagel ihm mal erklärt, wie sich ein grüner Gemeinderat erinnert.

Seine Devise als Spitzenkandidat: Reibung vermeiden

2016 zieht Hagel mit dem besten CDU-Wahlergebnis seiner Partei in den Landtag ein. Parteichef Thomas Strobl macht ihn gleich zum jüngsten Generalsekretär. Er ist Teil von Strobls Modernisierungsprojekt, das die Honoratiorenpartei im Südwesten jünger und weiblicher machen soll. Hagel ist da grade 28 und die Union im Südwesten tief zerstritten. Mit zahllosen Gesprächen, so berichten es Parteifreunde, habe Hagel die Gräben zugeschüttet – und wohl auch mit vielen Versprechen.

Wer Hagel als Generalsekretär kennenlernte, vor dem saß ein extrem gut vorbereiteter Politiker, der sein Weltbild mit kompakten Schlagworten beschreiben konnte. Tradition und Moderne, Bewahrung der Schöpfung als konservativer Wert. Innere Sicherheit als Unions-Kernthema, aber auch Weltoffenheit, was Glauben und sexuelle Orientierung angeht.

„Wechselt recht schnell das Thema, wenn man nachfragt“

„Der Manuel kennt sich in erstaunlich vielen Themen auf den ersten Blick gut aus“, sagt einer, der ihn lange kennt. Aber es gehe dann im Gespräch nicht wirklich in die Tiefe. „Er wechselt recht schnell das Thema, wenn man nachfragt.“ Dafür kennt Hagel alle Erhebungen und Untersuchungen zum Wählerverhalten und alles zur Empirie von Wahlkämpfen.

Bei der Landtagswahl 2021 ist er für den Wahlkampf der Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann verantwortlich. Eine Frau mit eigenem Kopf und gelegentlich harschem Ton. Es ist der Coronawahlkampf. Als seine Spitzenkandidatin, die damals auch Kultusministerin ist, gegen die Linie der eigenen Kanzlerin trotz hoher Infektionszahlen Schulöffnungen verlangt, distanziert sich Hagel unverhohlen. Das ist nicht mehr sein Wahlkampf und auch nicht seine Niederlage.

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Und jetzt, fünf Jahre später als Spitzenkandidat, heißt seine Devise: Reibung vermeiden. Auch wenn seine Partei gern mehr Wölfe abschießen würde – zum Wahlkampf-Porträt mit dem Spiegel erscheint der passionierte Jäger auf seinem Hochsitz lieber ohne Gewehr. Wer, wie die taz, für ein Interview mit Hagel wie üblich bei der Presseabteilung Themen ankündigt, muss mit dem Anruf eines Mitarbeiters rechnen, der kritische Themen rausverhandeln will: „Das kann ich meinem Chef so nicht vorlegen.“

Vorher dagegen, jetzt dafür

Das sei nix Neues, erfährt man in Ehingen. Hagel habe schon immer genau gewusst, bei welchen Abstimmungen im Gemeinderat er besser fehlt, um später nicht auf diese oder jene Position festgelegt zu werden, erzählen Ratskollegen. Auch im Landtag bleibe der Sitz des Fraktionschefs immer dann leer, wenn zu befürchten ist, dass man ihn in der Debatte auf Positionen festnagelt. Im Sommer sagte Hagel, er könne sich ein Social-Media-Verbot für Kinder vorstellen. Später erklärt er: Verbote nur während des Unterrichts. Dann beschließt die CDU auf ihrem Bundesparteitag eine Altersgrenze. Jetzt ist Hagel dafür.

Hagel habe noch nie regiert, sagen seine Gegner. Auch Vorgänger wie Oettinger und Kretschmann seien vom Fraktionsvorsitz nach der Wahl schnell zum Regierungschef gereift, sagen Anhänger. Er lege seit Jahren eine steile Lernkurve hin, loben Berater. Aber reicht das? Kann man Ministerpräsident by doing werden? Möglich, dass Manuel Hagel das bald beweisen muss. Falls ihm nicht die Puste ausgeht.

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34 Kommentare

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  • Wenn man sich jetzt so an dem beschämenden Interview von 2018 abarbeitet, und sich empört, dann muss man auch sagen das Herr Hagel in den 1980 ern vielleicht in einer anderen Partei besser aufgehoben gewesen wäre



    www.deutschlandfun...toleriert-100.html

    • @Georg Sonntag:

      Es geht um das Frauenbild, hätten Sie gerade den Link zu diversen Unionsäußerungen in jener Zeit und später auch noch?

      Doch zurück zur Gegenwart. Wer als Person kann Ministerpräsident, und welche Partei hat auch programmatisch-inhaltlich g'schaffd und welche nur die Haare schön? Die Frage werden sich manche am Sonntag stellen und womöglich zu verschiedenen Ergebnissen kommen. Punkte hierzu hat der taz-Artikel dabei zumindest angetippt.

  • Hab mich nach einem Tag im Main Tauber Kreis gefragt ob die Grünen überhaupt zur Wahl stehen. An den Laternen Özdemir von links, rechts, vorne... Aber wo ist die Sonnenblume? Entweder ist sie nicht auf dem Plakat oder so klein das sie übersehen werden soll. Ich denke es ist der größte Personenkult in dieser Region seit dem Badischen Großherzog.



    Die Frage ist nur, distanzieren sich hier die Grünen von Cem Özdemir? Schließlich hat er die Stadtbild Debatte schon geführt bevor Friedrich Merz daran dachte



    taz.de/Migrationsdebatte/!6040628/



    Oder Cem Özdemir von den Grünen.



    "Das Hemd schwitzt nicht von alleine" , so eine seiner Aussagen auf bestem Schwäbisch. Klingt nach konservativem Häuslebauer.



    Ganz anders die Partei im Berliner Wahlkampf, die das blaue vom Himmel versprechen, deren Hemd schwitzt nämlich in Bayern und Baden-Württemberg. Genannt Länderfinanzausgleich. Aber wenn die Wirtschaft weiter erdrosselt wird von Bürokratie und NGOs, vielleicht vielleicht kommt auch Baden Württemberg zum erlesenen Kreis der Kostgänger. Dann wäre es unangreifbar

  • Hagel hat wenigstens einen Beruf gelernt und in der Wirtschaft gearbeitet. Das können viele Politiker nicht von sich sagen.

    • @Filou:

      Ich bin in einem Punkte bei Ihnen. Dass wir nicht nur reine Politikers (m/w/d) von Schule bis Bahre brauchen, denn eigentlich müssten wir alle politisch gebildet und handlungsfähig sein wie die reichen Athener Bürger (m). Die freilich wegen ihrer Sklaven selbst nie arbeiten mussten (so etwas die Quandt-Klattens heute). Und schon daher unabhängig waren.

      Hagel hat anders als Merz sein Notizbuch nicht in die USA verkauft, das erkenne ich an. 'Äffa' M. kennt ihn zwar schon nicht mehr, doch wir brauchen auch M. Hagels.

      Fragezeichen Nr. 1: Wie schaffen wir es denn, dass ausgerechnet Politik nicht so professionalisiert ist wie andere Berufe auch? Die Frage ist ernsthaft gemeint. Reybrouck schlägt da Losverfahren à la Athen vor, aber auch die Bildung müsste breiter werden.

      Politik ist übrigens ein Beruf, den kann mensch lernen. Etwa: Junge Union oder andere Jugendorganisation, dann Studium von Jura, Politik, BWL; Mitarbeiter(in) von MdB und selbst starten.

      Fragezeichen 2 bezieht sich auf Hagels Fähigkeiten, seiner Programmatik, seinen Ideen, seiner Personalpolitik. Das wäre bei Prof. Dr. Hagel genauso.

  • Was hat die Feuerwehr damit zu tun, ob jemand konservativ oder



    progressiv ist, ist doch mehr als in Ordnung, wenn man sich für die



    Allgemeinheit in seiner Freizeit engagiert und nicht nur kluge Reden hält.

    • @behr Behr:

      Die Feuerwehr ist wohl einer der Orte im Ort, wo sich noch alle treffen. Vielleicht manchmal zum Schaden der Leber, doch das ist mal zweitrangig.

  • Der glatte allseits auf seine Karriere achtende provinzielle Hagel.

    Viel schlimmer aber ist die Angepasstheit, die Daniel Bayaz, Finanzminister der Grünen, im taz-Gespräch auf Youtube gegenüber Günther Oettinger (CDU) ausstrahlt.

    Von Wahlkampf keine Spur, stattdessen Lobhudeleien gegenüber der CDU und einen Stich gegen Trittin, der eine Koalition zwischen Grünen und CDU im Bund verhinderte.

    taz-Chefreporter Unfried packt die "Kontrahenten" mit seinen Fragen in wohlige Watte, während sich Bayaz immer wieder in mändernden Erläuterungen über Unternehmen, Tüftler, die Vorteile der Provinz gegenüber München, RAP verliert, bis am Ende der Veranstaltung einer Zuschauerin der Kragen platzt: "Jetzt am Schluss mal was Konkretes: sprechen sie mal von der Erbschaftssteuer!"



    Benno Stiber (taz) lacht schrill und würgt die Zuschauerin kurzerhand mit der Bemwerkung ab: "Das macht uns jetzt die Schlussrunde kaputt!"

    Darum ist die Kommentarfunftion zum taz-talk auf Youtube geschlossen. Damit niemand die provinzielle Ruhe zwischen CDU und den Grünen und der taz stört!

    Spitzenpolitik und Spitzenpolitikberichterstattung pur!

    www.youtube.com/wa...PORCBA_p3k&t=1860s

    • @Lindenberg:

      Peter Unfried wähnt sich als Schwarz-Grüner, und am Spätzlewesen soll die Welt genesen. Papi wäre stolz, und es hat ja gar nicht wehgetan.



      Das war bei seinen Beiträgen schon immer so, das muss aber nicht so bleiben. Denn das reicht einfach nicht. Wobei die Aufgabe eines Mediums _nie ist, meine Meinung zu haben.

      Mensch muss zugleich lassen, dass die Einbindung der CDU als Juniorpartner die wohl auch zivilisieren könnte. Erbschafts-/Vermögenssteuer isch aber s Minimum. Auch BaWü hat ein Gerechtigkeitsempfinden.

    • @Lindenberg:

      Danke für die treffende Beobachtung! Gell



      …anschließe mich



      &



      Dieses abartige Konsenzgehuber einschl. taz



      Rightwing-Drifting vom Feinsten!



      “Linkes Portal“ 😂😂😂😂 das war einmal •



      Glatter UWG-Verstoß! Gellewelle&Wollnichwoll



      🤖 Das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) schützt Mitbewerber, Verbraucher und die Allgemeinheit vor unlauteren geschäftlichen Handlungen, um einen unverfälschten Wettbewerb zu sichern. Es verbietet irreführende Werbung, unzumutbare Belästigungen (z.B. Spam) und aggressive Geschäftspraktiken. Verstöße können zu Abmahnungen und Schadensersatz führen.“

      Hauptsache gut 🧹🧹🧹🧹🧹gekehrwocht •



      Eine kleine feine Spätzle-Connection! Newahr



      Normal

  • "Auf seiner Abgeordnetenseite bezeichnete sich Hagel zudem lange als diplomierten Bankbetriebswirt – ohne den Zusatz, dass er diesen Abschluss nicht nach einem Studium erhalten hat, sondern nach einer Fortbildung der „Frankfurt School of Finance & Management“."

    Also die die Frankfurt School of Finance & Management ist eine nach hessischem Hochschulgesetz anerkannte und sehr renommierte Hochschule mit Promotionsrecht.

    Ich halte daher das Wort "Fortbildung" im Zusammenhang mit einem dort erworbenen akademischen Abschluss für nicht ganz angemessen. Was soll das?

    • @Karl B:

      Ist die alte Bankakademie, ohne NC und privat.



      Sewing war dabei auch mal drauf.

      Wenn er wirklich den Bankbetriebswirt gemacht hat, ist der keine gesetzlich geregelte Fortbildung und damit weder ein Hochschulabschluss, noch ein Berufsabschluss mit Abschlussprüfung vor einer öffentlich-rechtlichen Stelle, wie der Industrie- und Handelskammer oder der Handwerkskammer. Das Studium käme danach. Gerade bei Wikipedia auch noch mal gecheckt. "Bankbetriebswirte sind ideale Besetzungen für Posten in der unteren bis mittleren Führungsebene und in der gehobenen Kundenberatung. "

      • @Janix:

        Sie ist aus der Bankakademie hervorgegangen. Mittlerweile aber mit breiterem Angebot höherem wissenschaftlichem Anspruch. Hier aus Wikipedia: "Die Frankfurt School ist nach Hessischem Hochschulgesetz anerkannt und damit sind auch die akademischen Grade, die sie ihren Absolventen verleiht, anerkannt. Sie ist eine von vier deutschen Hochschulen, die von AACSB[7], AMBA[8] sowie EQUIS[9] akkreditiert wurden und gehört damit zum Kreis der Triple Crown akkreditierten Business Schools. Außerdem ist die Frankfurt School von der Stiftung Akkreditierungsrat akkreditiert. 2015 erhielt sie vorerst das befristete Promotionsrecht. Im selben Jahr akkreditierte sie der Wissenschaftsrat für weitere fünf Jahre als eine Hochschule, die einer Universität gleichzustellen ist.[10] Zum Ende des Jahres 2016 hat das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst die Entfristung des Promotionsrechts für die Frankfurt School ausgesprochen."

        Man mag ja von Herrn Hagel halten, was man will, kann ihn kritisieren und seine Ausbildung hinterfragen. Aber warum muss man eine sehr gute private Universität diskreditieren?

        • @Karl B:

          Sein Titel ist eben kein Dipl.Betriebswirt oder Dipl. Kaufmann. Es ist eine Ausbildung - ohne dass ich jetzt gesagt hätte, dass Dipl.Betriebswirt oder Dipl. Kaufmann sonderlich wissenschaftlich vorgehende Studiengänge wären. Non omnibus licet adire Brivatum, um den Piraten aus Asterix zu zitieren.

          Der Artikel hat nach meinem Eindruck die Ex-Bankakademie nicht sonderlich kritisiert, sondern die frühere verwischende Sprache Hagels.

    • @Karl B:

      Zwischen einem Vollstudium an einer Universität und einem berufsbegleitenden Abschluss wie den, den der Herr H. erworben hat, liegen Welten!

  • Tja, was ist da nur bei den Sparkassen im Lande los ?



    So eine rigide Ausbildung mit erlernen autoritären Machtattitüden ?



    Im übrigen kommt es auf die Betonung bei



    " Sie kennen mich NOCH NICHT ! " an.



    Könnte durchaus als kecke Drohnung angedacht sein...

    • @Alex_der_Wunderer:

      Ja, aber Spahn zeigt doch schon die hohe Ausbildungsqualität der Sparkassen im Lande.



      s/



      Ernsthaft: Mit gefärbten Federn schmücken und Teflon machen bitte nicht. Hagel sollte auch im eigenen Interesse sich lieber im grün-schwarzen Kabinett nach-fortbilden als als Cheffe, denn nach einem Naturtalent sieht er mir nicht aus.

      • @Janix:

        @ Janix



        Is doch nur wieder ein Nassauer mehr, dem wir mit unseren Steuergeldern einen narrensicheren Job, für sich und seinen Nachwuchs finanzieren sollen. Sieht alles nach einem gewünschten Lebenziel als Berufspolitiker aus, bei dem der Herrn Hagel, soweit man seiner politischen Laufbahn entnehmen kann, ein Unioner - der gerne sein Fähnchen nach dem Wind ausrichtet und ansonsten nicht so gerne Stellung nimmt, wenn's zur Sache geht, könnte ja auch dem eigennützigen in Position bringen wollen, nicht zuträglich sein.

        • @Alex_der_Wunderer:

          Das wäre die Naspa (gibt es wirklich), die Sparkasse im alten Hessen-Nassauer Herzogtum.

          Die Union hat schon früher formbare Nachwuchskräfte von befreundeten Unternehmen vorfinanzieren lassen. Kohl und BASF, Pofalla, Spahn, ...



          Geben wir auch einem M. Hagel seine Chance, aber mir wäre am 8.3. mulmig, ob das eine gute Idee für die Villa Reitzenstein ist. Oder auch nur für den Fraktionsvorsitz.

    • @Alex_der_Wunderer:

      Genau: "Sie werden mich noch kennenlernen!"

  • Der Traumschwiegersohn jeder Spießermutti.



    Wenn ich in BW lebte, würde ich ihn nicht wählen. Habe mal den Wahl-O-Mat bemüht. Ergebnis: Linke, Grüne, SPD. Da war kein Platz für diesen Herrn.

  • Mich ärgert einmal mehr, dass in der taz Menschen, die nicht über Abitur und Studium verfügen, subtil runtergemacht werden. Das ist keine faire Kritik, sondern Klassismus aus elitären Journalistenkreisen. Schade. Denn eigentlich braucht es mehr Menschen in der Politik, die einen anderen Berufsweg gegangen sind. Meine Kritik ist völlig unabhängig davon, was ich von Herrn Hagel halte.

    • @Ute :

      Nun ja, Abi und Studium schaden niemandem. Zumindest an einer Uni wird man ja nicht nur für irgend einen spezifischen Job vorbereitet - vielmehr lernt man dort "denken". Man lernt sozusagen auch "die Rückseite des Mondes kennen". Anders ausgedrückt: es geht doch darum, sich ein "kritisches Bewußtsein" zu erarbeiten, welches bei der Arbeit in der Politik helfen sollte.

    • @Ute :

      Bei Ihnen. Und Quereinsteigers bräuchte es auch wieder mehr.

      Wobei es auch Arbeiterkinder gibt, die mit Promotion niedergemacht werden (Lauterbach, Hofreiter) oder mit Abschluss (Nahles). Und Nichtstudierte (Laumann, Kurt Beck, Müntefering).

      Sich da aber aufplustern wird bei Unionisten gerne gemacht, weil die Wählers das ja angeblich wollten, statt dass diejenigen zu ihrer Bodenständigkeit stünden. Das CV-Aufpumpen ist leider nicht die Lösung (Und auch nicht querfinanzierte Pseudoabschlüsse à la Spahn, Pofalla, Scheuer, ...)

  • Jaja, rehbraune Augen nicht wahr? Es gibt keinen Grund für Frauen einen frauenfeindlichen Politiker wie Manuel Hagel zu wählen. Beweis:



    taz.de/Promis-und-Sexismus/!6154516



    taz.de/Sexistische...von-Hagel/!6157841

    Möge er scheitern.

  • Kein rechtspopulistischer, reichenmästender Schluri wie Söder, kein AfD-Kopist, ein old school Merkelianer, der ungern aneckt und geschmeidig durchregiert.



    Gibt Schlimmere in der Union.

  • Faß mal z’samm! Gell



    Phrasen-Hagel in schwarzer Butz gern nach allen Hosenlöchern staatstragend offen. Newahr. But



    & huch 😟



    Empfohlener externer Inhalt



    Ja lebt denn der alte 🪵Michel Ötte noch?



    Und damit mein ich nicht das Oettinger Bier 🍺



    Nein - das!



    “„Anders als in einigen Nachrufen zu lesen, gilt es festzuhalten: Hans Filbinger war kein Nationalsozialist. Im Gegenteil: Er war ein Gegner des NS-Regimes. […] Es bleibt festzuhalten: Es gibt kein Urteil von Hans Filbinger, durch das ein Mensch sein Leben verloren hätte.“



    de.wikipedia.org/w...%BCnther_Oettinger



    Normal



    . Oettinger verteidigte seine Äußerungen zunächst in einem offenen Brief[48] und sagte: „Meine Rede war öffentlich, ernst gemeint, und die bleibt so stehen.“



    & immerhin



    “Am 16. April erklärte Oettinger dann, dass er sich von seinen eigenen Äußerungen distanziere.“‘



    Seine Wirrnis blieb aber wirr a 🥱 & a gähn



    “Das Dumme ist, es kommt kein Krieg mehr. Früher, bei der Rente oder der Staatsverschuldung haben Kriege Veränderungen gebracht. Heute, ohne Notsituation, muss man das aus eigener Kraft schaffen.“

    & sojet schicken die Schwarzen BaWü als öh



    Flankenschutz - da geb ich Peter Unfried mal recht •

    • @Lowandorder:

      Ich hörte Wahlberechtigte den Ausdruck "Manuel Haargel" gebrauchen.

      Oettinger und Filbinger sind eigene Fälle. Hagel kann ich nicht hierfür verantwortlich machen.



      Schon im eigenen Interesse sollte er sich von Filbinger, Oettinger und vor allem Mappus jedoch wohl in jeder Rede abgrenzen. BaWü vergisst nicht so rasch.

      • @Janix:

        Mit Verlaub - manchmal schaffens halt nicht - mal um die Ecke zu denken.



        Bei Mondschaf wird auch Sie geholfen! Gell

    • @Lowandorder:

      Ich empfehle einen Englisch-Kursus bei Oettinger zu buchen:

    • @Lowandorder:

      Was das mit Hagel zu tun hat, das erschließt sich mir nicht.

      • @Hans Hermann Kindervater:

        „sojet schicken die Schwarzen BaWü als öh Flankenschutz" (@Lowandorder) Flankenschutz.

        • @Mondschaf26:

          Sehnse - hier wird Sie geholfen! Gell

      • @Hans Hermann Kindervater:

        Ooch - se komm scho noch drauf! Gell