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+++ Nachrichten im Irankrieg +++USA schießen iranische Drohnen ab

US-Streitkräfte schießen zwei iranische Angriffsdrohnen über der ‌Straße von Hormus ab. Pakistans Innenminister Naqvi ist als Vermittler nach Teheran gereist.

USA schießen iranische Drohnen ab

US-Streitkräfte schießen nach eigenen Angaben zwei iranische Angriffsdrohnen über der ‌Straße von Hormus ab. Die ⁠Drohnen hätten den Schiffsverkehr bedroht, teilt ‌das US-Militär ‌mit. (rtr)

USA wollen iranische Vermögen für Golfstaaten umleiten

Die ‌US-Regierung will einem Insider ‌zufolge nach iranischen Angriffen auf Kuwait und Bahrain iranische Vermögenswerte zur Entschädigung an Golfstaaten umleiten. Damit sollten künftige, durch Iran verursachte Schäden ausgeglichen werden, sagte eine mit den Überlegungen vertraute Person am Samstag. US-Finanzminister Scott Bessent habe zudem ein Team beauftragt, die Höhe der bereits entstandenen Schäden zu ermitteln. Die USA zögen ‌in Betracht, auch für diese Entschädigungen iranische Vermögenswerte zu verwenden. Welche Art von Vermögenswerten die Regierung in Washington ins Auge fasst, wurde nicht präzisiert. Die Wortwahl deute jedoch darauf hin, dass es sich nicht nur um eingefrorene Gelder handeln müsse.

Die Ankündigung erfolgte, einen Tag nachdem Mohsen Resaei, ein Berater des obersten iranischen Führers, erklärt hatte, ein Friedensabkommen hänge von der Freigabe von 24 Milliarden Dollar an eingefrorenen iranischen Vermögenswerten ab. Die Friedensverhandlungen scheinen ins Stocken geraten ‌zu sein, obwohl ein pakistanischer Minister als Vermittler am Samstag nach Teheran reiste. Die Spannungen wurden durch neue Angriffe verschärft. US-Streitkräfte griffen iranische Radarstellungen an, woraufhin die iranischen ⁠Revolutionsgarden nach eigenen Angaben ihrerseits US-Stützpunkte in Kuwait und Bahrain angriffen.

Die USA und Iran verhandeln indirekt über ein Interimsabkommen zur Beendigung des drei Monate alten Krieges. Teheran fordert den Zugang ‌zu Öleinnahmen ‌in Milliardenhöhe, Ausnahmen von Sanktionen gegen Rohölexporte und die ⁠Aufhebung der US-Blockade seiner Häfen. Iran hat die Straße von Hormus blockiert, durch die vor dem Krieg etwa ‌ein Fünftel der weltweiten Öltransporte floss. Zudem ‌hat Iran einen Waffenstillstand im Libanon zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz zur Bedingung für ein Abkommen mit Washington gemacht. (rtr)

Irans WM-Team darf nur am Spieltag in die USA

Die Nationalspieler Irans werden nach Angaben des iranischen Botschafters in Mexiko nur an den Spieltagen für ihre WM-Partien in die USA einreisen dürfen. Noch am selben Tag müssten sie die Vereinigten Staaten wieder verlassen und in ihr Quartier im Nachbarland Mexiko zurückkehren, sagte Botschafter Abolfazl Pasandideh, wie Medien in der mexikanischen Stadt Tijuana berichteten.

Insgesamt 15 Funktionäre des iranischen Fußballverbandes hätten bislang kein Visum für die Einreise in die USA zur am Donnerstag beginnenden WM erhalten, sagte der Botschafter vor Journalisten in Tijuana laut der spanischen Übersetzung eines Dolmetschers. Man hoffe jedoch, dass sie noch vor dem ersten Spiel Irans ein Visum erhalten. Zu ihnen zählt laut iranischen Medien auch Verbandspräsident Mehdi Tadsch.

Iran befindet sich seit Ende Februar in einem militärischen Konflikt mit den USA. Die Einreise der Nationalmannschaft in die Vereinigten Staaten hatte deshalb für Diskussionen gesorgt. Ende Mai erklärte der iranische Verband, sein Trainingslager aus dem US-Bundesstaat Arizona ins südlich von San Diego gelegene Tijuana zu verlegen. Die Ankunft der Nationalmannschaft wird in Tijuana am frühen Sonntagmorgen (Ortszeit) erwartet. Die iranische Auswahl trifft am 16. Juni in Los Angeles auf Neuseeland und am 21. Juni ebenfalls in Los Angeles auf Belgien. Das dritte Vorrundenspiel findet am 27. Juni in Seattle gegen Ägypten statt. (dpa)

Pakistans Innenminister als Vermittler in Teheran

Pakistans Innenminister Mohsin Naqvi ist nach erneuten Kampfhandlungen zwischen den USA und Iran nach Teheran gereist. Geplant seien hochrangige Treffen mit iranischen Regierungsbeamten, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Samstag aus pakistanischen Sicherheits- und Diplomatenkreisen. Ziel sei es, den Dialog zwischen Iran und den USA zu fördern.

Der iranische Staatssender Irib berichtete nach der Ankunft Naqvis am Samstagabend (Ortszeit) in Teheran, es seien Treffen mit Präsident Massud Peseschkian und Außenminister Abbas Araghtschi geplant. Laut der Nachrichtenagentur Isna soll der pakistanische Innenminister bei seiner Reise eine Botschaft des pakistanischen Armeechefs Asim Munir an den obersten Führer Modschtaba Chamenei überbringen.

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Naqvi gilt als enger Vertrauter von Munir. Diesem werden gute Kontakte zu US-Präsident Donald Trump nachgesagt, er gilt als Vermittler zwischen den Kriegsparteien. Naqvis Besuch in Teheran folgt auf ein Treffen mit seinem iranischen Amtskollegen Eskandar Momeni in Kirgistan am Donnerstag und Freitag. In einer Stellungnahme im Anschluss an das Treffen hieß es, „beide Innenminister betonten die Notwendigkeit, die Bemühungen für einen nachhaltigen Frieden in der Region konsequent fortzusetzen“.

Israel und die USA hatten Iran vor drei Monaten angegriffen. Seit dem 8. April herrscht in dem Krieg eigentlich eine Waffenruhe. Dennoch kommt es immer wieder zu gegenseitigen Angriffen, zuletzt in der Nacht auf Samstag. Regionale Staaten und vor allem Pakistan vermitteln zwischen Washington und Teheran, um den Krieg dauerhaft zu beenden. (dpa)

Libanons Armeechef besucht Pakistan

Der libanesische Armeechef Rodolphe Haykal ist zu einem Besuch in Pakistan aufgebrochen. Er reise auf Einladung seines pakistanischen Kollegen Asim Munir, teilte das libanesische Militär am Samstag mit. Der Besuch steht im Zusammenhang mit Pakistans Vermittlerrolle zur Beendigung des Irankriegs, wie die Nachrichtenagentur AFP aus einer mit der Angelegenheit vertrauten Quelle erfuhr. Der Libanon spiele „eine entscheidende Rolle in den Verhandlungen“. Munir ist der pakistanische Chefvermittler in den Gesprächen zwischen den USA und Iran.

Der Libanon war Anfang März in den Irankrieg hineingezogen worden. Als Reaktion auf die Tötung des obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Chamenei feuert die Hisbollah seither immer wieder Raketen auf Israel ab. Israel fliegt seinerseits Luftangriffe auf zahlreiche Ziele im Libanon und schickte Bodentruppen über die Grenze. Israel und die libanesische Regierung hatten sich am Mittwoch bei Gesprächen in Washington auf die „Umsetzung einer Waffenruhe“ geeinigt. Es sollten dabei bestimmte „Testgebiete“ unter „exklusiver Kontrolle“ der libanesischen Armee geschaffen werden, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung.

Beide schränkten ein, dass die Umsetzung aber von der Einstellung der Angriffe der Hisbollah abhänge. Die proiranische Miliz, die bereits die vorherigen Waffenruhen mit Israel abgelehnt hatte, akzeptiert aber auch die neue Vereinbarung nicht. Iran besteht darauf, den Libanon in ein mögliches Abkommen mit den USA zur Beendigung des Kriegs einzubeziehen. (afp)

Iran warnt Nachbarn vor Nutzung ihres Territoriums für US‑Angriffe

Iran hat die Nachbarstaaten erneut davor gewarnt, ihr Territorium für mögliche US‑Militäroperationen gegen die Islamische Republik zur Verfügung zu stellen. „Die Länder der Region sollten den Grundsatz guter Nachbarschaft beachten und ihr Territorium nicht für aggressive Handlungen gegen den Iran nutzen“, erklärte das Außenministerium in Teheran in einer Mitteilung.

Hintergrund der scharfen Reaktion sind laut Teheran die US‑Angriffe vom frühen Samstagmorgen (Ortszeit) auf Radaranlagen der Region Sirik und der Insel Gheschm im Süden des Landes. „Dieser Angriff war ein klarer Verstoß gegen die Waffenruhe vom April 2026 und eine militärische Aggression gegen die territoriale Integrität Irans“, so das Ministerium.

Iran forderte den UN‑Sicherheitsrat dazu auf, auf die „offensichtliche Verletzung der Waffenruhe“ und die „illegalen Handlungen der USA“, die sowohl den regionalen als auch den internationalen Frieden gefährdeten, zu reagieren.

Israel und die USA hatten Iran vor drei Monaten angegriffen. Seit dem 8. April herrscht in dem Krieg eigentlich eine Waffenruhe. Dennoch kommt es immer wieder zu gegenseitigen Angriffen. Das US-Militär fing nach eigenen Angaben am Freitag mehrere von Iran auf die mit den USA verbündeten Golfstaaten Kuwait und Bahrain abgefeuerte Raketen ab. Zuvor hatte das US-Militär im Bereich der Straße von Hormus nach eigenen Angaben auch vier iranische Drohnen abgewehrt und anschließend in Iran Radarstationen auf der dortigen Insel Gheschm und im Ort Goruk attackiert. (dpa)

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