piwik no script img

Extrem-TemperaturenWo die Hitzeanpassung scheitert

Bis Ende Juli sind schon über 10.000 Menschen in Deutschland wegen der Hitze gestorben. Das Land ist überfordert von den Temperaturen. Aber warum?

Hitze tötet, und in Deutschland tötet sie besonders oft: Pro 100.000 Ein­woh­ne­r*in­nen starben aufgrund der Hitzewelle Ende Juni in Deutschland 11,5 Menschen, in Frankreich 3,9. Über den ganzen Sommer betrachtet gab es in Deutschland bis zum 26. Juli laut Robert-Koch-Institut 10.700 bis 13.100 Hitzetote. Warum?

„Nur vereinzelt sind Krankenhäuser, Pflegeheime und Kommunen auf die Hitze gut vorbereitet“, sagt Dorothea Baltruks, Leiterin des Centre for Planetary Health Policy CPHP. Vielerorts hätten Krankenhausbetreiber, Pflegeheimträger und Verwaltungen Hitzeschutz schlicht nicht priorisiert. „Bauliche Anpassungen sind natürlich komplex und kosten“, sagt Baltruks, aber einer Umfrage des Paritätischen Gesamtverbandes zufolge haben 70 Prozent der 2.800 befragten sozialen Einrichtungen – darunter Kitas, Krankenhäuser und Pflegeheime, aber auch Sozialberatungsstellen – noch nicht mal einen Hitzeschutzplan.

„So ein Plan ist kein Hexenwerk“, sagt Baltruks, es gebe viele gute Vorlagen. Für Pflegeheime könnte darin zum Beispiel vorgegeben werden, den Heim­be­woh­ne­r*in­nen stündlich etwas zu trinken anzubieten, die Medikationen an die Hitze anzupassen und morgens zu lüften.

wochentaz

Dieser Text erschien zuerst in der wochentaz, unserer Wochenzeitung von links!

In der wochentaz geht es jede Woche um die Welt, wie sie ist – und wie sie sein könnte. Eine linke Wochenzeitung mit Stimme, Haltung und dem besonderen taz-Blick auf die Welt. Jeden Samstag neu am Kiosk und natürlich im Abo.

„Das sind einfache Regeln, die aber tatsächlich helfen“, sagt Baltruks. „Mich verwundert schon, dass so wenige Einrichtungen so einen Hitzeschutzplan haben.“ Aber: Verpflichtet sind sie dazu auch nicht. Denn Hitzeschutz ist Katastrophenschutz und damit laut Grundgesetz Verantwortung der Bundesländer. „Wenn die Länder Hitzeschutz zur Pflichtaufgabe erklären würden, würden die Krankenhäuser, Pflegeheime und Kommunen sagen: Dann brauchen wir dafür auch Geld“, sagt Baltruks.

Wärmepumpen und Sanierung der Gebäudehüllen

Und nicht zu knapp: Die Deutsche Krankenhausgesellschaft will 31 Milliarden Euro staatlicher Förderung, um Krankenhäuser an den Klimawandel anzupassen und klimafreundlich zu machen. Wärmepumpen zum Beispiel könnten weitgehend CO₂-frei heizen und kühlen, Sanierungen der Gebäudehülle ebenfalls gegen Hitze und Kälte schützen.

„Seit Jahrzehnten verweigern sich die Länder ihrer Pflicht, die Investitionskosten der Krankenhäuser in tatsächlicher Höhe zu tragen“, beschwert sich DKG-Vorsitzender Gerald Gaß. „Statt in Kühltechnik fließt das wenige Geld daher zuerst in Geräte, die zur unmittelbaren Versorgung notwendig sind, sowie in unverzichtbare Bauarbeiten.“

Ähnlich sieht es in den Pflegeheimen aus. „Die Betreiber könnten die Investitionskosten auf den Pflegesatz umlegen, aber das ist nicht sinnvoll“, sagt Baltruks. Schließlich würden Heimplätze ohnehin immer teurer. „Da muss der Staat einspringen“, bisher täten das aber nur einige Bundesländer.

Die meisten Hitzetoten sterben aber ohnehin nicht in Pflegeheim oder Krankenhaus – sondern zu Hause. Und um dort Leben zu retten, müssen Wärmepumpen oder Klimaanlagen eingebaut, Häuser saniert und die Gesundheitsämter besser ausgestattet werden. Sie könnten zum Beispiel wie in Frankreich Hitzeaktionspläne schreiben, Hitzeregister aufstellen und in Zusammenarbeit mit sozialen Einrichtungen regelmäßig nach ihnen schauen.

Finanznot der Kommunen, mangelnder Hitzeschutz

„Während der Coronapandemie wurden in den Gesundheitsämtern mehr Menschen eingestellt und die Digitalisierung vorangebracht“, sagt Baltruks. Aber der Pakt für den öffentlichen Gesundheitsdienst, mit dem Bund und EU die Finanzierung unterstützen, gilt nur bis Ende des Jahres. „Wir laufen Gefahr, dass die Gesundheitsämter wieder so schlecht dastehen wie vor Corona“, fürchtet Baltruks.

Denn die Kommunen schlagen seit Monaten Alarm, in einer akuten Finanzkrise zu stecken: Laut Städtetag belaufen sich ihre Haushaltsdefizite jedes Jahr insgesamt auf 30 Milliarden Euro. „Klimaanpassung ist kein ‚Nice to have‘, sondern existenziell für unsere Zukunft“, sagt Christian Schuchardt, Hauptgeschäftsführer des Städtetags. „Unterm Strich reden wir da über Milliardensummen bundesweit, die investiert werden müssen.“ Das könnten die Städte nicht allein stemmen.

„Die Finanznot der Kommunen und die knappen Budgets der Länder sind der zentrale Grund für den mangelnden Hitzeschutz“, sagt Baltruks. Zwar sei es grundsätzlich sinnvoll, dass Katastrophenschutz Ländersache ist, weil die Herausforderungen je nach Bundesland unterschiedlich sind. „Aber das Hitzeproblem ist überall so groß, dass es jetzt Zusammenarbeit braucht“, sagt Baltruks. „Das sollte nicht von unterschiedlichen Länderfinanzen abhängig sein.“

Das Bundesumweltministerium erarbeitet deshalb derzeit einen Vorschlag, um Klimaanpassung als Gemeinschaftsaufgabe im Grundgesetz zu verankern. Denn weil Katastrophenschutz Ländersache ist, darf die Bundesregierung Hitzeschutz sonst nicht flächendeckend finanzieren. Die Lan­des­um­welt­mi­nis­te­r*in­nen sollen darüber im Herbst entscheiden.

Aber der Finanzbedarf wird dadurch nicht geringer, sondern nur auf mehr Schultern verteilt. Das nötige Geld für Sanierungen, Personal und Technik muss trotzdem irgendwo herkommen. Zwar versprach Bundeskanzler Friedrich Merz, „alles dafür zu tun“, Menschen künftig vor Naturkatastrophen zu schützen. Aber konkreter wurde er nicht, und sein Sprecher wiegelte nach der Hitzewelle Ende Juni ab: Das Thema zur „Chefsache“ zu machen, „wird das Wetter nicht ändern“. Baltruks zeigt sich bestürzt: „Dass von der Bundesregierung fast nichts kommt, einfach hinzunehmen, dass 10.000 Leute gestorben sind – das ist erschreckend.“

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

Mehr zum Thema
Ein Packshot der Wochentaz-Zeitung mit einer neutralen Illustration auf der Titelseite.

10 Ausgaben für 10 Euro

Unsere wochentaz bietet jeden Samstag Journalismus, der es nicht allen recht macht und Stimmen, die man woanders nicht hört. Jetzt zehn Wochen lang kennenlernen.

  • Journalismus, der es nicht allen recht macht und Stimmen, die man woanders nicht hört
  • Jeden Samstag als gedruckte Zeitung frei Haus
  • Zusätzlich digitale Ausgabe inkl. Vorlesefunktion
  • Mit Zukunftsteil zu Klima, Wissen & Utopien
  • Mit Regionalteil „Stadtland“ für alles Wichtige zwischen Dorf und Metropole

10 Wochen für nur 10 Euro

wochentaz ausprobieren

19 Kommentare

 / 
  • degouges

    Was wirklich Not tut, ist Begrünung und Entsiegelung in den Städten . Die gemessenen Temperaturen im baumschatten und über Sonnen beschienen Pflaster. Asphalt zeigen Unterschiede von mehr als 20 grad!



    Bäume und Pflanzen sind unsere natürliche Klimaanlage!!

  • Griffendorff

    Kühlung und Heizung können doch das gleiche Gerät sein. Es gibt Klimaanlagen, mit denen man auch sehr energieeffizient heizen kann.



    Und da der Klimawandel gerade erst richtig beginnt, muss Kühlung für JEDE(!) Behausung genauso gesetzliche Verpflichtung werden wie Heizung.

  • Ramaz

    was in diesem artikel gut hervorgehoben ist, die Bauliche anpassung an die Hitze ist in dem letzten Jahrzehnt versäumt worden. Sowohl in Krankenhäuser, Altenheime und Schulen. Auf jedes Dach passt UV, dass die Klimageräte mit Energie versorgt genau dann wenn es nötig ist. Aber, wie auch hier erwähnt, die meisten Tote sterben zu Hause. Sie sind Krank und oder über 85 Jahre. Haben unzureichenden sozialen Kontakt, sitzen in ihren 4 Wänden und warten auf den Tot. Klingt bitter, aber jede einzelne Person hatte die Möglichkeit den Notruf zu wählen als sie sich nicht mehr wohl fühlte. Jede einzelne Person hatte die Möglichkeit sich zu kühlen und genug zu trinken. Wir sind hier nicht in Sahel. Die meisten Plegeeinrichtungen sind in Privater Hand, bzw. Vereine und Gesellschaften wie Kirche oder AGs. Sie ziehen Gewinne und rufen nun, dass der Staat die Pflicht hätte ihre Häuser zu sanieren. Hallo? Der Staat hat die Pflicht diese Unternehmen zu zwingen ihre Häuser Lebenswert zu machen. Es kann nicht sein das in einem Krankenhaus das Personal rennen muss die Patienten nach der Operation nicht an den Hitzetot zu verlieren. In Staatlichen ist es Aufgabe des Staates, in den Anderen die Anderen.

    • Oma

      @Ramaz:

      „jede einzelne Person hatte die Möglichkeit den Notruf zu wählen als sie sich nicht mehr wohl fühlte“: Dehydration und Hitzeschlag führen zu Verwirrtheit. Ob man da die Lage noch richtig einschätzen und vernünftig handeln kann?



      Und dass man mit 85 zu Hause sitzt und auf den Tod wartet: was für ein Menschenbild haben Sie denn? Hoffentlich wollten Sie damit nicht andeuten, dass es um die alten Leute nicht schade ist.

    • rero

      @Ramaz:

      „…, aber jede einzelne Person hatte die Möglichkeit den Notruf zu wählen als sie sich nicht mehr wohl fühlte. Jede einzelne Person hatte die Möglichkeit sich zu kühlen und genug zu trinken.“

      Da irren Sie.

      Leute in dem Alter haben oft kein richtiges Gefühl für Durst mehr.

      Sie denken, sie haben getrunken.

      Wenn Sie dehydrieren, kriegen sie das nicht mit.

      Die Dehydrierung beeinträchtigt sie erst recht geistig.

      Dann denken sie erst recht, sie hätten getrunken.

      Schließlich bekommen sie Verwirrtheitszustände.

      „Selbst schuld, denn sie hätten ja trinken können.“ greift zu kurz.

    • Griffendorff

      @Ramaz:

      Die Kultur im Sahel ist seit Jahrtausenden auf tausendfache Weise an die Hitze angepasst, von Architektur über Bekleidung bis hin zu Ernährung, Tagesablauf und allerlei Gewohnheiten.



      Mit der Erwärmung durch den Klimawandel bekommen die aber auch Probleme.

      • fly

        @Griffendorff:

        Und, nicht zu vergessen, weder gibt es viele Ü85, noch viele Pflegeheime, leider noch nicht mal viele Krankenhäuser in der Sahelzone.

        Kurz, der Sahelvergleich war von Anfang an deplatziert.

        • test_name

          @fly:

          Auch hier beweist sich wieder der juristische Lehrsatz:



          Nicht alles was hinkt, ist ein Vergleich.

  • Tiene Wiecherts

    Neulich behauptete jemand im Party-Smalltalk, die AfD müsste doch beim Klimaschutz besonders drastisch sein, weil ihr bei den Hitzetoten doch die Wähler wegstürben.



    Das habe ich mal recherchiert und tatsächlich ist es so, dass vom Hitzetod etwa 90% Menschen über 70 betroffen sind. Und ausgerechnet in diesem Teil der Bevölkerung hat die AfD den kleinsten Wähler-Anteil (11%) aller Altersgruppen.



    Tatsächlich sterben also eher AfD-Nichtwähler den Hitzetod als AfD-Wähler. Ob das die Strategen in der Partei mitgedacht haben?

    • Oma

      @Tiene Wiecherts:

      Wenn die Hitzewelle länger anhält, fällt die SPD dann möglicherweise unter 5%? Vielleicht kommt sie ja doch noch rechtzeitig in die Gänge?

    • Sabine Hofmann-Stadtländer

      @Tiene Wiecherts:

      Ob die AfD-Strategen das so mitgedacht haben, weiß ich nicht. Die AfD will bevorzugt die häusliche Pflege finanzieren, weniger die stationäre Pflege. Wenn Kirchen etc. Gelder gestrichen werden, werden zwangsläufig Pflegeeinrichtungen schließen müssen. In der häuslichen Pflege wird es sicherlich kaum Schutzmaßnahmen vor Hitze geben - kurzum: die ältere Generation wird früher versterben. Das könnte fast die Antwort auf Deine Frage sein.

  • susonne

    Neben fehlenden baulichen Veränderungen fehlt hier vor allem (im Gegensatz zu bspweise Südeuropa) Erfahrung im Umgang mit der Hitze.



    Wieviele geöffnete Fenster sehe ich bei 34 Grad.. Die kommen dann auch in die Wohnung.



    Wer keine Jalousien oder Markisen hat, kann sich mit Tüchern helfen.



    Bei mir hängen an allen Fenstern (hab nur südost und südwest) ab spätestens 7.00 Uhr Tücher, Tischdecken und Bettlaken, gelüftet wird die ganze Nacht. Mehr als 25 Grad war es selbst an den schlimmsten Tagen nicht.

    War neulich im Wartezimmer eines Arztes, zartrosa durchsichtige Rollos nach Südosten und fast 40 Grad schon am frühen Vormittag...



    Wenn die das nicht mal können. Hat auch nix mit Geld zu tun..

    Ich denke, eine umfassende Aufklärung würde schon sehr viel bewirken. Auch und gerade in Institutionen.

    • Greebo

      @susonne:

      Ich bin beeindruckt. sie wohnen sicherlich in einer Dachgeschosswohnung ohne besondere Dämmung. So ein Haus aus den 60ern vermutlich. Können trotz schlechterer körperlicher Verfassung auf Leitern turnen und die Fenster verhängen, weil keine Außenrolläden vorhanden sind und der Vermieter auch keine einbauen lassen will. Oder Sie haben genügend soziale Kontakte, die das mit Freuden für Sie erledigen. Geistig fit genug, um selbstständig ans Trinken zu denken oder einsichtig genug, sich dazu von Ihren sozialen Kontakten dazu nötigen zu lassen.

      Und übrigens, ich wohne in einer Dachgeschosswohnung ohne Rolläden, trotz Verdunkelung von innen und von der Decke hängenden Flaschen mit gefrorenem Wasser oder Kühlelementen und häufigem Austausch, trotz lüften nur wenn es kühler draußen wurde, hatten wir bis zu 32Grad in der Wohnung. Wenn das Mauerwerk sich nämlich derart aufheizt, hat man durch diese durchaus üblichen Maßnahmen auch keine echt Chane mehr.

      Und ja, wer sich das fragt, der erste Absatz war durchaus ironisch gemeint.

  • Pico

    So ist es. Selbst einfache Mittel, wie Fenster frühzeitig öffnen bzw. rechtzeitig schließen. Rollläden rechtzeitig runter usw. werden nicht umgesetzt. Es kann vieles, mit wenig Aufwand getan werden, es muss nur gemacht werden.

  • Budzylein

    Die "Finanznot der Kommunen" wird immer dann hervorgeholt, wenn es darum geht, mit einfachen Mitteln vermeidbare Todesfälle zu verhindern. Wenn es um Prestigeneubauten, Olympia-Bewerbungen, die Förderung von Kirchentagen und ähnlichen Events und andere Lieblingsvorhaben der Kommunalpolitiker geht, ist erfahrungsgemäß Geld im Überfluss vorhanden.

  • FtznFrtz

    Diese Bundesregierung ist einer 90er-Jahre-Zeitschleife gefangen und hat keine Antworten auf die neuen Herausforderungen, daher wird verdrängt geleugnet, ignoriert. Ein Armutszeugnis, vor allem beim Thema Klimawandel.

  • Okti

    Bei der heutigen Regierung gilt halt das Prinzip soviel Geld und Privilegien für die eigene Klientel, sprich die Reichen und Überreichen, zu sichern wie möglich. Sie werden dafür ja auch entsprechend entlohnt. Da stehen die Nöte von Schutzbedürftigen logischerweise relativ weit hinten in der Prioritätenliste.



    Leider wollen die Wähler:innen dies allerdings genau so, siehe addierte Umfragewerte von Union, AfD und SPD.

  • Philippo1000

    Pflanz' doch mal was!



    Geld an Städte und Kommunen zu zahlen, halte ich für verfehlt.



    Ich habe die Inkompetenz dieser Ebene zur Genüge kennen gelernt.



    Was derzeit in NRW stattfindet, ist Bäume und Hecken zu fällen und in den Städten ein paar Palettenkisten aufzustellen, die Minibäumchen enthalten.



    Das ist die "Politik" der Schwarz grünen Landesregierung.



    100 Bäume fällen, aber ein Gründach auf der Bushaltestelle.



    Da wird öffentlich, was GREENWASHING bedeutet.



    Das Gleiche gilt für den öffentlichen Bau: schön Alles CO2 intensiv aus Beton , vor der Eröffnung aber noch tagelang der Rollrasen gewässert, damit das "Grün" nicht zu kurz kommt.



    An Ländern wie Bayern war zu sehen, wie die Regenerativen über Jahrzehnte verschleppt wurden.



    Es spricht Vieles gegen einen zentralisierten Staat, doch es ist sinnvoll, dass das Bundesumweltministerium jetzt plant.



    In den Städten und Gemeinden ist nämlich meistens KEIN PLAN vorhanden.



    Natürlich gibt es bisher noch keine so gute Anpassung an die Situation wie in Frankreich, wo das Problem bereits seit Jahrzehnten besteht.



    Die "Ideen" des neuen Verkehrsministers sind genauso sinnentleert wie die mangelnde Realitätsanpassung der Wirtschaftsministerin.

  • Perkele

    "Das Klima zur Chefsache machen" Die Idee ist prima und Merz macht genau das: "Solange es der Wirtschaft nicht schadet" ist sein Credo und daran hält er sich. Für derartigen Firlefanz gibt es kein Geld vom Staat, das wird lieber in den Erhalt der fossilen Interessen gesteckt - genau darauf achtet unser toller Kanzler sehr genau.