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Panikmache der KI-Firmen Kommt mal wieder runter!

Simone Schmollack

Kommentar von

Simone Schmollack

Tech-Bosse verbreiten Panik: KI könnte demnächst die Menschheit auslöschen. Dahinter steckt vermutlich mehr eine Marketingstrategie als echte Gefahr.

N och mal eine fette Flugreise, so nach Neuseeland oder auf die Osterinsel und Bora-Bora? Oder lassen wir es lieber krachen in einer Luxus-Wellnessoase? Scheißegal, was das kostet und wie das die Umwelt versaut, Hauptsache, wir haben es noch mal so richtig glamourös und gemütlich, bevor wir demnächst alle ins Gras beißen. Denn das werden wir wohl, zumindest wenn man den Apokalypse-Erzählungen von KI-Bossen folgt. Weswegen die jetzt in die Welt posaunen: Wir müssen uns (selbst) regulieren, sonst wird die Menschheit in Kürze ausgelöscht!

Ja, das klingt tatsächlich dramatisch und nach einem Science-Fiction-Drehbuch, das plötzlich real geworden ist. Aber wir sollten uns alle mal beruhigen, das Ende der Menschheit ist nicht in Sicht, auch wenn die großen KI-Firmen das gerade megamäßig suggerieren und der ChatGPT-Entwickler OpenAI seinen Börsengang wegen Sicherheitsbedenken verschiebt. Und ja, KI kann sich selbstständig machen, fast täglich gibt es Fälle, in denen KI-Agenten Sicherheitsgrenzen überschreiten. So wurden KI-Ausbrüche aus angeblich abgeschotteten Bereichen beispielsweise bei OpenAI und Anthropic bekannt.

Und doch deutet vieles darauf hin, dass hinter der Panikmache der KI-Bosse auch eine Marketingstrategie steckt. Die Aufmerksamkeit für einen Börsengang könnte mit einem Weltuntergangsuntergangsszenario kaum größer sein. Und wer wenn nicht die KI-Firmen selbst könnte ihre eigenen Systeme regulieren und sogar stoppen?

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Simone Schmollack

Simone Schmollack Ressortleiterin Meinung

Ressortleiterin Meinung. Zuvor Ressortleiterin taz.de / Regie, Gender-Redakteurin der taz und stellvertretende Ressortleiterin taz-Inland. Dazwischen Chefredakteurin der Wochenzeitung "Der Freitag". Amtierende Vize-DDR-Meisterin im Rennrodeln der Sportjournalistinnen. Autorin zahlreicher Bücher, zuletzt: "Und er wird es wieder tun" über Partnerschaftsgewalt.
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