debatte Netanjahu instrumentalisiert den Holocaust. Sein Ziel ist die Legitimation aller Mittel und der Mythos, dass nur er sein Volk schützt Von Amit Varshizky Ausgabe vom 5.11.2026, Seite 14, meinung + diskussion Download (PDF)
Aktivist über Harburger Judentum „Harburgs jüdische Geschichte ist Vergangenheit“ An die Demütigung, Vertreibung und Ermordung der Harburger Juden erinnert seit 1998 die „Woche des Gedenkens“. Wenige Täter wurden damals belangt. Interview von Petra Schellen 1.11.2026
Erinnerung an die „Polenaktion“ 1938 Die Generalprobe Im Oktober 1938 deportieren die Nazis eine jüdische Familie aus dem Rheinland. Ein Foto von damals belegt die Begeisterung ihrer Mitbürger. Von Klaus Hillenbrand 29.10.2026
Melanie Berger-Volle verstorben Sie blieb Rebellin bis zuletzt Die Wiener Trotzkistin und Jüdin Melanie Berger-Volle ist verstorben. Dank Harakiri-Aktionen überlebte sie die Schoah, engagierte sich und wurde 105 Jahre alt. Von Nils Klawitter 25.10.2026
Historikerin über Antisemitismus „Was ist am Antizionismus so koscher?“ Unter einer dünnen Schicht kommt für sie der alte Judenhass zum Vorschein: Die Historikerin Dina Porat über Antisemitismus von rechts und von links. Interview von Klaus Hillenbrand 25.10.2026
Rückkehr von NS-Opferdokumenten Es bräuchte ein Gesetz gegen den verwerflichen Kommerz Nach ihrer verhinderten Auktion kehrten nun private Kriegstagebücher und Briefe aus KZs an die Ursprungsorte der deutschen Verbrechen in Polen zurück. Von Gabriele Lesser 26.10.2026
Museum für NS-Geschichte in Flensburg Gestapo-Sitz oder „Deutsches Haus“? In Flensburg soll ein Vermittlungszentrum zur kritischen Aufarbeitung des Nationalsozialismus entstehen. Um den Standort gibt es Streit. Von Frank Keil und Klara Hohnke 22.10.2026
Hermann Höllenreiner ist tot Er hat drei KZ überlebt Erst schwieg er lange. Dann hielt er Vorträge über die Vernichtung von Sinti und Roma im Nationalsozialismus. Nun ist Hermann Höllenreiner gestorben. Von Klaus Hillenbrand 21.10.2026
Gedenken an Deportationen am Gleis 17 Der endgültige Übergang vom Recht ins Unrecht Vor 85 Jahren verließ der erste Zug mit deportierten Juden den Bahnhof Berlin-Grunewald. In das Gedenken an die Schoah mischt sich die Furcht vor einem neuen Antisemitismus. Von Klaus Hillenbrand 18.10.2026
Ausstellung „Umstrittene Verwandtschaft“ Vergleichen, aber nicht gleichsetzen Das Deutsche Historische Museum Berlin wagt sich an ein Reizthema. Wie unterscheidbar sind koloniale und nationalsozialistische Gewalt tatsächlich? Von Andreas Fanizadeh 16.10.2026
Widerstandskämpferin bekommt Platz „Es heißt, sie war aufmüpfig und frech“ Die 14-jährige Eva Mamlok schrieb um 1932 „Nieder mit Hitler“ an ein Kaufhaus in Kreuzberg. Nun wird ein Platz nach ihr benannt. Interview von Uta Schleiermacher 16.10.2026
Willy Brandt im Untergrund am Ku’damm Getarnt im Kampf gegen die Nazis 1936 kam Gunnar Gaasland aus Oslo fürs Studium nach Berlin. Hinter dem Namen verbarg sich Willy Brandt. Die Erinnerung daran ist verblasst. Eine Zeitreise. Von Nicolas Basse 9.10.2026
Gedenkstättenpflicht in Hamburg Verordneter Antifaschismus Kommentar von Jan-Paul Koopmann Der Besuch von NS-Gedenkstätten soll für Hamburger Schüler:innen künftig verpflichtend werden. Debatten dieser Art sind alt, aber keinswegs gelöst. 5.10.2026
Gedenkstätten in Sachsen-Anhalt Ins Blaue hinein NS-Gedenkstätten sorgen sich vor einer AfD-Regierung. Sie fürchten, dass ihnen die Mittel gekürzt werden. Ein Besuch in der ehemaligen Tötungsanstalt Bernburg. Von Klaus Hillenbrand 6.10.2026
Stolpersteinverbot in Heidenau Sächsische Bürgermeisterin reagiert nicht auf Kritik International schockiert der Beschluss in Heidenau, keine neuen Stolpersteine zu verlegen. Für die Bürgermeisterin ändert das nichts. Von David Muschenich 1.10.2026
Neue Vorwürfe gegen Elif Eralp Die Rote Hilfe ist wichtiger denn je Kommentar von Marie Frank Eine linke Juristin war Mitglied einer linken juristischen Organisation, wo ist der Skandal? Elif Eralp muss sich für nichts schämen – im Gegenteil. 30.9.2026
Historikerin über Zwangsarbeit „ Auf dem Gelände gibt es keine Spuren“ Italienische Militärs wurden in der NS-Zeit bei den Hamburger Wasserwerken als Zwangsarbeiter eingesetzt. Führungen sollen nun an ihr Schicksal erinnern. Interview von Karoline Gebhardt 29.9.2026
Frauen im KZ Ravensbrück Widerstand auf allen Ebenen Die Gedenkstätte Deutscher Widerstand zeigt eine neue Ausstellung. Zu sehen sind Frauen, die im KZ Ravensbrück inhaftiert waren, sich den Nazis aber nicht beugten. Von Klaus Hillenbrand 29.9.2026
NS-Profiteur Kühne+Nagel Über die Vergangenheit soll kein Gras mehr wachsen Am Tag der Beisetzung von Klaus-Michael Kühne erklärt dessen Stiftung, die NS-Vergangenheit des Logistikkonzerns nun doch beleuchten zu wollen. Von Henning Bleyl 23.9.2026
AfD nach Landtagswahlen Weidel und die Legende von den „linken Nazis“ Nach den Wahlen verbreitet die AfD-Chefin einen rechten Mythos. Ihrem Ziel, die CDU zu zerstören, rückt die AfD derweil ein Stück näher. Von Gareth Joswig 21.9.2026