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Protest gegen Irankrieg der USADer Boykott ist zurück

Julian Weber

Kommentar von

Julian Weber

Aus Protest gegen Trump boykottiert ein Berliner Kulturveranstalter US-Waren. Ausnahme: US-Künstler*innen. Ist das Populismus, Marketing oder richtig?

Wird nicht mehr ausgeschenkt: Whiskey aus den USA Foto: Wolfgang Maria Weber/imago

D ie Welt ist schlecht. Sehr schlecht sogar, eigentlich unbeschreiblich schlimm, ein Jammertal geradezu. Und warum das alles: Trump und seine Regierung, die sind schuld! Wer denn sonst? Der amtierende US-Präsident ist der Mandarin allen Grundübels und sein Social-Media-Hofschrat in Personalunion.

Gefühlt macht Trump alle paar Minuten einen Deal und zieht die Welt mit jeder Statusmeldung danach wieder ein Stück näher an den Abgrund. Man hat schon gar keinen Bock mehr, Nachrichten zu verfolgen. „Was ist denn jetzt schon wieder?“ Dann auch noch die Diskurslage im Netz: Mit einer Unmutsbekundung im Micky-Maus-Stil trefflich beschrieben.

„Was können WIR tun? US-WAREN BOYKOTT“, steht in einem Aufruf, der es optisch mit der Großbuchstaben-Diplomatie des mächtigsten Mannes der Welt aufnimmt. Daneben schwitzt ein handgemaltes, schwarzes Dollarzeichen mit dicken Tränensäcken. Es ist mit roter Farbe durchgestrichen.

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So plakativ sieht sie also aus, die Aufmachung einer Ankündigung der Berliner Veranstaltungs-GmbH „Columbia-Halle und Columbia-Theater (Club)“. Amis raus aus Westberlin? Nicht ganz.

„Die Sprache des ‚Deal-Makers‘ sind wirtschaftliche Konsequenzen. Deshalb ersetzen wir US-Marken konsequent durch non-US-Alternativen.“ Richtig gelesen, in der Columbiahalle und im Columbia Theater werden ab sofort keine US-Waren mehr bei Veranstaltungen angeboten.

Wobei das Liedgut vom Klassenfeind weiterhin zu hören sein wird: Die Veranstalter „unterscheiden strikt zwischen US-Kapital und US-Kultur. Viele Künst­le­r*in­nen sind selbst die lautesten Stimmen des Widerstands. Wir wollen ihnen weiterhin eine Bühne bieten – aber in einem Umfeld, das ihre demokratischen Werte aktiv verteidigt. Wir boykottieren die Milliarden-Konzerne, die das System stützen, nicht die Menschen oder ihre Kunst. Im Übrigen: Es würde einen Trump nicht interessieren, wenn wir US-Künstler*innen keine Bühne mehr geben.“

Symbolpolitisches Bekennerschreiben

Sprachlich ist der Boykottaufruf trotzdem ein bisschen wie ein Bekennerschreiben formuliert. Auf Nachfrage wird es dann aber konkret: „Der ausschlaggebende Punkt war die Erkenntnis – spätestens seit dem Weltwirtschaftsforum in Davos, dass Trump eine Achillesferse hat. Die Wirtschaft“ Der einzige Hebel, den der US-Präsident verstünde, sei „ökonomischer Druck“.

Auch ich Refusenik habe es jetzt verstanden. Symbolpolitik ist inzwischen wahrscheinlich so, dass selbst aufrichtige US-Demokraten heute ein Stück weit anti-amerikanisch agieren müssen, um nicht durchzudrehen.

Passenderweise residiert die Columbiahalle in einem Gebäudekomplex, der 1951 ursprünglich als Turnhalle für US-Soldaten errichtet wurde, die in Westberlin stationiert waren. Die Halle und das kleinere Columbiakino (heute Theater oder auch Club genannt) liegen genau gegenüber des einstigen Naziflughafens Tempelhof an der Außengrenze vom Bezirk Kreuzberg.

Ein heißer Ort, auch im Kalten Krieg nach 1945. Dort landeten und starteten während der Berlin-Blockade etwa die sogenannten „Rosinenbomber“. Transportflugzeuge der US- und der britischen Luftwaffe, die die abgeschnittene Bevölkerung Westberlins mit Nahrungsmitteln und Brennstoffen versorgten, nachdem die Rote Armee alle ebenerdigen Transportwege von und nach Berlin gekappt hatte.

Und jetzt kappt also die Columbiahalle alle US-Waren: „Wir wollten nicht länger ohnmächtig zusehen, wie die Weltordnung und das Klima gefährdet werden. Jetzt ist der Moment, in dem wir als Branche zeigen müssen, dass wir bereit sind, unsere wirtschaftliche Kraft als politisches Statement einzusetzen“, schreibt jemand vom Orgateam der taz.

Aber juckt das irgendjemanden, selbst in einer großen Stadt wie Berlin? Kriegen es viele vielleicht gar nicht mit? Genau deshalb „rufen die Columbiahalle und das Theater Kol­le­g*in­nen der gesamten Gastro- und Veranstaltungsbranche dazu auf, sich dieser Bewegung anzuschließen, bevor die Frage ‚Was tut IHR eigentlich?‘ von den Gästen gestellt wird.“ Auf die Barrikaden, Völker der Erde.

Bald auch die Safranfäden?

Boykott, Blockade. Das sind durchaus drastische Maßnahmen. Aktuell tobt in Nahost ein Krieg. Seit Kriegsbeginn im Februar blockiert die iranische Armee die Straße von Hormus. Durch die Meerenge werden Öl und viele andere Güter per Schiff transportiert. Dort wird ein Teil des Welthandels abgewickelt. Der iranische Boykott hat also weitreichende Konsequenzen. Nicht nur für die Anrainerstaaten. Unklar, ob US-Oberbefehlshaber Trump das überhaupt bedacht hatte.

Aber was lässt sich in Berlin und in Deutschland dagegen tun? Als erster Schritt wird ein „Trump-freier“ Tresen durchgesetzt. Der sei „ein starkes Statement, das Be­su­che­r*in­nen als Impuls mit in ihren eigenen Alltag nehmen“. Symbolpolitik ist lästig, manchmal hohl. Müssten dann nicht auch iranische Safranfäden boykottiert werden? Und was ist eigentlich mit dem Rohöl? Gleicht man sich mit populistischen Maßnahmen wie einem Boykott eigentlich an die Gegenseite an, die Schiffe blockiert, Zölle auferlegt und andere Strafmaßnahmen?

Die Columbiahalle sieht es so: „Ein Boykott trifft zwangsläufig bestehende Strukturen, aber Stillstand unterstützt nur den Status Quo. Wir geben bewusst regionalen und europäischen Firmen den Vorzug, die unsere Werte teilen. Damit stärken wir die heimische Wirtschaft und fördern Produkte aus Demokratien, die den Weltfrieden und das Klima schützen wollen. Die Logistikketten bleiben bestehen – sie liefern jetzt nur andere, wertebasierte Marken aus.“

Der Boykott soll so lange in Kraft sein, „bis im Weißen Haus wieder eine Regierung agiert, die Menschlichkeit, Demokratie und Klima achtet.“ Der Satz ist übrigens gefettet. Ansonsten sei noch angefügt, dass die höheren Kosten, nicht auf Eintrittspreise abgewälzt werden sollen.

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Julian Weber
Kulturredakteur
Julian Weber, geboren 1967 in Schweinfurt/Bayern, hat Amerikanische Kulturgeschichte, Amerikanische Literaturwissenschaft und Soziologie in München studiert und arbeitet nach Stationen in Zürich und Hamburg seit 2009 als Musikredakteur im Kulturressort der taz
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29 Kommentare

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  • Es lebe der gute alte Antiamerikanismus.

  • warum nicht mal Google, Amazon und Meta boykottieren? Ach so, das ist vielen zu unbequem....

  • Perfekt, mehr Whisky für mich den ich einfach mehr kaufe :)

  • Es wäre mal interessant zu wissen, ob der Boykott über Apple Geräte verbreitet wird..,

  • >Der Boykott soll so lange in Kraft sein, „bis im Weißen Haus wieder eine Regierung agiert, die Menschlichkeit, Demokratie und Klima achtet.“<

    Boykott der Kriegstreiber wäre gut und richtig. Es geht auch um die amerikanische Öffentlichkeit. Trump ist nur noch drei Jahre im Amt - wer nach ihm kommt ist wichtiger als das was er macht.

    Es ist nicht nur ein- sondern es sind zwei Kriegstreiber. Ein Boykott gegen Israel wäre sehr viel wirksamer als ein Boykott gegen die USA.

    • @test_name:

      Ungeachtet der antisemitischen Pointe frage ich: Was genau soll gegen Israel boykottiert werden? Ich kenne keine Produkte aus dem alltäglichen Bedarf, welche aus Israel kommen.



      Palantir etwa? Musst du den deutschen Staat boykottieren, weil der das nutzt. Synagogen etwa? Einfach nicht den Grand Prix Eurovision anschauen?

      • @Troll Eulenspiegel:

        >antisemitische Pointe<

        Bitte erklären - was ist daran antisemitisch, Kriegstreiber zu boykottieren? Putin, Netanjahu, Trump - gibt es da moralische Unterschiede in Bezug auf Wirtschaftssanktionen?

        Den USA sind Wirtschaftssanktionen vermutlich egal. Die EU ist Israels größter Handelspartner - die würden Sanktionen merken.

        Allein die Milliarden für den völlig sinnfreien Iron Dome tun extrem weh.

        • @test_name:

          So erkläre ich das:



          Deutschland soll Israel boykottieren, doch welche Dinge gibt es? Die einzigen nennenswerten Waren sind immaterieller Art, aufgrund unserer Historie: Zum Beispiel das Existenzrecht Israels oder Synagogen für unsere jüdische Diaspora weil sie sich unter dem Slogan "Nie Wieder" sicher fühlen möchte.



          Wirtschaftssanktionen, materieller Art, die wirklich relevant sind, sind höchstens Waffenlieferungen, während im Gegenzug bis auf Palantir nichts großartiges bezogen wird. Mit der Wirtschaftssanktion "Waffenlieferung" soll dann Israel boykottiert werden aber nicht Rheinmetall? Verdächtig.

          Außerdem: Sinnfreier Iron Dome? Soll etwa die israelische Bevölkerung von Raketenangriffen getötet werden? Eine Shoah-Salve aus dem Himmel kommend? Das möchte ich gerne erklärt haben, dieses "sinnfrei".

          Ansonsten sehe ich nur Antisemitismus getarnt als Israelkritik, siehe auch unzählige Artikel auf belltower.news und jungle.world

      • @Troll Eulenspiegel:

        Soda Stream zum Beispiel…aber nein, ich lehne einen Boykott israelischer Produkte auch ab.

  • Vielleicht gibt es Analogien zu den kleinen Nadelstichen, mit denen auch Graswurzelbewegungen in die Erfolgsspur kommen, mittels flankierender Berichterstattung und Einflussnahme im Diskursspektrum der interessierten Öffentlichkeit einer handlungsbereiten Zivilgesellschaft:



    Boykott produziert Verschiebungen mit Kollateralschäden u. gelegentlich auch rabiat "Opfer".



    Bei Trumps Vorgehensweise wird es Hunger-Opfer geben, die die NGOs bald sehen.



    Opfer sollten sich austauschen und solidarisch zeigen, das verbreitert die Grundlage für die Erfahrung der Selbstwirksamkeit.

    Der Boykott der FIFA-FUSSBALL-WM in den USA ist für mich selbstredend, zumal ich eine extreme Abneigung verspüre gegen (Bundes)Staaten, in denen (vermeintlich legal) die Todesstrafe existiert u. auch vollzogen wird.



    Boykott ist manchmal eine Frage von Haltung.



    "So kategorisch, wie es der Verband darstellt, sollte ein Boykott dabei eigentlich gar nicht außer Frage stehen. Österreich spielt mit großer Wahrscheinlichkeit ausschließlich in den USA - in der Gruppenphase in Dallas, Kansas City und der Bay Area. Mindestens drei Gründe für eine kritische Auseinandersetzung mit dem Gastgeber sind schnell gefunden."



    90minuten.at

  • Die Notwendigkeit der "Luftbrücke" hatten USA und GB mit verursacht durch Londoner Sechsmächtekonferenz + Währungsreform in der Trizone.

    Ansonsten: IT, internationale Zahlungssysteme und Abkehr von fossilen Brennstoffen sind drei lohnende Bereiche, da drüben für Nachdenken zu sorgen.

  • Interessanterweise ist das im Artikel gezeigte Produkt Jim Beam genau genommen kein Produklt einens US-Konzernes. Jim Beam gehört einem japanischen Konzern (Suntory K.K. aus Osaka).



    Man könnte nun argumentieren, dass es in den USA produziert wird udn daher als "Amerikanisches Produkt" gilt. Dann dürfte man aber weder Coca-Cola noch Mc-Donalds-Fritten boykottieren, denn die werden in Deutschland hergestellt.



    Womit ich übrigens nicht weder die intention des Artikels noch der im Artikel beschriebenen Personen infrage stellen möchte. Ich möchte nur gerne die Kompelxität der Angelegenheit darstellen.

    • @Jürgen Meyer:

      "Man könnte nun argumentieren, dass es in den USA produziert wird udn daher als "Amerikanisches Produkt" gilt. Dann dürfte man aber weder Coca-Cola noch Mc-Donalds-Fritten boykottieren, denn die werden in Deutschland hergestellt."

      Das ist richtig, aber auch für Coca-Cola und McDonalds-Fritten aus deutscher Produktion fließen zumindest Lizenzgebühren zum Mutterkonzern in die USA.



      Komplexität eben...

  • Yep ... bei amazon jetzt nur noch europäische Produkte bestellen :-)

    • @Kohlrabi:

      Amazon komplett meiden, heimische Computer kaufen (www.tuxedocomputers.com/index.php), Linux installieren, sich weiträumig von Werbung aller Art fernhalten und den Konzernen der Welt einen husten!!! Ach ja und der handvoll einheimischen Lebensmittelverramschern auch mal die rote Karte zeigen - spart jede Menge Geld und Nerven. Kann jeder, soll sogar zur Zufriedenheit beitragen, für sich selbst und andere. Peace Menschheit - der Planet kann sogar besser ohne uns.

    • @Kohlrabi:

      Mein Humor.

  • In meiner zugegeben arg linksliberalen Blase wird es schwer, amerikanische Produkte gezielt zu meiden, weil sie von vornherein kaum genutzt werden. Von den Ausrutschern der etwas unreflektierteren Mitglieder meiner Blase, wenn sie über Youtube oder Apple Music Woody Guthrie oder Rage Against the Machine streamen, mal abgesehen. Aber Woody Guthrie nicht zu hören, um Trump, Bannon, Musk und Vance mal gehörig eins auszuwischen, wirkt auch kaum erfolgversprechend auf mich. In diesem Sinne: All You Fascists Bound To Lose!

  • Interessant zu wissen wäre es, ob diese Helden auch auf Handis, Computer, Betriebssysteme, Kommunikationsplatformen (m.W.n. werben die für den Boykott auch auf facebook) aus den USA verzichten.

  • Seit Trump meide ich amerikanische Produkte, inklusive deren (a)soziale Medien. Ich würde es aber nicht Boykott nennen, weil es nur meine eigene Entscheidung ist und ich niemanden davon überzeugen will, auch so zu handeln. Soll sich jeder seine eigene Meinung bilden und umsetzen oder eben nicht.

    • @Bauer Gerry:

      Klar, wenn Ihnen das reicht und Ihnen das Thema offenbar egal genug ist, kann man das so machen. Vielleicht ändert sich ja von selbst was

    • @Bauer Gerry:

      Dann wird der Terror der USA weiter unterstützt, wenn du andere nicht überzeugen willst.

      Im Samariterviertel machen wir Plakataktionen und Workshops gegen die USA.

      • @Troll Eulenspiegel:

        Oh prima.

      • @Troll Eulenspiegel:

        So nämlich. Aktiv werden

  • Tja, ich wüsste nicht, was daran schlecht sein sollte.



    Wer Demokrat*In, halbwegs intelligent und ein soziales Wesen ist, stellt eben nicht nur Forderungen, sondern auch sich Selbst infrage.



    Dazu gehört selbstverständlich auch der Konsum.



    Bald sind Zwischenwahlen in den USA und es gibt tatsächlich die Möglichkeit, dass die Republikaner verlieren.



    Hauptargument gegen trump ist für die Amerikaner*Innen die schlechte wirtschaftliche Entwicklung und die Inflation.



    Und das, obwohl trump der Bevölkerung "blühende Landschaften" versprochen hatte.



    Je schlechter die wirtschaftliche Situation für Amerika, desto höher die Wahrscheinlichkeit zur Abstrafung trumps. Da kann JedE*r seinen Teil beitragen.



    Über Wikipedia finden sich leicht Alternativen für amerikanische Produkte. Die sind ja nicht immer so leicht zu erkennen.



    Milka und Toblerone hielt ich lange auch nicht für einem US Konzern zugehörig.



    Bei Chips etc. die heimische, europäische Wirtschaft zu stützen und somit auch Arbeitsplätze zu sichern ist ganz einfach.



    Chio Chios statt Pringles, Schogetten statt Milka,



    Bahlsen, bzw. Lorenz statt Pepsi Co.



    Wie Fliegen und Klimaschutz fängt für mich Verantwortung bei mir Selbst an.

  • Druck auf Geld und Macht!



    Das ist das einzige was diese orange Type und sein korruptes Kabinett des Grauens versteht.

    Wir boykottieren so weit es irgendwie möglich ist, nun Produkte aus den USA, seit längerem bereits aus China. Wenn vorher im Versandhandel nicht ersichtbar war, dass Ware dort hergestellt wird oder von dort geliefert wird, wird es storniert oder zurückgeschickt. Verbunden mit der Begründung der Politik im Herkunftsland.

    Es ist manchmal sehr aufwändig, oft nicht möglich, jedoch gibt es noch in einigen Bereichen Alternativen aus der EU und anderen Teilen aus der Welt, die wir gerne unterstützen.

    Es ist immer noch so, dass die Menschen, wenn Sie sich zusammenschließen, gemeinsam sehr vieles lenken können

  • Bevor ich gar nichts machen kann, boykottire ich lieber Whiskey aus den USA, Ketchup auch und alles was ich als deren Produkt erkenne. Harley oder die US-Spritfresser fahre ich sowieso nicht. Die Diskussionsplattformen brauche ich nicht und will sie sowieso nicht, doch leider habe ich noch keinen Weg gefunden (bin allerdings absoluter Laie) die computer-relevanten Nutzungen völlig zu vermeiden soweit es US Produkte sind. Aber ich bemühe mich weiter darum.

  • Darf ich hier mal etwas Realismus einführen:



    Die USA exportierten in den vergangenen Jahren vor allem Transportmittel wie Autos, Flugzeuge und Schiffe nach Deutschland – diese machten mit 23,8 Prozent den größten Anteil am gesamten Exportvolumen aus. An zweiter Stelle lagen Maschinen und mechanische Geräte mit einem Anteil von 19,0 Prozent. Chemische Erzeugnisse, Kunststoffe, Gummi und Lederwaren spielten mit zusammen 20,2 Prozent ebenfalls eine bedeutende Rolle. Optische Geräte, Mess- und Medizintechnik trugen 10,0 Prozent zum Gesamtwert der Exporte bei. Steine, Glas, Edelmetalle und Perlen machten 7,6 Prozent aus. Zusammen sind das über 80%.



    Jeans oder Bourbon zu boykottieren würde also wenig bis gar nichts bringen.

    • @Il_Leopardo:

      Bitte noch etwas mehr Realismus!

      Du beschränkst die Sicht auf Warenexporte. Aber ca. ein Drittel des Export USA -> D sind Dienstleistungen. Und darunter fallen vor allem Lizenzgebühren für Software und Markenrechte (Coca Cola, McDonalds usw.). Das sind schon Schrauben, an denen man drehen könnte. Trifft dann aber eben nicht nur die Lizenzinhaber in den USA, sondern da hängen auch immer die Lizenznehmer in D sowie ggf. deren Mitarbeiter dran...

    • @Il_Leopardo:

      Da haben Sie absolut Recht. Aber es geht eben um die stereotypen Dinge. Und Trump lässt sich ja nun auch von vielen Unternehmern unterstützen. Da können die dann schon unzufrieden sein