EU-Förderung der Landwirtschaft: Umweltschützer gegen Pläne für Reform der Agrarsubventionen
Gerade nachhaltige Höfe würden unter den Vorschlägen der EU-Kommission leiden. Das moniert eine Allianz unter anderem von Bioland und BUND.
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Das „Agrarbündnis“ aus 25 Bauern-, Umwelt- und Tierschutzverbänden kritisiert die Entwürfe der EU-Kommission zur Reform der Landwirtschaftssubventionen. „Gerade Betriebe, die bereits heute besonders nachhaltig sowie klima-, tierschutz- und umweltorientiert wirtschaften, würden durch die aktuellen Vorschläge zur Weiterentwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) erheblich unter Druck geraten“, teilten die Organisationen am Montag mit. Sie befürchten, dass solche Agrarunternehmen weniger als bisher gefördert werden. Zu dem Bündnis gehören zum Beispiel Bioland, der BUND oder der Tierschutzbund.
Die Gemeinsame Agrarpolitik der EU ist einer der größten Hebel, um die Landwirtschaft zu beeinflussen. Denn die Subventionen liefern vielen Betrieben rund die Hälfte ihres landwirtschaftlichen Einkommens. Die Branche produziert die meisten Lebensmittel für Deutschland, belegt aber auch ungefähr die Hälfte der Landfläche. Laut Umweltbundesamt verursachte die Landwirtschaft 2025 inklusive der Emissionen aus Böden und beispielsweise für Dünger knapp 15 Prozent der hiesigen Treibhausgase. Viel Vieh hält sie unter von vielen kritisierten Bedingungen. Etwa mit Pestiziden trägt die Agrarwirtschaft dazu bei, dass immer mehr Tier- und Pflanzenarten aussterben.
Das Agrarbündnis fordert deshalb, dass die EU Leistungen von Landwirten für Umwelt-, Klima- und Tierschutz stärker honoriert. Das Bündnis nannte zum Beispiel die Extrazahlungen für Biobetriebe, für Ökoregelungen wie Blühflächen auf Äckern und Naturschutzmaßnahmen von Agrarbetrieben. Die wichtigste Subventionsart, die Direktzahlungen, solle „schrittweise“ nicht mehr pro Fläche, sondern pro erbrachter Leistung berechnet werden. Die EU dürfe das Agrarbudget insgesamt nicht kürzen.
Kein Mindestbudget für Agrarumweltprogramme
Die EU-Kommission hat für 2028 bis 2034 ein Kernbudget in Höhe von 295 Milliarden Euro vorgeschlagen, was laut Schätzungen rund 15 Prozent weniger wären als bisher. Zusätzliche Zahlungen etwa für Agrarumweltprogramme wie die Ökolandbauförderung sind möglich, aber dafür sieht der Vorschlag kein Mindestbudget vor. Zudem müssten die Mitgliedsländer einen höheren Eigenanteil beisteuern, sodass manche wahrscheinlich weniger Programme auflegen werden.
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