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KI „Grok“ von Elon MuskSagt endlich Tschüss zu X

Johannes Drosdowski

Kommentar von

Johannes Drosdowski

Bei der KI von Elon Musk grassiert sexualisierte Gewalt. Es braucht ein Gesetz dagegen – und den Widerstand der User*innen.

Stefanie Hubig (SPD), Bundesministerin der Justiz, will es strafbar machen, voyeuristische Aufnahmen von anderen anzufertigen Foto: Kay Nietfeld/dpa

V ielleicht tut sich ja endlich jetzt etwas. Seit Jahren schon kämpft die Zivilgesellschaft dafür, dass digitale Gewalt strafbar wird. Jetzt lässt Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) hoffen. Nach den aktuellen Taten auf der Social-Media-Plattform X könnte sie den Rückenwind bekommen, den sie im November nicht hatte. Damals wollte sie es strafbar machen, heimlich voyeuristische Aufnahmen von anderen anzufertigen. Doch die Jus­tiz­mi­nis­te­r*in­nen­kon­fe­renz stimmte dagegen. Ausgerechnet die KI vom rechten Superreichen Elon Musk könnte dem digitalen Gewaltschutzgesetz nun helfen.

Manche werden ausgezogen, andere mit „Zuckerguss“ überzogen – gegen ihren Willen. For­sche­r*in­nen der gemeinnützigen Organisation AI Forensics haben 20.000 Bilder ausgewertet, die die KI Grok auf Anfrage von X-User*innen generiert hat. 53 Prozent der Bilder haben Menschen in freizügiger Kleidung gezeigt – in vier von fünf Fällen Frauen. Einige der Bilder zeigen sogar Kinder und Jugendliche.

Diese Menschen müssen diese sexualisierte Gewalt nicht mit dem eigenen Körper erfahren, aber mit dem Bild des eigenen Körpers. Es ist eine von vielen Formen digitaler Gewalt wie etwa Cyberstalking oder das Verbreiten von Fotos und Videos ohne Zustimmung. Ein Gesetz dagegen, wie Hubig es nun wieder angekündigt hat, muss endlich kommen.

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Die Politik darf aber nicht beim Gesetz stehen bleiben. Es kann nicht sein, dass Ministerien und Po­li­ti­ke­r*in­nen noch immer auf der Plattform X aktiv sind. Auf Anfrage sagten einige, die dort noch aktiv posten, dem Medium „Netzpolitik“, es gehe um Austausch. Familienministerium und Innenministerium argumentierten, dass man die Öffentlichkeit informieren wolle. Warum haben sie sich nicht schon längst andere Möglichkeiten überlegt? Hass, Drohung, Volksverhetzung sind keine neuen Zustände bei X. Musk manipuliert antisemitisch, rassistisch, queerfeindlich Algorithmen wie Gesellschaft. Po­li­ti­ke­r*in­nen müssen Konsequenzen ziehen und sich von dort verabschieden.

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Johannes Drosdowski
Redakteur Medien/Digitales
Redakteur für Medien und Digitales. Ansonsten freier Journalist und Teamer zum Thema Verschwörungserzählungen und Fake News. Steht auf Comics, Zombies und das Internet. Mastodon: @drosdowski@social.anoxinon.de
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7 Kommentare

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  • Dachte ich mir auch schon länger. Die größten Teile der Presse und superviele andere sind neben der Politik auch noch immer dort vertreten. Check ich absolut nicht, schon seit Jahren, wenn es Mastodon et al gibt. Hoffe, dass das Sein oder Nichtsein bei X bald zum Zeichen der persönlichen Einstellung auch von Personen der Öffentlichkeit wird.

  • Wenn ich die Diskussionen auch hier seit Jahren verfolge, dann vermisse ich die Konsequenz, es wird immer gemeckert aber scheinbar sind die meisten dermaßen abhängig von den sog. sozialen Medien, das sie nicht in der Lage sind sich dort aus eigener Kraft davon zu verabschieden.



    Jetzt gibt es wieder Mimimi und nächste Woche wird fröhlich weiter gepostet und der informationelle Sondermüll weiter geteilt.

  • Stimmt!



    Aber was macht ihr (. @taz_news, @taz_berlin, @taznord,..) noch dort?

  • Ich weiß nicht so recht. Man kann nicht alles verbieten. Was ist denn, wenn jemand Fotos selber mit Adobe Photoshop zusammenschneidet? Kopf von dort und nackter Körper von dort. Beides aus dem Internet heruntergeladen. Ist das auch strafbewehrt? Muss vielleicht sogar Adobe da mit Anzeigen rechnen?

    • @XXX:

      Sex ist auch nicht verboten, wenn beide zustimmen.



      Warum sollte das beim Bearbeiten des eigenen Bildes anders sein?

  • Dass diese Dreckschleuder überhaupt noch User jenseits von menschenverachtenden Edgelords hat, ist einigermaßen verwunderlich.

  • Das Problem sind aber auch die Männer und deren ausufernde sexistische Phantasien. Warum die jetzt auch noch KI bemühen, ist mir ein völliges Rätzel. Das Internet ist doch voll bis zum Rand mit Pornographie.