AfD-WählerInnen nicht willkommen: Kurt Krömer hat was gegen „Schweinegesichter“
Der Berliner Comedian Kurt Krömer will keine AfD-Wähler:innen auf seiner Lesung haben. Ein Brandenburger AfD-Landtagsabgeordneter zeigt ihn an.
Foto: Henning Kaiser/dpa
An dieser Stelle wolle er, sagt der Comedian Kurt Krömer, sich nochmal an seine „geistig-abgehängten Freude von der AfD“ wenden. Das Handy hält der 51-Jährige in diesem Instagram-Video etwas zu nah an sein Gesicht, sodass seine Nase optisch verzerrt wird. Für seine kommende Lesetour wolle er keine Tickets an AfD-Wähler:innen verkaufen, auf deren Geld könne er verzichten. „Dit stinkt, genauso wie ihr!“, berlinert der Neuköllner. Er habe keine Lust auf der Bühne in irgendwelche „Schweinegesichter“ zu schauen: „Meine Shows sind und bleiben halal!“
Der rechtsextreme Brandenburger AfD-Landtagsabgeordnete Dennis Hohloch scheint insgeheim ein beleidigter Fan Krömers zu sein. Womöglich in seinem Frust, nicht willkommen zu sein, hat der Rechtsextremist Strafanzeige gegen Krömer gestellt – wegen des Verdachts der Volksverhetzung und der Beleidigung. Menschen, die einen großen Einfluss auf die Öffentlichkeit hätten, müssten Grenzen aufgezeigt werden, jammerte Hohloch im RBB.
Weil Krömer Ende November eine neue Show auf „ZDFneo“ bekommt, startete Hohloch am Montag eine Petition mit dem Titel: „AfD-Wähler als ‚Schweinegesichter‘ – ZDF muss die Zusammenarbeit mit Kurt Krömer beenden!“ Bis Donnerstag haben knapp 39.000 Menschen die Petition online unterzeichnet. Der Betreiber der Petitions-Website weist seine Nutzer:innen richtiger Weise darauf hin, dass Dennis Hohloch vom Verfassungsschutz Brandenburg als erwiesen rechtsextremistisch eingestuft wird.
Ein mutmaßlicher AfD-Fan kommentiert auf Instagram, er wolle Krömer – der bald für das ZDF arbeitet – nicht zwangsweise finanzieren müssen. Der Neuköllner Comedian kontert, er wolle auch keine Steuern zahlen, die anschließend für rechtsextreme AfD-Politiker ausgegeben werden.
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