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Debatte über WM-Boykott in den USADer unpassende Vergleich mit der WM in Katar

Nach den Erfahrungen mit den Boykottforderungen vor der Fußball-WM in Katar scheuen viele eine Diskussion um den Gastgeber USA. Doch der Vergleich funktioniert nicht.

Auch mützenmäßig ausgewiesener Antifaschist: St. Pauli-Präsident Oke Göttlich fordert WM-Boykott-Debattte Foto: Philipp Szyza/imago

Die Reflexe klingen überall ähnlich, seit die Debatte über einen möglichen Boykott der Fußball-WM in den USA die Mixed Zones der Bundesliga erreicht hat. „Ich bin Fußballspieler und ich habe A zu wenig Ahnung davon und B ist es nicht meine Aufgabe, darüber zu reden“, sagt Robert Andrich, dem als Nationalspieler und Kapitän von Bayer Leverkusen eigentlich schon eine Meinung zu den Aktivitäten des WM-Gastgebers Donald Trump zugetraut werden kann.

Nach den Erfahrungen mit der WM von Katar ist die Sorge jedoch groß, sich abermals in Kontroversen und dem Gefühl der Machtlosigkeit gegenüber dem Weltgeschehen zu verheddern. „Ich nehme nicht mehr teil an der politischen Diskussion. Wir haben ja gemerkt, dass es nicht zielführend ist, wenn wir Spieler uns da zu sehr politisch äußern“, erklärt Joshua Kimmich, der Kapitän der Nationalmannschaft, und Leverkusens Sportchef Rolfes sagt ironisch: „Ich finde, es hat ja schon bei der WM 22 gut geklappt, dass Deutschland irgendwie versuchte, das Turnier zu boykottieren, und der Rest der Welt das ein bisschen anders gesehen hat. Politik sollte Politik machen und wir sollten Sport machen.“

Die Referenz ist immer die gleiche: Bei der WM 2022 waren die deutschen Protestversuche nicht nur wirkungslos, sie haben die sportlichen Ambitionen des Teams beschädigt und wirkten auch ein wenig peinlich. Deshalb missfällt es vielen Leuten aus der Bundesliga, dass Oke Göttlich, der Präsident des FC St. Pauli, der seit einigen Wochen dem Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes angehört, eine neue Debatte über einen Boykott als Reaktion auf das Verhalten von Donald Trumps Amerika anstößt: „Ich frage mich wirklich, wann der Zeitpunkt ist, darüber konkret nachzudenken und zu reden“, sagt Göttlich der Hamburger Morgenpost und verweist auf die Geschichte der Olympischen Spiele: „Was waren denn die Begründungen für die Olympiaboykotts in den 1980er Jahren? Meiner Einschätzung nach ist das Bedrohungspotenzial aktuell größer als damals. Wir müssen diese Diskussion führen.“ Göttlich fordert explizit keinen Boykott, er möchte nur eine fundierte Diskussion über diese Option führen, und dieser Prozess hat nun begonnen.

Die Bild hat zwar aus dem Umfeld von DFB-Präsident Bernd Neuendorf erfahren, dass dieser „not amused“ über Göttlichs Vorstoß ist. Neuendorf scheut Konflikte mit dem Weltverband Fifa, wo er dem einflussreichen Council angehört. Und die Erfahrungen von Katar sitzen auch ihm noch in den Knochen. Allerdings ist der Vergleich zur vorigen WM vollkommen unpassend.

Übergeordnete Dimension

Damals ging es um den Protest gegen ein Gastgeberland, das Menschenrechte bricht, das Gastarbeiter ausbeutet und autokratisch regiert wird. All diese Vorwürfe lassen sich auch gegenüber den USA erheben, aber im aktuellen Fall gibt es eine übergeordnete Dimension: In den USA sind imperiale Bestrebungen vorhanden, Trump möchte gerne Kanada und Grönland besitzen, Europa ist bedroht. Deshalb hat Göttlich auf den Boykott 1980 angespielt, der auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges eine Reaktion auf den Angriff der Sowjetunion auf Afghanistan war.

Das Thema wird relevant bleiben. Bereits am Sonntag hat es das Talkformat „Miosga“ in der ARD erreicht. Auch dort wurde schnell klar, dass es im Gegensatz zum Katar-Aktivismus allenfalls in zweiter Linie um Werte und Moral geht. Die Möglichkeit eines WM-Boykotts ist ein Instrument im Werkzeugkasten der Gegenmaßnahmen, zu denen beispielsweise auch Gegenzölle und alle möglichen Deals gehören. Der Umgang mit diesen Möglichkeiten sei „ein Ritt auf der Rasierklinge“, sagt der Militärhistoriker Sönke Neitzel bei „Miosga“ und erklärt: „Ich finde es gut, dass das diskutiert wird, dass man sagen kann: Wenn die Europäer nicht mitspielen, kannst du eigentlich deine WM vergessen. Und wir können auch dazu greifen.“ Im Raum steht die Chance, die eigene Position in einer schwer durchschaubaren weltpolitischen Verhandlungssituation zu stärken.

Erste Umfragen unter den anderen europäischen Verbänden deuten zwar klar darauf hin, dass derzeit niemand einen Boykott anstrebt, aber auch hier lohnt ein Blick in das Jahr 1980. Damals beschloss das deutsche Nationale Olympische Komitee (NOK) den Olympiaboykott. Vorausgegangen war jedoch eine politische Debatte, in deren Rahmen Willy Brandt sich im Geist seiner Entspannungspolitik für eine Teilnahme an den Spielen von Moskau aussprach. Auch Bundeskanzler Helmut Schmidt fand Boykott eigentlich falsch, beugte sich aber dem Druck der Schutzmacht USA, woraufhin der Bundestag sowie das NOK beschlossen, auf die Spiele zu verzichten.

So wie damals geht es jetzt um die Frage, ob der Fußball als politisches Instrument auf der obersten Ebene des Weltgeschehens eingesetzt werden sollte.

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70 Kommentare

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  • 2026 ist in den USA ein wichtiges Wahljahr.



    Europa und insbesondere Deutschland sollten sich sehr genau überlegen, ob wir den amtierenden US-König unterstützen.

  • Die "schwindeligen FIFA-Flöten" sollten aus ihrem Stadion geschossen werden. Anmaßend, heuchlerisch, gierig.



    Die machen doch ganz offen Politik mit dieser WM und auch schon mit der davor.



    Da braucht sich niemand hinter einer scheinheiligen Nur-Sportler-Attitüde zu verbarrikatieren. Besser wäre es, einen ganz neuen Wettbewerb zu begründen. Welche Region könnte das besser, als Europa?

  • Es brauchen nur mehrere Spieler laut und Öffentlich Donald zu Kritisieren und die WM ist Geschichte!

  • Dem Träger des renommierten FIFA-Fiedenspreises und Inhaber des Friedensnobelpreises muss man doch einfach huldigen !

    Marschieren die Fussballer dann eigentlich wie 1936 mit römischem Gruss ein ? - Wäre irgendwie angemessen und Trump wäre sicher ergriffen...!

    Ich werde defintiv alle Werbepartner dieser Korruptionsmesse boykottieren !

  • Die Gleichsetzung USA/Katar (nicht der Vergleich) ist in der Tat unpassend, aber anders, als der Autor meint. In den USA werden Regierungschefs und Parlamente demokratisch gewählt, in Katar, das die Muslimbrüder und den Terrorismus (Hamas) fördert, herrscht ein Emir in einer absoluten Monarchie. Die "Gastarbeiter", die die Stadien für die WM in Katar errichtet haben, wurden wie Sklaven behandelt, hatten unmenschliche Arbeitsbedingungen in glühender Hitze und durften sich nicht gewerkschaftlich organisieren. Wie viele Todesopfer es beim Bau der Stadien gab, lässt sich nicht verlässlich beziffern, weil das Regime unabhängige Untersuchungen nicht zuließ. Ein WM-Boykott 2022 hätte in direktem Zusammenhang mit der Veranstaltung gestanden, bei einem Boykott der WM 2026 in den USA wäre es anders.

    Trump und das katarische Regime verstehen sich übrigens prächtig, und die USA gewährleisten die Verteidigung Katars, dessen Bevölkerung zu fast 90 % aus Ausländern besteht. Aber diese Kumpanei ist nicht auf die USA beschränkt und innerhalb der USA auch nicht auf Trump. Es war Biden, der Katar 2022 zu einem "Major non-NATO ally" aufgewertet hat.

    • @Budzylein:

      Bist du dir sicher, das in Amerika noch Demokratisch gewählt wird, wenn Donald mit seinen Vasallen beliebig per Social Media die Wähler manipuliert.

      Fußbal ist doch sowieso nur ein Geldzirkus, um Sport geht es da doch schon lange nicht mehr, deshalb nicht so viel Reden, sondern machen, bedeutet für mich Boykott! No Kings, No Fußball.

      • @Detlef Fingerling:

        Ja, bin ich. Die Wahl gegen Biden hat Trump aus dem Präsidentenamt heraus verloren, und die Wahlergebnisse in den US-Bundesstaaten werden auch nicht nach Belieben von Trump und seinen Leuten gesteuert. Social Media kann jeder bespielen, und nicht alle Wähler lassen sich manipulieren; schon gar nicht alle in dieselbe Richtung.

  • Man könnte ja spielen. Es würde reichen, weltweit die TV-Verträge zu kündigen. Trump könnte nicht den GRÖPAZ spielen ( "Größter Präsident aller Zeiten"), und Infantino käme vielleicht finanziell ins Schwitzen.

    Und wir säßen dann wieder in der Kneipe, vor dem Radioapparat, wie vor Jahrzehnten jeden Samstagsnachmittag. War eh spannender als das hilflose Gestammel der heutigen Dumpfbackenreporter, die sich schon vorher selbst wichtiger nehmen als das Spiel. Nebst ihren sogenannter Experten, die jedes Spiel zerstören.

  • Boycott ist eine starke politische Waffe, wenn sie massenhaft angewandt wird. Selbstverständlich werde ich die Fussball-WM in den USA boykottieren und kein einziges Spiel anschauen. Dasselbe gilt für die US-Olympiade und natürlich auch für den ESC. Und ich werbe dafür, dass möglichst viele Menschen es auch tun. Als Konsument sollte man sich täglich die Frage stellen, ob man etwas kauft bzw. konsumiert oder nicht. Als Einzelner und als Gruppe. Also völlig klar: alle Länder sollten die Fussball-WM in den USA boykottieren. Und ich rede hier nicht mal von dem Hirn verbrannten "Friedenspreis, den Infantino erfunden und überreicht hat.

  • Wie viel der Menschen die jetzt einen Boykott fordern sitzen wohl zu Hause umringt mit Produkten aus China und hören Musik aus Amerika.

    Die Forderung zum WM Boykott ist populistisch wie billig.

    • @Hitchhiker:

      Ein Boycott ist eine gezielte Massnahmen betreffend ein bestimmtes Produkt (oder Produktfamilie). Das kannst du populistisch oder was auch immer bezeichnen. Wenn du nicht mitmachen willst, hast du eine Chance vertan, etwas Gutes zu tun. Übrigens gibt es zahllose Gruppen, die in den sozialen Netzwerken für einen Boykott aller US-Produkte wirbeln, nicht nur die WM oder Olympia... Musst dich nur ein bisschen informieren. Und mitmachen.

  • Ein Boykott würde nur dann Sinn machen, wenn die Uefa den bekannten "A... in der Hose" hätte und eine eigene Mini-WM planen würde. Außereuropäische boykottwillige Länder wie z.B. Australien,Brasilien, Canada usw. könnten dazu eingeladen werden.



    Nur dann würde der "Infant" & Co wegen des finanziellen Risiko ins Grübeln kommen.

  • Fakt: die Männerfußball-WM findet nicht nur in den USA statt, sondern auch in Kanada und Mexico.



    Forderung: kein Boykott, aber Kanada/Mexico bekommen mehr Spielorte, Halbfinals und Finale finden in Kanada/Mexico statt. Weil sie die Sicherheit der Spieler und Fans gewährleisten können. Im Gegensatz zu den USA (siehe Minneapolis).

    • @Florian S. Müller:

      @Florian S. Müller

      Sehr gut, das finde ich auch das wichtigste Argument gegen diesen Boykott. Schade, dass Fans aus 75 Ländern nicht einreisen können und dass die Eintrittspreise so hoch sind und sicher gibt es noch viele generelle Argumente und Kritik gegen die ganze Veranstaltung, aber so ist das mit dem Fifa Fußball.



      Vielleicht gibt aber auch Pfiffe für die Funktionäre oder Trump himself live und in Farbe und nicht zu übersehen für Millionen von Zuschauern?

      • @ttronics:

        Wieso Schade das viele nicht Einreisen können?

        Man Stelle sich vor es ist WM und keiner geht hin, ist doch ganz einfach.

    • @Florian S. Müller:

      Dem ersten Satz würd ich zustimmen, dass sollte man bei Boykottforderungen auf dem Schirm haben.



      Dem zweiten keines Falls. Mexiko ist mit einer Tötungsrate von 24,9 und über 32000 Tötungen eines der gefährlichsten Länder weltweit. Im Vergleich dazu, sind die Staaten (5,9) ein sicheres Land.



      Einen möglichen Boykott könnte man nur politisch rechtfertigenn, aber nicht mit der Sicherheit von Spielern und Fans.

      • @Deep South:

        Meine Meinung ist, dass ich die Forderung nach einem Boykott gar nicht stellen würde, weil es unrealistisch ist und die Fronten verhärtet.



        Mexico hat vielleicht die höhere Tötungsrate, aber derzeit sind keine gewaltsamen Vorgänge von staatlichen Institutionen gegen friedliche Demonstranten, Minderheiten oder Ausländer bekannt oder?



        Daher sollte eher die Strategie sein, dass die internationale Gemeinschaft die Länder stärkt, die von Trump sowieso schon drangsaliert werden. Also mehr Spiele in Kanada und Mexico, vor allem in der Schlussrunde. Damit können vermutlich auch die meisten Fans leben, weil sie dann nicht auf Fußball ihrer Lieblingsmannschaft verzichten müssten.

  • Kann nicht jeder Spieler individuell die WM boykottieren? Dann bräuchte es gar keine Debatte.

    Könnte mir vorstellen, dass sobald einige prominente Spieler die WM-Teilnahme absagen, viele andere folgen würden. Kein Mensch sollte gezwungen werden, in ein neo-faschistisches Land einzureisen, wo willkürliche rassistisch motivierte Verhaftungen sowie Exekutionen auf der Straße an der Tagesordnung stehen.

    • @Ash:

      "Kein Mensch sollte gezwungen werden, in ein neo-faschistisches Land einzureisen"



      Ich widerhole mich da: Der Druck und die Entscheidung hat nichts bei den Spielern zu suchen. Die wollen sicherlich großenteils gerne da hin fahren, und haben auch ein Recht darauf, enttäuscht und dagegen zu sein, wenn ein Boykott umgesetzt wird. Gezwungen wird aber ganz sicherlich niemand.

    • @Ash:

      Nein, das können sie nicht so einfach. Ein nominierter Spieler muss antreten, sonst bekommt er eine Sperre für seinen Verein 8evtl. auch Konsequenzen innerhalb des Vereins, nicht mehr Startelf etc.) Ein kompletter Rücktritt wäre möglich, ist aber auch viel diskutiert. Ribery hatte das mal für die französische Nationalmannschaft gemacht, wurde heiß diskutiert.

  • Immer wieder cool wie Fußballspieler/Verbände sowie Fans glauben eine WM hätte nichts mit Politik zu tun. Leute, da treten Länder in einem Wettkampf gegeneinander an. LÄNDER, nicht individuen sondern Mannschaften die in diesem Kontext vertreter der jeweiligen Länder sind. Mehr politisch geht garnicht.

  • Im Unterschied zu Katar können Fußballfans weltweit in den USA nicht sicher sein, dass sie im Gastgeberland nicht wegen ihres Aussehens, der vermeintlichen Gesinnung oder der Laune eines Idioten von einem rasissitischen ICE-Agenten erschossen werden, der danach straffrei weiter seinem sadistischen Beruf nachgehen darf. In Sachen Eventunterhaltung ist aus Fansicht eine stabile Autokratie einer anarchistisichen Scheindemokratie eindeutig vorzuziehen.

    • @Dorian Müller:

      Wenn der Fußballfan schwul ist und in Katar Sex hat, ist die stabile Autokratie für ihn sicher nicht "sicher". Und wenn der Fußballfan eine Frau ist und in Katar vergewaltigt wird, dann sollte sie dies besser nicht anzeigen, weil sie sonst wegen außerehelichen Geschlechtsverkehrs zu Peitschenhieben und Haft verurteilt werden kann. Mich erinnert ihr Kommentar an die alten Leute in meiner Kindheit, die davon schwärmten, dass man in der Nazizeit "noch sicher über die Straße gehen konnte".

  • Ich glaube, ich habe bei Logbuch Netzpolitik mal irgendwann gehört, sinngemäß sei der Fußball jetzt dort gelandet, wo er hingehört, nämlich in einer Militärdiktatur. Ging glaube ich um Katar.

    Insofern wird jetzt v.a. umgekehrt ein Schuh draus: Zivilisierte Länder sollten sich weigern, Fußballweltmeisterschaften auszurichten.

  • Wenn der Profisport nicht politisch war, so ist er es heute durch die Geldgier seiner Verbände. Und die Spieler jagen diesem Geld auch hinterher bzw. sind Profiteure dieses Systems. Er ist also zu einer sozialen, gesellschaftlichen Frage geworden, dieser von mir sogenannte Schaumschlägerfeudalismus.

  • Wäre doch Mal was, so ein Boykott. Vielleicht macht Lulas Brasilien dabei ja mit und andere südamerikanische Länder. Mileis Argentinier kämen dafür bestimmt. Keine Europäer außer Ungarn, Italien, Slowakei. Vielleicht wird Tschetschenien nach nominiert.



    Der finanzielle Schaden läge dann eher bei der FIFA. In den USA würde ja kaum jemand merken, dass wer fehlt.

  • Nach den Erfahrungen in Katar erscheint es mir klug, sich auf Fußball zu konzentrieren und die Politik der Politik zu überlassen.



    Sollte der Fall wirklich eintreten und die USA Grönland gewaltsam annektieren reden wir jedoch über eine andere Ausgangslage. Dann wäre ein Boykott alternativlos. Aber dann hätten wir wahrscheinlich auch andere Sorgen als die Frage, ob man an der WM teilnehmen möchte oder nicht.

  • Es geht hier nicht um den Vergleich mit 1980, sondern um den mit 1936. Die mächtigste Militärmacht der Welt ist auf dem Kipppunkt zu einer Diktatur mit expansionistischen Ambitionen. Natürlich sind die USA heute nicht mit Deutschland 1936 vergleichbar, aber man muß die Amerikaner warnen und aufrütteln, bis auch der letzte verstanden hat, was da auf sie zurollt.

    • @Deutschfranzose:

      Netter Gedanke aber wirkungslos, als wenn man eine in Deutschland stattfindende Crickett WM boykottieren würde.

    • @Deutschfranzose:

      Amis aufrütteln? Mit Nichtteilnahme bei Soccer?



      Dass ist dort nicht gerade ein Massensport und Fanereignis. Würde es um American Football, Basketball oder Baseball handeln würde es was bewirken, aber so?

      • @Donni:

        Leute, es geht doch nicht um den Sport oder die Sportart, hier geht es einzig und allein nur um den gigantischen Vermarktungs-Fetisch, der dort Einzug hält. Diese Superlative mit Lizenzrechten und Vermarktungen im 2-stelligen Milliardenbereich ist selbst für die Amis eine gewisse Hausnummer, der Super Bowl dagegen ist im Vergleich ein Desert-Teller. Denn wenn der König der USA sich vor geschätzten 2,5 Mrd. Menschen live präsentieren kann, kommt das womöglich einer Krönung und Absolution gleich. Ich fürchte aber, dass brutale Konventionalstrafen bei Nichterfüllung der Verträge die Verbände einen Boykott fürchten wie der Teufel das Weihwasser.

  • "So wie damals geht es jetzt um die Frage, ob der Fußball als politisches Instrument auf der obersten Ebene des Weltgeschehens eingesetzt werden sollte."



    Wenn der Verband sich scheut, eine klare Position zu beziehen, sollte das gigantische Merchandising auch durchaus in den Fokus der Kritiker:innen rücken.



    Im Übrigen ist eine Reisewarnung nicht auszuschließen für Menschen mit "neuralgischen Inhalten" auf Smartphones und in Chats.



    Der "President" re(a)giert gerne gnadenlos.



    www.deutschlandfun...r-die-usa-100.html

  • Für mich und viele andere (wir hatten die Diskussion gerade in Bezug auf den Artikel von Pit Gottschalk über Kimmich) geht es nach den Erfahrungen mit Katar neben der Frage nach einem Boykott vor allem darum, die Spieler diesmal davor zu schützen, in die Rolle politischer Botschafter gedrängt zu werden, Zeichen zu setzen oder symbolpolitisch hervorzutreten, wenn das nicht - ohne Druck - von der Mannschaft kommt.

    Der politische und moralische Druck war in Katar kaum auszuhalten und hat vielen das Turnier komplett madig gemacht und zudem nichts positives bewirkt.

    Fußball, bzw. Sport ist vorpolitisch und die Grenze gilt es immer wieder neu zu bestimmen und einzuhalten. Fußball wirkt verbindend über Partei-, Länder- und Kulturgrenzen hinweg, aber nur, wenn er nicht überpolitisoert wird, egal ob von Trump oder linken Aktivistenlobbies.

    • @Moralapostbote:

      Ja vor allem verbindet er mein Konto mit dem der FIFA!

    • @Moralapostbote:

      Schön wärs. Leider ist Fussball in diesem Fall nur ein Produkt im Portfolio eines multinationalen Konzerns. Der Geldkreislauf ist lange schon wichtiger für die als der Sport. Da Monopolist und Unterstützer von Diktaturen ist das durchaus politisch

      • @TV:

        Also da muss ich entschieden widersprechen, natürlich sehe ich die kapitalistischen Verwerfungen im Fußball auch kritisch, aber gerade für Kinder ist das ja mit das letzte weltweit verbindende Ereignis. Die EM in Deutschland bspw. hat mehr für den europäischen Gedanken und die Völkerverständigung getan, als jedes EU-Gesetz der letzten 25 Jahre, der ESC (politisch komplett vereinseitigt) und Olympia zusammen. Und Fußball lebt ja gerade von den Underdog-Geschichten, wo immer wieder deutlich wird, dass Geld alleine keine Spiele gewinnt.

        • @Moralapostbote:

          Dann sollten sie aber auch beachten, dass man wie das Sprichwort sagt, mit Speck Mäuse fängt. Will sagen, Kinder die jetzt schon an den Fußball herangeführt werden, werden diesen später nicht so kapitalismuskritsch sehen sondern eher Teil der ganzen Showblase werden wollen. Schauen sie sich die ganzen B-Z Prominenten an, die interessiert auch nicht, wer das Geld erwirtschaftet hat, die wollen gerne mehr davon.

          • @BS:

            Ich weiß nicht was sie unter Pädagogik vetstehen, aber für gewöhnlich werden sie dazu ausgebildet, selbst zu denken, eigene Entscheidungen zu fällen und zu verantworten. Das steht auch in keinem Gegensatz zu einer Sensibilität für kapitalistische Strukturen, ganz im Gegenteil. Gerade im Fußball wird man ja mit dem ewigen Kampf gegen die Reichen groß und versteht vielleicht sogar einiges in der Praxis sehr viel besser, als wenn man jetzt irgendwie versucht die Kinder außerhalb kapitalistischen Strukturen und jenseits kapitalistischen Vorführungen zu erziehen, was ohnehin eine sehr merkwürdige Vorstellung ist. Die sollen ja lebensfähig werden und auch nicht jedem ideologischen antikapitalistischen Speck hinterherlaufen.

            • @Moralapostbote:

              "Gerade im Fußball wird man ja mit dem ewigen Kampf gegen die Reichen groß...."

              Der war gut. Jetzt verstehe, ich warum die denen so zujubeln. Das ist Kapitalismuskritik im dritten Jahrtausend.

  • Leistungssport ist Geldsport. Die Beteiligten investieren viel zu viel Zeit und Geld in die Hoffnung aus dem Sport ihren persönlichen Gewinn zu ziehen, als dass die gelegentlichen Bedenken wegen z.B. Fairness, Menschenrechte, Umwelt usw. mehr als eine symbolische Geste sind. Spätestens wenn es richtig los geht, werden alle Bedenken zurückgestellt und es zählt nur noch der sportliche Wettbewerb, die Emotionalität und die vertragliche Verpflichtungen, die man teils schon Jahre zuvor eingegangen ist. Was sollen denn all die Sportler, Verbandsfunktionäre und viele andere machen, wenn ihr Sport ausfällt? Aus den irregeleiteten Ambitionen folgt die Not der Verzweiflung, dass man aus der Nummer nicht mehr herauskommt. Da helfen ARD, ZDF und andere sich die Sache doch immer wieder schön zu reden. Das „Wunder von Bern“ funktioniert offiziell auch nur, weil man die „Sieg heil!“-Rufe des deutschen Stadionpublikums ausblendet. So wurde der Sieg auf dem Fussballplatz von der Geschichte „befreit“ und ganz „politikfrei“ zum Symbol des neuen Wirtschaftswunderlandnationalismus.

    • @DemokratischeZelleEins:

      Mann könnte eine kleine EM mit den für die WM qualifizierten europäischen Teams ausrichten...



      Spielräume gäbe es schon.

      Ich denke, bei den Rufen 1954 irren Sie sich. Wahrscheinlich haben Sie es damit verwechselt, das zum Ende des Finals von vielen deutschen Fans die erste Strophe des Deutschlandlieds gesungen wurde (damals schon nicht mehr Nationalhymne). Das wird aber nicht ausgeblendet - in Dokumentationen der ÖR kommt das vor.

      • @MontNimba:

        Was die „Sieg heil!“-Rufe und das Absingen der ersten Strophe der Nationalhymne betrifft, haben sie recht. Trotzdem bleibe ich dabei, dass das zwanghafte Pochen darauf, Sport sei nicht politisch, (i) im Widerspruch zu der (Selbst-)Darstellung des Spitzensports steht, die sozialdarwinistische Ideale von Leistungsbereitschaft, Wille, Stärke, persönliche Opfer- und Einsatz für den Sieg, oft einer der ganzen Nation, steht und (ii) das Zusammenwirken von Sport, Medien, Wirtschaft und Politik nahezu systematisch ausgeblendet und die materiellen Interessen der Beteiligten verschleiert werden. Die Inszenierung des Leistungssport als mediales Spektakel trägt dazu bei, dass die Ideen eines liberalen Sozialdarwinismus allgemein nicht nur akzeptiert, sondern als Teil einer „Leitkultur“ gelebt werden: Hierarchisierung gesellschaftlicher Interessen zugunsten der Wirtschaft in der elitären Republik und Selbstoptimierung von LeistungsträgerInnen in der Wettbewerbsgesellschaft.

      • @MontNimba:

        Was aus heutiger Sicht sicherlich befremdlich wirkt und was damals im Ausland wahrscheinlich auch sehr kritisch gesehen wurde, war dieser Grundgedanke "Wir sind wieder wer!", der in der Bundesrepublik nach dem WM-Sieg bereitmachte.



        Aus der Sicht der Deutschen damals kann man das jedoch schon nachvollziehen ohne es gutheißen zu wollen. "Sieg Heil"-Rufe allerdings wären inakzeptabel, sofern es sie tatsächlich gegeben hat.

  • Ein Boykott bringt nichts! Politik sollte sich aus dem Turnier raus halten

    • @Marcelo:

      Ein Boykott wäre das einzig anständige. Alles ist Politik. Mit Faschisten spielt man nicht.

    • @Marcelo:

      Zu spät, Trump wird sich dort präsentieren wie einst die Cäsaren. Und einreisen darf eh nur wer buckelt.

  • Die Verweise auf 1980 (man müsste dann auch den östlichen Gegenboykott 1984 nennen) überzeugen mich nicht. Das war damals die zweite Hochphase des Kalten Krieges, in der Sport als ein Mittel der Systemauseinandersetzung gesehen wurde. Vermutlich waren die Boykotte auch dadurch motiviert, dass man der jeweils auf den Punkt hin vorbereiteten Gegenseite (1980 der UdSSR, 1984 den USA) den jeweiligen Triumph nicht gönnen wollte. Das waren ja nun eher abschreckende Beispiele. - Womit ich nicht sagen will, dass die größenwahnsinnigen FIFA-Spiele so toll sind, aber das wäre eine andere Diskussion ...

    • @Kohlrabi:

      Soweit ich mich erinnere, hat Helmut Schmidt später, als er nicht mehr im Amt war, dazu gesagt, Deutschland und die Türkei mussten sich 1980 dem Bokott anschließen, weil die USA gedroht hatten, andernfalls bestimmte Waffensysteme zum Schutz der beiden Länder im Kalten Krieg abzuziehen.

  • Anders als in den 80er Jahren, als die USA als Großmacht vorauspreschte, fehlt aktuell dieser politische Druck einer USA. Nichtsdestotrotz ist m.E. die Gemengelage heute etwa die gleiche. Es geht ebenso darum, sich von einem autoritären 'Regime' zu distanzieren und Solidarität mit Betroffenen heute Venozelanern, Grönländern und liberalen Amerikanern, zu zeigen. Das Problem dürfte dabei aber auch sein, eine relevante Anzahl an für die WM qualifizierten Nationen zu überzeugen; sicher besonders auch jene, die sich zum ersten Mal qualifizierten.



    Man darf so einen Boykott sicher nicht überbewerten, aber ein Zeichen wäre es allemal. Ob das Trump in seinem autoritären Gehabe einschränken würde, bleibt dahingestellt. Ein Szenario bei einem Boykott von wenigen Mannschaften wäre, dass Trump zusammen mit Infantino Russland und Belaruss, sowie andere wohlwollende Nationen mit einer Wildcard ausstatten würden, um die WM dennoch durchziehen zu können. Ob dies überhaupt FIFA technisch möglich wäre, weiss ich nicht, aber Regeln und Statuten lassen sich ja ändern, besonders wenn der FIFA-Chef es unterstützt.

    • @Klaus Waldhans:

      Ich glaube, von Zeichen setzen mit mehr als fragwürdiger Wirkung, haben im Fußball alle genug. In Katar wurde das komplett übertrieben und da hängen letztlich sehr viele Träume, Hoffnungen, Karrieren, Schicksale und auch finanzielle Interessen dran, die dagegen abgewogen werden müssen.

  • "beugte sich aber dem Druck der Schutzmacht USA, woraufhin der Bundestag sowie das NOK beschlossen, auf die Spiele zu verzichten."

    Schade, dass die Option "Druck durch Schutzmacht" wegfällt - so wird gar nichts passieren, wie es Deutschland am liebsten hat.

    • @nihilist:

      So ist es in Deutschland schon seit mittlerweile, lass mich Rechnen, 34 Jahren CDU Regierung, nichts ist Passiert, so sieht es hier auch aus!

      Aber Schuld sind wie immer die anderen!

  • „Deshalb hat Göttlich auf den Boykott 1980 angespielt, der auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges eine Reaktion auf den Angriff der Sowjetunion auf Afghanistan war."



    Vllt. werden die USA früh genug einen Angriffskrieg beginnen...

    • @Mondschaf26:

      Hat die USA nicht erst vor kurzem Venezuela angegriffen?

  • Seit dem es börsenorientierte Fußballclubs gibt, schaue ich ohnehin nur noch Kajaksport.



    Haben wir wirklich keine anderen Probleme als eine Fußball-WM?



    Würde mir von der taz wünschen, wenn auch die Artikel mit intellektuellem Anspruch zum Kommentieren freigeschaltet würden.

    • @Ratio:

      „Haben wir wirklich keine anderen Probleme als eine Fußball-WM?"



      Die Fußball-WM ist nicht das Problem. Das größte der Austragungsländer ist das Problem. Und in dem Land die politische Führung ist (fast) das größte Problem, auf unserem Globus.



      (Die Freigabe von Artikeln ihres intellektuellen Anspruchs können Sie bei kommune(at)taz.de erbitten.)

    • @Ratio:

      Es geht ja hier nicht um die WM als sportliches Ereignis, sondern als mögliches Vehikel für ein politisches Statement. Wenn Europa nichts mehr im Köcher hat als guten Fußball (wobei Ditschl auch dort den Anschluss verloren hat)…



      Wo ich Ihnen recht gebe: Es wäre spannender (und ehrlicher), auch jene Themen (und Texte) zur Diskussion freizugeben, bei denen z.B. ernsthaft kein Konsens herzustellen ist…

      • @Vigoleis:

        Es wäre wichtig, auch Themen zur allgemeinen Diskussion freizugeben, bei denen ein Konsens in der aufgeheizten gesellschaftlichen Stimmung schwierig ist.



        Das Einknicken vor all den Trollen, die einen solchen Thread für die Moderation fast unmöglich machen, beraubt uns unserer eigenen Freiheit.

  • Ich finde auch, dass es einen klaren Unterschied zu Katar gibt. Während in Katar die Regeln der konservativen katarischen Gesellschaft von Anfang an klar waren, war doch die Sicherheit und die geregelte Einreise für die Fans gefahrlos.



    In dem aktuell erratischen Zustand der USA herrschen unklare Regeln und behördliche Willkür und auch noch finanzielle Abzocke ohne Gleichen. Die Mannschaft soll halt hingehen, es ist ja deren Job.



    Als Fan würde ich dieses Jahr einen großen Bogen um die USA machen.

  • Weil Europa nix zum Thema Ablöseprozess gegenüber USA inkl. IT Autarkie oder Waffentechnik, Klimahandlungsfähigkeit, Russland zum Frieden 'zwingen' und mal Ukraine substantiell unterstützen..... usw. beitragen kann, soll nur der Fussball herangezogen werden. Schämt sich da eigentlich niemand das Thema überhaupt so aufzurufen? Unfähigkeitsattest hätte man das früher genannt.

  • Für mich stellen sich durchaus berechtigte und belegbare Analogien zu den Olympischen Spielen 1932.



    Ich werde also einen Teufel tun und die von Trump bereitete Bühne betreten. Ich werde ihm und seinem zunehmend faschistischen Gebahren in keinster Weise irgendwelche Ehre erweisen, das wäre unter meiner Würde. Sprich, ich schaue nicht ein einziges Spiel. Das ist meine Art von Boykott.



    Das sich Infantino endgültig outet und dem unerträglichen Trump auch noch einen Friedenspreis gibt, for what to hell, bestärkt mich noch in meiner Meinung, das Fussbal eben nicht unpolitisch ist. Ganz im Gegenteil.



    Ich rate dem dfb dringend, die Fussball WM sofort zu boykotieren.

    • @Mathias Bojahr:

      Muss mich korrigieren, vertippt, ich meinte natürlich 1936..

      Sie für mich zu boykottieren geht Herrn trump natürlich am Hintern vorbei. Ist aber meine Haltung, und ungefähr das was ich mindesten tun kann und wenn ich darüber rede, wirkt es vielleicht noch ein wenig mehr..

      • @Mathias Bojahr:

        Dank Ihres Verschreibers ("1932" statt "1936") habe ich aufgrund einer kurzen Recherche immerhin erfahren, dass es auch 1932 zu den Olympischen Sommerspielen in, ja wo, Los Angelos zwei Gegenveranstaltungen gab:



        "Als kommunistische Gegenveranstaltungen zu den Olympischen Sommerspielen von Los Angeles fanden 1932 in Lyon eine nationale Spartakiade und in Chicago unter dem Titel International Workers Athletic Meet eine von der Communist Party USA geförderte Sportveranstaltung statt." (zitiert nach der Wikipedia).



        Deshalb war ich mir gar nicht so sicher, ob es von Ihnen nur "vertippt" oder Expertenwissen war, was Sie nur andeuten wollten, und habe stillgehalten.

        • @Vigoleis:

          Noch ein kurzer Nachtrag: Auch 2028 finden die Olymp. Sommerspiele wieder in LA statt. Je nach politischer Lage und persönlichem Befinden kann dann wieder herzhaft über Boykotte, Gegenveranstaltungen u.s.f. debattiert werden.

    • @Mathias Bojahr:

      An Selbstbewusstsein mangelt es Ihnen anscheinend nicht: Der DFB wartet sicher nur auf Ihren Rat und weiß bis dahin weder ein noch aus. Und Ihre "Art von Boykott", weil Sie sich in Ihrer persönlichen Würde nicht richtig gesehen fühlen, wird die Fußballwelt bestimmt in ihren Grundfesten erzittern lassen.

      • @Vigoleis:

        Herr Bojahr ist genauso wichtig wie jeder andere. Sie können das Thema Boykott ja anders sehen, deswegen seine Meinung und sein handeln als unwichtig zu framen ist nicht fair.

        • @Jesus:

          Das ist er.



          Deswegen habe ich auch nicht seine Meinung inhaltlich "geframt", sondern meine Bemerkung galt dem Zungenschlag seines Kommentars.

  • Man kann nur hoffen, dass die Fans genug die Hose voll haben von all den Geschichten, die ganz normalen Leuten mit der amerikanischen Grenzpolizei passieren.

  • Die Fußballverbände haben gezeigt, daß es ihnen nur und ausschließlich um die Kohle geht. Darum wird es keinen Boykott geben, selbst wenn bis dahin der Bürgerkrieg im vollen Gange ist.

    • @Deutschfranzose:

      "Darum wird es keinen Boykott geben, selbst wenn bis dahin"...



      Die FIFA hat ganz bestimmt einen "Plan B", alles andere als ein Konzept für einen Ausfall der Veranstaltung aus Gründen von Terror, Pandemie etc wäre nach den letzten Jahrzehnten geradezu fahrlässig. Das wird aber keiner kommunizieren. Auch Infantino ist auf Leute mit Sachverstand und Fähigkeiten zur Beobachtung von Markt und Politik angewiesen.