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Anschlag auf das Berliner StromnetzLetzte Warnung

Kommentar von

Stefan Alberti

Ohne besseren Schutz und mehr Vorbereitung könnte auch ein ganzes Bundesland lahmgelegt sein.

Ein Brandanschlag auf eine Kabelbrücke am Teltowkanal im Südwesten Berlins löste den Stromausfall aus Foto: Michael Ukas/dpa

G ruselig, so ein Blackout. Aber im Roman „Blackout“ von Marc Elsberg ist er glücklicherweise nach 799 spannenden Seiten vorbei. In echt würde das ja wohl gar nicht erst passieren, dafür gäbe es doch bestimmt zig Schutz- und Backup-Systeme, oder? Eben nicht. Mit dem Gefühl von Hilflosigkeit und Ausgeliefertheit lässt einen zumindest als Betroffener der Anschlag auf das Berliner Stromnetz zurück. Der wird im Südwesten der Stadt vorausichtlich noch bis Donnerstag Zehntausende ohne Strom und Heizung zurücklassen.

Wenn es daran überhaupt etwas Positives gibt, dann das: Es sind „nur“ 45.000 der über 2 Millionen Berliner Haushalte betroffen. Und noch ist zwar nicht klar, wie die Bilanz aussehen wird, wenn der Strom wieder überall fließt und ob nicht doch Tote zu beklagen sein werden. Aber es könnte das bleiben, was bei der Marine „Schuss vor den Bug“ heißt – eine letzte Warnung vor dem Volltreffer.

Schon im September 2025 nach einem ersten Anschlag auf das Berliner Stromnetz regte Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) an, was jetzt auch die Gewerkschaft der Polizei fordert: darüber nachzudenken, mehr (Video-)Überwachung sensibler Anlagen im öffentlichen Raum zuzulassen. Und ob es in der Güterabwägung nicht sinnvoll wäre, den Datenschutz etwas weiter hintanzustellen und darin nicht gleich den orwellschen Überwachungsstaat zu sehen.

Es geht darum, geschützter vor gezielten Anschlägen zu sein. Denn was ist, wenn eine einzige Gruppe nicht nur 45.000 Haushalten Strom und Heizung raubt, sondern zehn oder zwanzig Gruppen gleichzeitig handeln? Dann gibt es da nicht eine überschaubare Blackout-Zone, sondern eine komplett lahmgelegte 4-Millionen-Stadt.

Zur Vorbeugung gehört aber auch, selbst mehr als nur eine Suppendose im Schrank zu haben. Sich vorzubereiten – sich zu „preppen“ – darf nicht bloß eine Sache skurriler Gruppen sein. Was dazu nötig ist, steht auf den Internetseiten der zuständigen Behörden. Die Zugriffszahlen darauf dürften bisher überschaubar gewesen sein. Das wird sich nun hoffentlich ändern.

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Redakteur für Berliner Landespolitik
Jahrgang 1967. Seit 2002 mit dreieinhalb Jahren Elternzeitunterbrechung bei der taz Berlin. Schwerpunkte: Abgeordnetenhaus, CDU, Grüne.
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31 Kommentare

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  • Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass es zu Schäden am Menschen kommt. Krankenhäuser z.B. haben max. Notstrom für 7 Tage. Das reicht nicht bis Donnerstag.



    Es wäre in diesem Zusammenhang übrigens journalistisch angezeigt den Umstand des linksextremistischen Terrorismus zu thematisieren liebe tazzies...

  • Wieso wird eigentlich nicht über die Sinnlosigkeit dieses Anschlags berichtet und den Absichten der Gruppe Vulkan.



    Stattdessen wird über die schlechte Absicherung der Infrastruktur philosophiert.

  • Im Ernst: Jetzt also auch noch Prepper werden? Fehlt eigentlich nur noch der Aluhut zum Starterpaket.



    Spannend wäre ja gewesen, einmal zu fragen, warum das Ganze passiert ist und wer dahintersteckt. Politische Destabilisierung kurz vor Landtagswahlen? Russische Einflusskampagnen? Oder frustrierte Klimawandelgegner, die – ganz im Geiste der „Letzten Generation“ – ihrem durchaus legitimen Anliegen angesichts politischer Tatenlosigkeit Gehör verschaffen wollen?



    Aber nein. Der Artikel entscheidet sich lieber für die große Lösung: Videoüberwachung gegen Vandalismus und eine Instant-Suppe für die seelische Resilienz.



    Also: Durchatmen, aufgießen, weitermachen wie bisher.



    Chapeau. Das nennt man dann wohl Niveau...

    • @Stefan Schmitt:

      Videoüberwachung allein wird das sicher nicht verhindern, eventuell kann sie aber den Aufwand für die TäterInnen erhöhen und bei der Aufklärung helfen. Einzige Lösung ist es sicher nicht.

      Wo der Artikel hier für "weitermachen wie bisher" plädieren soll, ist mir allerdings schleierhaft.

    • @Stefan Schmitt:

      Was bringen die von Ihnen gefordeten Spekulationen? Dann doch lieber mal ein kleiner Hinweis, dass private Vorsorge zum Katastrophenschutz nun mal dazu gehört und ja, die ein oder andere Tütensuppe (mit Campingkocher) evtl doch in den Vorrat gehört.

    • @Stefan Schmitt:

      Was ändert sich denn für mich, wenn ich keinen Strom habe, ob die Situation nun von Beauftragten des russischen Geheimdienstes oder von Klimaschützern herbeigeführt worden ist?

      Oder für die pflegebedürftige Oma?

      Nichts.

      Deshalb ist für die Betrachtung der Vorsorge die Motivation der Täter ohne Belang.

      Der Artikel plädiert doch gerade dafür, nicht weiterzumachen wie bisher, sondern vorbereitet zu sein.

      Auf privater wie auf Landesebene.

      Das war nur das, was Ihnen nicht schmeckte.

  • Gruselig, so ein Blackout. ...



    ----



    Der, wenn das NETZ "regelrecht", d.h. mit 2 bzw. 3 Einspeisepunkte in jeder Masche, Nieder- bis Höchstspannung ausgelegt wäre, nicht durch den Ausfall einer Kabelbrücke zu so einem "Totalschaden" kommen kann!

    Möglich, dass das Brandstiftung war, doch dieser "Ausfall" hätte nicht zu diesem "Drama" führen dürfen!

    Bei Infrastruktur in DE, in der solche Flaschenhälse nicht wahrgenommen wird, bzw. verhindert, ist die o.a. "Sabotage" nicht abgefedert werden kann, ist die Frage erlaubt: "WER hat da bei Planung & Instandhaltung geschlafen?"

    Btw. In DE ist es Standard, dass jede Netzmasche s.o. aus mehreren Richtungen gespeist werden kann. Wäre DAS eingehalten worden, hatten die Betroffenen nach einem kurzen Stromausfall wieder am Netz & die Kabel könnten in aller Ruhe wider hergestellt werden!

    Ps. Klar können wir jetzt auf die "Linken Saboteure" schimpfen, sollten darüber nicht vergessen, dass "massive" Planungs- & Baufehler auch MIT zu diesem "Problem" beigetragen haben! :-(

  • Da es keinen vollständigen Schutz vor solchen Anschlägen geben wird, sollte auf alle Fälle mehr in Backups investiert werden. D.h. in zusätzliche Leitungen und Querverbindungen um die Möglichkeit von schnellen Ersatzschaltungen durchführen zu können und in Notstromanlagen für kritische Infrastruktur. Gibt es zum Teil schon, aber meiner Meinung zu wenig. So ist das Mobilfunknetz nur teilweise für Stromausfälle abgesichert und wenn, dann auch nur für einige Stunden. Im Festnetz ist es noch kritischer, da mittlerweile fast alle Endgeräte einen Stromanschluss benötigen. Auch die Netzknoten sind nur teilweise auf längere Stromausfälle vorbereitet.



    Kostet halt alles Geld.

    • @celcon52:

      Klarer ausgedrückt:



      Jeder größere Bereich muss aus mindestens zwei Richtungen versorgt werden können.



      Das nennt man Redundanz und ist - ja - teuer.

      Die Forderung nach mehr (billigen) Kameras ist damit auch schon das Eingeständnis, das man eigentlich lieber nichts machen will.

  • Ich habe mich schon im Studium auf die Konstruktion ausfallsicherer Systeme spezialisiert. Nach zwanzig Jahren war ich, als "ausgewiesener Experte", es leid, dass meine Arbeit stets nur als Feigenblatt genutzt wurde. Am Ende wurde trotz Warnungen das billigst-mögliche System gebaut oder gekauft und "Reise nach Jerusalem" in der Haftungsfrage gespielt. Schuld ist am Ende das Wetter, die Software oder der Angreifer mit besonders hoher krimineller Energie, d.h. der Kunde bzw. Bürger bleibt auf seinem Schaden sitzen. Die Industrie zeigt auf den Staat, der Staat "löst" die Probleme juristisch und polizeilich (also gar nicht). Die Folgen werden immer sichtbarer und wandern von der Fach- in die Tagespresse, doch statt aus Fehlern zu lernen wird mit LLMs eine ganz neue Stufe im Verantwortungslimbo gezündet. Die Auswirkungen kann ich mir noch gar nicht ausmalen. Das alles interessiert in meiner Wahrnehmung selbst politisch aktive Menschen wenig bis überhaupt nicht. Lieber wird über Schuldzuweisungen und die neuen Polizeibefugnisse diskutiert. Ich habe, wie viele meiner Kollegen, das Berufsfeld verlassen.

    • @alex.pm:

      Was sind in diesem Zusammenhang LLM, die in der sog. KI genutzten Sprachmodelle?

  • Russland baut täglich mindestens 100 Shahed-Drohnen. Eine Produktion von 200 je Tag wird angestrebt. Es ergibt sich, daß Russland in 3 bis 5 Jahren nach Beendigung des Ukraine-Krieges zwischen 110.000 und 360.000 Shahed-Drohnen auf Lager hätte. Zzgl. ballistischer Raketen und Marschflugkörper.

    Wenn solche Drohnen die NATO-Grenze an wenigen Stellen passieren, wären dort in wenigen Minuten alle Abwehrmittel verbraucht. Dann sitzt Europa bis an die Grenze zu Frankreich - welches Atomwaffen hat - im Dunklen. Kraftwerke, Trafostationen, Brücken, See- und Flughäfen, Telekommunikationsanlagen, Gas- und Wasserwerke, Raffinerien, tausende Industriebetriebe, ... , Krankenhäuser, Polizei- und Feuerwehrwachen. ... Stillstand!

    Die Lieferzeiten für zusätzlich geplante Trafos für die Energiewende betragen aktuell zwischen 1,5 und 4 Jahren.

    Deutschland könnte für ein Jahrzehnt in die vorindustrielle Zeit zurückversetzt werden, wenn es Russland unterschätzt.

    Ganze 5 bis 6 Tage Stromausfall - verursacht von nur ein paar "Chaoten" - sind ein Hinweis auf die Möglichkeiten eines Terrorstaates. Danke für die Warnung.

    Sollte die Ukraine fallen, reichen die billigen Drohnen weiter nach Westen.

  • "Schutz, Schutz, Schutz vor allen Gefahren! Und zwischendurch: Bürokratieabbau fordern!"



    Yepp, wo ist der Widerspruch? Einfach mal in "Polizei" investieren. Reicht dann schon.

    Aber typisch Deutschland/Berlin:Einen eminent wichtigen Container mit einem (pillepalle) Bauzaun sichern "ansonsten nackig, ohne Alles" und sich dann wundern, dass jemand erfolgreich zündelt.

    Kommunales Versagen; Verantwortliche sind danach nicht auffindbar ...

  • Resilienzmaßnahmen sind teuer, und Unternehmen investieren nur minimal ohne Zwang. Politische Prioritäten fehlen.

  • Da wir ja in der Vergangenheit dem Neoliberalismus anheim gefallen sind und alles nur an Wirtschaftlichkeit und Gewinnorientierung ausgerichtet wurde und sich alle Probleme ja "technologieoffen" ganz von allein lösen, stehen wir jetzt vor einem Scherbenhaufen.



    Stromnetze sind ungeschützt und oft veraltet, dafür aber privatisiert. MW-Sender, die man im Notfall bundesweit empfangen könnte wurden abgeschaltet, als nächstes soll UKW zugunsten des DAB abgeschaltet werden, während Mobilfunk keine Notstromversorgung hat. Im Zuge der Digitalisierung des Telefonnetzes wurde auch keine Möglichkeit für eine Notstromversorgung von Netz und mindestens einem Endgerät geschaffen.



    In Berlin scheint es jetzt ja wohl auch kein vernünftiges Konzept für einen solchen Stromausfall zu geben. Ein paar Unterkünfte zur Verfügung stellen, während in den Häusern bei längerem Stromausfall dann vielleicht frostbedingt die ersten Heizungsrohre platzen klingt jetzt nicht nach einem Plan.



    Das alles sollte uns doch zum Denken und Handeln bewegen, auf Verwaltungsebene und privat. Dafür muss ein Rahmen gesetzt werden und die wichtigen Teile der Infrastruktur müssen wieder unter staatliche Kontrolle gestellt werden.

  • Bei einem Stromnetz besteht die einzig sinnvolle Sicherheit darin, daß alle Bereiche von mindestens zwei Seiten aus versorgt werden können.

    Das nennt man Redundanz und ist ein alter Hut.

    Solange das Strom"Netz" nur eine Spinne ist, kann das jederzeit wieder



    passieren. An tausenden anderen Stellen und auch einfach als Defekt.

    Wenn dann auch noch die Russen kommen, Gute Nacht.

  • Da haben es einige Linksradikale den Herrschenden und Mächtigen mal wieder so richtig gezeigt.

  • Vielen Dank für diesen Kommentar. Täterschutz wird in Deutschland schon immer viel besser gemacht als Opferschutz.

  • Dann sind jetzt hoffentlich ALLE gewarnt, was passiert, wenn Stromleitungen lahmgelegt werden.



    Wir elektrifizieren alles - Heizung, Verkehr, Kommunikation - und schützen solch sensible Infrastruktur nur ungenügend.



    Dasselbe gilt für die geplanten "Stromautobahnen". Als leitungsgebundene Infrastruktur noch verwundbarer als einzelne Grosskraftwerke, seien sie fossil oder nuklear.



    Eine Reserveinfrastruktur würde jetzt nicht schaden. Wir haben sie nicht mehr.

  • “… sondern zehn oder zwanzig Gruppen gleichzeitig handeln?”

    So viele Menschen braucht man bei weitem nicht, um in ganz Berlin den Strom abzuschalten.

  • Hauptsache, keine Kameraüberwachung etwa von Kabelbrücken, nicht wahr?

  • Wir haben Videoüberwachung kürzlich im Freundeskreis diskutiert.



    Viele von uns kennen diese aus Metropolen wie bspw. in Südostasien.



    Dort habe ich persönlich in den öffentlichen Bereichen, wie U-Bahnen ein besseres Gefühl wie bei uns.

    Bin auch leid geplagt, weil schon mehrmals Autos in unserer TG die Reifen abgestochen wurden und hin und wieder auch massiv der Lack zerkratzt wurde. Videoüberwachung ging nicht weil ein paar Parkplätze öffentlich sind und diese deshalb verboten ist.

    • @C Walser:

      Im Text ging es ja eigentlich nur um die Überwachung kritischer Infrastruktur deren Ausfall sehr weitreichende Folgen und potentiell auch Tote nach sich ziehen kann, an derart schwerwiegende Verbrechen wie zerkratzten Autolack war da noch gar nicht gedacht. Wenn aber Kratzer im Lack ausreichender Grund sind um den Datenschutz den man nicht zuletzt als Lehre aus den Erfahrungen mit GeStaPo und StaSi etabliert hat auszusetzen und eine lückenlose Videoüberwachung von Tiefgaragen und jedem anderen öffentlichen Ort an dem es die makellos lackierte Karosse von irgendwem zu schützen gilt, stellt sich eben die Frage welche Argumente übrig bleiben um überhaupt noch Datenschutz zu betreiben oder ob man den angesichts der zunehmend rechts-autoritären Präferenzen in der Bevölkerung nicht schon mal in vorauseilendem Gehorsam abschaffen sollte um die letzten Erfahrungen mal wieder zu aktualisieren und zu schauen was so alles möglich ist wenn die Auswertung statt per Hollerithmaschine mit Data Mining und AI Algorithmen läuft.

      • @Ingo Bernable:

        Was soll der Vergleich mit GeStaPo und StaSi?



        Das alleine lässt schon tief blicken.

      • @Ingo Bernable:

        Vielen lieb Dank für die süffisante Antwort!



        Ich denke Sie wissen genau worauf ich hinaus möchte. Falls nicht, was ich für Sie, bzw Ihre kognitiven Fähigkeiten sehr bedauerlich fände, hier noch einmal in einfachen Worten zusammengefasst:

        Es gibt viele „Mitmenschen“ die einfach ein gestörtes Verhältnis zum Allgemeinwohl, einem ordentlichen Sozialverhalten, dem Eigentum anderer und unseren Gesetzen haben. Manche kann man mit Fakten und Gesprächen helfen. Die meisten kapieren es nicht. -> s. die erwähnte linksradikale Sippe. Dabei kann eine Videoüberwachung, die in solchen Fällen ausgewertet wird, hilfreich sein.

        Wenn, wie in meinem Fall, privates Eigentum und auch das von der Firma gestellte Fahrzeug mehrfach beschädigt wird und dabei insgesamt Schäden im 5-stelligen Bereich entstehen. (zum leichteren Verständnis - das sind über 10.000€) dann ist das schon auch ärgerlich. Zudem man irgendwann auch befürchtet was als nächstes passiert.



        -> Nach dem, was Sie geschrieben haben, geht der Datenschutz solcher Individuen vor der Sicherheit geschädigter Personen!



        Btw hatte ich beinahe einen Unfall weil man es nicht sofort merkt, wenn ein Reifen mit Notlaufeigenschaften zerstochen wurde

    • @C Walser:

      Was sollte Videoüberwachung in der TG nützen? Wenn die Täter nicht ganz doof sind, sind sie vermummt. Wollen sie dann über Aktenzeichen-xy zur Großfahndung aufrufen? Da kann man nur auf eine gewisse Abschreckungswirkung hoffen.



      Auf Bahnhöfen etc. dürfte Liveüberwachung sinnvoll sein, wenn dann Einsatzkräfte gezielt an den Ort des Geschehens geschickt werden können. Eine Aufzeichnung nur um hinterher jemanden zu suchen ist ja nicht so hilfreich und ein "social score" wie in China will ja wohl auch niemand.

      • @Axel Schäfer:

        Von China hat auch niemand gesprochen oder geschrieben

    • @C Walser:

      Ist Videoüberwachung denn tatsächlich eine tragende Lösung, oder nur die erwartbare Lösung für eine bessere Datensammlerei? Sollte nicht besser das Leitungsnetz redundant gebaut werden, damit der Ausfall auch aus technischer Sicht nur geringste Versorgungsprobleme bereitet? Was nützt eine Videoüberwachung, wenn trotz schöner Bilder z.B. der Strom dennoch weg ist und die Reparatur mal wieder Tage oder Wochen dauert, weil kein redundantes Netz gebaut wurde, nur um Geld zu sparen, um die Anleger bei Laune zu halten statt die Infrastruktur auf einem notwendigen Standard zu halten. Möglicherweise ist der Berliner Fall noch eine Altlast aus Ostzeiten und die Versorgungszelle (die betroffenen Bezirke) sind bis heute nicht redundant versorgt. Den Regierenden wäre diese Nachlässigkeit durchaus zuzutrauen. Jetzt hat sicher wiedermal davon nichts wissen können. Womit verdienen diese Menschen eigentlich monatlich ihr Geld?

    • @C Walser:

      Ich persönlich bin auch dafür, dass man Fassaden und Gehwege davor zwecks Schutz vor Vandalismus überwachen dürfen sollte.

      Aber in Deutschland ist das Teufelswerk - Videoüberwachung führt für den deutschen Linken sofort in einen faschistoiden Polizeistaat. So wie in Dänemark oder Norwegen, wo CCTV ganz normal ist.

  • Ich bezweifle dass es technisch möglich ist, die Energieinfrastruktur des kompletten Landes abzusichern. Erstmal sollte man die Terrorgruppe ausfindig machen, verurteilen und wegsperren. Es kann nicht sein, dass man diese Terroristen 15 Jahre lang nicht findet. Nicht Können wohnt in der Nicht-Wollen-Straße. Dieser Terror ist nicht einfach nur „inakzeptabel“ sondern in dieser Kältewelle mindestens versuchter vielfacher Mord.

  • Das übliche Geschrei, wie nach jedem Anschlag: Schutz, Schutz, Schutz vor allen Gefahren! Und zwischendurch: Bürokratieabbau fordern!



    Neuralgische Punkte im Stromnetz zu identifizieren, ist nicht mal eben so getan. Die beste Lösung, wenn so was häufiger vorkommt: Die Täter fassen. Selbst die Ukrainer, die mitten auf dem Meer eine Pipeline gesprengt haben, hat man letztlich idenifiziert.