Nachrichten in der Coronakrise: Spahn fordert langfristig 2G

In Hessen wurden bei einem Reiserückkehrer aus Südafrika für Omikron typische Mutationen gefunden. Es gibt weitere Verdachtsfälle. Das RKI meldet 67.125 Neuinfektionen.

Jehns Spahn mit Gesichtsmaske

Noch-Gesundheitsminister Jens Spahn ist gegen eine Impfpflicht Foto: Markus Schreiber/rtr

Spahn bringt lange Einschränkungen für Ungeimpfte ins Spiel

Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat in der Coronapandemie lange Einschränkungen für Ungeimpfte ins Spiel gebracht. Der CDU-Politiker sagte, er sei grundsätzlich skeptisch, was eine allgemeine verpflichtende Impfung angehe. Eine Alternative, die zu diskutieren sei, sei durchgängig 2G für alle Lebensbereiche, also Zugang nur noch für Geimpfte und Genesene. Es könnte zu einer Ansage kommen: „Stellt Euch darauf ein, 2G, geimpft oder genesen, und zwar auffrischgeimpft dann ab einem Punkt x, gilt mindestens mal das ganze Jahr 2022. Wenn Du irgendwie mehr tun willst als Dein Rathaus oder Deinen Supermarkt besuchen, dann musst Du geimpft sein.“ Dies wäre eine ziemlich klare Ansage.

Das sei eine Option, die besprochen werden müsse. „Wir sehen ja alle, was los ist in diesem Land, weil elf Millionen Erwachsene sich haben noch nicht überzeugen lassen. Und darunter leiden jetzt alle“, sagte Spahn. Deutschland sei wahrscheinlich in der „schwersten“ und „dramatischsten“ Zeit dieser Pandemie. Man müsse nur den Blick richten nach Sachsen, Bayern, Thüringen und Baden-Württemberg und in viele Kliniken. Die Welle werde weiter gen Westen gehen. Die Frage sei, wie hoch die Welle werde. „Das haben wir in der Hand.

Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler sagte zu einer eine allgemeinen Impfpflicht, wenn man es nicht schaffe, einen großen Teil der Bevölkerung zu impfen, sei dies „auf jeden Fall eine Option“, über die man dann nachdenken sollte. Deutschland sei in einer Notsituation. Die Impfung sei der Weg herraus. „Man sollte in einer Krisensituation einfach nichts prinzipiell ausschließen.“ (dpa)

Zwei Fälle der Omikron-Variante in Großbritannien entdeckt

In Großbritannien sind zwei Corona-Fälle mit der als besorgniserregend eingestuften Omikron-Variante entdeckt worden. In den englischen Städten Nottingham und Brentwood sei jeweils ein Fall festgestellt worden, teilte der britische Gesundheitsminister Sajid Javid am Samstag mit. Beide Fälle sollen miteinander in Verbindung stehen und auf Reisen in den Süden Afrikas zurückzuführen sein.

Die betroffenen Personen und ihre Haushalte befänden sich in Quarantäne, außerdem werde man in den Gegenden verstärkt testen, kündigte Javid an.

Die zuerst in Südafrika und Botsuana nachgewiesene Variante B.1.1.529 wurde am Freitag von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als „besorgniserregend“ eingestuft. Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC spricht von ernsthaften Sorgen, dass die Variante die Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe erheblich verringern und das Risiko von Reinfektionen erhöhen könnte. Welche genauen Auswirkungen die neue Variante hat, steht allerdings noch nicht fest.

Großbritannien setzt nun weitere afrikanische Länder – darunter Malawi, Mozambik und Angola – auf die sogenannte rote Liste. Damit wird für Rückkehrer eine zehntägige Hotel-Quarantäne Pflicht. (dpa)

Geltungsdauer des digitalen Corona-Impfpasses soll verkürzt werden

Die bislang auf ein Jahr angelegte Gültigkeitsdauer des digitalen Corona-Impfzertifikats soll laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) verkürzt werden. Da der Impfschutz nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen nach einigen Monaten nachlasse, stehe nun eine Entscheidung darüber an, „dass dieses digitale Impfzertifikat angepasst wird an die tatsächliche Schutzwirkung“, sagte Spahn am Samstag bei einer Digital-Veranstaltung seines Ministeriums in Berlin.

Die Verkürzung werde aber „nicht über Nacht“ erfolgen, beteuerte Spahn. „Wir werden das so machen, dass jeder seine Auffrischimpfung hat kriegen können, um das Zertifikat zu verlängern.“ In der Frage der Verkürzung strebe er eine EU-weit abgestimmte Regelung zur Geltungsdauer des Digitalnachweises an.

Die bislang ausgestellten Impfnachweise, die etwa per Handy-App gespeichert und vorgezeigt werden können, sind auf zwölf Monate befristet. Diese Frist beginnt zwei Wochen nach der Zweitimpfung. Inzwischen hat sich aber gezeigt, dass der Impfschutz nach etwa sechs Monaten nachlässt – deshalb wird zu diesem Zeitpunkt eine Booster-Impfung empfohlen.

Welche Gültigkeitsdauer die Impfpässe künftig haben sollen, wird nach Worten von Lothar Wieler, dem Chef des Robert-Koch-Instituts, derzeit beraten. In der Diskussion sei dabei eine Regelung mit Übergangsfristen, sagte Wieler bei der Veranstaltung mit Spahn. Wieler sagte zu, die Neuregelung rechtzeitig zu kommunizieren. (afp)

Nationale Akademie der Wissenschaften fordert sofortige Kontaktbeschränkungen

Um dem rasanten Anstieg der Corona-Neuinfektionen zu begegnen, empfiehlt die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina sofortige umfassende Kontaktbeschränkungen. „Unmittelbar wirksam ist es aus medizinischer und epidemiologischer Sicht, die Kontakte von Beginn der kommenden Woche an für wenige Wochen deutlich zu reduzieren“, heißt es in einer am Samstag veröffentlichten Stellungnahme. „Aufgrund der nachlassenden Immunität müssten diese Maßnahmen vorübergehend auch für Geimpfte und Genesene gelten, die in dieser Zeit eine Auffrischungsimpfung erhalten müssen.“ Neue Virusvarianten machten schnelles und konsequentes Handeln noch dringlicher.

Die Impfkampagne müsse massiv verstärkt und eine Impfpflicht stufenweise eingeführt werden. Ungeimpfte müssten so schnell wie möglich geimpft werden, dazu müssten sie motiviert oder in die Pflicht genommen werden. Wichtig sei eine rasch eingeführte berufsbezogene Impfpflicht für Ärzte, Pflegekräfte und medizinische Fachberufe. Insgesamt sollten bis Weihnachten neben Erst- und Zweitimpfungen rund 30 Millionen Drittimpfungen ermöglicht werden, so die Leopoldina.

Unterdessen seien strikte Kontaktreduzierungen im privaten Bereich, in Innenräumen und Situationen mit vielen Menschen, etwa bei Veranstaltungen, in Bars und Clubs, nötig. Wo sich persönliche Kontakte nicht vermeiden ließen, müsse eine generelle Maskenpflicht gelten. Die 2G-Regeln müssten konsequent durchgesetzt und auch die AHA-L-Regeln (Abstand, Hygiene, Alltagsmaske und Lüften) eingehalten werden.

„Diese Option würde bei stringenter Umsetzung den exponentiellen Anstieg der Neuinfektionen in der vierten Welle beenden und somit auch der Überlastung des Gesundheitssystems entgegenwirken.“ Eine konsequente Durchsetzung der 2G-Regeln allein wäre weniger effektiv, es müsste mit einem längeren Verlauf der vierten Welle und mehr Todesopfern gerechnet werden, so die Experten, zu denen auch der Berliner Virologe Christian Drosten gehört.

Mit Blick auf Kinder und Jugendliche empfiehlt die Leopoldina vorgezogene Weihnachtsferien und regelmäßige Corona-Tests mindestens dreimal pro Woche. Während des gesamten Aufenthalts in den Schulen sollten Lehrer und Schüler aller Klassenstufen Masken tragen. „Eine Aussetzung der Präsenzpflicht und ein Wechselunterricht an Schulen sowie die Schließung von Kitas sollten möglichst vermieden werden.“

In ihrer Ad-hoc-Stellungnahme schrieben die Wissenschaftler zur Gesamtsituation: „In diesen Tagen steht Deutschland vor einer erneuten, verschärften Eskalation der Covid-19-Krise. Es ist zu befürchten, dass Teile der Politik und Öffentlichkeit die Dramatik der Situation nicht in ihrem vollen Ausmaß erfassen.“ Dazu trügen eine Vielstimmigkeit bei öffentlich vorgetragenen Einschätzungen von Fakten und Prognosen sowie ein gewisser Gewöhnungseffekt bei. (dpa)

Zwei Corona-Tests bei Kapstadt-Passagieren in München positiv

Aus dem am Freitagabend in München angekommenen Flug mit Passagieren aus Kapstadt sind zwei positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das gab eine Sprecherin des bayerischen Gesundheitsministeriums am Samstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur bekannt. Beide seien isoliert. Um welche Variante des Virus es sich dabei handelt, war zunächst unklar. Es laufe die Genomsequenzierung um herauszufinden, ob es sich bei den Proben tatsächlich um die neue besorgniserregende Variante Omikron handelt. Die Öffentlichkeit werde über das Ergebnis sofort informiert, sobald es vorliege. (dpa)

Zwei Omikron-Fälle in Großbritannien entdeckt

Nach Belgien hat am Samstag auch Großbritannien die ersten Corona-Infektionen mit der neuen Variante Omikron gemeldet. Gesundheitsminister Sajid Javid erklärte, es seien zwei Fälle entdeckt worden. Beide stünden mit Reisen ins südliche Afrika in Verbindung. Die Regierung habe „rasch“ gehandelt, die Betroffenen seien in Isolation, die Kontaktnachverfolgung dauere an.

Die neue Variante, die von der Weltgesundheitsorganisation WHO als „besorgniserregend“ eingestuft wird, war am Donnerstag in Südafrika erstmals weltweit gemeldet worden. Die Variante mit der wissenschaftlichen Bezeichnung B.1.1.529 könnte nach Ansicht von Wissenschaftlern wegen der ungewöhnlich vielen Mutationen noch ansteckender als die derzeit grassierende Delta-Variante sein und die Impfstoffe weniger wirksam machen.

Als erstes Land in Europa hatte Belgien am Freitag einen bestätigten Infektionsfall mit der neuen Omikron-Variante gemeldet. Die EU-Staaten wollen mit Flugbeschränkungen für Länder des südlichen Afrika, mit Tests, Quarantäne und Kontaknachverfolgungen eine befürchtete rasante Ausbreitung der Variante verhindern. In Deutschland gibt es bisher einen Verdachtsfall in Hessen. (afp)

Omikron-Variante höchstwahrscheinlich bereits in Deutschland

Die so genannte Omikron-Variante des Coronavirus ist höchstwahrscheinlich bereits in Deutschland angekommen. Bei einem Reiserückkehrer aus Südafrika wurden in der vergangenen Nacht mehrere für Omikron typische Mutationen gefunden, wie der hessische Sozialminister Kai Klose (Grüne) am Samstag auf Twitter mitteilte. „Es besteht also ein hochgradiger Verdacht, die Person wurde häuslich isoliert.“ Die vollständige Sequenzierung steht zum aktuellen Zeitpunkt noch aus, schrieb Klose weiter.

Menschen stehen in einem Flughafenterminal

Bei einem Rückkehrer aus Südafrika wurde die sogenannte Omikron-Variante gefunden Foto: dpa

Omikron könnte wegen ungewöhnlich vieler Mutationen noch ansteckender sein als die derzeit grassierende Delta-Variante und die existierenden Impfstoffe weniger wirksam machen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO stufte die zuerst in Südafrika entdeckte Variante mit der wissenschaftlichen Bezeichnung B.1.1.529 als „besorgniserregend“ ein.

Zahlreiche Länder, darunter auch Deutschland und weitere Mitgliedstaaten der EU, haben bereits den Flugverkehr mit Südafrika und weiteren Ländern der Region eingestellt. (afp)

Mehr als zehn Prozent haben Booster-Impfungen erhalten

In Deutschland haben mehr als zehn Prozent der Bevölkerung mittlerweile eine Auffrischungsimpfung erhalten. 8,6 Millionen Menschen haben bisher eine sogenannte Booster-Impfung bekommen, wie aus den Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstag hervorgeht. In den vergangenen Tagen gab es rund 2,7 Millionen Booster-Impfungen, wie der geschäftsführende Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) twitterte. Allein am Freitag kamen laut RKI 582 000 hinzu.

56,9 Millionen Menschen und damit 68,4 Prozent der Gesamtbevölkerung sind mittlerweile vollständig gegen das Coronavirus geimpft. 59,1 Millionen Menschen wurden mindestens einmal geimpft. Das entspricht einer Quote von 71,1 Prozent. Das RKI geht davon aus, dass unter Erwachsenen vermutlich mehr Menschen geimpft sind, als die Daten nahelegen: Eine hundertprozentige Erfassung der Impfungen könne durch das Meldesystem nicht erreicht werden, heißt es auf der Impfübersicht des RKI.

Weiterhin gibt es beim Stand der Impfungen gegen das Coronavirus erhebliche regionale Unterschiede: Unter den Bundesländern verzeichnet Bremen mit 82,8 Prozent den höchsten Anteil Erstgeimpfter. 80,1 Prozent der Bevölkerung sind dort vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Sachsen ist Schlusslicht, hier sind 60,4 Prozent erst- und 58,0 Prozent vollständig geimpft. (dpa)

RKI meldet Inzidenz von 444,3

In Deutschland steigt die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Neuinfektionen mit dem Coronavirus weiter an. Das Robert-Koch-Institut (RKI) verzeichnete am Samstag eine Inzidenz von 444,3 – so hoch war der Wert noch nie seit Beginn der Pandemie. Am Freitag lag er bei 438,2. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. Die Gesundheitsämter meldeten dem RKI 67.125 Neuinfektionen, das sind 3201 mehr als am Samstag vor einer Woche. Bislang wurden mehr als 5,71 Millionen Menschen positiv auf das Virus getestet. 303 weitere Menschen starben in Zusammenhang mit dem Coronavirus, insgesamt sind es damit 100.779 Todesfälle.

Vor allem im Süden und Osten Deutschlands bleiben die Infektionszahlen hoch. In Sachsen stieg die Sieben-Tage-Inzidenz auf 1201,1, das ist weiterhin den höchste Wert unter den 16 Bundesländern. Es folgen Thüringen mit 852,8 und Sachsen-Anhalt mit 716,9. Brandenburg verzeichnet eine Inzidenz von 674,7 und Bayern von 634,5. Den niedrigsten Wert hat weiterhin Schleswig-Holstein, er sank sogar leicht auf 150,2.

Plastikröhrchen in Reihe

Kunststoffröhrchen mit Corona-Abstrichen stehen nach dem PCR-Test in einem Labor Foto: Andreas Arnold/dpa

Der Landkreis Erzgebirge verzeichnet mit 2000,5 als einziger einen Inzidenzwert über 2000, im Vergleich zum Vortag (2006,2) ist er leicht gesunken. Bundesweit gibt es nur fünf Landkreise, die einen Wert von unter 100 haben. (rtr)

Niederlande: 61 Corona-Fälle unter Reisenden aus Südafrika

61 Insassen zweier Flüge aus Südafrika sind nach ihrer Ankunft in den Niederlanden positiv auf das Coronavirus getestet worden. Am Amsterdamer Flughafen Schiphol würden nun weitere Tests vorgenommen, um zu ermitteln, ob jemand mit der neuen Corona-Variante Omikron infiziert sei, teilten die Behörden am Samstag mit. Die Menschen wurden isoliert. Die zwei Flüge waren in Kapstadt und Johannesburg Richtung Niederlande gestartet.

Kurz zuvor hatte die niederländische Regierung und andere Länder den Flugverkehr aus Staaten im südlichen Afrika ausgesetzt. Hintergrund ist die Einstufung der Variante durch die Weltgesundheitsorganisation WHO als hoch übertragbares, „besorgniserregendes“ Virus.

In einer späteren Mitteilung der niederländischen Gesundheitsbehörde hieß es, dass die positiv Getesteten im Falle von Symptomen für sieben Tage in Quarantäne gehen müssten. Eine fünftägige Isolation sei vorgeschrieben, wenn sie keine Symptome aufwiesen. 539 Reisende wurden negativ getestet und durften nach Hause oder ihre Reise in andere Länder fortsetzen. (ap)

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