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Migrationspläne von Union und SPDRestriktiver geht es immer

Die Union hat in den Koalitionsverhandlungen zahlreiche Verschärfungen in der Asylpolitik durchgesetzt. Bei den Sozialdemokraten gibt es Kritik.

Der Bundeskanzler in spe kann zufrieden sein mit den Ergebnissen der Koalitionsverhandlungen, noch rechter geht geht's kaum Foto: Liesa Johannssen/Reuters

Berlin taz | Stück für Stück wurden am Mittwoch die Ergebnisse der Arbeitsgruppen öffentlich, in denen Union und SPD ihren Koalitionsvertrag vorbereiten. Ein Blick in den Bericht der AG Innen, Recht, Migration und Integration zeigt, dass in der Migrationspolitik massive Verschärfungen anstehen. Die SPD stemmt sich nur noch gegen die radikalsten Pläne der Union.

Beschlossen ist etwa, dass Asyl­be­wer­be­r*in­nen an den deutschen Grenzen zurückgewiesen werden sollen. Das verstößt gegen Europarecht, auch wenn die Rückweisungen „in Abstimmung“ mit Nachbarstaaten stattfinden sollen, wie es im Papier heißt. Ohnehin ist unklar, was genau die Formulierung bedeutet.

Ebenfalls geeinigt haben sich Union und SPD darauf, dass Geflüchtete mit subsidiärem Schutz ihre Familie in den nächsten zwei Jahren nicht herholen dürfen. Auch die Einstufung weiterer sicherer Herkunftsländer ist Konsens, etwa der Maghreb-Staaten oder Indien. Darüber soll die Bundesregierung künftig ohne Bundestag und Bundesrat entscheiden dürfen. Wer aus so eingestuften Ländern kommt, erhält fast nie Asyl in Deutschland.

Abschiebungen nach Afghanistan sollen weiterlaufen, die nach Syrien wieder aufgenommen werden, „beginnend mit Straftätern“ – es dürfte bald also auch Unbescholtene treffen. Auch das Aufnahmeprogramm für afghanische Men­schen­recht­le­r*in­nen wird beendet. Und der gerade erst eingeführte Rechtsbeistand für Abzuschiebende wird wieder gestrichen.

Worüber noch gestritten wird

Uneinig sind sich SPD und Union dagegen bei der Frage, ob Asylverfahren in Drittstaaten ausgelagert werden. Die Union ist dafür und will, dass Geflüchtete selbst bei positiven Asylentscheiden dort bleiben. Ohnehin gibt es aber Zweifel, ob das Modell umsetzbar ist.

Auch bei der grundlegenden Funktionsweise der Asylverfahren gibt es Dissens. Die Union möchte im Gegensatz zur SPD den Amtsermittlungsgrundsatz aufheben, der die Behörden verpflichtet, Infos zu beschaffen. Stattdessen sollen die Geflüchteten selbst Beweise liefern, dass ihnen im Herkunftsland Gefahr droht. Das wäre in vielen Fällen wohl unmöglich.

Beim Staatsbürgerrecht fordert die Union zwar nicht mehr, die Reform von 2024 zurückzunehmen. Sie will aber Doppelstaatsbürger den deutschen Pass entziehen, wenn sie „Terrorunterstützer, Antisemiten und Extremisten“ sind. Die SPD ist dagegen, genauso wie gegen leichtere Ausweisungen von Ausländer*innen.

Außerdem lehnt die SPD die Forderung ab, Zeit im humanitären Aufenthalt nicht mehr bei der Einbürgerung zu berücksichtigen. Geflüchtete Ukrai­ne­r*in­nen könnten sich dann etwa nicht nach den fünf Jahren Aufenthalt in Deutschland einbürgern lassen, die dafür sonst nötig sind. Streit gibt schließlich es auch noch bei den Möglichkeiten für Geduldete, einen Aufenthaltstitel zu erlangen. Während die SPD dafür das Chancenaufenthaltsrecht verlängern will, ist die Union für dessen Ende.

Kritik innerhalb und außerhalb der SPD

All das erregt nicht nur außerhalb der SPD Unmut, auch parteiintern gibt es Kritik. Aziz Bozkurt, Bundesvorsitzender der AG Migration und Vielfalt der SPD, sagte der taz: „Das ist hinten und vorne nicht in Ordnung.“ Auch viele der bereits geeinten Punkte seien rechtlich mindestens schwierig, das Ergebnispapier werde „mit jedem Lesen schlimmer“. Die Union überrolle die SPD: „Es sind schon sehr wenige rote Textpassagen.“ Rot markiert sind in dem Dokument die Forderungen der SPD, mit denen die Union bislang nicht einverstanden ist.

Die Rückweisungen an der Grenze findet Bozkurt nicht nur prinzipiell falsch, er beklagt auch, dass sich die Koalitionäre weiter offen lassen, was „in Abstimmung mit den Nachbarstaaten“ genau bedeuten soll. Bozkurt: „Das muss jetzt geklärt werden.“ Zu den von der Union geforderten Asylverfahren in Drittstaaten sagt er: „Sollte auch nur eine Prüfung am Ende im Koalitionsvertrag stehen, wäre das ein nächster Sündenfall für die SPD.“

Er verweist auch darauf, dass solche Pläne laut Ex­per­t*in­nen kaum umsetzbar sind. Laut Medienberichten ist auch das noch SPD-geführte Bundesinnenministerium in einem internen Prüfverfahren zu diesem Schluss gekommen. Allerdings wird der Bericht unter Verschluss gehalten.

Die Opposition im Bundestag ist ohnehin entsetzt von den Plänen von Union und SPD. Die Grünen-Abgeordnete Filiz Polat sagte der taz: „Ich kann nur an SPD und Union appellieren, dass sie ihren Kompass für Menschlichkeit nicht gänzlich loslassen.“ Zu den Staatsbürgerschafts-Plänen sagte Polat: „SPD und Union laufen Gefahr, das Misstrauen gegenüber eingewanderten Menschen zu verschärfen.“

Die Linken-Abgeordnete Clara Bünger sagte: „Mit der neuen Koalition droht in der Migrationspolitik eine humanitäre Eiszeit.“ Die SPD solle „sich an ihre Grundsätze erinnern und die absolut maßlosen Forderungen der Union klar zurückweisen, statt sich von ihr über den Tisch ziehen zu lassen“.

Druck auf die So­zi­al­de­mo­kra­t*in­nen macht auch die Pro-Asyl-Rechtsexpertin Wiebke Judith. Sie sagte: „Die SPD muss sich klar gegen den Irrweg stellen, Asylverfahren auszulagern.“ Denn: „Solche Versuche führen zu viel Leid, sind extrem teuer und meist zum Scheitern verurteilt.“

Und auch 13 Bundesdachverbände von Mi­gran­t*in­nen­or­ga­ni­sa­tio­nen positionierten sich am Mittwoch gegen die Pläne von Union und SPD. In einem offenen Brief forderten sie: „Keine Verschärfung des Asylrechts, beim Chancenaufenthaltsgesetz und beim Familiennachzug sowie keine Verschärfung des Staatsangehörigkeitsrechts.“ Sie forderten außerdem eine bessere Einbindung von migrantischen Menschen in politische Entscheidungen, mehr Personen mit Migrationshintergrund im Kabinett und einen nationalen Aktionsplan gegen Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung.

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24 Kommentare

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  • Rassismus und der Hass auf "Andere" sind keine Wählermeinung, die gestreichelt werden sollte, sondern eine Pandemie, die um den Globus rast. Diese ansteckende psychische Krankheit soll die Menschheit von den wahren Ursachen körperlichen und seelischen Elends ablenken. Die Übertragungswege der Seuche sind Medien, die Superspreader Oligarch:innen und ihre Strohpersonen, Politik Treibende, die rechte Positionen vertreten.

    Was sind die Ursachen des Elends?Ökozid, Konsumterror, Existenzangst und ihr Spiegelbild, Wut.

    Was hilft dagegen?



    Eine neues, egalitäres und ökologisch vertretbares Wirtschaftssystem.

  • Wer hätte ernsthaft erwartet, das die Union gute Laune ins Land zaubern würde? Wir werden uns weiter anpöbeln und diffamieren.



    Einen Aufbruch werden wir in absehbarer Zeit nicht sehen. Von einer Aufbruchstimmung ganz zu schweigen.

  • Das ist doch alles nur noch absurd. Wir brauchen in Deutschland jedes Jahr 400.000 neue Arbeitskräfte, Arbeitskräfte nicht nur Facharbeitskräfte. Gleichzeitig wird nun überlegt, wie wir möglichst viele Einwander*innen wieder ausweisen oder erst gar nicht erst ins Land lassen. Asylbewrber*innen bekommen ewig keine Arbeitserlaubnis, dabei müssen die auch vielfach gesuchten Hilfskräfte, sei es am Bau, in der Gastronomie, in der Landwirtschaft oder der Produktion, nicht über besondere Sprachkenntnisse verfügen, eine begleitende Sprachförderung würde völlig ausreichen.

    Das vielgepriesenr Fachkräfteeinwanderungsgesetz ist doch ein Rohrkrepierer, wer soll denn nach Deutschland kommen wollen, wenn er auf der Botschaft eineinhalb Jahre auf ein Arbeitsvisum warten muss, um dann sich im Land völlig unwillkommen zu fühlen und auf der Straße angepöbelt zu werden.

    Das ganze Sondervermögen von 1 Billion € wird gar nichts bringen, wenn wir keine Arbeitskräfte haben, die nötige Investitionen auch realisieren können. Was wir brauchen, ist eine wirkliche Willkommenskultur, anstatt von Grenzschließungen und Abschiebungen.

    • @Jörg Kahl:

      Ich finde es arrogant davon auszugehen das man einfach Menschen aus dem Ausland holt für die Arbeiten für die wir uns zu stolz sind. Wir haben jedes Jahr rund 50000 Personen welche die Schulen ohne Abschluss verlassen, warum sollten die besser gestellt sein als jemand aus dem Ausland ??

    • @Jörg Kahl:

      Spräche ihr Argument nicht für eine Einwanderungspolitik nur nach wirtschaftlicher Nützlichkeit? Also z.B. keine Sozialleistungen oder freie Berufswahl?

      Müsste man nicht die Dönerverkäufer, Barbiere und Lieferkuriere dann nicht zu Pflegekräften umschulen?

      • @Chris McZott:

        @Chris McZott



        Das habe ich doch gar nicht behauptet.

    • @Jörg Kahl:

      Arbeitskräfte und Einwanderer sind ja nicht unerwünscht. Nur die muslimischen sind unerwünscht, und die gesamte repressive Asylpolitik richtet sich auch ausschließlich gegen muslimische Menschen. Anders ist ja nicht zu erklären, dass all die Verschärfungen nicht für Ukrainerinnen gelten, die ja letztendlich mit einem riesigen Abstand, den allergrößten Teil der Geflüchteten ausmachen Aber am wenigsten bis gar nichts zu befürchten haben, obwohl doch angeblich die so hohe Anzahl von Geflüchteten Deutschland belastet, sich die Verschärfungen, aber nur gegen einen kleinen Teil nämlich, den der aus muslimische Ländern Geflüchteten richtet. Sogar muslimische Ukrainerinnen werden anders behandelt als christliche

    • @Jörg Kahl:

      Wir haben fast drei Millionen Arbeitslose in Deutschland.



      Wäre es nicht erheblich sinnvoller, diese zunächst wieder in Arbeit zu bringen, als die Zuwanderung ungelernter Leute, von denen man großteils auch nicht weiß, wer sie sind und wo sie herkommen, zu propagieren?

      Es kann doch nicht so schwer sein, benötigte Zuwanderung, Asyl und illegale Migration argumentativ auseinander zu halten.

      • @Katharina Reichenhall:

        @Katharina Reichenhall



        Verstehe ich nicht. Was hätte ich da in meiner Argumentation auseinanderhalten sollen? Können Sie erklären, warum trotz hervorragender Weiterbildung durch die Arbeitsagentur es immer noch 3 Millionen Arbeitslose gibt? @Edda tut das unten.

      • @Katharina Reichenhall:

        Bitte informieren Sie sich über die von Ihnen benannten Arbeitslosen. Und verwechseln sie Arbeitslosigkeit, nicht mit Arbeitsfähigkeit. Auch chronisch Kranke, Suchtkranke, Alleinerziehende, Kinder, Menschen in ergänzenden Leistungsbezug und aus sonstigen Gründen nicht vermittelbare, weil zum Beispiel kein Abschluss oder Defizite in der kognitiven Performance (weiß gerade nicht, wie ich es anders ausdrücken soll. ohne Menschen abzuwerten) sind als Arbeitslose registriert, da sie alle Leistungsempfänger sind. Schon erschreckend, wie sehr sich Bürger in diesem Land, ihre Meinungen aufgrund polemischer, populistischer oder rassistische Aussagen aus Politik und seriösen Medien bilden.

        • @Edda:

          @Edda: 🙏 Danke 👍

  • 1. Wenn die CDU hier keine Erfolge bei einer restriktiveren Migrationspolitik vorweisen kann, dann haben wir in sehr naher Zukunft eine absolute Mehrheit für die AfD.



    2. Die CDU hat bereits viele Zugeständnisse an die SPD gemacht, irgendwo muss sich das dann schon auch widerspiegeln, dass die CDU gewonnen hat.

    So wie es die letzten Jahre war, so wird es nicht weitergehen. So kann es nicht weitergehen. Auch von Linker Seite muss hier eine gewisse Einsicht gezeigt werden, sonst haben wir wirklich ein Problem. (auch wenn man persönlich was völlig anderes möchte)

    • @Walterismus:

      Absolute Zustimmung.



      Unverständlich, wie viele intelligente Zeitgenossen dies einfach nicht zur Kenntnis nehmen wollen. Dafür müsste man aber bereit sein, eigene Denkmuster und Überzeugungen zu hinterfragen. Dass diese Bereitschaft bei konservativen Menschen nicht sehr ausgeprägt ist, ist bekannt. Bei linkseingestellten Menschen scheint die Bereitschaft allerdings nicht wesentlich größer zu sein.

    • @Walterismus:

      Mein Gott Walter!

      “Das einzige deutsche Denkmal für Flüchtlinge steht im nordspanischen Grenzort Portbou. Im Auftrag deutscher Bundesländer erbaute der israelischen Architekt Dani Karavan dort einen ausdrucksstarken Gedenkort für den deutschen Philosophen Walter Benjamin (1892 – 1940).

      Der Gedenkort „Passagen“ (kat. „Passatges“) ist ein 1994 eröffnetes Denkmal für den Philosophen Walter Benjamin und die Exilierten der Jahre 1933–1945 an seinem Sterbeort Portbou an der Costa Brava. Dani Karavan entwarf es.



      de.wikipedia.org/w...EPassagen%E2%80%9C

      Reminiszenz eines 20++ Jahre ua für Asyl&Flüchtlings- &AuslR zuständiger VerwRichter an die “Asyl in Deutschland“



      Schleifung 1992 - durch CDU/CSU - SPD -



      Aus Anlaß der bundesweiten RichterAktion



      “Fünf vor 12!“ sagte mein Freund Weggefährte



      Der Verfassungsrichter Jürgen Kühling -



      Im Spiegel-Interview völlig zu recht!



      “Wir schaffen ohne Not eines der! Grund&Menschenrechte des Grundgesetzes unserer Verfassung ab. Nur weil wir schlecht organisiert sind!“



      & Däh



      Les ich nun solches - mit Sicherheit verfassungswidriges - Gehampel:



      “Die Union möchte im Gegensatz zur SPD den Amtsermittlungsgrundsatz aufheben,…🙀🧐 •

      • @Lowandorder:

        Btw



        Amtsermittlungsgrundsatz



        als Antonym zu Parteiprozess (i.w.S.), der durch Beibringungsgrundsatz und Dispositionsmaxime gekennzeichnet ist



        Bei der Amtsermittlung bestimmt die Behörde bzw. das Gericht Art und Umfang der Ermittlungen und ist an das Vorbringen und die Beweisanträge der Beteiligten nicht gebunden. Alle für den Einzelfall bedeutsamen Umstände, auch die für die Beteiligten günstigen, sind zu berücksichtigen (§ 24 Abs. 2 VwVfG).



        de.wikipedia.org/w...mittlungsgrundsatz

        kurz - Die Ansinnen der Schwarzen CC‘s verwundern mich in ihrer Ahnungs&Hilflosigkeit - kein bischen



        Gelernte von Rang Verfassungsrechtsexperten kannste da mit der Lupe 🔍 suchen. Fehlanzeige! But



        Zusätzliche Kopfschmerzen aber bereitet eine - Öffentliches Recht -



        Ahnungslose wie’s Hessentrinchen



        Nancy Fraency vande Görg Ffm! Gelle



        Die - wie der sauerländer Kandidat aus Letzter ☝🏿 Brilon 🌳🌲🌳🌲🌳



        too - aus der ausgewiesen brutalstmöglichen Wirtschaftskanzlei -



        “Ihr Leeve lang“ (außer 1996-98) Zivilrecht beackert hatte!



        Durchs BMI isses nicht besser geworden! Im Gegenteil •



        de.wikipedia.org/wiki/Nancy_Faeser



        vgl “Asyl & Migration“ 👎 •

        • @Lowandorder:

          ______Strich zutreffend. Anschließe mich.

          Zusatz Appeasementpolitik mit Blick auf die AfD löst rein gar nichts, sondern untermauert lediglich deren Positionen.

          Nicht dem Volk nur aufs Maul schauen, denn Volksmund tut nur selten goldenes kund.

          • @Sam Spade:

            …anschließe mich 🌂

            • @Lowandorder:

              Ich danke Ihnen beiden.

              ❤️💜💙💚💛🧡🎨

  • "Die Opposition im Bundestag ist ohnehin entsetzt von den Plänen von Union und SPD. Die Grünen-Abgeordnete Filiz Polat sagte der taz: „Ich kann nur an SPD und Union appellieren, dass sie ihren Kompass für Menschlichkeit nicht gänzlich loslassen.“"



    😂 Ja na klar, in drei Jahren Ampel jede Verschärfung mitgetragen, auf EU Ebene allem stets zugestimmt, von Tunesiendeal bis Außengrenzelager - aber jetzt vier Wochen nach der Wahl was von 'Kompass für Menschlichkeit' daherfaseln.



    Habeck hat zum Ende des Wahlkampfs noch versucht mit seinem '10-Punkte-Plan' Wähler zu erreichen - das war quasi eine Bewerbung als Abschiebekanzler light...



    Es ist so durchschaubar wie billig, die Grünen haben die Wahl verloren, haben auch das Trostpflaster Juniorpartner unter der Union verpasst und haben nun Panik in der medialen Bedeutungslosigkeit zu versanden 🤷‍♂️

    • @Farang:

      Jung - much all weesen! Wollnich. But.



      Richtig angemerkt - isses halt trotzdem •



      Habidehre! Gell

    • @Farang:

      Nun es könnte ja auch sein, dass man gemerkt hat, hier viel zu weit gegangen zu sein und deswegen wieder einen anderen, menschenfreundlicheren Kurs einschlägt ?! Robert Habeck mit seinem Schmusekurs gegenüber allen Zumutungen ist ja nicht mehr in der ersten Reihe, da können ja die immer noch sehr starken anderen Strömungen bei den Grünen wieder die Oberhand gewinnen !

  • Toll.

    Zumindest fällt es mir in Zukunft überhaupt nicht mehr schwer, die SPD NICHT zu wählen.

    Wenn die sozialdemokratische Basis so einem Koalitionsvertrag zustimmt, dann weiß ich auch nicht mehr.

    • @Stavros:

      "Wenn die sozialdemokratische Basis so einem Koalitionsvertrag zustimmt, dann weiß ich auch nicht mehr"



      Was ist die Alternative? Nach aktuellen Umfragen rangiert die AfD nur noch wenige Prozent hinter der Union 🤷‍♂️



      Merz hat große Teile seiner vollmundigen Versprechen komplett über Bord geworfen - eine Neuwahl jetzt kann keiner wollen, schwarz-rot ist auf Gedeih und Verderb verdammt eine Wende in der Stimmung der Bevölkerung zu erlangen, ansonsten haben wir definitiv österreichische Ergebnisse hier - das ist die Realität.

      • @Farang:

        Ja, ist schon ein guter Punkt.

        Aber ich sehe gerade nicht, wie mit dieser Regierung der Aufstieg der AfD gestoppt werden soll.